DE19908395A1 - Verfahren zum Überziehen flacher Körper geringer Dicke mit aufschrumpfbaren Folienschlauchabschnitten und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens - Google Patents
Verfahren zum Überziehen flacher Körper geringer Dicke mit aufschrumpfbaren Folienschlauchabschnitten und Vorrichtung zur Durchführung des VerfahrensInfo
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Abstract
Bei einem Verfahren zum Überziehen flacher Körper geringer Dicke mit aufschrumpfbaren Folienschlauchabschnitten wird zur Lösung der Aufgabe bei versiegelten flachen Verpackungen geringer Dicke mit wertvollem Inhalt einen Versiegelungsbruch sicher vor einem Kauf zu erkennen, vorgeschlagen, daß der flache Körper geringer Diecke liegend transportiert zunächst im Bereich seiner Stirnfläche an um 180 Grad gegeneinander verschobenen Stellen und orthogonal zu seiner Fortschrittsrichtung arretiert wird, daß anschließend in Richtung der Verbindungslinie zwischen beiden Stellen über den flachen Körper das aufschrumpfbare Folienschlauchstück bis zu einer vorgegebenen Position in Bezug zu mindestens einer Stelle der Stirnfläche während synchronem Weitertransport des flachen Körpers geringer Dicke geschoben und daß anschließend die Folie durch Wärmeeinwirkung aufgeschrumpft wird. DOLLAR A Gleichzeitig wird für eine Verarbeitungseinrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens ebenfalls Schutz begehrt.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Überziehen flacher Körper geringer
Dicke mit aufschrumpfbaren Folienschlauchabschnitten.
Durch die Deutsche Offenlegungsschrift 39 25 842 ist ein Verfahren zum
Ausstatten von Gefäßen in Ausstattungsmaschinen insbesondere zum Anbringen
von Ausstattungsmaterial am Kopf und Halsbereich von Flaschen bekannt
geworden bei dem die Gefäße während des gesamten Ausstattungsvorgangs
entlang ihres Transportwegs durch die Ausstattungsmaschine wahlweise
wechselnd an ihrem Boden und Kopf oder am Boden und einem Bereich der
Mantelfläche auf dem die Gefäße tragenden Transporteur zentriert gehalten
werden.
Auch ist hierdurch eine Vorrichtung mit einem Zuförderer eine Übergabe
einrichtung einem Transporteur mit geschlossener Umlaufbahn mit mindestens
einem gesteuert drehbaren, die Gefäße am Boden abstützenden Drehteller,
einer am Kopf der Gefäße angreifenden gesteuert heb- und senkbaren ersten
Zentriereinrichtung, einer Abgabeeinrichtung und einem Abförderer, wobei im
Bereich des Transporteurs mindestens eine Ausstattungsstation zum Anbringen
von Ausstattungsmaterial an Gefäßen angeordnet ist, bekannt geworden, wobei
eine unabhängig von der ersten Zentriereinrichtung steuerbare mit dem
Transporteur mitbewegte zweite Zentriereinrichtung vorgesehen ist, die mit
einem Bereich der Mantelfläche des auszustattenden Gefäßes in Kontakt
gebracht werden kann und dieses auf dem Drehteller festhält.
Ein derartiges Verfahren und eine derartige Vorrichtung sind das Überziehen
flacher Körper geringer Dicke mit ausschrumpfbaren Folienschlauchabschnit
ten nicht anwendbar da sich derartige Gegenstände instabil verhalten und
insoweit ein sicheres Überziehen mit aufschrumpfbaren Folienschlauchab
schnitten nicht möglich ist.
Bisher wurden derartige Flachkörper geringer Dicke beispielsweise kosmeti
sche Verpackungen, wie Puderdosen, Lippenstifte, Lippenpomaden oder Etuis
für Kontaktlinsen und andere medizinische Hilfsmittel die nach einem Verkauf
für die anschließende Benutzung öffenbar und wieder verschließbar ausge
staltet sind, vor dem Verkauf nur mittels die Schmalseiten verschließbarer
Klebefolie vor einem Verkauf gegen Mißbrauch gesichert.
Auch wurde versucht derartige Gegenstände in weiteren versiegelten
Verpackung unversiegelt für den Verkauf bereitzuhalten.
Beides brachte keine Gewähr dafür, daß nicht vor dem Verkauf bereits eine
unerlaubte Benutzung des verpackten Gegenstands vorgenommen wurde.
Ausgehend von dem so bekannt gewordenen Stand der Technik liegt der vor
liegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde bei versiegelten flachen Ver
packungen geringer Dicke mit wertvollem Inhalt einen Versiegelungsbruch
sicher vor einem Kauf zu erkennen. Diese Aufgabe wird mit einem Verfahren
erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der flache Körper liegend transportiert
zunächst im Bereich seiner Stirnfläche an um 180 Grad gegeneinander ver
schobenen Stellen und orthogonal zu seiner Fortschrittsrichtung arretiert
wird, daß anschließend in Richtung der Verbindungslinie zwischen den beiden
Stellen über den flachen Körper das aufschrumpfbare Folienschlauchstück bis
zu einer vorgegebenen Position in Bezug zu mindestens einer Stelle der
Stirnfläche während synchronem Weitertransports des flachen Körpers gerin
ger Dicke geschoben wird und daß anschließend die Folie durch Wärmeeinwir
kung aufgeschrumpft wird. Hierdurch entsteht erstmalig eine sichere Ver
siegelung deren Bruch ohne weiteres vor dem Kauf eines derartigen Gegen
standes erkannt werden kann, sei es durch Fehlen eines Teils der Versiege
lung oder durch die Anwendung eines den Bruch verdeckenden Klebefolien
stücks.
Eine Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht darin, daß
gleichzeitig ausgehend von den beiden Stellen der Stirnfläche aufschrumpf
bare Folienabschnitte über den flachen Körper aufgeschoben werden und
anschließend aufgeschrumpft werden. Diese erfindungsgemäße Ausgestaltung
ist bei Körper mit flachem Rand anzuwenden.
Zur Durchführung des erfinderischen Verfahrens wird ausgehend von einer
Verarbeitungseinrichtung für aufschrumpfbare Folienschläuche mit Förder
einrichtungen für deren Öffnung, Abtrennung und Zuführung der geöffneten
Abschnitte zum Überziehen flacher Körper geringer Dicke erfindungsgemäß
vorgeschlagen, daß mindestens drei nebeneinander in gleicher Höhe ange
ordnete mit synchroner Geschwindigkeit mit ihren vorlaufenden Trumen
horizontal umlaufende Förderer vorgesehen sind, daß der zwischen den beiden
äußeren Förderer angeordnete mittlere Förderer Trageeinheiten für zu
überziehende flache Körper geringer Dicke besitzt, daß die beiden äußeren
Förderer zu ihrer Förderrichtung quer verlaufende Halteeinrichtungen
tragen, daß mindestens einer der beiden äußeren Förderer Führungen für eine
Querbewegung der quer verlaufenden Halteeinrichtungen besitzt, daß
mindestens diese Halteeinrichtungen gleichzeitig als Hilfsdorne für die
geöffneten Abschnitte der aufschrumpfbaren Folienschläuche ausgebildet
sind, daß mit jedem Hilfsdorn eine Schiebeeinrichtung für das ausschrumpf
bare Folienschlauchstück verbunden ist, daß die Schiebeeinrichtung in
Abhängigkeit einer sich längs der Fördereinrichtung neben mindestens dem
einen äußeren Förderer erstreckenden weiteren Führung quer zur Förderrich
tung vor und zurück bewegt wird, daß während des Aufschiebens des auf
schrumpfbaren Folienschlauchstücks der flache Körper geringer Dicke frei
vom mittleren Förderer lediglich von den Halteeinrichtung getragen wird und
daß anschließend der Körper einschließlich aufgeschobenem aufschrumpfbaren
Folienschlauchstück einem Schrumpftunnel zugeführt wird. Eine derartige
erfindungsgemäße Verarbeitungseinrichtung löst die der Erfindung zugrunde
liegende Aufgabe ebenfalls und stellt sicher, daß eine stets gleichblei
bende Versiegelung zu verkaufender flacher Körper geringer Dicke ermöglicht
wird und zwar in einem einzigen Arbeitsgang, bei welchem die Lage des Kör
pers stets stabil bleibt. Durch diese Verarbeitungseinrichtung wird darüber
hinaus erstmals erreicht, daß auch erfindungsgemäß die Stirnfläche der
flachen Körper geringer Dicke beim Aufschrumpfen von Folienschlauchstücken
dann praktisch komplett versiegelt wird, wenn das Folienschlauchstück den
flachen Körper geringer Dicke in der Aufschieberichtung überragt, d. h. wenn
ein Folienschlauchstück aufgeschoben wird, dessen Länge größer ist als die
Länge der Verbindungslinie zwischen den beiden um 180 Grad verschobenen
Stirnflächen stellen. Weiterhin eignen sich als umlaufende Förderer, sowohl
Kettenförderer, Transportriemen und Zahnriemen aus Metall und/oder
Kunststoff.
Eine erfindungsgemäße Ausgestaltung gemäß Anspruch 4 besteht darin, daß
jede querverlaufende Halteeinrichtung einen Führungsfortsatz trägt, daß
der Führungsfortsatz in einer zwischen dem vorlaufenden und dem rücklaufen
den Trum des mindestens einen äußeren endlosen Förderers angeordneten eben
falls umlaufenden Führungsbahn verläuft. Hiermit ist gewährleistet, daß die
erfindungsgemäß über einen Führungsfortsatz von einer umlaufenden Führungs
bahn angetriebene Halteeinrichtung auf dem ihr zugeordneten Führungsbolzen
geführt eine sichere Halterung des flachen Körpers an dessen Stirnfläche
ermöglicht. Insbesondere bei Etuis für Kontaktlinsen und Etuis für Lippen
stifte, bei welchen die Stirnfläche zur Halterung des Körpers sowohl in
horizontaler als auch in vertikaler Richtung im Bereich der Halterung sehr
klein ist, wird durch diese erfindungsgemäße Bolzenführung eine sichere
reproduzierbare Halterung erreicht.
In noch weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes wird gemäß
Anspruch 5 unter Schutz gestellt, daß die Trageeinheiten des mittleren
Förderers für die flachen Körper geringer Dicke je Trageeinheit mindestens
zwei Stützen besitzen, daß die Stützen gegeneinander, in ihrer gegensei
tigen Höhenlage, in ihrem gegenseitigen Breitenabstand, in ihrem gegen
seitigen Längenabstand und mindestens in ihrer Höhenlage zu dem horizontal
verlaufenden vorlaufendem Trum des endlos umlaufenden Förderers verstellbar
sind und daß die Stützen links und rechts an dem einen umlaufenden Förderer
angeordnet sind. Eine derartige Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes
mit im wesentlich drei nebeneinander liegenden Förderern ermöglicht es auch
Gegenstände, welche nicht nur eine geringe Dicke sondern auch eine geringe
horizontale Erstreckung haben, sicher zu versiegeln.
In einer Ausgestaltung hierzu wird gemäß Anspruch 6 unter Schutz gestellt,
daß bei mehrsträngige mittleren Förderern mit horizontal verlaufenden
vorlaufenden Trumen jeder Förderer eine verstellbare Stütze trägt. Eine
derartige Ausgestaltung ist insbesondere anwendbar bei großen flachen
Körpern.
In noch weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes wird gemäß
Anspruch 8 vorgeschlagen, daß der Hilfsdorn in seinen Höhen und Breitenab
messungen einem Teil der Stirnfläche des flachen Körper in seinem Halte
bereich entspricht und daß die mit der Stirnfläche des flachen Körpers
geringer Dicke in Wirkverbindung tretende Vorderseite des Hilfsdorn einem
Teil der größten Ausdehnung der Stirnfläche des Körpers in Förderrichtung
und dessen größter Dicke angepaßt ist. Durch die erfindungsgemäße Anpassung
der Hilfsdorne an den jeweils zu versiegelten Gegenstand läßt sich die
erfinderische Vorrichtung praktisch jedem Körper einschließlich seiner
Körperkontur anpassen.
In noch weiterer Ausgestaltung des Erfindungsgegenstandes wird gemäß
Anspruch 8 unter Schutz gestellt, daß gezahnte Schiebeeinrichtungen und
gezahnte Hilfsdornoberflächen vorgesehen sind. Durch die Anordnung von
Zahnungen ist ein eindeutiges Aufschieben der aufschrumpfbaren Folie auf
den Gegenstand sicher gewährleistet.
In der nachfolgenden Beschreibung wird die Erfindung anhand von schematisch
dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert:
Es zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht auf eine Verarbeitungseinrichtung zur Erläuterung
des erfinderischen Verfahrens
Fig. 2 einen Schnitt A-A durch die Verarbeitungseinrichtung gemäß Fig. 1
mit dort nicht dargestellten Einzelheiten
Fig. 3 einen weiteren Schnitt B-B durch die Verarbeitungseinrichtung gemäß
Fig. 1 mit dort nicht dargestellten Einzelheiten und
Fig. 4 einen weiteren Schnitt C-C durch die Verarbeitungseinrichtung gemäß
Fig. 1 mit dort nicht dargestellten Einzelheiten.
Gleiche Bauteile werden in den Figuren mit den selben Bezugsziffern
bezeichnet.
Gemäß Fig. 1 besteht eine Verarbeitungseinrichtung 1 im wesentlichen aus
einem mittleren Förderer 2, welcher von zwei äußeren Förderern 3, 4 begrenzt
wird und einem daran anschließenden Schrumpftunnel 5, in welchem ein
Aufschrumpfen von Folienschlauchabschitten 6 auf flache Körper geringer
Dicke 7 durchgeführt wird.
Im Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 bestehen die flachen Körper geringer
Dicke 7 beispielsweise aus schmalen länglichen einen rechteckigen Quer
schnitt besitzenden Packungseinheiten 8, welche an einer Trennstelle 9 in
ein Gehäuseoberteil 10 und ein Gehäuseunterteil 11 auftrennbar sind.
Nachdem die Verpackungseinheiten 8 in Förderrichtung schmal, jedoch quer
zur Förderrichtung eine beachtliche Längserstreckung aufweisen, wurde im
Ausführungsbeispiel gemäß Fig. 1 ein Doppelkettenförderer 12 verwendet,
welcher auf jedem Kettenstrang 12a und 12b je eine Trageinheit 13 (vergl.
Fig. 2) trägt. Die Trageinheiten 13 sind höhen- und seitenverstellbar, so
daß auch flache Körper geringer Dicke, welche beispielsweise in ihrer
Längsrichtung einen konischen Verlauf aufweisen trotzdem horizontal und
orthogonal auf den Doppelkettenförderer 12 ausgerichtet werde, so daß
später bei einer Übernahme der Verpackungseinheiten 8 durch Halteeinrich
tungen 14, 15 (vergl. Fig. 4) sicher gewährleistet ist.
Nachdem wie in Fig. 1 in Position 19 eine Verpackungseinheit 8 mittels
Halteeinrichtungen 14, 15 sicher ergriffen wurde, wird der Doppelketten
förderer 12, bei dem es sich um einen Rollenketten- oder Gliederketten
förderer oder um Zahnriemenförderer mit Trageeinheiten 13 handeln kann,
wie in Fig. 2 dargestellt nach unten wegbewegt, um im Bereich des
Schrumpftunnels 5 die dann mit Folienschlauchabschnitten 6 versehenen Ver
packungseinheiten 8 wieder aufzunehmen. Der Doppelkettenförderer 12 wird
dann anschließend als endlos umlaufender Förderer hinter dem Schrumpftunnel
5 wieder zur Startstelle 2a des mittleren Förderers zurückgeführt. Auch
kann der mittlere Förderer im Bereich der Position 19 als endlos umlaufen
der Förderer sofort zur Startstelle 2a zurückgeführt werden. In diesem
Falle wird dann im Bereich 20 ein von dem mittleren Förderer 3 unabhängiger
weiterer mittlerer Förderer 21 als endlos umlaufender Förderer den
Schrumpftunnel 5 mit Verpackungseinheiten 8 beschicken, welche Folien
schlauchabschnitte 6 tragen, und entleeren.
Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 besteht die Trageinheit 13 aus einem
fest auf dem Kettenstrang 12a angeordneten Prisma 22 und aus einem von
diesem beabstandeten beweglichen Prisma 23, welches eine schräge Auflauf
kante 24 besitzt und entsprechend einem Doppelpfeil 25 so einjustierbar
ist, daß auch ein konischer Verlauf der Oberfläche der Verpackungseinheit 8
berücksichtigt werden kann.
Werden beispielweise Verpackungseinheiten in Muschelform verwendet, welche
ebenfalls als flache Körper geringer Dicke anzusehen sind, ist es möglich
die auf den beiden Kettensträngen 12a und 12b befindlichen beweglichen
Prismen 23 so einzustellen, daß eine sichere Auflage für die Muscheln
gegeben ist, so daß im Übergabebereich der Position 19 die Halteeinrich
tungen sicher die Stirnfläche im Bereich der horizontal umlaufenden
Muschelöffnung ergreifen können.
In Fig. 2 ist auch die Halteeinrichtung 14 in gestrichelter Form darge
stellt und gleichzeitig ist dort ein mit der Halteeinrichtung 14 verbun
dener rechteckiger Hilfsdorn 26 dargestellt. Mit diesem im Querschnitt
rechteckigen Hilfsdorn 26 wirkt eine ebenfalls rechteckige Schiebeein
richtung 27 zusammen.
Im Falle der Fig. 2 ist angenommen, daß der Mantel der Verpackungseinheit
8 bei rechteckigen Querschnitt in einer Längsrichtung konisch verläuft. Der
aufzuschiebende Folienschlauchabschnitt 6 muß im geöffneten Zustand so groß
gewählt werden, daß ohne weiteres ein Aufschieben gewährleistet ist, auch
an der um 180 Grad versetzten Stirnfläche ein sicheres Auf- und Überschie
ben zu gewährleisten, wenn zufolge konischen Verlaufs dort ein größerer
recheckiger Querschnitt vorhanden ist. Durch die Wahl des rechteckigen
Hilfsdorns 26 ist die Gewähr dafür gegeben, daß der Folienschlauchabschnitt
6 auch über den größten Querschnitt hinaus geschoben werden kann. Beim
anschließenden Aufschrumpfen des Folienschlauchabschnitts 6 im Schrumpftun
nel ist hiermit die Gewähr dafür gegeben, daß die Verpackungseinheit 8
ringsum von einer Schrumpffolie umgeben ist, die die Gewähr gibt, daß ein
Bruch der Versiegelung auch durch Zurückschieben des Folienschlauchab
schnitts in Richtung auf den kleineren rechteckigen Querschnitt auftritt
und somit eine absolute Sicherheit beim Kauf derartiger versiegelter
Verpackungseinheiten 8 auf Unversehrtheit gegeben ist.
Fig. 3 zeigt eine weitere Form der Halteeinrichtung 14, 15. Diese Halte
einrichtung ist in zwei Führungsbolzen 16, 16a geführt, wobei der Führungs
bolzen 16a in einem Langloch 28 der Halteeinrichtung 14, 15 geführt ist.
Dieses Langloch 28 dient dazu die beim Umlauf der endlos umlaufenden
Förderer entstehenden Abstandsänderung der Führungsbolzen beim Umlauf um
Umlaufräder auszugleichen.
Fig. 4 zeigt eine Führung der Halteeinrichtung 14, 15 und gleichzeitig
eine Führung der Schiebeeinrichtung 27. Hierzu ist ein Körper 29 der sich
zwischen den Rollenketten der äußeren Förderer 35, 36 befindet mit einer
Führungsbahn 30 versehen, in welchem ein Führungsfortsatz 31 der Halteein
richtung 14 bzw. 15 geführt ist. Im einfachsten Fall besteht der Führungs
fortsatz aus einem mit einem Kugellager versehenen Zapfen, welcher genau
passend in der Führungsbahn 30 abrollt. Durch diese Führung der Halteein
richtung 14 bzw. 15 wird erreicht, daß bei gleicher Ausgestaltung des
Körpers 29 jedoch spiegelbildlicher Anordnung in den beiden äußeren För
derern 3, 4 in Abhängigkeit des synchronen Fortschreitens der mindestens
drei Kettenförderer bei entsprechender Anpassung auswechselbarer Hilfs
dorne 32 eine sichere Übernahme und Halterung der Verpackungseinheiten 8 an
beliebiger Stelle zwischen den beiden äußeren Förderern 3. 4 stattfinden
kann und daß auch das Aufschieben der Folienschlauchstücke fehlerfrei
verläuft. Hierdurch ist es auch möglich eine Verpackungseinheit 8 sowohl
vom rechteckigen Hilfsdorn 26 mit einem Folienschlauchabschnitt 6 zu
versehen, als auch von der Halteeinrichtung 15 einen Folienschlauchab
schnitt auf die Verpackungseinheit 8 aufzubringen.
Unabhängig vom Körper 29 wird die Schiebeeinrichtung 27 von einer weiteren
Führung 23 zwangsläufig bewegt. Die Schiebeeinrichtung 27 verläuft in
einfachster Form mit einem Ende 34 eine in der weiteren Führung 33 und zwar
ist die Führung 33 in Förderrichtung als Giebel dachförmige Führung ausge
bildet, so daß ein zwangsläufiges Vorwärtsbewegen der Schiebeeinrichtung 27
und damit ein Abschieben des Folienschlauchabschnitts 6 vom Hilfsdorn 32
auf den Körper geschieht und anschließend ein zwangsläufiges Zurückziehen
der Schiebeeinrichtung 22 gewährleistet ist, wenn der Folienschlauchab
schnitt 6 über die Verpackungseinheit 8 geschoben wurde.
Die Fig. 1 bis 4 dargestellten Ausführungsbeispielen zeigen die Auf
schiebemöglichkeit von Folienschlauchabschnitten 6 von einer Seite auf
einen flachen Körper geringer Dicke 7. Es fällt jedoch auch unter den
Umfang der Erfindung, wenn im Bereich des anderen äußeren Förderers 4
ebenfalls weitere Führungen 33 vorgesehen werden und dort auch auswechsel
bare Hilfsdorne für andere Verläufe der Oberflächen beispielsweise muschel
artiger Behältnisse mit verschiedenen Durchmessern vorgesehen werden.
Durch die Wahlmöglichkeit gemäß der Erfindung das aufschrumpfbare Folien
schlauchstück bis zu einer vorgegebenen Position in Bezug zu mindestens
einer Stelle der Stirnfläche während des synchronen Weitertransports des
flachen Körpers geringer Dicke aufzuschieben, lassen sich auch flache
Körper sicher verschließen, welche sowohl mehrere Trennstellen im Bereich
der Stirnfläche als auch mehrere Trennstellen im Bereich der Oberfläche
aufweisen beispielsweise zur Einbringung von Nachfüllmaterial in einen
flachen Körper geringer Dicke. Hierdurch wird ein Entnehmen der bei einem
Erstverkauf bereits eingelegten Nachfüllpäckchen durch Dritte unmöglich.
Claims (8)
1. Verfahren zum Überziehen flacher Körper geringer Dicke mit aufschrumpf
baren Folienschlauchabschnitten dadurch gekennzeichnet, daß der flache
Körper geringer Dicke liegend transportiert zunächst im Bereich seiner
Stirnfläche an um 180 Grad gegeneinander verschobene Stellen und ortho
gonal zu seiner Fortschrittsrichtung arretiert wird, daß anschließend in
Richtung der Verbindungslinie zwischen beiden Stellen über den flachen
Körper das aufschrumpfbare Folienschlauchstück bis zu einer vorgegebenen
Postition in Bezug zu mindestens einer Stelle der Stirnfläche während
synchronem Weitertransports des flachen Körpers geringer Dicke geschoben
und daß anschließend die Folie durch Wärmeeinwirkung aufgeschrumpft
wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß gleichzeitig aus
gehend von den beiden Stellen der Stirnfläche aufschrumpfbare Folien
schlauchabschnitte über den flachen Körper geschoben werden und an
schließend auf den Körper aufgeschrumpft werden.
3. Verarbeitungseinrichtung für aufschrumpfbare Folienschläuche mit Förder
einrichtungen für deren Öffnung, Abtrennung und Zuführung der geöffneten
Abschnitte zum Überziehen flacher Körper geringer Dicke zur Durchführung
des Verfahrens nach Anspruch 1 und/oder 2 dadurch gekennzeichnet, daß
mindestens drei nebeneinander in gleicher Höhe angeordnete mit synchro
ner Geschwindigkeit mit ihren vorlaufenden Trumen horizontal umlaufende
Förderer vorgesehen sind, daß der zwischen den beiden äußeren Förderern
angeordnete mittlere Förderer Trageeinheiten für zu überziehende flache
Körper geringer Dicke besitzt, daß die beiden äußeren Förderer zu ihrer
Förderrichtung quer verlaufende Halteeinrichtungen tragen, daß
mindestens einer der beiden äußeren Förderer Führungen für eine Querbe
wegung der querverlaufenden Halteeinrichtungen besitzt, daß mindestens
diese Halteeinrichtung gleichzeitig als Hilfsdorne für die geöffneten
Abschnitte der aufschrumpfbaren Folienschläuche ausgebildet sind, daß
mit jedem Hilfsdorn eine Schiebeeinrichtung für das aufschrumpfbare
Folienschlauchstück verbunden ist, daß die Schiebeeinrichtung in
Abhängigkeit einer sich längs der Förderrichtung neben mindesten dem
einen äußeren Förderer erstreckenden weiteren Führung quer zur Förder
richtung vor und zurückbewegt wird und daß während des Aufschiebens des
aufschrumpfbaren Folienschlauchstücks der flache Körper geringer Dicke
frei vom mittleren Förderer lediglich von den Halteeinrichtungen getra
gen wird und daß anschließend der Körper einschließlich aufgeschobenem
aufschrumpfbaren Folienschlauchstück einem Schrumpftunnel zugeführt
wird.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3 dadurch gekennzeichnet, daß jede querver
laufende Halteeinrichtung einen Führungsfortsatz trägt, daß der
Führungsfortsatz in einer zwischen dem vorlaufenden und dem rücklaufen
den Trum des mindestens einen äußeren endlosen Förderers angeordneten
ebenfalls umlaufenden Führungsbahn verläuft.
5. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, daß die Trageinheiten des mittleren Förderers
für die flachen Körper geringer Dicke je Trageinheit mindestens zwei
Stützen besitzen, daß die Stützen gegeneinander, in ihrer gegenseitigen
Höhenlage, in ihrem gegenseitigen Breitenabstand, in ihrem gegenseitigen
Längenabstand und mindestens in ihrer Höhenlage zu den horizontal ver
laufenden vorlaufendem Trum des endlos umlaufenden Förderers verstellbar
sind und daß die Stützen links und rechts an der einen umlaufenden
Förderer angeordnet sind.
6. Vorrichtung nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, daß bei mehr
strängigem mittlerem Förderer mit horizontal verlaufenden vorlaufenden
Trumen jeder Förderer eine verstellbare Stütze tragen.
7. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, daß der Hilfsdorn in seinen Höhen- und Breiten
abmessungen einen Teil der Stirnfläche des flachen Körper in seinem
Haltebereich entspricht und daß die mit der Stirnfläche des flachen
Körpers geringer Dicke in Wirkverbindung tretende Vorderseite des Hilfs
dorns einem Teil der größten Ausdehnung der Stirnfläche des Körpers in
Förderrichtung und dessen größter Dicke angepaßt ist.
8. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche
dadurch gekennzeichnet, daß gezahnte Schiebeeinrichtung und gezahnte
Hilfsdornoberflächen vorgesehen sind.
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Citations (2)
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Patent Citations (2)
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