DE19900506A1 - Rolloanordnung, Tischanordnung und Sichtblende - Google Patents
Rolloanordnung, Tischanordnung und SichtblendeInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Abschirmungsanordnung. Insbesondere, jedoch
nicht ausschließlich, betrifft die Erfindung eine Abschirmungsanordnung
zur Verwendung mit einem höhenverstellbaren Tisch, um einem an dem
Tisch sitzenden Verwender sittlichen Anstand zu bieten, indem sicher
gestellt wird, daß der Verwender nicht aus einem kompromittierenden
Blickwinkel betrachtet wird. Die Erfindung beruht in einer gekrümmten
Rolloblende, die keineswegs zur Verwendung als Sichtschutzschirm für
einen Tisch begrenzt ist. Es versteht sich, daß eine erfindungsgemäße
Rolloblende auch in Verbindung mit gekrümmten Fenstern etwa in Wohn
stätten oder Kraftfahrzeugen verwendet werden kann.
Seit langer Zeit werden bei herkömmlichen Tischen Sichtschutzplatten
verwendet, insbesondere bei Schreibtischen, um den unteren Körperbe
reichen einer an dem Schreibtisch sitzenden Person sittlichen Anstand zu
bieten. Der Sichtschutzschirm ist eine aufrechte Platte, die sich quer über
die Vorderseite des Schreibtischs gegenüber jener Seite erstreckt, an der
der Verwender normalerweise sitzt. Komplikationen entstehen, wenn
Sichtschutzplatten in Verbindung mit höhenverstellbaren Schreibtischen
verwendet werden. Wenn die Schreibtischoberfläche über einen beträcht
lichen Höhenbereich verstellt werden soll und sich die Sichtschutzplatte
mit der Schreibtischoberfläche bewegt und die Sichtschutzplatte über
den gesamten Höhenbereich wirksam sein soll, dann wird die Sicht
schutzplatte dem Boden ziemlich nahe sein, wenn sich die Schreibtisch
oberfläche am unteren Ende des Bereichs befindet. Dies behindert die
Beinbewegung des Verwenders und steht im Gegensatz zu Möbelindu
striestandards.
Wenn andererseits die Sichtschutzplatte an dem Teil des höhenverstell
baren Schreibtischs anzubringen ist, der relativ zu dem Boden stationär
bleibt, dann entsteht ein Spalt zwischen der Schreibtischoberfläche und
der Oberseite der Sichtschutzplatte, wenn die Schreibtischoberfläche in
die obere Höhenstellung bewegt wird. Das US-Patent Nr. 5 394 809 of
fenbart eine solche Anordnung, bei der die Sichtschutzplatte durch Trä
ger an dem unteren stationären Teil der Tischstütze befestigt ist und so
mit den obigen Nachteil aufweist.
Das US-Patent Nr. 5 353 715 offenbart einen höhenverstellbaren Falt
tisch. Die Sichtschutzplatte ist an der Unterseite der Tischoberseite
schwenkbar angebracht. Die Sichtschutzplatte hat damit nur zwei Be
triebsstellungen, nämlich eine, die der Tischoberseite benachbart ist, und
eine solche, die sich orthogonal von der Tischoberseite erstreckt. Somit
ergibt diese Anordnung keinen Bereich von Stellungen, in denen die
Sichtschutzplatte angeordnet werden könnte, so daß die Sichtschutz
platte über den gesamten Betriebsbereich des höhenverstellbaren Tischs
funktionsfähig wäre. Obwohl die bekannte Sichtschutzplatte einstellbar
ist, muß die Einstellplatte zwischen ihren zwei Betriebsstellungen manuell
bewegt werden.
Weitere Komplikationen ergeben sich bei höhenverstellbaren Tischen, bei
denen die vom Verwender abgelegene Vorderseite des Tischs gekrümmt
ist oder eine andere nichtlineare Form hat. Allgemein ergeben sich Proble
me, wenn man in Verbindung mit gekrümmten Öffnungen Abschirmun
gen verwendet. Das US-Patent Nr. 5 201 810 offenbart eine Rolloblende
für eine Öffnung, wie etwa ein Heckfenster eines Kraftfahrzeugs. Die
Blende wird von einer geraden Walze abgezogen, wobei aber die Zugs
tange nach Wunsch mit einem variablen Grad in Abhängigkeit vom Aus
maß, um den die Blende von der Walze abgezogen wurde, gebogen wer
den kann. Obwohl dies eine adäquate Lösung für Automobilheckfenster
ergibt, stellte sich heraus, daß eine solche Blende für ein Fenster oder
eine Öffnung ungeeignet ist, die einen gleichmäßigen Krümmungsgrad
über die gesamte Höhe hat.
Das US-Patent Nr. 5 067 546 offenbart eine Rolloblende mit einer gera
den Walze, die in einem Gehäuse mit einem gekrümmten Führungsschlitz
angeordnet ist, so daß die herausgezogene Blende eine gekrümmte Konfi
guration einnimmt. Ersichtlich ist, daß eine solche Anordnung für eine
lange Rolloblende ungeeignet ist, da bei einer langen Blende die Ablen
kung zwischen der Walze und dem Führungsschlitz an den Außenenden
zu Schwierigkeiten bei der Anordnung des Gehäuses sowie zu Rollproble
men für die Blende führt. Eine solche Anordnung ist somit nur für kurze
Rolloblenden geeignet.
Ein Ziel der Erfindung ist es, eine Rollo-Abschirmungsanordnung anzuge
ben, die für eine Öffnung mit einer nichtlinearen Begrenzung geeignet ist.
Ein weiteres Ziel der Erfindung ist es, einen höhenverstellbaren Tisch
oder einen Sichtschutzschirm für einen höhenverstellbaren Tisch anzuge
ben, der zumindest einen der oben genannten Nachteile zumindest an
satzweise überwindet.
Um zumindest eines der obigen Ziele zu erreichen, wird nach einem er
sten Aspekt der Erfindung eine Rolloanordnung für eine Abschirmungs
anordnung angegeben, die eine nichtlineare Achse und ein um die Achse
drehbares, flexibles Hülsenmittel aufweist.
Bevorzugt ist die Rolloanordnung wie bei herkömmlichen Rolloblenden
einziehbar und ausziehbar. Die Rolloanordnung kann durch ein Einzieh
mittel in die eingezogene Konfiguration vorgespannt sein.
Das flexible Hülsenmittel kann in geeigneter Weise so konstruiert sein,
daß es die nichtlineare Konfiguration der Achse einnimmt und sich zu
veränderlichen Krümmungsgraden biegt oder sich an diese anpaßt, wenn
sich die Hülse um die Achse dreht. Um diese Kriterien zu erfüllen, kann
das flexible Hülsenmittel aus einer einheitlichen Hülse aufgebaut sein, die
aus einem sehr dehnbaren Material hergestellt ist, wie etwa schwamm
artigem Material. Alternativ kann das Hülsenmittel eine einheitliche Hülse
mit Schlitzen oder Nuten sein, die Hülsenabschnitte bilden und somit eine
relative Bewegung der Hülsenabschnitte gestatten. In einer besonders
bevorzugten Form der Erfindung ist das Hülsenmittel gewellt, wobei jede
der die Wellungen bildenden Nuten sich umfangsmäßig um die Innen-
und/oder Außenoberfläche der Hülse erstreckt. Jede Wellung kann sich
orthogonal zur Achse der nichtlinearen Achse erstrecken, so daß die Wel
lungen entlang des flexiblen Hülsenmittels Ringe bilden.
In einer alternativen Ausführung kann das Hülsenmittel eine Anzahl dis
kreter Hülsenabschnitte aufweisen, die zur gegenseitigen Drehung mitein
ander verbunden sind. Eine solche Konfiguration paßt insbesondere zu
einer gebogenen Achse, die aus einer Anzahl gerader Abschnitte besteht,
wie nachfolgend diskutiert.
Die nichtlineare Achse kann gekrümmt oder gebogen sein, d. h. eine An
zahl gerader Abschnitte aufweisen, die schräg zueinander angeordnet
sind. Alternativ kann die Achse eine Kombination gekrümmter und gebo
gener Abschnitte aufweisen. Die Form erhält man bevorzugt durch ein
Biege- oder Schmiedeverfahren, oder die Form der Achse läßt sich da
durch erzielen, indem man sie in eine gewünschte Form gießt. Bevorzugt
ist die Achse relativ starr, ausreichend, um ihre gekrümmte oder geboge
ne Konfiguration beizubehalten. Bevorzugt umfaßt die Achse eine Stahl
stange, die innerhalb des flexiblen Hülsenmittels angeordnet ist. Vorteil
hafterweise ist zwischen der Achse und dem flexiblen Hülsenmittel ein
leichtgängiger Gleitsitz vorgesehen.
Die Enden der Achse können in einen Halteträger eingesetzt sein. Falls
die Rolloanordnung mit dem Einziehmittel versehen ist, ist bevorzugt das
Einziehmittel jedem Ende der Achse zugeordnet. In einer bevorzugten
Ausführung des Einziehmittels enthält jedes Einziehmittel eine Feder, de
ren eines Ende an der Achse angebracht ist und deren anderes Ende mit
dem flexiblen Hülsenmittel verbunden ist, um das flexible Hülsenmittel
zur Drehung in eine bestimmte Richtung relativ zu der Achse vorzuspan
nen, die in der zusammengebauten Abschirmungsanordnung einer einge
zogenen Stellung der Blende entspricht. In dieser Ausführung ist bevor
zugt jede Feder innerhalb der Hülse angeordnet, wobei jedes Ende der
Hülse in einem Verschluß oder einem Deckel vorgesehen ist, um die Ver
bindung der jeweiligen Feder mit der Hülse zu erleichtern. Jede Achse
kann in einem Zapfen enden, der in einen entsprechenden Halteträger
eingreift.
Eine komplette Abschirmungsanordnung würde auch ein Abschirmungs
mittel enthalten, das bevorzugt ein biegsames Flachmaterial aufweist,
das um die flexible Hülse herumwickelbar ist. Das Flachmaterial ist bevor
zugt lose gewebter Stoff. Das Flachmaterial kann durch jedes geeignete
Verfahren mit dem flexiblen Hülsenmittel verbunden sein. Beispielsweise
kann das Flachmaterial mit Haken- und Ösen an dem flexiblen Hülsen
mittel derart angebracht sein, daß das Flachmaterial zur Reinigung von
dem Hülsenmittel entfernt werden kann.
Die Wahl des Flachmaterials mag vom beabsichtigten Gebrauch der ferti
gen Abschirmungsanordnung abhängig sein. Wenn beispielsweise die
Abschirmungsanordnung mit einem gekrümmten Fenster verwendet wer
den soll, dann kann das Flachmaterial ein durchscheinender Stoff oder
ein Netzgewebe sein. Falls andererseits die Abschirmungsanordnung zur
Verwendung als Sichtschutzschirm für einen Tisch dienen soll, dann ist
bevorzugt das Flachmaterial opak.
Bevorzugt wird nach einem zweiten Aspekt der Erfindung eine Tischan
ordnung angegeben, die eine Tischoberfläche aufweist, deren Höhe über
einen Bereich von Höhenpositionen einstellbar ist, sowie ein Ab
schirmungsmittel, das sich unter der Tischfläche erstreckt, wobei das
Abschirmungsmittel in der Höhendimension des Tischs einstellbar ist.
Bevorzugt verbleibt ein unterer Rand des Abschirmungsmittels auf einer
festen Höhe, und der Oberrand des Abschirmungsmittels ist mit der Hö
heneinstellung der Tischfläche einstellbar.
Bevorzugt wird eine Tischanordnung angegeben, die eine Tischfläche,
erste und zweite relativ bewegliche Tischabschnitte, so daß die Tisch
fläche höhenverstellbar ist, sowie eine Sichtschutzanordnung aufweist,
welche das Abschirmungsmittel sowie ein Einziehmittel enthält, so daß
das Abschirmungsmittel einziehbar und ausziehbar ist, wobei das Einzieh
mittel an dem ersten Abschnitt angebracht ist und ein Endabschnitt des
Abschirmungsmittels an dem zweiten Abschnitt anbringbar ist.
Das Abschirmungsmittel kann in eine kollabierte oder gefaltete Konfigura
tion eingezogen werden. Insoweit kann das Abschirmungsmittel eine zieh
harmonikaartige oder gefältelte Blende aufweisen. Bevorzugt kann das
Abschirmungsmittel in eine aufgerollte Konfiguration eingezogen werden.
Insofern kann das Abschirmungsmittel eine Rolloblende oder Rollklappen
oder -lamellen aufweisen. In dieser Ausführung dient das äußerste Ende
der Blende zum Anbringen an den zweiten Abschnitt. Die Blende kann
aus Flachmaterial in Form von Stoff, Kunststoff oder anderem biegsamem
Flachmaterial hergestellt sein. Alternativ kann das Abschirmungsmittel
aufrollbar miteinander verbundene Lamellen aufweisen. Das Ab
schirmungsmittel ist bevorzugt opak oder sehr wenig durchscheinend,
um dem am Tisch sitzenden Verwender Sitte und Anstand zu bieten. Die
Sichtschutzanordnung kann eine herkömmliche gerade Anordnung mit
einer im wesentlichen ebenen Abschirmung aufweisen. Alternativ kann
die Sichtschutzanordnung eine nichtlineare Rolloanordnung nach dem
ersten Aspekt der Erfindung verwenden, um eine gekrümmte Abschir
mung zu bilden.
Die Tischanordnung hat bevorzugt die Form eines Schreibtischs oder ei
nes Arbeitsplatzes zur Benutzung durch einen einzelnen Arbeiter. Der
erste Abschnitt der Tischanordnung kann die Tischoberseite selbst auf
weisen, wobei der zweite Abschnitt einen Teil aufweist, der in üblicher
Weise relativ zum Boden stationär ist, so daß das Einziehmittel an der
Tischoberseite angebracht wird und sich bewegt, wenn die Tischfläche
höhenverstellt wird. Jedoch ist die Erfindung nicht auf eine solche An
ordnung beschränkt, und es versteht sich, daß das Einziehmittel an ei
nem Teil des Tischs angebracht sein kann, der normalerweise relativ zum
Boden stationär ist, wobei der Endabschnitt des Abschirmungsmittels an
der Tischoberseite oder zumindest an einem Teil der mit der Tischfläche
beweglichen Tischanordnung anbringbar ist.
Die Tischanordnung kann jedes bekannte Höhenverstellungssystem ent
halten. Beispielsweise kann die Tischoberseite mit einer Scherenspreiz
anordnung verbunden sein, die an einer Trägerstruktur angebracht ist.
Alternativ kann die Tischanordnung eine teleskopische Beinanordnung
aufweisen, wobei ein erster Beinabschnitt an der Tischoberseite befestigt
ist und teleskopisch von einem zweiten Beinabschnitt aufgenommen
wird, der normalerweise relativ zu dem Boden stationär ist. In einer sol
chen Anordnung ist das Einziehmittel der Abschirmungsanordnung bevor
zugt an der Unterseite der Tischoberseite unter dem ersten Beinabschnitt
angebracht, wobei der äußere Endabschnitt des Abschirmungsmittels an
dem stationären unteren Beinabschnitt angebracht ist. Bevorzugt sind an
der Unterseite der Tischoberseite Träger vorgesehen, um jeweilige Enden
des Einziehmittels aufzunehmen.
Bevorzugt enthält das Einziehmittel ferner ein Vorspannmittel, um das
Abschirmungsmittel in die eingezogene Konfiguration vorzuspannen. Wenn
die Tischoberseite angehoben wird, streckt sich das Abschirmungsmittel,
wird jedoch von dem Einziehmittel straff gehalten, das das Ab
schirmungsmittel in die eingezogene Konfiguration spannt. Wenn umge
kehrt die Tischoberseite in der Höhe gesenkt wird, wird das Ab
schirmungsmittel automatisch kollabiert, gefaltet oder gerollt, so daß sich
eine gesonderte Einstellung durch den Verwender erübrigt.
Nach einem dritten Aspekt der Erfindung wird eine Sichtschutzanordnung
für einen höhenverstellbaren Tisch mit ersten und zweiten relativ beweg
lichen Abschnitten vorgeschlagen, wobei der Sichtschutzschirm ein Ab
schirmungsmittel sowie ein Einziehmittel enthält, derart, daß das Abschir
mungsmittel einziehbar und ausziehbar ist, wobei das Einziehmittel zum
Anbringen an dem ersten Tischabschnitt ausgelegt ist und das Abschir
mungsmittel zum Anbringen an dem zweiten Tischabschnitt ausgelegt
ist.
Der Sichtschutzschirm kann ein beliebiges der Merkmale enthalten, die in
Verbindung mit den obigen ersten und zweiten Aspekten beschrieben
wurden.
Zum besseren Verständnis wird die Erfindung nun anhand von Ausfüh
rungsbeispielen unter Bezug auf die beigefügten Zeichnungen beschrie
ben. Es zeigen:
Fig. 1 eine Perspektivansicht einer Abschirmungsanordnung nach
einer bevorzugten Ausführung;
Fig. 2 eine teilgeschnittene Perspektivansicht einer Rolloanordnung
zur Verwendung in der in Fig. 1 gezeigten Abschirmungs
anordnung; und
Fig. 3 eine Seitenansicht eines höhenverstellbaren Tischs, der die
in Fig. 1 gezeigte Abschirmungsanordnung enthält.
Die Abschirmungsanordnung 10 umfaßt eine gekrümmt konfigurierte Rol
loanordnung 12. Um die Rolloanordnung 12 ist Abschirmungsmaterial 14
herumgewickelt. Jedes Ende der Rolloanordnung 12 (in der Figur ist nur
eines gezeigt) ist mit Einziehmitteln 16 versehen, die anhand von Fig. 2
im näheren Detail erläutert werden. Eine Haltestange 18 erstreckt sich
von jedem Ende der Rolloanordnung 12. Ein Verschluß 20 bildet einen
Teil des Einziehmittels 16. Die Enden der Haltestange 18 erstrecken sich
von einem jeweiligen Verschluß 20. Jede Haltestange 18 dient zum Ein
setzen in einen zugeordneten Halteträger 48 (siehe Fig. 3). Der Halteträ
ger 48 kann herkömmlich sein, wie er in Verbindung mit herkömmlichen
Rolloblendenanordnungen Verwendung findet. Eine oder beide der Halte
stangen 18 können abgeflacht sein, um eine Drehung innerhalb des zu
geordneten Halteträgers zu verhindern, was dem Fachmann leicht ver
ständlich sein wird.
Wie in Fig. 3 gezeigt, dient die Abschirmungsanordnung 10 insbesonde
re zum Anbringen an der Unterseite eines höhenverstellbaren Tischs 40
als Sichtschutzanordnung für einen am Tisch 40 sitzenden Verwender.
Der Tisch 40, hier in Form eines Schreibtischs, hat eine Tischoberseite,
die eine Tischfläche 42 aufweist. Ersichtlich ist, daß die Tischoberseite
einen vorne konvex gekrümmten Abschnitt 43 aufweist. Die Tischober
seite ist an ersten Beinabschnitten 44 (in Fig. 3 nur einer sichtbar) einer
teleskopischen Beinanordnung angebracht. Die ersten Abschnitte 44 sind
teleskopisch in jeweiligen zweiten Beinabschnitten 46 (in Fig. 3 nur ei
ner zu sehen) der teleskopischen Beinanordnung aufgenommen. Die zwei
ten Beinabschnitte 46 sind normalerweise relativ zum Boden stationär.
Die Tischfläche 42 ist durch relatives Verschieben der zwei Beinabschnit
te 44, 46 zueinander höhenverstellbar. Bevorzugt enthält der Tisch eine
Sperre, um die Beinabschnittspaare 44, 46 zueinander zu versperren. Die
zweiten Beinabschnitte sind durch eine gekrümmte Schiene 24 verbun
den, welche an die Krümmung des vorderen Abschnitts 43 des Tischs
angepaßt ist. Die gekrümmte Schiene ist auch in Fig. 1 zu sehen.
Die Abschirmungsanordnung 10 ist an der Unterseite der Tischoberseite
42 quer über die Vorderseite des Tischs gegenüber jener Seite an
gebracht, an der der Verwender normalerweise sitzt. Die Krümmung der
Rolloanordnung 12 ist so gewählt, daß sie der vorderen Krümmungsform
43 des Tischs 40 im wesentlichen entspricht.
Aus Fig. 3 ist ersichtlich, daß die Schiene 24 einen Teil der unteren,
normalerweise stationären Abschnitte des Tischs bildet. Die Schiene 24
wirkt als Anker für das Unterende des Abschirmungsmittels 14. Das Ab
schirmungsmittel 14 ist an der Schiene 24 durch nicht gezeigte Haken
und Ösen angebracht. Wenn die Tischoberfläche 42 höhenverstellt wird,
bewegt sich die Rolloanordnung 10 zusammen mit der Tischoberseite 42,
während das Unterende des Abschirmungsmittels 14 an der Schiene 24
gesichert bleibt. Das Einziehmittel 16 (Fig. 1) enthält ein Vorspannmittel
36, um das Abschirmungsmittel 14 in die aufgewickelte Konfiguration an
der Rolloanordnung 12 vorzuspannen, um sicherzustellen, daß das Ab
schirmungsmittel 14 gespannt bleibt und daß sich das Abschirmungs
mittel 14 automatisch aufrollt, wenn die Tischoberseite abgesenkt wird.
Fig. 2 zeigt deutlicher die Eigenschaften der Rolloanordnung 12 mit dem
Einziehmittel 16. Die Rolloanordnung 12 umfaßt eine gekrümmte Achse
30 und ein flexibles Hülsenmittel 32 in Form einer Leitung mit Wellungen,
die orthogonal zur Längsachse der Achse 30 verlaufen. Die Wellungen
unterstützen die Biegung des Hülsenmittels, um eine Drehung des Hül
senmittels 32 um die gekrümmte Achse 30 zu gestatten.
Die gekrümmte Achse 30 endet mit Abstand von den Enden des flexiblen
Hülsenmittels 32. Das Innenende der Haltestange 18 ist in eine komple
mentäre Vertiefung hart gelötet, die am Ende der gekrümmten Achse 30
vorgesehen ist, um hierdurch an jedem Ende des flexiblen Hülsenmittels
32 Ringräume zu bilden. In jedem Raum erstreckt sich eine Feder 36. Die
Feder 36 ist mit dem Ende der gekrümmten Achse 30 verbunden. Das
andere Ende der Feder 36 ist mit einer Buchse 38 verbunden, die an das
Ende des flexiblen Hülsenmittels 32 geklebt ist. Ein Verschluß 20, der mit
dem äußersten Ende der Buchse 38 verbunden ist (und hiermit einstückig
sein kann), verschließt das Ende des flexiblen Hülsenmittels 32. Der Ver
schluß 20 ist aus Nylon hergestellt, um eine freie Drehung der Haltestan
ge 18 innerhalb des Verschlusses 20 zu gestatten.
Das obere Ende des Abschirmungsmittels 14 ist an dem flexiblen Hülsen
mittel 32 gesichert und um das flexible Hülsenmittel 32 herumgewickelt,
um eine normale Rolloblende zu bilden. Wenn das Abschirmungsmittel 44
aus der Rolloanordnung 12 herausgezogen wird, wird das flexible Hülsen
mittel 32 um die gekrümmte Achse 30 herum in Drehung versetzt. We
gen der Flexibilität des flexiblen Hülsenmittels 32 kann sich das flexible
Hülsenmittel 32 an die während der Drehung um die gekrümmte Achse
30 veränderliche Krümmung anpassen. Wenn das flexible Hülsenmittel
32 um die gekrümmte Achse 30 herumgedreht wird, wird die Einzieh
anordnung, einschließlich des Verschlusses 20 und der Buchse 38, unter
Spannung der Feder 36 ebenfalls in Drehung versetzt. Die Feder 36
spannt das Abschirmungsmittel 34 in eine eingezogene Konfiguration.
Eine Rolloanordnung 12 für eine Abschirmungsanordnung 10 umfaßt eine
nichtlineare starre Achse 30 sowie ein um die Achse 30 herum drehba
res, flexibles Hülsenmittel 32. Eine Tischanordnung 40 enthält eine Tisch
fläche 42, die über einen Bereich von Höhenpositionen höhenverstellbar
ist, sowie ein Abschirmungsmittel 14, das unter der Tischfläche 42
streckbar ist. Das Abschirmungsmittel 14 ist mit der Höheneinstellung
der Tischfläche 42 einstellbar. Ein Sichtschutzschirm 10 für einen höhen
verstellbaren Tisch 40 weist erste und zweite relativ bewegliche Ab
schnitte 44, 46 auf. Der Sichtschutzschirm 10 enthält ein Abschirmungs
mittel 14 und ein Einziehmittel 16, so daß das Abschirmungsmittel 14
eingezogen und ausgezogen werden kann. Das Einziehmittel 16 dient
zum Anbringen an dem ersten Abschnitt 44 des Tischs 40, und das Ab
schirmungsmittel 40 dient zum Anbringen an dem zweiten Abschnitt 46
des Tischs 40.
Claims (23)
1. Rolloanordnung für eine Abschirmungsanordnung (10), umfassend
eine nichtlineare Achse (30) sowie ein um die Achse herum dreh
bares, flexibles Hülsenmittel (32).
2. Rolloanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das flexible Hülsenmittel (32) entlang der Hülse mit Abstand an
geordnete Schlitze und/oder Nuten enthält.
3. Rolloanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß das flexible Hülsenmittel (32) entlang eines wesentlichen Ab
schnitts seiner Länge gewellt ist.
4. Rolloanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Wellungen an jeweils zugeordneten Stellen entlang der nicht
linearen Achse (30) angeordnet sind und jede Wellung an der zu
geordneten Stelle orthogonal zu der Achse (30) verläuft.
5. Rolloanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das flexible Hülsenmittel (32) eine ein
heitliche Hülse aufweist.
6. Rolloanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die nichtlineare Achse (30) gekrümmt
ist.
7. Abschirmungsanordnung mit einer Rolloanordnung (12) nach ei
nem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch ein
Abschirmungsmittel (14) aus biegsamem Flachmaterial.
8. Abschirmungsanordnung nach Anspruch 7, gekennzeichnet durch
ein vorgespanntes Einziehmittel (36) zum Einziehen des Abschir
mungsmittels (14).
9. Tischanordnung mit einer Tischfläche (42), deren Höhe über einen
Bereich von Höhenpositionen einstellbar ist, und einem Abschir
mungsmittel (14), das sich unter der Tischfläche (42) erstreckt,
wobei das Abschirmungsmittel (14) entlang der Höhendimension
des Tischs (40) einstellbar ist.
10. Tischanordnung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
ein Unterrand des Abschirmungsmittels (14) in einer festen Höhe
verbleibt und der Oberrand des Abschirmungsmittels (14) mit der
Höheneinstellung der Tischfläche (42) einstellbar ist.
11. Tischanordnung nach Anspruch 9 oder 10, gekennzeichnet durch
erste und zweite zur Höhenverstellung der Tischfläche (42) relativ
bewegliche Tischabschnitte (44, 46) sowie eine Sichtschutzanord
nung, die das Abschirmungsmittel (14) sowie ein Einziehmittel (16)
enthält, so daß das Abschirmungsmittel (14) einziehbar und aus
ziehbar ist, wobei das Einziehmittel (16) an dem ersten Abschnitt
(44) angebracht ist und ein Endabschnitt des Abschirmungsmittels
(14) an dem zweiten Abschnitt (46) anbringbar ist.
12. Tischanordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß
das Abschirmungsmittel (14) in eine aufgerollte Konfiguration ein
ziehbar ist.
13. Tischanordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß
die Sichtschutzanordnung eine nichtlineare Achse (30) sowie ein
um die Achse (30) drehbares flexibles Hülsenmittel (32) aufweist,
wobei das Abschirmungsmittel (14) in Form eines biegsamen
Flachmaterials um das flexible Hülsenmittel (32) herum aufwickel
bar ist.
14. Tischanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, daß das Abschirmungsmittel (14) opak oder zu
mindest lichtdurchlässig ist.
15. Tischanordnung nach einem der Ansprüche 11 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, daß das Einziehmittel (16) ein Vorspannmittel (36)
aufweist, um die Abschirmung (14) in eine eingezogene Konfigura
tion vorzuspannen.
16. Tischanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch ge
kennzeichnet, daß der erste Abschnitt (44) eine Tischoberseite
(42) aufweist und der zweite Abschnitt (46) einen Teil des Tisches
aufweist, der normalerweise relativ zum Boden stationär ist.
17. Tischanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch ge
kennzeichnet, daß eine teleskopische Beinanordnung (44, 46) vor
gesehen ist, wobei ein erster Beinabschnitt (44) an der Tischober
seite (42) befestigt und in einem zweiten Beinabschnitt (46) aufge
nommen ist, der normalerweise relativ zum Boden stationär ist.
18. Sichtschutzschirm für einen höhenverstellbaren Tisch (40), der
erste und zweite relativ bewegliche Abschnitte (44, 46) aufweist,
wobei der Sichtschutzschirm ein Abschirmungsmittel (14) und ein
Einziehmittel (16) aufweist, so daß das Abschirmungsmittel (14)
an dem ersten Abschnitt (46) des Tischs (40) anbringbar ist und
das Einziehmittel (16) an dem zweiten Abschnitt (44) des Tischs
anbringbar ist.
19. Sichtschutzschirm nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Endabschnitt des Abschirmungsmittels (14) zur bewegli
chen Anbringung an dem zweiten Abschnitt (44) des Tischs aus
gelegt ist.
20. Sichtschutzschirm nach Anspruch 18 oder 19, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Abschirmungsmittel (14) in eine aufgerollte Kon
figuration einziehbar ist.
21. Abschirmungsanordnung nach Anspruch 20, gekennzeichnet durch
eine nichtlineare Achse (30) und ein um die Achse (30) herum
drehbares, flexibles Hülsenmittel (32), wobei das Abschirmungs
mittel (14) in Form von biegsamem Flachmaterial um das flexible
Hülsenmittel herumwickelbar ist.
22. Sichtschutzschirm nach einem der Ansprüche 18 bis 21, dadurch
gekennzeichnet, daß das Abschirmungsmittel (14) opak oder zu
mindest lichtdurchlässig ist.
23. Sichtschutzschirm nach einem der Ansprüche 18 bis 22, dadurch
gekennzeichnet, daß das Einziehmittel (16) ein Vorspannmittel (36)
aufweist, um die Abschirmung in eine eingezogene Konfiguration
vorzuspannen.
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