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DE19902685B4 - Neuartige Urethan(meth)acrylate, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung - Google Patents

Neuartige Urethan(meth)acrylate, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung Download PDF

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DE19902685B4 DE1999102685 DE19902685A DE19902685B4 DE 19902685 B4 DE19902685 B4 DE 19902685B4 DE 1999102685 DE1999102685 DE 1999102685 DE 19902685 A DE19902685 A DE 19902685A DE 19902685 B4 DE19902685 B4 DE 19902685B4
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urethane
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Silke Großkurth
Klaus Dr. Dorn
Heike Heeb
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EIFEL WERNER
Eifel Werner Dr
Roehm GmbH Darmstadt
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    • C08G18/28Polymeric products of isocyanates or isothiocyanates with compounds having active hydrogen characterised by the compounds used containing active hydrogen
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Abstract

Urethan(meth)acrylate mit mindestens 3 reaktiven endstÀndigen ethylenisch ungesÀttigten FunktionalitÀten, erhÀltlich durch die Umsetzung von
A)
a) Hydroxyalkyl(meth)acrylsÀureestern mit
b) Polyisocyanaten und
c) Polyoxyalkylenen, die
c1) mindestens drei HydroxyfunktionalitÀten aufweisen,
c2) wobei der Anteil an Polyethylenoxid kleiner als 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Polyoxyalkylen, ist, oder
B)
a) Hydroxyalkyl(meth)acrylsÀureestern mit
b) Mischungen aus Polyisocyanaten, von denen mindestens ein Polyisocyanat 3 oder mehr Isocyanatgruppen aufweist, und
c) Polyoxyalkylenen, die
c1) mindestens zwei HydroxyfunktionalitÀten aufweisen,
c2) wobei der Anteil an Polyethylenoxid kleiner als 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Polyoxyalkylen, ist.

Description

  • Die Erfindung betrifft neuartige Urethan(meth)acrylate, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung, insbesondere in (Meth)acrylatharzen, die fĂŒr den OberflĂ€chenschutz von VerkehrsflĂ€chen, vor allem BrĂŒcken und Parkdecks, von FlachdĂ€chern, fĂŒr die HinterfĂŒtterung von Badewannen oder allgemein fĂŒr Boden- und Wandbeschichtungen sowie Versiegelungen eingesetzt werden.
  • BrĂŒcken können durch Beschichtungen aus Kunststoff, die als Membrane zwischen Betonfahrbahnplatten und Gußasphalt aufgebracht werden, vor SchĂ€den durch eindringendes Wasser, Tausalzlösungen und verdĂŒnnte SĂ€uren (sauren Regen) geschĂŒtzt werden. HierfĂŒr sind (Meth)acrylatharze grundsĂ€tzlich geeignet, ihre FlexibilitĂ€t bei tiefen Temperaturen ist aber unzureichend.
  • Als Maß fĂŒr die FlexibilitĂ€t eines Harzes wird im Rahmen der vorliegenden Erfindung sowohl die Reißdehnung als auch die Reißfestigkeit verstanden. Diese beiden mechanischen Eigenschaften eines Harzes sind im allgemeinen gegenlĂ€ufig, so daß ein Harz mit einer hohen Reißdehnung sehr hĂ€ufig nur eine geringe Reißfestigkeit aufweist.
  • Als weiteres Maß fĂŒr die FlexibilitĂ€t eines Harzes kann die FĂ€higkeit zur RiĂŸĂŒberbrĂŒckung dienen. Ein Meßverfahren zur Bestimmung dieser Eigenschaft ist beispielsweise in „ZusĂ€tzliche Technische Vertragsbedingungen und Richtlinien fĂŒr Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen (ZTV-SIB 90)", herausgegeben vom Bundesminister fĂŒr Verkehr (1990), beschrieben.
  • Zusatzstoffe, die die FlexibilitĂ€t von (Meth)acrylatharzen erhöhen sind an sich bekannt und kommerziell erhĂ€ltlich, so beispielsweise difunktionelle Urethan(meth)acrylate. Nachteilig an diesen Stoffen ist, daß sie in relativ großen Mengen eingesetzt werden mĂŒssen. Dies fĂŒhrt insbesondere zu hohen Kosten, da sie recht teuer sind. Des weiteren ist die Verbesserung, die durch Zusatz dieser Stoffe erreicht werden kann, fĂŒr viele Zwecke nicht ausreichend.
  • In der DE 4018183 werden lichthĂ€rtende Abformmaterialien vorzugsweise fĂŒr dentale Anwendungen vorgestellt. Bei diesem Anwendungszweck kommt es in erster Linie auf möglichst geringe DimensionsĂ€nderung bei der HĂ€rtung und auf hohe Reißfestigkeit an. Es werden als Kettenabbrecher d.h. als Reaktionspartner des isocyanathaltigen Prepolymeren stets Hydroxyacrylate oder Methacrylate eingesetzt, die zwei oder mehr ungesĂ€ttigte Gruppen im MolekĂŒl enthalten. Durch den Einsatz dieser Reaktionspartner der isocyanathaltigen Prepolymeren entstehen bei der Polymerisation der Mischung auf jeden Fall neben den langkettigen Vernetzungen, die von dem eingesetzten Makrodiol stammen, auch kurzkezzige Vernetzungen ĂŒber die niedermolekularen Vernetzer, wie beispielsweise Glycerindiacrylat, Glycerindimethacrylat, Glycerinacrylatmethacrylat. Diese kurzkettigen Vernetzungen fĂŒhren zu der großen HĂ€rte des Materials, was fĂŒr die Anwendungen auch erwĂŒnscht ist. Die große HĂ€rte des Materials fĂŒhrt zu einer verringerten Reißdehnung des Materials und damit zu einer schlechteren FlexibilitĂ€t.
  • In Anbetracht des Standes der Technik war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung Zusatzstoffe fĂŒr (Meth)acrylatharze anzugeben, die die FlexibilitĂ€t von (Meth)acrylatharzen erhöhen, insbesondere bei tiefen Temperaturen.
  • Eine weitere Aufgabe bestand darin, Stoffe anzugeben, die die Reißfestigkeit der (Meth)acrylatharze erhöhen.
  • Des weiteren war es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, Stoffe zur VerfĂŒgung zu stellen, die die Reißdehnung von (Meth)acrylatharzen verbessern, insbesondere bei tiefen Temperaturen.
  • DarĂŒber hinaus sollten (Meth)acrylatharze, die die Zusatzstoffe aufweisen, möglichst unempfindlich gegen Temperaturschwankungen sein.
  • Die Zusatzstoffe sollten möglichst kostengĂŒnstig herstellbar sein.
  • Die Menge an Zusatzstoffen, die zum Erzielen der gewĂŒnschten Wirkung benötigt wird, sollte möglichst gering sein.
  • Gelöst werden diese Aufgaben sowie weitere, die zwar nicht wörtlich genannt werden, die sich aber aus den hierin diskutierten ZusammenhĂ€ngen wie selbstverstĂ€ndlich ableiten lassen oder sich aus diesen zwangslĂ€ufig ergeben, durch Urethan(meth)acrylate mit allen Merkmalen des unabhĂ€ngigen Anspruchs 1.
  • Vorteilhafte Ausgestaltungen der erfindungsgemĂ€ĂŸen Urethan(meth)acrylate sind Gegenstand der auf den unabhĂ€ngigen Produktanspruch rĂŒckbezogenen AnsprĂŒche.
  • Hinsichtlich des erfindungsgemĂ€ĂŸen Verfahrens liefert Anspruch 7 die Lösung der zugrundeliegenden Aufgabe, wobei bevorzugte AusfĂŒhrungsformen in den hierauf rĂŒckbezogenen AnsprĂŒchen erlĂ€utert werden. ErfindungsgemĂ€ĂŸe Verwendungen werden in Anspruch 10 dargestellt.
  • Dadurch, daß man Urethan(meth)acrylate mit mindestens 3 reaktiven endstĂ€ndigen ethylenisch ungesĂ€ttigten FunktionalitĂ€ten, erhĂ€ltlich durch die Umsetzung von
    • A) a) Hydroxyalkyl(meth)acrylsĂ€ureestern mit b) Polyisocyanaten und c) Polyoxyalkylenen, die c1) mindestens drei HydroxyfunktionalitĂ€ten aufweisen, c2) wobei der Anteil an Polyethylenoxid kleiner als 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Polyoxyalkylen, ist, oder
    • B) a) Hydroxyalkyl(meth)acrylsĂ€ureestern mit b) Mischungen aus Polyisocyanaten, von denen mindestens ein Polyisocyanat 3 oder mehr Isocyanatgruppen aufweist, und c) Polyoxyalkylenen, die c1) mindestens zwei HydroxyfunktionalitĂ€ten aufweisen, c2) wobei der Anteil an Polyethylenoxid kleiner als 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Polyoxyalkylen, ist,
    als Zusatzstoff in (Meth)acrylatharzen einsetzt, wird die FlexibilitÀt der Harze bei tiefen Temperaturen wesentlich erhöht.
  • Des weiteren werden durch die vorliegende Erfindung folgende Vorteile erzielt:
    • – Die erfindungsgemĂ€ĂŸen Zusatzstoffe ermöglichen ein an die Anforderungen hervorragend anpaßbares Eigenschaftsspektrum.
    • – Die Reißdehnung wird wesentlich erhöht, falls dieser Wert mit den von Harzen verglichen wird, die eine vergleichbare Reißfestigkeit aufweisen.
    • – Die Reißfestigkeit wird verbessert, falls dieser Wert mit den von Harzen verglichen wird, die eine vergleichbare Reißdehnung aufweisen.
    • – Durch Zusatz der erfindungsgemĂ€ĂŸen Urethan(meth)acrylate wird die StabilitĂ€t gegenĂŒber Temperaturschwankungen vergrĂ¶ĂŸert.
    • – Um eine gewĂŒnschte Verbesserung der FlexibilitĂ€t bei tiefen Temperaturen zu erzielen, genĂŒgt der Einsatz der erfindungsgemĂ€ĂŸen Urethan(meth)acrylate in relativ geringen Mengen, wodurch Kostenvorteile entstehen.
    • – FĂŒr den Einsatz in Boden- und Wandbeschichtungen wird durch die erfindungsgemĂ€ĂŸen Zusatzstoffe die Sprödigkeit gezielt je nach Einsatzmenge verringert bzw. die SchlagzĂ€higkeit der Beschichtung erhöht. Dies gilt in gleicher Weise auch fĂŒr die Versiegelung einer Beschichtung.
    • – Weiterhin lassen sich durch die erfindungsgemĂ€ĂŸen Zusatzstoffe glattere OberflĂ€chen und bessere schmutzabweisende Eigenschaften der Beschichtungen und Versiegelungen erreichen.
    • – Des weiteren wird beim Aufbringen eines Harzes fĂŒr die Bodenbeschichtung der Verlauf durch die erfindungsgemĂ€ĂŸen Zusatzstoffe verbessert.
    • – Schließlich verbessern die erfindungsgemĂ€ĂŸen Zusatzstoffe die Haftung zwischen einer Beschichtung und ihrer Versiegelung.
  • Urethan(meth)acrylate bezeichnen im Rahmen der vorliegenden Erfindung Verbindungen, die (Meth)acrylat-FunktionalitĂ€ten aufweisen, die ĂŒber Urethangruppen miteinander verknĂŒpft sind.
  • ErfindungsgemĂ€ĂŸe Urethan(meth)acrylate weisen mindestens drei reaktive endstĂ€ndige ethylenisch ungesĂ€ttigten FunktionalitĂ€ten auf, die von (Meth)acrylaten abgeleitet sind.
  • Sie sind durch die Umsetzung von Hydroxyalkyl(meth)acrylsĂ€ureestern mit Polyisocyanaten und Polyoxyalkylenen, die mindestens drei HydoxyfunktionalitĂ€ten aufweisen, wobei der Anteil an Polyethylenoxid kleiner als 50 Gew.-% ist, bezogen auf die Gesamtmenge an Polyoxyalkylen, erhĂ€ltlich.
  • Der Ausdruck (Meth)acrylsĂ€ure bezeichnet hierin MethacrylsĂ€ure, AcrylsĂ€ure sowie Mischungen dieser SĂ€uren.
  • ErfindungsgemĂ€ĂŸ einsetzbare Hydroxyalkyl(meth)acrylsĂ€ureester sind Ester der (Meth)acrylsĂ€ure mit zweiwertigen, aliphatischen Alkoholen. Diese Verbindungen sind in der Fachwelt weithin bekannt. Sie können beispielsweise durch die Reaktion von (Meth)acrylsĂ€ure mit Oxiranen erhalten werden.
  • Zu den Oxiranverbindungen gehören unter anderem Ethylenoxid, Propylenoxid, 1,2-Butylenoxid und/oder 2,3-Butylenoxid, Cyclohexenoxid, Styroloxid, Epichlorhydrin und Glycidylester. Diese Verbindungen können sowohl einzeln als auch als Mischung verwendet werden. Die Umsetzung zu den Hydroxyalkyl(meth)acrylsĂ€ureestern ist beispielsweise in DE-A-24 39 352, DE-15 68 838 und GB 1 308 250 beschriebe.
  • Die so erhĂ€ltlichen Hydroxyalkyl(meth)acrylsĂ€ureester sind hĂ€ufig kommerziell erhĂ€ltlich und daher fĂŒr die erfindungsgemĂ€ĂŸen Zwecke besonders geeignet.
  • Die Hydroxyalkyl(meth)acrylsĂ€ureester können auch Substituenten, wie beispielsweise Phenylreste oder Aminogruppen, enthalten. Des weiteren kann der Hydroxyalkylrest des Esters auch Polyoxyalkylengruppen enthalten, die sowohl linear als auch verzweigt sein können, wie beispielsweise Polyethylenoxid, Polypropylenoxid und Polytetramethylenoxid. Diese Gruppen weisen hĂ€ufig zwischen 2 und 10 Oxyalkyen-Einheiten auf.
  • Bevorzugte Hydroxyalkyl(meth)acrylsĂ€ureester sind unter anderem Hydroxyethylacrylat, Hydroxyethylmethacrylat, 2-Hydroxypropylacrylat, 2-Hydroxypropylmethacrylat, 3-Hydroxypropylacrylat, 3-Hydroxypropylmethacrylat, 6-Hydroxyhexylacrylat und 6-Hydroxyhexylmethacrylat, 3-Phenoxy-2-hydroxypropylmethacrylat, Polyethoxymethacrylat, Polypropoxymethacrylat, Polyethylenoxid/Polytetramethylenoxidmethacrylat, Polyethylenoxid/Polypropylenoxidmethacrylat, AcrylsĂ€ure-(4-hydroxybutylester), AcrylsĂ€ure-(2-hydroxyethylester), MethacrylsĂ€ure-(hydroxymethylamid), Caprolactonhydroxyethylmethacrylat und Caprolactonhydroxyethylacrylat, hiervon sind Hydroxyethylmethacrylat, Hydroxyethylacrylat, 2-Hydroxypropylmethacrylat und 2-Hydroxypropylacrylat ganz besonders bevorzugt.
  • Polyisocyanate bezeichnen im Rahmen der vorliegenden Erfindung niedermolekulare Verb., die im MolekĂŒl zwei oder mehrere Isocyanat-Gruppen enthalten.
  • Durch Wahl des Anteils an Polyisocyanaten mit 3 oder mehr Isocyanat-Gruppen lĂ€ĂŸt sich das Eigenschaftsspektrum von Reißdehnung und Reißfestigkeit einstellen. Je höher der Anteil an Verbindungen mit drei oder mehr FunktionalitĂ€ten ist, desto grĂ¶ĂŸer wird die Reißfestigkeit. Hierbei nimmt allerdings die Reißdehnung stark ab. Dementsprechend wurde festgestellt, daß der Anteil dieser Polyisocyanate mit drei oder mehr FunktionalitĂ€ten nicht grĂ¶ĂŸer als 10 Gew.-%, bevorzugt nicht mehr als 5 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmasse an Polyisocyanaten, sein sollte. Diese AusfĂŒhrungen beziehen sich allerdings nur auf die Herstellung der erfindungsgemĂ€ĂŸen Urethan(meth)acrylate gemĂ€ĂŸ AusfĂŒhrungsform A). Bei der AusfĂŒhrungsform B), in der Polyoxyalkylene, die zwei Hydroxygruppen aufweisen, ĂŒber Polyisocyanate verknĂŒpft werden, die drei oder mehr Isocyanatgruppen aufweisen, ist der Anteil der Polyisocyanate mit drei oder mehr FunktionalitĂ€ten entsprechend grĂ¶ĂŸer.
  • Zu den in der vorliegenden Erfindung verwendbaren Polyisocyanaten gehören unter anderem 2,4-Toluendiisocyanat, 2,6-Toluendiisocyanat, 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat (MDI), 4,4'-Dicyclohexyldiisocyanat, meta- und para-Tetramethylxylendiisocyanat, 3-Isocyanatomethyl-3,5,5-trimethylcyclohexylisocyanat (Isophorondiisocyanat), Hexamethylendiisocyanat, 1,5-Naphthylendiisocyanat, Dianisidindiisocyanat, Di(2-isocyanatoethyl)-bicyclo[2.2.1]-hept-5-en-2,3-dicarboxylat, 2,2,4- und 2,4,4-Trimethylenhexamethylendiisocyanat, Triphenylmethan-4,4',4''-triisocyanat, Tris-(4-isocyanatophenyl)-thiophosphat, und Mischungen davon.
  • Geeignete Polyisocyanate können beispielsweise auch durch die Umsetzung von mehrwertigen Alkoholen mit Diisocyanaten oder durch die Polymerisation von Diisocyanaten erhalten werden. Des weiteren sind auch Polyisocyanate einsetzbar, die durch Umsetzung von Hexamethylendiisocyanat mit geringen Mengen an Wasser darstellbar sind. Diese Produkte enthalten Biuret-Gruppen.
  • Diese Verbindungen sind in der Fachwelt weithin bekannt und zum grĂ¶ĂŸten Teil kommerziell erhĂ€ltlich. Hierzu gehören unter anderem ÂźDesmodur H, ÂźDesmodur N 100, ÂźDesmodur N 3300 (von BAYER), ÂźBasonat PLR 8401, ÂźBasonat PLR 8638 (von BASF), ÂźTolonate HDB 75 MX, ÂźTolonate HDT 90 (von RhĂŽne Poulenc), ÂźVestanat IPD, ÂźVestanat T 1890/100 und ÂźVestanat T 2960 (von HĂŒls).
  • Bevorzugt sind Verbindungen, deren Isocyanatgruppen unterschiedliche ReaktivitĂ€ten aufweisen. Diese Eigenschaft erleichtert die ReaktionsfĂŒhrung, ohne daß hierdurch eine BeschrĂ€nkung erfolgen soll. Ein Beispiel fĂŒr ein solch bevorzugtes Polyisocyanat ist Isophorondiisocyanat.
  • Als Polyisocyanate eigen sich im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch die analogen Isothiocyanate. Da diese allerdings schlechter kommerziell erhĂ€ltlich sind, sind diese Verbindungen weniger bevorzugt.
  • Polyoxyalkylene, die mindestens drei HydroxyfunktionalitĂ€ten aufweisen, können beispielsweise durch Polyaddition von cyclischen Ethern, wie beispielsweise Oxiranen sowie Tetrahydrofuran, erhalten werden.
  • Zu den Oxiranen, die zur Polyaddition verwendet werden können, gehören unter anderem die zuvor genannten. Von diesen ist Propylenoxid bevorzugt.
  • Um mindestens drei HydroxyfunktionalitĂ€ten zu erhalten, die mit Isocyanatgruppen reagieren können, können beispielsweise Alkohole als StartmolekĂŒle eingesetzt werden, die mindestens drei Hydroxygruppen aufweisen.
  • Hierzu gehören unter anderem Glycerin, Trimethylolpropan, Erythrit, Pentaerythrit, Sorbit und Inosit, von diesen ist Glycerin bevorzugt.
  • Die Polyaddition von cyclischen Ethern an mehrwertige Alkohole ist in der Fachwelt weithin bekannt. Wertvolle Hinweise findet der Fachmann beispielsweise in Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, 5. Aufl., Stichwort „Polyoxyalkylenes".
  • Des weiteren können Polyoxyalkylene, die drei oder mehr HydroxyfunktionalitĂ€ten aufweisen, auch in situ hergestellt werden. Dies wird durch Variante B) erreicht, indem Polyoxyalkylene mit zwei HydroxyfunktionalitĂ€ten durch Polyisocyanate mit drei oder mehr Isocyanatgruppen verknĂŒpft werden.
  • Das Gewichtsmittel des Molekulargewichts der Polyoxyalkylene kann in weiten Bereichen variieren. Vorzugsweise liegt es im Bereich von 2 000 bis 20 000, bevorzugt im Bereich von 4 000 bis 10 000 und ganz besonders bevorzugt im Bereich von 4 000 bis 8 0000 g/mol. Wesentlich ist aber, daß die Polyetherketten eine Mindest-FlexibilitĂ€t induzieren. Dementsprechend sollte die KettenlĂ€nge der Polyetherketten im Zahlenmittel grĂ¶ĂŸer als 10 Einheiten, bevorzugt grĂ¶ĂŸer als 20 Einheiten und ganz bevorzugt grĂ¶ĂŸer als 30 Einheiten sein.
  • Die oben genannten cyclischen Ether können auch als Mischung eingesetzt werden, wodurch Copolymere entstehen. Es werden auch als Blockcopolymere diesen Typs eingesetzt werden.
  • Polyethylenglykole (PEG) sind hygroskopisch. Der Einsatz von diesen Polymeren in Acrylatharzen, die beispielsweise zum OberflĂ€chenschutz BetonbrĂŒcken eingesetzt werden, ist daher wenig empfehlenswert. Bei KĂ€lte friert das durch das PEG aufgenommene Wasser ein und dehnt sich aus. Diese Ausdehnung kann unter UmstĂ€nden zu Rißbildung in dem Harz und somit zu einer Zerstörung des OberflĂ€chenschutzes fĂŒhren. Daher sollte der Anteil an Polyethylenoxid kleiner als 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Polyoxyalkylen, sein. Vorzugsweise ist er kleiner als 25 Gew.-%, besonders bevorzugt kleiner als 15 Gew.-%.
  • Einige Polyoxyalkylene mit mindestens drei HydroxyfunktionalitĂ€ten sind kommerziell erhĂ€ltlich.
  • Bevorzugte Polyoxyalkylene sind Polyoxypropylene. Bevorzugt können auch Polytetramethylenoxide sein, die zusammen mit den Polyoxypropylenen eingesetzt werden können, wobei diese Polyoxyalkylene jeweils mindestens drei reaktive, endstĂ€ndige HydroxyfunktionalitĂ€ten aufweisen.
  • Es wird angenommen, daß zumindest ein Teil der erfindungsgemĂ€ĂŸen Urethan(meth)acrylate durch die folgende Formel (I) darstellbar sind:
    Figure 00110001
    worin
    R1 Wasserstoff oder Methyl ist,
    R2 eine lineare oder verzweigte Alkylengruppe mit 2 bis 20 Kohlenstoffatomen oder Alkylenoxide mit 4 bis 50 Kohlenstoffatomen ist,
    R3 eine bis 18 Kohlenstoffatome enthaltende aromatische, aliphatische oder cycloaliphatische Gruppe darstellt, die sich von Diisocyanaten oder Diisocyanatgemischen ableiten,
    R4 einen Alkylenrest mit mindestens 2 Kohlenstoffatomen unter der Voraussetzung darstellt, daß mindestens die HĂ€lfte aller Reste R4 des Urethan(meth)acrylats der Formel (I) 3 oder mehr Kohlenstoffatome aufweisen,
    m eine ganze Zahl ≄ 1,
    n eine ganze Zahl ≄ 10,
    x eine ganze Zahl ≄ 3 und
    Z eine von Alkoholen mit mindestens drei Hydroxygruppen oder von Polyisocyanaten mit mindestens drei Isocyanatgruppen abgeleitete Verbindungsgruppe ist.
  • Der Begriff „Alkylen" bedeutet ein divalenter Rest, der durch das Entfernen von zwei Wasserstoffatomen jeweils von einem nicht-benachbarten Kohlenstoffatom eines ursprĂŒnglichen Kohlenwasserstoffs erhalten wird und umfaßt Alkylene von 3 bis 18 Kohlenstoffatomen, einschließlich beispielsweise 1,3-Propylen, 1,4-Butylen, 1,5-Pentylen, 1,8-Octylen und 1,10-Decylen. Diese Reste können verzweigt als auch linear sein. Des weiteren können diese Gruppen auch substituiert sein.
  • Die Gruppen R2 bis R4 sowie die Zahlen m und n leiten sich von den bei der Umsetzung eingesetzten Ausgangsstoffe ab. Diese sind weiter oben beschrieben. Dementsprechend ist m vorzugsweise gleich 1, zur Erhöhung der Reißfestigkeit können jedoch auch Polyisocyanate mit drei oder mehr FunktionalitĂ€ten eingesetzt werden, so daß folglich ein Teil der MolekĂŒle durch Formeln darstellbar ist, in denen m > 1 ist.
  • Die Verbindungsgruppe Z sowie die Zahl x sind ebenfalls von den Ausgangsstoffen abhĂ€ngig. DarĂŒber hinaus können der Rest Z und der Parameter x auch durch die ReaktionsfĂŒhrung und die MengenverhĂ€ltnisse der Ausgangsstoffe beeinflußt werden. Wird beispielsweise Glycerin als Z gewĂ€hlt, so können hieraus unter anderem auch Verbindungsgruppen der Formel (II)
    Figure 00130001
    gebildet werden, die durch Kopplung von zwei Polyoxyalkylenen mit Polyisocyanaten entstehen können, wobei R3, R4 und n die zuvor genannte Bedeutung haben. Es ist allerdings auch die Bildung von MakromolekĂŒlen denkbar, die durch die Kopplung von mehr als zwei Polyoxyalkylenen entstehen.
  • Besonders bevorzugte Urethan(meth)acrylate der vorliegenden Erfindung weisen drei oder vier reaktive endstĂ€ndige ethylenisch ungesĂ€ttigte FunktionalitĂ€ten auf.
  • Die erfindungsgemĂ€ĂŸen Urethan(meth)acrylate lassen sich durch Verfahren herstellen, bei denen man
    • a) mindestens ein Hydroxyalkyl(meth)acrylsĂ€ureester mit
    • b) mindestens einem Polyisocyanat und
    • c) mindestens einem Polyoxyalkylen
    umsetzt.
  • Hierbei sind verschiedene Reaktionen denkbar. So können Urethan(meth)acrylate der vorliegenden Erfindung in einer zweistufigen Synthese hergestellt werden. Hierbei werden beispielsweise Ă€quimolare Mengen Hydroxyalkyl(meth)acrylsĂ€ureester und Polyisocyanat umsetzt, wonach man das so erhaltene Reaktionsprodukt mit einem geeigneten Menge Polyoxyalkylen reagieren lĂ€ĂŸt. Bei Wahl geeigneter Polyisocyanaten oder durch eine geschickte ReaktionsfĂŒhrung lassen sich so insbesondere Urethan(meth)acrylate mit drei reaktiven endstĂ€ndigen ethylenisch ungesĂ€ttigten FunktionalitĂ€ten erhalten.
  • Es ist des weiteren denkbar die Umsetzung in einem Schritt durchzufĂŒhren. Hierbei entsteht ein Gemisch aus Urethan(meth)acrylaten mit einer unterschiedlichen Anzahl an ethylenisch ungesĂ€ttigten FunktionalitĂ€ten. Es hat sich gezeigt, daß bei Verwendung von trifunktionalen Polyoxyalkylenen hĂ€ufig tetrafunktionale Urethan(meth)acrylate mit Verbindungsgruppen der Formel (II) entstehen, wie diese weiter oben beispielhaft dargestellt sind. Die so erhaltenen Gemische können als Zusatzstoff in den (Meth)acrylatharzen ohne weitere Aufreinigung eingesetzt werden.
  • Die Reaktion kann in Substanz, d.h. ohne Verwendung eines weiteren Lösungsmittels durchgefĂŒhrt werden. Falls gewĂŒnscht kann auch ein inertes Lösungsmittel eingesetzt werden. Hierzu gehören unter anderem Benzol, Toluol und Methylisobutylketon (MIBK), Methylethylketon (MEK).
  • Die Umsetzung der Isocyanatgruppen mit den Hydroxygruppen ist in der Fachwelt weithin bekannt. So kann die Reaktionstemperatur ĂŒber einen weiten Bereich variieren, aber hĂ€ufig liegt die Temperatur im Bereich von 30 °C bis 120 °C, vorzugsweise im Bereich von 60 °C bis 90 °C. Ähnliches gilt fĂŒr den Druck bei der die Umsetzung vollzogen wird. So kann die Reaktion sowohl bei Unterdruck als auch bei Überdruck stattfinden. Vorzugsweise wird sie aber bei Normaldruck durchgefĂŒhrt. Die Reaktion kann unter Luft als auch unter SchutzgasatmosphĂ€re stattfinden, wobei vorzugsweise ein geringer Sauerstoffanteil vorhanden ist, da dieser eine mögliche Polymerisation inhibiert.
  • Um die Umsetzung zu beschleunigen werden hĂ€ufig Katalysatoren, wie beispielsweise tertiĂ€re Amine, zu diesen gehören unter anderem 1,4-Diazabicyclo[2.2.2]octan, N-Methylmorpholin, N,N-Diethylcyclohexylamin und N.N.N',N'-Tetramethyldiaminomethan, oder organische Zinnverbindungen, zu diesen gehören unter anderem Dibutylzinndilaurat und Zinndioctoat, eingesetzt. Diese Katalysatoren sowie die Mengen, in denen diese Verbindungen eingesetzt werden, sind in der Fachwelt weithin bekannt und beispielsweise in Ullmann's Encyclopedia of Industrial Chemistry, 5. Aufl., Stichwort „Polyurethanes" beschrieben.
  • Bei der Umsetzung können Inhibitoren zugesetzt werden, die eine radikalische Polymerisation der (Meth)acrylate wĂ€hrend der Reaktion verhindern. Diese Inhibitoren sind in der Fachwelt weithin bekannt.
  • Eingesetzt werden hauptsĂ€chlich 1,4-Dihydroxybenzole. Es können jedoch auch anders substituierte Dihydroxybenzole zum Einsatz kommen. Allgemein lassen sich derartige Inhibitoren mit der allgemeinen Formel (III) wiedergeben
    Figure 00150001
    worin
    R1 einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit eins bis acht Kohlenstoffatomen, Halogen oder Aryl bedeutet, vorzugsweise einen Alkylrest mit eins bis vier Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec-Butyl, tert.-Butyl, Cl, F oder Br;
    n eine ganze Zahl im Bereich von eins bis vier, vorzugsweise eins oder zwei ist; und
    R2 Wasserstoff, einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit eins bis acht Kohlenstoffatomen oder Aryl bedeutet, vorzugsweise einen Alkylrest mit eins bis vier Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec-Butyl oder tert.-Butyl.
  • Es können jedoch auch Verbindungen mit 1,4-Benzochinon als Stammverbindung eingesetzt werden. Diese lassen sich mit der Formel (IV) beschreiben
    Figure 00160001
    worin
    R1 einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit eins bis acht Kohlenstoffatomen, Halogen oder Aryl bedeutet, vorzugsweise einen Alkylrest mit eins bis vier Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec-Butyl, tert.-Butyl, Cl, F oder Br; und
    n eine ganze Zahl im Bereich von eins bis vier, vorzugsweise eins oder zwei ist.
  • Ebenso werden Phenole der allgemeinen Struktur (V) eingesetzt
    Figure 00170001
    worin
    R1 einen linearen oder verzweigten Alkylrest mit eins bis acht Kohlenstoffatomen, Aryl oder Aralkyl, ProprionsÀureester mit 1 bis 4 wertigen Alkoholen, welche auch Heteroatome wie S, O und N enthalten können, vorzugsweise einen Alkylrest mit eins bis vier Kohlenstoffatomen, besonders bevorzugt Methyl, Ethyl, n-Propyl, iso-Propyl, n-Butyl, iso-Butyl, sec-Butyl, tert.-Butyl, bedeutet.
  • Eine weitere vorteilhafte Substanzklasse stellen gehinderte Phenole auf Basis von Triazinderivaten der Formel (VI) dar
    Figure 00170002
    mit R = Verbindung der Formel (VII)
    Figure 00170003
    worin
    R1 = CnH22n+1
    mit n = 1 oder 2 ist.
  • Besonders erfolgreich werden die Verbindungen 1,4-Dihydroxybenzol, 4-Methoxyphenol, 2,5-Dichloro-3,6-dihydroxy-1,4-benzochinon, 1,3,5-Trimethyl-2,4,6-tris-(3,5-di-tert.butyl-4-hydroxybenzyl)benzol, 2,6-Di-tert.butyl-4-methylphenol, 2,4-Dimethyl-6-tert.butylphenol, 2,2-Bis[3,5-Bis(1,1-dimethylethyl)-4-hydroxyphenyl-1-oxoperopoxymethyl))1,3-propandiylester, 2,2'-Thiodiethylbis-[3-(3,5-di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl))propionat, Octadecyl-3-(3,5-di-tert.butyl-4-hydroxyphenyl)propionat, 3,5-Bis(1,1-dimethylethyl-2,2-Methylenbis-(4-methyl-6-tert.butyl)phenol, Tris-(4-tert.butyl-3-hydroxy-2,6-dimethylbenzyl)-s-triazin-2,4,6-(1H,3H,5H)trion, Tris(3,5-ditert.butyl-4-hydroxy)-s-triazin-2,46-(1H,3H,5H)trion oder tert Butyl-3,5-dihydroxybenzol eingesetzt.
  • Bezogen auf das Gewicht der gesamten Reationsmischung betrĂ€gt der Anteil der Inhibitoren einzeln oder als Mischung im allgemeinen 0,01–0,5 % (wt/wt).
  • Viele dieser Inhibitoren sind kommerziell erhĂ€ltlich.
  • Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung hierin beschriebener erfindungsgemĂ€ĂŸer Urethan(meth)acrylate fĂŒr den OberflĂ€chenschutz von FlachdĂ€chern und VerkehrsflĂ€chen, vor allem BrĂŒcken und Parkdecks, fĂŒr die HinterfĂŒtterung von Badewannen oder fĂŒr Beschichtungen und Versiegelungen.
  • Die erfindungsgemĂ€ĂŸen Urethan(meth)acrylate können beispielsweise als Zusatz fĂŒr (Meth)acrylatharze verwendet werden, die zur Beschichtung von Böden, BetonbrĂŒcken, FlachdĂ€chern und Parkdecks, insbesondere zur Verbesserung der FlexibilitĂ€t bei tiefen Temperaturen, also beispielsweise die Erhöhung der FĂ€higkeit zur RiĂŸĂŒberbrĂŒckung, die Verbesserung der Reißdehnung und der Reißfestigkeit, sowie zur HinterfĂŒtterung von Badewannen eingesetzt werden. In diesen (Meth)acrylatharzen werden die Urethan(meth)acrylate in Mengen grĂ¶ĂŸer als 5 Gew.-% eingesetzt, da ansonsten die Verbesserung der FlexibilitĂ€t bei tiefen Temperaturen nur ungenĂŒgend ist. Der Einsatz von Mengen oberhalb von 30 Gew.-% ist zwar möglich, aber aus wirtschaftlichen GrĂŒnden nicht bevorzugt, da dann keine wesentliche Verbesserung der Eigenschaften mehr auftritt.
  • (Meth)acrylatharze fĂŒr Bodenbeschichtungen können beispielsweise aus folgenden Bestandteilen bestehen:
    • A)
      (Meth)acrylat 50–100 Gew.-%
      C1-C6 (Meth)acrylat 0–100 Gew.-%
      ≄ C7 (Meth)acrylat 0–50 Gew.-%
      mehrwertige (Meth)acrylate 0–10 Gew.-%
      Comonomere 0–50 Gew.-%
      Vinylaromaten 0–30 Gew.-%
      Vinylester 0–30 Gew.-%,
      wobei die Bestandteile der Komponente A) 100 Gew.-% ergeben,
    • B) 0–2 Gewichtsteilen auf 1 Gewichtsteil A) eines in A) löslichen oder quellbaren (Pre)polymers,
    • C) 5 bis 30 Gewichtsteilen auf 100 Gewichtsteile (A + B) mindestens eines erfindungsgemĂ€ĂŸen Urethan(meth)acrylats,
    • D) 0,1 bis 5 Gewichtsteilen auf 100 Gewichtsteile (A + B +
    • C) mindestens eines Paraffins und/oder Wachses,
    • E) einem bis zur Polymerisation von den polymerisierbaren Bestandteilen des Systems wenigstens in Bezug auf eine Komponente des Redoxsystems getrennt zu haltendes Redoxsystem enthaltend einen Beschleuniger und einen peroxydischen Katalysator oder Initiator in einer Menge ausreichend zur KalthĂ€rtung der Komponente A) und
    • F) ĂŒblichen Additiven.
  • Komponente A)
  • Zu fĂŒr Bodenbeschichtungen mit besonderem Erfolg einsetzbaren (Meth)acrylaten gehören unter anderem Methylmethacrylat, Methylacrylat, Ethylmethacrylat, Ethylacrylat, Propylacrylat, Propylmethacrylat, Butylacrylat, Butylmethacrylat.
  • Die Komponente A) kann bis 10 Gew.-% eines oder mehrerer mehrwertiger (Meth)acrylate enthalten. Über die Menge dieser Vernetzer kann das Eigenschaftsspektrum der (Meth)acrylatharze verĂ€ndert werden. Je höher der Anteil desto grĂ¶ĂŸer wird die Reißfestigkeit. Allerdings nimmt hierbei die Reißdehnung ab.
  • Zu den zĂ€hlen unter anderem Di-, tri- und mehrfachfunktionelle Verbindungen. Besonderen Vorzug genießen difunktionelle (Meth)acrylate sowie trifunktionelle (Meth)acrylate.
  • (a) Difunktionelle (Meth)acrylate
  • Verbindungen der allgemeinen Formel:
    Figure 00200001
    worin R Wasserstoff oder Methyl ist und n eine positive ganze Zahl zwischen 3 und 20, wie z. B. Di(meth)acrylat des Propandiols, Butandiols, Hexandiols, Octandiols, Nonandiols, Decandiols und Eicosandiols;
  • Verbindungen der allgemeinen Formel
    Figure 00210001
    worin R Wasserstoff oder Methyl ist und n eine positive ganze Zahl zwischen 1 und 14 bedeutet, wie z. B. Di(meth)acrylat des Ethylenglycols, Diethylenglycols, Triethylenglycols, Tetraethylenglycols, Dodecaethylenglycols, Tetradecaethylenglycols, Propylenglycols, Dipropylglycols und Tetradecapropylenglycols;
    und Glycerindi(meth)acrylat, 2,2'-Bis[p-(Îł-methacryloxy-ÎČ-hydroxypropoxy)-phenylpropan] oder Bis-GMA, Biphenol-A-dimethacrylat, Neopentylglycoldi(meth)acrylat, 2,2'-Di(4-methacryloxypolyethoxyphenyl)propan mit 2 bis 10 Ethoxygruppen pro MolekĂŒl und 1,2-Bis(3-methacryloxy-2-hydroxypropoxy)butan.
  • (b) Tri- oder mehrfachfunktionelle (Meth)acrylate
    • Trimethylolpropantri(meth)acrylate und Pentaerythritoltetra(meth)acrylat.
  • (c) Urethan(meth)acrylate
  • Umsetzungsprodukte von 2 Mol hydroxylgruppenhaltigem (Meth)acrylatmonomer mit einem Mol Diisocyanat und Umsetzungsprodukte eines zwei NCO Endgruppen aufweisenden Urethanprepolymers mit einem methacrylischen Monomer, das eine Hydroxylgruppe aufweist, wie sie z. B. durch die allgemeine Formel wiedergegeben werden:
    Figure 00220001
    worin R Wasserstoff oder eine Methylgruppe bedeutet, R2 eine Alkylengruppe und R3 einen organischen Rest verkörpert.
  • Die genannten vernetzend wirkenden Monomeren a) bis c) werden entweder allein oder in Form einer Mischung von mehreren Monomeren verwendet.
  • Zu ganz besonders vorteilhaft im erfindungsgemĂ€ĂŸen Harz eingesetzten mehrwertigen Monomeren gehören vor allem Trimethylolpropantrimethacrylat (TRIM), 2,2-Bis-4(3-methacryloxy-2-hydroxypropoxy)-phenylpropan (Bis-GMA), 3,6-Dioxaoctamethylendimethacrylat (TEDMA), 7,7,9-Trimethyl-4,13-dioxo-3,14-dioxa-5,12-diaza-hexadecan-1,16-dioxy-dimethacrylat (UDMA) und/oder 1,4-Butandioldimethacrylat (1,4-BDMA).
  • Die Komponente A) kann des weiteren auch andere Comonomere enthalten, die mit oben genannten (Meth)acrylaten copolymerisierbar sind. Zu diesen gehören u.a. Vinylester, Vinylchlorid, Vinylidenchlorid, Vinylacetat, Styrol, substituierte Styrole mit einem Alkylsubstituenten in der Seitenkette, wie z.B. α-Methylstyrol und α-Ethylstyrol, substituierte Styrole mit einem Alkylsubstituenten am Ring, wie beispielsweise Vinyltoluol und p-Methylstyrol, halogenierte Styrole, wie beispielsweise Monochlorstyrole, Dichlorstyrole, Tribromstyrole und Tetrabromstyrole, Vinyl- und Isopropenylether, MaleinsĂ€urederivate, wie beispielsweise MaleinsĂ€ureanhydrid, MethylmaleinsĂ€ureanhydrid, Maleinimid, Methylmaleinimid, Phenylmaleinimid und Cyclohexylmaleinimid, und Diene, wie beispielsweise 1,3-Butadien und Divinylbenzol.
  • Der Anteil der Comonomere ist auf 50 Gew.-% der Komponente A) beschrĂ€nkt, da andernfalls die mechanischen Eigenschaften der auspolymerisierten Beschichtungen nachteilig beeinflußt werden können. Der Anteil der Vinylaromaten ist hierbei auf 30 Gew.-% der Komponente A) begrenzt, da höhere Anteile zu einer Entmischung des Systems fĂŒhren können. Der Anteil der Vinylester ist ebenfalls auf 30 Gew.-% der Komponente A) limitiert, da diese bei tiefen Temperaturen nur ungenĂŒgend durchhĂ€rten und zu einem ungĂŒnstigen Schrumpfverhalten neigen.
  • Alle oben genannten Monomere, die in der Komponenten A) enthalten sind, sind kommerziell erhĂ€ltlich.
  • Die Komponente B)
  • Zur Einstellung der ViskositĂ€t des Reaktionsharzes und der Verlaufseigenschaften sowie zur besseren HĂ€rtung oder anderen Eigenschaften des Harzes oder der auspolymerisierten Beschichtung kann der Komponenten A) ein Polymer oder ein Prepolymer zugegeben werden. Dieses (Pre)polymer soll in der Komponenten A) löslich oder quellbar sein. Auf ein Gewichtsteil A) können zwischen 0 und 2 Gewichtsteile des (Pre)polymers eingesetzt werden.
  • Insbesondere sind z.B. Poly(meth)acrylate als Komponente B) geeignet, die als festes Polymerisat in A) gelöst werden können. Sie können ebenfalls als sogenannte Sirupe, d.h. als teilweise polymerisierte Massen entsprechender Monomere verwendet werden.
  • Weiterhin sind u.a. Polyvinylchloride, Polyvinylacetate, Polystyrole, Epoxydharze, Epoxyd(meth)acrylate, ungesĂ€ttigte Polyester, Polyurethane oder Mischungen hiervon oder mit oben genannten Poly(meth)acrylaten als Komponente B) geeignet. Die genannten (Pre)polymere können auch als Copolymere eingesetzt werden.
  • Komponente C)
  • Die Komponente C) wurde weiter oben ausfĂŒhrlich beschrieben.
  • Komponente D)
  • Methacrylatharze neigen bei der AushĂ€rtung zur Luftinhibierung. Dies fĂŒhrt dazu, daß die oberen Harzschichten, die mit Luft in Kontakt treten können, in erhöhtem Maße klebrig bleiben und nicht fest werden, wie der Rest der Masse. Zur Verhinderung bzw. Verbesserung dieses Verhaltens werden daher dem Harz Paraffine und/oder Wachse zugesetzt, die sich in ihrer Konzentration bevorzugt nahe, der Löslichkeitsgrenze befinden. Beim Verdampfen von Rezepturbestandteilen wird die Löslichkeitsgrenze ĂŒberschritten, es bildet sich ein feiner Paraffinfilm auf der OberflĂ€che, welcher eine Luftinhibierung der oberen Harzschichten wirksam verhindert und so zu einer trockenen OberflĂ€che fĂŒhrt.
  • Bei Wachsen und Paraffinen handelt es sich im allgemeinen um unpolare Substanzen, die sich im flĂŒssigen, unausgehĂ€rteten Harz lösen. Mit zunehmender Vernetzung wĂ€hrend der Polymerisation nimmt ihre VertrĂ€glichkeit mit dem Harz ab, so daß sie eine zweite Phase bilden und an die OberflĂ€che der polymerisierenden Harzmasse migrieren können. Sie sind dann in der Lage, einen geschlossenen Film an der OberflĂ€che zu bilden, und können diese Masse gegenĂŒber dem Luftsauerstoff absperren. Durch diesen Ausschluß des Sauerstoffs wird die Auspolymerisation des Harzes an seiner OberflĂ€che unterstĂŒtzt. Insbesondere verringert der Zusatz von Wachsen und/oder Paraffinen somit die Klebrigkeit der OberflĂ€che, daß der Inhibitorwirkung von Sauerstoff entgegengewirkt werden kann.
  • Prinzipiell sind alle Substanzen geeignet, die das oben beschriebene Verhalten einer homogenen OberflĂ€chenschichtbildung bei Unterschreitung der Löslichkeitsgrenzen zeigen.
  • Zu geeigneten Wachsen gehören unter anderem Paraffin, mikrokristallines Wachs, Carnauba-Wachs, Bienenwachs, Lanolin, Walfischtran, Polyolefinwachse, Ceresin, Candelilla-Wachs und dergleichen.
  • Als besonders geeignet haben sich aber Paraffine erwiesen. Diese bestehen ĂŒberwiegend aus geradkettigen Kohlenwasserstoffen der allgemeinen Formel CnH2n+1 mit n = 10–70 und einem Anteil an iso- und Cycloalkanen/paraffinen von 0 bis 60 %. Diese aus den Vakuumdestillationsschnitten leichter und mittlerer Schmieröle erhaltenen Wachse besitzen den Vorteil, daß sie unter den in (Meth)acrylatharzen vorherrschenden Bedingungen extrem unreaktiv sind. Sie sind unlöslich in Wasser und kaum löslich in niedermolekularen aliphatischen Alkoholen und Ethern. Sie sind besser löslich in Ketonen, Chlorkohlenwasserstoffen, Benzin, Benzol, Toluol, Xylol und höheren Aromaten. Die Löslichkeit nimmt mit höherem Schmelzpunkt, d. h. mit zunehmender Molmasse des Wachses ab. Die Erweichungspunkte der makrokristallinen Paraffine liegen zwischen 35 und 72. Die marktĂŒblichen Produkte zeigen ViskositĂ€ten bei 100 °C zwischen 2 und 10 mm2/s.
  • Bevorzugt fĂŒr den Einsatz in den Methacrylatharzen fĂŒr die Bodenbeschichtung haben sich unter anderem vollstĂ€ndig raffinierte und entölte Wachse erwiesen. Der Ölgehalt dieser Typen liegt maximal bei 2,5 %. Besonderer Vorzug wird Produkten mit einem Erweichungspunkt zwischen 40 und 60 °C und einer ViskositĂ€t bei 100 °C von 2,0 bis 5,5 mm2/s gegeben.
  • Die Wachse und/oder Paraffine werden in Mengen von 0,1 bis 5 Gew.-%, bevorzugt bis 1 Gew.-% und ganz besonders bevorzugt von ca. 0,5 Gew.-%, bezogen auf das Gesamtgewicht der Komponenten A) bis C), zugesetzt. Überschreitet die zugesetzte Menge an Wachs und/oder Paraffin eine Menge von 5 Gew.-% deutlich, so kann dies einen nachteiligen Einfluß auf die Festigkeit der Bodenbeschichtung haben. Unterschreitet die zugesetzte Menge an Wachs und/oder Paraffin eine Menge von 0,1 Gew.-%, so hĂ€rten die Harze nicht klebefrei aus.
  • Die Komponente E)
  • Das Harz fĂŒr Bodenbeschichtungen A) bis E) ist zur KalthĂ€rtung geeignet, d.h. zur Polymerisation enthĂ€lt es ein Redoxsystem aus einem Beschleuniger und einem peroxidischen Katalysator oder Initiator. Die Mengen, in denen diese Beschleuniger und Initiatoren zugegeben werden, sind vom jeweiligen System abhĂ€ngig und vom Fachmann durch Routineuntersuchungen zu ermitteln. Sie mĂŒssen jedoch zur KalthĂ€rtung der Komponente A) ausreichen.
  • Der Beschleuniger wird ĂŒblicherweise in einer Menge von 0,01 bis 5 Gew.-%, vorzugsweise 0,5 bis 1,5 Gew.-%, bezogen auf die Summe aus den Komponenten A) bis D), eingesetzt. Zu den als Beschleuniger besonders geeigneten Verbindungen gehören unter anderem Amine und Mercaptane, wie beispielsweise Dimethyl-p-toluidin, Diisopropoxy-p-toluidin, n,n-Bis(2-Hydroxyethyl)-p-toluidin, Dimethylanilin und Glykoldimercaptoacetat, wobei n,n-Bis(2-hydroxyethyl)-p-toluidin und Dimethyl-p-toluidin ganz besonders bevorzugt sind.
  • Des weiteren können als Beschleuniger organische Metallsalze dienen, die ĂŒblicherweise im Bereich von 0,001 bis 2 Gew.-%, bezogen auf die Summe aus den Komponenten A) bis E), eingesetzt werden. Zu diesen gehören u.a. Kupfernaphthenat und Kupferoleat.
  • Als peroxidischer Katalysator oder Initiator eignen sich insbesondere Verbindungsgruppen wie Ketonperoxide, Diacylperoxide, Perester, Perketale sowie Mischungen von Verbindungen dieser Gruppen miteinander sowie mit nicht genannten wirksamen HĂ€rtern und Initiatoren.
  • Besonders bevorzugt sind fĂŒr diesen Zweck Verbindungen wie Methylethylketonperoxid, Acetylacetonperoxid, Ketonperoxid, Methylisobutylketonperoxid, Cyclohexanonperoxid, Dibenzoylperoxid, tert-Butylperoxybenzoat, tert-Butylperoxy isopopyl carbonat, 2,5-Bis(2-ethylhexanoyl-peroxy)-2,5-dimethylhexan, tert-Butylperoxy-2-ethylhexanoat, tert-Butylperoxy-3,5,5-trimethylhexanoat, 1,1-Bis(tert-butylperoxy)cyclohexan, 1,1-Bis(tert-butylperoxy)3,3,5-trimethylcyclohexan, Cumylhydroperoxid, tert-Butylhydroperoxid, Dicumylperoxid, Bis (4-tert-butylcyclohexyl)peroxydicarbonat, Mischungen aus Keton-Peroxid-Typen, Perester-Typen, sowie Mischungen von zwei oder mehr der vorgenannten Verbindungen miteinander. Von den oben genannten Verbindungen ist Dibenzoylperoxid bevorzugt.
  • Die Initiatoren werden ĂŒblicherweise in einer Menge im Bereich von 0,1 bis 10 Gew.-%, vorzugsweise von 0,5 bis 5 Gew.-%, bezogen auf die Summe aus den Komponenten A) bis D), eingesetzt. Im Harz können von der Komponente E) schon die Beschleuniger, z. B. Dimethylparatoluidin, enthalten sein, ohne daß eine Polymerisation bei Umgebungstemperatur stattfindet. Durch Zugabe der restlichen Bestandteile der Komponente E) wird die Reaktion gestartet, wobei die Komponente E) ĂŒblicherweise so bemessen ist, daß das (Meth)acrylat-System eine Topfzeit von 10 min bis 20 min hat. Das erfindungsgemĂ€ĂŸe (Meth)acrylat-System enthĂ€lt also nur unmittelbar vor der Anwendung die vollstĂ€ndige Komponente E), bis zum Gebrauch ist die Komponente E) nicht oder nur zum Teil enthalten, oder mit anderen Worten, das vollstĂ€ndige funktionsfĂ€hige Redoxsystem ist bis zur Polymerisation der polymerisierbaren Bestandteile von diesen fernzuhalten, wĂ€hrend einzelne Bestandteile des Redoxsystems bereits mit polymerisierbaren Substanzen vorgemischt sein können.
  • Die Komponente F)
  • Die Komponente F) ist optionell. Hierzu gehören eine Vielzahl von in (Meth)acrylat-Reaktionsharz fĂŒr Bodenbeschichtungen ĂŒblichen Additiven. Beispielhaft seien nur genannt:
    Abbindemittel, Antistatika, Antioxidantien, Biostabilisatoren, chemische Treibmittel, Entformungsmittel, Flammschutzmittel, Schmiermittel, Farbmittel, Fließverbesserungsmittel, FĂŒllstoffe, Gleitmittel, Haftvermittler, Inhibitoren, Katalysatoren, Lichtschutzmittel, optische Aufheller, organische Phosphite, Öle, Pigmente, SchlagzĂ€higkeitsverbesserer, VerstĂ€rkungsmittel, VerstĂ€rkungsfasern, Verwitterungsschutzmittel und Weichmacher.
  • Je nach Anwendungszweck können die Anteile dieser Zusatzstoffe in weiten Bereichen variieren. Im allgemeinen liegen die Mengen aber in Bereichen von 0 bis 3 Gewichtsteilen pro Gewichtsteil der Komponenten A) bis E).
  • Gegenstand der Erfindung ist auch die Verwendung der hierin beschriebenen Urethan(meth)acrylate in (Meth)acrylatharzen fĂŒr den OberflĂ€chenschutz von BrĂŒcken, FlachdĂ€chern und Parkdecks, fĂŒr die HinterfĂŒtterung von Badewannen oder fĂŒr Beschichtungen und Versiegelungen.
  • Im folgenden wird die vorliegende Erfindung anhand von Beispielen nĂ€her erlĂ€utert, durch die jedoch keine BeschrĂ€nkung erfolgen soll.
  • 1.) Synthese der Urethan(meth)acrylate
  • Beispiel 1)
  • Herstellung von trifunktionellem Urethanmethacrylat in einer zweistufigen Umsetzung
  • In einem Rundkolben mit RĂŒckflußkĂŒhler, Thermometer, RĂŒhrer und Tropftrichter werden 0,3 Mol IPDI und 3·10–4 Mol Dibutylzinndilaurat (DBTDL) vorgelegt. Diese Mischung wird auf 80°C erhitzt. Hierzu werden ĂŒber eine Zeitdauer von 30 Minuten insgesamt 0,3 Mol Hydroxyethylmethacrylat (HEMA), das mit 500 ppm 2,6-Di-tert.-butyl-4-methylphenol (Fluka), bezogen auf die voraussichtliche Menge des Endprodukts, versetzt wurde, unter RĂŒhren zugegeben. Nach der Zugabe wird die Temperatur auf 80°C gehalten, bis der Gehalt an Isocyanat-Gruppen auf die HĂ€lfte abgefallen ist, wobei sich oberhalb der Mischung ein Stickstoff-Sauerstoff-Gemisch mit ca. 7 Vol.-% Sauerstoff befindet. Der Gehalt an Isocyanat-Gruppen wurde gemĂ€ĂŸ DIN 53 185, von 12.1974 bestimmt. Im allgemeinen dauerte dieser Schritt etwa 5 Stunden.
  • Anschließend werden weitere 3·10–4 Mol DBTDL zugegeben. 0,1 Mol Polyethertriol ÂźVoranol CP 6055 (Dow) werden zudosiert, wobei sich die genaue Dosiermenge nach dem ermittelten NCO-Gehalt und der OH-Zahl des Voranols richtet, wobei stöchiometrische Mengen verwendet werden Die Zugabe erfolgt innerhalb einer Stunde, wobei die Temperatur auf 80°C gehalten wird. Anschließend wird unter der zuvor beschriebenen Stickstoff-SauerstoffatmosphĂ€re bei 80°C gerĂŒhrt, bis der Gehalt der Isocyanatgruppen kleiner als 0,1% ist. Falls dieser Wert nicht erreicht wird, gibt man eine zum restlichen Isocyanatgehalt stöchiometrische Menge an HEMA zu, und lĂ€ĂŸt weiterreagieren bis der NCO-Gehalt kleiner als 0,1 % ist. Anschließend werden 500 ppm 2-tert-Butyl-4,6-dimethylphenol (Aldrich), bezogen auf die Gesamtmasse des Endprodukts, dem Produkt beigefĂŒgt.
  • Das so erhaltene Produkt kann ohne weitere Aufarbeitung in weiteren Umsetzungen eingesetzt werden.
  • Beispiel 2)
  • Herstellung von mehrwertigem Urethanmethacrylat in einer einstufigen Synthese
  • In einem Rundkolben mit RĂŒckflußkĂŒhler, Thermometer, RĂŒhrer und Tropftrichter werden 0,2 Mol Polyethertriol ÂźVoranol CP 6055 (DOW), 0,4 Mol Hydroxyethylmethacrylat (HEMA), 500 ppm 2,6-Di-tert.-butyl-4-methylphenol, bezogen auf die voraussichtliche Menge des Endprodukts, 0,46 Mol IPDI und 2·10–3 Mol Dibutylzinndilaurat (DBTDL) vorgelegt und eine Stunde bei Raumtemperatur gerĂŒhrt. Anschließend wird die Temperatur der Mischung innerhalb einer Stunde kontinuierlich auf 80°C angehoben. Danach wird die Temperatur ca. 5 Stunden auf 80°C gehalten, bis der Gehalt an Isocyanat-Gruppen auf unter 0,1% abgefallen ist, wobei sich oberhalb der Mischung ein Stickstoff-Sauerstoff-Gemisch mit ca. 7 Vol.-% Sauerstoff befindet. Restmengen an Isocyanatgruppen werden mit einer stöchiometrischen Menge HEMA umgesetzt, sofern der Isocyanatgehalt trotz verlĂ€ngerter Nachreaktionszeit nicht auf unter 0,1% zurĂŒckgeht. Anschließend werden der Mischung 500 ppm 2-tert-Butyl-4,6-dimethylphenol, bezogen auf die Gesamtmasse des Endprodukts, beigefĂŒgt.
  • Es wird bei dieser Umsetzung ein Gemisch von Urethanmethacrylaten erhalten, das ohne weitere Aufarbeitung in weiteren Umsetzungen verwendet werden kann.
  • Eine SEC-Kurve (SEC: size exclusion chromatography) des Produkts ist in 1 dargestellt.
  • 2.) PrĂŒfungen – Methoden
  • 2.1.) Herstellung der Platten
  • Die Herstellung der Platten erfolgte durch AushĂ€rtung eines Methacrylatharzes mit Hilfe von Dimethyl-p-toluidin (DMPT) oder einem anderen Beschleunigeramin und Dibenzoylperoxid in einer Gießform bei Raumtemperatur. Die Gießform bestand aus zwei mit Polyesterfolie (Hostaphan-Folie, Typ RN/36, 0,036mm dick, farblos, von Fa. PĂŒtz GmbH+Co., 65232 Taunusstein-Wehen) bespannten Glasplatten (25 cm × 22 cm × 0,4cm) und einem etwa 2 mm dicken Keder (Vitroband, Typ 63020, von Firma Xaver Bayer, 79215 Elzach). Die Mischung wurde mindestens 24 Stunden gehĂ€rtet.
  • 2.2) PrĂŒfung der Platten
  • Nach 24 Stunden wurden aus den gemĂ€ĂŸ 2.1 hergestellten Platten PrĂŒfkörper in Form von SchulterstĂ€ben gestanzt. Die SchulterstĂ€be sind in 2 dargestellt. Sie waren 140 mm lang und an den Enden 25 mm breit, wobei diese Breite auf eine LĂ€nge von jeweils 25 mm konstant blieb, um den PrĂŒfkörper in die PrĂŒfvorrichtung einzuspannen. In der Mittelzone betrug die Breite 6,5 mm. Die LĂ€nge der Mittelzone betrug 65 mm.
  • Die PrĂŒfungen erfolgte in Anlehnung an DIN 53455 (1981), wobei diese an je 5 PrĂŒfkörpern vorgenommen wurde, die vor der Messung mindestens 16 h lang im Normalklima nach DIN 50014-23/50-2 (1968) gelagert wurden. GemĂ€ĂŸ den „Technischen PrĂŒfvorschriften fĂŒr OberflĂ€chenschutzsysteme (TP OS) (Der Bundesminister fĂŒr Verkehr, 1990) wurden die PrĂŒfungen bei Raumtemperatur mit einer PrĂŒfgeschwindigkeit von 100 mm/min durchgefĂŒhrt. Die PrĂŒfung bei –20°C erfolgte, von der TP OS abweichend, mit einer Geschwindigkeit von 50 statt 10 mm/min.
  • Als ZugprĂŒfmaschine diente eine UniversalprĂŒfmaschine der Fa. Zwick, Typ 1478.
  • Beispiel 3)
  • GemĂ€ĂŸ der zuvor beschriebenen Methode wurde eine Platte angefertigt, die ein Urethanmethacrylat enthĂ€lt, dessen Herstellung in Beispiel 2 beschrieben ist. Hierzu wurde eine Mischung aus 63 Gew.-Teilen ÂźDegaroute VP 480 (ein in Monomeren gelöstes auf MMA als wesentlicher Komponente basierendes Polymer, erhĂ€ltlich von Degussa AG), 1,2 Gew.-Teilen Methylmethacrylat (MMA), 15,6 Gew.-Teilen Butylacrylat (BA) und 20 Gew.-Teilen Urethanmethacrylat hergestellt. Diese Mischung wurde mit 0,2 Gewichtsteilen DMPT versetzt und mit 3 Gewichtsteilen Dibenzoylperoxid gehĂ€rtet, wie zuvor beschrieben.
  • Die erhaltene Platte wurde gemĂ€ĂŸ den in 2.2 beschriebenen Methoden untersucht. Die Ergebnisse fĂŒr die Zugfestigkeit und die Reißdehnung sind in Tabelle 1 aufgefĂŒhrt.
  • Beispiel 4)
  • GemĂ€ĂŸ der zuvor beschriebenen Methode wurde eine Platte angefertigt, die ein Urethanmethacrylat enthĂ€lt, dessen Herstellung in Beispiel 2 beschrieben ist. Hierzu wurde eine Mischung aus 63 Gew.-Teilen ÂźDegaroute VP 480, 6,2 Gew.-Teilen Methylmethacrylat (MMA), 10,6 Gew.-Teilen Butylacrylat (BA) und 20 Gew.-Teilen Urethanmethacrylat hergestellt. Diese Mischung wurde mit 0,2 Gewichtsteilen DMPT versetzt und mit 3 Gewichtsteilen Dibenzoylperoxid gehĂ€rtet, wie zuvor beschrieben.
  • Die erhaltene Platte wurde gemĂ€ĂŸ den in 2.2 beschriebenen Methoden untersucht. Die Ergebnisse fĂŒr die Zugfestigkeit und die Reißdehnung sind in Tabelle 1 aufgefĂŒhrt.
  • Vergleichsbeispiel 1)
  • GemĂ€ĂŸ der zuvor beschriebenen Methode wurde eine Platte angefertigt, die jedoch kein erfindungsgemĂ€ĂŸes Urethan(meth)acrylat enthĂ€lt. Hierbei wurde die Harzmischung des Beispiels 3 verwendet, außer daß 20 Gew.-Teile ÂźEbecryl 230 (ein zweiwertiges Urethan(meth)acrylat der Firma UBC) anstatt des erfindungsgemĂ€ĂŸen Urethan(meth)acrylats eingesetzt wurde.
  • Die erhaltene Platte wurde gemĂ€ĂŸ den in 2.2 beschriebenen Methoden untersucht. Die Ergebnisse fĂŒr die Zugfestigkeit und die Reißdehnung sind in Tabelle 1 aufgefĂŒhrt.
  • Vergleichsbeispiel 2)
  • GemĂ€ĂŸ der zuvor beschriebenen Methode wurde eine Platte angefertigt, die jedoch kein erfindungsgemĂ€ĂŸes Urethan(meth)acrylat enthĂ€lt. Hierbei wurde die Harzmischung des Beispiels 4 verwendet, außer daß 20 Gew.-Teile ÂźEbecryl 230 anstatt des erfindungsgemĂ€ĂŸen Urethan(meth)acrylats eingesetzt wurde.
  • Die erhaltene Platte wurde gemĂ€ĂŸ den in 2.2 beschriebenen Methoden untersucht. Die Ergebnisse fĂŒr die Zugfestigkeit und die Reißdehnung sind in Tabelle 1 aufgefĂŒhrt.
  • Tabelle 1
    Figure 00350001

Claims (10)

  1. Urethan(meth)acrylate mit mindestens 3 reaktiven endstÀndigen ethylenisch ungesÀttigten FunktionalitÀten, erhÀltlich durch die Umsetzung von A) a) Hydroxyalkyl(meth)acrylsÀureestern mit b) Polyisocyanaten und c) Polyoxyalkylenen, die c1) mindestens drei HydroxyfunktionalitÀten aufweisen, c2) wobei der Anteil an Polyethylenoxid kleiner als 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Polyoxyalkylen, ist, oder B) a) Hydroxyalkyl(meth)acrylsÀureestern mit b) Mischungen aus Polyisocyanaten, von denen mindestens ein Polyisocyanat 3 oder mehr Isocyanatgruppen aufweist, und c) Polyoxyalkylenen, die c1) mindestens zwei HydroxyfunktionalitÀten aufweisen, c2) wobei der Anteil an Polyethylenoxid kleiner als 50 Gew.-%, bezogen auf die Gesamtmenge an Polyoxyalkylen, ist.
  2. Urethan(meth)acrylate nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß diese durch die Umsetzung von Hydroxyethylmethacrylat, Hydroxyethylacrylat, Hydroxypropylmethacrylat und Hydroxypropylacrylat sowie Mischungen dieser Verbindungen als Hydroxyalkyl(meth)acrylsĂ€ureester erhĂ€ltlich sind.
  3. Urethan(meth)acrylate nach Anspruch 1 oder Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß diese durch Umsetzung von 2,4-Toluendiisocyanat, 2,6-Toluendiisocyanat, 4,4'-Diphenylmethandiisocyanat (MDI), 4,4'-Dicyclohexyldiisocyanat, meta- und para-Tetramethyl-xylendiisocyanat, 3-Isocyanatomethyl-3,5,5-trimethylcyclohexylisocyanat (Isophorondiisocyanat), Hexamethylendiisocyanat, 1,5-Naphthylendiisocyanat, Dianisidindiisocyanat, Di(2-isocyanatoethyl)-bicyclo[2.2.1]-hept-5-en-2,3-dicarboxylat, 2,2,4- und 2,4,4-Trimethylenhexamethylendiisocyanat, Triphenylmethan-4,4',4''-triisocyanat, Tris-(4-isocyanatophenyl)-thiophosphat und Mischungen davon als Polyisocyanat erhĂ€ltlich sind.
  4. Urethan(meth)acrylate nach einem der vorhergehenden AnsprĂŒche, dadurch gekennzeichnet, daß diese durch die Umsetzung von Polyoxypropylen und/oder Polytetramethylenoxiden, die jeweils mindestens drei reaktive, endstĂ€ndige HydroxyfunktionalitĂ€ten aufweisen, als Polyoxyalkylen erhĂ€ltlich sind.
  5. Urethan(meth)acrylate nach einem der vorhergehenden AnsprĂŒche, dadurch gekennzeichnet, daß diese drei oder vier reaktive endstĂ€ndige ethylenisch ungesĂ€ttigte FunktionalitĂ€ten aufweisen.
  6. Urethan(meth)acrylate nach einem der vorhergehenden AnsprĂŒche, dadurch gekennzeichnet, daß die Polyoxyalkylene ein Gewichtsmittel des Molekulargewichts im Bereich von 2 000 bis 20 000 aufweisen.
  7. Verfahren zur Herstellung von Urethan(meth)acrylaten nach mindestens einem der AnsprĂŒche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß man a) mindestens ein Hydroxyalkyl(meth)acrylsĂ€ureester mit b) mindestens einem Polyisocyanat und c) mindestens einem Polyoxyalkylen bei 30°C–120°C wĂ€hrend 5 Stunden umsetzt.
  8. Verfahren gemĂ€ĂŸ Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in Gegenwart eines Inhibitors stattfindet.
  9. Verfahren gemĂ€ĂŸ Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung in Gegenwart von tertiĂ€ren Aminen und/oder organischen Zinn-Verbindungen, insbesondere Dibutylzinndilaurat, stattfindet.
  10. Verwendung von Urethan(meth)acrylaten erhĂ€ltlich nach mindestens einem der AnsprĂŒche 1 bis 6 oder herstellbar nach mindestens einem Verfahren gemĂ€ĂŸ den AnsprĂŒchen 7 bis 9 in (Meth)acrylatharzen fĂŒr den OberflĂ€chenschutz von FlachdĂ€chern und VerkehrsflĂ€chen, vor allem BrĂŒcken und Parkdecks, fĂŒr die HinterfĂŒtterung von Badewannen oder fĂŒr Beschichtungen und Versiegelungen.
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