DE19916093A1 - Radaufhängung - Google Patents
RadaufhängungInfo
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Abstract
Eine Radaufhängung eines Kraftfahrzeugs mit einem Drehschwindungsdämpfer 1, der einen Rotor 10 und einen Stator 11 aufweist, sowie mit einem radführenden Lenker 2, wobei der Drehschwingungsdämpfer 1 vom radführenden Lenker 2 über ein drehstarres und winkelbewegliches Verbindungselement 3, welches mit dem Rotor 10 verbunden ist, angesteuert wird. Alternativ hierzu kann die Verbindung zwischen dem Lenker 2 und dem Rotor 10 auch form- und kraftschlüssig sein, wobei der Stator 11 über eine drehstarre jedoch winkelbewegliche Abstützung am Fahrzeugaufbau gelagert ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Radaufhängung nach dem Oberbe
griff des Patentanspruches 1.
Eine derartige aus der DE 197 00 422 A1 bekannte Radaufhän
gung weist einen Drehdämpfer mit Rotor und Stator auf. Der
Drehdämpfer wird von einem radführenden Lenker angesteuert.
Hierzu wird ein zusätzlicher Hebel zur Betätigung des Rotors,
welcher im fahrzeugkarosseriefesten Stator angeordnet ist,
benötigt. Der zusätzliche Hebel erfordert je nach Achsprinzip
zusätzlichen Bauraum und hebt damit zumindest teilweise die
Bauraumeinsparung auf, welche durch die Verwendung eines
Drehdämpfers gewonnen wird. Außerdem wird durch den zusätzli
chen Anlenkhebel die Freigängigkeitsauslegung des radführen
den Lenkers beim Durchfedern beeinträchtigt.
Ferner ist aus der DE 40 15 777 C2 eine Radaufhängung mit
einem Drehdämpfer bekannt, bei welchem die Welle des Dreh
dämpfers mit einem feststehenden Flügel an der Fahrzeugkaros
serie festgelegt ist, während das Gehäuse durch den radfüh
renden Lenker geschwenkt wird. Hierbei wird zwar eine direkte
Integration des Drehdämpfers in den radführenden Lenker
erreicht, jedoch wird die elastokinematische Auslegung beein
flußt und eine akustische Entkopplung der Radaufhängung
erschwert. Rotor- und Statorachse müssen stets identisch
sein, um eine Abdichtung des Flügels gegenüber dem Gehäuse zu
erzielen. Der Lenker darf sich daher nur in einer Ebene
bewegen. Aus der Achskinematik ergibt sich jedoch über den
Radhub eine räumliche Bewegung des Lenkers, die im aufbausei
tigen Lenkerlager kardanische Winkel beinhaltet. Um diesem
Erfordernis Rechnung zu tragen, müßte eine aufwendige Lage
rung, insbesondere Kugellager, vorgesehen werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Radaufhängung der eingangs
genannten Art zu schaffen, bei welcher der geringe durch den
Einsatz der Drehdämpfers erzielte Bauraumbedarf, insbesondere
die geringe Bauhöhe, mit verringertem Lageraufwand beibehal
ten wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruches 1 gelöst.
Bei der Erfindung wird der Drehschwingungsdämpfer vom radfüh
renden Lenker über ein drehstarres mit dem Rotor verbundenes
Verbindungselement, welches in seiner Längsausdehnung winkel
beweglich, insbesondere biegeweich ist, angesteuert. Alterna
tiv hierzu kann gemäß der Erfindung der Lenker über ein dreh-
und achsstarres Verbindungselement mit dem Rotor verbunden
sein, wobei der Stator drehstarr und winkelbeweglich am
Fahrzeugaufbau gelagert ist. Für das Verbindungselement bzw.
die drehstarre und winkelbewegliche Lagerung eignet sich
insbesondere eine Metallbalg-Kupplung (Wellrohr). Eine derar
tige Kupplung besitzt eine geringe Massenträgheit und erlaubt
die erforderliche Beweglichkeit in den kardanischen Winkeln.
Die Verbindung kann auch mit anderen drehstarren und spiel
freien aber biegeweichen Kupplungen bewerkstelligt werden.
Beispielsweise eignen sich Membran- bzw. Lamellenkupplungen,
auf dem Oldham-Prinzip basierende Ausführungsformen oder eine
Kardanwelle mit Schiebestück für den Längenausgleich. In
bevorzugter Weise kommen solche Kupplungen zum Einsatz,
welche eine möglichst geringe Körperschallübertragung haben.
Der radführende Lenker ist in bevorzugter Weise in einem
elastischen Lager insbesondere Gummilager am Fahrzeugaufbau
um eine Lagerachse schwenkbar gelagert. Ein durch den Lenker
um die Lagerachse drehbares Lagerteil kann mit dem drehstar
ren und winkelbeweglichen Verbindungselement verbunden sein.
Die Verbindung zwischen dem Lagerteil und dem Verbindungsele
ment kann form-, kraft- oder stoffschlüssig sein.
Bei Ausbildung des elastischen Lagers insbesondere als hül
senförmiges Gummilager kann eine Außenbuchse des Gummilagers
mit dem Verbindungselement verbunden sein. Das Gummilager
kann hierzu aus der Außenbuchse, einer Innenbuchse und einem
dazwischen angeordneten Gummielement bestehen. Es ist jedoch
auch möglich, das elastische Lager aus zwei konzentrischen
hülsenförmigen Gummilagern zu bilden, wobei ein gemeinsamer
Zwischenring vorgesehen ist, der zwischen den beiden Gummi
elementen der Gummilager liegt und mit dem Verbindungselement
verbunden ist.
Das Verbindungselement ist in bevorzugter Weise im wesentli
chen rohrförmig ausgebildet, wodurch eine geringe Massenträg
heit erreicht wird.
Der Stator des Drehschwingungsdämpfers kann mit dem Fahrzeug
aufbau insbesondere über einen Achsträger oder der Karosserie
fest verbunden sein. Es ist jedoch auch möglich, den Stator
des Drehschwingungsdämpfers zwar drehstarr jedoch winkelbe
weglich am Fahrzeugaufbau abzustützen. Es werden hierdurch
kleine Winkelbewegungen um den kinematischen Lagermittelpunkt
ermöglicht, insbesondere dann, wenn der Drehdämpfer in die
Lagerung des radführenden Lenkers einbezogen ist.
Im Vergleich zu herkömmlichen Schwingungsdämpfern der Kolben-
Zylinder-Bauart erreicht man einen geringen Bauraumbedarf,
insbesondere eine geringe Bauhöhe durch die liegende Anord
nung des Drehdämpfers. Die äußeren Abmessungen des Drehdämp
fers sind ferner unabhängig von der Radstellung und dem
Federweg. Hieraus ergeben sich Vorteile an den Vorderachsen
des Kraftfahrzeugs, insbesondere bei der Gestaltung der
Haubenlinie für die Designgestaltung. An den Hinterachsen des
Kraftfahrzeugs ergeben sich Vorteile bei der Gestaltung des
Kofferraums durch eine vergrößere Durchladebreite, da Dämp
ferdome entfallen. Zusätzliche Lenker zur Ansteuerung des
Rotationsdämpfers sind nicht erforderlich. Hieraus ergibt
sich eine erhebliche Gewichtseinsparung.
Anhand der Figuren wird an Ausführungsbeispielen die Erfin
dung noch näher erläutert.
Es zeigt:
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel im Längsschnitt;
Fig. 2 das erste Ausführungsbeispiel in perspektivischer
Darstellung;
Fig. 3 ein zweites Ausführungsbeispiel im Längsschnitt;
Fig. 4 das zweite Ausführungsbeispiel in perspektivischer
Darstellung;
Fig. 5 ein drittes Ausführungsbeispiel im Längsschnitt;
Fig. 6 das dritte Ausführungsbeispiel in perspektivischer
Darstellung;
Fig. 7 ein viertes Ausführungsbeispiel im Längsschnitt;
und
Fig. 8 das vierte Ausführungsbeispiel in perspektivischer
Darstellung.
In den Ausführungsbeispielen wird ein Drehschwingungsdämpfer
1, welcher über einen Achsträger 23 am Fahrzeugaufbau gela
gert ist, von einem radführenden Lenker 2 über ein drehstar
res und winkelbewegliches Verbindungselement 3 angesteuert.
Hierzu ist der radführende Lenker 2 lagerseitig über das
Verbindungselement 3 mit einem Rotor 10, der um eine Rotati
onsachse 24 drehbar in einem Stator 11 gelagert ist, verbun
den. Zur Lagerung des radführenden Lenkers 2 und des Dreh
schwingungsdämpfers 1 sind in den Ausführungsbeispielen
Lagerböcke 20, 21 und 22 vorgesehen. Diese sind am Achsträger
23, welcher am Fahrzeugaufbau verankert ist, befestigt.
In den Ausführungsbeispielen der Fig. 1 bis 4 und 7, 8 ist
das Verbindungselement 3 als Metallbalgkupplung 12 (Wellrohr)
ausgebildet. Hierdurch erreicht man eine im wesentliche
rohrförmige Ausbildung des Verbindungselementes 3 mit gerin
gem Massenträgheitsmoment und geringer Körperschallübertra
gung.
Der radführende Lenker 2 ist über ein elastisches Lager 5,
welches bei den Ausführungsformen der Fig. 1 bis 6 als einfa
ches Gummilager ausgebildet ist, am Achsträger 23 gelagert.
Beim Ausführungsbeispiel der Fig. 7 und 8 ist der Lenker 2
über zwei konzentrische Gummilager am Achsträger 23, wie im
einzelnen noch erläutert wird, gelagert.
Bei den Ausführungsbeispielen der Fig. 1 bis 6 besteht das
als hülsenförmiges Gummilager ausgebildete elastische Lager 5
aus einer Außenbuchse 7, einer Innenbuchse 9 und einem dazwi
schen angeordneten Gummielement 8. Die Innenbuche 9 ist über
einen Lagerzapfen 25 am Lagerbock 20 (Ausführungsformen der
Fig. 3 bis 8) allein und bei der Ausführungsformen der Fig. 1
und 2 an dem weiteren Lagerbock 22 festgelegt.
Beim ersten Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 befinden
sich die beiden Lagerböcke 20 und 22 zu beiden Seiten eines
drehbaren Lagerteils 6 am Lenker 2, wobei das drehbare Lager
teil 6 das Gummilager 5 umfaßt. Mit dem Lagerteil 6 ist
drehfest die Außenbuchse 7 des Gummilagers 5 verbunden.
Hierdurch wird eine Schwenklagerung des radführenden Lenkers
2 um eine Lagerachse 4, welche vom Lagerzapfen 25 gebildet
wird, erreicht. Der Lenker 2 kann beim Ein- bzw. Ausfedern
entsprechende Drehwinkelbewegungen um die Lagerachse 4 aus
führen.
Mit dem drehbaren Lagerteil 6 und insbesondere mit der Außen
buchse 7 ist form-, kraft- oder stoffschlüssig ein Zwischen
rohr 26 verbunden. Das Zwischenrohr 26 besitzt eine dem
Drehwinkel des Lenkers 2 beim Ein- bzw. Ausfedern entspre
chende Aussparung 27, in welcher der Lagerbock 22 angeordnet
ist. Das Zwischenrohr 26 verbindet den Lenker 2 drehstarr mit
der Metallbalgkupplung 12 des Verbindungselementes 3. Hier
durch wird der Lagerbock 22 im Kraftfluß zwischen dem Lenker
2 und dem Rotor 10 des Drehschwingungsdämpfers 1 umgangen.
Der Rotor 10 wird durch die Metallbalgkupplung 12 (Wellrohr)
betätigt. Der Stator 11 (Gehäuse) des Drehdämpfers ist fest
mit der Karosserie bzw. dem Achsträger 23 über den Lagerbock
21 verbunden.
Das erste Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 kann ohne
wesentliche konstruktive Änderungen an einer bestehenden
Lagerbock-Einheit eingesetzt werden. Die Steifigkeit des
elastischen Lagers bzw. Gummilagers 5 kann in Abhängigkeit
von der Biegesteifigkeit des Wellrohres der Metallbalgkupp
lung 12 angepaßt werden. Die Dimensionierung des Lenkers 2
kann in Abhängigkeit von den erforderlichen Dämpfungskräften
durchgeführt werden.
Beim zweiten Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4 besitzt der
radführende Lenker 2 am Lagebock 20 eine "fliegende Lage
rung". Die Innenbuchse des elastischen Lagers bzw. Gummila
gers 5 ist am Lagerbock 20 über den Lagerzapfen 25 festge
legt. An der dem Lagerbock 20 gegenüberliegenden Seite des
Lenkers 2 ist die Außenbuchse 7 des Gummilagers 5 kraft-,
form- oder stoffschlüssig mit dem drehstarren und biegewei
chen Verbindungselement, welches ebenfalls als Metall
balgkupplung 12 ausgebildet ist, verbunden. Die Kupplung,
welche das Verbindungselement 3 bildet, ist mit dem Rotor 10
des Drehschwingungsdämpfers 1 verbunden. Hierdurch erreicht
man eine drehstarre und biegeweiche Kupplung zwischen dem
Lenker 2 und dem Rotor 10 des Drehschwingungsdämpfers 1. Der
Stator 11 (Gehäuse des Drehschwingungsdämpfers) ist wie beim
ersten Ausführungsbeispiel fest mit der Karosserie bzw. dem
Achsträger 23 über den Lagerbock 21 verbunden.
Aufgrund der fliegenden Lagerung des Lenkers 2 am Lagerbock
20 entfällt bei diesem Ausführungsbeispiel der Lagerbock 22.
Hierdurch kann die Baulänge verringert werden. Außerdem
erhöht sich die Torsionsteifigkeit des drehmomentübertragen
den Verbindungselementes 3. Die Steifigkeit des Gummilagers 5
kann in Abhängigkeit von der Biegesteifigkeit der verwendeten
Kupplung angepaßt werden. Man erreicht daher in dem im we
sentlichen koaxialen Verlauf von Lagerachse 4 und Rotati
onsachse 24 die erforderliche Winkelbeweglichkeit durch
entsprechende Biegeweichheit.
Beim dritten Ausführungsbeispiel der Fig. 5 und 6 sind der
Lenker 2 und der Drehschwingungsdämpfer 1, wie beim zweiten
Ausführungsbeispiel, an den beiden Lagerböcken 20, 21 gela
gert. Bei dieser Ausführungsform wird der Drehschwingungs
dämpfer 1 in die Lagerung des Lenkers 2 miteinbezogen. Am
Lagerbock 20 ist hierzu das elastische Lager bzw. Gummilager
5 vorgesehen, welches den gleichen Aufbau besitzt wie im
Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4. Die Außenbuchse 7 ist
jedoch in ihrer axialen Ausdehnung verlängert und mit dem
Rotor 10 form- und kraftschlüssig gekoppelt. Die Innenbuchse
9 ist, wie beim Ausführungsbeispiel der Fig. 3 und 4, über
den Lagerzapfen 25 am Lagerbock 20 fixiert. Der Lenker 2 ist
über sein Lagerteil 6 form- und kraftschlüssig mit der Ver
längerung der Außenbuchse 7, welche auf dem Rotor 10 sitzt,
verbunden. Hierdurch ergibt sich eine form- und kraftschlüs
sige Koppelung zwischen dem Lenker 2 und dem Rotor 10 des
Drehschwingungsdämpfers 1.
Bei dieser Ausführungsform übernimmt die axiale Verlängerung
der Außenbuchse 7, welche zwischen dem Lagerteil 6 und dem
Rotor 10 mit Form- und Kraftschluß angeordnet ist, die Funk
tion des drehmomentübertragenden Verbindungselementes 3. Die
zweite Funktion besteht darin, daß die Verbindung zum Gummi
lager 5 für die Lagerung hergestellt ist.
Um die kardanische Beweglichkeit des Lenkers über den Radhub
weiterhin zu gewährleisten, ist der Stator 11 (Gehäuse) des
Drehschwingungsdämpfers 1 drehstarr jedoch winkelbeweglich im
Bereich der Lagerachse 4 am Achsträger 23 bzw. der Karosserie
gelagert. Die Winkelbeweglichkeit des Stators 12 ist derart,
daß Bewegungen um einen kinematischen Lagermittelpunkt, d. h.
eine Bewegung auf Kugeloberflächen mit inkonstantem Radius
infolge der Lagerelastizitäten möglich sind. Beim dargestell
ten Ausführungsbeispiel wird dies durch eine drehstarre
jedoch winkelbewegliche insbesondere biegeweiche Abstützung
13, welche ebenfalls als Metallbalgkupplung mit einem Weh
rohr 28 ausgebildet sein kann, erreicht. Zusätzlich kann ein
zweites Gummilager 14 vorgesehen sein. Das Gummilager 14 ist
über einen Lagerzapfen 29 am Lagerbock 21 abgestützt. Der
Lagerzapfen 29 kann mit dem Lagerbock 21 so verschraubt
werden, daß er gleichzeitig die axiale Festlegung des Well
rohres 28 übernimmt. Die azimutale Festlegung des Wellrohres
28 kann über einen formschlüssig in den Lagerbock 21 ragenden
Ansatz des Weihrohres 28 erreicht werden.
Bei der dritten Ausführungsform können der Lenker 2 und der
Drehschwingungsdämpfer 1 als Vormontageeinheit ausgebildet
werden. Bei Verwendung eines Achsträgers 23 kann diese Vor
montageeinheit direkt mit diesen verschraubt werden. Man
enthält dann die gesamte Achse als Vormontageeinheit. Bei
Fortfall eines Achsträgers kann die Vormontageeinheit mit den
übrigen radführenden Bauteilen direkt mit der Karosserie
verbunden werden.
Beim vierten Ausführungsbeispiel der Fig. 7 und 8 sind zwei
konzentrisch angeordnete Gummilager mit einem gemeinsamen
Zwischenring 17 vorgesehen. Das innenliegende Gummilager ist
mit seinem Innenring durch den Lagerzapfen 25 am Lagerbock 20
festgelegt. Zwischen dem Zwischenring 15 und dem Innenring 19
befindet sich ein Gummielement 18. Der Lenker 2 sitzt mit
seinem Lagerteil 6 form- und kraftschlüssig auf dem Zwischen
ring 17, der das hülsenförmige Gummielement 18 umfaßt. Auf
einer axialen Verlängerung des Zwischenringes 17 befindet
sich ein zweites Gummielement 16, welches von einem Außenring
15 hülsenförmig umfaßt wird. Der Außenring 15 ist mit dem
Lagerbock 22 drehfest verbunden.
Der Zwischenring 17 ist drehfest über das Verbindungselement
3, welches ebenfalls, wie bei den Ausführungsformen der Fig.
1 bis 4 als Metallbalgkupplung 12 ausgebildet ist, drehstarr
und biegeweich mit dem Rotor 10 des Drehschwingungsdämpfers 1
verbunden. Der Stator 11 bzw. das Gehäuse des Drehschwin
gungsdämpfers 1 ist fest mit dem Lagerbock 21 verbunden. Die
Lagerböcke 20, 21 und 22 sind am Achsträger 23 bzw. der
Karosserie befestigt.
Es ist auch möglich, die Gummilager beidseits des Lenkers 2
mit gemeinsamem Innenring zu positionieren. Der dann wegen
der Montierbarkeit mittig aufgeweitete Innenring ist mit dem
Lenker 2 fest verbunden. Die Außenringe werden dann karosse
rie- oder achsträgerseitig festgelegt. Gleichzeitig dient der
Innenring (Zwischenring) zur Ansteuerung des Rotors 10 des
Drehschwingungsdämpfers 1.
Der Zwischenring 17 kann auch zwischen dem Stator 11 und dem
Achsträger 23 bzw. der Karosserie verbaut werden. Hierbei
wird allerdings die Belastung des Zwischenrings mit dem
Eigengewicht des Drehschwingungsdämpfers in Kauf genommen.
Beim vierten Ausführungsbeispiel ergibt sich eine sehr ein
fach aufgebaute Anlenkung des Drehschwingungsdämpfers 1. Man
erreicht eine biegesteife und kurzbauende Ausführung des
Lagerbocks mit zwei Stegflächen. Insbesondere bei der Zusam
menfassung von Lagerinnenring bzw. -zwischenring und Verbin
dungselement bzw. Kupplung kann die Anzahl der Bauteile sowie
die Baulänge sehr gering gehalten werden. Ferner ergeben sich
geringe kardanische Belastungen des innenliegenden Lagers.
Bei allen Ausführungsbeispielen können Rotor und Stator des
Drehschwingungsdämpfers gegeneinander ausgetauscht werden,
falls diese Anordnung, z. B. Package, Vorteile ergibt.
1
Drehschwingungsdämpfer
2
radführender Lenker
3
Verbindungselement
4
Lagerachse
5
elastisches Lager (Gummilager)
6
drehbares Lager
7
Außenbuchse
8
Gummielement
9
Innenbuchse
10
Rotor
11
Stator
12
Metallbalgkupplung (Wellrohr)
13
Abstützung
14
Gummilager
15
Außenring
16
Gummielement
17
Zwischenring
18
Gummielement
19
Innenring
20
Lagerbock
21
Lagerbock
22
Lagerbock
23
Achsträger
24
Rotationsachse
25
Lagerzapfen
26
Zwischenrohr
27
Aussparung
28
Wellrohr
29
Lagerzapfen
Claims (14)
1. Radaufhängung eines Kraftfahrzeuges mit einem Rotor und
Stator aufweisenden Drehschwindungsdämpfer und einem rad
führenden Lenker, dadurch gekennzeichnet, daß der Dreh
schwingungsdämpfer (1) vom radführenden Lenker über ein
drehstarres winkelbewegliches mit dem Rotor (10) verbun
denes Verbindungselement (3) bei fahrzeugseitig festge
legtem Stator (12) oder über ein dreh- und achsstarres
mit dem Rotor (10) verbundenes Verbindungselement (3) bei
drehstarr und winkelbeweglich gegenüber dem Fahrzeugauf
bau gelagertem Stator (12) angesteuert ist.
2. Radaufhängung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß der Lenker (2) in einem elastischen Lager (5) am
Fahrzeugaufbau um eine Lagerachse (4) schwenkbar gelagert
ist und ein durch den Lenker (2) um die Lagerachse (4)
drehbares Lagerteil (6) mit dem Verbindungselement (3)
verbunden ist.
3. Radaufhängung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das Lagerteil (6) form-, kraft- oder stoffschlüssig
mit dem Verbindungselement (3) verbunden ist.
4. Radaufhängung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das elastische Lager (5) als hülsenförmiges
Gummilager (7-9) ausgebildet ist und eine Außenbuchse
(7) des Gummilagers mit dem Verbindungselement (3) ver
bunden ist.
5. Radaufhängung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekenn
zeichnet, daß das elastische Lager (5) aus zwei konzen
trischen hülsenförmigen Gummilagern (15-19) gebildet
ist, die einen gemeinsamen Zwischenring (17) aufweisen,
der mit dem Verbindungselement (3) verbunden ist.
6. Radaufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (3) und/oder
die Abstützung (13) des Stators am Fahrzeugaufbau dreh
starr und in der axialen Ausdehnung winkelbeweglich aus
gebildet ist bzw. sind.
7. Radaufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (3) und/oder
die Abstützung (13) des Stators (11) am Fahrzeugaufbau
als drehsteife und biegeweiche Kupplung ausgebildet ist
bzw. sind.
8. Radaufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (3) und/oder
die Abstützung (13) des Stators (11) am Fahrzeugaufbau im
wesentlichen rohrförmig ausgebildet ist bzw. sind.
9. Radaufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (3) und/oder
die Abstützung (13) des Stators (11) am Fahrzeugaufbau
eine Metallbalgkupplung aufweist.
10. Radaufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stator (11) des Drehschwingungs
dämpfers (1) mit dem Fahrzeugaufbau fest verbunden ist.
11. Radaufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch
gekennzeichnet, daß der Drehschwingungsdämpfer (1) und
der Lenker (2) über ein gemeinsames Lager am Fahrzeugauf
bau abgestützt sind.
12. Radaufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stator (11) über die drehstarr
und biegeweich ausgebildete Abstützung (13) am Fahrzeug
aufbau abgestützt ist und der Lenker (2) kraft- und form
schlüssig mit dem Rotor (10) verbunden ist.
13. Radaufhängung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Stator (11) zusätzlich mittels eines
Gummilagers (14) am Fahrzeugaufbau abgestützt ist.
14. Radaufhängung nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß der Lenker (2) und der Drehschwin
gungsdämpfer mit dem Drehmoment übertragenden Verbindung
selement (3) als Vormontageeinheit ausgebildet sind.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999116093 DE19916093A1 (de) | 1999-04-09 | 1999-04-09 | Radaufhängung |
| EP00106160A EP1043516A3 (de) | 1999-04-09 | 2000-03-21 | Radaufhängung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999116093 DE19916093A1 (de) | 1999-04-09 | 1999-04-09 | Radaufhängung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19916093A1 true DE19916093A1 (de) | 2000-10-12 |
Family
ID=7904049
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999116093 Withdrawn DE19916093A1 (de) | 1999-04-09 | 1999-04-09 | Radaufhängung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19916093A1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10135868A1 (de) * | 2001-07-24 | 2003-02-20 | Continental Ag | Reibdämpfer für Getriebe beliebiger Art |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE4015777C2 (de) * | 1989-05-19 | 1997-12-04 | Honda Motor Co Ltd | Radaufhängungsvorrichtung mit einem Drehdämpfer |
| DE19700422A1 (de) * | 1997-01-09 | 1998-07-23 | Mannesmann Sachs Ag | Drehschwingungsdämpfer |
-
1999
- 1999-04-09 DE DE1999116093 patent/DE19916093A1/de not_active Withdrawn
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4015777C2 (de) * | 1989-05-19 | 1997-12-04 | Honda Motor Co Ltd | Radaufhängungsvorrichtung mit einem Drehdämpfer |
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