DE19928195A1 - Konverter - Google Patents
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Abstract
Die Erfindung betrifft einen Konverter, insbesondere zum Frischen von Roheisen, mit einem kippbaren Konvertergefäß (1) und einem in Tragzapfen gelagerten Tragring (2), der mit Abstand zu dem Konvertergefäß (1) angeordnet ist, einen rechteckigen Querschnitt mit einem Obergurt (3) und einem Untergurt (4) aufweist und der über Gefäßführungen (6) und über Lamellenaufhängungen (5) mit dem Konvertergefäß (1) verbunden ist, wobei eine Lamellenaufhängung (5) aus einem Lamellenpaar (7) besteht, das über eine erste Befestigungskonsole (8) mit dem Untergurt (4) und über eine zweite Befestigungskonsole (9) mit dem Konvertergefäß (1) verbunden ist und wobei eine Gefäßführung (6) aus zwei, vorzugsweise an dem Obergurt (3) befestigten Führungswänden (21) für ein zwischen diesen, in Umfangsrichtung spielfrei geführten Führungsstück (22) besteht, das über eine dritte Befestigungskonsole (23) mit dem Konvertergefäß (1) verbunden ist. Die beim beschädigungsbedingten Austausch von Lamellenaufhängungen (5) oder Gefäßführungen (6) oder beim Ausbau des Konvertergefäßes (1) erforderlichen mechanischen Trennarbeiten können dadurch entfallen, weil die Verbindungen zwischen den Lamellenpaaren (7) und den ersten und zweiten Befestigungskonsolen (8, 9) sowie zwischen den Führungsstücken (22) und den dritten Befestigungskonsolen lösbar ausgebildet sind.
Description
Die Erfindung betrifft einen Konverter, insbesondere zum
Frischen von Roheisen, mit einem kippbaren Konvertergefäß und
einem in Tragzapfen gelagerten Tragring, der mit Abstand zu
dem Konvertergefäß angeordnet ist, einen rechteckigen
Querschnitt mit einem Obergurt und einem Untergurt aufweist
und der über Gefäßführungen und Lamellenaufhängungen mit dem
Konvertergefäß verbunden ist, wobei eine Lamellenaufhängung
aus einem Lamellenpaar besteht, das über eine erste
Befestigungskonsole mit dem Untergurt und über eine zweite
Befestigungskonsole mit dem Konvertergefäß verbunden ist und
wobei eine Gefäßführung aus zwei, vorzugsweise an dem Obergurt
befestigten Führungswänden für ein zwischen diesen in
Umfangrichtung spielfrei geführtes Führungsstück besteht, das
über eine dritte Befestigungskonsole mit dem Konvertergefäß
verbunden ist.
In der DE-PS 19 03 685 ist ein gattungsgemäßer Konverter
beschrieben. Dieser Konverter hat sich bewährt, da er
gegenüber dem Tragring eine radiale und axiale Ausdehnung des
Konvertergefäßes erlaubt und dieses beim Leeren zuverlässig
abstützt.
Üblicherweise sind die Befestigungskonsolen unlösbar mit dem
Tragring bzw. dem Konvertergefäß verschweißt. Die
Lamellenaufhängungen können durch überlaufende Schlacke oder
bei Gefäßmantelschäden durch auslaufenden Stahl oder durch
herabfallende Anbackungen aus dem Abgaskamin beschädigt oder
gar zerstört werden. Eine Reparatur oder Sanierung kann nur
durch mechanisches Abtrennen der beschädigten Einheiten und
deren Ersatz durch neue Einheiten erreicht werden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen
gattungsgemäßen Konverter zu schaffen, dessen Einzelteile mit
einfachen Mitteln auswechselbar sind.
Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Verbindungen
zwischen den Lamellenpaaren und den ersten und zweiten
Befestigungskonsolen sowie zwischen den Führungsstücken und
den dritten Befestigungskonsolen lösbar ausgebildet sind.
Dadurch können Führungsstücke und Lamellenpaare ohne
aufwendige mechanische Trennung ausgetauscht werden. Dabei
werden die Reparaturzeiten drastisch gesenkt und der Aus- und
Einbau des Konvertergefäßes erheblich erleichtert.
Eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung besteht darin, dass
die Verbindungen als kraft- und formschlüssige
Spannelementverbindungen ausgebildet sind. Hierbei handelt es
sich um eine Art Flanschverbindung zwischen den Konsolen und
dem Führungsstück bzw. dem Lamellenpaar, bei der Lasten durch
Zwischenschaltung von konischen Klemmstücken übertragen
werden. Diese sind an sich aus der DE 196 04 702.1 bekannt.
Die Schrauben dienen nur zur Fixierung der Klemmstücke. Die
aus der Temperaturbelastung resultierenden Verformungen
verstärken die Klemmwirkung der Flanschteile.
Von Vorteil ist, dass die Spannelementverbindungen einen
Schraubenring und einen Spannring aufweisen, deren zugeordnete
Spannflächen durch konische Klemmstücke mittels Spannschrauben
fixiert sind. Da die Schrauben selber nur geringe Klemmkräfte
übertragen müssen, ist ein einfaches Lösen der
Spannelementverbindung und damit ein leichter Austausch
eventuell beschädigter Elemente ohne die früher erforderliche
aufwendige mechanische Trennung möglich.
Dadurch, dass zumindest die zweite und dritte
Befestigungskonsole rohrförmig ausgebildet sind und deren
Durchmesser mit denen der Spannringe übereinstimmen, wird die
Krafteinleitung in das Konvertergefäß bzw. in den Tragring
wesentlich verbessert. Vor altem werden Spannungsanhäufungen
und damit die Gefahr von Rissbildungen, die sich zwangsläufig
im Bereich der Ecken der bisher verwendeten, rechteckigen und
kastenförmigen Befestigungskonsolen ergaben, weitgehend
vermieden.
Eine vorteilhafte Ausbildung der Erfindung besteht weiterhin
darin, dass zumindest die ersten Befestigungskonsolen mit den
Spannringen oder mit den Schraubenringen fest verbunden sind.
Beide alternative Lagen der Schraubenringe bieten eine gute
Zugänglichkeit der Spannschrauben und erleichtern somit den
Austausch der Lamellenpaare.
Es hat ferner Vorteile, wenn die Spannelementverbindungen der
ersten Befestigungskonsolen parallel zu den Lamellenpaaren
oder parallel zum Untergurt des Tragrings angeordnet sind. Die
Anordnung der Spannelementverbindung parallel zu dem
Lamellenpaar hat den Vorteil, dass der lichte Durchmesser des
Tragrings zum Ausbau des Konvertergefäßes kleiner als bei der
alternativen Anordnung ist. Dafür hat die alternative
Anordnung den Vorteil einer günstigen Einleitung der Kräfte
des Lamellenpaares in den Tragring.
Wichtig für den Ausbau des Konvertergefäßes ist, dass der
Durchmesser des Konvertergefäßes mit den zweiten
Befestigungskonsolen und ihren Spannringen innerhalb des
lichten Durchmessers des Tragrings bleiben.
Weitere Merkmale der Erfindung ergeben sich aus den
Patentansprüchen und der folgenden Beschreibung sowie der
Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
schematisch dargestellt ist.
Es zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein Konvertergefäß mit
einem Tragring, die durch Gefäßführungen und
Lamellenaufhängungen verbunden sind,
Fig. 2 eine Draufsicht auf eine der Lamellenaufhängungen,
Fig. 3 wie Fig. 1, jedoch mit vertauschtem Spann- und
Schraubenring bei der ersten Befestigungskonsole,
Fig. 4 ein Detail des Schnitts aus Fig. 1, bei dem jedoch
die Spannelementverbindung der ersten
Befestigungskonsole parallel zum Untergurt des
Tragrings angeordnet ist.
Fig. 1 zeigt einen Schnitt durch einen Teil eines kippbaren
Konvertergefäßes 1 mit einem Tragring 2, der dieses mit
Abstand umgibt und der um nicht dargestellte Tragzapfen
kippbar ist. Der Tragring 2 hat einen rechteckigen Querschnitt
mit einem Obergurt 3 und einem Untergurt 4. Er ist über
insgesamt acht Lamellenaufhängungen - die zu vier Paketen im
jeweiligen Segmentabschnitt der Tragzapfen angeordnet sind - mit
dem Konvertergefäß 1 verbunden.
Die Lamellenaufhängungen 5 dienen der Aufnahme des Gewichts
des Konvertergefäßes 1 in dessen senkrechter Lage und
Bauchlage, während die Gefäßführungen 6 in dessen gekippter
Lage (Bauchlage) anteilige Stützkräfte übertragen. Beide
erlauben in jeder Lage eine ungehinderte Wärmedehnung des
Konvertergefäßes 1 in axialer und radialer Richtung.
Eine Lamellenaufhängung 5 besteht aus einem Lamellenpaar 7,
das über eine erste Befestigungskonsole 8 mit dem Untergurt 4
des Tragrings 2 und über eine zweite Befestigungskonsole 9 mit
dem Konvertergefäß 1 verbunden ist. Zwischen der ersten bzw.
der zweiten Befestigungskonsole 8, 9 und den beiden Enden des
Lamellenpaares 7 sind Spannelementverbindungen 10 angeordnet.
Diese bestehen aus je einem Schraubenring 11 und einem
Spannring 12, deren zugeordnete Spannflächen 13, 13' durch
konische Klemmstücke 14 mittels Spannschrauben 15 fixiert
sind, wodurch die Schraubenringe 11 und die Spannringe 12
lösbar verbunden werden.
Die Schraubenringe 11 besitzen einen Boden 16, mit dem die
Enden des Lamellenpaares 7 über Scherbuchsen verbunden und
verschraubt sind. Die Schrauben dienen nur zum Zusammenhalten
in axialer Richtung über je eine Unterlegplatte 17 auf die
Enden des Lamellenpaares 7, wobei die Zugkräfte des
Lamellenpaares 7 über Scherbüchsen 18 auf die Böden 16 der
Schraubenringe 11 übertragen. Die Schrauben selber übertragen
keine Lasten.
Die Spannringe 12 des Tragring nahen Endes der Lamellenpaare 7
sind mit der ersten Befestigungskonsole 8, die Spannringe 12
des Tragring fernen Endes des Lamellenpaares 7 mit der zweiten
Befestigungskonsole 9 fest verbunden. Die erste
Befestigungskonsole 8 besteht aus einer erweiterten
Bodenplatte 19, die mit dem Spannring 12 und dem Untergurt 4
sowie mit zwei an dem Untergurt 4 befestigten Seitenwänden 20
fest verbunden ist.
Die zweite Befestigungskonsole 9 ist rohrförmig und als
Verlängerung des Spannrings 12 ausgebildet. Diese Form stellt
im Gegensatz zu den üblichen rechteckigen Querschnitten der
Befestigungskonsolen eine Krafteinleitung ohne
Spannungsspitzen in das Konvertergefäß 1 sicher. Dadurch ist
die Gefahr der Rissbildung im Konvertergefäß 1 im Bereich der
Befestigungskonsolen 8, 9 weitgehend gebannt.
Die Gefäßführung 6 besteht aus zwei Führungswänden 21, die am
Obergurt 3 befestigt sind und einem dazwischen spielfrei und
mit Abstand zum Obergurt 3 geführten Führungsstück 22, das
über eine dritte Befestigungskonsole 23 mit dem Konvertergefäß
1 verbunden ist. Zwischen dem Führungsstück 22 und der dritten
Befestigungskonsole 23 ist wiederum eine
Spannelementverbindung 10 mit einem Schraubenring 11 und einem
Spannring 12 angeordnet. Der Boden 16 des Schraubenrings 11
und das Führungsstück 22 sowie der Spannring 12 und die als
dessen Verlängerung ausgebildete rohrförmige dritte
Befestigungskonsole 23 sind miteinander fest verbunden.
Im Gegensatz dazu sind der Schraubenring 11 und der Spannring
12 über deren zugeordnete Spannflächen 13, 13' durch die
konischen Klemmstücke 14 mittels der Spannschrauben 15
reversibel verspannbar.
Durch die Spannelementverbindung 10 an allen drei
Befestigungskonsolen 8, 9, 23 können die Lamellenaufhängung 5
und die Gefäßführung 6 auf einfache Weise ausgetauscht werden,
ohne eine mechanische Abtrennung vornehmen zu müssen.
Fig. 2 zeigt eine Draufsicht auf eine Lamellenaufhängung 5,
mit dem Lamellenpaar 7, den Unterlegplatten 17 mit Bohrungen
für die Scherbüchsen 18, die erweiterte Bodenplatte 19 und die
beiden Seitenwände 20 der ersten Befestigungskonsole 8, die
alte drei an dem Untergurt 4 befestigt sind. Auch die zweite
Befestigungskonsole 9 und der Boden 16 sind erkennbar.
In den Fig. 3 und 4 sind alternative Ausführungen und
Anordnungen der Spannelementverbindung 10 der ersten
Befestigungskonsole 8 dargestellt. Fig. 3 zeigt eine
umgekehrte Anordnung der Spannelementverbindung 10. Der
Schraubenring 11 ist mit seinem entsprechend angepassten Boden
16 an der ersten Befestigungskonsole 8 befestigt. Der
Spannring 12 ist mit seiner erweiterten Bodenplatte 19 mit dem
Tragring nahen Ende des Lamellenpaares 7 verbunden. Auch bei
dieser Anordnung ist die Lösbarkeit der Spannelementverbindung
10 gewährleistet, jedoch mit einer günstigeren Zugänglichkeit
der Fixierschrauben des oberen Spannelements.
In Fig. 4 ist die Spannelementverbindung 10 in einer Position
parallel zum Untergurt 4 des Tragrings 2 dargestellt. Der
Spannring 12 weist eine rohrförmige Verlängerung 24 auf, die
mit dem Untergurt 4 des Tragrings 2 verbunden ist. Gegenüber
der Position parallel zu dem Lamellenpaar 7 (Fig. 1-3)
ist hier entsprechend der zweiten und dritten rohrförmigen
Befestigungskonsole 9, 23 eine Krafteinleitung ohne
Spannungsspitzen in den Untergurt 4 des Tragrings 2 gegeben.
An Boden 16 des Schraubenrings 11 ist eine Unterkonsole 25 zur
Aufnahme des Tragring seitigen Endes des Lamellenpaares 7
befestigt. Zwischen den Lamellen des Lamellenpaares 7 ist ein
geringer Abstand vorgesehen. Dieser verhindert einen
Lamellenverschleiß aufgrund deren Relativbewegung beim
dehnungsbedingten Durchbiegen derselben. Außerdem
gewährleistet er die ungehinderte Bewegungsfreiheit bei
lastbedingten Bewegungen derselben.
Die an den Befestigungskonsolen 8, 9, 23 angeordneten
Spannelementverbindungen 10 gestatten ein einfaches
Auswechseln einzelner Lamellenaufhängungen 5 und
Gefäßführungen 6 sowie das Herausheben des Konvertergefäßes 1
ohne mechanische Trennarbeiten.
Claims (7)
1. Konverter, insbesondere zum Frischen von Roheisen, mit
einem, kippbaren Konvertergefäß (1) und einem in Tragzapfen
gelagerten Tragring (2), der mit Abstand zu dem Konvertergefäß
(1) angeordnet ist, einen rechteckigen Querschnitt mit einem
Obergurt (3) und einem Untergurt (4) aufweist und der über
Gefäßführungen (6) und über Lamellenaufhängungen (5) mit dem
Konvertergefäß (1) verbunden ist, wobei eine
Lamellenaufhängung (5) aus einem Lamellenpaar (7) besteht, das
über eine erste Befestigungskonsole (8) mit dem Untergurt (4)
und über eine zweite Befestigungskonsole (9) mit dem
Konvertergefäß (1) verbunden ist, und wobei eine Gefäßführung
(6) aus zwei, vorzugsweise an dem Obergurt (3) befestigten
Führungswänden (21) für ein zwischen diesen, in
Umfangsrichtung spielfrei geführtes Führungsstück (22)
besteht, das über eine dritte Befestigungskonsole (23) mit dem
Konverter (1) verbunden ist, dadurch gekennzeichnet, dass die
Verbindungen zwischen den Lamellenpaaren (7) und den ersten
und zweiten Befestigungskonsolen (8, 9) sowie zwischen den
Führungsstücken (22) und den dritten Befestigungskonsolen (23)
lösbar ausgebildet sind.
2. Konverter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Verbindungen als kraft- und formschlüssige
Spannelementverbindungen (10) ausgebildet sind.
3. Konverter nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die
Spannelementverbindungen (10) einen Schraubenring (11) und
einen Spannring (12) aufweisen, deren zugeordnete Spannflächen
(13, 13') durch konische Klemmstücke (14) mittels
Spannschrauben (15) verspannbar sind.
4. Konverter nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest die zweiten und dritten Befestigungskonsolen (8, 9)
rohrförmig ausgebildet sind und deren Durchmesser mit denen
der Spannringe (12) übereinstimmen.
5. Konverter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass
zumindest die ersten Befestigungskonsolen (8) mit den
Spannringen (12) oder mit den Schraubenringen (11) fest
verbunden sind.
6. Konverter nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die
Spannelementverbindungen (10) der ersten Befestigungskonsolen
(9) parallel zu den Lamellenpaaren (7) oder parallel zum
Untergurt (4) des Tragrings (2) angeordnet sind.
7. Konverter nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der
Durchmesser des Konvertergefäßes (1) mit den zweiten
Befestigungskonsolen (9) und ihren Spannringen (12) innerhalb
des lichten Durchmessers des Tragrings (2) bleibt.
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