DE19913161C1 - Verfahren zum Konditionieren von Spänen und Anlage zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Konditionieren von Spänen und Anlage zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Verfahren zum Trocknen von Holzspänen für die Spanplattenherstellung. Die Holzspäne werden in einer Trocknungseinrichtung getrocknet und einer Kühleinrichtung zugeführt. Die Trockenspäne werden in der Kühleinrichtung unter Zufuhr von Kühlluft unter gleichzeitiger Erwärmung der Kühlluft abgekühlt. Die erwärmte Kühlluft wird von den Trockenspänen als Abluft getrennt, wobei ein erster Anteil A¶1¶ der Abluft unter Beimischung von Frischluft F¶1¶ die in die Kühleinrichtung einströmende Kühlluft K bildet. Ein zweiter Anteil A¶2¶ der Abluft wird über eine Sammelleitung überwiegend einem Heizgaserzeuger der Trocknungseinrichtung zugeführt und der Rest an eine Abgasreinigungsanlage abgeführt. Sowohl das Verhältnis zwischen dem ersten Anteil A¶1¶ und dem zweiten Anteil A¶2¶ der Abluft als auch das Verhältnis zwischen dem ersten Anteil A¶1¶ der Abluft und der Frischluft F¶1¶ werden in Abhängigkeit von der Temperatur T¶A¶ der Abluft und/oder der Temperatur T¶S¶ der Trockenspäne gesteuert und/oder geregelt. Das Verfahren erhöht die Produktionssicherheit der Spanplattenherstellung und die Qualität der Spanplatten bei gleichzeitig äußerst wirtschaftlicher und umweltschonender Nutzung der Abluft des Kühlprozesses.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Konditionieren von
Spänen, insbesondere zum Trocknen und Kühlen von Holzspänen
für die Spanplattenherstellung.
Bei der Herstellung von Spanplatten werden regelmäßig die
als Ausgangsprodukt dienenden Holzspäne in Trocknungs
anlagen getrocknet und anschließend einer weiteren Behand
lung, beispielsweise einem Sichten, Sieben und Beleimen
zugeführt. Die Trocknung der Holzspäne geschieht
überwiegend in direktem Kontakt mit Heißgasen. Dazu werden
z. B. Trommeltrockner, ggf. unter Vorschaltung eines
Vortrockners, verwendet. Die Naßspäne werden kontinuierlich
und mengengeregelt dem Trockner zugeführt und verlassen
diesen als Trockenspäne mit einer Feuchte von
beispielsweise 2% und Temperaturen zwischen 100°C und
115°C. Diese Spantemperaturen sind für die
Weiterverarbeitung, insbesondere für die Beleimung, hin
sichtlich der Plattenqualität ungünstig. Darüber hinaus
kann es in Abhängigkeit von der Jahreszeit und der
Trocknerleistung zu erheblichen Temperaturschwankungen
kommen. Die Anlagen werden überwiegend im Freien betrieben,
so daß beispielsweise in Nordeuropa zwischen -40°C und
+30°C schwankende Außentemperaturen auftreten können. Auch
das kann sich bei den bekannten Verfahren und Anlagen
infolge zu hoher und variierender Spantemperaturen sehr
ungünstig auf die Plattenqualität auswirken.
Der Erfindung liegt das technische Problem zugrunde, ein
Verfahren zum Konditionieren von Spänen und insbesondere
Holzspänen anzugeben, bei welchem die Späne eine für die
Weiterverarbeitung zweckmäßige und weitestgehend konstante
Temperatur aufweisen. Des weiteren liegt der Erfindung die
Aufgabe zugrunde eine zur Durchführung dieses Verfahrens
besonders geeignete Anlage zu schaffen.
Diese Aufgabe wird gelöst durch ein Verfahren zum
Konditionieren von Spänen, insbesondere zum Trocknen und
Kühlen von Holzspänen für die Spanplattenherstellung, wobei
die Späne in einer Trocknungseinrichtung getrocknet werden
und die Trockenspäne einer Kühleinrichtung zugeführt
werden, wobei die Holzspäne in der Kühleinrichtung unter
Zufuhr von Kühlluft oder dergleichen Kühlgas unter
gleichzeitiger Erwärmung der Kühlluft abgekühlt werden,
wobei die erwärmte Kühlluft von den Trockenspänen als
Abluft getrennt wird und die Holzspäne zur Weiterverarbei
tung abgeführt werden, wobei ein erster Anteil A1 der
Abluft unter Beimischung von Frischluft F1 die in die
Kühleinrichtung einströmende Kühlluft bildet und ein
zweiter Anteil A2 der Abluft einer Sammelleitung zugeführt
und ggf. an eine Abgasreinigungsanlage abgeführt wird, und
wobei sowohl das Verhältnis zwischen dem ersten Anteil A1
und dem zweiten Anteil A2 der Abluft als auch das Ver
hältnis zwischen erstem Anteil A1 der Abluft und der
Frischluft F1 in Abhängigkeit von der Temperatur TA der
Abluft und/oder Temperatur TS der Trockenspäne gesteuert
und/oder geregelt werden. - Die Erfindung geht zunächst von
der Erkenntnis aus, daß sich die Qualität der Spanplatten
erheblich verbessern läßt, wenn die getrockneten Holzspäne
vor der Beleimung auf eine vorgegebene Temperatur abgekühlt
werden. Die Kühlung der Holzspäne wird dabei in einer
speziellen Kühleinrichtung durchgeführt. Dieses hat den
Vorteil, daß auch Sichter eingesetzt werden können, die
keine Kühlfunktion erfüllen, z. B. Rollsichter. In der
Kühleinrichtung werden die heißen getrockneten Holzspäne
und folglich Trockenspäne in direkten Kontakt mit Kühlluft
gebracht, so daß sich die Trockenspäne abkühlen und die
Kühlluft dabei erwärmt. Im Anschluß daran wird die erwärmte
Kühlluft als Abluft von den Trockenspänen getrennt und
erneut dem Kühlprozeß zugeführt. Dabei wird Frischluft
zugemischt und das Mischungsverhältnis zwischen Frischluft
und Abluft in Abhängigkeit von der Spantemperatur
eingestellt. Einerseits kann direkt die Temperatur der
Trockenspäne zur Regelung erfaßt werden, andererseits
besteht auch die Möglichkeit, die Temperatur der Abluft zu
messen, da diese eine Referenzgröße für die Spantemperatur
ist. Im Ergebnis kann durch geeignete Steuerung oder
Regelung die Spantemperatur auf dem gewünschten Niveau
konstant gehalten werden, selbst wenn die Eingangs
temperatur der heißen Trockenspäne und die Außentemperatur
schwanken. Das erfindungsgemäße Verfahren liefert folglich
Holzspäne mit konstanter Feuchtigkeit und konstanter
Temperatur, so daß eine verbesserte Plattenproduktion mit
gleichmäßiger Plattenqualität ermöglicht wird.
In bevorzugter Ausführungsform des erfindungsgemäßen Ver
fahrens werden die Späne in der Trocknungsanlage mit in
einem Heißgaserzeuger erzeugten Heißgas getrocknet. Dabei
wird der zweite Anteil A2 der Abluft aus der
Kühleinrichtung über die Sammelleitung zu einem Teil A2.1
dem Heißgaserzeuger in Mischung mit separat zugeführter
Frischluft F2 zugeführt und zu einem Teil A2.2 über die Ab
gasreinigungsanlage abgeführt, wobei sowohl das Verhältnis
zwischen dem Teil A2.1 und dem Teil A2.2 als auch das
Verhältnis zwischen dem Teil A2.1 und der Frischluft F2 in
Abhängigkeit von der Brennerleistung, der Temperatur im
Heißgaserzeuger und/oder dem Druck in der Sammelleitung
steuerbar und/oder regelbar sind. So wird ein Teil der
nicht wieder der Kühleinrichtung zugeführten Abluft als
Luft für den Heißgaserzeuger genutzt. Dieses ist zum einen
äußerst wirtschaftlich und damit kostengünstig, zum anderen
wird erreicht, daß in der Kühlerabluft enthaltene
Staubpartikel, die sich beim Kühlprozeß von den Spanober
flächen gelöst haben, verbrannt werden, so daß eine äußerst
umweltfreundliche Abluftnutzung gewährleistet wird. Der
Teil der Abluft, der weder dem Kühlprozeß noch dem
Verbrennungsprozeß zugeführt wird, wird über die Abgas
reinigungsanlage umweltgerecht abgeführt. Auch hier lassen
sich die Mengenverhältnisse in Abhängigkeit von den
relevanten Betriebsgrößen (Brennerleistung, Temperatur im
Brenner, Druck in der Sammelleitung) steuern und/oder
regeln.
In besonders vorteilhafter Weise werden die Trockenspäne in
der Kühleinrichtung durch die einströmende Kühlluft über
eine Kühlstrecke pneumatisch transportiert. Die Kühlluft
erfüllt somit gleichsam doppelte Funktion, nämlich Kühlen
einerseits und Transportieren andererseits. Ein zusätz
licher mechanischer Förderer ist nicht erforderlich. In
zweckmäßiger Ausgestaltung der Erfindung wird das Prozeßgas
in der Trocknungseinrichtung von den Trockenspänen getrennt
und zusätzlich einer Feinspänerückgewinnungseinrichtung
zugeführt. In dieser werden die in dem Prozeßgas
verbliebenen Feinspäne abgetrennt und mit den Trockenspänen
der Kühleinrichtung zugeführt. Das Prozeßgas wird dabei zum
Teil sowohl der Abgasreinigungsanlage als auch als
Rückbrüden der Trocknungseinrichtung wieder zugeführt. So
wird auch das zum Trocknen verwendete Prozeßgas
wiederverwendet, ohne daß die darin verbliebenen Reststäube
verloren gehen. Vielmehr findet eine besonders effiziente
Nutzung der Wärmeenergie statt.
In vorrichtungsmäßiger Hinsicht wird die Aufgabe gelöst
durch eine Anlage mit einer Trocknungseinrichtung und einer
Kühleinrichtung sowie einer Fördereinrichtung für die
Trockenspäne zwischen Trocknungseinrichtung und Kühlein
richtung, wobei die Kühleinrichtung eine Kühlstrecke für
die Trockenspäne mittels Kühlluft aufweist, an deren Ende
eine Trenneinrichtung für Trockenspäne und Abluft ange
ordnet ist, wobei an die Trenneinrichtung eine Abluft
leitung mit einer Absaugvorrichtung angeschlossen ist,
welche Abluftleitung in eine Sammelleitung und unter
Zwischenschaltung eines Abluftsteuer- oder -regelorgans in
eine Kühlluftleitung mündet, wobei außerdem eine Frisch
luftleitung unter Zwischenschaltung eines Frischluftsteuer-
oder -regelorgans in die Kühlluftleitung mündet, und wobei
in der Abluftleitung und/oder in der Kühlstrecke ein
Temperaturaufnehmer angeordnet ist, welcher mit dem
Abluftsteuer- und/oder -regelorgan und/oder mit dem Frisch
luftsteuer- oder -regelorgan zur Erzeugung von Kühlluft mit
vorgegebener Kühltemperatur über eine Steuer- und/oder
Regeleinrichtung verbunden ist. Bei der Absaugvorrichtung
kann es sich beispielsweise um einen Ventilator handeln.
Steuer- bzw. Regelorgane sind beispielsweise Klappen,
Dosierventile o. dgl. Diese ermöglichen zusammen mit der
Steuer- und/oder Regeleinrichtung die Einstellung der
gewünschten Verhältnisse.
Nach bevorzugter Ausführungsform mündet das eine Ende
Sammelleitung unter Zwischenschaltung eines Abgassteuer-
oder -regelorgans in eine Abgasleitung, welche an die Ab
gasreinigungsanlage angeschlossen ist. Das andere Ende der
Sammelleitung mündet unter Zwischenschaltung zumindest
eines Luftsteuer- oder -regelorgans in ein oder mehrere
Luftleitungen für einen Heißgaserzeuger, wobei außerdem
eine Frischluftleitung über ein Frischluftsteuer- oder
-regelorgan in die Luftleitungen mündet, und wobei im
Heißgaserzeuger ein Temperaturaufnehmer und/oder ein
Leistungsaufnehmer und in der Sammelleitung ein
Druckaufnehmer angeordnet sind, welche über ein oder
mehrere Steuer- und/oder Regeleinrichtungen mit dem
Abgassteuer- oder -regelorgan, den Luftsteuer- oder
-regelorganen und/oder mit dem Frischluftsteuer- oder
-regelorgan verbunden sind. Auf diese Weise lassen sich
Temperatur und/oder Leistung des Brenners bestimmen und mit
der Steuer und/oder -regeleinrichtung und den entsprechen
den Steuer- bzw. -regelorganen können die idealen Bedin
gungen eingestellt werden. Die vom Heißgaserzeuger nicht
benötigte Überschußmenge läßt sich druckabhängig an die
Abgasreinigungsanlage abführen. Damit liefert die
erfindungsgemäße Anlage nicht nur Holzspäne mit konstanter
Feuchtigkeit und konstanter Temperatur, es wird auch eine
äußerst wirtschaftliche und umweltfreundliche Nutzung der
Abluft gewährleistet. Weiterhin lehrt die Erfindung, daß
die Kühleinrichtung als vertikale Flugstromkühleinrichtung
mit vertikaler Kühlstrecke ausgebildet ist, an die eine,
z. B. horizontale Leitung angeschlossen ist, welche in die
Trenneinrichtung mündet. Die Trenneinrichtung weist einen
Zyklonen auf und ist über eine Zellenradschleuse mit einem
Zwischenlagerbehälter, z. B. einem Silo, für die
Trockenspäne verbunden. Die Trockenspäne werden folglich
durch die Flugstromkühleinrichtung gleichsam in das Silo
transportiert, so daß ein zusätzlicher mechanischer
Förderer nicht erforderlich ist. Nach bevorzugter
Ausführungsform weist die Trocknungseinrichtung eine
Trenneinrichtung für das Prozeßgas und die Trockenspäne
auf, die der Kühleinrichtung zugeführt werden, wobei an die
Trenneinrichtung eine Prozeßgasleitung mit einer Absaugvor
richtung angeschlossen ist, die in eine Feinspänerückge
winnungseinrichtung mündet, wobei die Fein
spänerückgewinnungseinrichtung ein oder mehrere Trennvor
richtungen für das Prozeßgas und die in dem Prozeßgas
verbliebenen Feinspäne aufweist, wobei die Prozeßgasleitung
mit ihrem einen Ende über ein Absperrorgan in eine zur
Abgasreinigungsanlage führende Abgasleitung mündet und mit
ihrem anderen Ende über ein Absperrorgan in die
Trocknungseinrichtung mündet.
Im folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein
Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher er
läutert.
Die einzige Figur zeigt eine erfindungsgemäße Anlage zum
Konditionieren von Spänen, insbes. zum Trocknen und Kühlen
von Holzspänen für die Spanplattenherstellung, in schema
tischer Darstellung.
Die Anlage weist eine Trocknungseinrichtung 1 und eine
Kühleinrichtung 2 auf. Zwischen Trocknungseinrichtung 1 und
Kühleinrichtung 2 ist eine Fördereinrichtung 3 für die in
der Trocknungseinrichtung 1 getrockneten Holzspäne und
folglich Trockenspäne erkennbar. Die Kühleinrichtung 2
weist eine Kühlstrecke 4 für die Trockenspäne und die Kühl
luft auf. Am Ende der Kühlstrecke 4 ist eine Trennein
richtung 5 für Trockenspäne und Abluft angeordnet. An die
Trenneinrichtung 5 ist eine Abluftleitung 6 mit einer
Absaugvorrichtung 7 angeschlossen, welche Abluftleitung 6
über ein Abluftregelorgan 8 in eine Kühlluftleitung 9 und
außerdem an eine Sammelleitung 10 mündet. Ferner mündet
eine Frischluftleitung 11 über ein Frischluftregelorgan 12
in die Kühlluftleitung 9. In der Abluftleitung 6 ist ein
Temperaturaufnehmer 13 angeordnet, welcher mit dem Abluft
regelorgan 8 und mit dem Frischluftregelorgan 12 über eine
Regeleinrichtung 14 verbunden ist. Das eine Ende der
Sammelleitung 10 mündet über ein Abgasregelorgan 15 in eine
Abgasleitung 16. Die Abgasleitung 16 ist an eine Abgas
reinigungsanlage 17 angeschlossen. Das andere Ende der
Sammelleitung 10 mündet über zwei Luftregelorgane 18a, b in
Luftleitungen 19a, b für einen Heißgaserzeuger 20. In diesem
Heißgaserzeuger 20 wird das Heißgas für die
Trocknungseinrichtung 1 erzeugt. Außerdem mündet eine
Frischluftleitung 21 über ein Frischluftregelorgan 22 in
die Luftleitungen 19a, b. Im Heißgaserzeuger 20 sind ein
Leistungsaufnehmer 23 und Temperaturaufnehmer 24
angeordnet, welche über eine Regeleinrichtung 25 mit den
Luftregelorganen 18a, b und mit dem Frischluftregelorgan 22
verbunden sind. In der Sammelleitung 10 ist ein
Druckaufnehmer 26 angeordnet, der über eine
Regeleinrichtung 49 mit dem Abgasregelorgang 15 verbunden
ist. Die Kühleinrichtung 2 ist als vertikale
Flugstromkühleinrichtung ausgebildet, wobei sich an die
vertikale Kühlstrecke 4 eine horizontale Leitung 27
anschließt. Die horizontale Leitung 27 mündet in die
Trenneinrichtung 5. Im Ausführungsbeispiel weist die
Trenneinrichtung 5 einen Zyklon 28 auf. Die
Trenneinrichtung 5 ist über eine Zellradschleuse 29 mit
einem Silo 30 für die Trockenspäne verbunden. Die
Trockungseinrichtung 1 weist eine nachgeordnete
Trenneinrichtung 31 für das Prozeßgas und die Trockenspäne
auf, die der Kühleinrichtung 2 zugeführt werden. Dabei ist
an die Trenneinrichtung 31 eine Prozeßgasleitung 32 mit
einer Absaugvorrichtung 33 angeschlossen, die in eine
Feinspänerückgewinnungseinrichtung 34 mündet. Die
Feinspänerückgewinnungseinrichtung 34 weist mehrere
Trennvorrichtungen 35 für das Prozeßgas und die in dem
Prozeßgas verbliebenen Feinspäne auf. Die Prozeßgasleitung
32 mündet mit ihrem einen Ende über ein Absperrorgan 36 in
eine zur Abgasreinigungsanlage 17 führenden Abgasleitung 37
und mit ihrem anderen Ende über ein Absperrorgan 38 in die
Trocknungseinrichtung 1.
Im linken Bereich der Figur ist der Heißgaserzeuger 20 mit
Brennermuffel 39 und Nachbrennerkammer 40 dargestellt, der
das Heißgas für die in der Mitte der Figur dargestellte
Trocknungseinrichtung 1 erzeugt. Dabei wird das Heißgas je
nach Lastbereich mit Temperaturen zwischen 300°C und
550°C einem Vortrockner 41 zugeführt. In diesem
Vortrockner 41 werden auch die Feuchtspäne über eine
Zellenradschleuse 42 zugeführt. Anschließend treten die
vorgetrockneten Späne und das bereits wesentlich in der
Temperatur abgesenkte Heißgas gemeinsam in den
Haupttrockner 43 ein. Am Ende des Haupttrockners 43 werden
die Trockenspäne von dem Prozeßgas getrennt und über die
Fördereinrichtung 3 der Kühleinrichtung 2 zugeführt. Die
Fördereinrichtung 3 besteht aus einem Schneckenförderer 44,
der über eine Zellenradschleuse 45 mit einem Förderer 46
verbunden ist. Dabei ist Laufrichtung des
Schneckenförderers 44 umkehrbar. Im Normalbetrieb werden
die Trockenspäne aus der Trenneinrichtung 31 des
Haupttrockners 43 in Richtung zur Kühleinrichtung 2
transportiert. Bei einem Störfall wird die Laufrichtung des
Schneckenförderers 44 umgekehrt und die Späne gelangen über
eine Zellenradschleuse 47 auf einen Notentladungsband
förderer 48. Über den Förderer 46 der Fördereinrichtung 3
werden die Trockenspäne der Kühleinrichtung 2 zugeführt.
Dabei wird Kühlluft zugeführt, wobei die Trockenspäne durch
die einströmende Kühlluft K über die Kühlstrecke 4
pneumatisch transportiert werden. Am Ende der Kühlstrecke 4
wird die erwärmte Kühlluft von den Trockenspäne als Abluft
A getrennt. Die Trockenspäne werden über den Zyklon 28 an
das Silo 30 und anschließend zur Weiterverarbeitung
abgeführt. Von einem ersten Anteil A1 der Abluft A wird
unter Beimischung von Frischluft F1 die in die
Kühleinrichtung einströmende Kühlluft K gebildet, deren
Volumen über den gesamten Regelbereich annähernd konstant
ist. Ein zweiter Anteil A2 der Abluft A wird der
Sammelleitung 10 zugeführt. Sowohl das Verhältnis zwischen
dem ersten Anteil A1 und dem zweiten Anteil A2 der Abluft A
als auch das Verhältnis zwischen dem ersten Anteil A1 der
Abluft und Frischluft F1 werden in Abhängigkeit von der
Temperatur TA der Abluft geregelt. Der Figur ist außerdem
zu entnehmen, daß der zweite Anteil A2 nochmals aufgeteilt
wird. Ein Teil A2.1 wird über die Sammelleitung 10 dem
Heißgaserzeuger 20 in Mischung mit separat zugeführter
Frischluft F2 als Luft H zugeführt. Der andere Teil A2.2
wird über eine Abgasreinigungsanlage 17 abgeführt. Das
Verhältnis zwischen dem Teil A2.1 und dem Teil A2.2 wird in
Abhängigkeit von dem Druck in der Sammelleitung geregelt.
Das Verhältnis zwischen dem Teil A2.1 und der Frischluft F2
wird in Abhängigkeit von der Brennerleistung und der
Temperatur in der Brennerkammer geregelt. Des weiteren ist
erkennbar, daß die Luft H, die sich aus dem Teil A2.1 der
Abluft und der Frischluft F2 bildet zu einem Teil der
Brennermuffel 39 zugeführt wird und zu einem anderen Teil
in die vertikale Nachbrennkammer 40 eingeblasen wird. Dabei
sind ebenfalls Regelorgane 18a, b vorgesehen, über welche
das Verzweigungsverhältnis der Luft in die Brennermuffel 39
bzw. in die Nachbrennkammer 40 geregelt werden kann.
In der Mitte der Figur ist erkennbar, daß nach der
Trocknungseinrichtung 1 das Prozeßgas über eine Trennein
richtung 31 von den Trockenspänen getrennt wird. Dabei wird
das Prozeßgas über ein Absperrorgan 50 mit einer Absaugvor
richtung 33 der Feinspänerückgewinnungseinrichtung 34 zuge
führt. In dieser werden die in dem Prozeßgas verbliebenen
Feinspäne abgetrennt und über eine Feinspäneförderein
richtung 51 und eine Zellradschleuse 52 der Fördereinrich
tung 3 für die Trockenspäne zugeführt. Anschließend werden
die rückgewonnenen Feinspäne zusammen mit den Trockenspänen
der Kühleinrichtung 2 zugeführt. Das aus der
Feinspänerückgewinnungseinrichtung 34 austretende Prozeßgas
wird zu einem Teil über ein Absperrorgan 36 der
Abgasreinigungsanlage 17 zugeführt. Zu einem anderen Teil
wird das Prozeßgas über ein weiteres Absperrorgan 38 einer
dem Heißgaserzeuger 20 nachgeschalteten Mischkammer 53
zugeführt. Das aus der Feinspänerückgewinnungseinrichtung
zugeführte Prozeßgas wird gemeinsam mit dem im
Heißgaserzeuger 20 erzeugten Heißgas der Trocknungs
einrichtung 1 zugeführt.
Bei den Absaugvorrichtungen 7, 33 handelt es sich um
Ventilatoren.
Claims (10)
1. Verfahren zum Konditionieren von Spänen, insbesondere
zum Trocknen und Kühlen von Holzspänen für die Spanplatten
herstellung,
wobei die Späne in einer Trocknungseinrichtung getrocknet werden und die Trockenspäne einer Kühleinrichtung zugeführt werden,
wobei die Trockenspäne in der Kühleinrichtung unter Zufuhr von Kühlluft oder dergleichen Kühlgas unter gleichzeitiger Erwärmung der Kühlluft abgekühlt werden,
wobei die erwärmte Kühlluft von den Trockenspänen als Abluft getrennt wird und die Trockenspäne zur Weiter verarbeitung abgeführt werden, wobei ein erster Anteil A1 der Abluft unter Beimischung von Frischluft F1 die in die Kühleinrichtung einströmende Kühlluft bildet und ein zweiter Anteil A2 der Abluft einer Sammelleitung zugeführt und ggf. an eine Abgasreinigungsanlage abgeführt wird,
und wobei sowohl das Verhältnis zwischen dem ersten Anteil A1 und dem zweiten Anteil A2 der Abluft als auch das Verhältnis zwischen dem ersten Anteil A1 der Abluft und der Frischluft F1 in Abhängigkeit von der Temperatur TA der Abluft und/oder der Temperatur TS der Trockenspäne ge steuert und/oder geregelt werden.
wobei die Späne in einer Trocknungseinrichtung getrocknet werden und die Trockenspäne einer Kühleinrichtung zugeführt werden,
wobei die Trockenspäne in der Kühleinrichtung unter Zufuhr von Kühlluft oder dergleichen Kühlgas unter gleichzeitiger Erwärmung der Kühlluft abgekühlt werden,
wobei die erwärmte Kühlluft von den Trockenspänen als Abluft getrennt wird und die Trockenspäne zur Weiter verarbeitung abgeführt werden, wobei ein erster Anteil A1 der Abluft unter Beimischung von Frischluft F1 die in die Kühleinrichtung einströmende Kühlluft bildet und ein zweiter Anteil A2 der Abluft einer Sammelleitung zugeführt und ggf. an eine Abgasreinigungsanlage abgeführt wird,
und wobei sowohl das Verhältnis zwischen dem ersten Anteil A1 und dem zweiten Anteil A2 der Abluft als auch das Verhältnis zwischen dem ersten Anteil A1 der Abluft und der Frischluft F1 in Abhängigkeit von der Temperatur TA der Abluft und/oder der Temperatur TS der Trockenspäne ge steuert und/oder geregelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, wobei die Späne in der
Trocknungsanlage mit in einem Heißgaserzeuger erzeugtem
Heißgas getrocknet werden, wobei der zweite Anteil A2 der
Abluft aus der Kühleinrichtung über die Sammelleitung zu
einem Teil A2.1 dem Heißgaserzeuger in Mischung mit separat
zugeführter Frischluft F2 zugeführt wird und zu einem Teil
A2.2 über die Abgasreinigungsanlage abgeführt wird, wobei
sowohl das Verhältnis zwischen dem Teil A2.1 und dem Teil
A2.2 als auch das Verhältnis zwischen dem Teil A2.1 und der
Frischluft F2 in Abhängigkeit von der Brennerleistung der
Temperatur im Heißgaserzeuger und/oder dem Druck in der
Sammelleitung gesteuert und/oder geregelt werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Trockenspäne
in der Kühleinrichtung durch die einströmende Kühlluft über
eine Kühlstrecke pneumatisch transportiert werden.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das
Prozeßgas nach der Trocknungseinrichtung von den Trocken
spänen getrennt wird und einer Feinspänerückgewinnungs
einrichtung zugeführt wird, in welcher die in dem Prozeßgas
verbliebenen Feinspäne abgetrennt werden und mit den
Trockenspänen der Kühleinrichtung zugeführt werden und
wobei das Prozeßgas der Abgasreinigungsanlage und/oder der
Trocknungseinrichtung zugeführt wird.
5. Anlage zur Durchführung des Verfahrens nach einem der
Ansprüche 1 bis 4, mit einer Trocknungseinrichtung (1) und
einer Kühleinrichtung (2) sowie einer Fördereinrichtung (3)
für die Trockenspäne zwischen Trocknungseinrichtung (1) und
Kühleinrichtung (2), wobei die Kühleinrichtung (2) eine
Kühlstrecke (4) für die Trockenspäne und die Kühlluft auf
weist, an deren Ende eine Trenneinrichtung (5) für Trocken
späne und Abluft angeordnet ist, wobei an die Trennein
richtung (5) eine Abluftleitung (6) mit einer Absaugvor
richtung (7) angeschlossen ist, wobei an die Trennein
richtung (5) eine Abluftleitung (6) mit einer Absaugvor
richtung (7) angeschlossen ist, welche Abluftleitung (6)
eine Sammelleitung (10) und unter Zwischenschaltung eines
Abluftsteuer- oder -regelorgans (8) in eine Kühlluftleitung
(9) mündet, wobei außerdem eine Frischluftleitung (11)
unter Zwischenschaltung eines Frischluftsteuer- oder
-regelorgans (12) in die Kühlluftleitung (9) mündet und
wobei in der Abluftleitung (6) und/oder in der Kühlstrecke
(4) ein Temperaturaufnehmer (13) angeordnet ist, welcher
mit dem Abluftsteuer- oder -regelorgan (8) und/oder mit
Frischluftsteuer- oder -regelorgan (12) zur Erzeugung von
Kühlluft mit vorgegebener Kühltemperatur über eine Steuer-
und/oder Regeleinrichtung (14) verbunden ist.
6. Anlage nach Anspruch 5, wobei das eine Ende der
Sammelleitung (10) unter Zwischenschaltung eines
Abgassteuer- oder -regelorgans (15) in eine Abgasleitung
(16) mündet, welche an die Abgasreinigungsanlage (17)
angeschlossen ist, wobei das andere Ende der Sammelleitung
(10) unter Zwischenschaltung zumindest eines Luftsteuer-
oder -regelorgans (18a, b) in ein oder mehrere Luftleitungen
(19a, b) zu einem Heißgaserzeuger (20) mündet, wobei
außerdem eine Frischluftleitung (21) über ein
Frischluftsteuer- oder -regelorgan (22) in die
Luftleitungen (19a, b) mündet, und wobei im Heißgaserzeuger
(20) ein Temperaturaufnehmer (24) und/oder ein
Leistungsaufnehmer (23) und in der Sammelleitung ein
Druckaufnehmer (26) angeordnet sind, welche über ein oder
mehrere Steuer- und/oder Regeleinrichtungen (25, 49) mit
dem Luftsteuer- oder -regelorgan (18a, b), dem
Frischluftsteuer- oder -regelorgan (22) und/oder mit dem
Abgassteuer- oder -regelorgan (15) verbunden sind.
7. Anlage nach Anspruch 5 oder 6, wobei die Kühleinrichtung
(2) als vertikale Flugstromkühleinrichtung mit vertikaler
Kühlstrecke (4) ausgebildet ist, an die eine z. B.
horizontale Leitung (27) angeschlossen ist, welche in die
Trenneinrichtung (5) mündet.
8. Anlage nach einem der Ansprüche 5 bis 7, wobei die
Trenneinrichtung (5) zumindest einen Zyklon (28) aufweist.
9. Anlage nach einem der Ansprüche 5 bis 8, wobei die
Trenneinrichtung (5) über eine Zellenradschleuse (29) oder
dergleichen mit einem Zwischenlagerbehälter (30), z. B.
einem Silo, für die Trockenspäne verbunden ist.
10. Anlage nach einem der Ansprüche 5 bis 9, wobei die
Trocknungseinrichtung (1) eine Trenneinrichtung (31) für
das Prozeßgas und die Trockenspäne aufweist, die der Kühl
einrichtung (2) zugeführt werden, wobei an die Trennein
richtung (31) eine Prozeßgasleitung (32) mit einer Absaug
vorrichtung (33) angeschlossen ist, die in eine Feinspäne
rückgewinnungseinrichtung (34) mündet, wobei die Feinspäne
rückgewinnungseinrichtung (34) ein oder mehrere Trennvor
richtungen (35) für das Prozeßgas und die ggf. in dem
Prozeßgas verbliebenen Feinspäne aufweist, wobei das
Prozeßgas (32) mit ihrem einen Ende ggf. über ein Absperr
organ (36) in eine zur Abgasreinigungsanlage (17) führende
Abgasleitung (37) mündet und mit ihrem anderen Ende ggf.
über ein Absperrorgan (38) in die Trocknungseinrichtung (1)
mündet.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999113161 DE19913161C1 (de) | 1999-03-24 | 1999-03-24 | Verfahren zum Konditionieren von Spänen und Anlage zur Durchführung des Verfahrens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1999113161 DE19913161C1 (de) | 1999-03-24 | 1999-03-24 | Verfahren zum Konditionieren von Spänen und Anlage zur Durchführung des Verfahrens |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19913161C1 true DE19913161C1 (de) | 2000-06-29 |
Family
ID=7902128
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1999113161 Expired - Fee Related DE19913161C1 (de) | 1999-03-24 | 1999-03-24 | Verfahren zum Konditionieren von Spänen und Anlage zur Durchführung des Verfahrens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19913161C1 (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1736253A1 (de) * | 2005-06-24 | 2006-12-27 | Depalor | Vorrichtung und Verfahren zur Reinigung eines in einer Fertigungsstrasse zur Herstellung von Spanplatten befindlichen Ventilators |
Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3702439A1 (de) * | 1987-01-28 | 1988-08-11 | Pfleiderer Gmbh & Co Kg Spanpl | Vorrichtung zur waermerueckgewinnung |
| DE3715668A1 (de) * | 1987-05-11 | 1988-12-01 | Baehre & Greten | Verfahren und anlage zum reinigen von trocknungsabgasen beim trocknen von holzspaenen, holzfasern oder dergleichen |
-
1999
- 1999-03-24 DE DE1999113161 patent/DE19913161C1/de not_active Expired - Fee Related
Patent Citations (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3702439A1 (de) * | 1987-01-28 | 1988-08-11 | Pfleiderer Gmbh & Co Kg Spanpl | Vorrichtung zur waermerueckgewinnung |
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| EP1736253A1 (de) * | 2005-06-24 | 2006-12-27 | Depalor | Vorrichtung und Verfahren zur Reinigung eines in einer Fertigungsstrasse zur Herstellung von Spanplatten befindlichen Ventilators |
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