DE19920110A1 - Druckmaschine mit Ausbauvorrichtung für schwer zugängliche Druckmaschinen-Aggregate - Google Patents
Druckmaschine mit Ausbauvorrichtung für schwer zugängliche Druckmaschinen-AggregateInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine mit einer Ausbauvorrichtung für insbesondere schwer zugängliche Aggregate von Druckmaschinen, wie Feucht- oder Farbwerk. Die Druckmaschine (1) ist erfindungsgemäß so gestaltet, daß zumindest Teile des Feucht- oder Farbwerkes abnehmbar an in den Maschinenseitenwänden (7, 21) gelagerten Aufnahmeelementen (6, 22) befestigt sind. Diese auswechselbaren Teile, z. B. das Schleuderfeuchtwerk (2), werden auf parallel an den Maschinenseiten (7, 20, 21) angebrachte Schlittenelemente (12, 14) gezogen, die mittels eines Schienenelementes (13) geführt, seitlich aus der Druckmaschine (1) ausfahrbar sind. DOLLAR A Die Erfindung betrifft zusätzlich noch ein Verfahren zum Durchführen einer Auswechslung von Teilen (2) in einer Druckmaschine.
Description
Die Erfindung betrifft eine Druckmaschine mit einer Ausbau
vorrichtung für Aggregate von Druckmaschinen, wie Feucht-
oder Farbwerk, gemäß Oberbegriff des Anspruches 1.
Aus der DE 38 35 188 C1 ist es bekannt eine Offsetdruckma
schine mit an schwer zugänglicher Stelle angeordneten Feucht-
oder Farbwerken derart zu gestalten, daß zumindest Teile des
Feucht- oder Farbwerkes an einem Schlitten befestigt sind,
der auf einem an einer Maschinenseitenwand befestigten Trag
holm bei druckabgestelltem Zustand für Wartungsarbeiten
seitlich aus der Druckmaschine ausfahrbar ist.
Nachteil dieser Ausgestaltung ist, daß für jedes Feucht-,
Farbwerk oder zumindest Teile davon eine solche Vorrichtung
aus Schlitten und Tragholm bestehen muß. Es versteht sich,
daß eine derart gestaltete Druckmaschine im Materialaufwand
und der Herstellung teuer ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Druckmaschine
mit einer Ausbauvorrichtung für Aggregate von Druckmaschinen,
wie Feucht- oder Farbwerk, oder Teile von Aggregate, wie
Walzen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1 zu schaffen,
wobei die Ausbauvorrichtung entsprechend einfach gestaltet,
kostengünstig zu fertigen und einfach montierbar ist.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Anwendung der
Merkmale des kennzeichnenden Teils des Anspruches 1 gelöst.
Ausgestaltungen ergeben sich aus den Unteransprüchen sowie
aus der Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen.
Ein bedeutungsvoller Vorteil ist der Aufbau der Ausbauvor
richtung, welche aus einem Schienenelement mit mindestens
einem verdrehbaren Halter, zwei auf das Schienenelement
steckbare und leicht verschiebbare Schlittenelemente zur
Aufnahme der auszuwechselnden Teile einer Druckmaschine und
innerhalb einer Druckeinheit fest montierten Befestigungs
punkten für das Schienenelement besteht. Durch diesen ver
drehbaren Halter am Schienenelement und den werkzeuglos
aufsteck- bzw. abnehmbaren Schlittenelementen ergibt sich
eine Rechts-Links-Ausführung der Ausbauvorrichtung.
Von Bedeutung ist, daß somit für eine gesamte Druckmaschine
nur eine einzige derartige Ausbauvorrichtung benötigt wird,
was Vorteile in den Herstellungs- und Materialkosten und im
Handling der Wartungsteile und -aggregate aufweist.
Durch die erfindungsgemäß konstruktive Ausgestaltung der
Ausbauvorrichtung wird die Zugänglichkeit bei Wartungsarbei
ten zum Druckwerk optimiert, da keine Ausbauvorrichtung mehr
im Druckwerk verbleibt.
Ein weiterer erwähnenswerter Vorteil ist, daß die Ausbauvor
richtung aufgrund ihres geringen Gewichts leicht transpor
tierbar und an den jeweiligen Befestigungspunkten in der
Druckeinheit werkzeuglos montierbar ist, und somit von einer
Person bedient werden kann.
Solch eine konstruktive Ausgestaltung einer Ausbauvorrichtung
erhöht die Variantenvielfalt der Einbaumöglichkeiten, es ist
vor allem an nachträgliche Einbauten in bereits zum Kunden
ausgelieferte Druckmaschinen zu denken.
Mit der erfindungsgemäßen Ausbauvorrichtung können Farb- oder
Feuchtwerke als komplette Module, in Einzelteilen, z. B.
Walzen, Antriebe, oder jede andere Baugruppe oder -teil einer
Druckmaschine, vorteilhafterweise vor allem bei schwer zu
gänglicher Anordnung dieser Teile, entnommen werden.
Vorteilhaft ist auch die Verbesserung der Stabilität der
Ausbauvorrichtung gegenüber DE 38 35 188 C1 anzuführen, da
das Schienenelement über die Schutzkastenverkleidung seitlich
herausragt und somit keine teleskopartige Konstruktion der
Ausbauhilfe nötig ist.
Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Auswechseln von
insbesondere an schwer zugänglicher Stelle einer Druckmaschi
ne angeordneten Farb- oder Feuchtwerken oder Teilen davon,
nach dem ein einfacher Wechsel dieser Teile möglich ist.
Die Verfahrensmerkmale sind in dem unabhängigen Anspruch 17
wiedergegeben. Im Einzelnen ist das Verfahren der nachfolgen
den Beschreibung in Verbindung mit den Zeichnungen zu entneh
men.
Die Erfindung soll nachstehend an einem Ausführungsbeispiel
näher erläutert werden. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematisch dargestellte Ansicht, als Draufsicht,
der erfindungsgemäßen Gestaltung der Druckmaschine mit deren
Ausbauvorrichtung,
Fig. 2 eine Ansicht von Fig. 1, wobei das Schleuderfeuchtwerk
im Ausbauzustand auf der Ausbauvorrichtung fixiert gezeigt
ist,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch Schlittenelement, Schie
nenelement und Wandhalter entsprechend der Linie A-A in
Fig. 2,
Fig. 4 einen Längsschnitt durch Schlittenelement, Schie
nenelement und verdrehbaren Halter entsprechend der Linie B-B
in Fig. 2,
Fig. 5 eine Ansicht der erfindungsgemäßen Gestaltung der
Druckmaschine mit deren Ausbauvorrichtung,
Fig. 6 einen schematischen Ausschnitt eines Druckwerkes mit
den ortsfesten Befestigungspunkten für die Ausbauvorrichtung
und Schleuderfeuchtwerk in Einbaulage,
Fig. 7 eine erfindungsgemäße Gestaltung des Schlittenelemen
tes,
Fig. 8 eine erfindungsgemäße Gestaltung des verdrehbaren
Halters,
Fig. 9 eine erfindungsgemäße Gestaltung des am Wandhalter
angebrachten Zapfens,
Fig. 10 eine erfindungsgemäße Gestaltung des Arretierungshe
bels am Schlittenelement und
Fig. 11 eine erfindungsgemäße Gestaltung des Schlittenelemen
tes mit Arretierungsschraube.
In einem Druckwerk (1) sind Wartungsarbeiten an einem schwer
zugänglichen Aggregat, beispielhaft an einem Schleuderfeucht
werk (2), durchzuführen.
Um dieses zu wartende Aggregat (2) oder Teile dessen von
seiner nicht wartungsfreundlichen Position im Druckwerk (1)
an eine geeignete Position außerhalb des Druckwerkes (1) zu
bringen, wurde eine Ausbauvorrichtung (9-19) entwickelt, die
einerseits universell einsetzbar an die verschiedensten
Wartungsteile konstruktiv gestaltet wurde und andererseits
somit nur ein einziges Mal, d. h. nur ein Stück dieser Ausbau
vorrichtung (9-19), in einem Druckmaschinenkomplex benötigt
wird.
Im Druckwerk (1) sind ortsfeste Befestigungspunkte
(8, 29, 36, 43, 44, 46) für diese Ausbauvorrichtung (9-19) unter
gebracht.
Die Montage der Ausbauvorrichtung (9-19) an diesen Befesti
gungspunkten (8, 29, 36, 43, 44, 46) erfolgt erfindungsgemäß
werkzeuglos.
An der Seitenwand II (7) ist der Wandhalter (8) angeschraubt
(36), der mit einem Zapfen (29) bestückt als Aufnahme der in
dem Schienenelement (13) untergebrachten Buchse (28) dient.
Zapfen (29) und Buchse (28) sind konstruktiv so gestaltet,
daß den auftretenden Kräften bei Belastung der Ausbauvorrich
tung (9-19) mit dem Gewicht des Wartungsteiles, hier des
Schleuderfeuchtwerkes (2), die notwendige Biegesteifigkeit
über die relativ große Berührungsfläche von Zapfen (29) und
Buchse (28) erreicht und die Gefahr eines Kippens der gesam
ten Ausbauvorrichtung (9-19) vermieden wird. Zusätzlich ist
am Träger (13) in der Buchse (28) ein Rastbolzen (64) mit
einem Federelement (65) angebracht, der durch die Zugkraft
des Federelementes (65) beim Einhängen des Trägers (13) in
eine Bohrung (66) oder Nut (66) am Zapfen (29) des Wandhal
ters (8) einschnappt. Damit ist gewährleistet, daß der Träger
(13) durch einseitige Belastung aus dem Zapfen (29) des
Wandhalters (8) nicht herausspringt. Der Zapfen (29) kann
erfindungsgemäß so gestaltet sein, daß er, wie in Fig. 3
ersichtlich, mit einem Innengewinde versehen ist, um mit
einer Schraube (34, 35) an den Wandhalter (8) befestigt zu
werden.
Eine weitere erfinderische Gestaltungsvariante des Zapfens
(29) ist in Fig. 9 ersichtlich. Hier ist der Zapfen (29) mit
einem Außengewinde versehen, wird von oben bis zu einem Bund
in den Wandhalter (8) eingeführt und anschließend mit einer
Mutter (56/57) mit dem Wandhalter (8) verschraubt.
An der Seitenwand I (21) und/oder an dem Schutzkasten (20)
sind die Befestigungspunkte (43, 44, 46) für den verdrehbaren
Halter (17, 18) der Ausbauvorrichtung (9-19) ortsfest ange
bracht. Die Befestigungspunkte (43, 44, 46) sind erfindungsge
mäß aus einer Schraube (43), die gleichzeitig als Befesti
gungselement an der Seitenwand I (21) und/oder am Schutzka
sten (20) dient, einer Buchse (46), die der genauen Führung
des Halters (17, 18) und definierten Abstand des gesamten
Befestigungspunktes (43, 44, 46) von der Wand (20, 21) dient,
damit eine Klemmung des Halters (17, 18) zwischen Wand (20, 21)
und Befestigungspunkt (43, 44, 46) erfolgt, und einer in ihrer
Dimension großzügig bemessenen Scheibe (44), die einerseits
der kraftschlüssigen Führung und andererseits der Ableitung
des entstehenden Biegemomentes, resultierend aus der Bela
stung der Ausbauvorrichtung (9-19) mit dem Schleuderfeucht
werk (2), mittels der Schraube (43) und Buchse (46) auf die
Seitenwand I (21) und/oder Schutzkasten (20) dient.
Die auf diese oben erläuterten Befestigungspunkte (43, 44, 46)
anzubringende Ausbauvorrichtung (9-19) besteht aus einem
Schienenelement (13), auf diesem angebrachte Schlittenanschlä
ge (9, 19), einer Buchse (28) zur Aufnahme des Zapfens (29)
vom Wandhalter (8) und mindestens einem verdrehbaren Halter
(17, 18), der die Aufnahme an den ortsfesten Befestigungspunk
ten (43, 44, 46) an der Seitenwand I (21) und/oder Schutzkasten
(20) ermöglicht.
Durch die konstruktive Gestaltung des Schienenelementes (13)
mit mindestens einem verdrehbaren Halter (17, 18) und der
Buchse (28) für den ortsfesten Zapfen (29) wird eine Rechts-
Links-Ausführung der Ausbauvorrichtung erreicht.
Das Schienenelement (13) ist vorzugsweise ein Rechteckprofil,
aber der Einsatz eines U-Profiles oder auch zu Rechteckprofi
len abgekantete Blechzuschnitte, die vor der Abkantung monta
gefertig fertig bearbeitet werden, ist zu denken.
Die Buchse (28) zur Aufnahme des Zapfens (29) ist mit dem
Schienenelement (13) verschraubt (30) und/oder verstiftet
(30). Auch die Buchse (40) zur Aufnahme der Verbindungsele
mente (38, 39, 42) des verdrehbaren Halters (17, 18) ist mit dem
Schienenelement (13) verschraubt (41) und/oder verstiftet
(41).
Das Element (39) zum Verbinden des verdrehbaren Halters
(17, 18) mit der Buchse (40) ist, wie in Fig. 4 ersichtlich,
entweder ein Bolzen (39), der mit einem Sägering (38) in der
Buchse (40) vertikal beweglich gesichert wird. Als vorteil
haft kostengünstige Gestaltungsvariante ist die Verwendung
einer Schraube (39) als Verbindungselement (39) anzuführen,
die mit zwei Kontermuttern (38) in der Buchse (40) vertikal
beweglich gesichert ist.
Die erfindungsgemäße Gestaltung des verdrehbaren Halters
(17, 18) ist in Fig. 8 wiedergegeben.
Der Halter (17, 18) hat einerseits eine prismatische, sich
nach oben verjüngende Ausnehmung, um den Befestigungspunkt
(43, 44, 46), angebracht in der Seitenwand I (21) oder am
Schutzkasten (20), leichter einführen zu können und anderer
seits eine an diese prismatische Ausnehmung sich anschließen
de Nut, welche die Buchse (46) des Befestigungspunktes
(43, 44, 46) führend umschließt und in Endposition somit die
gesamte Ausbauvorrichtung (8-19) lagegerecht und kraftschlüs
sig fixiert. Der Halter (17, 18) kann zusätzlich noch keilför
mig am Übergang von prismatischer Ausnehmung und Nut gestal
tet sein, um das Einführen des Halters (17, 18) an den Befe
stigungspunkten (43, 44, 46) zu erleichtern, bevor er dann beim
Weiterschieben in die Endposition zwischen Wand (20, 21) und
Befestigungspunkt (43, 44, 46) geklemmt wird.
Der Halter (17, 18) wird mindestens von einer Versteifungsrip
pe (45), die an den Halter (17, 18) angeschweißt oder ver
schraubt ist, in seiner mechanischen Belastbarkeit, vor allem
in seiner Biegesteifigkeit, erhöht. Die konstruktive Gestal
tung des gesamten Halters (17, 18) und des ortsfesten Befesti
gungspunktes (43, 44, 46) in der Seitenwand I (21) und/oder am
Schutzkasten (20) haben Vorteile in der Übertragung des
Kraftflusses bzw. des Biegemomentes auf die Druckmaschinen
wände (20, 21), aufgrund der großen Auflagefläche zwischen
Halter (17, 18) und Wand (20, 21).
Das Schienenelement (13) mit den angebrachten Halte- und Füh
rungselementen (17, 18, 28) wird auf die an der Druckeinheit
(1) ortsfest montierten Aufnahmeelemente (8, 29, 36, 43, 44, 46)
geschoben. Dieser Montagevorgang kann von einer Person be
werkstelligt werden, da die gesamte Konstruktion dieser
Ausbauvorrichtung (9-19) vorteilhafterweise aus leichten
Materialien, wie Aluminium und/oder Kunststoffen, besteht.
Auf das Schienenelement (13) werden nun die Schlittenelemente
(12, 14) aufgesteckt. Fig. 7 zeigt den schematischen Aufbau
der Schlittenelemente (12, 14).
Die Schlittenelemente (12, 14) sind U-förmig gestaltet.
Sie besitzen eine Schlittenauflage mit Anschlag (10, 16), der
aufgrund der benötigten Gleitwirkung, um das Schleuderfeucht
werk (2) leichter auf die Schlittenelemente (12, 14) zu zie
hen, vorteilhafterweise aus Kunststoff hergestellt wird. Die
Schlittenauflagen (10, 16) besitzen eine eingearbeitete Füh
rungsnut (11, 15), welche den am Schleuderfeuchtwerk (2)
angebrachten und nach unten abstehenden Flansch (60, 61)
führend aufnimmt, somit das Schleuderfeuchtwerk (2) beim
anschließenden Transport mit Hilfe des oben erwähnten Anschla
ges (10, 16) lagegerecht fixiert, um ein Herunterfallen zu
vermeiden.
Die U-förmige Basis des Schlittenelementes (12, 14) ist, wie
in Fig. 7 dargestellt, entweder aus Einzelteilen (52, 53, 54),
die miteinander verschraubt (55) werden, aus einem U-förmigen
Profil, einem U-förmig abgekanteten Blechzuschnitt, der vor
der Abkantung montagefertig fertig bearbeitet wurde, oder aus
einer Kombination eines L-förmigen Profiles mit einem Flach
profil aufgebaut. Jede Seite (52, 53, 54) der U-förmigen
Schlittenbasis enthält an den Innenseiten jeweils mindestens
ein Kugelrollenlager (27). An der oberen Seite (52) der U-
förmigen Schlittenbasis sind vorteilhafterweise mindestens
zwei Kugelrollenlager (27) angebracht, die zueinander ver
setzt angeordnet sind, um ein Kippen der Schlittenelemente
(12, 14) bei Belastung durch das aufgebrachte Schleuderfeucht
werk (2) aus der lagegerechten Position zu vermeiden.
Die Schlittenelemente (12, 14) sind durch die erfindungsgemäße
Verwendung von Kugelrollenlager (27) auf dem Schienenelement
(13) leicht verschiebbar und auf diese werkzeuglos leicht
aufsteckbar bzw. herunterzuziehen.
Die Schlittenelemente (12, 14) sind zusätzlich jeweils mit
einem schwergängigen Hebel (31) ausgestattet, um die bereits
auf das Schienenelement (13) aufgesteckten Schlittenelemente
(12, 14) beim Transport dieser an einem Herunterfallen zu
hindern.
Dieser Hebel (31) ist an das jeweilige Schlittenelement
(12, 14) verschraubt (33).
Der Hebel (31) ist erfindungsgemäß mit einer Rastnase (58)
und einem Federelement (32) versehen. Wird eine Arretierung
des Schlittenelementes (12, 14) auf dem Schienenelement (13)
gewünscht, wird der Hebel (31) quer zum Schienenelement (13)
gedreht, bis die Rastnase (58) infolge der Federkraft in eine
dafür vorgesehene Öffnung (59) am Schlittenelement (12, 14)
gedrückt wird und einrastet. Die Anschläge (9, 19) auf dem
Schienenelement (13) verhindern ein seitliches Herabrutschen
der Schlittenelemente (12, 14) beim Transport.
Fig. 10 zeigt eine weitere erfindungsgemäße Variante des
Hebels (31), wobei hier ein U-förmiges Schienenelement (13)
verwendet wird, an welchem der Hebel mit einer Nut (63)
spielbehaftet einrastet.
Fig. 11 zeigt eine Arretierungsvorrichtung des Schlittenele
mentes (12, 14) in Form einer Rändelschraube (62).
Diese Rändelschraube (62) wird in eine Gewindebohrung in
einer Seite (53, 54) des Schlittenelementes (12, 14) ge
schraubt. Zur Arretierung des Schlittenelementes (12, 14)
dreht man die Rändelschraube (62) so lange in die Gewindeboh
rung hinein, bis sie auf dem Schienenelement (13) klemmend
aufliegt.
Ist das Schleuderfeuchtwerk (2) zum Ausbau von sämtlichen
Leitungen und Antrieben (26, 48, 49, 50), die von außen zufüh
ren, getrennt, wird er von den Aufnahmeelementen (6, 22) mit
Fixierstiften (5, 23) auf die vor diese Aufnahmeelemente
(6, 22) positionierten Schlittenelemente (12, 14) gezogen.
Es ist darauf zu achten, daß die nach unten überstehenden
Flansche (60, 61) sich in der Führungsnut (11, 15) der Schlit
tenauflage (10, 16) befinden und das Schleuderfeuchtwerk (2)
mit seinen Lagerböcken (3, 25) und Haltezungen (4, 24) bis zum
Anschlag (10, 16) auf die Schlittenelemente (12, 14) gezogen
wird. Das Schleuderfeuchtwerk (2) kann somit fixiert auf den
Schlittenelementen (12, 14) auf dem Schienenelement (13) aus
dem Druckwerk (1) nach außen geschoben werden.
1
Druckwerk
2
Schleuderfeuchtwerk
3
Lagerbock
4
Haltezunge
5
Fixierstift
6
Aufnahmeelement
7
Seitenwand II
8
Wandhalter
9
Schlittenanschlag
10
Schlittenauflage mit Anschlag
11
Führungsnut
12
Schlittenelement
13
Schienenelement
14
Schlittenelement
15
Führungsnut
16
Schlittenauflage mit Anschlag
17
verdrehbarer Halter
18
verdrehbarer Halter
19
Schlittenanschlag
20
Schutzkasten
21
Seitenwand I
22
Aufnahmeelement
23
Fixierstift
24
Haltezunge
25
Lagerbock
26
Antriebswellenstumpf
27
Kugellagerrollen
28
Buchse
29
Zapfen
30
Schraube mit Scheibe/Paßstift
31
Verriegelungshebel
32
Federelement
33
Schraube
34
Scheibe
35
Schraube
36
Schraube mit Scheibe
37
Wanne
38
Sägering oder zwei Muttern gegeneinander gekontert
39
Bolzen oder Schraube
40
Buchse
41
Schraube mit Scheibe/Paßstift
42
Scheibe
43
Schraube
44
Scheibe
45
Versteifungsrippe
46
Führungsbuchse
47
Schraube mit Scheibe
48
Antriebswelle von Seitenwand I
49
Antriebswellenstumpf
50
Antriebswelle von Seitenwand II
51
Schraube
52
Schlittenelement oben
53
Schlittenelement außen
54
Schlittenelement innen
55
Schraube
56
Scheibe
57
Mutter
58
Rastnase
59
Rastöffnung
60
Flansch
61
Flansch
62
Rändelschraube
63
Nut
64
Rastbolzen
65
Federelement
66
Bohrung/Nut
Claims (18)
1. Druckmaschine, insbesondere Offsetdruckmaschine, mit
wenigstens einem insbesondere an schwer zugänglicher
Stelle angeordneten Feucht- oder Farbwerk, dadurch ge
kennzeichnet, daß zumindest Teile des Feucht- oder Farb
werkes abnehmbar an in den Maschinenseitenwänden (7, 21)
gelagerten Aufnahmeelementen (6, 22) befestigt sind, und
diese auf etwa parallel zu diesen auszuwechselnden Teilen
an den Maschinenseiten (7, 20, 21) angebrachten Schlit
tenelemente (12, 14) gezogen oder geschoben werden, die
mittels eines Schienenelementes (13) geführt seitlich aus
der Druckmaschine (1) ausfahrbar sind.
2. Druckmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schienenelement (13) mit Halteelementen
(17, 18, 28) an den Seitenwänden (7, 20, 21) abnehmbar befe
stigt ist.
3. Druckmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Befestigungspunkte (8, 29, 36, 43, 44, 46)
zur Aufnahme des Schienenelementes (13) mit Halteelemen
ten (17, 18, 28) an den Druckeinheiten (1) ortsfest mon
tiert sind.
4. Druckmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß das Schienenelement (13) mit Halteelementen
(17, 18, 28) werkzeuglos an den Befestigungspunkten
(8, 29, 36, 43, 44, 46) an den Druckeinheiten (1) montierbar
ist.
5. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schlittenelemente (12, 14) auf das
Schienenelement (13) aufsteckbar und leicht verschiebbar
sind.
6. Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schlittenelemente (12, 14)
eine Anschlag- oder Einrastvorrichtung (10, 16) besitzen,
welche die zu transportierenden Teile lagegerecht fi
xiert.
7. Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Schlittenelemente (12, 14)
eine Vorrichtung (31, 32, 33, 62, 63) zum Arretieren auf dem
Schienenelement (13) haben.
8. Druckmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung ein Hebel (31) mit Rastnase (58) ist,
der an dem Schlittenelement (12, 14) in einer Rastöffnung
(59) einrastet.
9. Druckmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung ein Hebel (31) mit einer Nut (63)
ist, der am Schienenelement (13) einrastet.
10. Druckmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Vorrichtung eine Schraube (62) ist, mit der das
Schlittenelement (12, 14) auf das Schienenelement (13) ge
klemmt wird.
11. Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schlittenelement (12, 14)
aus einem nach unten geöffneten U-Profil besteht, in dem
jeweils im oberen Teil (52) und den beiden Seiten (53, 54)
wenigstens ein Kugelrollenlager (27) befestigt ist.
12. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schlittenelement (12, 14) aus ei
nem nach unten geöffneten L-Profil und einem ebenen
Blechzuschnitt besteht, in dem jeweils in allen Seiten
(52, 53, 54) wenigstens ein Kugelrollenlager (27) befestigt
ist.
13. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schlittenelement (12, 14) aus ei
nem zu einem U-Profil abgekanteten Blechzuschnitt be
steht, der vor der Abkantung montagefertig fertig bear
beitet ist, in dem jeweils in allen Seiten (52, 53, 54) we
nigstens ein Kugelrollenlager (27) befestigt ist.
14. Druckmaschine nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Schienenelement (13) als
Hohlkastenprofil ausgebildet ist.
15. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schienenelement (13) als U-Profil
ausgebildet ist.
16. Druckmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schienenelement (13) aus einem zu
einem U-Profil oder kastenförmig abgekanteten Blechzu
schnitt besteht, der vor der Abkantung montagefertig fer
tig bearbeitet ist.
17. Verfahren zum Auswechseln eines Feucht- oder Farbwerkes
oder zumindest Teilen davon insbesondere an schwer zu
gänglicher Stelle im Druckwerk, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Schienenelement (13) etwa parallel zu dem auszu
wechselnden Teil (2) direkt oder indirekt an Seitenwände
(7, 21) angebracht wird, daß anschließend Schlittenelemen
te (12, 14) zur Aufnahme des auszuwechselnden Teiles (2)
auf dem Schienenelement (13) positioniert werden, daß das
auszuwechselnde Teil (2) von seinen Aufnahmeelementen
(6, 22) gelöst und entfernt wird, daß das auszuwechselnde
Teil (2) auf die Schlittenelemente (12, 14) übernommen
wird, wonach letztere zusammen mit dem auszuwechselnden
Teil (2) seitlich auf dem Schienenelement (13) aus der
Druckmaschine (1) ausgeführt werden, und daß nach durch
geführter Wartungsarbeit oder einem Austausch dieses Tei
les (2) letzteres in umgekehrter Folge wieder an seine
Ausgangsposition zu den Aufnahmeelementen (6, 22) zurück
geführt und das Schienenelement (13) aus der Druckmaschi
ne entfernt wird, gegebenenfalls nach vorheriger Abnahme
der Schlittenelemente (12, 14).
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß
alternativ vor dem Anbringen des Schienenelementes (13)
an die Seitenwände (7, 21) die Schlittenelemente (12, 14)
auf dem Schienenelement (13) positioniert werden.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999120110 DE19920110A1 (de) | 1999-05-03 | 1999-05-03 | Druckmaschine mit Ausbauvorrichtung für schwer zugängliche Druckmaschinen-Aggregate |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999120110 DE19920110A1 (de) | 1999-05-03 | 1999-05-03 | Druckmaschine mit Ausbauvorrichtung für schwer zugängliche Druckmaschinen-Aggregate |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19920110A1 true DE19920110A1 (de) | 2000-11-23 |
Family
ID=7906685
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999120110 Withdrawn DE19920110A1 (de) | 1999-05-03 | 1999-05-03 | Druckmaschine mit Ausbauvorrichtung für schwer zugängliche Druckmaschinen-Aggregate |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19920110A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE20011699U1 (de) * | 2000-07-07 | 2001-11-22 | Web Tech Licensees B.V., Badhoevedorp | Druckmaschine zum Bedrucken von Bogen oder Bahnen |
| DE10260574A1 (de) * | 2002-12-21 | 2004-07-01 | Man Roland Druckmaschinen Ag | Modulare Druckeinheit |
| CN115742559A (zh) * | 2021-09-02 | 2023-03-07 | 常州博斯特西太湖包装设备有限公司 | 一种可快速拆卸的递墨辊传动装置 |
Citations (3)
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| DE3835188C1 (de) * | 1988-10-15 | 1990-03-15 | Man Roland Druckmaschinen Ag, 6050 Offenbach, De | |
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| EP0812681A1 (de) * | 1996-06-12 | 1997-12-17 | Fischer & Krecke Gmbh & Co. | Druckmaschine |
-
1999
- 1999-05-03 DE DE1999120110 patent/DE19920110A1/de not_active Withdrawn
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| CN115742559A (zh) * | 2021-09-02 | 2023-03-07 | 常州博斯特西太湖包装设备有限公司 | 一种可快速拆卸的递墨辊传动装置 |
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