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DE19921321C1 - Vorrichtung zum Aufbringen von Dekors und/oder Zeichen auf Glas-, Glaskeramik- und Keramikerzeugnisse - Google Patents

Vorrichtung zum Aufbringen von Dekors und/oder Zeichen auf Glas-, Glaskeramik- und Keramikerzeugnisse

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DE19921321C1
DE19921321C1 DE19921321A DE19921321A DE19921321C1 DE 19921321 C1 DE19921321 C1 DE 19921321C1 DE 19921321 A DE19921321 A DE 19921321A DE 19921321 A DE19921321 A DE 19921321A DE 19921321 C1 DE19921321 C1 DE 19921321C1
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DE
Germany
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roller
transfer roller
image
layer
glass
Prior art date
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DE19921321A
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English (en)
Inventor
Waldemar Weinberg
Dieter Jung
Michael Zimmer
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Zimmer Michael 66133 Saarbruecken De
Schott AG
Original Assignee
Schott Glaswerke AG
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Publication date
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Priority to AT99971106T priority patent/ATE255731T1/de
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    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03GELECTROGRAPHY; ELECTROPHOTOGRAPHY; MAGNETOGRAPHY
    • G03G15/00Apparatus for electrographic processes using a charge pattern
    • G03G15/14Apparatus for electrographic processes using a charge pattern for transferring a pattern to a second base
    • G03G15/16Apparatus for electrographic processes using a charge pattern for transferring a pattern to a second base of a toner pattern, e.g. a powder pattern, e.g. magnetic transfer
    • G03G15/1625Apparatus for electrographic processes using a charge pattern for transferring a pattern to a second base of a toner pattern, e.g. a powder pattern, e.g. magnetic transfer on a base other than paper

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  • General Physics & Mathematics (AREA)
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  • Re-Forming, After-Treatment, Cutting And Transporting Of Glass Products (AREA)
  • Combination Of More Than One Step In Electrophotography (AREA)
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  • Rolls And Other Rotary Bodies (AREA)
  • Printing Methods (AREA)
  • Decoration By Transfer Pictures (AREA)
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Abstract

Auf derartige glasige Erzeugnisse werden in großem Umfang zur Erzielung gewünschter ästhetischer Eindrücke Dekors und auch Beschriftungen sowie Symbole aufgebracht. DOLLAR A Die Maßnahmen nach dem Hauptpatent sehen ein direktes Aufbringen der Dekors, Beschriftungen bzw. Symbole auf die Glas-, Glaskeramik- und Keramikerzeugnisse mittels des Elektrokopierverfahrens unter Anwendung eines elektrostatischen Feldes in Form von Koronen (10) zum Übertragen des auf einer Bildwalze (5) elektrophotographisch erzeugten Tonerbildes auf die Erzeugnisse (2) über einen Zwischenträger in Form einer Übertragungswalze (9) vor. DOLLAR A Die Erfindung verbessert die Übertragung des Tonerbildes auf das Erzeugnis (2) durch eine besondere Walzenausbildung und Anordnung der Koronen (10).

Description

Das Hauptpatent 198 49 500 bezieht sich auf eine Vorrichtung zum Aufbringen von Dekors und/oder Zeichen auf Glas-, Glaskeramik- und Keramiksubstrate unter Anwendung der Elektrophotographie, mit:
  • - einer Bildwalze (5), die eine elektrostatisch aufladbare photoleitfähige Schicht aufweist,
  • - einer Belichtungsanordnung (6) zur Erzeugung eines dem aufzubringenden Dekor und/oder Zeichen entsprechenden elektrostatischen Ladungsbildes auf der Bildwalze (5),
  • - einer Einrichtung zum Entwickeln des elektrostatischen Ladungsbildes mit keramischem Toner,
  • - eine Übertragungswalze (7), die im direkten Kontakt mit der Bildwalze (5) steht und auf die das Tonerbild von der Bildwalze (5) übertragen wird,
  • - einer Vorrichtung (1) zum Fördern des Glas-, Glaskeramik- oder Keramiksubstrats (2) zu einer Kontaktzone, in der das Substrat in Kontakt mit der Übertragungswalze (7) tritt,
  • - einer ersten, im Inneren der Übertragungswalze (7) oberhalb der Kontaktzone angeordneten Korona-Ladeeinrichtung (9), und einer zweiten, unterhalb des Substrats (2) in der Kontaktzone angeordneten Korona-Ladeeinrichtung (10), wobei die beiden Korona-Ladeeinrichtungen (9, 10) so mit Spannung beaufschlagbar sind, daß das Tonerbild elektrostatisch von der Übertragungswalze (7) auf das Substrat (2) übertragen wird, und mit
  • - Heizmitteln zum Einbrennen des auf das Substrat übertragenen Tonerbildes.
Die vorliegende Erfindung bezweckt eine Verbesserung und weitere Ausgestaltung einer solchen Vorrichtung hinsichtlich der verwendeten Komponenten, um eine verbesserte Übertragung der vorzugsweise keramischen Farben auf die glasigen Substrate mittels des elektrophotographischen Verfahrens zu erzielen.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt gemäß der Erfindung durch die im Anspruch 1 angegebene Vorrichtung.
Durch diese Maßnahmen ist eine verbesserte Übertragung des elektrostatischen Tonerbildes von der Bildwalze über die Übertragungswalze auf das Erzeugnis gegeben.
Aus der JP 08-146 819 A ist eine Vorrichtung zum Aufbringen von Dekors und/oder Zeichen auf ein Keramiksubstrat unter Anwendung der Elektrophotographie bekannt, bei der auf einer mit einer photoleitfähigen Schicht versehenen, aufladbaren Bildwalze mit Hilfe einer Belichtungsanordnung ein elektrostatisches Ladungsbild des Dekors oder Zeichens erzeugt wird. Das Ladungsbild wird von einer Entwicklungsvorrichtung mit einem keramischen Toner entwickelt und auf eine Übertragungswalze übertragen, die dazu im Kontakt mit der Bildwalze steht. Von der Übertragungswalze wird das Tonerbild unter Druck auf das Keramiksubstrat übertragen. Dabei wird das jeweilige Substrat von einer mit der Übertragungswalze in Andruckkontakt stehenden Gegenwalze an die Übertragungswalze gedrückt. Das auf das Substrat aufgebrachte Tonerbild wird abschließend in einer Fixiereinrichtung mittels Heizmitteln auf dem Substrat eingebrannt.
Bei einer alternativen Ausbildung einer solchen Vorrichtung wird statt der Übertragungswalze ein um mehrere Umlenkrollen geführtes Band verwendet. Das Tonerbild wird dabei elektrostatisch von der Bildwalze auf das Band und von diesem auf das Substrat übertragen. Dazu ist am Umfang des Bandes eine Korona-Ladeeinrichtung und am Transportweg des Substrats eine weitere Korona-Ladeeinrichtung vorgesehen.
Bei dem erstgenannten Ausführungsbeispiel wird das Tonerbild unter Druck von der Übertragungswalze auf das Substrat übertragen, während es bei dem alternativen Ausführungsbeispiel durch elektrostatische Kräfte vom Band auf das Substrat übertragen wird.
Der vorgenannte Stand der Technik vermittelt dem Fachmann damit keine Anregung, das Tonerbild mittels elektrostatischer Kräfte von der Bildwalze auf eine Übertragungswalze und von der Übertragungswalze auf das Substrat zu übertragen und die Übertragungswalze und die Gegenwalze dazu mit Korona- Ladern zu versehen.
Für eine optimierte Übertragung des Tonerbildes auf das Erzeugnis kommt, neben einer optimalen Anordnung der Korona-Ladern, auch der Ausbildung der Übertragungswalze eine entscheidende Bedeutung zu, einmal, weil sie im direkten Kontakt mit den harten glasigen Erzeugnissen steht, und zum anderen, weil der für sie verwendete Werkstoff die elektrostatischen Felder, die für die Übertragung des geladenen Tonerbildes maßgebend sind, beeinflußt.
Gemäß einer ersten Weiterbildung der Erfindung mit einer als Hohlwalze ausgebildeten Übertragungswalze, die einen elektrisch isolierenden Kern aus Kunststoff, vorzugsweise einem glasfaser- oder kohlefaserverstärktem Kunststoff, aufweist, ist die Vorrichtung so ausgebildet, daß auf dem Kern eine relativ weiche Schicht aus elektrisch leitfähigem Silikon, EPDM oder anderen geeigneten Kunststoffen bzw. Gummimischungen aufgebracht ist, und daß im Innern der Übertragungswalze in der Kontaktzone zur Bildwalze der erste, obere Korona-Lader und zum anderen in der Kontaktzone zum Substrat der zweite, untere Korona-Lader mit entgegengesetztem Potential angeordnet ist.
Eine derartig aufgebaute Übertragungswalze ermöglicht wegen ihres elektrisch isolierenden Kernes, daß die Korona-Lader im Innern der Übertragungswalze angeordnet sind. Die elektrostatischen Übertragungsvorgänge spielen sich dabei allein in der äußeren, leitfähigen Schicht ab, die relativ weich ist und daher einen guten Kontakt zu den festen, insbesondere glasigen Substraten gewährleistet.
Gemäß einer zweiten Weiterbildung der Erfindung mit einer als Hohlwalze ausgebildeten Übertragungswalze ist die Vorrichtung so ausgebildet, daß die Übertragungswalze einen Kern aus metallischem Werkstoff, vorzugsweise Aluminium, aufweist, auf den eine erste Schicht aus isolierendem Silikon aufgebracht ist, und daß auf diesen Grundaufbau eine relativ weiche Schicht aus elektrisch leitfähigem Silikon, EPDM oder anderen geeigneten Kunststoffen bzw. Gummimischungen aufgebracht ist, und daß jeweils außerhalb der Übertragungswalze in der Kontaktzone zur Bildwalze der erste, obere Korona-Lader und in der Kontaktzone zum Erzeugnis der zweite, untere Korona-Lader mit entgegengesetztem Potential angeordnet ist.
Bei einer derartigen Ausbildung sind die Korona-Lader wegen des abschirmenden Effektes des metallischen Kernes außerhalb der Übertragungswalze in den Kontaktbereichen angeordnet, wobei auch bei dieser Ausführungsform sich die elektrisch wirksamen Vorgänge in der leitfähigen, weichen Schicht abspielen, die von dem metallischen Kern durch die erste Schicht aus isolierendem Material elektrisch isoliert ist, so daß sich die Aufladung allein in der äußeren weichen Schicht ausbildet.
Gute Ergebnisse sowohl hinsichtlich der Elektrostatik als auch hinsichtlich des Kontaktes mit den harten glasigen Substraten werden erzielt, wenn gemäß einer Ausgestaltung der Erfindung die Schicht aus elektrisch leitfähigem Material eine Härte im Bereich von 50 Shore A mit einem spezifischen Innenwiderstand im Bereich von 10 kOhm/cm sowie eine Stärke im Bereich von 5 mm aufweist. Auch andere Werte sind grundsätzlich denkbar.
Um den Abrieb der Übertragungswalze zu minimieren, ist dabei gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung die Schicht aus elektrisch leitfähigem Material wie Silikon mit einer sehr dünnen, leitfähigen Teflonschicht oder einer anderen geeigneten Beschichtung abgedeckt. Diese Schicht erhöht das Gleitvermögen, ohne daß sie die elektrostatischen Verhältnisse merklich ändern würde.
Die bei der zweiten Ausführungsform der Übertragungswalze mit einem metallischen Kern auf diesem Kern aufgebrachte erste Schicht aus isolierendem Material besitzt vorzugsweise eine Dicke, die im Bereich von 2 mm liegt. Diese Schichtdicke reicht für die elektrische Isolierung der äußeren, leitfähigen Schicht aus und trägt nicht zu sehr auf. Die Erfindung ist jedoch nicht auf diesen Wert begrenzt.
Gemäß einer weiteren Ausbildung der Erfindung ist die Vorrichtung so ausgebildet, daß die Gegenwalze einen metallischen Kern, vorzugsweise aus Aluminium, aufweist, auf dem eine relativ weiche Schicht aus isolierendem Material wie Silikon aufgebracht ist, wobei auch diese Schicht, wie die vergleichbare Schicht der Übertragungswalze, eine Härte im Bereich von 50 Shore A sowie eine Stärke im Bereich von 5 mm aufweist. Eine derartige Ausbildung trägt sowohl den elektrostatischen als auch den mechanischen Bedingungen Rechnung. Auch hierbei ist die Erfindung nicht auf diese beispielhaften Werte begrenzt.
Anhand eines in der einzigen Figur der Zeichnung im Schnitt auszugsweise schematisch dargestellten Ausführungsbeispieles einer erfindungsgemäßen Vorrichtung wird die Erfindung näher beschrieben.
Auf einem Förderband 1, angetrieben durch Förderwalzen 1a, befinden sich als Substrate Glas-, Glaskeramik- oder Keramikerzeugnisse 2, z. B. Kacheln oder Glaskeramikplatten für Kochfelder, auf die ein Dekor und/oder Beschriftungen und/oder Kennzeichnungen aufgebracht werden sollen.
Die erfindungsgemäße Elektrokopier-Einrichtung zum Aufbringen dieser Dekors etc. besteht aus zwei Hauptbaugruppen, dem elektrophotographischen System 3 und dem Transfersystem 4.
Das elektrophotographische System 3 enthält als zentralen Bestandteil eine Bildtrommel 5, eine OPC-Fotoleitertrommel, die mit einer photoleitfähigen Schicht versehen ist, die über eine entsprechende, vorzugsweise digital ausgelegten Belichtungsanordnung 6, beispielsweise durch einen gesteuerten Laserstrahl, oder einfacher durch einen LED-Schreibkopf mit einer Auflösung von beispielsweise 400 dpi bei einer Schreibbreite von 36" entsprechend dem aufzubringenden Dekor bzw. der Beschriftung belichtet wird. Es entsteht dadurch in bekannter Weise ein "latentes" elektrostatisches Ladungsbild.
Das elektrophotographische System 3 enthält weiterhin eine Entwicklereinheit 7 mit einem vorzugsweise keramischen, insbesondere 2-Komponenten- Tonersystem, wie es beispielsweise aus der zitierten DE 44 13 168 C2 bekannt geworden ist, und die insoweit zum Offenbarungsinhalt dieser Anmeldung gehören soll, mittels der das auf der Bildtrommel 5 befindliche latente elektrostatische Ladungsbild zu einem sichtbaren Tonerbild entwickelt wird. Auch andere geeignete spezielle Toner/Pigmente können Anwendung finden. Diese Entwicklereinheit 7 enthält, wie bei dem elektrophotographischen Verfahren üblich, einen Vorratsbehälter 7a für den Toner in Verbindung mit den üblichen Mitteln zum Aufbringen des Toners auf die Bildtrommel 5. Ferner weist das elektrophotographische System 3 eine übliche Reinigungs- und Löscheinheit 8 auf, um den nicht übertragenen Toner von der Bildtrommel 5 zu entfernen.
Das auf der Bildtrommel 5 entsprechend dem aufzubringenden Bild entstandene Tonerbild wird anschließend mittels des Transfersystems 4 auf das Erzeugnis 2 übertragen.
Das Transfersystem 4 weist drei Hauptkomponenten auf, eine Transferwalze 9, mehrere sogenannte Korona-Lader 10, mittels derer durch Anlegen einer Spannung ein elektrostatisches Feld zwecks Übertragen des Tonerbildes erzeugbar ist, und letztlich eine Gegenwalze 11.
Um ein entsprechend unverzerrtes, hohen Qualitätsanforderungen genügendes Bild von der Bildtrommel 5 über das Transfersystem 4 auf das Substrat 2, insbesondere auf großformartige Substrate (0,25 m2) zu übertragen, kommt es darauf an, eine möglichst formtreue/stabile Ausbildung des Transfersystems zu erreichen. Das gelingt am besten durch die Verwendung eines rotationssymmetrischen steifen Körpers in Form der dargestellten Transferwalze 9. Diese unterliegt nicht den Verformungen etwa wie ein Endlosband. Diese Walze ist vorteilhaft innen hohl ausgeführt, damit innenliegend, wie dargestellt, die Korona-Lader 10a1 und 10b1 angebracht werden können.
Für die Ausbildung der Transferwalze 9 haben sich zwei alternative Aufbauarten als vorteilhaft ergeben.
Bei der ersten Aufbauart ist ein Kern 9a aus elektrisch isolierendem glasfaser- oder kohlefaserverstärktem Kunststoff (GFK/CFK) vorgesehen. Auf diesem Kern 9a ist eine relativ weiche, ca. 5 mm starke Schicht 9b aus elektrisch leitfähigem Silicon, EPDM oder anderen geeigneten Kunststoffen bzw. Gummimischungen aufgebracht, mit einer Härte von ca. 50 Shore A und einem Widerstand von ca. 10 kOhm/cm. Diese Werte sind beispielhaft, ohne daß die Erfindung darauf beschränkt wäre.
Die Oberfläche ist mit einer sehr dünnen und leitfähigen Schicht teflonisiert, oder mit einer anderen geeigneten Beschichtung versehen.
Innerhalb der Transferwalze 9 ist gegenüber der Kontaktlinie mit der Bildtrommel 5 ein positiver Transferkorona-Lader 10a1. gegenüber der Kontaktlinie mit der Gegenwalze 11 ein negativer Transferkorona-Lader 10b1 angeordnet.
Die auf den Kern aufgebrachte Beschichtung trägt einerseits den Toner, läßt aber andererseits bei der Koronenentladung eine rückstandslose Übertragung des Toners zu. Hier hat sich vorteilhaft die Verwendung eines leitfähigen Silikongummis als Beschichtungsmaterial erwiesen. Es können aber auch andere Materialien mit entsprechenden physikalischen Eigenschaften eingesetzt werden. Durch diese Beschichtung erhält die Oberfläche der Transferwalze 9 auch eine gewisse Elastizität, was sich auch günstig hinsichtlich der Kontaktbildung mit der Bildtrommel 5 und den Erzeugnissen 2 auswirkt.
Bei der zweiten Ausführungsart besteht der Kern 9a aus einem metallischen Werkstoff, vorzugsweise aus Aluminium. Auf dem Kern ist eine ca. 2 mm starke Schicht 9c aus isolierendem Silicon oder gleichartigen Materialien aufgebracht. Auf diesem Grundaufbau ist eine relativ weiche, ca. 5 mm starke Schicht 9b aus elektrisch leitfähigem Silicon oder gleichartigen Materialien, wie bei der ersten Ausführungsart, aufgebracht, mit einer Härte von ca. 50° Shore und einem Widerstand von ca. 10 kOhm/cm. Auch diese Zahlenwerte sind nur beispielhaft ohne einschränkenden Charakter.
Die Oberfläche ist ebenfalls mit einer sehr dünnen und leitfähigen Schicht teflonisiert oder mit einer anderen Beschichtung versehen. Jeweils außerhalb der Transferwalze 9 ist nahe der Kontaktlinie mit der Bildtrommel 5 ein positiver Transferkorona-Lader 10a2 und nahe der Kontaktlinie mit der Gegenwalze ein negativer Transferkorona-Lader 10b2 angeordnet.
Die Gegenwalze 11 besitzt einen Kern 11a aus einem metallischen Werkstoff, vorzugsweise aus Aluminium.
Auf diesem Kern ist eine ca. 5 mm starke Schicht 11b aus isolierendem Silicon oder einem gleichartigen Material aufgebracht, mit einer Härte ca. 60 Shore A. Innerhalb der Gegenwalze 11 ist gegenüber der Kontaktlinie mit der Transferwalze 9 ein positiver Transferkorona-Lader 10c angeordnet. Auch diese Werte sind nur beispielhaft.
Das Übertragen des Tonerbildes von der Bildtrommel 5 auf das glasige Substrat 2 mittels des durch die Korona-Lader 10 erzeugten elektrostatischen Feldes geschieht wie folgt:
Das auf der Bildtrommel 5 befindliche Tonerbild, bestehend aus negativ geladenen Tonerteilchen, wird in der Kontaktzone von der an dieser Stelle mittels des Transferkorona-Laders 10a1 positiv aufgeladenen Transferwalze 9 übernommen.
Innerhalb einer halben Transferwalzendrehung verändert sich die positive Oberflächenladung durch den Einfluß des negativen Transferkorona-Laders 10 b1 in eine negative Oberflächenladung.
Da der Widerstandswert zwischen den beiden Transferbereichen bei einem typischen Durchmesser der Transferwalze beispielsweise im Bereich von ca. 150 kOhm liegt, können an unterschiedlichen Stellen der Oberfläche auch unterschiedliche Potentiale erreicht werden.
Die Tonerteilchen werden beim Kontakt zwischen der Transferwalze 9 mit dem durchlaufenden Glas- oder Keramikkörper 2 auf diesen übertragen, da dessen Oberfläche über den in der Gegenwalze 11 befindlichen negativen Transferkorona-Lader 10c positiv aufgeladen ist.
Die Aufbauart der Transferwalze läßt die Einstellung der notwendigen und unterschiedlichen Spannungspotentiale an den beiden Transferbereichen zu.
Bedingt durch die relativ weichen Beschichtungen beider Walzen 9 und 10 ist der Kontakt auch bei leichten Unebenheiten der zu bedruckenden Materialien 2 noch vorhanden.
Dies führt zu einem gleichmäßigen und optimalen Transfer des Tonerbildes auf die Glas- oder Keramikkörper 2.
Die Oberfläche der Transferwalze 9 ist zur Reinigung von restlichen Tonerpartikeln mittels einer entsprechenden Einrichtung 12 sehr glatt ausgestaltet. Dadurch ist die Aufbereitung der Transferwalze 9 für das Übertragen des nächsten Ladungsbildes von der Bildtrommel 5 vereinfacht und es ist keine Gefahr für das Entstehen von Restbildern, die in die folgende Abbildung verschleppt würden, gegeben.
Im letzten Schritt wird das elektrostatisch übertragene Tonerbild mit üblichen Methoden auf dem Erzeugnis 2 eingebrannt.
Die mit den erfindungsgemäßen Maßnahmen dekorierten Keramikerzeugnisse betreffen, wie bereits auch im Hauptpatent erwähnt, insbesondere die aus Ton oder tonmineralhaltigen Mischungen geformten und gebrannten Erzeugnisse. Weitere bevorzugte Keramikerzeugnisse beinhalten auch Produkte aus sonderkeramischen Werkstoffen, wie z. B. verschiedenste pulverförmige Materialien (z. B. Metalloxide), die auch silikatischer Natur sind. Beispielhaft können die Keramikerzeugnisse Waren aus Porzellan, Steingut, aber auch aus sonderkeramischen Stoffen, wie Stearin, Rutil, Cordierit und Cermets darstellen. Das Keramikerzeugnis kann weiterhin vor dem Dekorieren mit einer Glasur versehen werden, oder die Glasur kann nach dem Dekorieren aufgebracht werden.
Glas-/Glaskeramikerzeugnisse umfassen im Rahmen der Erfindung alle aus einer Glasmasse hergestellten Erzeugnisse oder Erzeugnisse mit einer Glasoberfläche. Insbesondere sollen hierbei Glas-/Glaskeramikerzeugnisse erwähnt werden, die aus einfachen und zusammengesetzten Silikaten von Natrium, Kalium, Calcium, Magnesium, Aluminium, Barium, Zink und Blei bestehen. Diese Gläser sind auf feurig­ flammenden Wege entstanden, und die abgekühlten Schmelzen bestehen im wesentlichen aus Siliciumdioxid. Calciumoxid und Natriumoxid, wobei Spezialgläser daneben auch größere Mengen von Bortrioxid, Phosphorpentoxid, Bariumoxid, Kaliumoxid, Lithiumoxid, Zirconoxid oder Bleioxid enthalten können. Siliciumdioxid, Boroxid und Phosphorpentoxid sind die eigentlichen Glasbildner, die auch die Grundlage des Emailles bilden. Dementsprechend sollen unter dem Begriff "Glaserzeugnis" auch Emailleerzeugnisse verstanden werden.

Claims (8)

1. Vorrichtung zum Aufbringen von Dekors und/oder Zeichen auf Glas-, Glaskeramik- und Keramiksubstrate unter Anwendung der Elektrophotographie mit
  • - einer Bildwalze (5), die eine elektrostatisch aufladbare photoleitfähige Schicht aufweist,
  • - einer Belichtungsanordnung (6) zur Erzeugung eines dem aufzubringenden Dekor und/oder Zeichen entsprechenden elektrostatischen Ladungsbild auf der Bildwalze (5),
  • - einer Einrichtung (7) zum Entwickeln des elektrostatischen Ladungsbildes mit vorzugsweise keramischen Toner,
  • - einer Übertragungswalze (9), die im direkten Kontakt mit der Bildwalze (5) steht und in deren Kontaktzone mit der Bildwalze (5) das Tonerbild von der Bildwalze (5) auf die Übertragungswalze (9) überragen wird,
  • - einer der Übertragungswalze (9) gegenüberliegend angeordneten Gegenwalze (11), die als Hohlwalze ausgebildet ist,
  • - Vorrichtungen (1, 1a) zum Fördern des Glas-, Glaskeramik- oder Keramiksubstrats (2) in den Bereich zwischen der Übertragungswalze (9) und der Gegenwalze (11) derart, daß die Vorderseite des Substrats in Kontakt mit der Übertragungswalze (9) und die Rückseite des Substrats in Kontakt mit der Gegenwalze (11) tritt,
  • - einer ersten Korona-Lade-Einrichtung (10a1, 10a2), die an der Übertragungswalze (9) an oder nahe der Kontaktzone zwischen der Bildwalze (5) und der Übertragungswalze (9) angeordnet ist und ein Potential entgegengesetzter Polarität zu dem der Ladung des Tonerbildes aufweist, so daß das Tonerbild von der Bildwalze (5) auf die Übertragungswalze (9) übertragen wird,
  • - einer zweiten Korona-Ladeeinrichtung (10b1, 10b2), die an der Übertragungswalze (9) an oder nahe dem Kontaktbereich zwischen der Übertragungswalze (9) und der Substratvorderseite angeordnet ist,
  • - einer dritten Korona-Ladeeinrichtung (10c), die im Inneren der Gegenwalze (11) an dem Kontaktbereich zwischen der Gegenwalze (11) und der Substratrückseite oder am Außenumfang der Gegenwalze (11) nahe bei dem Kontaktbereich zwischen der Gegenwalze (11) und der Substratrückseite angeordnet ist, wobei
  • - die zweite Korona-Ladeeinrichtung (10b1, 10b2) ein Potential aufweist, dessen Polarität entgegengesetzt zu dem an der ersten und der dritten Korona-Ladeeinrichtung anliegenden Potential ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der
  • - die Übertragungswalze (9) eine Hohlwalze ist, die einen elektrisch isolierenden Kern (9a) aus Kunststoff, vorzugsweise einem glasfaser- oder kohlefaserverstärktem Kunststoff, aufweist,
  • - auf dem Kern (9a) eine weiche Schicht (9b) aus elektrisch leitfähigem Silicon, EPDM oder anderen Kunststoffen oder Gummimischungen aufgebracht ist, und bei der
  • - die erste Korona-Ladeeinrichtung (10a1) an der Kontaktzone zur Bildwalze (5) und die zweite Korona-Ladeeinrichtung (10b1) an der Kontaktzone zur Substratvorderseite im Inneren der Hohlwalze angeordnet sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, bei der
  • - die Übertragungswalze (9) eine Hohlwalze ist, die einen Kern (9a) aus metallischem Werkstoff, vorzugsweise aus Aluminium, aufweist, auf den eine erste Schicht (9c) aus isolierendem Silicon oder einem gleichartigen Material aufgebracht ist,
  • - auf diesen Grundaufbau eine weiche Schicht (9b) aus elektrisch leitfähigem Silicon oder anderen Kunststoffen oder Gummimischungen aufgebracht ist, und bei der
  • - die erste Korona-Ladeeinrichtung (10a2) nahe der Kontaktzone zwischen der Bildwalze (5) und der Übertragungswalze (9) am Außenumfang der Übertragungswalze (9) und die zweite Korona- Ladeeinrichtung (10b2) nahe der Kontaktzone zwischen der Übertragungswalze (9) und der Substratvorderseite am Außenumfang der Übertragungswalze (9) angeordnet sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der die Schicht (9b) aus elektrisch leitfähigem Material eine Härte im Bereich von 50 Shore A, einen Widerstand von 10 kOhm/cm sowie eine Dicke im Bereich von 5 mm aufweist.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 2 bis 4, bei der die Schicht (9b) aus elektrisch leitfähigem Material mit einer sehr dünnen, leitfähigen Teflonschicht oder einer anderen abriebmindernden Beschichtung abgedeckt ist.
6. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, 5, bei der die auf dem metallischen Kern (9a) aufgebrachte erste Schicht (9c) aus isolierendem Material eine Dicke im Bereich von 2 mm hat.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei der die Gegenwalze (11) einen metallischen Kern (11a), vorzugsweise aus Aluminium, aufweist, auf dem eine weiche Schicht (11b) aus isolierendem Material, vorzugsweise aus Silicon aufgebracht ist.
8. Vorrichtung nach Anspruch 7, bei der die Schicht (11b) aus isolierendem Material eine Härte im Bereich von 50 Shore A sowie eine Stärke im Bereich von 5 mm aufweist.
DE19921321A 1998-10-27 1999-05-08 Vorrichtung zum Aufbringen von Dekors und/oder Zeichen auf Glas-, Glaskeramik- und Keramikerzeugnisse Expired - Fee Related DE19921321C1 (de)

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