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DE19923944A1 - Verfahren und Anlage zum Ansetzen sowie zum Ergänzen eines Elektrolyts - Google Patents

Verfahren und Anlage zum Ansetzen sowie zum Ergänzen eines Elektrolyts

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DE19923944A1
DE19923944A1 DE19923944A DE19923944A DE19923944A1 DE 19923944 A1 DE19923944 A1 DE 19923944A1 DE 19923944 A DE19923944 A DE 19923944A DE 19923944 A DE19923944 A DE 19923944A DE 19923944 A1 DE19923944 A1 DE 19923944A1
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DE
Germany
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electrolyte
chemicals
salts
wetting machine
powder wetting
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DE19923944A
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Gerald Maresch
Herbert Track
Lutz Wieser
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Andritz Patentverwaltungs GmbH
Original Assignee
Andritz Patentverwaltungs GmbH
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Publication date
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Abstract

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anlage zum Ansetzen sowie zum Ergänzen eines Elektrolyts in einer elektrochemischen Behandlungsanlage. Sie ist vornehmlich dadurch gekennzeichnet, daß die notwendigen Elektrolytsalze und/oder Chemikalien dem Elektrolyt durch das in einer Pulverbenetzungsmaschine erzeugte Vakuum zugeführt werden.

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Anlage zum Ansetzen sowie zum Ergänzen eines Elektrolyts in einer elektrochemischen Behandlungs­ anlage.
Bei den üblichen Galvanikanlagen existiert normalerweise ein extra Behälter mit Rührwerk und Dampfanschluß zum Ansetzen des Elektrolyts. Die Badsalze werden dabei in bestimmter Reihenfolge in warmen Wasser gelöst und danach in den Arbeitstank transferiert. Da die Badsalze in Fässern, Säcken oder Containern angeliefert werden und in vielen Fällen giftig oder stark staubend sind, ist das Handling der Badsalze nicht ganz ungefährlich. Auch bei modernen Anlagen, die mit unlöslichen Anoden arbeiten, müssen die am Substrat abgeschiedenen Metalle entweder durch Auflösung dieser Metalle im Elektrolyt oder in Form von Salzen zu­ gegeben werden. Ebenso müssen Leitsalze, die zur Verbesserung der elektrischen Leitfähigkeit des Elektrolyts und damit zur Verringerung der Stromkosten in der Galvanik dienen, kontinuierlich ergänzt werden, da sie mit dem Elektrolyt ausgeschleppt werden. Bei großen Anlagen mit hoher Leistung erfolgt dies meist aus einem Silo mit automatischer Wägung und einer Dosiereinheit in den Ansetztank, wobei jedoch wegen der Staub­ belastung und der erhöhten Temperatur diese Ansetztanks an eine Ab­ saugung angeschlossen sind. Trotz Rührwerk kommt es beim Auflösen der Badsalze zu Verklumpungen in der Flüssigkeit und zur Abscheidung von Staub in der Absaugleitung, die den Betrieb erschweren. Bei manchen Badsalzen wie zum Beispiel Zinkoxid ist eine direkte Zugabe nicht möglich, sie müssen zuerst in Wasser suspendiert werden und können erst dann dem Elektrolyt zugesetzt werden.
Die oben beschriebenen Nachteile soll die vorliegende Erfindung ver­ meiden.
Die Erfindung ist daher dadurch gekennzeichnet, daß die notwendigen Elektrolytsalze und/oder Chemikalien dem Elektrolyt durch das in einer Pulverbenetzungsmaschine erzeugte Vakuum zugeführt werden.
Eine vorteilhafter Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die benötigten Elektrolytsalze und/oder Chemikalien aus einem oder mehreren Behältern-, Silos oder Containern über eine oder mehrere Wägevorrichtungen zur genauen Kontrolle der benötigten und verbrauchten Badsalze und/oder Chemikalien zugeführt werden.
Eine günstige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Badsalze und/oder Chemikalien kontinuierlich zugegeben werden, wobei alternativ die Badsalze und/oder Chemikalien entsprechend dem aktuellen Verbrauch taktweise zugegeben werden können.
Eine günstige Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionszeit im nach der Pulverbenetzungsmaschine ange­ ordneten Reaktionstank zwischen 1 und 60 Minuten, vorzugsweise zwischen 1 und 10 Minuten beträgt.
Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrolytflüssigkeit mittels Pumpe zur Pulverbenetzungsmaschine gefördert wird.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrolytflüssigkeit aus dem Reaktionstank mittels Pumpe zum Elektrolyttank zurückgefördert wird.
Eine günstige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung der Zugabemenge der Badsalze und/oder Chemikalien das Ergebnis einer pH-Wert Messung, Trübungsmessung, Photometer- oder Leitfähigkeitsmessung oder einer analytischen Bestimmung der ge­ lösten Ionen mittels Röntgenfluoreszenz vor und/oder nach der Pulver­ benetzungsmaschine herangezogen wird.
Eine günstige Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Zugabe der verbrauchten Badsalze und/oder Chemikalien propor­ tional zur durchgesetzten Oberfläche erfolgt wobei alternativ die Zugabe der verbrauchten Badsalze und/oder Chemikalien proportional zum Ab­ scheidestrom in der Galvanik erfolgen kann.
Die Erfindung betrifft auch eine Anlage zum Ansetzen sowie zum Er­ gänzen eines Elektrolyts in einer elektrochemischen Behandlungsanlage. Sie ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet, daß zur Zufuhr der notwendigen Elektrolytsalze und/oder Chemikalien zum Elektrolyt eine Pulverbenetzungsmaschine vorgesehen ist.
Eine günstige Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß nach der Pulverbenetzungsmaschine ein Reaktionstank angeordnet ist, in dem die Reaktionszeit zwischen 1 und 60 Minuten, vorzugsweise zwischen 1 und 10 Minuten beträgt.
Eine günstige Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß die Pulverbenetzungsmaschine in einem Seitenstrom zum kühlkreis­ lauf angeordnet ist.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung der Zugabemenge der Badsalze und/oder Chemikalien eine pH-Wert Messung, Trübungsmessung, Photometer- oder Leitfähig­ keitsmessung oder einer analytischen Bestimmung der gelösten Ionen mittels Röntgenfluoreszenz vor und/oder nach der Pulverbenetzungs­ maschine angeordnet ist.
Die Erfindung wird nun anhand der Zeichnungen und Ausführungs­ beispiele beispielhaft beschrieben, wobei Fig. 1, Fig. 2 und Fig. 3 Anlagen nach dem Stand der Technik, Fig. 4 eine Variante der Erfindung und Fig. 5 eine weitere Variante der Erfindung zeigen.
Ausführungsbeispiele Gemäß dem Stand der Technik Beispiel 1a Herstellung und Ergänzung eines Zinkelektrolyts für eine kontinuierliche elektrolytische Bandverzinkungsanlage: (Fig. 1)
Ein Arbeitstank 1 mit einem Volumen von 50 m3 wird aus einer Leitung 2 mit 40 m3 demineralisiertem Wasser gefüllt, auf 55°C aufgeheizt und kon­ tinuierlich conc. Schwefelsäure in der Leitung 3 zudosiert. Gleichzeitig mit dem Beginn der Dosierung wird das saure Wasser mit-einer Pumpe 4 über eine mit Zinkgranulat gefüllte Lösekolonne 5 umgewälzt und das Zink durch die Säure gelöst. Die Umwälzmenge ist so dosiert, daß beim Lösen im Abgas der Lösekolonne eine Wasserstoffkonzentration von 40% UEG (untere Explosionsgrenze, bei Wasserstoff in Luft = 4% Vol.) nicht überschritten wird. Die Dauer der Lösezeit bis zur Herstellung des Elektrolyts in der gewünschten Zinkkonzentration von 115 g Zn2+ pro Liter beträgt 70 Stunden.
Nach Beginn der elektrolytischen Verzinkung wird der Löseprozess weiter fortgesetzt, wobei die Regelung der Durchlaufmenge durch die Löse­ station proportional der abgeschiedenen Zinkmenge am Band ist.
Beispiel 1b Herstellung und Ergänzung eines Zink- Nickel Elektrolyts für eine kontinu­ ierliche elektrolytische Bandbeschichtungsanlage: (Fig. 2)
Ein Arbeitstank 1 mit einem Volumen von 50 m3 wird mit 40 m3 deminerali­ siertem Wasser aus der Leitung 2 gefüllt, auf 55°C aufgeheizt und mit der Leitung 3 kontinuierlich conc. Schwefelsäure zudosiert. Gleichzeitig mit dem Beginn der Dosierung wird das saure Wasser mit der Pumpe 4 über eine mit Zinkgranulat gefüllte Lösekolonne 5 umgewälzt und das Zink durch die Säure gelöst. Die Umwälzmenge ist so dosiert, daß beim Lösen im Abgas der Lösekolonne eine Wasserstoffkonzentration von 40% UEG (untere Explosionsgrenze, bei Wasserstoff in Luft = 4% Vol.) nicht überschritten wird. Die Dauer der Lösezeit bis zur Herstellung des Elektro­ lyts in der gewünschten Zinkkonzentration von 55 g Zn2+ beträgt 40 Stunden. Danach wird die Pumpe 4 für die Zink Lösestation abgestellt, eine weitere Pumpe 6 zu einem Behälter 7 mit 10 m3 Inhalt gestartet und dieser Behälter gefüllt. Nach Beendigung der Füllung wird aus einem Silo 8 pulverförmiges Nickelkarbonat über einen Wägebehälter (nicht darge­ stellt) und eine Eintragsvorrichtung zudosiert, wobei die Menge so dosiert ist, daß nach Beendigung des Lösens von Nickelkarbonat ein pH Wert von 2,5 nicht überschritten wird. Danach wird die Lösung mit der Pumpe 9 in den Arbeitstank zurückgepumpt und der Vorgang so oft wiederholt, bis die gewünschte Nickel Konzentration von 80 g Ni2+ im Elektrolyt erreicht ist. Die Dauer dieses Vorgangs beträgt weitere 40 Stunden.
Nach Beginn der elektrolytischen Beschichtung wird der Löseprozess weiter fortgesetzt, wobei die Regelung der Durchlaufmenge durch die Lösestation proportional der abgeschiedenen Zinkmenge am Band ist. Die Ergänzung der am Band abgeschiedenen Nickelmenge erfolgt diskontinu­ ierlich, wobei proportional zum abgeschiedenen Nickel am Band der Behälter 7 gefüllt, Nickelkarbonat aus dem Silo 8 zudosiert und danach die Lösung wieder mit der Pumpe 9 in den Arbeitstank zurückgepumpt wird.
Beispiel 1c Herstellung und Ergänzung eines Zinkelektrolyts für eine kontinuierliche elektrolytische Bandverzinkungsanlage: (Fig. 3)
Ein Arbeitstank 1 mit einem Volumen von 50 m3 wird mit 20 m3 deminerali­ siertem Wasser aus der Leitung 2 gefüllt, auf 55°C aufgeheizt und aus der Leitung 3 wird conc. Schwefelsäure zugegeben. In einem weiteren Behälter 7 wird Zinkoxid 10 in heißem Wasser von mindestens 60°C suspendiert, so daß eine 10-20%ige Suspension von Zinkoxihydrat entsteht. Diese Suspension wird mit der Pumpe 9 dem Arbeitstank zuge­ geben und der Vorgang so lange wiederholt, bis die gewünschte End­ konzentration an Zink von 115 g Zn2+ im Elektrolyt erreicht ist.
Nach Beginn der elektrolytischen Beschichtung wird dieser Prozeß weiter fortgesetzt wobei die Zugabe der Zinkoxid Suspension proportional der am Band abgeschiedenen Zinkmenge ist. Da aber durch die Suspension ständig Wasser in den Elektrolyt gelangt und die gewünschte Zinkkonzen­ tration nicht aufrecht gehalten werden kann, ist es notwendig, einen Teil des Elektrolyts ständig über einen Verdampfer 11 vom zugegebenen Wasser zu befreien. Dieses Wasser kann selbstverständlich wieder für die Bereitung der Suspension verwendet werden, doch sind mit der Verdamp­ fung nicht unerhebliche Kosten verbunden.
Beispiel 1d
Beim elektrolytischen Beizen von Edelstahl wird eine wäßrige Lösung von üblicherweise Natriumsulfat als Leitsalz zur kontaktlosen Stromüber­ tragung verwendet. Auch diese Lösung wird in einem Rührbehälter mit Schütte oder mit einer Eintragsschnecke verwendet. Auch in diesem Fall kommt es zu Verklumpungen des eingetragenen Salzes bzw. zu Ver­ stopfungen in der Eintragsschnecke durch den Wasserdampf der warmen Lösung.
Beispiele gemäß der Erfindung Beispiel 2a Herstellung und Ergänzung eines Zinkelektrolyts für eine kontinuierliche elektrolytische Bandverzinkungsanlage: (Fig. 4)
Ein Arbeitstank 1 mit einem Volumen von 50 m3 wird mit 40 m3 deminerali­ siertem Wasser aus der Leitung 2 gefüllt, auf 55°C aufgeheizt und mit der Leitung 3 die für den Elektrolyt notwendige Schwefelsäure zudosiert. Danach wird mittels einer Pulvereintragsmaschine 12 die saure Lösung in einer Menge von 50-70 m3/h umgepumpt und Zinkoxid durch das ent­ stehende Vakuum von 25 000 Pa (0,025 MPa) aus einem Silo 8 einge­ saugt. Die Pulvereintrags- oder Pulverbenetzungsmaschine 12 funktioniert so, daß sie wie eine Pumpe aus einem Behälter (Arbeitstank 1) eine Lösung ansaugt, im Unterschied zur Pumpe jedoch im Bereich des Laufrads (Rotors) einen Unterdruck erzeugt und mit diesem Unterdruck ein Pulver aus einem Behälter angesaugt werden kann. Durch die hohe Drehzahl des Rotors wird das angesaugte Pulver sofort in der Flüssigkeit fein verteilt und gelöst. Entsprechend der Temperatur des Elektrolyts kann noch ein Nachbehandlungsbehälter nach der Pulverbenetzungsmaschine nachgeschaltet sein, um eine entsprechende Reaktionszeit zu erhalten. In der sauren Lösung reagiert das Zinkoxid praktisch sofort und bildet das für die Elektrolyse notwendige Zinksulfat. Durch das dabei gebildete Vakuum von 25 000 Pa (0,025 MPa) kommt es zu keinen Verstopfungen in der Saugleitung für das Pulver. Zur Kontrolle der zugegebenen Zinkoxid­ menge kann ein Wägebehälter 14 verwendet werden, aus dem das Pulver angesaugt wird. Die Zugabe wird praktisch nur durch die Dauer des Anfüllens des Wägebehälters unterbrochen. Wenn ca. 80% der berech­ neten Menge zugegeben sind, wird die kontinuierliche Zugabe auf takt­ weises Zugeben mit einer Taktzeit von 1-10 sec. Saugventil geöffnet und 1-60 sec. Saugventil geschlossen, umgestellt so lange bis alles Zinkoxid zugegeben ist.
Nach der Zugabe der berechneten Menge und Erreichen der gewünsch­ ten Zinkkonzentration von 115 g Zn2+ pro Liter ist der Elektrolyt fertig für die Beschichtung. Die Zeit bis zum Herstellen des Elektrolyts kann dadurch auf 24 Stunden verringert werden. Durch eine Messung des pH Werts, der elektrischen Leitfähigkeit oder einer analytischen Bestimmung der gelösten Ionen mittels Röntgenfluoreszenz im Zulauf zur Pulver­ benetzungsmaschine oder im Elektrolyt-Arbeitstank kann das Verfahren leicht automatisiert werden.
Während der nachfolgenden Beschichtung des Bandes wird die Umwälz­ leistung über die Pulvereintragsmaschine aufrecht erhalten und taktweise entsprechend der abgeschiedenen Zinkmenge am Band die stöchio­ metrische Menge an Zinkoxid dem Elektrolyt zugegeben. Auch hier ist eine Messung des pH Werts, der elektrischen Leitfähigkeit oder einer analytischen Bestimmung der gelösten Ionen mittels Röntgenfluoreszenz von Vorteil.
Bei dieser Methode kommt es zu keiner Wasserstoffbildung durch das Lösen des Zinkoxids und der Elektrolyt kann auch in kürzerer Zeit für die Beschichtung verwendet werden. Ebenso entfällt das nach Beispiel 1c notwendige Wasser zum Dispergieren des Zinkoxids, das nachher wieder durch einen Verdampfer entfernt werden muß.
Beispiel 2b Herstellung und Ergänzung eines Zink-Nickel-Elektrolyts für eine kontinu­ ierliche elektrolytische Bandbeschichtungsanlage: (Fig. 5)
Ein Arbeitstank 1 mit einem Volumen von 50 m3 wird mit 40 m3 deminerali­ siertem Wasser aus der Leitung 2 gefüllt, auf 55°C aufgeheizt und mit einer Pumpe in der Leitung 3 die für die Zinkkonzentration im Elektrolyt notwendige Schwefelsäuremenge zugegeben. Danach wird mit einer Pulvereintragsmaschine 12 wie im obigen Beispiel beschrieben die not­ wendige Menge an Zinkoxid aus dem Silo 8 zugegeben. Nach Erreichen der gewünschten Zinkkonzentration wird erneut Schwefelsäure dosiert und durch Umschaltung der Ventile 13 und 13' am Saugstutzen der Pulvereintragsmaschine 12 Nickelkarbonat aus dem Silo 8' über einen Wägebehälter 14' zugegeben bis die gewünschte Endkonzentration an Nickel erreicht ist. Da die Lösungsgeschwindigkeit des Nickelkarbonats geringer ist, kann es vorteilhaft sein, nach der Pulvereintragsmaschine und vor dem Eintritt in den Arbeitstank einen Reaktionsbehälter 15 nach­ zuschalten, wo das Nickelkarbonat ausreagieren kann. Die Reihenfolge der Zugabe kann selbstverständlich auch geändert werden, ohne daß negative Einflüsse auf den Elektrolyt auftreten. Bei Anlagen mit hoher Leistung kann auch das Auflösen der Badsalze parallel mit zwei ver­ schiedenen Pulvereintragsmaschinen 12 erfolgen. Auch hier kann zur Automatisierung im Zulauf zur Pulverbenetzungsmaschine eine pH Wert Messung, eine Leitfähigkeitsmessung, eine Röntgenfluoreszenzmessung der gelösten Ionen oder eine photometrische Messung der Nickel-Kon­ zentration in der Lösung erfolgen.
Durch diese Methode wird nicht nur die zum Ansetzen des Elektrolyts benötigte Zeit von 80 Stunden gemäß Beispiel 1b auf 48 Stunden ver­ ringert, es entsteht auch kein Wasserstoff beim Auflösen des Zinks und auch die chemische Zementation des gelösten Nickels auf dem unedleren Zink wird vermieden.
Auch eine Kombination dieser Beispiele mit den unter 1a-1d angeführten Beispielen ist möglich und denkbar und soll nicht zusätzlich beschrieben werden.
Beispiel 2c
Ebenso kann beim Ansetzen und Ergänzen eines Elektrolyts nach Beispiel 1d diese Pulvereintragsmaschine verwendet werden, wobei auch hier die Verklumpung des eingetragenen Salzes vermieden und die be­ nötigte Zeit verringert wird.
Es ist dem Fachmann klar, daß diese angeführten Beispiele nur einen kleinen Teil aller möglichen Beispiele darstellen können.

Claims (14)

1. Verfahren zum Ansetzen sowie zum Ergänzen eines Elektrolyts in einer elektrochemischen Behandlungsanlage, dadurch gekennzeichnet, daß die notwendigen Elektrolytsalze und/oder Chemikalien dem Elektrolyt durch das in einer Pulverbenetzungsmaschine erzeugte Vakuum zugeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die be­ nötigten Elektrolytsalze und/oder Chemikalien aus einem oder mehreren Behältern, Silos oder Containern über eine oder mehrere Wäge­ vorrichtungen zur genauen Kontrolle der benötigten und verbrauchten Badsalze und Chemikalien zugeführt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Badsalze und/oder Chemikalien kontinuierlich zugegeben werden.
4. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Badsalze und/oder Chemikalien entsprechend dem aktuellen Verbrauch taktweise zugegeben werden.
5. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktionszeit im nach der Pulverbenetzungsmaschine ange­ ordneten Reaktionstank zwischen 1 und 60 Minuten, vorzugsweise zwischen 1 und 10 Minuten beträgt.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrolytflüssigkeit mittels Pumpe zur Pulverbenetzungsmaschine gefördert wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Elektrolytflüssigkeit aus dem Reaktionstank mittels Pumpe zum Elektrolyttank zurückgefördert wird.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß zur Regelung der Zugabemenge der Badsalze und/oder Chemikalien das Ergebnis einer pH- Wert Messung, Trübungsmessung, Photometer- oder Leitfähigkeitsmessung oder einer analytischen Bestimmung der ge­ lösten Ionen mittels Röntgenfluoreszenz vor und/oder nach der Pulver­ benetzungsmaschine herangezogen wird.
9. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Zugabe der verbrauchten Badsalze und/oder Chemikalien propor­ tional zur durchgesetzten Oberfläche erfolgt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekenn­ zeichnet, daß die Zugabe der verbrauchten Badsalze und/oder Chemikalien proportional zum Abscheidestrom in der Galvanik erfolgt.
11. Anlage zum Ansetzen sowie zum Ergänzen eines Elektrolyts in einer elektrochemischen Behandlungsanlage, dadurch gekennzeichnet, daß zur Zufuhr der notwendigen Elektrolytsalze und/oder Chemikalien zum Elek­ trolyt eine Pulverbenetzungsmaschine (12) vorgesehen ist.
12. Anlage nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß nach der Pulverbenetzungsmaschine (12) ein Reaktionstank (15) angeordnet ist, in dem die Reaktionszeit zwischen 1 und 60 Minuten, vorzugsweise zwischen 1 und 10 Minuten beträgt.
13. Anlage nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, daß die Pulverbenetzungsmaschine (12) in einem Seitenstrom zum Kühlkreislauf angeordnet ist.
14. Anlage nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch gekenn­ zeichnet, daß zur Regelung der Zugabemenge der Badsalze und/oder Chemikalien eine pH-Wert Messung, Trübungsmessung, Photometer- oder Leitfähigkeitsmessung oder einer analytischen Bestimmung der ge­ lösten Ionen mittels Röntgenfluoreszenz vor und/oder nach der Pulver­ benetzungsmaschine (12) angeordnet ist.
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