DE19906507A1 - Überlaufrinne für Schwimmbecken - Google Patents
Überlaufrinne für SchwimmbeckenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Überlaufrinne für Schwimmbecken,
Whirlpools oder sonstige Becken von Zweck- und Erlebnis
bädern. Solche Überlaufrinnen werden für öffentliche
Schwimmbecken gemäß DIN 19 643 vorgeschrieben und müssen
daher bei Renovierungsmaßnahmen von "älteren" Becken neu
vorgesehen werden.
Es ist bekannt, Überlaufrinnen für Schwimmbecken aus Fertig
teilen herzustellen. Diese Fertigteile besitzen eine etwa
U-förmige Querschnittsform und sind aus Beton oder Glas
faserbeton hergestellt. Damit diese Beton-Fertigteile abso
lut wasserdicht sind, werden die wasserführenden, inneren
Oberflächenbereiche mit PVC beschichtetem Folienblech ausge
kleidet. Die Herstellung einer Überlaufrinne mit derartig
ausgekleideten Betonfertigteilen erweist sich als wirt
schaftlich relativ aufwendig.
Ausgehend von diesem vorbekannten Stand der Technik liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Überlaufrinne für
Schwimmbecken anzugeben, die auch nachträglich im Rahmen von
Sanierungsmaßnahmen wirtschaftlich möglichst günstig bei
Schwimmbecken vorgesehen werden kann und die trotzdem in
technischer Hinsicht voll funktionstüchtig ist.
Diese Erfindung ist durch die Merkmale des Anspruchs 1 gege
ben. Ausgehend von der im Stand der Technik bekannten Über
laufrinne zeichnet sich die erfindungsgemäße Überlaufrinne
dadurch aus, daß sie aus Kunststoff-Fertigteilen zusammen
gesetzt ist. Die Verwendung von Kunststoff anstatt von
Beton- beziehungsweise Glasfaserbeton hat mehrere Vorteile.
Da Kunststoff im Gegensatz zu Beton vollständig wasserdicht
sein kann, muß die Innenseite der Überlaufrinne, also die
Innenseite des U-förmigen Querschnitts des entsprechenden
Fertigteils nicht mehr mit einem Folienblech beziehungsweise
Kunststoffolie ausgekleidet oder mit Epoxidharz abgedichtet
werden. Beim Verlegen der einzelnen Fertigteile erweist sich
das gegenüber Beton leichtere Gewicht der Kunststoff-Fertig
teile als Vorteil. Der Kunststoff läßt sich im übrigen
beliebig einfärben, so daß auch beispielsweise blaufarbige
Überlaufrinnen günstig hergestellt werden können. Darüber
hinaus lassen sich auch problemlos zwei farbige oder auch
mehrfarbige Oberflächen bei den Kunststoff-Fertigteilen dar
stellen.
Um die bei Überlaufrinnen erforderliche exakte höhenmäßige
Ausrichtung der einzelnen Fertigteile sicherzustellen, kann
eine Vorrichtung zum Einjustieren der Fertigteile bereits an
den einzelnen Fertigteilen vorgesehen werden. Diese Vorrich
tung kann höhenverstellbare Schraubvorrichtungen beispiels
weise in Form von verstellbaren Schraub-Füßen oder auch als
Schraublöcher vorgesehene Langlöcher beinhalten.
Sofern eine obere Abdeckung der U-förmigen Rinne gewünscht
wird, können geschlossene oder offene Deckenplatten wie bei
spielsweise Rinnenabdeckroste auf Querstreben aufgelagert
werden, die sich ihrerseits quer über die Rinne erstrecken
und sich beidseitig auf den Rinnenwänden abstützen. Es ist
allerdings auch möglich, die Rinnenabdeckroste oder sonstige
Deckenkonstruktionen direkt auf den beiden Wänden der U-för
migen Rinne aufzulagern. Es kann ferner sinnvoll sein, um
eine verrutschsichere Auflagerung der Deckenkonstruktionen
zu gewährleisten, eine Verzahnung oder eine sonstige Rutsch
sicherung zwischen der Rinnenwand und der Deckenplattenkon
struktion vorzusehen.
An dem Fertigteil können nach außen wegstehende flossen
artige Wandteile vorhanden sein. Über diese Wandteile können
die Fertigteile dann besonders konstruktionssicher in ihrer
Umgebung befestigt wie beispielsweise einbetoniert werden.
Nach einer besonderen Ausbildung der erfindungsgemäßen Über
laufrinne läßt sich dieselbe auch an der Innenseite einer
Beckenwand anbringen. Dazu können entsprechende Anhänge
einrichtungen an der Rückwand der Rinne vorgesehen werden.
Diese Anhängevorrichtungen können auch eine Justiermöglich
keit zur höhenmäßigen Ausrichtung der Rückwand und damit zur
höhenmäßigen Ausrichtung des gesamten Fertigteils enthalten.
Darüber hinaus kann eine stufenartige Ausbildung an derar
tigen beispielsweise vorgehängten Überlaufrinnen vorgesehen
werden. Eine solche Trittstufe kann dann das Aus- und Ein
steigen erleichtern.
Weitere Ausgestaltungen und Vorteile der Erfindung sind den
in den Ansprüchen fernerhin aufgeführten Merkmalen sowie den
nachfolgenden Ausführungsbeispielen zu entnehmen.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiele näher beschrieben und
erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine perspektivische Darstellung einer ersten Ausfüh
rungsform einer Überlaufrinne nach der Erfindung,
Fig. 2 die Überlaufrinne nach Fig. 1 in ihrem auf einem
ursprünglichen Beckenrand montierten Zustand,
Fig. 3 eine zweite Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Überlaufrinne, die auf der Innenseite einer Becken
wand befestigt ist,
Fig. 4 eine dritte Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Überlaufrinne, die auf der Innenseite einer Becken
wand montiert ist und die mit einer unteren Tritt
stufe versehen ist,
Fig. 5 eine weitere Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Überlaufrinne.
Ein in Fig. 1 ausschnittsweise perspektivisch dargestelltes
Fertigteil 10 stellt eine Überlaufrinne für Schwimmbecken
oder dergleichen Becken dar. Derartige Fertigteile 10 werden
in Längsrichtung 12 aneinandergefügt und wasserdicht mitein
ander verbunden, wie beispielsweise miteinander verklebt
oder verschweißt.
Das Fertigteil 10 besteht aus Kunststoff. Es besitzt eine
von oben offene, U-förmige Rinne 14. In dieser Rinne kann
von oben Oberflächenwasser aus einem Wasserbecken, an dessen
Rand das Fertigteil 10 zusammen mit anderen derartigen Fer
tigteilen 10 montiert ist, hineinlaufen und in der Rinne 14
in Längsrichtung 12 weitertransportiert und an entsprechend
vorgesehenen Auslaufstellen aus dem Fertigteil 10 herausge
führt und im Regelfall einer Wiederaufbereitungsanlage zuge
führt werden.
Das Fertigteil 10 besitzt zwei im vorliegenden Fall parallel
voneinander beabstandete Wände, eine Vorderwand 16 und eine
Rückwand 18. Beide Wände sind in ihrem unteren Ende über
einen Boden 20 einteilig miteinander verbunden. Unterhalb
der Oberkante 22 der Vorderwand 16 beziehungsweise unterhalb
der Oberkante 24 ihrer Rückwand 18 ist jeweils eine nach
innen hineinragende Konsole 26 beziehungsweise 28 als Ver
dickung der jeweiligen Wand 16, 18 ausgebildet. Von der an
der Vorderwand 16 ausgebildeten Konsole 26 führt eine gegen
die Vorderwand 16 geneigte Wand 30 zum Boden 20. Die Neigung
dieser Wand 30 ist derart, daß der Abstand von dieser Wand
30 zur gegenüberliegenden Rückwand 18 in ihrem oberen
Bereich größer ist als in ihrem unteren Bereich. Diese Wand
30 kann dadurch eine schräge Ablauffläche für von oben in
die Rinne 14 einströmendes Wasser bilden. Durch die Neigung
wird die Geräuschbildung von einströmendem Wasser wünschens
wert klein. Diesem Vorteil steht die durch diese Wand 30
entstandene Querschnittsverkleinerung der Rinne 14 entgegen.
So ist die Breite des Rinnenbodens 32 kleiner als die Breite
des Bodens 20 zwischen der Vorderwand 16 und der Rückwand
18. Nur der Rinnenboden 32 steht als nutzbarer Boden der
Rinne 14 zur Verfügung. Der zwischen der geneigten Wand 30
und der Vorderwand 16 vorhandene Zwischenraum 34 wird zur
Abführung von Wasser nicht genutzt.
Zwischen den beiden Konsolen 26, 28 sind bei dieser Ausfüh
rungsform der Erfindung quer über der Rinne 14 verlaufende
Querriegel 36 angeordnet. Auch diese Querriegel 36 sind aus
Kunststoff. Sie sind mit den Konsolen 26, 28 verklebt oder
verschweißt, was bei Kunststoffmaterial problemlos möglich
ist. In gleicher Weise, durch Verkleben oder Verschweißen,
sind auch die in Längsrichtung 12 aneinandergefügten Fertig
teile 10 fest miteinander verbunden.
Die Querriegel 36 fluchten mit ihrer Oberseite 38 mit den
Oberseiten 40, 42 der beiden Konsolen 26, 28. Im vorliegen
den Fall stützt sich ein Rinnenrost 44 (Fig. 2) nur auf den
Konsolen 26, 28 ab. Die Querriegel 36 dienen nur zur Aus
steifung der beiden Wände 16, 18. Die Anzahl der Querriegel
36 und ihre Anordnung zwischen den Konsolen 26, 28 richtet
sich nach dem jeweils verwendeten Rinnenrost. Im vorliegen
den Beispielsfall sind die oberen Wandbereiche 46, 48 zwi
schen der Konsole 26, 28 und der Oberkante 22, 24 der jewei
ligen Wand 16, 18 gleich hoch. Die Höhe der Wände 16, 18 und
damit die Lage ihrer Oberkanten 22, 24 ist im vorliegenden
Beispielsfall derart, daß die Oberkante 22, 24 etwas höher
ist als die Oberkante des Rinnenrostes 44. Je nach Ausbil
dung und Anordnung der Fertigteile 10 können diese oberen
Wandbereiche 46, 48 auch unterschiedlich hoch vorgesehen
werden.
Auf der Rückseite der Rückwand 18 kragt im Bereich der Kon
sole 28 ein oberer Befestigungsflansch 50 von der Außenseite
der Rückwand 18 aus. Ein weiterer, unterer Befestigungs
flansch 52 kragt von der Rückwand 18 im Bereich des Bodens
22 aus. Über diese beiden Befestigungsflansche 50, 52 läßt
sich das Fertigteil 10 gut befestigen wie beispielsweise
einbetonieren. Im vorliegenden Fall sind in den beiden
Flanschen 50, 52 Aussparungen 54 vorhanden, wodurch ein Ein
betonieren noch besser möglich wird. Ein derartiger Flansch
könnte auch in Form einer Schürze als Verlängerung der Vor
derwand 16 nach unten auskragen.
An den in Längsrichtung 12 vorderen und hinteren, stirn
seitigen Eckbereichen des Fertigteils 10 sind Schraubmög
lichkeiten vorgesehen, um das Fertigteil höhenmäßig leicht
einjustieren zu können. Zumindest im unteren Bereich der
Rückwand 18, im Endbereich des Fertigteils 10, ist eine
Konsolausbildung 92 als Verdickung der Wand 18 vorhanden.
Durch diese Konsolausbildung 92 erstreckt sich eine Aus
sparung 94 hindurch, die mit einem Innengewinde versehen
ist. Dieses Innengewinde kann durch eine in der Konsolaus
bildung 92 eingesetzte Hülse, die mit einem Innengewinde
versehen ist, technisch einfach verwirklicht werden. Durch
diese Aussparung 94 hindurch läßt sich ein Schraubglied,
dessen Schraubachse 96 in Fig. 1 dargestellt ist, unter
schiedlich weit hindurchschrauben, so daß dessen Spitze 98
unterschiedlich weit vom Boden 20 nach unten auskragen kann.
Zum Einbauen wird das Schraubglied so weit nach unten hin
durchgeschraubt, daß es sich mit seiner Spitze 98 auf dem
vorhandenen Untergrund abstützen kann. Dadurch kann diese
Ecke des Fertigteils 10 unterschiedlich hoch über einem
Untergrund positioniert werden.
Auf der zur Konsolausbildung 92 gegenüberliegenden Seite des
Fertigteils ist im Bereich der Vorderwand 16 eine vergleich
bare Justiermöglichkeit gegeben. Dazu ist in der Konsole 26
eine Aussparung 100 vorhanden, die mit einer im Boden 20
vorhandenen Aussparung 102 fluchtet. Durch diese beiden Aus
sparungen 100, 102 hindurch kann ein Schraubglied, dessen
Schraubachse 104 in Fig. 1 angedeutet ist, unterschiedlich
weit hindurchgeschraubt werden, da auch in diesen beiden
Aussparungen ein Innengewinde ausgebildet ist, so wie es im
Zusammenhang mit der Konsolausbildung 92 vorstehend
beschrieben ist. Die Spitze 106 des durch die Aussparungen
102, 104 hindurchgeschraubten Schraubgliedes stützt sich auf
einem vorhandenen Untergrund ab. Dadurch kann auch dieser
Bereich des Fertigteils 10 beliebig hoch über einem vorhan
denen Untergrund positioniert werden.
Auf dem gegenüberliegenden Ende des Fertigteils 10 sind ver
gleichbare Justiermöglichkeiten vorhanden. So ist dort eben
falls eine Konsolausbildung 92 an der Außenseite der Wand 18
und in der dazu gegenüberliegenden Konsole 26 eine Ausspa
rung 104 und fluchtend darunter, im Boden 20, eine Ausspa
rung 102 vorhanden.
Die zum Nivellieren verwendeten Verschraubungen sind einer
seits im Zwischenraum 34 und andererseits außerhalb der
Außenwand 18 vorhanden, so daß sie mit dem in der Rinne 14
vorhandenen Wasser nicht in Berührung kommen.
Die Öffnungen der Aussparungen 104 im Bereich der Konsole 26
werden nach erfolgter Justierung wasserdicht verschlossen.
Dies kann durch Verschweißen oder Verkleben erfolgen.
In Fig. 2 ist ein Fertigteil 10 als Bestandteil einer Über
laufrinne im eingebauten Zustand dargestellt. Das Fertigteil
10 sitzt von oben auf einer Beckenwand 60. Die Vorderwand 16
des Fertigteils 10 fluchtet mit der Innenseite 62 der
Beckenwand 60. Im eingebauten Zustand der Fertigteile 10
wird mittels einer Folie 64 die Innenseite 62 der Beckenwand
60 und gleichzeitig die Vorderwand 16 des Fertigteils 10
verkleidet. Die Folie 64 greift mit ihrem oberen Randbereich
66 um die Oberkante 22 der Vorderwand 16 herum (Fig. 2).
Im vorliegenden Fall ist auf die vorhandene Beckenwand 60
ein zusätzlicher Belag 68 aufgebracht, der oben mit Belag
platten 70 abgedeckt ist. Die Belagplatten 70 stoßen von
außen gegen den oberen Bereich 48 der Rückwand 18 vom Fer
tigteil 10. In dem Belag 68 ist die Rückwand 18 und damit
das Fertigteil 10 mittels seiner Befestigungsflansche 50, 52
ausreichend fest gehalten. Gleichzeitig kann über den
unteren Befestigungsflansch 52 auch eine Anbindung an die
ursprünglich vorhandene Beckenwand 60 vorgenommen werden.
Mit dieser in Fig. 2 dargestellten Lösung läßt sich eine
nachträgliche Sanierung beziehungsweise Renovierung eines
Badebeckens herstellen, bei der eine Überlaufrinne zusätz
lich vorgesehen werden soll und zwar auf der ursprünglich
vorhandenen Beckenwand 60. Baumaßnahmen im Bereich des Wand
kopfes 72 sind nicht erforderlich. Dies ist auch vorteil
haft, da der Wandkopf 72 regelmäßig mit starken Bewehrungs
stäben durchdrungen ist und bei Renovierungsmaßnahmen mög
lichst ungestört bleiben soll.
Bei dieser Lösung gemäß Fig. 2 kann der Wasserspiegel 76
etwa um die Höhe des Fertigteils 10 höher eingestellt wer
den, als es im ursprünglichen Zustand möglich war.
In Fig. 3 ist ein Fertigteil 10.3 dargestellt, das an der
Innenseite 62 der Beckenwand 60 plaziert ist. Sein oberer
Rinnenrost 44 ist in etwa bündig mit der Oberseite 80 der
Beckenwand 60. Belagarbeiten im Bereich der Oberseite 80
sind im Gegensatz zu der Lösung gemäß Fig. 2 nicht erforder
lich.
Das Fertigteil 10.3 entspricht im wesentlichen dem Fertig
teil 10. Sein Querschnitt im unteren Bereich ist etwas
anders, um eine schräge Anbindung des Fertigteils 10.3 mit
der Innenseite 62 der Beckenwand 60 zu gewährleisten. So
schließt sich an die Vorderwand 16 ein sich nach hinten nei
gender, schräger Boden 20.3 an, der mit der Rückwand 18, wie
bei dem Fertigteil 10, einteilig verbunden ist. Unterhalb
dieses Bodens 20.3 ist eine weitere Bodenwand 20.2 vorhan
den, die einen in etwa fließenden Übergang zwischen der Vor
derwand 16 und der Innenseite 62 der Beckenwand 60 ermög
licht.
Die obere Ausbildung dieses Fertigteils 10.3 entspricht dem
Fertigteil 10. So sind zwischen Konsolen 26, 28 voneinander
beabstandete Querriegel 36 vorhanden. Auf der Vorderwand 16,
der Bodenwand 20.2 und der Innenseite 62 ist wiederum eine
Folie 64 aufgebracht, so wie das prinzipiell auch bei dem
Fertigteil 10 gemäß Fig. 2 der Fall ist. Die Lösung gemäß
Fig. 3 hat gegenüber der Lösung von Fig. 2 die Wirkung, daß
die Wasserfläche in ihrem oberen Bereich durch die Anordnung
der Fertigteile 10.3 verkleinert wird.
In Fig. 4 sind Fertigteile 10.4 dargestellt, die ebenso wie
bei der Lösung gemäß Fig. 3 auf der Innenseite einer Becken
wand 60 plaziert sind. In ihrem oberen Bereich entsprechen
die Fertigteile 10.4 den Fertigteilen 10.3. So sind zwischen
Konsolen 26, 28 Querriegel 36 zur Aussteifung vorhanden,
wie das vorstehend bereits beschrieben ist.
In ihrem unteren Bereich sind die Vorderwand 16 und die
Rückwand 18 durch einen Boden 20 verbunden. Im vorliegenden
Fall sind die Vorderwand 16 und der Boden 20 durch eine
geneigte Wand 30.4 miteinander ausgesteift. Die geneigte
Wand 30.4 könnte auch erst im Bereich der Konsole 26 mit der
Vorderwand 16 verbunden sein.
Unterhalb des Bodens 20 ist eine geneigte Bodenwand 20.4
vorhanden, die die Vorderwand 16 mit der Rückwand 18 verbin
det. Diese Bodenwand 20.4 ist über eine Zwischenwand 20.5
aussteifend an dem aus dem Boden 20 und der Rückwand 18
gebildeten Eckbereich 84 gehalten. Funktionell entspricht
das Fertigteil 10.4 dem Fertigteil 10.3.
Zusätzlich ragt von der Rückwand 18 ein Wandteil 86 nach
unten aus, das eine Verlängerung der Rückwand 18 darstellt.
An diesem Wandteil 86 ist eine untere Auswölbung 88 ausge
bildet. Diese Auswölbung 88 bildet eine Aufstandsfläche 90.
Sie ist so weit unterhalb des Wasserspiegels 76 beispiels
weise der Oberseite 80 der Beckenwand 60 plaziert, daß eine
Person durch Aufstützen auf der Aufstandsfläche 90 leichter
aus dem Becken aussteigen kann, als es ohne eine derartige
Aufstandsfläche 90 möglich wäre.
Sowohl die Auswölbung 88 als auch das Wandteil 86, die
Bodenwand 20.4 und die Vorderwand 16 sind wiederum mit einer
Folie 64 verkleidet.
Bei allen Fertigteilen sind im vorliegenden Fall Einrich
tungen vorhanden, mit denen die Fertigteile 10 höhenmäßig
leicht einjustiert werden können. So sind am Fertigteil 10
in der Zeichnung nicht dargestellte Abstützfüße am Boden 20
vorgesehen, die Schraubteile enthalten. Durch mehr oder
weniger weites Herausdrehen dieser Schraubteile kann der
betreffende Bereich des Bodens 20 höher oder tiefer plaziert
werden. Mit Hilfe dieser Justiereinrichtung kann also der
Boden 20 eines Fertigteils 10 und damit das gesamte Fertig
teil 10 höhenmäßig exakt, auch mit gewollter Neigung, aus
gerichtet werden.
Bei den in Fig. 3 und 4 dargestellten Fertigteilen 10.3,
10.4 kann eine derartige Justiermöglichkeit im Bereich der
Anhängevorrichtung vorgesehen werden, die in der Zeichnung
nicht dargestellt ist, und über die das betreffende Fertig
teil an der Beckenwand 60 befestigt werden kann. Derartige
Justiereinrichtungen sind an sich im Stand der Technik
bekannt und werden beispielsweise beim Anhängen von Küchen
möbeln in vielfältigsten Ausführungsformen verwendet. Es
bietet sich an, derartige Einrichtungen auch zum Anhängen
von Überlaufrinnen-Fertigteilen zu verwenden. Dichtigkeits
probleme gibt es nicht, da diese Bereiche nicht mit Wasser
in Berührung kommen.
Bei den Fertigteilen könnte zur Erhöhung der Steifigkeit
eine glasfaserverstärkte Kunststoffschicht auf laminiert
sein. Es könnte dann gegebenenfalls auf die Anordnung von
Querstreben verzichtet werden.
Die in Fig. 5 dargestellte Überlaufrinne 10.5 unterscheidet
sich von der in Fig. 1 dargestellten Rinne 10 im wesentlichen
darin, daß keine Querriegel 36 vorhanden sind und dadurch
ein Rinnenrost 44 unmittelbar auf den seitlichen Konsolen
26, 28 aufsitzen kann. Im vorliegenden Fall ist der Rost 44
etwas breiter als der gegenseitige Abstand der beiden Konso
len 26, 28 ist, so daß der Rost 44 eingeklemmt zwischen der
Vorderwand 16.5 und Rückwand 18 bzw. ihren oberen Wandberei
chen 46.5, 48 in Längsrichtung unverschieblich einsitzt.
Als weiterer Unterschied zu dem in Fig. 1 dargestellten Fer
tigteil 10 besitzt das Fertigteil 10.5 an seiner Vorderwand
16.5 eine nach unten auskragende Schürze 110. Diese Schürze
110 ist schmaler als die Vorderwand 16.5 dick ist. Dadurch
ist ein vorderer Rücksprung um das Maß 112 und ein innensei
tiger Rücksprung um das Maß 114 zwischen der Schürze 110 und
den Außen- bzw. Innenseiten der Vorderwand 16.5 ausgebildet.
An dem äußeren Rücksprung kann eine Beckenfolie 118 ange
klebt werden, so daß diese Folie 118 nicht außen ganz an
der Vorderwand 16.5 hochgeführt und etwa auch noch um den
Wandbereich 46.5 herumgeführt werden muß.
Der auf der Innenseite der Schürze 110 ausgebildete Rück
sprung dient im Zusammenhang mit der dadurch an der Vorder
wand 16.5 ausgebildeten inneren Längskante 116 ein Auflager,
auf dem das Fertigteil 10.5 auf einem Beckenrand aufgesetzt
werden kann. Diese Längskante 116 ist im folgenden Beispiel
fall etwas unterhalb des Bodens 20 vorhanden. Der dadurch
vorhandene Zwischenraum 120 kann mit Mörtel oder dergleichen
ausgefüllt werden, so daß das Fertigteil 10.5 fest und in
der Höhe exakt einjustiert auf dem Beckenrand 122 positio
niert werden kann. Das Einjustieren kann, wie vorstehend
bereits ausgeführt, mittels an der Außenseite der Rückwand
18 angebrachter Konsolausbildungen 92 durchgeführt werden.
Zusätzlich zu diesen Konsolausbildungen können auch Langlö
cher in der Rückwand oder Vorderwand 16.5 bzw. Schürze 110
ausgebildet sein. Durch die Langlöcher können Schrauben hin
durchgeführt und in ortsfest vorhandene Schraublöcher einge
schraubt werden.
Statt unmittelbar auf dem Beckenrand 122 könnte das Fertig
teil 10.5 auch auf dazwischen gelegte Unterlegscheiben mit
seiner Längskante 116 aufgesetzt werden. Dadurch könnte dann
der entsprechende Eckbereich des Fertigteils 10.5 höhenmäßig
einjustiert werden. Über die rückwärtig vorhandene Konso
lausbildung 92 bräuchte dann nur noch der rückseitige,
innere Längsbereich des Fertigteils 10.5 höhenmäßig ausge
richtet zu werden.
Claims (20)
1. Überlaufrinne für Schwimmbecken, die als Fertigteil (10)
mit einer etwa U-förmigen Rinne ausgebildet ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - das Fertigteil (10) aus Kunststoff besteht.
2. Überlaufrinne nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - im oberen Bereich zumindest eine Querstrebe (36) zum Aussteifen des Fertigteils (10) und/oder zum Auflagern von Rinnenabdeckrosten (44) vorhanden ist.
3. Überlaufrinne nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - eine Vorrichtung zum höhenmäßigen Einjustieren des Fertigteils (10) vorhanden ist.
4. Überlaufrinne nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - höhenverstellbare Schrauben anbringbar sind.
5. Überlaufrinne nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - zumindest ein Langloch als Anschraubhilfe vorhanden ist.
6. Überlaufrinne nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - eine Wand eine schiefe Oberfläche so besitzt, daß die Rinnenbreite im unteren Bereich der Rinne (14) kleiner ist als in ihrem oberen Bereich.
7. Überlaufrinne nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die schiefe Oberfläche auf einer Innenwand (30) vor handen ist.
8. Überlaufrinne nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - ihre dem Schwimmbecken zugewandte Vorderwand (16.5) höher ist als die gegenüberliegende andere Rinnenwand (18).
9. Überlaufrinne nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - an der Vorderwand (16.5) eine nach unten auskragende Schürze (110) vorhanden ist.
10. Überlaufrinne nach Anspruch 9,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Schürze (110) um ein geringes Maß (112) zur Außen seite der Vorderwand (16.5) zurückgesetzt vorhanden ist.
11. Überlaufrinne nach einem der Ansprüche 9 oder 10,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Schürze (110) um ein geringes Maß (114) zur Innen seite der Vorderwand (16.3) zurückgesetzt vorhanden ist.
12. Überlaufrinne nach Anspruch 11,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die durch den inneren Rückgang der Schürze (110) ausge bildete Längskante (116) der Vorderwand (16.3) in Höhe der Unterseite des Bodens 20 oder geringfügig tiefer zum Boden 20 vorhanden ist.
13. Überlaufrinne nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - zumindest eine Wand in ihrem oberen Bereich mit Zähnen ausgebildet ist, derart, daß
- - ein Rinnenrost (44) in den Zähnen beziehungsweise in den Zahnzwischenräumen auflagerbar ist.
14. Überlaufrinne nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - im oberen Bereich und/oder im unteren Bereich einer Wand (18) eine Flosse (50, 52) deckenartig nach außen wegsteht.
15. Überlaufrinne nach Anspruch 14,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Flosse (50, 52) einteilig mit der Wand (18) ver bunden ist.
16. Überlaufrinne nach Anspruch 14 oder 15,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - Öffnungen (54) in der Flosse (50, 52) vorhanden sind.
17. Überlaufrinne nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - eine Anhänge-Vorrichtung vorhanden ist.
18. Überlaufrinne nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - die Anhängevorrichtung eine Justiermöglichkeit zur höhenmäßigen Ausrichtung des Fertigteils (10) enthält.
19. Überlaufrinne nach einem der vorstehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - zumindest ein Wandteil (86) vom Bereich des Bodens nach unten auskragend vorhanden ist.
20. Überlaufrinne nach Anspruch 19,
dadurch gekennzeichnet, daß
- - an dem Wandteil (86) eine Aufstandsfläche (90) aus gebildet ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19906507A DE19906507A1 (de) | 1998-02-19 | 1999-02-17 | Überlaufrinne für Schwimmbecken |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE29802829U DE29802829U1 (de) | 1998-02-19 | 1998-02-19 | Überlaufrinne für Schwimmbecken |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19906507A1 true DE19906507A1 (de) | 1999-08-26 |
Family
ID=8052869
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE29802829U Expired - Lifetime DE29802829U1 (de) | 1998-02-19 | 1998-02-19 | Überlaufrinne für Schwimmbecken |
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|---|---|---|---|
| DE29802829U Expired - Lifetime DE29802829U1 (de) | 1998-02-19 | 1998-02-19 | Überlaufrinne für Schwimmbecken |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP1518975A1 (de) * | 2003-09-23 | 2005-03-30 | Padana Piscine S.R.L. | Einteilige Vorrichtung zur Konstruktion eines Wasserüberlaufs und/oder einer Entwässerungsrinne |
| EP1538281A1 (de) | 2003-12-02 | 2005-06-08 | Gerald Schöfer | Verfahren und Fertigteilelement zur Herstellung eines Schwimmbeckens mit einer Überlaufrinne |
| DE202009001643U1 (de) | 2009-02-05 | 2009-04-16 | Krämer, Jochen | Fertigteilelement für den Aufbau einer Überlaufrinne von Schwimmbecken |
| RU2653199C2 (ru) * | 2013-09-26 | 2018-05-07 | ЭйэндТи ЮЭРОП С.П.А. | Переливное кромочное устройство для плавательного бассейна и усовершенствованный конструктивный элемент этого устройства |
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|---|---|---|---|---|
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| IT201700033625A1 (it) * | 2017-03-27 | 2018-09-27 | Torre Arturo Antonio La | Sistema modulare per la realizzazione di una piscina a sfioro e metodo di assemblaggio di una piscina a sfioro mediante il suddetto sistema modulare |
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- 1998-02-19 DE DE29802829U patent/DE29802829U1/de not_active Expired - Lifetime
-
1999
- 1999-02-17 DE DE19906507A patent/DE19906507A1/de not_active Withdrawn
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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