DE19860316A1 - Ballenpresse - Google Patents
BallenpresseInfo
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Abstract
Ballenpresse zum Herstellen von verschnürten Ballen aus vorwiegend nicht metallischem Altmaterial mit einem Preßkanal, mit einem im Preßkanal bewegbar angeordneten, mit einem Antrieb verbundenen Preßstempel und mit durch Schnürnuten, die an der Stirnwand des Preßstempels vorgesehen sind, bewegbar angeordneten Schnürnadeln, wobei im Preßstempel ein Schnürkamm gelagert ist, der aus mehreren parallel und im Abstand zueinander angeordneten Platten und diese miteinander verbindenden Teilen besteht, wobei die Platten zum Bilden der Schnürnuten durch in der Stirnwand vorgesehene Ausnehmungen, deren Größe dem Querschnitt der Platten entspricht, ausfahrbar sind und die Stirnflächen der Platten im zurückgezogenen Zustand einen Teil der Preßfläche bilden und zum Halten des Schnürkammes in der Preßendstellung eine Arretiereinrichtung vorgesehen ist. Um auf einfache Weise sicher zu stellen, daß kein Material in die Spalten zwischen den Platten und den Öffnungswänden des Preßstempels gelangen kann, ist vorgesehen, daß zwischen dem Preßstempel und dem Schnürkamm eine den Schnürkamm in die zurückgezogene Stellung bewegende Rückstelleinrichtung angeordnet ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Ballenpresse gemäß des Oberbegriffes des
Patentanspruches 1.
Eine derartige Ballenpresse ist beispielsweise in der Deutschen Patentschrift
27 28 203 beschrieben. Bei dieser Ballenpresse ist nachteilig, daß die Platten des
Schnürkammes erst bei dem nächsten Preßhub wieder in den Preßstempel
zurückgeschoben werden. Hierbei können dann Teile des zu pressenden Materials
in die Spalten zwischen den Platten und den Öffnungen des Preßstempel gelangen,
so daß es zum Verklemmen der Platten des Schnürkammes in den Öffnungen
kommen kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, auf einfache Weise sicher zu stellen, daß
kein Material in die Spalten zwischen den Platten und den Öffnungswänden des
Preßstempels gelangen kann.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des
Patenanspruches 1 gelöst. Infolge dieser Maßnahme werden die Platten des
Schnürkammes nach dem Lösen der Arretierungseinrichtung durch die
Rückstelleinrichtung automatisch während des Rückhubes oder vor dem Rückhub
des Preßstempels zwangsweise in die zurückgezogene Stellung gezogen. Somit ist
in jedem Falle sicher gestellt, daß beim Preßvorgang kein Material während des
Zurückfahrens der Platten in den Preßstempel in die Spalte gelangen kann, denn die
vorderen Flächen der Platten des Schnürkammes liegen bereits bündig auf Höhe
der Preßfläche des Preßstempels.
In vorteilhafter Weise ist die Rückstelleinrichtung zumindest als zumindest eine Zug-
oder Druckfeder ausgebildet. Hierdurch ergibt sich eine unanfällige und
wartungsfreie Rückstelleinrichtung.
Damit die Platten des Schnürkammes ohne Verkanten sicher in den Preßstempel
zurückgezogen werden, ist vorgesehen, daß auf jeder Seite des Preßstempels
zumindest eine Zug- oder Druckfeder angeordnet ist.
Eine einfache Ausbildung der Rückstelleinrichtung ergibt sich dadurch, daß eine
Zugstange an die die Platten miteinander verbindenden Teile des Schnürkammes
mit ihrem einen Ende angreift und daß an dem anderen Ende der Zugstange eine
auf die Zugstange aufgeschobene Druckfeder angreift, die sich an einem an dem
Preßstempel angeordneten Anschlag abstützt.
Ballenpresse nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Druckfedern derart ausgelegt sind, daß die Platten des
Schnürkammes nach dem Lösen der Arretiereinrichtung automatisch in den
Preßstempel zurückgezogen werden.
Weitere Einzelheiten der Erfindung sind der Beispielsbeschreibung und den
Zeichnungen zu entnehmen. Hierbei zeigen
Fig. 1 eine horizontale Kanalballenpresse im Längsschnitt,
Fig. 2 die Presse in der Ansicht II-II mit gegenüber dem Schnürkamm
zurückgezogenem Preßstempel, wobei in der unteren Darstellung im
vergrößertem Maßstab der Preßstempel ausschnittsweise dargestellt ist und
Fig. 3 die Presse in der Ansicht II-II.
In einem Preßkanal 1 mit rechteckigem Querschnitt ist der Preßstempel 2
verschiebbar gelagert, der durch einem Zylinderantrieb 3 bewegt wird. Bei der
Darstellung gemäß Fig. 1 befindet sich der Preßstempel 2 in in Preßrichtung
vorgefahrener Position. Bei zurückgefahrenem Preßstempel 2 kann in Ballen zu
pressendes Material durch einen oben in den Preßkanal 1 einmündenden
Füllschacht 4 eingebracht werden. Zur Herstellung jedes Ballens sind mehrere
Arbeitsschübe des Preßstempels 2 erforderlich. Im Preßkanal 1 befinden sich
gemäß Fig. 1 bereits mehrere gepreßte Ballen 5, von denen die bereits gepreßten
schon mit Draht 6 umschnürt sind, während der rechte gerade umschnürt werden
soll.
Zum Umschnüren werden für jeden Ballen mehrere Schlingen aus Schnürdraht 6
benötigt, der von einer der Zahl der Schlingen entsprechenden Anzahl von
Drahtvorratsrollen 7 abgezogen wird. Gemäß Fig. 1 hat eine Schnürnadel 8 hinter
dem zu schnürenden Ballen 5 gerade eine Drahtschleife von der unteren Seite des
Preßkanals 1 aus quer durch den Preßkanal 1 hochgezogen. Der Preßstempel 2 ist
mit einem Schnürkamm 9 versehen, der aus mehreren parallel zueinander
angeordneten Platten 10 besteht, die mit Abstand zueinander an dem
Verbindungsträger 11 befestigt sind, der den Preßstempel 2 senkrecht zur
Preßrichtung durchsetzt.
Die Platten 10 sind vorn in Ausnehmungen der die Preßfläche 13 enthaltenen
Stirnwand des Preßstempels 2 geführt. Form und Größe der Ausnehmungen
entsprechen dem Querschnitt der Platten, so daß in zurückgezogenem Zustand des
Schnürkammes 9 die Stirnflächen der Plattenteile die dann ausnehmungsfreie
Preßfläche 13 bilden. Innerhalb des Preßstempels 2 sind die Platten mit einer
Distanzlasche miteinander verbunden und zugleich im gewünschten Abstand
zueinander gehalten. Der Verbindungsträger ist in einander gegenüberliegenden
Wänden des Preßstempels 2 angeordneten Verbindungsschlitzen geführt, die eine
Verschiebung des Schnürkamms 9 um das Maß a in Preßrichtung z zulassen, um
welches der Schnürkamm 9 aus der Preßfläche 13 durch Zurückziehen des
Preßstempels 2 ausgefahren werden kann. Die Verriegelungshaken 14 der
Arretierungseinrichtung 15 können in Preßendstellung gemäß Fig. 3 des
Preßstempels 2 durch Öffnung in den Seitenwänden des Preßkanals 1 hinter den
Verbindungsträger eingeschoben werden, um damit den Schnürkamm 9 zu
arretieren, wie Fig. 2 zeigt.
Durch Zurückziehen des Preßstempels 2 nach dem Arretieren des Schnürkammes 9
durch die Arretierung in Preßendstellung wird der Preßstempel um das Maß a
zurückgefahren, wie Fig. 2 in der unteren Abbildung in vergrößerter Darstellung
zeigt. Hierbei verharrt der Schnürkamm 9 in Ruhe, so daß er an Stelle des
Preßstempels 9 gegen die in Preßrichtung hintere Fläche des Ballens drückt, diesen
dadurch an einer Expansion hindert und gleichzeitig senkrechte und zueinander
parallele Schnürnuten 16 zum Hindurchführen den Schnürnadeln 8 schafft. Jetzt
werden die Schnürnadeln 8 abgesenkt, um in bekannter Weise vom Schnürdraht 6
Schnürschleifen hochzuziehen, die dann durchtrennt werden, wonach das
Drahtende mit dem an der vorderen Ballenstirnseite hochstehenden Drahtende
verdrillt werden. Somit ist der Schnürvorgang beendet. Die Verriegelungshaken 14
der Verriegelungseinrichtung 15 werden hiernach in die Position gemäß Fig. 3
zurückgezogen. Durch die zwischen dem Preßstempel 1 und dem Schnürkamm 9
angeordnete Rückstelleinrichtung 17 werden dis Platten 11 des Schnürkammes 9 in
die zurückgezogene Stellung zurückbewegt, so daß sich wieder eine ebene
Preßfläche 13 auf der Vorderseite des Preßstempels 2 ergibt. Dieses Zurückziehen
des Schnürkammes 9 geschieht in vorteilhafter Weise während des
Rückfahrvorgangs des Preßstempels 2 in seine Ausgangsstellung. Wenn der
Preßstempel 2 in seine Endstellung zurückgefahren ist, kann neues Material für den
nächsten Ballen aus dem Füllschacht 4 in den Preßkasten eingefüllt werden
beziehungsweise fällt in den Preßkanal 1.
Die Rückstelleinrichtung 17 weist die Druckfedern 18 auf, die auf jeder Seite des
Preßstempels 2 angeordnet sind. Die Druckfedern 18 sind jeweils auf einer
Zugstange 19 angeordnet. Die Zugstangen 19 sind jeweils an das die Platten
miteinander verbindende Teil des Schnürkamms 9 mit ihrem einen Ende 20
angreifend angeordnet. An dem anderen Ende 21 der Zugstange 19 greift die
Druckfeder 18 an, die sich mit ihrem anderen Ende an den an dem den Preßstempel
2 angeordneten Anschlag 22 abstützt. Auf jeder Seite des Preßkolbens 2 ist eine
Zugstange 19 mit Druckfeder 18 angeordnet, so daß auf jeder Seite des
Preßkolbens 2 eine Rückstelleinrichtung 17 sich befindet. Die Druckfeder 18 ist
derart ausgelegt, daß die Platten 10 des Schnürkammes 9 nach dem Lösen der
Arrertiereinrichtung 15 automatisch in den Preßstempel 2 sicher in seine
Ausgangsstellung, wie Fig. 3 und die strichpunktierte Darstellung in Fig. 1 zeigt,
zurückgezogen werden.
Claims (5)
1. Ballenpresse zum Herstellen von verschnürten Ballen aus vorwiegend nicht
metallischem Altmaterial mit einem Preßkanal, mit einem im Preßkanal bewegbar
angeordneten, mit einem Antrieb verbundenen Preßstempel und mit durch
Schnürnuten, die an der Stirnwand des Preßstempels vorgesehen sind, bewegbar
angeordneten Schnürnadeln, wobei im Preßstempel ein Schnürkamm gelagert ist,
der aus mehreren parallel und im Abstand zueinander angeordneten Platten und
diese miteinander verbindenden Teilen besteht, wobei die Platten zum Bilden der
Schnürnuten durch in der Stirnwand vorgesehene Ausnehmungen, deren Größe
dem Querschnitt der Platten entspricht, ausfahrbar sind und die Stirnflächen der
Platten im zurückgezogenen Zustand einen Teil der Preßfläche bilden und zum
Halten des Schnürkammes in der Preßendstellung eine Arretiereinrichtung
vorgesehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Preßstempel (2) und
dem Schnürkamm (9) eine den Schnürkamm (9) in die zurückgezogene Stellung
bewegende Rückstelleinrichtung (17) angeordnet ist.
2. Ballenpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die
Rückstelleinrichtung (17) zumindest eine Zug- oder Druckfeder (18) ist.
3. Ballenpresse nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß auf jeder Seite des Preßstempels (2) eine Zug- oder
Druckfeder (18) angeordnet ist.
4. Ballenpresse nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß zumindest eine Zugstange (19) an die dis Platten (10)
miteinander verbindenden Teile des Schnürkammes (9) mit ihrem einen Ende
angreift und daß an dem anderen Ende der Zugstange (19) eine auf der Zugstange
(19) aufgeschobene Druckfeder (18) angreift, die sich an einem am Preßstempel
(2) angeordneten Anschlag (22) abstützt.
5. Ballenpresse nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß die Druckfedern (18) derart ausgelegt sind, daß die Platten
(10) des Schnürkammes (9) nach dem Lösen der Arretiereinrichtung (15)
automatisch in den Preßstempel (2) zurückgezogen werden.
Priority Applications (1)
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998160316 DE19860316B4 (de) | 1998-12-24 | 1998-12-24 | Ballenpresse |
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Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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Families Citing this family (1)
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1998
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