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Die
vorliegende Erfindung betrifft allgemein ein Oberflächenbehandlungsverfahren,
welches eine elektrische Entladung verwendet, sowie eine Elektrode
für ein
Oberflächenbehandlungsverfahren.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung eine Vorgehensweise,
mit welcher auf der Oberfläche
eines Werkstücks
ein durch Verbrauch und Schmelzen einer Elektrode erzeugtes Material
einer Entladungselektrode angebracht und abgelagert wird, das durch Entladungsenergie
erzeugt wird, auf. der Grundlage einer in einer Flüssigkeit
stattfindenden Entladung zwischen der Entladungselektrode und einem
Werkstück,
wodurch eine Beschichtung aus dem Material der Elektrode auf der
Oberfläche
erzeugt wird. Weiterhin betrifft die Erfindung eine Elektrode für ein Oberflächenbehandlungsverfahren
unter Verwendung einer elektrischen Entladung.
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Die
JP 06-182626 A beschreibt ein Korrosionsschutz-Oberflächenbehandlungsverfahren. In diesem
Verfahren wird eine Funkenbeschichtungselektrode aus zumindest einem
korrosionsbeständigen
Element verwendet, um die Oberfläche
eines Werkstücks
zu entfernen, welches aus einer Legierung auf Eisenbasis, Nickelbasis
oder Kobaltbasis besteht, und um eine Funkenbeschichtungslegierungsschicht
auf der Oberfläche
des Werkstücks auszubilden,
welche eine hohe Korrosionsbeständigkeit
aufweist. Als Materialien für
die Funkenbeschichtungselektrode werden als Beispiele Chrom, Siliziumkarbid,
Titanborid und Titannitrid angegeben. Die Funkenentladung findet
in einer Arbeitsflüssigkeit, wie
z.B. Öl
oder Wasser, statt. Durch das Oberflächenbehandlungsverfahren in
der JP 06-182626 A erhält
ein Werkstück
eine verbesserte Korrosionsbeständigkeit
und Korrosionsbruchfestigkeit.
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Die
JP 05-148615 A beschreibt ein Oberflächenbehandlungsverfahren für ein metallisches
Material. Bei diesem Verfahren wird zunächst die Oberfläche eines
Basismetalls mit metallischen oder nicht-metallischen Materialien
beschichtet. Als Beschichtungsmaterialien werden Metall, Legierungen, nicht-metallische
Elemente, Keramiken, Karbide, Nitride, Boride oder ähnliches
verwendet. Als spezielle Beispiele eines Beschichtungsmaterials
werden folgende Stoffe angegeben: WC, TiC, TaC, ZrC, SiC, TiB2, ZrB2, TiN, ZrN
und als korrosionsbeständige Materialien
W und Mo, Al, Ti, Ni, Cr, To. Als Beschichtungsmethoden zum Aufbringen
der Beschichtungsmaterialien werden ein Sprühverfahren, ein elektrisches
Abscheideverfahren, ein Niedertemperatur-Abscheideverfahren und
ein Funkenbeschichtungsverfahren angegeben. Nach dem Beschichtungsvorgang
werden die Abscheidungen durch Funkenerosion in einer Flüssigkeit,
einem Gas oder im Vakuum wieder aufgeschmolzen, wodurch das Basismetall
und die Beschichtungsmaterialien miteinander vermischt werden, und
eine dichte Beschichtung auf der Oberfläche des Basismetalls ausgebildet wird.
Ziel dieses Oberflächenbehandlungsverfahrens ist
die Ausbildung einer Schicht mit bestimmten Eigenschaften, wie z.B.
Temperaturbeständigkeit,
Korrosionsbeständigkeit,
Abriebsfestigkeit und ein hoher Härtegrad.
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Die
JP 04-033810 A beschreibt ein Oberflächenbehandlungsverfahren bei
einer Graphitform, wobei eine Funkenentladungsbehandlung auf eine Hohlformoberfläche einer
Graphitform angewendet wird. Während
dieser Funkenentladungsbehandlung werden die Elektrode und die Oberfläche einander gegenübergestellt,
wobei der dabei entstehende schmale Spalt mit Öl oder Wasser gefüllt ist.
Als Beispiele von Elektrodenmaterialien sind in dieser Druckschrift
Stahl, Cu, Ag, Graphit, W, Cu/W und Ag/W angegeben. Ziel des Oberflächenbehandlungsverfahrens
der JP 04-033810 A ist es, eine oberflächenbehandelte Graphitform
bereitzustellen, welche eine hohe Ablösbarkeit der geformten Stücke sowie
eine hohe Korrosionsbeständigkeit
aufweist. Eine derartige Graphitform ist zudem geeignet, um die
Oberfläche
von geformten Stücken
mit einer mattierten oder geprägten
Oberfläche
zu versehen.
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Ferner
ist bereits ein Verfahren bekannt, bei welchem auf der Oberfläche eines
Werkstücks
ein durch Verbrauch und Schmelzen einer Elektrode erzeugtes Material
einer Entladungselektrode anhaftet und abgelagert wird, das durch
Entladungsenergie auf der Grundlage einer in der Flüssigkeit
stattfindenden Entladung zwischen der Entladungselektrode und einem
Werkstück
erzeugt wird, wodurch eine Beschichtung aus dem Material der Elektrode
auf der Oberfläche
ausgebildet wird, und zwar aus den offengelegten japanischen Patentanmeldungen
JP 06-182626 A, JP 09-19829 A oder JP 09-192937 A.
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Bei
dem herkömmlichen
Oberflächenbehandlungsverfahren
unter Verwendung einer elektrischen Entladung wird eine harte Beschichtung
aus einem Metallkarbid oder dergleichen auf einer zu behandelnden
Oberfläche
ausgebildet, und zwar nur zu dem Zweck, eine Abriebfestigkeit zu
erzielen.
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Im
allgemeinen wird eine Reibungsoberfläche oder eine Gleitoberfläche mittels
Flüssigkeitsschmierung
geschmiert, wobei ein flüssiges
Schmiermittel verwendet wird, beispielsweise Schmieröl oder Fett.
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In
einer Vakuumatmosphäre,
beispielsweise einer Halbleiterherstellungseinrichtung oder im Weltraum,
verdampft jedoch ein flüssiges
Schmiermittel, so daß es
nicht verwendet werden kann. Auch in einer Hochtemperaturumgebung,
beispielsweise einer Eisenherstellungseinrichtung, verdampft ein
flüssiges
Schmiermittel, so daß es
nicht verwendet werden kann. Es gibt daher zahlreiche Umgebungen,
in welchen Schmieröl
nicht eingesetzt werden kann.
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Insbesondere
bei einer Halbleiterherstellungseinrichtung führt ein ölhaltiges Schmiermittel, das
auf einer Gleitoberfläche
vorhanden ist, zu ernsthaften Problemen bei einem Halbleiterherstellungsverfahren.
Daher kann hier eine Flüssigkeitsschmierung
unter Verwendung eines ölhaltigen
Schmiermittels nicht eingesetzt werden.
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Unter
Berücksichtigung
dieser Umstände wird
eine Gleitoberfläche
unter Verwendung eines Bindemittels mit einer Beschichtung eines
Feststoffschmiermittels beschichtet, welches Eigenschmiereigenschaften
aufweist, beispielsweise einer Verbindung wie MoS2 oder
WS2, eines sogenannten Feststoffschmiermittelfilms,
oder mittels Ionenplattierung.
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Der
Feststoffschmiermittelfilm, den man bei dem Beschichtungsverfahren
nach dem Stand der Technik erhält,
ist jedoch in der Hinsicht nachteilig, daß der Film eine begrenzte Lebensdauer
aufweist. Die Ionenplattierung ist in der Hinsicht nachteilig, daß die Einrichtung
zu ihrer Durchführung
große
Abmessungen aufweist, und Einschränkungen in Bezug auf die Abmessungen
eines Werkstücks
vorhanden sind, das bearbeitet werden kann.
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Die
vorliegende Erfindung wurde zur Lösung der voranstehend geschilderten
Schwierigkeiten entwickelt. Es ist daher Aufgabe der Erfindung,
ein Oberflächenbehandlungsverfahren
bereitzustellen, welches es ermöglicht,
einen zufriedenstellenden und langlebigen Feststoffschmiermittelfilm
auf einer Gleitoberfläche
einer geradlinigen Führungsschiene oder
einer ähnlichen
Oberfläche
auszubilden, und zwar ohne Einsatz eines Gerätes mit großen Abmessungen oder einer
Einschränkung
in Bezug auf die Abmessungen eines Werkstücks. Es ist ferner Aufgabe
der vorliegenden Erfindung, eine Elektrode bereitzustellen, die
bei einem solchen Oberflächenbehandlungsverfahren
verwendet werden kann.
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Diese
Aufgabe wird zum einen durch das Oberflächenbehandlungsverfahren gemäß Anspruch 1,
zum anderen durch die Elektrode gemäß Anspruch 3 gelöst. Eine
vorteilhafte Ausführungsform
der Erfindung ist in Anspruch 2 angegeben.
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Gemäß einem
Beispiel umfasst ein Oberflächenbehandlungsverfahren
folgende Schritte: Verwendung einer Entladungselektrode, die ein
Material aufweist, welches Feststoffschmiereigenschaften zeigt,
um eine Entladung in gepulster Form zwischen der Entladungselektrode
und einem Werkstück
zu erzeugen, dessen Oberfläche
behandelt werden soll, in einer Arbeitsflüssigkeit, die keine Kohlenstoffbestandteile
enthält,
und Ablagern und Anhaftenlassen eines durch Verbrauch und Schmelzen
der Elektrode erzeugten Materials der Entladungselektrode, das durch
Entladungsenergie auf der Grundlage der gepulsten Entladung erzeugt
wird, auf einer zu behandelnden Oberfläche des Werkstücks, um
auf dieser Oberfläche
eine Beschichtung mit Schmiereigenschaften auszubilden.
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Bei
dem voranstehend geschilderten Verfahren lagert sich das Elektrodenmaterial
der Entladungselektrode, welches Feststoffschmiereigenschaften aufweist,
auf der zu behandelnden Oberfläche
ab und haftet an dieser an, ohne daß eine Änderung zu einer Verbindung
mit Kohlenstoff und dergleichen auftritt, so daß in zufriedenstellender Weise eine
Beschichtung ausgebildet werden kann, welche Schmiereigenschaften
aufweist, also ein Feststoffschmiermittelfilm auf der Oberfläche.
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Dieser
Feststoffschmiermittelfilm, der sich von einem Film unterscheidet,
der bei der Ionenplattierung und dergleichen eingesetzt wird, erzeugt
keine klar definierte Grenze zwischen dem Film und dem Basismaterial,
was eine Eigenschaft des Oberflächenbehandlungsverfahrens
unter Verwendung einer elektrischen Entladung darstellt. Es treten
graduell veränderliche
Materialeigenschaften zwischen dem Film und dem Basismaterial auf,
so dass ein Film entsteht, der eine starke Haftfähigkeit an dem Basismaterial
aufweist.
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Die
impulsförmige
Entladung in der Arbeitsflüssigkeit
wird dadurch durchgeführt,
daß die
Arbeitsflüssigkeit
zwischen der Entladungselektrode und dem Werkstück durch Düsen ausgespritzt wird, wobei
eine Funkenentladung in einem Arbeitsbad stattfindet, in welchem
die Arbeitsflüssigkeit
bevorratet wird.
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Gemäß einem
weiteren Beispiel steht ein weiteres Oberflächenbehandlungsverfahren unter Verwendung
einer elektrischen Entladung zur Verfügung, bei welchem als Material,
das Feststoffschmiereigenschaften aufweist, Molybdän, Molybdändisulfid,
Bornitrid, Wolframdisulfid, Kohlenstoff, Silber, Gold, Blei, Zinn,
Indium, Nickel oder Turzid verwendet wird, das eine Verbindung aus
Kohlenstoff und Fluor ist.
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Bei
dem voranstehend geschilderten Verfahren erfolgt eine Anhaftung
und Ablagerung des Elektrodenmaterials der Entladungselektrode,
welches Molybdän,
Molybdändisulfid,
Bornitrid, Wolframdisulfid, Kohlenstoff, Silber, Gold, Blei, Zinn,
Indium, Nickel oder Turzid aufweist, das eine Verbindung aus Kohlenstoff
und Fluor ist, auf der zu behandelnden Oberfläche, um es zu ermöglichen,
auf der zu behandelnden Oberfläche
eine Schmiermittelbeschichtung (Feststoffschmiermittelfilm) auszubilden,
welche Molybdän,
Molybdändisulfid,
Bornitrid, Wolframdisulfid, Kohlenstoff, Silber, Gold, Blei, Zinn,
Indium, Nickel oder Turzid enthält,
das eine Verbindung aus Kohlenstoff und Fluor ist.
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Ferner
steht ein Oberflächenbehandlungsverfahren
zur Verfügung,
das eine elektrische Entladung verwendet, bei welchem Wasser als
die Arbeitsflüssigkeit
verwendet wird, welche keine Kohlenstoffanteile enthält.
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Da
bei dem voranstehend geschilderten Verfahren Wasser als Arbeitsflüssigkeit
verwendet wird, findet eine Anhaftung und Ablagerung des Elektrodenmaterials,
das Feststoffschmiereigenschaften aufweist, als Material mit Feststoffschmiereigenschaften
auf der zu behandelnden Oberfläche
statt, ohne Umwandlung des Elektrodenmaterials in eine Verbindung
mit Kohlenstoff oder dergleichen. Daher kann eine Schmiermittelbeschichtung
(Feststoffschmiermittelfilm) auf der zu behandelnden Oberfläche erzeugt
werden.
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Ferner
steht eine Entladungselektrode zur Verfügung, die wie voranstehend
geschildert zur Durchführung
eines Oberflächenbehandlungsverfahrens
unter Einsatz einer elektrischen Entladung verwendet wird, wobei
die Elektrode eine Pulverpreßelektrode
ist, die durch Preßformen
eines Pulvers aus Molybdän,
Molybdändisulfid,
Bornitrid, Wolframdisulfid, Kohlenstoff, Silber, Gold, Blei, Zinn,
Indium, Nickel oder Turzid erhalten wird, welches eine Verbindung
aus Kohlenstoff und Fluor ist, oder aber eine Metallelektrode, die
einen oder mehrere der voranstehend geschilderten Bestandteile aufweist.
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Bei
der voranstehend geschilderten Elektrode wird die Elektrode aus
einem Material hergestellt, beispielsweise Molybdän, Molybdändisulfid,
Bornitrid, Wolframdisulfid, Kohlenstoff, Silber, Gold, Blei, Zinn,
Indium, Nickel oder Turzid, das eine Verbindung aus Kohlenstoff
und Fluor ist, wobei dieses Material an der zu behandelnden Oberfläche anhaftet und
sich dort ablagert, um es zu ermöglichen,
auf der zu behandelnden Oberfläche
einen Schmiermittelfilm (Feststoffschmiermittelfilm) auszubilden,
welcher Molybdän,
Molybdändisulfid,
Bornitrid, Wolframdisulfid, Kohlenstoff, Silber, Gold, Blei, Zinn,
Indium, Nickel oder Turzid enthält,
das eine Verbindung aus Kohlenstoff und Fluor ist.
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In
den Zeichnungen zeigen:
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1 ein
Blockdiagramm einer Entladungsbearbeitungsmaschine, die zur Ausführung des Oberflächenbehandlungsverfahrens
mittels Funkenentladung gemäß der vorliegenden
Erfindung verwendet wird; und
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2 eine
Perspektivansicht einer Ausführungsform
bei einem Fall, in welchem das Oberflächenbehandlungsverfahren unter
Verwendung einer Funkenentladung gemäß der vorliegenden Erfindung bei
einer geradlinigen Führungsschiene
eingesetzt wird.
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Unter
Bezugnahme auf die beigefügten Zeichnungen
werden bevorzugte Ausführungsformen
gemäß der vorliegenden
Erfindung beschrieben.
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In 1 bezeichnet
das Bezugszeichen 1 ein Arbeitsbad, in welchem Arbeitsflüssigkeit
vorrätig gehalten
wird, und das Bezugszeichen 2 einen Arbeitsständer, der
im Inneren des Arbeitsbades 1 angeordnet ist, und auf welchen
ein Werkstück 100 aufgesetzt
wird. Das Werkstück 100 ist
ein Werkstück, dessen
Oberfläche
behandelt werden soll (oder bearbeitet werden soll). Weiterhin bezeichnet
das Bezugszeichen 3 eine Entladungselektrode, und das Bezugszeichen 4 eine
Stromversorgungsquelle zum Anlegen einer Entladungsspannung zwischen
der Entladungselektrode 3 und dem Werkstück 100.
Das Bezugszeichen 5 bezeichnet einen Schalter zum Schalten
der Entladungsspannung und des Entladungsstroms, die zwischen der
Preßpulverelektrode 3 und
dem Werkstück 100 angelegt
werden sollen, das Bezugszeichen 6 bezeichnet eine Steuerschaltung
zum Steuern der Ein/Ausschaltezustände des Schalters 5,
und das Bezugszeichen 7 bezeichnet einen Widerstand.
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Bei
dem Oberflächenbehandlungsverfahren unter
Verwendung einer elektrischen Entladung gemäß der vorliegenden Erfindung
wird als Entladungselektrode 3 eine Pulverpreßelektrode
verwendet, bei welcher Pulver aus Mo (Molybdän) preßgeformt wird, oder eine Elektrode
auf Ti-Grundlage, welche Mo-Pulver enthält. Als Arbeitsflüssigkeit
kann Leitungswasser, behandeltes Wasser oder reines Wasser verwendet
werden, das keine Kohlenstoffanteile enthält.
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In
der Arbeitsflüssigkeit
wird ein Spalt zwischen der Entladungselektrode 3 und dem
Werkstück 100,
also ein Entladungsspalt, auf eine geeignete Spaltbreite (10 μm bis zu
einigen zehn μm)
gesteuert, durch einen wohlbekannten und nicht dargestellten Positionssteuermechanismus,
mit welchem eine übliche
Entladungsbearbeitungsmaschine versehen ist, und dann wird eine
Entladungsspannung intermittierend zwischen der Entladungselektrode 3 und
dem Werkstück 100 angelegt.
Auf diese Weise wird eine gepulste Entladung zwischen der Entladungselektrode 3 und
dem Werkstück 100 im
Wasser erzeugt.
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Dies
führt dazu,
daß die
Entladungselektrode 3 durch die Energie dieser Entladung
verbraucht wird. Ein durch Verbrauch und Schmelzen des Materials
der Entladungselektrode 3 erhaltenes Material haftet an
der Oberfläche
des zu behandelnden Werkstücks 100 an
und lagert sich dort ab, so daß ein Feststoffschmiermittelfilm 111 mit
Feststoffschmiereigenschaften aus Molybdän auf der zu behandelnden Oberfläche erzeugt
wird.
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Falls
eine Mo-Pulverpreßelektrode
dazu verwendet wird, eine Beschichtung auf einem Stahlmaterial auszubilden,
findet man kaum jemals eine Grenze zwischen der Beschichtung und
dem Basismaterial (Stahlmaterial), und weist die ausgebildete Molybdänbeschichtung
eine sehr hohe Haftfestigkeit auf. Auf diese Weise ist es möglich, einen
Feststoffschmiermittelfilm zu erhalten, der eine hohe Lebensdauer
aufweist.
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Jede
Molybdänbeschichtung
weist Selbstschmiereigenschaften als Feststoffschmiermittel auf, und
kann bei mechanischen Teilen aufgebracht werden, die in einer Vakuumeinrichtung
oder im Weltraum verwendet werden.
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Beispiele
für das
voranstehend geschilderte Material, welches Selbstschmiereigenschaften
aufweist (Feststoffschmiermittelmaterial) umfassen Silber (Ag),
Gold (Au), Blei (Pb), Zinn (Sn), Indium (In), weiche Metalle wie
beispielsweise Nickel (Ni), Molybdändisulfid (MoS2),
Bornitrid (BN), Wolframdisulfid (WS2), beschichtete
Kristallmaterialien, die als Feststoffschmiermittel bekannt sind,
sowie Turzid, das eine Verbindung aus Kohlenstoff und Fluor (PFPE-Harz)
ist. Selbst wenn eine Preßpulverelektrode oder
eine Metallelektrode verwendet wird, die eines oder mehrere dieser
Bestandteile enthält,
neben der Preßpulverelektrode
aus Molybdän,
kann ein Feststoffschmiermittelfilm, der Schmiereigenschaften und eine
lange Lebensdauer aufweist, auf der zu behandelnden Oberfläche eines
Werkstücks
erzeugt werden.
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Im
allgemeinen wird ein Schmiermittel wie beispielsweise Schmieröl oder Fett
zum Schmieren verwendet. Allerdings gibt es viele Umgebungen, in denen
ein Schmiermittel nicht verwendet werden kann. Beispielsweise in
einer Vakuumatmosphäre, etwa
einer Halbleiterherstellungseinrichtung, verdampft ein Schmiermittel,
so daß es
nicht verwendet werden kann. In einer Hochtemperaturumgebung, etwa
einer Eisenherstellungseinrichtung, verdampft ein Schmiermittel
ebenfalls, so dass es nicht verwendet werden kann.
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In
einer Vakuumatmosphäre,
beispielsweise einer Halbleiterherstellungseinrichtung oder im Weltraum,
in einer Hochtemperaturumgebung, beispielsweise bei einer Eisenherstellungseinrichtung,
verdampft ein flüssiges
Schmiermittel bei dem Verfahren, in dem es verwendet wird. Daher
ist es wesentlich, daß bei
mechanischen Teilen, die in einer Umgebung eingesetzt werden, in
welcher ein flüssiges Schmiermittel
nicht verwendet werden kann, eine Beschichtung, welche die voranstehend
geschilderte Selbstschmierung und eine starke Haftkraft an dem Basismaterial
aufweist (ein Feststoffschmiermittelfilm) durch ein einfaches Gerät hergestellt
wird, nämlich
eine mit elektrischer Entladung arbeitende Bearbeitungsmaschine.
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Wenn
das Werkstück
ein langes Erzeugnis ist, beispielsweise eine geradlinige Führungsschiene,
so kann eine Entladung in der Flüssigkeit
entsprechend der in der Flüssigkeit
erfolgenden Entladung in dem Arbeitsbad dadurch durchgeführt werden,
daß Wasser,
das die Arbeitsflüssigkeit
darstellt, aus einer Düse 10 zu
einem Entladungsspalt zwischen der Entladungselektrode 3 und
der geradlinigen Führungsschiene 110 ausgespritzt
wird, wie dies in 2 gezeigt ist. In 2 sind
Teile, welche denen in 1 entsprechen, mit den gleichen
Bezugszeichen wie in 1 bezeichnet, und es wird auf
eine Erläuterung
dieser Teile verzichtet.
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In
diesem Fall wird der Spalt zwischen der Entladungselektrode 3 und
der geradlinigen Führungsschiene 110 als
Werkstück,
also der Entladungsspalt, auf eine geeignete Spaltbreite (10 μm bis einige
zehn μm)
gesteuert. Während
Wasser, das die Arbeitsflüssigkeit
darstellt, aus der Düse 10 dorthin aufgesprüht wird,
wird eine Entladungsspannung intermittierend zwischen der Entladungselektrode 3 und
der geradlinigen Führungsschiene 110 angelegt. Auf
diese Weise wird eine gepulste Entladung zwischen der Entladungselektrode 3 und
dem Werkstück 110 im
Wasser erzeugt.
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Dies
führt dazu,
daß die
Entladungselektrode 3 durch die Entladungsenergie verbraucht
wird. Ein durch Elektrodenverbrauch geschmolzenes Material der Entladungselektrode 3 lagert
sich auf der zu behandelnden Oberfläche der geradlinigen Führungsschiene 110 ab
und haftet an dieser an, um eine Selbstschmierungsbeschichtung auszubilden,
welche Schmiereigenschaften aufweist, beispielsweise Molybdän, also
einen Feststoffschmiermittelfilm 111 auf der zu behandelnden
Oberfläche.
Auf diese Weise kann eine geradlinige Führung erhalten werden, die
selbst in einer Vakuumatmosphäre
oder in einer Hochtemperaturumgebung verwendet werden kann, und
Selbstschmiereigenschaften aufweist.
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Wie
voranstehend geschildert, ermöglicht
es das Oberflächenbehandlungsverfahren
unter Verwendung einer elektrischen Entladung gemäß der vorliegenden
Erfindung, wirksam Feststoffschmiereigenschaften bei einem Teil
zu erzeugen, bei welchem ein flüssiges
Schmiermittel nicht eingesetzt werden kann, da das Teil in einer
Vakuumatmosphäre
oder in einer Hochtemperaturumgebung eingesetzt wird, und zwar durch
eine selbstschmierende Beschichtung. Das vorliegende Verfahren kann
bei mechanischen Teilen verwendet werden, die in einer Vakuumatmosphäre oder
in einer Hochtemperaturumgebung eingesetzt werden.