DE19926987A1 - Getränkefass mit Zapfhahn - Google Patents
Getränkefass mit ZapfhahnInfo
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Abstract
An einem Getränkefass mit Zapfhahn (9), bei dem der Fasskörper (1) eine Aufnahme (2) für auf dem Kopf stehende Flaschen (3) aufweist, sind am unteren Ende der Aufnahme (2) Verschlusskörper (4) mit einer Dichtung (5) angeordnet, gegen die die auf dem Kopf stehenden Flaschen (3) mit ihrer Öffnung pressbar sind. Die Verschlusskörper (4) sind mit einem Kanal (7) versehen, der an den Zapfhahn (9) anschließbar ist.
Description
Brauereiholzfässer erfreuen sich großer Beliebtheit. Demgemäß
sind auch bei gesellschaftlichen Anlässen in einem kleineren
Kreis Holzfässer mit entsprechend kleinem Fassungsvermögen
sehr begehrt. Andererseits erfordert die Herstellung und
Pflege von Holzfässern für Brauereien einen großen Aufwand.
Gerade bei Holzfässern mit kleinerem Fassungsvermögen ist da
her der Vorrat entsprechend beschränkt. Zudem besitzen Holz
fässer ein erhebliches Gewicht. Da entsprechend große Küh
leinrichtungen, beispielsweise im Privathaushalt, meist nicht
zur Verfügung stehen, sind sie darüberhinaus schwierig zu
kühlen. Ein weiteres Manko besteht darin, dass die Nachfrage
der Biertrinker mit dem Fassinhalt selten in Übereinstimmung
zu bringen ist. Das heißt, es muss entweder eine mehr oder
weniger größere Menge schalen Bieres, das übrig geblieben
ist, weggeschüttet werden, oder, was fast noch schlimmer ist,
das Fass ist zu früh leer.
Mit Bierdosen größeren Inhalts von beispielsweise 5 Litern,
die eine Fassform, eine entsprechend Lackierung und einen
Zapfhahn aufweisen, wird versucht, zumindest optisch den Ein
druck eines Bierfasses zu erwecken. Diese großen Dosen stel
len für die meisten Bierliebhaber aber nicht einmal optisch
einen annähernden Ersatz für ein Holzfass dar. Zudem sind die
großen Dosen schwer zu entsorgen. Auch werden sie wegen die
ser Schwierigkeiten nur in wenigen Verkaufsstätten angeboten.
Aufgabe der Erfindung ist es, ein Getränkefass bereitzustel
len, das bei geringem Gewicht einem Holzfass optisch zum Ver
wechseln nachgebildet und mit in allen Getränkeverkaufsstät
ten erhältlichen Behältern mit einem unterschiedlich großen
Getränkevolumen gefüllt werden kann.
Dies wird erfindungsgemäß durch das im Anspruch 1 angegebene
Getränkefass erreicht. In den Unteransprüchen sind vorteil
hafte Ausgestaltungen des erfindungsgemäßen Getränkefasses
wiedergegeben.
Erfindungsgemäß sind im Fasskörper vorzugsweise mehrere Auf
nahmen für auf dem Kopf stehende Flaschen vorgesehen. Am un
teren Ende jeder Aufnahme ist ein Verschlusskörper mit einer
Dichtung angeordnet, gegen den die auf dem Kopf stehende Fla
sche mit ihrer Öffnung pressbar ist, um die Flasche dicht mit
einem Kanal in dem Verschlusskörper zu verbinden, an den der
Zapfhahn über eine Leitung angeschlossen ist.
Die Aufnahmen in dem Fasskörper sind so ausgelegt, dass sie
Normflaschen aufnehmen können, die überall erhältlich sind
und für die ein gut eingespieltes Rückgabe- bzw. Entsorgungs
system besteht. Leere Flaschen können ohne weiteres gegen
neue volle Flaschen ausgetauscht werden.
Der Fasskörper kann optisch einem Holzfass zum Verwechseln
ähnlich nachgebildet werden. Das heißt, er kann aus Holz be
stehen. Aus Gewichtsgründen, aber auch um die Flaschen kühl
zu halten, besteht er jedoch vorzugsweise aus geschäumtem
Kunststoff, beispielsweise Polystyrol oder Polyurethan, des
sen Außenfläche mit einer Fassholzstruktur und -farbe verse
hen sein kann. Auch kann der aus geschäumtem Kunststoff be
stehende Fasskörper mit einer Holzbeschichtung versehen wer
den. Ferner ist es möglich, den Fasskörper aufblasbar auszu
bilden.
Im Gebrauchszustand des Fasses stehen die Flaschen in den
Aufnahmen mit dem Kopf nach unten. Zum Füllen wird das Fass
hingegen auf den Kopf gestellt, worauf die Flaschen mit der
Öffnung nach oben in die Aufnahmen gesteckt werden können.
Wenn der oder die Verschlusskörper dicht an die Flaschenöff
nung gepresst sind, wird das Fass in den Gebrauchszustand um
gedreht.
Zum Füllen der Aufnahmen kann beispielsweise eine verschließ
bare Öffnung an der Oberseite des Fasskörpers vorgesehen
sein. Vorzugsweise ist jedoch der im Gebrauchszustand des
Fasses nicht einsehbare Fassboden zum Einführen der Flaschen
mit einer Platte verschließbar. Die Platte kann dazu mit ei
nem Bajonett-, Dreh-, Schraub- oder dergleichen Verschluss am
Fassboden befestigbar sein.
Zum Kühlen des Fasses können im Fasskörper Aufnahmen für Küh
lelemente oder -akkus, also Behälter, die mit einer Flüssig
keit mit einer hohen Wärmekapazität gefüllt sind und in einem
Kühlschrank oder dgl. gekühlt werden können, vorgesehen sein.
Vorzugsweise ist die Aufnahme für die Flaschen im Fasskörper
so ausgebildet, dass die Kühlelemente zwischen den Flaschen
und/oder zwischen den Flaschen und der Wand der Ausnehmung
angeordnet werden können.
Das Getränkefass weist vorzugsweise Standfüße auf. Insbeson
dere bei der Herstellung des Fasskörpers aus Kunststoff
schaumstoff ist es vorteilhaft, die Standfüsse mit dem Fass
körper einstückig auszubilden.
Vorzugsweise kann jeder Aufnahme bzw. Flasche ein Verschluss
körper zugeordnet sein. Um diesen Verschlusskörper mit der
Flasche zu verbinden, kann ein Bügelverschluss vorgesehen
sein, mit dem der Verschlusskörper mit seiner Dichtung gegen
den Rand um die Öffnung der Flasche gepresst wird.
Es sind jedoch auch zahlreiche andere Möglichkeiten denkbar,
beispielsweise kann auf den Boden der auf dem Kopf stehenden
Flasche von oben mit einer Schraube oder dgl. Druck ausgeübt
und damit die Flaschen gegen die Dichtung am Verschlussstück
gepresst werden. Auch ist es denkbar, Flaschen mit Schraub
verschlüssen zu verwenden, die in entsprechende Innengewinde
im Verschlussstück geschraubt werden.
Mit dem erfindungsgemäßen Getränkefass können Bier und andere
Getränke gezapft werden. Auch ist es möglich, Flaschen mit
verschiedenen Getränken in die Aufnahmen im Fasskörper einzu
bringen und diese mit einem Verteilerstück, das an den Zapf
hahn angeschlossen ist, zu verbinden. Auf diese Weise können
verschiedene Getränke gemischt werden, beispielsweise Limona
de mit Bier zur sog. Radlermass.
Nachstehend ist eine Ausführungsform des erfindungsgemäßen
Getränkefasses anhand der Zeichnung näher erläutert. Darin
zeigen:
Fig. 1 einen Schnitt durch ein Getränkefass; und
Fig. 2 einen Querschnitt durch das Getränkefass nach Fig. 1
entlang der Linie II-II.
Danach sind im einen Fasskörper 1, der beispielsweise aus ei
nem wärmeisolierenden Schaumstoff besteht, eine Aufnahme 2
vorgesehen, die sich in Fasslängsrichtung erstreckt und in
der mehrere Bierflaschen 3 handelsüblicher Form und Größe an
geordnet sind.
Die Bierflaschen 3 stehen auf dem Kopf. Ihre nach unten ge
richtete Öffnung wird dabei jeweils gegen einen Verschluss
körper 4 unter Zwischenschaltung einer Dichtung 5, beispiels
weise einem Gummiring, gepresst. Zum dichten Anpressen der
Flaschenöffnung gegen die Dichtung 5 kann ein Drahtbügelver
schluss 6 vorgesehen sein, der mit seinem einen Hügelteil am
Verschlusskörper 4 und mit den Enden seines anderen Bügel
teils an der Flasche 3 drehbar gelagert ist.
Es kann jedoch auch jede andere Art eines Flaschenverschlus
ses, mit dem Flaschen wieder verschließbar sind, verwendet
werden. Auch kann die Flaschenöffnung gegen die Dichtung 5
beispielsweise mit einer Einrichtung gepresst werden, die den
Flaschenboden von oben belastet.
Die Verschlusskörper 4 sind jeweils mit einem Durchgangskanal
7 versehen, der sich von der Flaschenöffnung im rechten Win
kel zur Seite erstreckt und an den jeweils ein Schlauch 8 an
geschlossen ist. Die Schläuche 8 sind mit dem Zapfhahn 9 ver
bunden. Dazu ist ein Verteilerstück 11 vorgesehen, an das
Einzelschläuche 8 und ein Schlauch 10 angeschlossen sein kön
nen, der mit zwei Einzelschläuchen 8 verbunden ist (Fig. 2).
An das Verteilerstück 11 ist der Zapfhahn 9 angeschlossen.
Die Verschlusskörper 4 stützen sich mit ihrer von der Flasche
2 abgewandten Stirnseite auf einer kreisförmigen Platte 12
ab, die den Fassboden bildet. Die Bodenverschlussplatte 12
kann beispielsweise durch einen Bajonettverschluss mit dem
unteren Ende des Fasskörpers 1 verriegelt werden. Zur Drehung
der Verschlussplatte 12 ist an der Unterseite ein Handsteg 13
angebracht. Ferner kann an der Oberseite des Fasskörpers 1
ein Tragegriff 16 vorgesehen sein.
Zur Kühlung der Flaschen 3 sind in der Aufnahme 2 zwischen
den Flaschen 3 und zwischen den Flaschen 3 und der Wand der
Aufnahme 2 Kühlelemente 14 angeordnet.
An dem Fasskörper 1 sind Standfüße 15 befestigt, die einstüc
kig mit dem Fasskörper 1 ausgebildet, also beispielsweise
gleichfalls aus Schaumstoff bestehen können.
Zum Füllen wird der Fasskörper 1 auf den Kopf gestellt, so
dass sich die Standfüße 15 nach oben erstrecken und die Bo
denverschlussplatte 12 oben liegt. Die Bodenverschlussplatte
12 wird dann geöffnet, und es werden die gewünschte Zahl von
vollen Flaschen mit der gewünschten Getränkeart oder - falls
Mischgetränke ausgeschenkt werden sollen - mit mehreren Ge
tränkearten in die Flaschenaufnahmen 2 eingeführt.
Die Kühlelemente 14 werden zwischen die Flaschen 3 und der
Wand der Aufnahme 2 und den Flaschen 3 eingebracht. Alsdann
werden die Flaschen 3 mit den Verschlusskörpern 4 durch die
Bügelverschlüsse 6 dicht verschlossen. Die Schläuche 8, 10
können dabei an das Verteilerstück 11 und/oder die Kanäle 7
angeschlossen sein oder erst nach dem Verschließen der Fla
schen 3 angeschlossen werden. Danach wird der Fassboden mit
der Verschlussplatte 12 verschlossen, und der Fasskörper 1
wird in die in Fig. 1 dargestellte Gebrauchsstellung des Fas
ses gedreht, so dass die Bodenplatte 12 unten angeordnet ist
und dann auf die Standfüße 15 gestellt.
Claims (11)
1. Getränkefass mit Zapfhahn, dadurch gekennzeichnet, dass
der Fasskörper (1) wenigstens eine Aufnahme (2) für we
nigstens eine auf den Kopf stehende Flasche (3) aufweist,
am unteren Ende der Aufnahme (2) ein Verschlusskörper (4)
mit einer Dichtung (5) angeordnet ist, gegen die die auf
dem Kopf stehende Flasche (3) mit ihrer Öffnung pressbar
ist und der Verschlusskörper (4) mit einem Kanal (7) ver
sehen ist, der an den Zapfhahn (9) anschließbar ist.
2. Getränkefass nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass der Fassboden zum Einführen der wenigstens einen
Flasche eine verschließbare Öffnung aufweist.
3. Getränkefass nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
dass eine Platte (12) zum Verschließen des Fassbodens
vorgesehen ist.
4. Getränkefass nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
dass die Flaschenaufnahme (2) im Fasskörper (1) so ausge
bildet ist, dass Kühlelemente (14) zwischen den Flaschen
(3) und/oder zwischen der Wand der Aufnahme (2) und den
Flaschen (3) angeordnet werden können.
5. Getränkefass nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass sich die Flaschenaufnahme (2) in Längsrichtung des
Fasskörpers (1) erstreckt.
6. Getränkefass nach einem der vorstehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, dass der Fasskörper (1) aus Kunst
stoffschaumstoff besteht.
7. Getränkefass nach einem der vorstehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, dass es Standfüße (15) aufweist.
8. Getränkefass nach Anspruch 6 und 7, dadurch gekennzeich
net, dass die Standfüße (15) und der Fasskörper (1) ein
stückig ausgebildet sind.
9. Getränkefass nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass die Flasche (3) mit ihrer Öffnung mit einem Bügel
verschluss (6) gegen den Verschlusskörper (4) pressbar
ist.
10. Getränkefass nach einem der vorstehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, dass der Kanal (7) im Verschluss
körper (4) mit einem Schlauch (8, 10) an den Zapfhahn (9)
angeschlossen ist.
11. Getränkefass nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
dass bei mehreren Flaschen (3) jede auf dem Kopf stehende
Flasche (3) mit einem separaten Verschlusskörper (4) ver
schlossen ist und die Kanäle (7) der einzelnen Ver
schlusskörper (4) mit einem Schlauch (8, 10) an ein Ver
teilerstück (11) angeschlossen sind, das mit dem Zapfhahn
(9) verbunden ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999126987 DE19926987A1 (de) | 1999-06-14 | 1999-06-14 | Getränkefass mit Zapfhahn |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999126987 DE19926987A1 (de) | 1999-06-14 | 1999-06-14 | Getränkefass mit Zapfhahn |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19926987A1 true DE19926987A1 (de) | 2000-12-21 |
Family
ID=7911123
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999126987 Withdrawn DE19926987A1 (de) | 1999-06-14 | 1999-06-14 | Getränkefass mit Zapfhahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19926987A1 (de) |
Cited By (5)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1186569A1 (de) * | 2000-09-06 | 2002-03-13 | Franz Schön | Abgabebehälter für Getränke |
| WO2003068665A1 (en) * | 2002-02-15 | 2003-08-21 | Justadash Limited | Liquid dispenser |
| DE10302450A1 (de) * | 2003-01-18 | 2004-08-05 | Gerhard Roschenzow | Kühl- und Zapfvorrichtung für großvolumige Getränkebehälter wie Kunststoffflaschen |
| WO2006043246A1 (en) * | 2004-10-21 | 2006-04-27 | Johannes Beukes | Beverage dispenser |
| GR20190100016A (el) * | 2019-01-14 | 2020-08-31 | Παναγιωτης Ιωαννη Μπιλιας | Συσκευη διανομης ποτων |
-
1999
- 1999-06-14 DE DE1999126987 patent/DE19926987A1/de not_active Withdrawn
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| CN113302147A (zh) * | 2019-01-14 | 2021-08-24 | 帕纳吉奥蒂斯·比利亚斯 | 饮料分配装置 |
| CN113302147B (zh) * | 2019-01-14 | 2024-01-30 | 帕纳吉奥蒂斯·比利亚斯 | 饮料分配装置 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8110 | Request for examination paragraph 44 | ||
| 8130 | Withdrawal |