DE19928135A1 - Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines Elektromotors - Google Patents
Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines ElektromotorsInfo
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Abstract
Es wird eine Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines Elektromotors (100) beschrieben, die sich insbesondere auszeichnet durch ein Hochpaßfilter (C4, R6), dem eine durch den Motor (100) in einer Ansteuerpause (T¶off¶) gegeninduzierte Spannung zugeführt wird, zum Durchlaß von hochfrequenten Anteilen, die durch Umkommutierungen von Motorwicklungen erzeugt werden, sowie eine Auswerteeinrichtung zur Erfassung von Signalflanken der hochfrequenten Anteile und zur Signalisierung eines fehlerhaften Betriebszustandes, wenn die Anzahl der Signalflanken innerhalb eines vorbestimmbaren Zeitintervalls einen vorbestimmbaren Schwellwert nicht übersteigt. Die Schaltungsanordnung ist insbesondere zur Ansteuerung und Betriebsüberwachung von Hydraulikpumpen in elektronischen Stabilitätssystemen von Fahrzeugen anwendbar.
Description
Die Erfindung betrifft eine Schaltungsanordnung zur An
steuerung eines Elektromotors, insbesondere als Bestandteil
der Hydraulikpumpe eines Kraftfahrzeugregelungssystems, wie
ABS, ASR, ESP (elektronisches Stabilitätsprogramm) etc.
Elektromotoren werden insbesondere als Kleinmotoren zum Be
trieb verschiedenster elektromechanischer Einrichtungen wie
zum Beispiel Pumpen, Steuerungen, Antrieben usw. verwendet.
Bei zahlreichen Anwendungen dieser Art ist es wichtig, im
Falle einer Störung des Motorbetriebes bestimmte Maßnahmen
oder Vorkehrungen zu treffen, um die Anwendung als solche
beherrschbar zu halten. Zu diesem Zweck ist es von besonde
rer Bedeutung, den Betriebszustand des Motors in der Weise
zu überwachen, daß ein Auftreten von Fehlern an dem Motor
oder der durch diesen angetriebenen Einrichtung rechtzeitig
erkannt werden kann.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine
Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines Elektromotors zu
schaffen, mit der in einfacher Weise fehlerhafte Betriebs
zustände des Motors erfaßt werden können.
Gelöst wird diese Aufgabe gemäß Anspruch 1 bei einer sol
chen Schaltungsanordnung, die sich auszeichnet durch ein
Hochpaßfilter, dem eine durch den Motor in einer Ansteuer
pause gegeninduzierte Spannung zugeführt wird, zum Durchlaß
von hochfrequenten Anteilen, die durch Umkommutierungen von
Motorwicklungen erzeugt werden, sowie eine Auswerteeinrich
tung zur Erfassung von Signalflanken der hochfrequenten An
teile und zur Signalisierung eines fehlerhaften Betriebszu
standes, wenn die Anzahl der Signalflanken innerhalb eines
vorbestimmbaren Zeitintervalls einen vorbestimmbaren
Schwellwert nicht übersteigt.
Ein besonderer Vorteil dieser Lösung besteht darin, daß sie
weitgehend unabhängig von der Art und Größe des Elektromo
tors sowie der Anwendung des Motors einsetzbar ist, sofern
der Motor in der Ansteuerpause eine mit hochfrequenten An
teilen überlagerte gegeninduzierte Spannung erzeugt.
Ein weiterer Vorteil dieser Lösung liegt darin, daß durch
die Auswertung der Anzahl der Signalflanken auch Fehler in
der angetriebenen Einrichtung erkannt werden können, wenn
diese zum Beispiel blockiert wird oder nur noch gegen einen
großen Widerstand antreibbar ist.
Die Unteransprüche haben vorteilhafte Weiterbildungen der
Erfindung zum Inhalt.
Danach ist die Schaltungsanordnung vorzugsweise so ausge
legt, daß der Motor durch Pulsbreitenmodulation einer Ver
sorgungsspannung getaktet ansteuerbar ist und die Ansteu
erpause eine Ausschaltphase (Pulspause) ist.
Eine besonders vorteilhafte Anwendung der Schaltungsanord
nung findet sich in einem elektronischen Kraftfahrzeugrege
lungssystem, wie ABS, ASR, ESP etc. mit einer Hydraulikpum
pen-Steuereinheit zur Ansteuerung und Betriebsüberwachung
von Hydraulikpumpen.
Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der Erfindung
ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzug
ten Ausführungsform anhand der Zeichnungen. Es zeigt:
Fig. 1 ein Prinzipschaltbild einer erfindungsgemäßen Schal
tungsanordnung;
Fig. 2a, 2b graphische Darstellungen verschiedene Signalver
läufe an einem Motor bei einer gepulsten Ansteuerung des
Motors im fehlerfreien Betriebszustand;
Fig. 3a, 3b eine Darstellung der Signalverläufe gemäß Fig.
2 bei einem fehlerhaften Betriebszustand;
Fig. 4a, 4b eine graphische Darstellung verschiedener, mit
der Schaltungsanordnung erzeugter, auszuwertender Signale;
und
Fig. 5 ein Flußdiagramm eines Verfahrensablaufs zur Auswer
tung der mit der Schaltungsanordnung erzeugten Signale.
Fig. 1 zeigt ein Prinzipschaltbild eines Teils einer
Schaltungsanordung, die zur Ansteuerung von Pumpenmotoren,
und zwar insbesondere für hydraulische Kreise von Fahrzeug-
Stabilitätsprogrammen (ESP), wie Antiblockier- und An
tlschlupfregelungen, dienen kann. Ein Schaltungsblock 10
stellt eine (Pumpen-)Motor-Steuereinheit PCU dar, die im
allgemeinen in Form von einer oder mehreren integrierten
Standard-Schaltungen realisiert ist und einen Mikroprozes
sor, Analog/Digitalwandler, Zwischenspeicher, Treiberstufen
usw. umfaßt. Die äußere Beschaltung wird entsprechend der
Anwendung und einem anzusteuernden Motor 100 gewählt.
Ein erster Anschluß UIGN für eine erste Versorgungsspannung
von z. B. 12 V (im Falle einer Anwendung in einem Fahrzeug
ist diese Spannung über ein Zündschloß geführt) ist über
eine Diode D1 und einen ersten Widerstand R1 mit einem er
sten Anschluß I des Pumpenmotors 100 verbunden. Zwischen
der Diode D1 und dem ersten Widerstand R1 ist ein erster
Kondensator C1 nach Masse geschaltet. Ein aus einem zweiten
Widerstand R2 und einem dazu parallel nach Masse geschalte
ten zweiten Kondensator C2 gebildeter RC-Tiefpaß ist mit
einem ersten Eingang AN (Eingang eines Ana
log/Digitalwandler-Schaltungsteils) der Pumpenmotor-
Steuereinheit PCU sowie über einen dritten Widerstand R3
mit dem ersten Anschluß I des Pumpenmotors 100 verbunden.
Parallel zu dem Pumpenmotor 100, dessen zweiter Anschluß II
an Masse liegt, ist ein dritter Kondensator C3 geschaltet.
Ein zweiter Anschluß KL30-P für eine zweite Versorgungs
spannung (z. B. 12 V) ist über eine Sicherung S1 mit einem
Drainanschluß D eines ersten Leistungstransistors FET1 so
wie einem zweiten Anschluß DRN (Drain) der Pumpenmotor-
Steuereinheit PCU verbunden. Ein Gateanschluß G des Lei
stungstransistors FET1 liegt über einem vierten Widerstand
R4 an einem dritten Anschluß OUT der Pumpenmotor-
Steuereinheit PCU an, während ein Sourceanschluß S des er
sten Leistungstransistors FET1 mit dem ersten Anschluß I
des Pumpenmotors 100 sowie über einen fünften Widerstand R5
mit einem vierten Anschluß SRC (Source) der Pumpenmotor-
Steuereinheit PCU verbunden ist.
Weiterhin ist der erste Anschluß I des Pumpenmotors 100 an
eine Auswerteeinrichtung geführt, die einen in Reihe an die
Basis eines zweiten Transistors T2 geschalteten vierten
Kondensator C4 aufweist, wobei die Basis über einen sech
sten Widerstand R6 mit Masse verbunden ist. Der Emitter des
zweiten Transistors T2 liegt ebenfalls an Masse, während
der Kollektor über einen siebten Widerstand R7 mit einem
dritten Anschluß UI für eine zweite Versorgungsspannung
(z. B. 5 V) sowie mit einem interruptfähigen Eingang eines
Mikroprozessors MP verbunden ist.
Die Schaltungsanordnung gemäß Fig. 1 dient zur Regelung
der mittleren Drehzahl des Pumpenmotors 100 auf einen Soll
wert durch Pulsbreitenmodulation der an dem zweiten An
schluß KL30-P anliegenden Versorgungsspannung für den Pum
penmotor 100. Zu diesem Zweck erzeugt der in der PCU ent
haltene Mikroprozessor ein digitales Ansteuersignal
(EIN/AUS) für die Pumpe, das zunächst zwischengespeichert
wird, und mit dem eine Ladungspumpe zum Schalten des ersten
Leistungstransistor FET1 über den dritten Anschluß OUT ak
tiviert wird.
Die bezüglich ihrer Pulsbreite modulierte Versorgungsspan
nung weist dabei im allgemeinen eine konstante Zykluszeit
TPWM auf, die sich aus der Betriebszeit Ton und der Aus
schaltzeit Totf des Pumpenmotors zusammensetzt.
Zur Erfassung der Istdrehzahl des Pumpenmotors 100 wird die
während der Ausschaltzeit Toff durch den Motor 100 indu
zierte Gegenspannung (Gegen-EMK) ausgewertet. Diese Span
nung nimmt zwar im wesentlichen linear ab, ist jedoch auf
grund der ständigen Umkommutierung der Wicklungen des Mo
torankers mit einer hochfrequenten Schwingung überlagert.
Mit dem aus dem zweiten Widerstand R2 und dem zweiten Kon
densator C2 gebildeten Tiefpaß wird diese Spannung deshalb
zunächst gefiltert und dann über den ersten Eingang AN der
Pumpenmotor-Steuereinheit PCU zugeführt und dort gemessen.
Der Betrag der gefilterten Spannung ist dabei zum Zeitpunkt
der halben Umschaltzeit Toff direkt proportional zu der
mittleren Drehgeschwindigkeit des Motors 100 und kann somit
zur Regelung der Solldrehzahl des Pumpenmotors 100 verwen
det werden.
Um eine Unterbrechung in einer der Zuleitungen zu dem Pum
penmotor 100 erkennen zu können, ohne diesen aktiv anzu
steuern, ist der erste Widerstand R1 (Pull-Up-Widerstand)
vorgesehen, der im Fehlerfall den Spannungspegel an dem er
sten Eingang AN (Analog/Digitalwandlerteil) der Pumpen-
Steuereinheit 10 auf hohen Pegel (etwa UIGN) zieht.
Zur Erfassung eines Betriebszustandes des Pumpenmotors 100
wird die während der Ausschaltzeit Toff durch den Motor in
duzierte Gegenspannung ferner dem aus dem vierten Kondensa
tor C4 und dem sechsten Widerstand R6 gebildeten Hochpaß
zugeführt. Mit dem in der Sättigung betriebenen zweiten
Transistor T2 wird dann aus dem gefilterten hochfrequenten
Signal ein Rechtecksignal erzeugt, das zur weiteren Auswer
tung einem interruptfähigen Eingang des Mikroprozessors MP
zugeführt wird. Unter "interruptfähiger Eingang" ist in
diesem Zusammenhang ein Eingang zu verstehen, über den mit
einer HF-Signalflanke bestimmte Unterprogramme ausgeführt
werden können. Die Auswertung wird im Detail anhand von
Fig. 5 beschrieben werden.
Fig. 2b zeigt den Verlauf der gegeninduzierten und tief
paßgefilterten Motorspannung bei einer gepulsten Ansteue
rung des Motors im fehlerfreien Betriebszustand. Die Span
nungswerte werden an den in Fig. 2a mit "M" bezeichneten
Meßzeitpunten während einer Ansteuerpause (Pulspause), d. h.
zwischen einem Ausschalten (Zeitpunkt "A") und einem Wie
dereinschalten (Zeitpunkt "B") der Pumpe gemessen, und zwar
beginnend mit einem Referenzwert "R" nach Ablauf einer Ein
schwingzeit.
Die Fig. 3a, 3b zeigen diese Spannungsverhältnisse im
Fehlerfall in zeitlich gestauchter Darstellung, wobei die
Meßzeitpunkte M gleichen zeitlichen Abstand haben wie in
Fig. 2a (z. B. 4 ms). Wenn die übliche Ansteuerpause in
Fig. 2b z. B. etwa 30 bis 60 ms dauert, wird davon ausgegan
gen, daß ein Fehler vorliegt, wenn die tiefpaßgefilterte
Motorspannung nach etwa 200 ms (Intervall "U") keinen oder
nur einen äußerst geringen negativen Gradienten aufweist.
Ein solcher Fehler kann einer Unterbrechung in einer der
Zuleitungen des Pumpenmotors 100 oder eine mechanische
Blockade des Motorlaufes sein. Die Messungen wurden an ei
nem 12-Pol-Motor mit etwa 2.000 bis 4.000 Umdrehungen pro
Minute durchgeführt.
Zur Unterscheidung zwischen einem fehlerfreien und einem
fehlerhaften Betriebszustand sind diese Spannungen bei den
üblichen Tastverhältnisen jedoch nicht geeignet. Im Fehler
fall, wird - wie oben erwähnt - die Spannung an dem ersten
Eingang AN der Pumpenmotor-Steuereinheit PCU über den er
sten Widerstand R1 hochgezogen und über die erste Span
nungsquelle UIGN im wesentlichen konstant gehalten. Diese
Spannung ist jedoch insbesondere nach der Filterung durch
den Tiefpaß R2/C2 (siehe Fig. 3b) nur sehr schwer von der
in Fig. 2b gezeigten Spannung bei fehlerfreiem Betriebszu
stand zu unterscheiden, da beide nahezu gleiche Höhe auf
weisen. Eine Bewertung der Tiefpaß-gefilterten Spannung im
Hinblick auf ihren Gradienten (die Spannung fällt im we
sentlichen linear entsprechend der Verminderung der Dreh
zahl ab) würde eine relativ lange Zeitdauer erfordern, die
bei einer gepulsten Ansteuerung der Pumpe im Bereich von
etwa 50 bis 60 ms liegt und somit die Zykluszeit der Puls
breitenmodulation erreicht.
Zur Erkennung eines fehlerhaften Betriebszustandes wird
vielmehr die während der Ausschaltzeit Toff (Intervall zwi
schen "A" und "E") gegeninduzierte Spannung über den Hoch
paß C4/R6 geführt, von dem im wesentlichen nur die durch
die ständige Umkommutierung erzeugten Oberwellen der gegen
induzierten Spannung mit einer Frequenz von etwa 2 bis 5
kHz durchgelassen werden. An der Basis des zweiten Transi
stors T2 liegt somit die in Fig. 4a gezeigte HF-Spannung
an, die mit dem Transistor T2 in die in Fig. 4b gezeigte
Rechteckspannung umgewandelt wird. In dem Fall, in dem die
Pumpe kontinuierlich angesteuert wird, ist es im allgemei
nen möglich, die gegeninduzierte Spannung während einer
kurzzeitigen, zyklischen Unterbrechung der Ansteuerung aus
zuwerten.
Fig. 4 hat im wesentlichen den gleichen zeitlichen Maßstab
entlang der horizontalen Achse wie Fig. 2. Aus einem Ver
gleich der beiden Figuren ergibt sich, daß der Betriebszu
stand anhand der Flankenwechsel "F" der HF-Signalspannung
innerhalb der Ausschaltzeit zu erkennen ist, da im Fehler
fall diese Flanken entweder gar nicht oder nur in vermin
derter Anzahl vorhanden sind.
Zur Auswertung der Signalflanken werden diese an einen in
terruptfähigen Eingang des Mikroprozessors MP angelegt und
gemäß dem in Fig. 5 dargestellten Flußdiagramm ausgewer
tet. Diese Auswertung kann als entsprechendes Programm im
plementiert sein.
Nach dem Start mit einem Schritt S1 wird in Schritt S2 zu
nächst abgefragt, ob der Pumpenmotor 100 aktiviert ist.
Wenn dies nicht der Fall ist, wird das Programm beendet
(Schritt S3). Andernfalls wird mit einem Schritt S4 abge
fragt, ob eine zyklische Überwachung des Pumpenmotors akti
viert ist. Wenn diese Abfrage mit "Nein" beantwortet wird,
wird gemäß Schritt S10 der vorher aktive Pumpenmotor-
Betriebsmodus fortgesetzt, und der Ablauf kehrt zu Schritt
S2 zurück.
Bei Aktivierung der zyklischen Überwachung des Pumpenmotors
wird mit Schritt S5 ein externer Interrupt für die Rotati
onserkennung freigeschaltet. Anschließend wird mit Schritt
S6 ein Überwachungszeitraum für die Rotationserkennung und
die Auswertung der gegeninduzierten, hochpaßgefilterten HF-
Rechteckspannung gestartet. Dieser Überwachungszeitraum ist
bei gepulster Ansteuerung des Motors die Ausschaltzeit
Tott, bei kontinuierlicher Ansteuerung wird diese kurzzei
tig unterbrochen.
Mit Schritt S7 wird dann abgefragt, ob die Anzahl der in
einem vorbestimmten Zeitintervall erfaßten HF-Signalflanken
größer ist als ein vorbestimmter Schwellwert. Wenn dies der
Fall ist, wird mit Schritt S8 der Überwachungszeitraum be
endet und mit Schritt S9 der externe Interrupt für die Ro
tationserkennung wieder gesperrt. Anschließend wird mit
Schritt S10 der vorher aktive Pumpenmotor-Betriebsmodus
wieder fortgesetzt, und der Ablauf kehrt zu Schritt S2 zu
rück.
Wenn gemäß Schritt S9 die Anzahl der HF-Signalflanken in
nerhalb des vorbestimmten Zeitintervalls nicht größer ist,
als der Schwellwert, wird gemäß Schritt S11 zunächst abge
fragt, ob der Überwachungszeitraum für die Rotationserken
nung abgelaufen ist. Wenn dies nicht der Fall ist, wird er
neut die Abfrage gemäß Schritt S7 vorgenommen. Wenn der
Überwachungszeitraum abgelaufen ist, wird gemäß Schritt S12
der externe Interrupt für die Rotationserkennung gesperrt
und mit Schritt S13 eine Signalisierung erzeugt, daß ein
Fehler erkannt wurde. Mit Schritt S14 wird schließlich eine
Qualifizierung des Fehlers in Abhängigkeit von der ermit
telten Flankenanzahl vorgenommen und - je nach Anwendungs
fall - eine entsprechende Maßnahme getroffen. Der Ablauf
wird schließlich mit Schritt S3 beendet.
Der Schwellwert wird in Abhängigkeit von der Solldrehzahl
des Motors sowie den Betriebsbedingungen und dem Anwen
dungsfall geeignet gewählt.
Da die Anzahl der HF-Signalflanken im fehlerfreien Betrieb
von der momentanen Motordrehzahl abhängig ist, wäre es auch
möglich, diese Drehzahl quantitativ durch entsprechende
Auswertung der Anzahl der HF-Signalflanken zu ermitteln und
zum Beispiel zur Anzeige zu bringen.
Claims (8)
1. Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines Elektromo
tors,
gekennzeichnet durch ein Hochpaßfilter (C4, R6), dem
eine durch den Motor (100) in einer Ansteuerpause
(Toff) gegeninduzierte Spannung zugeführt wird, zum
Durchlaß von hochfrequenten Anteilen, die durch Um
kommutierungen von Motorwicklungen erzeugt werden,
sowie eine Auswerteeinrichtung zur Erfassung von Si
gnalflanken der hochfrequenten Anteile und zur Signa
lisierung eines fehlerhaften Betriebszustandes, wenn
die Anzahl der Signalflanken innerhalb eines vorbe
stimmbaren Zeitintervalls einen vorbestimmbaren
Schwellwert nicht übersteigt.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteeinrichtung
eine Schaltstufe (T2) zur Umwandlung der hochfrequen
ten Anteile in eine Rechteckspannung aufweist.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Auswerteeinrichtung
einen Mikroprozessor (MP) aufweist, dem die Recht
eckspannung zur Erfassung der Signalflanken und zur
Signalisierung eines fehlerhaften Betriebszustandes
zuführbar ist.
4. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß als Fehlerzustand eine
Verminderung einer Motordrehzahl erfaßbar ist.
5. Schaltungsanordnung nach einem der vorhergehenden An
sprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (100) durch
Pulsbreitenmodulation einer Versorgungsspannung ge
taktet ansteuerbar ist und die Ansteuerpause eine
Ausschaltphase (Pulspause) ist.
6. Schaltungsanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (100) kontinu
ierlich betreibbar ist und die Zeitdauer und die Wie
derholungsrate der Ansteuerpause mit einem Mikropro
zessor steuerbar ist.
7. Anwendung einer Schaltungsanordnung nach einem der
vorhergehenden Ansprüche zur Ansteuerung und Be
triebsüberwachung von Hydraulikpumpen.
8. Anwendung einer Schaltungsanordnung nach einem der
Ansprüche 1 bis 6 in einem elektronischen Kraftfahr
zeugregelungssystem (ABS, ASR, ESP etc.) mit einer
Hydraulikpumpen-Steuereinheit zur Ansteuerung und Be
triebsüberwachung von Hydraulikpumpen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19928135A DE19928135A1 (de) | 1999-03-13 | 1999-06-19 | Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines Elektromotors |
Applications Claiming Priority (2)
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|---|---|---|---|
| DE19911270 | 1999-03-13 | ||
| DE19928135A DE19928135A1 (de) | 1999-03-13 | 1999-06-19 | Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines Elektromotors |
Publications (1)
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|---|---|
| DE19928135A1 true DE19928135A1 (de) | 2000-09-14 |
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|---|---|---|---|
| DE19928135A Withdrawn DE19928135A1 (de) | 1999-03-13 | 1999-06-19 | Schaltungsanordnung zur Ansteuerung eines Elektromotors |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19928135A1 (de) |
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