DE19923512A1 - Behälter mit integriertem Halter für Karten und ähnliche Gegenstände - Google Patents
Behälter mit integriertem Halter für Karten und ähnliche GegenständeInfo
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Abstract
Offenbart ist eine Aufnahme für kartenähnliche Gegenstände, die über zumindest eine Klemmlasche gegen einen Gegenhalter vorgespannt sind. Gegenhalter und Klemmlaschen sind vorzugsweise einstückig mit dem Behälter im Spritzgießverfahren ausgebildet, wobei die Trennebene entlang der den Gegenständen zugewandten Großfläche der Klemmlaschen verläuft.
Description
Die Erfindung betrifft einen Behälter oder eine Aufnah
me für kartenähnliche Gegenstände gemäß dem Oberbegriff des
Patentanspruchs 1.
Derartige Behälter werden beispielsweise bei Kraftfahr
zeugen als Einbauteile im Bereich der Mittelkonsole vorge
sehen, um Gegenstände, wie beispielsweise Münzen, Schlüs
sel, Kreditkarten, Süßigkeiten und sonstige kleinere Gegen
stände aufzunehmen.
In jüngster Zeit werden in zunehmenden Maße mit Infor
mationsträgern wie beispielsweise Magnetstreifen oder Chips
versehene Speicherkarten verwendet, um bargeldlose Zahlun
gen vornehmen zu können oder aber Zugang zu bestimmten Ge
bäudebereichen, wie beispielsweise Parkplätze etc. zu er
halten. D. h., es müssen neben den üblicherweise vorhandenen
EC-Karten weitere Kreditkarten, Parkgenehmigungen, Firmen
ausweise, Tankkarten etc. mitgeführt werden, die den Spei
cherraum von herkömmlichen Brieftaschen oder Geldbeuteln
sprengen. Kraftfahrzeughalter gehen daher dazu über, die im
Zusammenhang mit der Benutzung des Fahrzeugs erforderlichen
Karten, beispielsweise Tankkarten, Parkzugangskarten etc.
im Fahrzeug selbst aufzubewahren.
Dabei sind Lösungen bekannt, bei denen beispielsweise
in der Sonnenblende eine Kartenhülle aufgenommen ist, in
die die Karten einschiebbar sind.
Weiterhin bekannt sind im Bereich der Mittelkonsole an
geordnete Behältnisse, in denen Schlitzaufnahmen vorgesehen
sind, in die die Karten einlegbar sind. Diese Schlitzauf
nahmen sind derart ausgebildet, daß die vorbeschriebenen
Karten, aber auch Münzen, oder andere Gegenstände mit ge
ringer Breite aufgenommen werden können.
Die Schlitze öffnen sich nach oben hin, so daß die Kar
ten praktisch stehend auf dem Boden des Behälters in Ab
stand zueinander angeordnet werden. Da die Schlitzbreite
nicht speziell an die üblicherweise verwendeten Kartenstär
ken angepaßt ist, sind die Karten mit einem gewissen Spiel
in diesen Aufnahmen aufgenommen, so daß es bei ungünstigen
Betriebsbedingungen zu Vibrationen und damit zu einer ent
sprechenden Geräuschentwicklung kommen kann.
Des weiteren beanspruchen die stehend im Parallelab
stand auf dem Boden der Behälter angeordneten Karten einen
erheblichen Speicherraum, so daß die Aufnahme weiterer Ge
genstände beschränkt wird.
Demgegenüber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde,
einen Behälter zu schaffen, bei dem kartenähnliche Gegen
stände auf einfache Weise mit minimalem Speicherraum auf
nehmbar sind.
Diese Aufgabe wird durch einen Behälter oder eine Auf
nahme mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
Erfindungsgemäß wird eine Seitenwandung mit zumindest
einer Klemmlasche ausgeführt, über die die zu speichernden
Gegenstände gegen einen Gegenhalter vorspannbar sind, so
daß diese kraftschlüssig in der Halterung aufgenommen sind.
Der Gegenhalter und die Klemmlasche sind einstückig ausge
bildet, so daß der fertigungstechnische Aufwand minimal
ist. Unter Seitenwandung wird dabei jedwede Wandung ver
standen, die dazu geeignet ist, eine Klemmlasche und einen
Gegenhalter tragen kann.
Dabei wird der Gegenhalter einstückig mit der Seiten
wandung ausgebildet ist, so daß praktisch die Seitenwan
dung, die Klemmlasche und der Gegenhalter in einem Arbeits
gang ausgeformt werden. Die Klemmlasche ist dabei frei aus
kragend an einer Seitenwandung oder am Boden angebunden,
wobei die Anbindung vorzugsweise derart erfolgt, daß eine
Umfangskante des aufzunehmenden Gegenstandes zumindest ab
schnittsweise umgriffen ist. Bei einer Anbindung an der
Seitenwandung wird eine seitliche, etwa vertikal verlau
fende Umfangskante des Gegenstandes umgriffen, während bei
der Anbindung am Boden die untere Auflagekante des Gegen
standes umgriffen ist.
Um eine hinreichende Klemmkraft aufbringen zu können,
ist die lichte Weite zwischen der Klemmlasche und dem Ge
genhalter geringer als die Wandstärke des aufzunehmenden
Gegenstandes ausgebildet. Die Elastizität der Klemmlasche
wird vorteilhafter Weise derart eingestellt, daß mehrere
der Gegenstände nebeneinander geschichtet in die Aufnahme
einklemmbar sind.
Die Fertigung der einstückigen Halterung ist besonders
einfach, wenn der Behälter nach dem Spritzgießverfahren
hergestellt wird, wobei der an der Seitenwandung oder am
Boden ausgebildete Gegenhalter eine Ausnehmung hat, durch
die hindurch sich ein Vorsprung einer Formhälfte eines
Teils eines Spritzgießwerkzeuges hin zur Klemmlasche er
strecken kann. D. h., durch diese Konstruktion verläuft die
Trennebene des Spritzgießwerkzeuges zumindest abschnitts
weise entlang einer Großfläche der Klemmlasche.
Um die Ausnehmung optisch abzudecken, wird die benach
barte Großfläche der Klemmlasche größer als die Ausnehmung
ausgeführt, so daß die erfindungsgemäße Ausgestaltung des
Behälters auch hohen ästhetischen Ansprüchen genügt.
Die Klemmwirkung läßt sich verbessern, indem die Klemm
lasche mit einer Haltenocke versehen wird, wobei das Ent
formen der Haltenocke erleichtert ist, wenn die Trennebene
eines Spritzgießwerkzeuges entlang des Scheitels der Halte
nocke verläuft.
Durch die Ausbildung einer Schulter zwischen Boden und
Seitenfläche wird eine definierte Auflage für die aufzuneh
menden kartenähnlichen Gegenstände geschaffen.
Bei dem erfindungsgemäßen Behälter wird es bevorzugt,
wenn dieser mit einer Abdeckung verschließbar ist. Diese
Abdeckung wird vorteilhafter Weise in einer Konstruktion
ausgeführt, wie sie in der nachveröffentlichten Patentan
meldung P 198 24 248.4 der Anmelder offenbart ist.
Zum Erleichtern des Entformens werden die Seitenwangen
zum Boden hin aufeinander zulaufend ausgeführt, wobei der an
einer Seitenfläche ausgebildete Gegenhalter durch eine ver
tikal zum Boden verlaufende Teilfläche ausgebildet wird.
Sonstige vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung
sind Gegenstand der weiteren Unteransprüche.
Im folgenden werden bevorzugte Ausführungsbeispiele der
Erfindung anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine dreidimensionale Darstellung eines ersten
Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Behälters;
Fig. 2 einen Horizontalschnitt entlang der Linie A-A
in Fig. 1;
Fig. 3 einen Vertikalschnitt entlang der Linie B-B in
Fig. 1;
Fig. 4 den Behälter aus Fig. 1 ohne darin aufgenom
mene Karten;
Fig. 5 eine Rückansicht des Behälters aus Fig. 4;
Fig. 6 und 7 den Darstellungen gemäß Fig. 2, 3 ent
sprechende Schnitte;
Fig. 8 eine Detaildarstellung eines weiteren Ausfüh
rungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Behälters;
Fig. 9 einen Teilschnitt entlang der Linie C-C in
Fig. 8 und
Fig. 10 einen Teilschnitt durch ein Spritzgießwerkzeug
zur Herstellung des in Fig. 9 dargestellten Teilbereichs.
Anhand der Fig. 1 bis 7 sei zunächst ein erstes Aus
führungsbeispiel eines Behälters 1 beschrieben, in dem eine
Aufnahme 2 für kartenähnliche Gegenstände 4, beispielsweise
Kreditkarten, Werksausweise, Parkkarten, Tankkarten ausge
bildet ist. Der erfindungsgemäße Behälter 1 ist beispiels
weise Teil der Mittelkonsole eines Kraftfahrzeuges. Der Be
hälter 1 hat einen etwa quaderförmigen Aufbau mit vier Sei
tenwandungen 8, 10, 12, 14 und einem Boden 16.
Dem Behälter 1 ist des weiteren noch eine verschiebbare
Abdeckung zugeordnet, über die der durch die Seitenwandung
8, 10, 12, 14 und den Boden 16 begrenzte Aufnahmeraum 24
abdeckbar ist. Diese Abdeckung ist in entlang den Seiten
wandungen 8, 12 verlaufenden Längsführungen 26 geführt.
Diese sind an einem Endabschnitt nach unten hin abgesenkt
(Darstellung nach Fig. 4), so daß ein Aufnahmeraum für die
Abdeckung beschaffen wird. Die Abdeckung kann einen Rollo
oder lamellenartigen Aufbau haben, wie er beispielsweise in
der Patentanmeldung P 198 24 248.4 beschrieben ist.
Die Fig. 2 und 3 zeigen Schnitte entlang von Hori
zontal- bzw. Vertikalebenen, die durch die Schnittlinien A-
A bzw. B-B in Fig. 1 verlaufen.
Demgemäß ist die Aufnahme 2 derart gestaltet, daß eine
Vielzahl von Karten flächig aneinanderliegend etwa in Ver
tikalstellung, d. h. etwa parallel zur Seitenwandung 8 im
Aufnahmeraum 24, aufgenommen werden kann. Durch die Anord
nung dieses stehenden "Kartenpakets" im Bereich einer Sei
tenwandung wird der Aufnahmeraum 24 praktisch nicht verrin
gert, so daß genügend Platz verbleibt, um andere Utensilien
wie beispielsweise Schlüssel, Kleingeld und weitere Klein
gegenstände zu stauen.
Zur zuverlässigen Festlegung der Karten 4 hat die Auf
nahme 2 zwei Klemmlaschen 30, 32, die bei dem in Fig. 1
dargestellten Ausführungsbeispiel die vertikal verlaufenden
Seitenkanten der Karten 4 umgreifen und einstückig mit der
Seitenwandung 8 ausgebildet sind. Die in Vertikalrichtung
unten liegende Auflagefläche für die Karten 4 wird durch
eine Stufe 36 ausgebildet, die gemäß Fig. 3 im Übergangs
bereich zwischen der Seitenwandung 8 und dem Boden 16 aus
gebildet ist.
Die beiden Klemmlaschen 30, 32 sind seitlich, d. h. in
dem die Seitenkanten der Karten 4 umgreifenden Bereich, an
die Seitenwandung 8 angebunden, wobei die Anbindung 38 der
art erfolgt, daß sich die Klemmlaschen 30, 32 im Normalzu
stand, d. h. bei nicht eingeführten Karten 4 etwa im Paral
lelabstand zur Seitenwandung erstrecken (siehe Fig. 4).
Zur besseren Klemmung der Karten 4 hat jede Klemmlasche
30, 32 an der den Karten 4 zuweisenden Großfläche eine Hal
tenocke 40, die sich zu den Karten 4 hin verjüngt. Wie ins
besondere Fig. 2 entnehmbar ist, werden die Karten 4 über
die elastisch ausbiegbaren Klemmlaschen 30, 32 gegen einen
Gegenhalter 42 der Seitenwandung 8 vorgespannt, so daß
diese ohne Spiel in der Aufnahme 2 festgelegt sind. Der Ge
genhalter 42 ist ebenfalls einstückig mit der Seitenwandung
8 ausgebildet.
Die lichte Weite zwischen dem Scheitel 44 (siehe Fig.
3) der Haltenocke 40 und dem Gegenhalter 42 ist geringer
als die Wandstärke einer Karte 4 gewählt, so daß auch eine
einzelne Karte 4 mit hinreichender Kraft gegen den Gegen
halter 42 vorspannbar ist.
Wie bereits eingangs erwähnt wurde, wird der Behälter 1
im Spritzgießverfahren hergestellt, wobei es die erfin
dungsgemäße, im folgenden noch näher beschriebene Konstruk
tion erlaubt, die gesamte Behälterwandung mit der Aufnahme
2 einstückig auszubilden, wobei der werkzeugtechnische Auf
wand minimal ist, da keine Schieber erforderlich sind, um
die Klemmlaschen 30, 32 auszubilden.
Wie insbesondere aus Fig. 3 entnehmbar ist, kann der
Boden 16 mit einer rutschfesten Auskleidung 46 versehen
werden, die abschnittsweise in die abgerundeten Übergangs
bereiche zwischen Boden 16 und Seitenwandungen 8, 10,
12, 14 hineingezogen ist.
Alternativ können die Klemmlaschen 30, 32 winklig, d. h.
ohne abgerundeten Übergangsbereich bis kurz vor den Boden
heruntergeführt sein, wie dies Fig. 7 beispielhaft zeigt.
Die Darstellung gemäß Fig. 4 entspricht im wesentli
chen derjenigen aus Fig. 1, wobei der Übersichtlichkeit
halber die Karten 4, die Abdeckung und die rutschfeste Aus
kleidung weggelassen wurden. Fig. 5 zeigt eine Ansicht auf
die Rückseite der Seitenwandung 8, d. h. eine Ansicht von
rechts auf den Behälter gemäß Fig. 4. Fig. 6 und 7 sind
Schnittdarstellungen, die denjenigen der Fig. 2 bzw. 3
entsprechen.
Wie insbesondere aus den Fig. 4, 5 und 6 hervorgeht,
ist die Seitenwandung im Bereich der Klemmlaschen 30, 32
mit jeweils einer Ausnehmung 48 bzw. 50 versehen. In Fig.
4 ist lediglich die der Klemmlasche 30 zugeordnete Ausneh
mung 50 gestrichelt angedeutet. Wie aus den Darstellungen
hervorgeht, werden die Ausnehmungen 48, 50 von den Klemmla
schen 30, 32 derart abgedeckt, daß sie für den Benutzer des
Behälters 1 praktisch nicht sichtbar sind. Durch diese Aus
nehmungen 48, 50 werden praktisch die in Fig. 4 unten lie
genden Eckbereiche des Gegenhalters 42 freigeschnitten.
Ausweislich Fig. 5 bildet die Innenfläche der Anbindung 38
auch eine außenliegende Umfangskante, über die die Ausneh
mung 48 bzw. 50 abschnittsweise seitlich begrenzt ist. Ge
mäß den Fig. 4 und 5 sind die Ausnehmungen 48, 50 auch
in den abgerundeten Übergangsabschnitt zwischen der Seiten
wandung 8 (Gegenhalter 42) und dem Boden 16 hineingezogen.
Die Ausnehmungen 48, 50 erlauben es, die beiden Klemm
laschen 30, 32 ohne Schieber im Spritzgießwerkzeug auf ver
gleichsweise einfache Weise einstückig mit der Seitenwan
dung 8 bzw. dem Gegenhalter 42 auszubilden. Zum besseren
Verständnis sind in Fig. 7 der Formkern 52 mit einer nach
rechts abfallenden Schraffierung und die Angußseite 54 ei
nes Spritzgießwerkzeuges mit nach rechts ansteigender Schr
affur angedeutet. Durch die beiden Werkzeughälften 52, 54
wird die Kavität 56 des Spritzgießwerkzeuges begrenzt, die
der Form des auszubildenden Behälters 1 entspricht.
Wie der Darstellung gemäß Fig. 7 entnehmbar ist, ver
läuft die strichpunktiert angedeutete Verlängerung der
Trennebene 58 zwischen den Werkzeughälften 52, 54 im Be
reich der Klemmlaschen 30, 32 von unten (Ansicht nach Fig.
5) durch den abgerundeten Übergangsbereich zwischen Boden
16 und Seitenwandung 8 hindurch, entlang der unteren Stirn
fläche 60 der Haltelaschen 30, 32, von dort entlang der zu
den Katen 4 weisenden Großfläche 62 der Haltelaschen 30,
32 bis zum Scheitel 44. Die Trennebene erstreckt sich dann
weiter vom Scheitel 44 durch die obere Umfangskante 64 der
Ausnehmung 48, 50 zur Außenfläche der Seitenwandung 8 (bzw.
des Gegenhalters 42), so daß in üblicher Weise durch die
Formhälfte 54 die Außenkontur des Behälters 1 hergestellt
wird. Über den Formkern 52 wird die Innenfläche des Behäl
ters 1 mit dem in Fig. 7 oberen Teil der Haltenocke 40
ausgebildet, so daß praktisch keine Hinterschneidungen vor
handen sind, die komplizierte Schieberkonstruktionen bedin
gen würden.
Die beiden Formhälften 52, 54 liegen im Bereich unter
halb der Klemmlasche 32 und im Scheitelbereich des Halte
nockens 40 bündig aneinander. Demzufolge wird der oberhalb
des Scheitels 44 gelegene Teil der Klemmlasche 32 durch den
Formkern 52 und der unterhalb des Scheitels 44 gelegenen
Teil der Klemmlasche 32 durch die angußseitige Formhälfte
54 ausgebildet. Da der Haltenocken 40 gemäß Fig. 2 vor
zugsweise nur sehr schmal ausgebildet ist, verursacht der
örtlich geringe Abstand zur Seitenwand kein spritzgießtech
nisches Problem.
Das Entformen des Behälters 1 kann dann durch einfaches
Auffahren des Spritzgießwerkzeuges erfolgen, wobei der
Formkern 52 nach oben (↑ X) oder die angußseitige Form
hälfte 54 nach unten (↓ Y) bewegt wird.
Bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel ist die
Anbindung 38 der Klemmlaschen 32 im seitlichen Bereich aus
gebildet, so daß die Klemmlaschen 30; 32 die in Fig. 1
vertikal verlaufenden Umfangskanten der Karten 4 umgreifen.
In Abweichung von diesem Ausführungsbeispiel sind bei
dem in Fig. 8 angedeuteten Ausführungsbeispiel die Klemm
laschen 30, 32 durch horizontale, unten verlaufende Anbin
dungen 66, 68 mit der Seitenwandung 8 verbunden. D. h., die
Anbindungen 66, 68 verlaufen etwa in Verlängerung der Stufe
36, auf der die Karten 4 abgestützt sind. Entsprechend wie
beim vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel sind die Halte
nocken 40 wieder an der dem Gegenhalter 42 zugewandten
Großfläche der Klemmlaschen 30, 32 ausgebildet.
Bei dem in Fig. 8 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist der Gegenhalter 42 durch eine Rückstufung der Seiten
wandung 8 ausgebildet. Bei beiden Ausführungsbeispielen
verläuft die Großfläche des Gegenhalters 42 etwa senkrecht
zur Großfläche des Bodens 16. Bei dem in Fig. 8 darge
stellten Ausführungsbeispiel wird dies durch entsprechende
Ausgestaltung der Rückstufung erreicht. Bei dem in Fig. 1
dargestellten Ausführungsbeispiel wird der vertikale Ver
lauf des Gegenhalters 42 dadurch erreicht, daß in der Sei
tenwandung 8 eine Stufe 70 ausgebildet ist, die sich auf
grund der Neigung der Seitenwandung 8 zum Boden hin 16 ver
breitet.
Der erfindungsgemäße Aufbau der Aufnahme 2 sei nochmals
anhand der Fig. 9 und 10 erläutert. Fig. 9 zeigt einen
vereinfachten Schnitt entlang der Linie C-C in Fig. 8.
Der Darstellung gemäß Fig. 9 ist die Rückstufung der
Seitenwandung 8 zur Ausbildung des Gegenhalters 42 entnehm
bar. Wie bei dem vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel sind
im Bereich der Klemmlaschen 30, 32 wiederum Ausnehmungen
50, 52 vorgesehen, über die eine hinterschneidungsfreie
Ausbildung der Haltenocken 40 möglich ist.
Fig. 10 zeigt einen Teilschnitt durch ein Spritzgieß
werkzeug zur Herstellung des in Fig. 9 dargestellten Teil
bereichs. Aus dieser vereinfachten Darstellung ist entnehm
bar, daß die Haltenocke 40 im wesentlichen auf gleiche
Weise wie beim vorbeschriebenen Ausführungsbeispiel ausge
bildet wird. D. h., auch bei diesem Ausführungsbeispiel ver
läuft die Trennebene 56 zwischen den Formhälften 52, 54
durch den Scheitel 44 der Haltenocke 40, so daß der in
Fig. 10 unten liegende Bereich der Klemmlasche 30 kartensei
tig durch die Formhälfte 54 und der oberhalb des Scheitels
44 angeordnete kartenseitige Teil der Klemmlasche 30 durch
den Formkern 52 ausgebildet wird. Der erfindungsgemäße Ver
lauf der Trennebene 56 durch den Scheitel der Haltenocke 44
ermöglicht ein einfaches Entformen des Behälters 1, in dem
die Formhälften 52, 54 in Pfeilrichtung (X bzw. Y) relativ
zueinander bewegt werden.
Auch dieses Ausführungsbeispiel eignet sich zur Verwen
dung an der Innen- bzw. Unterseite von Abdeckungen, bei
spielsweise von Handschuhkästen oder hochklappbaren Mittel
armlehnen in Kraftfahrzeugen.
Die erfindungsgemäße Lösung hat gegenüber den herkömm
lichen Konstruktionen eine Reihe von erheblichen Vorteilen.
Die Aufnahme 2 für die Karten 4 ist mit minimalen ferti
gungstechnischen Aufwand herstellbar, wobei insbesondere
vorteilhaft ist, daß die Aufnahme einstückig an eine etwa
vertikal verlaufende Innenwandung eines Behälters oder an
eine sonstige Wandung oder eine Abdeckung formbar ist.
Die Umsetzung der erfindungsgemäßen Aufnahme ist werk
zeugtechnisch äußerst einfach, da keine aufwendigen Schie
berkonstruktionen erforderlich sind.
Vorteilhaft ist des weiteren, daß mehrere Karten auch
in unterschiedlichen Größen spielfrei aufgenommen werden
können, wobei die Anordnung entlang einer Wandung eine äu
ßerst platzsparende Aufbewahrung der Karten ermöglicht.
Bei dem aufgenommenen Kartenstapel wird die am häufig
sten gebrauchte Karte außenliegend, d. h. in der von der
Seitenwandung 8 entfernten Position aufgenommen, so daß
diese auf einfache Weise mit den Fingerspitzen abziehbar
ist. Das Einführen der Karte 4 erfolgt ähnlich einfach, in
dem diese in den von den Haltelaschen den Klemmlaschen 30,
32 umgriffenen Bereich eingeführt und durch leichten Druck
eingeschoben wird, so daß die Haltenocken 40 in Anlage an
die Großfläche der Karte 4 gelangt.
Bei dem in den Fig. 1 bis 7 dargestellten Ausfüh
rungsbeispiel verlaufen die obenliegenden Stirnflächen 72
der Klemmlaschen 30, 32 von der Anbindung 38 zum Boden hin
16 abfallend. Bei dem in Fig. 8 dargestellten Ausführungs
beispiel sind die Klemmlaschen 30, 32 etwa rechteckförmig
ausgebildet - selbstverständlich sind auch andere Klemmla
schengeometrien realisierbar. Wesentlich ist, daß die
Klemmlaschen 30, 32 einstückig mit einer Seitenwandung aus
gebildet und mit minimalem werkzeugtechnischen Aufwand her
stellbar sind.
Prinzipiell vorstellbar ist es auch, daß der Gegenhal
ter und/oder die Klemmlaschen vorgefertigt werden und dann
über geeignete Verbindungen, beispielsweise Schnapp- oder
Klebeverbindungen an einer Vertikalwandung eines Behältnis
ses oder einer sonstigen Wandung befestigt werden. Dabei
kann in der Wandung des Behältnisses eine Ausnehmung vorge
sehen werden, durch die dann die vorgefertigte Klemmlasche
hindurchtaucht. Diese wird dann an der Außenseite der Wan
dung abgestützt, so daß die erforderlichen Klemmkräfte auf
bringbar sind.
Es wird sich vorbehalten, einen eigenen Anspruch auf
ein Ausführungsbeispiel zu richten, bei dem die Klemmlasche
oder der Gegenhalter als separates Montageteil ausgeführt
sind, von außen durch eine Öffnung einer Wandung
hindurchtauchen und an der Außenseite der Wandung festge
legt sind.
Die Klemmverbindung kann so ausgelegt werden, daß auch
mehr als eine Karte festgelegt werden kann.
Offenbart ist eine Aufnahme für kartenähnliche Gegen
stände, die über zumindest eine Klemmlasche gegen einen Ge
genhalter vorgespannt sind. Gegenhalter und Klemmlasche
sind vorzugsweise einstückig mit dem Behälter im Spritz
gießverfahren ausgebildet, wobei die Trennebene entlang der
den Gegenständen zugewandten Großfläche der Klemmlaschen
verläuft.
Claims (11)
1. Behälter oder Aufnahme, mit einer Ablage für kartenför
mige Gegenstände (4), dadurch gekennzeichnet, daß die
Ablage zumindest eine federnde Klemmlasche (30, 32) und
einen Gegenhalter (42) hat, die einstückig mit einer
Seitenwandung oder der Innenseite einer Abdeckung des
Behälters (8) bzw. der Aufnahme ausgebildet sind.
2. Behälter oder Aufnahme nach Patentanspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Gegenhalter (42) Teil der Sei
tenwandung (8) ist und die Klemmlasche (30, 32) frei
auskragend an der Seitenwandung (8) oder einem Boden
(16) eines Aufnahmeraums (14) angebunden ist.
3. Behälter oder Aufnahme nach Patentanspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Klemmlasche (30, 32) seitlich an
der Seitenwandung (8) oder am Boden (16) angebunden
ist, so daß eine Umfangskante des Gegenstandes (4) ab
schnittsweise umgreifbar ist.
4. Behälter oder Aufnahme nach einem der vorhergehenden
Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die lichte
Weite zwischen einem Klemmbereich (44) der Klemmlasche
(30, 32) und dem Gegenhalter (42) geringer als die
Wandstärke eines Gegenstandes (4) in Klemmrichtung ist.
5. Behälter oder Aufnahme nach einem der vorhergehenden
Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Gegen
halter (42) eine jeweils einer Klemmlasche (30, 32) zu
geordnete Ausnehmung (48, 50) hat, durch die hindurch
sich ein Vorsprung einer Formhälfte (54) eines Spritz
gießwerkzeuges hin zur benachbarten Klemmlasche (30,
32) erstreckt.
6. Behälter oder Aufnahme nach Patentanspruch 5, dadurch
gekennzeichnet, daß der Durchbruch (48, 50) eine klei
nere Grundfläche als die zugewandte Großfläche der
Klemmlasche (30, 32) hat.
7. Behälter oder Aufnahme nach einem der vorhergehenden
Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß jede
Klemmlasche (30, 32) an der dem Gegenhalter (42) zuge
wandten Großfläche eine Haltenocke (40) hat, entlang
deren Scheitel (44) die Trennebene (56) eines Spritz
gießwerkzeuges verläuft.
8. Behälter oder Aufnahme nach einem der vorhergehenden
Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß im Über
gangsbereich zwischen einem Boden (16) und der Seiten
fläche (8) des Behälters (1) eine Schulter (36) ausge
bildet ist, an der die Gegenstände (4) abstützbar sind.
9. Behälter oder Aufnahme nach einem der vorhergehenden
Patentansprüche, gekennzeichnet, durch eine Abdeckung
zum Verschließen des Aufnahmeraums (14).
10. Behälter oder Aufnahme nach einem der vorhergehenden
Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Sei
tenwandungen (8, 10, 12, 14) zu einem Boden (16) des
Behälters (1) hin schräg aufeinander zulaufen und die
Anlagefläche des Gegenhalters (42) für die Gegenstände
(4) etwa senkrecht zum Boden verlaufend ausgebildet
ist.
11. Behälter oder Aufnahme nach einem der vorhergehenden
Patentansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß er im
Spritzgießverfahren aus Kunststoff hergestellt ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999123512 DE19923512B4 (de) | 1999-05-21 | 1999-05-21 | Behälter mit integriertem Halter für Karten und ähnliche Gegenstände |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999123512 DE19923512B4 (de) | 1999-05-21 | 1999-05-21 | Behälter mit integriertem Halter für Karten und ähnliche Gegenstände |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19923512A1 true DE19923512A1 (de) | 2000-12-07 |
| DE19923512B4 DE19923512B4 (de) | 2004-05-06 |
Family
ID=7908853
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999123512 Expired - Lifetime DE19923512B4 (de) | 1999-05-21 | 1999-05-21 | Behälter mit integriertem Halter für Karten und ähnliche Gegenstände |
Country Status (1)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE19923512B4 (de) |
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