DE19908057A1 - Formschlüssig aneinanderreihbare Wasch- und Reinigungsmittelformkörper - Google Patents
Formschlüssig aneinanderreihbare Wasch- und ReinigungsmittelformkörperInfo
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Abstract
Formkörper, die auf ihrer Oberseite eine oder mehrere Erhebungen und/oder Vertiefungen und auf ihrer zur Formkörperoberseite planparallelen Unterseite eine oder mehrere Vertiefungen und/oder Erhebungen aufweisen, welche formschlüssig ineinandergreifen können, weisen Vorteile bei der Handhabung und Dosierung auf.
Description
Die vorliegende Erfindung liegt auf dem Gebiet der kompakten Formkörper, die wasch-
und reinigungsaktive Eigenschaften aufweisen. Solche Wasch- und Reinigungsmittelform
körper umfassen beispielsweise Waschmittelformkörper für das Waschen von Textilien,
Reinigungsmittelformkörper für das maschinelle Geschirrspülen oder die Reinigung harter
Oberflächen, Bleichmittelformkörper zum Einsatz in Wasch- oder Geschirrspülmaschinen,
Wasserenthärtungsformkörper oder Fleckensalztabletten. Insbesondere betrifft die Erfindung Reinigungsmittelformkörper, die zum Reinigen von Geschirr in einer Haushalts-
Geschirrspülmaschine eingesetzt und kurz als maschinelle Geschirrspülmitteltabletten be
zeichnet werden.
Wasch- und Reinigungsmittelformkörper sind im Stand der Technik breit beschrieben und
haben sich als Angebotsform für Wasch- und Reinigungsmittel neben den üblichen pulver
förmigen Produkten insbesondere im Segment der maschinellen Geschirrspülmittel fest
etabliert. Ein Vorteil der Tabletten - ihre einfache Dosierbarkeit - wird dabei von manchen
Verbrauchern als Nachteil empfunden, da Tabletten mit ihren definierten Mengen an In
haltsstoffen dem Verbraucher die Dosierhoheit nehmen. Im pharmazeutischen Bereich hat
sich als Problemlösung die Einkerbung der Tabletten durchgesetzt, so daß der Verbraucher
situationsbedingt durch einfaches Durchbrechen der Tablette nur eine halbe Dosiereinheit
verwenden kann. Diese Methode ist bei großen Dosiereinheiten schlecht anwendbar, da ein
zu hoher Kraftaufwand benötigt wird. Ein weiterer Nachteil ist, daß zwar die Menge be
stimmt werden kann, aber sämtliche Einzeleinheiten die gleiche Zusammensetzung aufwei
sen, weshalb eine gezielte Dosierung einzelnen Inhaltsstoffe unmöglich ist.
Eine Problemlösung, die beide Problembereiche anspricht, bestünde darin, kleinere Do
siereinheiten anzubieten, deren Zusammensetzung variiert. Dieser Lösungsvorschlag ist in
der deutschen Offenlegungsschrift DE-OS-25 21 883 offenbart. Diese Schrift beschreibt
eine Wasch- und Reinigungsmittelzusammensetzung in Tablettenform, Kuverts, Tüten,
Packungen, Kapseln oder als sonstige Gebinde, worin die Bestandteile in separaten Einze
leinheiten vorliegen und jede Einzeleinheit eine solche Größe hat, daß in der gelöst in
Wasser die gewünschte Waschlösung ergebenden Waschmittelzusammensetzung eine im
Bereich von 1-10 gelegene Anzahl von Einzeleinheiten jedes dieser Bestandteile vorhan
den ist. Die Trennung der Komponenten in Einzeleinheiten wird in der genannten Druck
schrift durchgeführt, um durch gezielte Zuführung von Einzeleinheiten Wasch- und Reini
gungsmittel mit unterschiedlichen Eigenschaften herzustellen, z. B. Grob- oder Fein
waschmittel. Geschirrspülmittel werden in dieser Schrift nicht offenbart.
Die genannten Mittel haben jedoch den Nachteil, daß die einzelnen Tabletten entweder
keine Wirkstofftrennung erlauben oder sehr groß sind und so ein mehrfaches Portionieren
insbesondere im Fall von maschinellen Geschirrspülmitteln nicht ermöglichen, da die Do
sierkammern oft sehr klein sind.
Der vorliegenden Erfindung lag nun die Aufgabe zugrunde, Wasch- und Reinigungsmittel
formkörper und ein Verfahren zu ihrer Herstellung bereitzustellen, die sowohl eine Wirk
stofftrennung zulassen, falls dies gewünscht ist, als auch eine platzsparende Mehr-
Einheiten-Dosierung in engen Dosierkammern ermöglichen.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist daher ein Wasch- und Reinigungsmittelform
körper aus verdichtetem, teilchenförmigen Wasch- und Reinigungsmittel, enthaltend Ge
rüststoffe sowie optional weitere Inhaltsstoffe von Wasch- und Reinigungsmitteln, der auf
seiner Oberseite eine oder mehrere Erhebungen und/oder Vertiefungen und auf seiner zur
Formkörperoberseite planparallelen Unterseite eine oder mehrere Vertiefungen und/oder
Erhebungen aufweist, die formschlüssig ineinandergreifen können.
Der Begriff "Wasch- und Reinigungsmittelformkörper" ist dabei im Rahmen der vorlie
genden Erfindung nicht als limitierend zu verstehen - wie bereits erwähnt, werden unter
"Wasch- und Reinigungsmittelformkörper" auch Wasch-, Spül, Reinigungsmittel- und
Waschhilfsmittelformkörper verstanden. Das vorstehend beschriebene Prinzip erlaubt es
dem Verbraucher, mehrere der erfindungsgemäßen Formkörper platzsparend aufeinander
zustapeln, indem die Erhebungen bzw. Vertiefungen auf der Oberseite des ersten Formkör
pers und die Vertiefungen bzw. Erhebungen auf der Unterseite des zweiten Formkörpers
formschlüssig ineinandergreifen. Auf diese Weise können zwei, drei, vier oder noch mehr
Formkörper aufeinandergestapelt und in die Dosierkammer eingebracht werden, ohne daß
Platzprobleme entstehen oder der Verbraucher das Eindosieren der Einzeleinheiten mehr
fach vornehmen muß.
Die erfindungsgemäßen Formkörper können mit einer Vielzahl von Erhebungen bzw. Ver
tiefungen ausgestattet sein, so daß ihre planparallelen Ober- bzw. Unterseiten auch dann
formschlüssig ineinandergreifen, wenn ein Formkörper seitwärts versetzt auf einen zweiten
Formkörper gestapelt wird. Dieses Prinzip wäre dem von Spielzeug-
Konstruktionsbausteinen ähnlich. Bevorzugt ist aber im Rahmen der vorliegenden Erfin
dung im Hinblick auf die Herstellung der Formkörper eine geometrisch einfachere Ausfüh
rungsform, bei der der Wasch- und Reinigungsmittelformkörper auf seiner Oberseite eine
Erhebung und/oder Vertiefung und auf seiner Unterseite eine Vertiefung und/oder Erhe
bung aufweist, die formschlüssig ineinandergreifen können.
Mit nur einer dieser Erhebungen bzw. Vertiefungen wird im Preßvorgang das Risiko von
Anbackungen der zu verpressenden Pulvermischungen an die Preßwerkzeuge reduziert.
Weisen diese Preßwerkzeuge von der Fläche der Ober- bzw. Unterseite ausgehend zum
höchsten Punkt der Erhebung bzw. zum tiefsten Punkt der Vertiefung keine senkrechten
Kanten auf, werden weitere Verfahrensvorteile wie stärker verringerte Anbackungen und
höhere Werkzeugstandzeiten erzielt. Bevorzugt sind deshalb im Rahmen der vorliegenden
Erfindung Wasch- und Reinigungsmittelformkörper, bei denen die Erhebungen bzw. die
hierzu formschlüssig passenden Vertiefungen die Form eines Halbellipsoiden, eines Ku
gelabschnitts oder eine geometrisch ähnliche Form besitzen.
Die Formkörpergrundfläche, d. h. die Oberseite bzw. Unterseite, die die Erhebungen
und/oder Vertiefungen aufweist, kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung die unter
schiedlichsten geometrischen Formen annehmen, vom Dreieck über das Rechteck und des
sen Spezialfall, das Quadrat, bis hin zu fünf- , sechs-, oder achteckigen Formen. Auch ande
re Flächensymbole wie Sterne oder Kreise, Ellipsen oder Tierformen sind problemlos als
Formkörpergrundfläche realisierbar. Bevorzugte Wasch- und Reinigungsmittelformkörper
sind dadurch gekennzeichnet, daß die Formkörpergrundfläche im wesentlichen rechteckig
ist und vorzugsweise abgerundete Ecken aufweist.
Sollte die vorstehend genannte Ausführungsform nicht erwünscht sein, ist ein Wasch- und
Reinigungsmittelformkörper bevorzugt, der dadurch gekennzeichnet ist, daß die Formkör
pergrundfläche im wesentlichen rund ist.
Die Erhebungen bzw. Vertiefungen können in jeder beliebigen Größe realisiert werden. Es
hat sich aber aus Gründen der Stabilität der resultierenden Formkörper bewährt, wenn die
Höhe der Erhebungen bzw. die Tiefe der Vertiefungen maximal 1/50 bis 1/3, vorzugsweise
1/40 bis 1/4, besonders bevorzugt 1/30 bis 1/5 und insbesondere 1/20 bis 1/6 des Abstandes
der zueinander parallelen Formkörperseiten beträgt. Die räumliche Ausdehnung der Erhe
bungen bzw. Vertiefungen, d. h. sowohl der Anteil der Fläche, die die Erhebun
gen/Vertiefungen auf der Formkörpergrundfläche belegen, als auch ihre Höhe, wird vor
zugsweise so gewählt, daß die Erhebungen/Vertiefungen einen Rauminhalt aufweisen, der
einen bestimmten Prozentsatz des Gesamt-Formkörpervolumens ausmacht. Hiernach sind
im Rahmen der vorliegenden Erfindung Wasch- und Reinigungsmittelformkörper bevor
zugt, bei denen das Volumen der Erhebungen bzw. Vertiefungen 1/100 bis 1/3, vorzugs
weise 1/75 bis 1/4, besonders bevorzugt 1/50 bis 1/5 und insbesondere 1/25 bis 1/10 des
gesamten Formkörpervolumens ausmacht.
Die erfindungsgemäß hergestellten Formkörper können quasi endlos aufeinandergestapelt
werden; es ist aber erfindungsgemäß ebenso möglich, "Endstücke" herzustellen, indem ein
Formkörper hergestellt wird, dessen Vertiefung befüllt wurde und demzufolge keine Erhe
bung eines anderen Formkörpers mehr aufnehmen kann. Wasch- und Reinigungsmittel
formkörper, bei denen die Vertiefung(en) auf einer der Formkörperseiten mit einem
schmelzbaren Material befüllt sind, sind daher ebenfalls Gegenstand der vorliegenden Er
findung..
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung der
erfindungsgemäßen Formkörper. Das erfindungsgemäße Verfahren ist dabei ein an sich
bekanntes Tablettierverfahren, bei dem speziell ausgeformte Preßstempel eingesetzt wer
den, also ein Verfahren zur Herstellung von Wasch- und Reinigungsmittelformkörpern
durch an sich bekanntes Verpressen von teilchenförmigem Wasch- und Reinigungsmittel in
einer Tablettenpresse mit Ober- und Unterstempel, das dadurch gekennzeichnet ist, daß der
Oberstempel auf der Preßfläche eine oder mehrere Erhebungen und/oder Vertiefungen und
der Unterstempel auf der Preßfläche eine oder mehrere Vertiefungen und/oder Erhebungen
aufweist, die formschlüssig ineinandergreifen können.
Für das erfindungsgemäße Preßverfahren gelten die gleichen bevorzugten Ausführungs
formen wie für die erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmittelformkörper. Insbe
sondere sind erfindungsgemäße Verfahren bevorzugt, bei denen der Oberstempel einer
Erhebung aufweist, die vorzugsweise die Form eines Halbellipsoiden, eines Kugelab
schnitts oder eine geometrisch ähnliche Form besitzt. In logischer Folge weist bei dieser
Verfahrensvariante der Unterstempel eine Vertiefung auf, die eine komplementäre Form
hat.
In Anlehnung an übliche Größen von Wasch- und Reinigungsmittelformkörpern (ca. 10 bis
unter 100 Kubikzentimeter), sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung besonders Ver
fahrensvarianten bevorzugt, bei denen die Erhebung ein Volumen von 0,5 bis 5 ml, bevor
zugt 0,6 bis 3 ml, besonders bevorzugt 0,8 bis 2 ml besitzt.
Mit dem erfindungsgemäßen Verfahren lassen sich Formkörper der unterschiedlichsten
Zusammensetzungen herstellen, wobei das erfindungsgemäße Verfahren insbesondere die
Probleme bei der Herstellung und Anwendung von Reinigungsmitteltabletten für das ma
schinelle Geschirrspülen minimiert. Diese Reinigungsmitteltabletten enthalten üblicher
weise nur untergeordnete Mengen an Tensiden.
Waschmitteltabletten werden üblicherweise durch Abmischung von Tensidgranulaten mit
Aufbereitungskomponenten und nachfolgendes Verpressen dieses teilchenförmigen Vor
gemischs hergestellt. Bevorzugte Varianten des erfindungsgemäßen Verfahrens sind daher
dadurch gekennzeichnet, daß das teilchenförmige Vorgemisch tensidhaltige(s) Granulat(e)
enthält und ein Schüttgewicht von mindestens 500 g/l, vorzugsweise mindestens 600 g/l
und insbesondere mindestens 700 g/l aufweist.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung bevorzugte Verfahren umfassen daher das Ver
pressen eines teilchenförmigen Vorgemischs aus mindestens einem tensidhaltigen Granulat
und mindestens einer zugemischten pulverförmigen Komponente. Die Herstellung der ten
sidhaltigen Granulate kann dabei durch übliche technische Granulationsverfahren wie
Kompaktierung, Extrusion, Mischergranulation, Pelletierung oder Wirbelschichtgranulati
on erfolgen.
Das tensidhaltige Granulat genügt in bevorzugten Verfahrensvarianten bestimmten Teil
chengrößenkriterien. So sind erfindungsgemäße Verfahren bevorzugt, bei denen das ten
sidhaltige Granulat Teilchengrößen zwischen 100 und 2000 µm, vorzugsweise zwischen
200 und 1800 µm, besonders bevorzugt zwischen 400 und 1600 µm und insbesondere zwi
schen 600 und 1400 µm, aufweist.
Neben den Aktivsubstanzen (anionische und/oder nichtionische und/oder kationische
und/oder amphotere Tenside) enthalten die Tensidgranulate vorzugsweise noch Trägerstof
fe, die besonders bevorzugt aus der Gruppe der Gerüststoffe stammen. Besonders vorteil
hafte Verfahren sind dadurch gekennzeichnet, daß das tensidhaltige Granulat anionische
und/oder nichtionische Tenside sowie Gerüststoffe enthält und Gesamt-Tensidgehalte von
mindestens 10 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 15 Gew.-% uns insbesondere mindestens
20 Gew.-%, aufweist.
Diese grenzflächenaktive Substanzen stammen aus der Gruppe der anionischen, nichtioni
schen, zwitterionischen oder kationischen Tenside, wobei anionische Tenside aus ökono
mischen Gründen und aufgrund ihres Leistungsspektrums deutlich bevorzugt sind.
Als anionische Tenside werden beispielsweise solche vom Typ der Sulfonate und Sulfate
eingesetzt. Als Tenside vom Sulfonat-Typ kommen dabei vorzugsweise C9-13-
Alkylbenzolsulfonate, Olefinsulfonate, d. h. Gemische aus Alken- und Hydroxyalkansul
fonaten sowie Disulfonaten, wie man sie beispielsweise aus C12-18-Monoolefinen mit end-
oder innenständiger Doppelbindung durch Sulfonieren mit gasförmigem Schwefeltrioxid
und anschließende alkalische oder saure Hydrolyse der Sulfonierungsprodukte erhält, in
Betracht. Geeignet sind auch Alkansulfonate, die aus C12-18-Alkanen beispielsweise durch
Sulfochlorierung oder Sulfoxidation mit anschließender Hydrolyse bzw. Neutralisation
gewonnen werden. Ebenso sind auch die Ester von α-Sulfofettsäuren (Estersulfonate), z. B.
die α-sulfonierten Methylester der hydrierten Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren ge
eignet.
Weitere geeignete Aniontenside sind sulfierte Fettsäureglycerinester. Unter Fettsäureglyce
rinestern sind die Mono-, Di- und Triester sowie deren Gemische zu verstehen, wie sie bei
der Herstellung durch Veresterung von einem Monoglycerin mit 1 bis 3 Mol Fettsäure oder
bei der Umesterung von Triglyceriden mit 0,3 bis 2 Mol Glycerin erhalten werden. Bevor
zugte sulfierte Fettsäureglycerinester sind dabei die Sulfierprodukte von gesättigten Fett
säuren mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, beispielsweise der Capronsäure, Caprylsäure, Ca
prinsäure, Myristinsäure, Laurinsäure, Palmitinsäure, Stearinsäure oder Behensäure.
Als Alk(en)ylsulfate werden die Alkali- und insbesondere die Natriumsalze der Schwefel
säurehalbester der C12-C18-Fettalkohole, beispielsweise aus Kokosfettalkohol, Talgfettalko
hol, Lauryl-, Myristyl-, Cetyl- oder Stearylalkohol oder der C10-C20-Oxoalkohole und die
jenigen Halbester sekundärer Alkohole dieser Kettenlängen bevorzugt. Weiterhin bevor
zugt sind Alk(en)ylsulfate der genannten Kettenlänge, welche einen synthetischen, auf pe
trochemischer Basis hergestellten geradkettigen Alkylrest enthalten, die ein analoges Ab
bauverhalten besitzen wie die adäquaten Verbindungen auf der Basis von fettchemischen
Rohstoffen. Aus waschtechnischem Interesse sind die C12-C16-Alkylsulfate und C12-C15-
Alkylsulfate sowie C14-C15-Alkylsulfate bevorzugt. Auch 2,3-Alkylsulfate, welche bei
spielsweise gemäß den US-Patentschriften 3,234,258 oder 5,075,041 hergestellt werden
und als Handelsprodukte der Shell Oil Company unter dem Namen DAN® erhalten werden
können, sind geeignete Aniontenside.
Auch die Schwefelsäuremonoester der mit 1 bis 6 Mol Ethylenoxid ethoxylierten gerad
kettigen oder verzweigten C7-21-Alkohole, wie 2-Methyl-verzweigte C9-11-Alkohole mit im
Durchschnitt 3,5 Mol Ethylenoxid (EO) oder C12-18-Fettalkohole mit 1 bis 4 EO, sind ge
eignet. Sie werden in Reinigungsmitteln aufgrund ihres hohen Schaumverhaltens nur in
relativ geringen Mengen, beispielsweise in Mengen von 1 bis 5 Gew.-%, eingesetzt.
Weitere geeignete Aniontenside sind auch die Salze der Alkylsulfobernsteinsäure, die auch
als Sulfosuccinate oder als Sulfobernsteinsäureester bezeichnet werden und die Monoester
und/oder Diester der Sulfobernsteinsäure mit Alkoholen, vorzugsweise Fettalkoholen und
insbesondere ethoxylierten Fettalkoholen darstellen. Bevorzugte Sulfosuccinate enthalten
C8-18-Fettalkoholreste oder Mischungen aus diesen. Insbesondere bevorzugte Sul
fosuccinate enthalten einen Fettalkoholrest, der sich von ethoxylierten Fettalkoholen ab
leitet, die für sich betrachtet nichtionische Tenside darstellen (Beschreibung siehe unten).
Dabei sind wiederum Sulfosuccinate, deren Fettalkohol-Reste sich von ethoxylierten Fet
talkoholen mit eingeengter Homologenverteilung ableiten, besonders bevorzugt. Ebenso ist
es auch möglich, Alk(en)ylbernsteinsäure mit vorzugsweise 8 bis 18 Kohlenstoffatomen in
der Alk(en)ylkette oder deren Salze einzusetzen.
Als weitere anionische Tenside kommen insbesondere Seifen in Betracht. Geeignet sind
gesättigte Fettsäureseifen, wie die Salze der Laurinsäure, Myristinsäure, Palmitinsäure,
Stearinsäure, hydrierte Erucasäure und Behensäure sowie insbesondere aus natürlichen
Fettsäuren, z. B. Kokos-, Palmkern- oder Talgfettsäuren, abgeleitete Seifengemische.
Die anionischen Tenside einschließlich der Seifen können in Form ihrer Natrium-, Kalium-
oder Ammoniumsalze sowie als lösliche Salze organischer Basen, wie Mono-, Di- oder
Triethanolamin, vorliegen. Vorzugsweise liegen die anionischen Tenside in Form ihrer
Natrium- oder Kaliumsalze, insbesondere in Form der Natriumsalze vor.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind Tensidgranulate bevorzugt, die 5 bis 50
Gew.-%, vorzugsweise 7,5 bis 40 Gew.-% und insbesondere 10 bis 30 Gew.-% anionische
Tensid(e), jeweils bezogen auf das Granulat, enthalten.
Bei der Auswahl der anionischen Tenside, die zum Einsatz kommen, stehen der Formulie
rungsfreiheit keine einzuhaltenden Rahmenbedingungen im Weg. Bevorzugte Tensidgra
nulate weisen jedoch einen Gehalt an Seife auf, der 0,2 Gew.-%, bezogen auf das Ge
samtgewicht des in Schritt d) hergestellten Wasch- und Reinigungsmittelformkörpers,
übersteigt. Bevorzugt einzusetzende anionische Tenside sind dabei die Alkylbenzolsulfo
nate und Fettalkoholsulfate, wobei bevorzugte Wasch- und Reinigungsmittelformkörper 2
bis 20 Gew.-%, vorzugsweise 2,5 bis 15 Gew.-% und insbesondere 5 bis 10 Gew.-% Fet
talkoholsulfat(e), jeweils bezogen auf das Gewicht der Wasch- und Reinigungsmittelform
körper, enthalten.
Als nichtionische Tenside werden vorzugsweise alkoxylierte, vorteilhafterweise ethoxy
lierte, insbesondere primäre Alkohole mit vorzugsweise 8 bis 18 C-Atomen und durch
schnittlich 1 bis 12 Mol Ethylenoxid (EO) pro Mol Alkohol eingesetzt, in denen der Alko
holrest linear oder bevorzugt in 2-Stellung methylverzweigt sein kann bzw. lineare und
methylverzweigte Reste im Gemisch enthalten kann, so wie sie üblicherweise in Oxoalko
holresten vorliegen. Insbesondere sind jedoch Alkoholethoxylate mit linearen Resten aus
Alkoholen nativen Ursprungs mit 12 bis 18 C-Atomen, z. B. aus Kokos-, Palm-, Talgfett-
oder Oleylalkohol, und durchschnittlich 2 bis 8 EO pro Mol Alkohol bevorzugt. Zu den
bevorzugten ethoxylierten Alkoholen gehören beispielsweise C12-14-Alkohole mit 3 EO
oder 4 EO, C9-11-Alkohol mit 7 EO, C13-15-Alkohole mit 3 EO, 5 EO, 7 EO oder 8 EO, C12-
18-Alkohole mit 3 EO, 5 EO oder 7 EO und Mischungen aus diesen, wie Mischungen aus
C12-14-Alkohol mit 3 EO und C12-18-Alkohol mit 5 EO. Die angegebenen Ethoxy
lierungsgrade stellen statistische Mittelwerte dar, die für ein spezielles Produkt eine ganze
oder eine gebrochene Zahl sein können. Bevorzugte Alkoholethoxylate weisen eine einge
engte Homologenverteilung auf (narrow range ethoxylates, NRE). Zusätzlich zu diesen
nichtionischen Tensiden können auch Fettalkohole mit mehr als 12 EO eingesetzt werden.
Beispiele hierfür sind Talgfettalkohol mit 14 EO, 25 EO, 30 EO oder 40 EO.
Eine weitere Klasse bevorzugt eingesetzter nichtionischer Tenside, die entweder als allei
niges nichtionisches Tensid oder in Kombination mit anderen nichtionischen Tensiden
eingesetzt werden, sind alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder ethoxylierte und pro
poxylierte Fettsäurealkylester, vorzugsweise mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen in der Alkyl
kette, insbesondere Fettsäuremethylester, wie sie beispielsweise in der japanischen Pa
tentanmeldung JP 58/217598 beschrieben sind oder die vorzugsweise nach dem in der in
ternationalen Patentanmeldung WO-A-90/13533 beschriebenen Verfahren hergestellt wer
den.
Eine weitere Klasse von nichtionischen Tensiden, die vorteilhaft eingesetzt werden kann,
sind die Alkylpolyglycoside (APG). Einsetzbare Alkypolyglycoside genügen der allgemei
nen Formel RO(G)z, in der R für einen linearen oder verzweigten, insbesondere in 2-
Stellung methylverzweigten, gesättigten oder ungesättigten, aliphatischen Rest mit 8 bis
22, vorzugsweise 12 bis 18 C-Atomen bedeutet und G das Symbol ist, das für eine Glyko
seeinheit mit 5 oder 6 C-Atomen, vorzugsweise für Glucose, steht. Der Glycosidierungs
grad z liegt dabei zwischen 1,0 und 4,0, vorzugsweise zwischen 1,0 und 2,0 und insbeson
dere zwischen 1,1 und 1,4.
Bevorzugt eingesetzt werden lineare Alkylpolyglucoside, also Alkylpolyglycoside, in de
nen der Polyglycosylrest ein Glucoserest und der Alkylrest ein n-Alkylrest ist.
Die Tensidgranulate können bevorzugt Alkylpolyglycoside enthalten, wobei Gehalte an
APG über 0,2 Gew.-%, bezogen auf den gesamten Formkörper, bevorzugt sind. Besonders
bevorzugte Wasch- und Reinigungsmittelformkörper enthalten APG in Mengen von 0,2 bis
10 Gew.-%, vorzugsweise 0,2 bis 5 Gew.-% und insbesondere von 0,5 bis 3 Gew.-%.
Auch nichtionische Tenside vom Typ der Aminoxide, beispielsweise N-Kokosalkyl-N,N-
dimethylaminoxid und N-Talgalkyl-N,N-dihydroxyethylaminoxid, und der Fettsäurealka
nolamide können geeignet sein. Die Menge dieser nichtionischen Tenside beträgt vor
zugsweise nicht mehr als die der ethoxylierten Fettalkohole, insbesondere nicht mehr als
die Hälfte davon.
Weitere geeignete Tenside sind Polyhydroxyfettsäureamide der Formel (II),
in der RCO für einen aliphatischen Acylrest mit 6 bis 22 Kohlenstoffatomen, R1 für Was
serstoff, einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen und [Z] für
einen linearen oder verzweigten Polyhydroxyalkylrest mit 3 bis 10 Kohlenstoffatomen und
3 bis 10 Hydroxylgruppen steht. Bei den Polyhydroxyfettsäureamiden handelt es sich um
bekannte Stoffe, die üblicherweise durch reduktive Aminierung eines reduzierenden Zuc
kers mit Ammoniak, einem Alkylamin oder einem Alkanolamin und nachfolgende Acylie
rung mit einer Fettsäure, einem Fettsäurealkylester oder einem Fettsäurechlorid erhalten
werden können.
Zur Gruppe der Polyhydroxyfettsäureamide gehören auch Verbindungen der Formel (III),
in der R für einen linearen oder verzweigten Alkyl- oder Alkenylrest mit 7 bis 12 Kohlen
stoffatomen, R1 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen Alkylrest oder einen Aryl
rest mit 2 bis 8 Kohlenstoffatomen und R2 für einen linearen, verzweigten oder cyclischen
Alkylrest oder einen Arylrest oder einen Oxy-Alkylrest mit 1 bis 8 Kohlenstoffatomen
steht, wobei C1-4-Alkyl- oder Phenylreste bevorzugt sind und [Z] für einen linearen Poly
hydroxyalkylrest steht, dessen Alkylkette mit mindestens zwei Hydroxylgruppen substitu
iert ist, oder alkoxylierte, vorzugsweise ethoxylierte oder propoxylierte Derivate dieses
Restes.
[Z] wird vorzugsweise durch reduktive Aminierung eines reduzierten Zuckers erhalten,
beispielsweise Glucose, Fructose, Maltose, Lactose, Galactose, Mannose oder Xylose. Die
N-Alkoxy- oder N-Aryloxy-substituierten Verbindungen können dann beispielsweise nach
der Lehre der internationalen Anmeldung WO-A-95/07331 durch Umsetzung mit Fettsäu
remethylestern in Gegenwart eines Alkoxids als Katalysator in die gewünschten Polyhy
droxyfettsäureamide überführt werden.
Unabhängig davon, ob anionische oder nichtionische Tenside oder Mischungen aus diesen
Tensidklassen sowie gegebenenfalls amphotere oder kationische Tenside im Tensidgranu
lat eingesetzt werden, sind erfindungsgemäße Verfahren bevorzugt, bei denen der Tensid
gehalt des tensidhaltigen Granulats 5 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 50 Gew.-% und
insbesondere 15 bis 40 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Tensidgranulat, beträgt.
Das Tensidgranulat kann in den Wasch- und Reinigungsmittelformkörpern in variierenden
Mengen eingesetzt werden. Erfindungsgemäße Verfahren, in denen der Anteil des tensid
haltigen Granulats an den Wasch- und Reinigungsmittelformkörpern 40 bis 95 Gew.-%,
vorzugsweise 45 bis 85 Gew.-% und insbesondere 55 bis 75 Gew.-%, jeweils bezogen auf
das Gewicht der Wasch- und Reinigungsmittelformkörper, beträgt, sind dabei bevorzugt.
Wie bereits vorstehend erwähnt, enthalten Reinigungsmitteltabletten für das maschinelle
Geschirrspülen üblicherweise nur geringe Mengen an Tensiden, so daß die vorstehenden
Angaben für diese Klasse von Reinigungsmitteltabletten nicht gelten.
Neben den waschaktiven Substanzen sind Gerüststoffe die wichtigsten Inhaltsstoffe von
Wasch- und Reinigungsmitteln. In den Tensidgranulaten, oder dort, wo keine Tensidgra
nulate eingesetzt werden auch als Bestandteil des Vorgemischs können alle üblicherweise
in Wasch- und Reinigungsmitteln eingesetzten Gerüststoffe enthalten sein, insbesondere
also Zeolithe, Silikate, Carbonate, organische Cobuilder und - wo keine ökologischen
Vorurteile gegen ihren Einsatz bestehen - auch die Phosphate.
Geeignete kristalline, schichtförmige Natriumsilikate besitzen die allgemeine Formel
NaMSixO2x+1 . H2O, wobei M Natrium oder Wasserstoff bedeutet, x eine Zahl von 1,9 bis 4
und y eine Zahl von 0 bis 20 ist und bevorzugte Werte für x 2, 3 oder 4 sind. Derartige kri
stalline Schichtsilikate werden beispielsweise in der europäischen Patentanmeldung EP-A-
0 164 514 beschrieben. Bevorzugte kristalline Schichtsilikate der angegebenen Formel sind
solche, in denen M für Natrium steht und x die Werte 2 oder 3 annimmt. Insbesondere sind
sowohl β- als auch δ-Natriumdisilikate Na2Si2O5 . yH2O bevorzugt, wobei β-Natrium
disilikat beispielsweise nach dem Verfahren erhalten werden kann, das in der internationa
len Patentanmeldung WO-A-91/08171 beschrieben ist.
Einsetzbar sind auch amorphe Natriumsilikate mit einem Modul Na2O : SiO2 von 1 : 2 bis
1 : 3,3, vorzugsweise von 1 : 2 bis 1 : 2,8 und insbesondere von 1 : 2 bis 1 : 2,6, welche lösever
zögert sind und Sekundärwascheigenschaften aufweisen. Die Löseverzögerung gegenüber
herkömmlichen amorphen Natriumsilikaten kann dabei auf verschiedene Weise, beispiels
weise durch Oberflächenbehandlung, Compoundierung, Kompaktierung/Verdichtung oder
durch Übertrocknung hervorgerufen worden sein. Im Rahmen dieser Erfindung wird unter
dem Begriff "amorph" auch "röntgenamorph" verstanden. Dies heißt, daß die Silikate bei
Röntgenbeugungsexperimenten keine scharfen Röntgenreflexe liefern, wie sie für kristalli
ne Substanzen typisch sind, sondern allenfalls ein oder mehrere Maxima der gestreuten
Röntgenstrahlung, die eine Breite von mehreren Gradeinheiten des Beugungswinkels auf
weisen. Es kann jedoch sehr wohl sogar zu besonders guten Buildereigenschaften führen,
wenn die Silikatpartikel bei Elektronenbeugungsexperimenten verwaschene oder sogar
scharfe Beugungsmaxima liefern. Dies ist so zu interpretieren, daß die Produkte mikrokri
stalline Bereiche der Größe 10 bis einige Hundert nm aufweisen, wobei Werte bis max. 50
nm und insbesondere bis max. 20 nm bevorzugt sind. Derartige sogenannte röntgenamor
phe Silikate, welche ebenfalls eine Löseverzögerung gegenüber den herkömmlichen Was
sergläsern aufweisen, werden beispielsweise in der deutschen Patentanmeldung DE-A-44 00 024
beschrieben. Insbesondere bevorzugt sind verdichtete/kompaktierte amorphe Sili
kate, compoundierte amorphe Silikate und übertrocknete röntgenamorphe Silikate.
Falls gewünscht, kann über die durch das Tensidgranulat eingebrachte Menge an Zeolith
vom P- und/oder X-Typ hinaus weiterer Zeolith in das Vorgemisch inkorporiert werden,
indem Zeolith als Aufbereitungskomponente zugegeben wird. Der eingesetzte feinkristalli
ne, synthetische und gebundenes Wasser enthaltende Zeolith ist vorzugsweise ein Zeolith
vom Typ A, P, X oder Y. Geeignet sind jedoch auch Zeolith X sowie Mischungen aus A, X
und/oder P. Geeignete Zeolithe weisen eine mittlere Teilchengröße von weniger als 10 µm
(Volumenverteilung; Meßmethode: Coulter Counter) auf und enthalten vorzugsweise 18
bis 22 Gew.-%, insbesondere 20 bis 22 Gew.-% an gebundenem Wasser.
Selbstverständlich ist auch ein Einsatz der allgemein bekannten Phosphate als Buildersub
stanzen möglich, sofern ein derartiger Einsatz nicht aus ökologischen Gründen vermieden
werden sollte. Geeignet sind insbesondere die Natriumsalze der Orthophosphate, der Py
rophosphate und insbesondere der Tripolyphosphate.
Brauchbare organische Gerüstsubstanzen sind beispielsweise die in Form ihrer Natriumsal
ze einsetzbaren Polycarbonsäuren, wie Citronensäure, Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutar
säure, Weinsäure, Zuckersäuren, Aminocarbonsäuren, Nitrilotriessigsäure (NTA), sofern
ein derartiger Einsatz aus ökologischen Gründen nicht zu beanstanden ist, sowie Mischun
gen aus diesen. Bevorzugte Salze sind die Salze der Polycarbonsäuren wie Citronensäure,
Adipinsäure, Bernsteinsäure, Glutarsäure, Weinsäure, Zuckersäuren und Mischungen aus
diesen.
Die erfindungsgemäß hergestellten Wasch- und Reinigungsmittelformkörper können dar
über hinaus als zusätzliche Cobuilder und Vergrauungsinhibitoren 0,5 bis 5 Gew.-%, vor
zugsweise 1 bis 3 Gew.-%, eines Polycarboxylatpolymers enthalten, das (Meth)acrylat-
und/oder Maleat-Einheiten enthält. Diese anionischen Polymere können in ihrer Säureform
oder in der ganz oder teilweise neutralisierten Salzform eingesetzt werden. Bevorzugte
Polymere sind Homo- und Copolymere von Acrylsäure. Besonders bevorzugt sind hierbei
Polyacrylate, Acrylsäure/Maleinsäure-Copolymere und Acrylphosphinate. Polyacrylate
sind beispielsweise unter den Bezeichnungen Versicol® E5, Versicol® E7 und Versicol® E9
(Warenzeichen der Allied Colloids), Narlex® LD 30 und Narlex® LD 34 (Warenzeichen der
national Adhesives), Acrysol® LMW-10, Acrysol® LMW-20, Acrysol® LMW-45 und
Acrysol® A1-N (Warenzeichen der Firma Rohm & Haas) sowie Sokalan® PA-20, Sokalan®
PA-40, Sokalan® PA-70 und Sokalan® PA-110 (Warenzeichen der BASF) im Handel er
hältlich. Ethylen/Maleinsäure-Copolymere werden unter dem Namen EMA® (Warenzei
chen der Monsanto) vertrieben, Methylvinylether/Maleinsäure-Copolymere unter dem
Namen Gantrez® AN 119 (Warenzeichen der GAF Corp.) und Acrylsäure/Maleinsäure-
Copolymere unter dem Namen Sokalan® CPS und Sokalan® CP7 (Warenzeichen der
BASF). Acrylphosphinate sind als DKW®- (Warenzeichen der National Adhesives) bzw.
Belperse®-Typen (Warenzeichen der Ciba-Geigy) erhältlich. In Kombination mit den ge
nannten Polymeren oder als alleiniger Vergrauungsinhibitor können auch Pfropfcopolyme
re eingesetzt werden, die durch Pfropfen von Polyalkylenoxiden mit Molekulargewichten
zwischen 2000 und 100000 mit Vinylacetat erhalten werden. Die Acetatgruppen können
gegebenenfalls bis zu 15% verseift sein. Polymere dieses Typs, wie sie in der europäi
schen Patentanmeldung EP-A-0 219 048 (BASF) beschrieben werden, sind unter dem Na
men Sokalan® HP22 (Warenzeichen der BASF) im Handel.
Vor der Verpressung des teilchenförmigen Vorgemischs zu Wasch- und Reinigungsmittel
formkörpern kann das Vorgemisch mit feinteiligen Oberflächenbehandlungsmitteln
"abgepudert" werden. Dies kann für die Beschaffenheit und physikalischen Eigenschaften
sowohl des Vorgemischs (Lagerung, Verpressung) als auch der fertigen Wasch- und Reini
gungsmittelformkörper von Vorteil sein. Feinteilige Abpuderungsmittel sind im Stand der
Technik altbekannt, wobei zumeist Zeolithe, Silikate oder andere anorganische Salze ein
gesetzt werden. Bevorzugt wird das Vorgemisch jedoch mit feinteiligem Zeolith
"abgepudert", wobei Zeolithe vom Faujasit-Typ bevorzugt sind. Im Rahmen der vorliegen
den Erfindung kennzeichnet der Begriff "Zeolith vom Faujasit-Typ" alle drei Zeolithe, die
die Faujasit-Untergruppe der Zeolith-Strukturgruppe 4 bilden (Vergleiche Donald W.
Breck: "Zeolite Molecular Sieves", John Wiley & Sons, New York, London, Sydney, To
ronto, 1974, Seite 92). Neben dem Zeolith X sind also auch Zeolith Y und Faujasit sowie
Mischungen dieser Verbindungen einsetzbar, wobei der reine Zeolith X bevorzugt ist.
Auch Mischungen oder Cokristallisate von Zeolithen des Faujasit-Typs mit anderen Zeo
lithen, die nicht zwingend der Zeolith-Strukturgruppe 4 angehören müssen, sind als Abpu
derungsmittel einsetzbar, wobei es von Vorteil ist, wenn mindestens 50 Gew.-% des Abpu
derungsmittels aus einem Zeolithen vom Faujasit-Typ bestehen.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind Wasch- und Reinigungsmittelformkörper
bevorzugt, die aus einem teilchenförmigen Vorgemisch bestehen, das granulare Kompo
nenten und nachträglich zugemischte pulverförmige Stoffe enthält, wobei die bzw. eine der
nachträglich zugemischten pulverförmigen Komponenten ein Zeolith vom Faujasit-Typ
mit Teilchengrößen unterhalb 100 µm, vorzugsweise unterhalb 10 µm und insbesondere
unterhalb 5 µm ist und mindestens 0,2 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 0,5 Gew.-% und
insbesondere mehr als 1 Gew.-% des zu verpressenden Vorgemischs ausmacht.
Erfindungsgemäß sind Wasch- und Reinigungsmittelformkörper bevorzugt, die zusätzlich
ein Desintegrationshilfsmittel enthalten. Auch erfindungsgemäße Verfahren, in denen das
Vorgemisch zusätzlich ein Desintegrationshilfsmittel, vorzugsweise ein Desintegrations
hilfsmittel auf Cellulosebasis, vorzugsweise in granularer, cogranulierter oder kompaktier
ter Form, in Mengen von 0,5 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 3 bis 7 Gew.-% und insbe
sondere von 4 bis 6 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Gewicht des Vorgemischs, enthält,
sind bevorzugt. Neben den genannten Bestandteilen Tensid, Builder und Desintegrations
hilfsmittel, oder an ihrer Stelle können im erfindungsgemäßen Verfahren die zu verpres
senden teilchenförmigen Vorgemische zusätzlich einen oder mehrere Stoffe aus der Grup
pe der Bleichmittel, Bleichaktivatoren, Enzyme, pH-Stellmittel, Duftstoffe, Parfümträger,
Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Silikonöle, Antiredepositionsmittel,
optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungsinhibitoren und Korrosi
onsinhibitoren enthalten.
Unter den als Bleichmittel dienenden, in Wasser H2O2 liefernden Verbindungen haben das
Natriumperborattetrahydrat und das Natriumperboratmonohydrat besondere Bedeutung.
Weitere brauchbare Bleichmittel sind beispielsweise Natriumpercarbonat, Peroxypyro
phosphate, Citratperhydrate sowie H2O2 liefernde persaure Salze oder Persäuren, wie Per
benzoate, Peroxophthalate, Diperazelainsäure, Phthaloiminopersäure oder Diperdodecandi
säure. Auch beim Einsatz der Bleichmittel ist es möglich, auf den Einsatz von Tensiden
und/oder Gerüststoffen zu verzichten, so daß reine Bleichmitteltabletten herstellbar sind.
Sollen solche Bleichmitteltabletten zur Textilwäsche eingesetzt werden, ist eine Kombina
tion von Natriumpercarbonat mit Natriumsesquicarbonat bevorzugt, unabhängig davon,
welche weiteren Inhaltsstoffe in den Formkörpern enthalten sind. Werden Reinigungs-
oder Bleichmitteltabletten für das maschinelle Geschirrspülen hergestellt, so können auch
Bleichmittel aus der Gruppe der organischen Bleichmittel eingesetzt werden. Typische
organische Bleichmittel sind die Diacylperoxide, wie z. B. Dibenzoylperoxid. Weitere typi
sche organische Bleichmittel sind die Peroxysäuren, wobei als Beispiele besonders die
Alkylperoxysäuren und die Arylperoxysäuren genannt werden. Bevorzugte Vertreter sind
(a) die Peroxybenzoesäure und ihre ringsubstituierten Derivate, wie Alkylperoxy
benzoesäuren, aber auch Peroxy-α-Naphtoesäure und Magnesiummonoperphthalat, (b) die
aliphatischen oder substituiert aliphatischen Peroxysäuren, wie Peroxylaurinsäure, Peroxy
stearinsäure, ε-Phthalimidoperoxycapronsäure [Phthaloiminoperoxyhexansäure (PAP)], o-
Carboxybenzamidoperoxycapronsäure, N-nonenylamidoperadipinsäure und N-
nonenylamidopersuccinate, und (c) aliphatische und araliphatische Peroxydicarbonsäuren,
wie 1,12-Diperoxycarbonsäure, 1,9-Diperoxyazelainsäure, Diperocysebacinsäure, Diper
oxybrassylsäure, die Diperoxyphthalsäuren, 2-Decyldiperoxybutan-1,4-disäure, N,N-
Terephthaloyl-di(6-aminopercapronsäue) können eingesetzt werden.
Als Bleichmittel in Formkörpern für das maschinelle Geschirrspülen können auch Chlor oder
Brom freisetzende Substanzen eingesetzt werden. Unter den geeigneten Chlor oder Brom
freisetzenden Materialien kommen beispielsweise heterocyclische N-Brom- und N-
Chloramide, beispielsweise Trichlorisocyanursäure, Tribromisocyanursäure,
Dibromisocyanursäure und/oder Dichlorisocyanursäure (DICA) und/oder deren Salze mit
Kationen wie Kalium und Natrium in Betracht. Hydantoinverbindungen, wie 1,3-Dichlor-
5,5-dimethylhydanthoin sind ebenfalls geeignet.
Um beim Waschen oder Reinigen bei Temperaturen von 60°C und darunter eine verbes
serte Bleichwirkung zu erreichen, können Bleichaktivatoren als alleiniger Bestandteil oder
als Inhaltsstoff der Komponente b) eingearbeitet werden. Als Bleichaktivatoren können
Verbindungen, die unter Perhydrolysebedingungen aliphatische Peroxocarbonsäuren mit
vorzugsweise 1 bis 10 C-Atomen, insbesondere 2 bis 4 C-Atomen, und/oder gegebenen
falls substituierte Perbenzoesäure ergeben, eingesetzt werden. Geeignet sind Substanzen,
die O- und/oder N-Acylgruppen der genannten C-Atomzahl und/oder gegebenenfalls sub
stituierte Benzoylgruppen tragen. Bevorzugt sind mehrfach acylierte Alkylendiamine, ins
besondere Tetraacetylethylendiamin (TAED), acylierte Triazinderivate, insbesondere 1,5-
Diacetyl-2,4-dioxohexahydro-1,3,5-triazin (DADHT), acylierte Glykolurile, insbesondere
Tetraacetylglykoluril (TAGU), N-Acylimide, insbesondere N-Nonanoylsuccinimid
(NOSI), acylierte Phenolsulfonate, insbesondere n-Nonanoyl- oder Isononanoyloxybenzol
sulfonat (n- bzw. iso-NOBS), Carbonsäureanhydride, insbesondere Phthalsäureanhydrid,
acylierte mehrwertige Alkohole, insbesondere Triacetin, Ethylenglykoldiacetat und 2,5-
Diacetoxy-2,5-dihydrofuran.
Zusätzlich zu den konventionellen Bleichaktivatoren oder an deren Stelle können auch
sogenannte Bleichkatalysatoren in die Formkörper eingearbeitet werden. Bei diesen Stof
fen handelt es sich um bleichverstärkende Übergangsmetallsalze bzw. Übergangsmetall
komplexe wie beispielsweise Mn-, Fe-, Co-, Ru- oder Mo-Salenkomplexe oder -
carbonylkomplexe. Auch Mn-, Fe-, Co-, Ru-, Mo-, Ti-, V- und Cu-Komplexe mit N-
haltigen Tripod-Liganden sowie Co-, Fe-, Cu- und Ru-Amminkomplexe sind als Bleich
katalysatoren verwendbar.
Als Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Amylasen, Cellulasen
bzw. deren Gemische in Frage. Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder
Pilzen, wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis und Streptomyces griseus gewonnene
enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbe
sondere Proteasen, die aus Bacillus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind En
zymmischungen, beispielsweise aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase oder
Protease und Cellulase oder aus Cellulase und Lipase oder aus Protease, Amylase und Li
pase oder Protease, Lipase und Cellulase, insbesondere jedoch Cellulase-haltige Mi
schungen von besonderem Interesse. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in eini
gen Fällen als geeignet erwiesen. Die Enzyme können an Trägerstoffen adsorbiert und/oder
in Hüllsubstanzen eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen. Der
Anteil der Enzyme, Enzymmischungen oder Enzymgranulate in den erfindungsgemäß her
gestellten Formkörpern kann beispielsweise etwa 0,1 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 bis
etwa 2 Gew.-% betragen.
Zusätzlich können die Wasch- und Reinigungsmittelformkörper auch Komponenten ent
halten, welche die Öl- und Fettauswaschbarkeit aus Textilien positiv beeinflussen (soge
nannte soil repellents). Dieser Effekt wird besonders deutlich, wenn ein Textil verschmutzt
wird, das bereits vorher mehrfach mit einem erfindungsgemäß hergestellten Waschmittel,
das diese Öl- und fettlösende Komponente enthält, gewaschen wurde. Zu den bevorzugten
Öl- und fettlösenden Komponenten zählen beispielsweise nichtionische Celluloseether wie
Methylcellulose und Methylhydroxy-propylcellulose mit einem Anteil an Methoxyl-
Gruppen von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropoxyl-Gruppen von 1 bis 15 Gew.-%,
jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether, sowie die aus dem Stand der Tech
nik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder der Terephthalsäure bzw. von deren De
rivaten, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder Polyethylenglykol
terephthalaten oder anionisch und/oder nichtionisch modifizierten Derivaten von diesen.
Besonders bevorzugt von diesen sind die sulfonierten Derivate der Phthalsäure- und der
Terephthalsäure-Polymere.
Die Formkörper können als optische Aufheller Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure
bzw. deren Alkalimetallsalze enthalten. Geeignet sind z. B. Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-
morpholino-1,3,5-triazinyl-6-amino)stilben-2,2'-disulfonsäure oder gleichartig aufgebaute
Verbindungen, die anstelle der Morpholino-Gruppe eine Diethanolaminogruppe, eine Me
thylaminogruppe, eine Anilinogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe tragen. Wei
terhin können Aufheller vom Typ der substituierten Diphenylstyryle anwesend sein, z. B.
die Alkalisalze des 4,4'-Bis(2-sulfostyryl)-diphenyls, 4,4'-Bis(4-chlor-3-sulfostyryl)-
diphenyls, oder 4-(4-Chlorstyryl)-4'-(2-sulfostyryl)-diphenyls. Auch Gemische der vorge
nannten Aufheller können verwendet werden.
Farb- und Duftstoffe werden den erfindungsgemäß hergestellten Wasch- und Reinigungs
mittelformkörpern zugesetzt, um den ästhetischen Eindruck der Produkte zu verbessern
und dem Verbraucher neben der Weichheitsleistung ein visuell und sensorisch "typisches
und unverwechselbares" Produkt zur Verfügung zu stellen. Als Parfümöle bzw. Duftstoffe
können einzelne Riechstoffverbindungen, z. B. die synthetischen Produkte vom Typ der
Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasserstoffe verwendet werden.
Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester sind z. B. Benzylacetat, Phenoxyethylisobuty
rat, p-tert.-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylbenzyl-carbinylacetat, Phenyle
thylacetat, Linalylbenzoat, Benzylformiat, Ethylmethylphenyl-glycinat, Allylcyclohexyl
propionat, Styrallylpropionat und Benzylsalicylat. Zu den Ethern zählen beispielsweise
Benzylethylether, zu den Aldehyden z. B. die linearen Alkanale mit 8-18 C-Atomen, Citral,
Citronellal, Citronellyloxyacetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Hydroxycitronellal, Lilial und
Bourgeonal, zu den Ketonen z. B. die Jonone, ∝-Isomethylionon und Methylcedrylketon,
zu den Alkoholen Anethol, Citronellol, Eugenol, Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol
und Terpineol, zu den Kohlenwasserstoffen gehören hauptsächlich die Terpene wie Limo
nen und Pinen. Bevorzugt werden jedoch Mischungen verschiedener Riechstoffe verwen
det, die gemeinsam eine ansprechende Duftnote erzeugen. Solche Parfümöle können auch
natürliche Riechstoffgemische enthalten, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind,
z. B. Pine-, Citrus-, Jasmin-, Patchouly-, Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl. Ebenfalls geeignet
sind Muskateller, Salbeiöl, Kamillenöl, Nelkenöl, Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl, Lin
denblütenöl, Wacholderbeeröl, Vetiveröl, Olibanumöl, Galbanumöl und Labdanumöl so
wie Orangenblütenöl, Neroliol, Orangenschalenöl und Sandelholzöl. Üblicherweise liegt
der Gehalt der erfindungsgemäß hergestellten Wasch- und Reinigungsmittelformkörper an
Farbstoffen unter 0,01 Gew.-%, während Duftstoffe bis zu 2 Gew.-% der gesamten For
mulierung ausmachen können.
Die Duftstoffe können direkt in die erfindungsgemäß hergestellten Mittel eingearbeitet
werden, es kann aber auch vorteilhaft sein, die Duftstoffe auf Träger aufzubringen, die die
Haftung des Parfüms auf der Wäsche verstärken und durch eine langsamere Duftfreiset
zung für langanhaltenden Duft der Textilien sorgen. Als solche Trägermaterialien haben
sich beispielsweise Cyclodextrine bewährt, wobei die Cyclodextrin-Parfüm-Komplexe
zusätzlich noch mit weiteren Hilfsstoffen beschichtet werden können.
Um den ästhetischen Eindruck der erfindungsgemäß hergestellten Mittel zu verbessern,
können sie mit geeigneten Farbstoffen eingefärbt werden. Bevorzugte Farbstoffe, deren
Auswahl dem Fachmann keinerlei Schwierigkeit bereitet, besitzen eine hohe Lagerstabilität
und Unempfindlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen der Mittel und gegen Licht
sowie keine ausgeprägte Substantivität gegenüber Textilfasern, um diese nicht anzufärben.
Claims (10)
1. Wasch- und Reinigungsmittelformkörper aus verdichtetem, teilchenförmigen Wasch-
und Reinigungsmittel, enthaltend Gerüststoffe sowie optional weitere Inhaltsstoffe von
Wasch- und Reinigungsmitteln, dadurch gekennzeichnet, daß der Formkörper auf sei
ner Oberseite eine oder mehrere Erhebungen und/oder Vertiefungen und auf seiner zur
Formkörperoberseite planparallelen Unterseite eine oder mehrere Vertiefungen
und/oder Eihebungen aufweist, die formschlüssig ineinandergreifen können.
2. Wasch- und Reinigungsmittelformkörper nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß er auf seiner Oberseite eine Erhebung und/oder Vertiefung und auf seiner Unter
seite eine Vertiefung und/oder Erhebung aufweist, die formschlüssig ineinandergreifen
können.
3. Wasch- und Reinigungsmittelformkörper nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Erhebungen bzw. die hierzu formschlüssig passenden Vertie
fungen die Form eines Halbellipsoiden, eines Kugelabschnitts oder eine geometrisch
ähnliche Form besitzen.
4. Wasch- und Reinigungsmittelformkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Formkörpergrundfläche im wesentlichen rechteckig ist und
vorzugsweise abgerundete Ecken aufweist.
5. Wasch- und Reinigungsmittelformkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß die Formkörpergrundfläche im wesentlichen rund ist.
6. Wasch- und Reinigungsmittelformkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Volumen der Erhebungen bzw. Vertiefungen 1/100 bis 1/3,
vorzugsweise 1/75 bis 1/4, besonders bevorzugt 1/50 bis 1/5 und insbesondere 1/25 bis
1/10 des gesamten Formkörpervolumens ausmacht.
7. Wasch- und Reinigungsmittelformkörper nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vertiefung(en) auf einer der Formkörperseiten mit einem
schmelzbaren Material befüllt sind.
8. Verfahren zur Herstellung von Wasch- und Reinigungsmittelformkörpern durch an sich
bekanntes Verpressen von teilchenförmigem Wasch- und Reinigungsmittel in einer Ta
blettenpresse mit Ober- und Unterstempel, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberstem
pel auf der Preßfläche eine oder mehrere Erhebungen und/oder Vertiefungen und der
Unterstempel auf der Preßfläche eine oder mehrere Vertiefungen und/oder Erhebungen
aufweist, die formschlüssig ineinandergreifen können.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der Oberstempel einer Erhe
bung aufweist, die vorzugsweise die Form eines Halbellipsoiden, eines Kugelabschnitts
oder eine geometrisch ähnliche Form besitzt.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhe
bung ein Volumen von 0,5 bis 5 ml, bevorzugt 0,6 bis 3 ml, besonders bevorzugt 0,8
bis 2 ml besitzt.
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