DE19915428C2 - Hydraulisch angetriebene Gefahrgutpumpe - Google Patents
Hydraulisch angetriebene GefahrgutpumpeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Fördereinrichtung für Gefahrengut mit einer Pumpe,
mit einem Motor zum Antrieb der Pumpe, mit einem Transportrahmen zum
Transportieren der Pumpe, mit einer Saugleitung zum Ansaugen des Gefahren
gutes zur Pumpe und mit einer Druckleitung zum Abfördern des Gefahrengutes
von der Pumpe.
Fördereinrichtungen weisen im allgemeinen eine Pumpe auf, die durch einen
Motor angetrieben wird. Der Pumpe wird über eine Saugleitung das zu fördernde
Gut, im hier interessierenden Fall also das Gefahrengut, zugeführt und über eine
Druckleitung zum Zielart transportiert. Der Motor ist über eine Antriebswelle mit
dem Pumpenmechanismus verbunden.
Probleme entstehen, wenn das zu transportierende Gut brennbar ist, beispiels
weise bei brennbaren Flüssigkeiten wie Benzin. Dann besteht die Gefahr, dass
eine Entzündung der brennbaren Flüssigkeiten durch elektrische Funken oder
Fehlfunktionen des Verwendeten Elektromotors erfolgt. Die DE 35 01 866 A1
schlägt für die Verwendung bei Erdtanks in Tankstellen zum Entleeren der dort
vorhandenen Tanks eine Tauchpumpe mit einem Hydraulikantrieb vor. Solche
Konstruktionen sind für den stationären Betrieb in Tankstellen möglicherweise
geeignet, wo sie explosionsgeschützt und zuverlässig eine zwar brennbare, im
übrigen aber problemlose Flüssigkeit wie Benzin aus einem Erdtank zu einer
Zapfsäule transportieren. Für andere Verwendungszwecke sind solche För
dereinrichtungen weder gedacht noch geeignet, insbesondere sind sie nicht
transportabel.
Die DE 12 88 918 B schlägt ein transportables Kreiselpumpenaggregat vor.
Dieses arbeitet mit einer Gasturbine als Antrieb, die durch eine kuppelbare Ver
bindung mit losem Wellenende einer Pumpe an diese angeschlossen werden
kann. Für die Förderung von Gefahrengut ist eine solche Kreiselpumpe weder
gedacht noch geeignet. Sie könnte für brennbare, ätzende oder hochexplosive
Stoffe auch nicht nachgerüstet werden und ist aufgrund der komplizierten Kupp
lung auch nur für geringe Anforderungen geeignet. Ein Verkuppeln beider Ag
gregate wäre schon bei geringfügiger Verschmutzung oder Beschädigung der
Wellenverzahnung nicht mehr möglich.
Benötigt werden jedoch auch Fördereinrichtungen für Katastrofenfälle, Darunter
sind beispielsweise auch Verkehrsunfälle mit Tankwagen, aber auch anderen
Chemikalientransporten zu verstehen, auch Brände, bei denen gefährliche Flüs
sigkeiten unter Umständen in Mitleidenschaft gezogen werden könnten und
dergleichen. Es kommt dann häufig darauf an, das entsprechende Gefahrengut
möglichst rasch noch aus der Gefahrenzone abzutransportieren, ehe ein Feuer
übergriff auf das Gefahrengut stattfindet oder aber auch ehe das Gefahrengut im
Boden versickert und zu einer Grundwasserverseuchung führen kann. Dieser
Abtransport geschieht unter erschwerten äußeren Bedingungen, da er - anders
als der Transport aus Benzin aus Erdtanks in Tankstellen - natürlich nicht vorher
geplant oder vorbereitet werden kann, sondern mitten in unwegsamem Gelände
stattfinden muss, möglicherweise auch unmittelbar benachbart zu bereits erheb
liche Temperaturen entwickelnden Brandherden, unter vielleicht schon giftige
Chemikaliendämpfe enthaltender Atmosphäre und ungünstigen Sichtverhältnis
sen (Nebel, Dämpfe).
Solche Fördereinrichtungen werden z. B. von der Berufsfeuerwehr oder dem
Technischen Hilfswerk, aber auch von anderen Katastrofenschutzeinrichtungen
benötigt.
Für diese Anwendungsfälle ist beispielsweise ein Aggregat zum Ansaugen und
Fördern von Flüssigkeiten nach der DE 22 30 883 A oder auch nach Hans-Pe
ter Plattner "Ölalarm - Ausrüstung und Einsatz der Feuerwehr beim Auslaufen
grundwassergefährdender Flüssigkeiten", 3 (1993), Seiten 66-68 gedacht.
Ganz im Gegensatz zu Aggregaten nach der oben erwähnten DE 12 88 918 B
liegt der Vorteil solcher Konzeptionen in der Sicherheit gegen Zündung. Antriebs
medium und Fördergut sind streng getrennt. Der entscheidende Nachteil liegt in
dem komplizierten und zeitaufwendigen Aufbau derartiger Anlagen. Es müssen
mindestens 6 Leitungen gelegt und aufgebaut werden, um das Aggregat in Be
trieb zu nehmen. Darunter sind auch die Wasserleitungen in Form sogenannter
B-Schläuche, die auch von einer einzelnen Person praktisch nicht bzw. nur mit
entsprechendem Zeitaufwand gehandhabt werden können, eine gerade im Ka
tastrofenfall besonders unerwünschte, nachteilige Folge. Solche Aggregate sind
daher heute auch fast nicht mehr in Gebrauch.
In der Praxis Einsatz finden z. B. Gefahrengutpumpen, wie sie z. B. von der
Mast-Pumpen GmbH unter der Bezeichnung GUP 3-1,5 nach DIN 14427 oder
auch von der Firma Elro als Gefahrgutpumpe GP 20/10 EX angeboten werden.
Solche bekannten Gefahrengutpumpen sind explosionsgeschützt und in der
Lage, eine Vielzahl von brennbaren Flüssigkeiten bis zu einer bestimmten Tem
peraturklasse wie Mineralöl, Benzin oder Benzol oder auch aggressive Flüssig
keiten wie Säuren und Laugen zu pumpen. Sie sind zwar nicht in der sogenann
ten "Zone 0" einsetzbar, aber sonst brauchbar. Sie sind entsprechend dem er
örterten Anwendungszweck tragbar und besitzen ein Rohrrahmengestell aus
Edelstahl mit Handgriffen. Die Motoren sind explosionsgeschützte Elektromoto
ren mit Schutzschaltern und entsprechenden Steckern. Das Gewicht der be
kannten Gefahrengutfördereinrichtungen liegt bei etwa 82 kg. Die Praxis zeigt,
dass zwei Personen gemeinsam in der Lage sind, unter den gegebenen Um
ständen eine solche Gefahrengutpumpe zu transportieren, dass dieses aber be
reits an die Grenze der Belastbarkeit geht. Dabei ist auch zur berücksichtigen,
dass solche Pumpen häufig über lange Strecken transportiert werden müssen,
da aufgrund der äußeren Umstände Kraftfahrzeuge nicht näher an den Unfall
herd herangekommen können oder aufgrund der Explosionsgefahr nicht näher
kommen dürfen.
Wünschenswert wäre es, wenn es Gefahrengutpumpen gäbe, die ein geringeres
Gewicht aufweisen würden, ohne in ihrer Funktionstüchtigkeit Nachteile in Kauf
nehmen zu müssen.
Diese Aufgabe wird bei einer gattungsgemäßen Fördereinrichtung für Gefahren
gut dadurch gelöst, dass der Transportrahmen mit der Pumpe relativ zum Motor
beweglich und mit diesem nicht fest verbunden ist, dass eile Öldruckpumpe vor
gesehen ist, die vom Motor direkt angetrieben wird und die über eine Hydraulik
zuleitung und eine Hydraulikrückleitung mit einem Hydraulikantrieb verbunden
ist, der die Pumpe antreibt, dass die Pumpe mit dem Motor über eine Hydraulik
zuleitung vom Motor zur Pumpe und eine Hydraulikrückleitung von der Pumpe
zum Motor mittels eines Hydraulikantriebs verbunden ist, dass an der oder be
nachbart zu der Pumpe eine Absperreinrichtung in der Hydraulikzuleitung oder
der Hydraulikrückleitung angeordnet ist, und dass benachbart zum Motor eine
Bypassleitung von der Hydraulikzuleitung zu der Hydraulikrückleitung vorgese
hen ist.
Mit einer solchen Kombination wird überraschend die Problemstellung gelöst.
Während sich die Gefahrengutpumpen aus dem Stand der Technik darauf kon
zentrierten, einen möglichst gerade noch transportablen Motor bereit zu stellen,
so dass die komplette Fördereinrichtung als kompakte, transportable Einheit
gebaut und verwendet werden kann, wird erfindungsgemäß dieser Gedanke auf
gegeben. Der Motor, also der Antrieb für die Pumpe, wird von dem transportab
lem Rahmen gelöst und beispielsweise in dem Transportfahrzeug des Katastro
fenschutzdienstes angeordnet. Dort kann er in beliebiger geeigneter Form ange
trieben werden. Von diesem Motor laufen jetzt lediglich zwei Hydraulikschläuche
zu dem im übrigen transportablen Teil der Fördereinrichtung. Dieser transpor
table Teil der Fördereinrichtung enthält den Rahmen sowie die eigentliche
Pumpe. Die beiden Hydraulikschläuche sorgen Jetzt für den Antrieb der Pumpe.
Natürlich müssen diese Schläuche jetzt mit verlegt bzw. beim Transport mitge
nommen und ausgerollt werden. Dies stellt aber kein zusätzliches Problem dar.
So ist es unter anderem möglich, sie bei Bedarf durch entsprechende weitere
Anschlussschläuche jeweils zu verlängern. Die Hydraulikflüssigkeit selbst kann
so gewählt werden, dass sie bei dem betreffenden Einsatzfall auch im Beschädi
gungsfall keinen Schaden anrichtet. So kann Wasser mit und ohne Zusätze oder
Hydrauliköl verwendet werden, wenn Wasser beispielsweise aufgrund der aus
tretenden Chemikalien des Gefahrengutes ein Gefahrenpotential darstellen
könnte. Die erfindungsgemäße Pumpe kann auch in "Zone 0" eingesetzt werden.
Jede Explosionsgefahr ist vermieden, da an der Pumpe selbst keinerlei Motor,
Elektrizität oder sonstiger Zündeinfluss gegeben ist. Es ist also nicht mehr erfor
derlich, einen kostspieligen entsprechend explosionsgeschützten Elektromotor
oder explosionsgeschützten Motor überhaupt einzusetzen.
Die erfindungsgemäße Fördereinrichtung kann unmittelbar am Katastrofenort
von dem dort tätigen bedient werden. Dies ist natürlich besonders wichtig, denn
im Katastrophenfall muß derjenige, der die Pumpe bedient auch die
entsprechenden Entscheidungen sofort umsetzen können, ohne zeitraubende
Übermittlungswege wie beispielsweise Funkkontakte nutzen zu können, wenn
ihm dies überhaupt möglich ist. Der Hydraulikantrieb läßt sich nämlich einfach
durch das Absperren des Ventils in der Hydraulikleitung stoppen. Kommt durch
die Zulaufleitung des Hydraulikschlauchs keine Hydraulikflüssigkeit mehr zur
Pumpe, wird diese auch nicht mehr angetrieben und bleibt stehen und beendet
den Fördervorgang. Es entstehen auch keine Probleme dadurch im
Hydraulikschlauch, denn die durch den trotzdem ja ununterbrochen
weiterlaufenden Motor geförderte Flüssigkeit wählt nun automatisch ohne jedes
weitere Zutun den Weg durch den Bypass, sie verbleibt also in unmittelbarer
Nähe des Motors und fließt kontinuierlich als Kurzschlußkreislauf. Der Motor muß
also weder abgeschaltet noch beschleunigt oder verlangsamt werden. Er kann
unbeaufsichtigt die ganze Zeit laufen, wenn er erst einmal in Betrieb genommen
ist.
Möchte der Benutzer die Gefahrengut-Pumpe wieder in Fördertätigkeit setzen,
muß er lediglich das in seiner Reichweite befindliche und für Ihn daher
unmittelbar zugängliche Absperrventil öffnen. Es strömt dann sofort wieder die
Hydraulikflüssigkeit durch die Hydraulikschläuche vom ggf. weit entfernten Motor
zu der Pumpe und wieder zurück und nicht mehr durch den Bypass.
Im folgenden wird anhand der Zeichnung ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
näher beschrieben. Es zeigt:
Fig. 1 eine schematische Darstellung der erfindungsgemäßen
Fördereinrichtung.
Das Schema in der Fig. 1 zeigt einen Motor 10, der eine Öldruckpumpe 11
antreibt. Die Öldruckpumpe 11 ist mit einem Ölkühler 12 ausgerüstet. Der Motor
10 mit der Öldruckpumpe 11 und etwaigen weiteren, hier nicht dargestellten
Aggregaten ist in einem Gehäuse 13 angeordnet. Dieses Gehäuse 13 kann
beispielsweise in einem Transportwagen eines Katastrophendienstes fest
angeordnet sein, mit dem es dann in die Nähe eines Katastrophenherdes
gefahren werden kann, ohne tatsächlich unmittelbar neben das zu fördernde
Gefahrengut G gebracht zu werden.
Von dem Gehäuse 13 mit dem Motor 10 getrennt und relativ zu diesem
beweglich ist eine Pumpe 20 dargestellt, die das Gefahrengut G über eine
Saugleitung 21 ansaugt und über eine Druckleitung 22 weiterbefördert. Die
Pumpe 20 selbst wird durch einen Hydraulikantrieb 24 angetrieben. Pumpe 20,
Hydraulikantrieb 24 und etwaige weitere, hier nicht näher interessierende
Aggregate sind in einem schematisch dargestellten Transportrahmen 23
angeordnet und befestigt. Dieser Transportrahmen 23 kann von einem Benutzer,
beispielsweise einem Feuerwehrmann oder einem anderen Angehörigen eines
Katastrophenhilfswerks transportiert werden. Auf diese Weise kann die Pumpe
20 mit ihrer Saugleitung 21 in unmittelbarer Nähe des zu fördernden
Gefahrenguts, beispielsweise von Chemikalien, Säuren oder aber auch
brennbaren Flüssigkeiten und unter Umständen auch Gasen angeordnet
werden. Die Saugleitung 21 wird dann so ausgelegt, daß sie in das Gefahrengut
reicht. Sie kann dazu entweder mit einem Tauchansaugstutzen oder aber auch
mit Flanschen für herkömmliche Tanks, etwa von Kesselwagen versehen sein.
Die Druckleitung 22 wird so ausgelegt, daß sie das zu fördernde Gefahrengut in
einen entsprechenden Sammelbehälter oder zu einem anderen Zielpunkt
befördert, wo das Gefahrengut gesammelt werden kann.
Verlängerungsschläuche können wie auch im Stand der Technik vorgesehen
werden.
Eine Verbindung von Motor 10 und Pumpe 20 erfolgt über eine
Hydraulikzuleitung 31 und eine Hydraulikrückleitung 32. Diese beiden
Hydraulikleitungen 31, 32 verbinden die vom Motor 10 angetriebene
Öldruckpumpe 11 mit dem Hydraulikantrieb 24, der den von der
Hydraulikflüssigkeit in den Hydraulikleitungen 31, 32 aufgebauten Druck in einen
geeigneten Bewegungsantrieb für die Pumpe 20 umsetzt. Die
Hydraulikleitungen 31 und 32 können praktisch beliebig lang ausgebildet
werden, soweit die Öldruckpumpe 11 einen genügend großen Druck zum Antrieb
der Pumpe 20 aufbauen kann. Angedeutet ist in der Fig. 1 eine Distanz D, die
ohne weiteres 100 m oder auch mehr betragen kann. Die Hydraulikzuleitung 31
und die Hydraulikrückleitung 32 verlaufen praktisch parallel und können von dem
Benutzer des Gesamtgerätes während seines Weges zum Katastrophenort
ausgerollt werden.
Die in den Hydraulikleitungen 31, 32 benutzte Hydraulikflüssigkeit kann den
Anforderungen angepaßt werden. Im Regelfall wird Wasser oder auch ein
Hydrauliköl verwendet werden, je nach den Umständen am Katastrophenort.
Zwar tritt die Hydraulikflüssigkeit nicht aus der Leitung aus oder kommt mit dem
Gefahrengut G in Verbindung, es sollte jedoch stets der Unglücksfall in Betracht
gezogen werden, daß auch die Hydraulikleitungen 31, 32 unter Umständen von
der Katastrophe in Mitleidenschaft gezogen werden.
Schematisch angedeutet ist eine Absperreinrichtung 33, die in der Darstellung in
Fig. 1 wie auch bevorzugt in der Hydraulikzuleitung 31 unmittelbar vor dem
Eintritt in den Transportrahmen 23 mit dem Hydraulikantrieb 24 für den Benutzer
zugänglich ist. Eine Anordnung in der Hydraulikrückleitung 32 wäre möglich, wird
aber nicht bevorzugt.
Die Absperreinrichtung 33 ermöglicht es dem Benutzer des Gerätes, den
Hydraulikantrieb 24 an- und abzuschalten und ggf. auch eine Regelung dieses
Hydraulikantriebes 24 vorzunehmen. So ist es dem Benutzer möglich, das
Gesamtgerät noch am Fahrzeug durch Inbetriebnahme des Motors 10
einzuschalten, gleichzeitig aber durch Absperren der Absperreinrichtung 33 die
Pumpe 20 am Lauf zu hindern. Erst dann, wenn der Benutzer die Saugleitung 21
und die Druckleitung 22 in Stellung gebracht hat, öffnet er die
Absperreinrichtung, 33, so daß der Hydraulikantrieb 24 die Pumpe 20 in Gang
setzen kann.
Auch zwischendurch oder bei einem Stellungswechsel kann jederzeit die
Pumpe 20 abgeschaltet werden.
Während dieser Zeit kann trotzdem der Motor 10 laufen und die
Öldruckpumpe 11 antreiben. Sie ist also kontinuierlich in Funktion und muß nicht
erst wieder neu anlaufen, was zu Zeitverlusten und Problemen führt und vom
Benutzer, der ja durchaus 100 m entfernt sein kann, kaum zu kontrollieren ist.
Dieser Effekt wird durch das vorsehen eines Bypasses 34 hervorgerufen. Dieser
Bypass 34 ist ebenfalls in der Fig. 1 rein schematisch angedeutet und verbindet
die Hydraulikzuleitung 31 mit der Hydraulikrückleitung 32 noch im Bereich oder
jedenfalls benachbart zum Gehäuse 13. Dadurch wird ein Kurzschluß
hervorgerufen, die Öldruckpumpe 11 fördert die Hydraulikflüssigkeit nicht mehr
über die Distanz D zum Hydraulikantrieb 24, sondern lediglich gleich durch den
Bypass 34 mit einem Kurzschluß im Kreislauf. Nicht eingezeichnet in der Fig. 1
sind entsprechende, für den Fachmann klare Maßnahmen, die er jetzt im
Zusammenhang mit dem Bypass 34 vornehmen muß. So wird er dort
zweckmäßig ein Rückschlagventil einbauen und eine Membran vorsehen, die
erst bei einem Überdruck öffnet, der entsteht, wenn durch das Schließen der
Absperreinrichtung 33 der Fluß der Hydraulikflüssigkeit durch die
Hydraulikzuleitung 31 zum Hydraulikantrieb 24 gestoppt wird, so daß erst dann
der Fluß durch den Bypass 34 freigegeben wird.
Für die Hydraulikflüssigkeit kann für diverse Anwendungsfälle auch eine mit
Frostschutzmittel versetzte Flüssigkeit eingesetzt werden.
Der Motor 10 kann ein Elektromotor, aber auch ein Verbrennungsmotor,
beispielsweise ein Otto-Motor sein.
Als Pumpe 20 bieten sich durchaus Pumpen an, wie sie von den Firmen Mast
oder Elro, wie eingangs erwähnt, angeboten werden. Die Hydraulikzu- und
rückleitungen 31, 32 können mit Schnellverschlußkoppelungen versehen sein,
um die Wartung zu vereinfachen. Der Ölkühler 12 kann ein gängiges Modell
sein, er ist insbesondere im Betrieb, wenn das Öl über den Bypass 34 läuft.
Im gesamten Bereich des Transportrahmens 23 wird kaum Wärme und keine
elektrostatische Aufladung erzeugt, da auch keinerlei elektrisch angetriebene,
gesteuerte oder betätigte Elemente vorgesehen sind.
Bei Versuchen hat sich bereits ergeben, daß der transportable Teil gegenüber
den bekannten Gefahrengutfördereinrichtungen um 65% leichter und wesentlich
kleiner ist.
Als Pumpe 20 wird bevorzugt eine einstufige, horizontale Kreiselpumpe
eingesetzt, die ein halb offenes Laufrad und eine Gleitringdichtung besitzt.
Bevorzugt ist sie trockenlaufsicher und selbstansaugend. Sowohl die Pumpe 20
als der Transportrahmen 23 können aus Edelstahl sein. Der Transportrahmen 23
sollte Tragegriffe und einen Handschutz aufweisen.
Es entsteht eine transportable, leichte, eine hohe Förderleistung aufweisende
Fördereinrichtung. Sie ist einfach zu bedienen, universell in der Anwendung und
kostengünstig in der Anschaffung. Sie kann sehr schnell am Katastrophenort in
Betrieb genommen werden. Durch den praktischen Aufbau ist sie auch robust,
wartungsarm und schmutzunempfindlich. Eine besondere Beaufsichtigung
während des Betriebes ist nicht erforderlich.
10
Motor
11
Öldruckpumpe
12
Ölkühler
13
Gehäuse
20
Pumpe
21
Saugleitung
22
Druckleitung
23
Transportrahmen
24
Hydraulikantrieb
31
Hydraulikzuleitung
32
Hydraulikrückleitung
33
Absperreinrichtung
34
Bypass
D Distanz
G Gefahrengut
D Distanz
G Gefahrengut
Claims (3)
1. Fördereinrichtung für Gefahrengut (G),
mit einer Pumpe (20),
mit einem Motor (10) zum Antrieb der Pumpe (20),
mit einem Transportrahmen (23) zum Transportieren der Pumpe (20),
mit einer Saugleitung (21) zum Ansaugen des Gefahrenguts (6) zur pumpe,
mit einer Druckleitung (22) zum Abfördern des Gefahrenguts (6) von der Pumpe,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Transportrahmen (23) mit der Pumpe (20) relativ zum Motor (10) beweglich und mit diesem nicht fest verbunden ist,
dass eine Öldruckpumpe (11) vorgesehen ist, die vom Motor (10) direkt angetrieben wird und die über eine Hydraulikzuleitung (31) und eine Hydrau likrückleitung (32) mit einem Hydraulikantrieb (24) verbunden ist, der die Pumpe (20) antreibt,
dass an der oder benachbart zu der Pumpe (20) eine Absperreinrichtung (33) in der Hydraulikzuleitung (31) oder der Hydraulikrückleitung (32) ange ordnet ist, und
dass benachbart zum Motor (10) eine Bypassleitung (34) von der Hydraulikzuleitung (31) zur Hydraulikrückleitung (32) vorgesehen ist.
mit einer Pumpe (20),
mit einem Motor (10) zum Antrieb der Pumpe (20),
mit einem Transportrahmen (23) zum Transportieren der Pumpe (20),
mit einer Saugleitung (21) zum Ansaugen des Gefahrenguts (6) zur pumpe,
mit einer Druckleitung (22) zum Abfördern des Gefahrenguts (6) von der Pumpe,
dadurch gekennzeichnet,
dass der Transportrahmen (23) mit der Pumpe (20) relativ zum Motor (10) beweglich und mit diesem nicht fest verbunden ist,
dass eine Öldruckpumpe (11) vorgesehen ist, die vom Motor (10) direkt angetrieben wird und die über eine Hydraulikzuleitung (31) und eine Hydrau likrückleitung (32) mit einem Hydraulikantrieb (24) verbunden ist, der die Pumpe (20) antreibt,
dass an der oder benachbart zu der Pumpe (20) eine Absperreinrichtung (33) in der Hydraulikzuleitung (31) oder der Hydraulikrückleitung (32) ange ordnet ist, und
dass benachbart zum Motor (10) eine Bypassleitung (34) von der Hydraulikzuleitung (31) zur Hydraulikrückleitung (32) vorgesehen ist.
2. Fördereinrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
dass die Pumpe (20) durch den ebenfalls am Transportrahmen (23)
angeordneten Hydraulikantrieb (24) angetrieben wird, der durch die Hydrau
likflüssigkeit aus der Hydraulikzuleitung (31) betätigt wird.
3. Fördereinrichtung flach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet,
dass in der Bypassleitung (34) ein Ventil vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19915428A DE19915428C2 (de) | 1998-04-08 | 1999-04-06 | Hydraulisch angetriebene Gefahrgutpumpe |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19815686 | 1998-04-08 | ||
| DE19915428A DE19915428C2 (de) | 1998-04-08 | 1999-04-06 | Hydraulisch angetriebene Gefahrgutpumpe |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19915428A1 DE19915428A1 (de) | 2000-03-02 |
| DE19915428C2 true DE19915428C2 (de) | 2003-12-24 |
Family
ID=7863944
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19915428A Expired - Fee Related DE19915428C2 (de) | 1998-04-08 | 1999-04-06 | Hydraulisch angetriebene Gefahrgutpumpe |
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| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19915428C2 (de) |
Families Citing this family (2)
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|---|---|---|---|---|
| DE10241247B3 (de) * | 2002-09-06 | 2004-01-15 | Netzsch-Mohnopumpen Gmbh | Tragbare Pumpe |
| CN115263542B (zh) * | 2022-07-14 | 2024-04-30 | 广州市能动机电设备有限公司 | 一种内燃机正压防爆解决方法及装置 |
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|---|---|---|---|---|
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| DE3501866A1 (de) * | 1985-01-22 | 1986-07-24 | Hans Franck (GmbH & Co), 2000 Hamburg | Foerdereinrichtung fuer brennbare fluessigkeiten aus erdtanks |
-
1999
- 1999-04-06 DE DE19915428A patent/DE19915428C2/de not_active Expired - Fee Related
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Non-Patent Citations (2)
| Title |
|---|
| Mast, Pumpen für Feuerwehr und Katastrophenschutz,Mast Pumpen GmbH Pumpenfabrik, Mörikestr. 1, D-73773 Aichwald, P 28 7.96 * |
| Plattner, Hans-Peter: Ölalarm. In: Rotes Heft 36, 3. überarbeitete Aufl., 1993, Verlag W. Kohl- hammer, Berlin, S. 66-69 * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE19915428A1 (de) | 2000-03-02 |
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| OP8 | Request for examination as to paragraph 44 patent law | ||
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| R119 | Application deemed withdrawn, or ip right lapsed, due to non-payment of renewal fee | ||
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Effective date: 20141101 |