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DE19904324B4 - Sicherheitsgurtanordnung in einem Kraftfahrzeug - Google Patents

Sicherheitsgurtanordnung in einem Kraftfahrzeug Download PDF

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Abstract

Sicherheitsgurtanordnung in einem Kraftfahrzeug,
mit einem Dreipunktsicherheitsgurt, der ausgehend von einem karosseriewandseitigen Gurtaufroller zu einem karosseriewandseitig oberen Umlenkbeschlag und durch eine Gurtlasche schlaufenförmig zu einem karosseriewandseitig unteren, festen Anlenkpunkt geführt ist,
wobei die Gurtlasche durch Ziehen und Entrollen des Gurtes über einen daneben längsverstellbar angeordneten Fahrzeugsitz bis zu einem Gurtschloß führbar und einrastbar ist, welches etwa in Sitzhöhe neben oder am Fahrzeugsitz an dessen dem Umlenkbeschlag und dem festen Anlenkpunkt gegenüberliegenden Sitzseite angebracht ist, wodurch der Gurt einen Sitzbenutzer in einem Bereich zwischen dem festen Anlenkpunkt und dem Gurtschloß als Beckengurt und in einem Bereich zwischen dem Gurtschloß und dem Umlenkbeschlag als Schultergurt hält und nach dem Lösen der Gurtlasche diese zusammen mit dem selbsttätigen Aufrollen des Gurtes durch den Gurtroller in eine Ablageposition in die Nähe des Umlenkbeschlags bewegbar ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß am längsverstellbaren Fahrzeugsitz im Griffbereich eines Sitzbenutzers eine Gurtlaschenablage (16; 17;...

Description

  • Die Erfindung betrifft eine Sicherheitsgurtanordnung in einem Kraftfahrzeug nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
  • Eine allgemein bekannte, übliche Sicherheitsgurtanordnung in einem Kraftfahrzeug besteht aus einem Dreipunktsicherheitsgurt, der ausgehend von einem karosseriewandseitigen Gurtaufroller zu einem karosseriewandseitig oberen Umlenkbeschlag und durch eine Gurtlasche schlaufenförmig zu einem karosseriewandseitig unteren, festen Anlenkpunkt geführt ist. Die Gurtlasche ist durch Ziehen und Entrollen des Gurtes aus einer Ablageposition in der Nähe des Umlenkbeschlages über einen daneben längsverstellbar angeordneten Fahrzeugsitz bis zu einem Gurtschloß führbar und einrastbar. Das Gurtschloß ist dabei etwa in Sitzhöhe neben oder am Fahrzeugsitz an dessen, dem Umlenkbeschlag und dem festen Anlenkpunkt gegenüberliegender Sitzseite angebracht. Im angelegten Zustand hält damit der Gurt einen Sitzbenutzer in seinem Bereich zwischen dem festen Anlenkpunkt und dem Gurtschloß als Beckengurt und im Bereich zwischen dem Gurtschloß und dem Umlenkbeschlag als Schultergurt. Nach dem Lösen der Gurtlasche und dem Ablegen des Gurts bewegt sich die Gurtlasche zusammen mit dem sich selbsttätig aufrollenden Gurt wieder zurück in eine Ablageposition in die Nähe des Umlenkbeschlags. Aus Gründen des Designs sieht hier die gattungsbildende DE 26 38 272 A1 vor, die Gurtlasche mittels einer Einrichtung am Gurtband lösbar festzulegen.
  • Bei einer Sicherheitsgurtanordnung für einen Frontsitz einer üblichen Personenwagenkarosserie sind der Gurtaufroller und der Umlenkbeschlag an der jeweils zugeordneten B-Säule angeordnet, wobei dann die Ablage- und Bereitstellungsposition der Gurtlasche in der Nähe des Umlenkbeschlags im oberen Bereich der B-Säule liegt. Für kleinwüchsige Erwachsene ist es erforderlich, den Fahrzeugsitz in eine weit vorgeschobene Längsposition einzustellen. Damit kann der Abstand zwischen dem Fahrzeugsitz und der B-Säule so groß werden, daß die Gurtlasche in der Ablageposition an der B-Säule nur schwierig zu erreichen ist, da kleinwüchsige Erwachsene zudem auch entsprechend kurze Arme haben. Besonders stark tritt dieses Problem bei zweitürigen Fahrzeugen auf, bei denen regelmäßig breite Fahrzeugtüren vorgesehen sind, um den Einstieg zu den Fondsitzen zu verbessern, so daß hier die jeweilige B-Säule von vorneherein einen größeren Abstand zum jeweiligen Frontsitz aufweist. Das Erreichen der Gurtlasche in der Ablageposition kann dabei schon für normalwüchsige Personen unbequem sein und ist für kleinwüchsige Personen aus einer vorgeschobenen Sitzposition heraus besonders schwierig und nur mit Verrenkungen möglich.
  • Um hier eine Verbesserung zu schaffen, ist es bei einem zweitürigen Coupé-Fahrzeug allgemein bekannt, im Bereich des Umlenkbeschlages einen motorisch verstellbaren Arm vorzusehen, der am Gurt eingehakt ist und diesen türkontaktgesteuert beim Schließen der zugeordneten Fahrzeugtür nach vorne in eine bequeme Reichweite des Sitzbenutzers bewegt. Eine solche Anordnung ist sehr kostenintensiv und für einfachere, zweitürige Fahrzeuge daher nicht geeignet.
  • Es ist weiter bekannt, alle Komponenten eines Dreipunktsicherheitsgurtsystems direkt an einem längsverstellbaren Fahrzeugsitz anzuordnen ( DE 29 16 506 A1 ; EP 0 756 962 A1 ; EP 0 590 237 A1 ). Damit ist die vorgegebene Ablageposition einer Gurtlasche immer gleich und unabhängig von einer Einstellung der Längseinstellposition des Fahrzeugsitzes, so daß das vorstehend genannte Problem einer schwierigen Erreichbarkeit der Gurtlasche hier nicht auftritt.
  • Gemäß einer andere Lösung sieht die DE 84 31 428 U1 vor, eine Führung für einen Sicherheitsgurt im oberen Bereich einer Rückenlehne anzuordnen, sodass die Gurtlasche nicht an der entsprechenden Säule sondern an der Rückenlehne des Sitzes zur Anlage kommt
  • Weiter ist eine Sicherheitsgurtanordnung für eine dreisitzige Rücksitzbank eines Kraftfahrzeugs bekannt ( DE 34 28 955 A1 ), bei der dem mittleren Sitz ein Beckengurt zugeordnet ist, der sich über ein Gurtschloß in einen längeren und einen kürzen Gurtabschnitt teilen läßt, wobei der längere Gurtabschnitt eine Schloßzunge aufweist. Damit bei einer Nichtbenutzung dieses Beckengurts der längere Gurtabschnitt nicht ungeordnet auf der Sitzfläche liegt, wird vorgeschlagen, diesen längeren Gurtabschnitt entlang der Rückenlehne nach oben zu führen und mittels der Schloßzunge in einer, auf der Hubablage befestigten Einstecktasche festzulegen.
  • Daneben ist aus der DE 697 19 546 T2 bekannt, einen abnehmbaren Fahrzeugsitz mit einem Dreipunktsicherheitsgurtsystem auszurüsten, wobei das Gurtschloß und der Gurtaufroller ortsfest an einem Aufnahmekasten angebracht sind. Nach Abnahme des Sitzes vom Aufnahmekasten verbleiben somit Gurtschloß und Gurtaufroller am Aufnahmekasten. Zur Bildung des Dreipunktsicherheitsgurtes ist weiterhin im oberen Bereich der Sitzlehne ein weiteres Gurtschloss angebracht, in das die zweite am Sicherheitsgurt befindliche Gurtlasche eingesteckt wird. Bei Längsverstellung des Sitzes verbleibt die Ablageposition der anderen Gurtlasche deshalb im Griffbereich, so dass das Problem der schwierigen Erreichbarkeit der Gurtlasche auch hier nicht auftritt.
  • Aufgabe der Erfindung ist es, eine gattungsgemäße Sicherheitsgurtanordnung in einem Kraftfahrzeug so weiterzubilden, daß der Anlege- und Ablegekomfort für einen Sicherheitsgurt insbesondere bei kleinwüchsigen Erwachsenen verbessert wird.
  • Diese Aufgabe wird mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
  • Gemäß Anspruch 1 ist am längsverstellbaren Fahrzeugsitz im Griffbereich eines Sitzbenutzers eine Gurtlaschenablage angebracht, mittels der die Gurtlasche bei Nichtbenutzung des Sicherheitsgurtes lösbar festlegbar ist.
  • Damit wird erreicht, daß eine in der Gurtlaschenablage abgelegte Gurtlasche in jeder Längseinstellposition des Fahrzeugsitzes in bequemer Griffposition zur Verfügung steht. Damit wird der Anlege- und Ablegekomfort insbesondere für kleinwüchsige Erwachsene gerade bei zweitürigen Fahrzeugen mit breiten Fahrzeugtüren erheblich verbessert. Wenn die Gurtlasche nicht in die Gurtlaschenablage abgelegt wird, nimmt die Gurtlasche die bisher übliche Ablageposition in der Nähe des Umlenkbeschlags ein, wobei diese Ablageposition für großwüchsige Personen und hintere Sitzlängseinstellungen sowie für den ungehinderten Einstieg zu Fondsitzen bei zweitürigen Fahrzeugen geeigneter sein kann. Ein Sitzbenutzer ist somit frei in seiner Entscheidung, die erfindungsgemäße Gurtlaschenablage zu verwenden, wenn es für ihn vorteilhaft ist.
  • Eine Gurtlaschenablage kann vorteilhaft als Nachrüstteil zur Verfügung gestellt und montiert werden, wenn ein Fahrzeug regelmäßig von einer kleinwüchsigen Person benutzt wird.
  • Die Gurtlaschenablage kann in ihrer Haltefunktion für die Gurtlasche in unterschiedlichen Ausführungsformen ausgebildet sein, wobei auf an sich bekannte Anordnungen für eine lösbare Halterung von Teilen zurückgegriffen werden kann. Insbesondere kann die Gurtlaschenablage als Einstecktasche ausgeführt sein, in die eine an der Gurtlasche angebrachte Gurtschloßzunge einsteckbar ist. Vorteilhaft wird dazu ein übliches Gurtschloß mit einer handbetätigbaren Entriegelung verwendet.
  • Ein geeigneter und bequem erreichbarer Anbringungsort für eine Gurtlaschenablage liegt an der Sitzlehnenoberseite an der dem Umlenkbeschlag bzw. einer zugeordneten Fahrzeugtür zugewandten Lehnenseite. In einer auch optisch günstigen Anordnung kann die Gurtlaschenablage als Gurtschloß mit einem nach oben offenen Einsteckschlitz in den Sitzlehnenkörper integriert sein.
  • Ein weiterer geeigneter Anbringungsort für eine Gurtlaschenablage liegt vorzugsweise an der dem Umlenkbeschlag bzw. einer zugeordneten Fahrzeugtür zugewandten Seite einer Kopfstütze, wobei auch hier eine Gurtlaschenablage als Gurtschloß in den Kopfstützenkörper integriert sein kann.
  • Für ein einfach durch einen Fahrzeugbenutzer montierbares Nachrüstteil wird vorgeschlagen, die Gurtlaschenablage endseitig an einem leistenförmigen Adapterteil anzuordnen. Am Adapterteil sind beabstandete Öffnungen vorgesehen, durch die zur Festlegung des Adapterteils an der Sitzlehnenoberseite Haltestangen einer Kopfstütze steckbar sind. Das Adapterteil und die Gurtlaschenablage sind dabei so angeordnet, daß die Gurtlaschenablage im montierten Zustand des Adapterteils an der dem Umlenkbeschlag zugewandten Seite der Sitzlehne in einer griffgünstigen Position liegt.
  • Für eine Verwendung eines solchen Nachrüstteils an mehreren unterschiedlichen Fahrzeugen wird vorgeschlagen, am leistenförmigen Adapterteil mehrere längsversetzte Bohrungen anzubringen, wobei ein entsprechendes Lochbild zur Anpassung an Haltestangenabstände unterschiedlicher Kopfstützenausführungen und an die Gegebenheiten unterschiedlicher Fahrzeugtypen dient.
  • Die Anbringung einer Gurtlaschenablage an einem längsverstellbaren Fahrzeugsitz kann immer dann zweckmäßig sein, wenn bei einer karosseriefesten Anbringung des Gurtrollers und des Umlenkbeschlages durch eine vorgeschobene Sitzposition der Abstand zu einer Ablageposition der Gurtlasche in der Nähe des Umlenkbeschlags für eine gute Erreichbarkeit zu groß wird. Dies kann nicht nur bei Gurtanordnungen an B-Säulen für Frontsitze sondern auch für längsverstellbare Sitze an dahinterliegenden Sitzreihen, beispielsweise in Großraumlimousinen gegeben sein.
  • Anhand einer Zeichnung wird die Erfindung näher erläutert.
  • Es zeigen:
  • 1 eine schematische Darstellung einer herkömmlichen Sicherheitsgurtanordnung für einen längsverstellbaren Fahrzeugsitz im nicht angelegten Zustand,
  • 2 eine schematische Darstellung der Sicherheitsgurtanordnung nach 1 im angelegten Zustand,
  • 3 eine schematische Darstellung einer ersten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Sicherheitsgurtanordnung für einen längsverstellbaren Fahrzeugsitz,
  • 4 eine schematische Darstellung einer zweiten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Sicherheitsgurtanordnung für einen längsverstellbaren Fahrzeugsitz, und
  • 5 eine schematische Darstellung einer dritten Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Sicherheitsgurtanordnung für einen längsverstellbaren Fahrzeugsitz.
  • In der 1 ist schematisch ein Einstiegsbereich zu einem längsverstellbaren Frontsitz 1 eines Kraftfahrzeugs mit einer dem Stand der Technik entsprechenden Sicherheitsgurtanordnung dargestellt. An der B-Säule 2 dieses Einstiegsbereichs ist ein Dreipunktsicherheitsgurt 3 angeordnet. Dieser Dreipunktsicherheitsgurt 3 ist ausgehend von einem Gurtaufroller 4, der in einem unteren B-Säulenbereich 5 karosseriewandseitig festgelegt ist, schlaufenförmig zu einem an einem oberen B-Säulenbereich 7 schwenkbar an der Karosserie angelenkten, oberen Umlenkbeschlag 6 und weiter zu einem ebenfalls im unteren B-Säulenbereich 5 karosseriewandseitig angelenkten, unteren festen Anlenkpunkt 8 geführt. Im Bereich des oberen Umlenkbeschlages 6 ist der Dreipunktsicherheitsgurt 3 ferner durch eine Gurtlasche 9 geführt. In der 1 ist der Dreipunktsicherheitsgurt 3 in der gemäß dem Stand der Technik einzig möglichen Ablageposition dargestellt.
  • Zum Anlegen des Dreipunktsicherheitsgurtes 3 wird, wie dies aus der 2 ersichtlich ist, die die Sicherheitsgurtanordnung der 1 im angelegten Zustand zeigt, von einem hier aus Übersichtlichkeitsgründen nicht dargestellten Sitzbenutzer die Gurtlasche 9 ergriffen und in Richtung zu einem Gurtschloß 10 gezogen, wobei sich der Dreipunktsicherheitsgurt 3 aus dem Gurtaufroller 4 entrollt. Das Gurtschloß 10 befindet sich etwa in Sitzhöhe neben oder am längsverstellbaren Frontsitz 1, und zwar an einer dem Umlenkbeschlag 6 und dem festen Anlenkpunkt 8 gegenüberliegender Sitzseite 11. Zur Arretierung des Dreipunktsicherheitsgurtes 3 wird die Gurtlasche 9 in das Gurtschloß 10 eingerastet, wodurch der Dreipunktsicherheitsgurt 3 den Sitzbenutzer in einem Bereich zwischen dem festen Anlenkpunkt 8 und dem Gurtschloß 10 als Beckengurt 12 und in einem Bereich zwischen dem Gurtschloß 10 und dem Umlenkbeschlag 6 als Schultergurt 13 hält.
  • Zum Ablegen des Dreipunktsicherheitsgurtes 3 wird die Verrastung zwischen der Gurtlasche 9 und dem Gurtschloß 10 gelöst, wodurch der Dreipunktsicherheitsgurt 3 durch den Gurtaufroller 4 selbsttätig in die in der 1 dargestellte Nichtanlageposition aufgerollt wird.
  • Bei kleinwüchsigen Personen befindet sich der längsverstellbare Frontsitz in einer vorderen, von der B-Säule 2 relativ weit beabstandeten Sitzposition. Das Ergreifen der in der Nichtanlegeposition im Bereich des oberen Umlenkbeschlags 6 an der B-Säule 2 angeordneten Gurtlasche 9 aus dieser vorgeschobenen Sitzposition heraus ist schwierig und nur mit Verrenkungen möglich. Erfindungsgemäß ist daher, wie dies in der 3 schematisch dargestellt ist, am längsverstellbaren Frontsitz 1 im Griffbereich des Sitzbenutzers an der Sitzlehnenoberseite 14 an der dem oberen Umlenkbeschlag 6 zugewandten Lehnenseite 11 eine Gurtlaschenablage 16 in den Sitzlehnenkörper mit nach oben offenem Einsteckschlitz 15 integriert.
  • Diese Gurtlaschenablage 16 ist bevorzugt entsprechend dem Gurtschloß 10 mit einer handbetätigbaren Entriegelung ausgestattet. Mit einer derartigen Gurtlaschenablage 16 kann neben der in der 1 dargestellten, weiterhin vorhandenen herkömmlichen Ablageposition für die Gurtlasche 9 diese in einer zusätzlichen Ablageposition auch am längsverstellbaren Frontsitz 1 abgelegt werden. Ein kleinwüchsiger Sitzbenutzer kann somit bei eingestellter vorderer Sitzposition den Dreipunktsicherheitsgurt 3 beim Ablegen in die Gurtlaschenablage 16 einstecken, so daß er den Dreipunktsicherheitsgurt 3 zum erneuten Anlegen bequem in dieser Ablageposition am Frontsitz 1 ohne Verrenkungen ergreifen kann.
  • In einer in der 4 schematisch dargestellten, alternativen Ausführungsform zur in der 3 dargestellten Ausführungsform ist eine Gurtlaschenablage 17 an einer dem oberen Umlenkbeschlag 6 zugewandten Seite 18 einer Kopfstütze 19 des Frontsitzes 1 angebracht. Die Gurtlaschenablage 17 ist hier in den Kopfstützenkörper mit einem seitlich offenen Einsteckschlitz 20 integriert. Die Bedienung erfolgt hier entsprechend der in Verbindung mit der Ausführungsform der 3 beschriebenen Weise.
  • Eine weitere alternative Ausführungsform ist in der 5 dargestellt, bei der eine Gurtlaschenablage 21 endseitig an einem leistenförmigen Adapterteil 22 angebracht ist. An diesem Adapterteil 22 sind voneinander beabstandete Öffnungen 23 in Form mehrerer, längsversetzter Bohrungen ausgebildet, deren Lochbild an die Abstände der Haltestangen 24, 25 einer Kopfstütze 26 angepaßt sind. Das Adapterteil 22 ist so an der Sitzlehne 27 angeordnet, daß die Gurtlaschenablage 21 an der dem oberen Umlenkbeschlag 6 zugewandten Seite der Sitzlehne 27 liegt. Bei an den Haltestangen 24, 25 angeordnetem Adapterteil 22 erfolgt die Bedienung hier ebenfalls entsprechend der in Verbindung mit der Ausführungsform der 3 beschriebenen Weise. Bevorzugt ist auch hier die Gurtlaschenablage 21 nach Art eines bereits in Serienproduktion befindlichen Gurtschlosses ausgeführt. Das Adapterteil kann auch als ein an die Kontur der Sitzlehne oder eines Sitzlehnenteils angepaßten Formteil oder nach Art eines Schonbezugs ausgeführt sein.
  • 1
    längsverstellbarer Frontsitz
    2
    B-Säule
    3
    Dreipunktsicherheitsgurt
    4
    Gurtaufroller
    5
    unterer B-Säulenbereich
    6
    oberer Umlenkbeschlag
    7
    oberer B-Säulenbereich
    8
    Anlenkpunkt
    9
    Gurtlasche
    10
    Gurtschloß
    11
    Sitzseite
    12
    Beckengurt
    13
    Schultergurt
    14
    Sitzlehnenoberseite
    15
    Einsteckschlitz
    16
    Gurtlaschenablage
    17
    Gurtlaschenablage
    18
    Kopfstützenseite
    19
    Kopfstütze
    20
    Einsteckschlitz
    21
    Gurtlaschenablage
    22
    Adapterteil
    23
    Öffnungen
    24
    Haltestange
    25
    Haltestange
    26
    Kopfstütze
    27
    Sitzlehne

Claims (12)

  1. Sicherheitsgurtanordnung in einem Kraftfahrzeug, mit einem Dreipunktsicherheitsgurt, der ausgehend von einem karosseriewandseitigen Gurtaufroller zu einem karosseriewandseitig oberen Umlenkbeschlag und durch eine Gurtlasche schlaufenförmig zu einem karosseriewandseitig unteren, festen Anlenkpunkt geführt ist, wobei die Gurtlasche durch Ziehen und Entrollen des Gurtes über einen daneben längsverstellbar angeordneten Fahrzeugsitz bis zu einem Gurtschloß führbar und einrastbar ist, welches etwa in Sitzhöhe neben oder am Fahrzeugsitz an dessen dem Umlenkbeschlag und dem festen Anlenkpunkt gegenüberliegenden Sitzseite angebracht ist, wodurch der Gurt einen Sitzbenutzer in einem Bereich zwischen dem festen Anlenkpunkt und dem Gurtschloß als Beckengurt und in einem Bereich zwischen dem Gurtschloß und dem Umlenkbeschlag als Schultergurt hält und nach dem Lösen der Gurtlasche diese zusammen mit dem selbsttätigen Aufrollen des Gurtes durch den Gurtroller in eine Ablageposition in die Nähe des Umlenkbeschlags bewegbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß am längsverstellbaren Fahrzeugsitz im Griffbereich eines Sitzbenutzers eine Gurtlaschenablage (16; 17; 21) angebracht ist, mittels der die Gurtlasche (9) bei Nichtbenutzung des Sicherheitsgurtes (3) lösbar festlegbar ist.
  2. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gurtlaschenablage (16; 17; 21) entsprechend einem Gurtschloß (10) mit einer handbetätigbaren Entriegelung ausgebildet ist.
  3. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gurtlaschenablage (16) an der Sitzlehnenoberseite (14) an der dem Umlenkbeschlag (6) zugewandten Lehnenseite (11) angeordnet ist.
  4. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gurtlaschenablage (16) in den Sitzlehnenkörper mit einem nach oben offenen Einsteckschlitz (15) integriert ist.
  5. Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Gurtlaschenablage (21) einem an dem Fahrzeugsitz lösbar befestigten Halteteil (19, 22) zugeordnet ist.
  6. Halteteil für eine Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es als eine Kopfstütze (19) ausgebildet ist, bei der die Gurtlaschenablage (17) an der dem Umlenkbeschlag (6) zugewandten Seite des Fahrzeugsitzes (1) angebracht ist.
  7. Halteteil für eine Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Gurtlaschenablage (17) in den Kopfstützenkörper mit einem seitlich offenen Einsteckschlitz (20) integriert ist.
  8. Halteteil für eine Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es als ein leistenförmiges Adapterteil (22) ausgebildet ist, bei dem die Gurtlaschenablage (21) endseitig angebracht ist.
  9. Halteteil nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß am Adapterteil (22) beabstandete Öffnungen vorgesehen sind und zur Festlegung des Adapterteils (22) an der Sitzlehnenoberseite Haltestangen (24, 25) der Kopfstütze (26) durch die Öffnungen (23) steckbar sind dergestalt, daß die Gurtlaschenablage (21) an der dem Gurtbeschlag (6) zugewandten Seite der Sitzlehne (27) liegt.
  10. Halteteil nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das Adapterteil (22) mehrere längsversetzte Bohrungen aufweist mit einem Lochbild zur Anpassung an die Haltestangenabstände unterschiedlicher Kopfstützenausführungen und an die Gegebenheiten unterschiedlicher Fahrzeugtypen.
  11. Halteteil für eine Sicherheitsgurtanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß es nach Art eines Schonbezugs oder eines auf der Sitzlehnenoberseite (14) befestigbaren Formteils ausgebildet ist.
  12. Sicherheitsgurtanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Gurtaufroller (4) und der Umlenkbeschlag (6) an einer B-Säule (2) einer zweitürigen Fahrzeugkarosserie angeordnet sind und der zugeordnete Fahrzeugsitz ein längsverstellbarer Frontsitz (1) ist.
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