DE19915893A1 - Integrierte Brunnenvorrichtung - Google Patents
Integrierte BrunnenvorrichtungInfo
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Abstract
Vorgesehen ist eine integrierte Brunnenvorrichtung, die sich dadurch auszeichnet, daß alle zum Betrieb eines Brunnens notwendigen Elemente in einer Einheit anschlußfertig zusammengefaßt sind, die sich beim Bau eines Brunnens auf einfache und wirtschaftliche Weise in eine entsprechende Grube (40) oder Ausnehmung (56) einsetzen läßt und lediglich mit der Wasserzuleitung (20), der Stromzuleitung (22) sowie den wasserführenden Elementen des Brunnens verbunden werden muß. Der übliche sichtbare Brunnenschacht neben dem Brunnen entfällt und wird durch den fertigen und nicht sichtbaren Schacht im Brunnenboden oder in der Brunnenwand ersetzt.
Description
Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Brunnenvorrichtung entsprechend dem
Oberbegriff des unabhängigen Patentanspruches 1.
Auf einer großen Vielzahl von Plätzen in Städten Dörfern und Gemeinden, vorzugsweise in
solchen Orten, die touristisch tätig sind und ihre Attraktivität für Erholungssuchende
unterstreichen möchten, werden schon seit geraumer Zeit Brunnen aufgestellt, in die
kontinuierlich Wasser strömt.
Um derartige Brunnen aufzustellen, bedarf es bisher eines nicht unbeträchtlichen Aufwandes.
So muß seitlich der Stelle, an der der Brunnen errichtet werden soll, eine Grube ausgehoben
werden, in der eine Wasserzuleitung zur Versorgung des Brunnens sowie eine
Stromzuführung zur Versorgung von Pumpeneinrichtungen enden muß. In dieser Grube
müssen sodann in aufwendiger Einzelarbeit diejenigen Elemente eingebracht und miteinander
verbunden werden, die die gewünschte Funktion des Brunnens erst ermöglichen. Hierbei sind
eine Reihe unterschiedlicher Gewerke wie Erdbau, Betonbau, Sanitärgewerk, Elektrogewerk,
Steinmetz und Gartenbauer technisch anzuweisen und ablauforganisatorisch abzustimmen.
Der Kosten- und Zeitaufwand hierfür ist erheblich. Häufig treten dabei auch technische
Störungen auf. Große Probleme bereitet dabei in der Praxis die gestalterisch und ästhetisch
taugliche Einfügung des Schachtdeckels neben dem Brunnen in die Gesamtanlage. Hier treten
in der Regel auch statische Probleme auf, da ein derartiger Schachtdeckel auch hohe
Fahrzeuglasten aufnehmen muß.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine Vorrichtung vorzusehen, mit der
sich Brunnen der beschriebenen Art in kürzerer Zeit und somit unter geringerem
Kostenaufwand aufstellen lassen.
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale des unabhängigen Patentanspruches 1 gelöst, wobei
zweckmäßige Ausführungsformen durch die Merkmale der Unteransprüche beschrieben sind.
Vorgesehen ist eine integrierte Brunnenvorrichtung, die sich dadurch auszeichnet, daß alle
zum Betrieb eines Brunnens notwendigen Elemente in einer Einheit anschlußfertig
zusammengefaßt sind, die sich beim Bau eines Brunnens auf einfache und wirtschaftliche
Weise in eine entsprechende Grube oder Ausnehmung einsetzen läßt und lediglich mit der
Wasserzuleitung, der Stromzuleitung sowie den wasserführenden Elementen des Brunnens
verbunden werden muß.
Vorzugsweise besteht die integrierte dabei aus einem vormontierten Kasten mit
Wärmedämmung, der mit einem Deckel mit Wärmedämmung und einer Dichtung
verschlossen ist und der die alle zum Betrieb eines Brunnens notwendigen Elemente
aufnimmt.
Weiterhin bevorzugt ist der Boden des Kastens der integrierten Brunnenvorrichtung in
wesentlichen Teilen durch eine mit dem restlichen Kasten von Innen verschraubte, lösbare
Platte gebildet, die sich zur Montage und Wartung herausnehmen läßt.
Ebenso bevorzugt ist diese Platte mit einer kastenartigen nach oben weisenden Einbuchtung
versehen, in der die Anschlüsse für Wasser und Strom angeordnet sind.
Die integrierte Brunnenvorrichtung kann dabei derart ausgebildet sein, daß die Einheit (2)
zum Einsetzen in die Bodenplatte eines Brunnens ausgebildet ist, oder aber, daß die Einheit
zum Einsetzen in eine Ausnehmung innerhalb einer Brunnenwand ausgebildet ist.
Der Deckel wird im Farbton des Brunnenbodens lackiert und ist somit für den Betrachter
nicht erkennbar, insbesondere bei der durch den Wasserzufluß verursachten Kräuselung der
Wasseroberfläche.
Einzelne Merkmale, Eigenschaften und Vorteile ergeben sich aus der folgenden Beschreibung
bevorzugter Ausführungsformen der Erfindung im Zusammenhang mit den beigefügten
Zeichnungen; darin zeigt:
Fig. 1 einen Querschnitt durch eine Ausführungsform der integrierten Brunnenvorrichtung;
Fig. 2 die Ausführungsform nach Fig. 1 in einer Einbausituation;
Fig. 3 einen Querschnitt durch eine alternative Ausführungsform der integrierten
Brunnenvorrichtung in einer Einbausituation; und
Fig. 4 einen um 90° gedrehten Querschnitt durch die Ausführungsform nach Fig. 3.
Die Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch eine Ausführungsform der integrierten
Brunnenvorrichtung.
Die integrierte Brunnenvorrichtung nach Maßgabe der Erfindung besteht dabei vorzugsweise
aus einem Kasten 2 mit Wärmedämmung 2a, der mit einem Deckel 4 mit Wärmedämmung 4a
und einer Dichtung (nicht dargestellt) verschlossen ist. Der Deckel 4 ist an einer beliebigen
Position, hier auf der rechten Seite, mit einem vertikal nach oben weisenden Standrohr 6
versehen, das an seinem oberen Ende mit Einlauföffnungen 4a versehen ist und an seinem
unteren Ende in den Kasten 2 mündet, wobei die Wärmedämmung 4a des Deckels 4 in diesem
Bereich eine Ausnehmung 4b aufweist.
Der Boden des Kastens 2 wird in wesentlichen Teilen durch eine mit dem restlichen Kasten 2
von Innen verschraubte und somit lösbare Platte 8 gebildet, die mit einem diese Platte 8
durchbrechenden Standrohr 10 versehen ist, das bis ca. zur Mitte des Kasten 2 reicht und als
Überlauf der Begrenzung des Wasserstandes in dem Kasten 2 dient. An der Platte 8 ist
darüber hinaus ein bis zum Deckel 4 des Kastens 2 reichender Rundstahl 12 fixiert, der an
seinem oberen Ende eine mit einer Öffnung 14 im Deckel 4 korrespondierenden
Gewindebohrung 16 aufweist, so daß Deckel 4 und Platte 8 miteinander verbunden werden
können. Die Platte 8 kann daneben mit einer kastenartigen nach oben weisenden Einbuchtung
18 versehen sein, in der die Anschlüsse für Wasser 20 und Strom 22 angeordnet sind.
Innerhalb des Kastens 2 ist eine Pumpe 24 mit einem Schwimmer 24a vorgesehen, die über
Leitungen 26 mit Strom versorgt wird. Die Pumpe 24 ist mit einem vorzugsweise flexiblen
Anschlußrohr 28 verbunden, das vorzugsweise an seiner Unterseite eine Entlastungsbohrung
30 aufweist. Desweiteren ist ein Schalter 32 mit einem Schwimmer 32a vorgesehen, der je
nach dem, ob der Wasserstand an seiner maximalen Marke 32 oder seiner minimalen Marke
34 steht, den Zulauf über die Wasserzuleitung 20 mit Hilfe eines servogesteuerten
Magnetventiles 36 öffnet oder schließt.
Innerhalb des Kastens 2 ist darüber hinaus ein herausnehmbarer Schmutzfang als Lochblech
38 in der Form einer sich über die gesamte Breite des Kastens 2 erstreckenden Wand
vorgesehen, die die gesamte Höhe zwischen der maximalen Wassermarke 32 und der
minimalen Wassermarke 34 überdeckt.
Die Fig. 2 zeigt die Ausführungsform nach Fig. 1 in einer Einbausituation. Über die bereits
aus der Fig. 1 bekannten Elemente hinaus sind dabei die den eigentlichen Brunnen bildenden
Elemente dargestellt. So ist eine Grube 40 dargestellt, in die ein Betonring 42 eingelassen ist,
der mit einer Wärmedämmung 44 ausgekleidet ist, wobei auch die oberen Ränder der Grube
mit einer Wärmedämmung 44 versehen sind. Der Boden des Brunnens ist durch eine
Betonplatte 46 gebildet, die über der Grube 40 eine Öffnung aufweist, in die die integrierte
Brunnenvorrichtung mit dem Kasten 2 eingesetzt ist und in die Grube 40 hineinhängt. Die
Brunnenwände 48 sind in der dargestellten Ausführungsform ebenso wie die Brunnensäule 50
aus Naturstein gebildet. In der Brunnensäule 50 verläuft eine Bohrung 52, die mit einer in der
Bodenplatte 46 vorgesehenen Wasserführung 54 verbunden ist, die wiederum mit dem
flexiblen Anschlußrohr 30 in der integrierten Brunnenvorrichtung verbunden ist.
Der Brunnen in der in Fig. 2 dargestellten Ausführungsform kann auf einfache und
schnelle Art und Weise aufgestellt werden, indem die Grube 40 ausgehoben wird, mit dem
Betonring 42 und der Wärmedämmung versehen wird, eine Wasserleitung sowie eine
Stromzuführung gelegt wird und daraufhin alle anderen Komponenten des Brunnens,
insbesondere aber die integrierte Brunnenvorrichtung mit dem Kasten 2 eingesetzt und
angeschlossen werden. Die Anschlußarbeiten beschränken sich dabei auf das Verbinden der
integrierten Brunnenvorrichtung mit Wasser und Stromleitung sowie der Wasserführung 54 in
der Bodenplatte des Brunnens.
Die Fig. 3 und 4 zeigen in schematischer Weise eine alternative Ausführungsform der
integrierten Brunnenvorrichtung in einer Einbausituation. Elemente, die bereits aus der Fig. 2
bekannt sind, sind dabei mit gleichen Bezugszeichen versehen. Wie der Fig. 3 und 4 zu
entnehmen ist, ist die integrierte Brunnenvorrichtung hier aber nicht in einer Grube unterhalb
der Bodenplatte 46 angeordnet, sondern in einer Ausnehmung 56 innerhalb der Brunnenwand
48, an welcher auch die Brunnensäule 50 angeordnet ist. Sie ist über eine Hülse 58 mit dem
Steigrohr 52 innerhalb der Brunnensäule verbunden, wobei die Pumpe der integrierten
Brunnenvorrichtung durch einen Schwimmerschalter 60 in Gang gesetzt wird.
Die in den Fig. 3 und 4 dargestellte Ausführungsform ist besonders einfach aufzustellen, da
noch nicht einmal ein Grube, wie bei der Ausführungsform nach Fig. 1 und 2, notwendig ist.
Natürlich können aber auch einzelne Merkmale der unterschiedlichen Ausführungsformen
beliebig miteinander kombiniert werden.
Zur Winterfestmachung wird lediglich der Wasserinhalt mittels Gewindestopfen abgelassen
und der Stromschalter auf "AUS" gestellt.
Vorgesehen ist ferner ein Umwälzsystem mit automatischer Wassernachfüllung bei
Wasserverlust oder Wasserentnahme.
Claims (8)
1. Integrierte Brunnenvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß alle zum Betrieb eines
Brunnens notwendigen Elemente in einer Einheit (2) anschlußfertig zusammengefaßt
sind, die sich beim Bau eines Brunnens auf einfache und wirtschaftliche Weise in eine
entsprechende Grube (40) oder Ausnehmung (56) einsetzen läßt und lediglich mit der
Wasserzuleitung (20), der Stromzuleitung (22) sowie den wasserführenden Elementen
des Brunnens verbunden werden muß.
2. Integrierte Brunnenvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus
einem vormontierten Kasten (2) mit Wärmedämmung (2a) besteht, der mit einem
Deckel (4) mit Wärmedämmung (4a) und einer Dichtung verschlossen ist und der alle
zum Betrieb eines Brunnens notwendigen Elemente aufnimmt.
3. Integrierte Brunnenvorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Boden des Kastens (2) in wesentlichen Teilen durch eine mit dem restlichen
Kasten (2) von Innen verschraubte, lösbare Platte (8) gebildet ist.
4. Integrierte Brunnenvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Platte (8) mit einer kastenartigen nach oben weisenden Einbuchtung (18) versehen
sein, in der die Anschlüsse für Wasser (20) und Strom (22) angeordnet sind.
5. Integrierte Brunnenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einheit (2) zum Einsetzen in die Bodenplatte (46) eines
Brunnens ausgebildet ist.
6. Integrierte Brunnenvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß die Einheit (2) zum Einsetzen in eine Ausnehmung (56) innerhalb
einer Brunnenwand (48) ausgebildet ist.
7. Integrierte Brunnenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß eine Wasserumwälzung mit/ohne automatischer
Wassernachfüllung, einschließlich einer frostsicheren Überwinterung vorgesehen ist.
8. Integrierte Brunnenvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß der gesamte Brunnen als transportable Einheit bzw.
Fertigteileinheit vorgesehen ist.
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|---|---|
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| EP1043450A2 (de) | 2000-10-11 |
| EP1043450A3 (de) | 2002-09-25 |
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