DE19929536C1 - Anordnung zur axialen Festlegung des Ringes eines Lagers - Google Patents
Anordnung zur axialen Festlegung des Ringes eines LagersInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur axialen Festlegung des Ringes (1) eines Lagers (2), insbesondere eines Wälzlagers, relativ zu einem Gehäuse (3) bzw. zu einer Welle mittels eines Fixierelements (4), wobei das Fixierelement (4) in Ausnehmung (5, 6) am Lagerring (1) und Gehäuse (3) bzw. Welle formschlüssig eingreift. Um eine einfache Montage zu bewerkstelligen und gleichzeitig sicherzustellen, daß eine hinreichende axiale Festlegung des Lagerrings relativ zum Gehäuse bzw. zur Welle sichergestellt ist, ist vorgesehen, daß das Fixierelement (4) ringförmig ausgebildet ist und seine in die Ausnehmungen (5, 6) eingreifenden Abschnitte (7, 7') in mehrere Teile unterteilt sind, die über den Umfang des Fixierelements (4) angeordnet sind.
Description
Die Erfindung betrifft eine Anordnung zur axialen Festlegung des Ringes eines
Lagers, insbesondere eines Wälzlagers, relativ zu einem Gehäuse bzw. zu einer
Welle mittels eines Fixierelements, wobei das Fixierelement in Ausnehmungen am
Lagerring und Gehäuse bzw. Welle formschlüssig eingreift und wobei das
Fixierelement ringförmig ausgebildet ist.
Eine gattungsgemäße Anordnung zum axialen Fixieren eines Wälzlagerrings ist aus
der DE-OS 15 10 920 bekannt. Ein verformbares Fixierelement greift dort mit
einem Abschnitt in eine Nut ein, die in den Außenring eines Wälzlagers eingebracht
ist. Mit einem anderen Abschnitt greift das Fixierelement in eine Nut ein, die das
Gehäuse aufweist. Da der Lageraußenring mit Spielpassung in seiner
Gehäusebohrung sitzt, wird auf diese Art und Weise eine axiale Festlegung des
Außenrings des Wälzlagers relativ zum Gehäuse erreicht.
Das vorbekannte Fixierelement zur Festlegung des Lagers eignet sich meist nur für
die Übertragung kleinerer bis mittelgroßer Axialkräfte. Dies ist jedoch für viele
Anwendungen ausreichend. Probleme können jedoch dann entstehen, wenn zu
wenig Raum verbleibt um den Fixierring gleichzeitig in beide Nuten - im
Lageraußenring und im Gehäuse - einzuschieben. Es kann hier zu einem Sperren
des Rings kommen, so daß die Montage aufwendig und schwierig ist.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die
vorbekannte Anordnung zur axialen Festlegung des Ringes eines Lagers so weiter
zu entwickeln, daß eine problemlose Montage des Fixierelements möglich wird und
trotzdem eine zuverlässige Axialfestlegung sichergestellt ist. Das Fixierelement soll
also ohne übermäßig große Kraftaufwendung in die jeweiligen Ausnehmungen im
Lagerring und im Gehäuse eingebracht werden können. Trotzdem soll sichergestellt
sein, daß der Lagerring hinreichend gegen axiale Verschiebung gesichert ist.
Die Lösung der Aufgabe durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet,
daß die in die Ausnehmungen (5, 6) eingreifenden Abschnitte (7, 7') des
Fixierelements (4) in mehrere Teile unterteilt sind, die über den Umfang des
Fixierelements (4) angeordnet sind, und daß mindestens zwei in Umfangsrichtung
folgende Abschnitte (7, 7') des Fixierelements (4) so ausgebildet sind, daß der erste
Abschnitt (7) nur in den Lagerring (1) und der folgende zweite Abschnitt (7') nur
in das Gehäuse (3) bzw. in die Welle eingreift, wobei alle in die Ausnehmungen (5,
6) eingreifenden Abschnitte (7, 7') im wesentlichen in einer zur Achse des
Fixierelements (4) senkrechten Ebene liegen.
Im Unterschied zum Stand der Technik ist nunmehr erfindungsgemäß vorgesehen,
daß das Fixierelement einzelne Umfangsabschnitte besitzt, die für sich in die
Ausnehmungen im Lagerring bzw. im Gehäuse eingeschoben werden können. Des
weiteren sind die eingreifenden Abschnitte derart alternierend angeordnet, daß sie
abwechselnd in das Lager und in das Gehäuse eingreifen. Dadurch wird der
Montageaufwand reduziert, da ein Verklemmen oder Sperren des Rings nicht so
leicht wie im Stand der Technik möglich ist.
Weiterbildungsgemäß kann insbesondere vorgesehen sein, daß das Fixierelement
(4) eine gerade Anzahl von Abschnitten (7, 7') aufweist, die abwechselnd nur in
den Lagerringen (1) bzw. nur in das Gehäuse (3) bzw. in die Welle eingreifen.
Gemäß einer anderen Weiterbildung ist vorgesehen, daß zumindest die Abschnitte
(7, 7') des Fixierelements (4) aus hartem, jedoch verformbaren Material,
vorzugsweise aus thermoplastischem oder duroplastischem Kunststoff, bestehen.
Das genannte Material eignet sich besonders gut, um zunächst eine relativ leichte
Montage sicherzustellen, dann jedoch auch für eine hinreichende Axialsicherung
des Lagers zu sorgen.
Mit der vorgeschlagenen Ausführungsform ergibt sich eine vorteilhafte
Montagemöglichkeit, denn nun greifen die jeweiligen Abschnitte, die am Umfang
des Fixierrings angeordnet sind, abwechselnd in die Nut im Lagerring und die im
Gehäuse ein. Ein Sperren des Fixierelements bei der Montage ist dabei praktisch
ausgeschlossen; gleichzeitig wird jedoch eine hinreichende Sperrwirkung gegen das
axiale Verschieben des Lagerrings erzeugt.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der erfindungsgemäßen Anordnung
dargestellt.
Fig. 1 stellt einen Schnitt durch ein Lager und ein Gehäuse dar, die mittels eines
Fixierelements gegen axiale Bewegungen zueinander gesichert sind.
Fig. 2 zeigt ein Fixierelement, dessen Abschnitte abwechselnd in die
Ausnehmungen in Lagerring und Gehäuse eingreifen in der Draufsicht, in
Fig. 3 ist der Ring gemäß Fig. 2 gemäß dem Schnitt A-A (siehe Fig. 2) zu
sehen, während schließlich
Fig. 4 die zur Fig. 1 entsprechende Darstellung für den Ring aus Fig. 2 bzw.
Fig. 3 zeigt.
In Fig. 1 ist ein Teil eines nicht näher dargestellten Lagers 2 zu sehen, namentlich
dessen Außenring 1. Dieser sitzt mit Spielpassung in einem Gehäuse 3, in dem er
relativ zu diesem axial festgelegt werden muß. Bei einer solchen
Lageranordnung müssen keine übermäßig hohen Kräfte in axialer Richtung
übertragen werden; es kommt vielmehr nur darauf an, den Außenring eines
Loslagers gegen Verschieben in axialer Richtung während des Betriebes zu
sichern.
Hierfür ist ein Fixierelement 4 vorgesehen. Es besteht aus spritzgegossenem
Kunststoffmaterial (Thermoplast) und hat eine im wesentlichen ringförmige
Ausbildung. Im Außenbereich des Rings sind Abschnitte 7 und 7' ausgebildet, die
im Vergleich zum Rest des Ringes verdickt ausgeformt sind. Diese Abschnitte 7, 7'
greifen im montierten Zustand in eine nutförmige Ausnehmung 5 im Lagerring und
gleichzeitig in eine ebenfalls nutförmige Ausnehmung 6 im Gehäuse ein. Die Nuten
5 und 6 müssen sich nicht notwendigerweise gegenüberliegen; sie können auch an
beabstandeten Stellen angeordnet sein. Durch diesen formschlüssigen Eingriff der
Abschnitte 7 und 7' in die Ausnehmungen 5 und 6 ist sichergestellt, daß der Ring 1
relativ zum Gehäuse 3 nicht mehr axial verschiebbar ist. Vielmehr stellen die
Abschnitte 7, 7' durch die Festigkeit des Kunststoffmaterials diesbezüglich ein
Sperrelement dar.
Bei der Montage wird das Fixierelement 4 nach entsprechender Positionierung von
Ring 1 und Gehäuse 3 in Pfeilrichtung eingeschoben. Da zumindest die Abschnitte
7 und 7' des Fixierelements aus hartem, jedoch verformbaren Material bestehen,
sind sie kompressibel, wodurch sie den Wall 8 am Lagerring sowie den Wall 9 am
Gehäuse überwinden können und dann in die Ausnehmungen 5 im Lagerring bzw. 6
im Gehäuse einschnappen. Durch diesen Schnappeffekt wird die axiale Festlegung
des Rings 1 relativ zum Gehäuse 3 bewerkstelligt.
Erfindungsgemäß - dies ist in Fig. 1 jedoch nicht zu erkennen - ist das
Fixierelement 4 so ausgebildet, daß die Abschnitte 7 und 7' nicht homogen und
kontinuierlich über den Umfang des Fixierelements 4 verlaufen, sondern in einzelne
Abschnitte aufgeteilt sind. Dies ist in Fig. 2 deutlich zu erkennen. Das
Fixierelement 4 weist hier insgesamt acht Abschnitte 7 bzw. 7' auf, die in die
jeweiligen Ausnehmungen 5 und 6 eingreifen. Durch die segmentartige
Unterteilung der Abschnitte 7 und 7' über den Umfang des Fixierelements 4 wird
erreicht, daß aufgabengemäß eine einfachere Montage möglich wird. Die einzelnen
Umfangsabschnitte können sich nämlich im Rahmen der Elastizität, mit der sie am
Fixierelement 4 angebracht sind, ausrichten, wodurch ein Verklemmen bzw.
Versperren des Fixierelements verhindert wird.
Wie des weiteren aus Fig. 2 und auch aus Fig. 3 entnommen werden kann, sind
die Abschnitte 7 und 7' abwechselnd so angeordnet, daß sie entweder "nach innen"
bzw. "nach außen" greifen: Die Abschnitte 7 sind so ausgerichtet, daß sie nur nach
außen greifen, also in die Ausnehmung 6 im Gehäuse. Im Unterschied hierzu
greifen die Abschnitte 7' nach innen, d. h. in die Ausnehmungen 5 im Lagerring.
Diese Situation ist auch gut anhand der Fig. 3 zu erkennen wo das Fixierelement 4
aus Fig. 2 entlang des Schnitts A-A dargestellt ist.
Wie das Fixierelement 4 gemäß Fig. 2 und Fig. 3 im montierten Zustand
aussieht, geht aus Fig. 4 hervor. Dort ist der Einbauverlauf wie im Schnitt A-A in
Fig. 2 zu erkennen. Im oberen Bereich der Fig. 4 ist zu sehen, daß der Abschnitt
7 nach außen in die Ausnehmung 6 im Gehäuse 3 eingreift; zur anderen Richtung
hin - also in Richtung der Ausnehmung 5 im Lagerung - ist er frei, weshalb sich
eine besonders einfache Montage ergibt. Demgegenüber ist im unteren Bereich der
Fig. 4 zu erkennen, daß hier der Abschnitt 7' des Fixierelements 4 in die
nutförmige Ausnehmung 5 im Lagerring eingreift. Auch hier ist zur anderen
Richtung (zur Nut 6 im Gehäuse) Luft, so daß die Montage problemlos
bewerkstelligt werden kann.
Mit der vorgeschlagenen Lösung wird es möglich, den Fixierring 4 problemlos zu
montieren, wozu keine übermäßig hohen Kräfte aufgewendet werden müssen.
Trotzdem ist eine hinreichende axiale Festlegung des Lageraußenrings relativ zum
Gehäuse sichergestellt.
Das Fixierelement 4 kann - was jedoch nicht dargestellt wurde - auch mit
Dichtelementen für das Lager 2 versehen sein und insofern eine Doppelfunktion
haben.
1
Ring
2
Lager
3
Gehäuse
4
Fixierelement
5
Ausnehmung im Lagerring
6
Ausnehmung im Gehäuse
7
,
7
' Abschnitte des Fixierelements
8
Wall am Lagerring
9
Wall im Gehäuse
Claims (3)
1. Anordnung zur axialen Festlegung des Ringes (1) eines Lagers (2),
insbesondere eines Wälzlagers, relativ zu einem Gehäuse (3) bzw. zu einer
Welle mittels eines Fixierelements (4), wobei das Fixierelement (4) in
Ausnehmungen (5, 6) am Lagerring (1) und Gehäuse (3) bzw. Welle
formschlüssig eingreift und wobei das Fixierelement (4) ringförmig
ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die in die Ausnehmungen (5, 6) eingreifenden Abschnitte (7, 7') des
Fixierelements (4) in mehrere Teile unterteilt sind, die über den Umfang des
Fixierelements (4) angeordnet sind, und daß mindestens zwei in
Umfangsrichtung folgende Abschnitte (7, 7') des Fixierelements (4) so
ausgebildet sind, daß der erste Abschnitt (7) nur in den Lagerring (1) und der
folgende zweite Abschnitt (7') nur in das Gehäuse (3) bzw. in die Welle
eingreift, wobei alle in die Ausnehmungen (5, 6) eingreifenden Abschnitte (7,
7') im wesentlichen in einer zur Achse des Fixierelements (4) senkrechten
Ebene liegen.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Fixierelement
(4) eine gerade Anzahl von Abschnitten (7, 7') aufweist, die abwechselnd nur
in den Lagerring (1) bzw. nur in das Gehäuse (3) bzw. in die Welle eingreifen.
3. Anordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest
die Abschnitte (7, 7') des Fixierelements (4) aus hartem, jedoch verformbarem
Material, vorzugsweise aus thermoplastischem oder duroplastischem
Kunststoff, bestehen.
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