DE19860196C1 - Fahrzeugheizgerät mit Brennstoffvorerwärmung - Google Patents
Fahrzeugheizgerät mit BrennstoffvorerwärmungInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugheizgerät mit einem Brenner (1), der in eine Brennkammer (7) ragt, welcher über eine Brennstoffzuleitung (2) vorgewärmter flüssiger Brennstoff zugeführt wird. Um eine kosten- und energiegünstige Vorwärmung des Brennstoffs bereitzustellen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, daß die Brennstoffzuleitung (2) in Wärmeübertragungsverbindung mit zumindest einem Abwärme erzeugenden Aggregat bzw. Bauteil des Heizgeräts und/oder des Fahrzeugs angeordnet ist, wobei die Temperatur der Abwärme höher ist als die Temperatur des Brennstoffs in der Brennstoffzuleitung vor der Wärmeübertragung.
Description
Die Erfindung betrifft ein Fahrzeugheizgerät mit einem Brenner, der in eine Brennkammer
ragt, welcher über eine Brennstoffzuleitung vorgewärmter flüssiger Brennstoff zugeführt
wird.
Heizgeräte mit Diesel-Brenner bzw. mit PME-Brenner (PME steht für Pflanzenölmethyl
ester) für Fahrzeugheizungen werden bislang entweder ohne Brennstoffvorwärmung oder
mit einem separaten Aggregat zur Brennstoffvorwärmung betrieben. Ein Kaltstart des
PME- bzw. Diesel-Brenners ist ohne Vorwärmung entweder nur schwierig oder mit
verstärktem Qualm und Schadstoffemission möglich oder es sind höhere Kosten und ein
erhöhter Arbeitsaufwand erforderlich, um mit zusätzlichen Bauteilen bzw. Aggregaten die
Vorwärmung zu erzielen.
Fahrzeugheizgeräte der eingangs genannten Art, deren Brenner vorgewärmter flüssiger
Brennstoff zugeführt wird, sind in unterschiedlichen Ausführungen bekannt, wobei jeweils
eine getrennte Einrichtung verwendet wird, um den Brennstoff vorzuwärmen.
Beispielsweise ist aus der DE 391 024 C1 bekannt, den dem Brenner zuzuführenden
Brennstoff unter Ausnutzung der Wärmeenergie der Verbrennungsabgase im
Auslaßbereich des Heizgeräts vorzuwärmen, um ein zuverlässiges Arbeiten des Heizgeräts
auch bei niedrigen Temperaturen zu gewährleisten. Zu diesem Zweck ist ein spezieller
Brennstoffvorwärm-Leitungsabschnitt vorgesehen, der zweckmäßigerweise als
spiralförmige Rohrschleife ausgelegt und im Bereich des Verbrennungsgasabstroms
angeordnet ist. In diesem Brennstoffvorwärm-Leitungsabschnitt wird der Brennstoff in der
Brennstoffvorlaufleitung vor dem Durchgang durch eine Filtereinrichtung aufgewärmt.
Aus der EP 42 454 A1 ist ein Brenner für ein Heizgerät bekannt, welcher mit flüssigem
Brennstoff betrieben wird und insbesondere ebenfalls die Abgaswärme des Heizgerätes zum
Erwärmen des Brennstoffs ausnutzt. Derartige Heizungen sind prinzipiell ohne weiteres auch
für Fahrzeuge verwendbar (siehe DE 31 10 502 C2).
Eine weitere Maßnahme zur Brennstoffvorwärmung ist aus der DE-A1-15 51 752 bekannt.
Demnach ist ein elektrischer Heizkörper zur Brennstoffvorwärmung vorgesehen, der in
Reihe mit der Zündeinrichtung des Heizgeräts geschaltet ist.
Die DE-C2-34 03 972 beschreitet einen anderen Weg der Brennstoffvorwärmung. Bei
dieser ist ein mit der Brennstoffzuleitung verbundener Träger in der Brennkammer
angeordnet und mit einem saugfähigen Körper verbunden. Von der der Brennkammer
zugewandten Fläche des Trägers ragt zur schnellen Aufwärmung dieser Fläche auf
Brennstoffverdampfungstemperatur ein Wärmeleitkörper aus hitzebeständigem und gut
wärmeleitfähigen Material in die Flammenzone der Brennkammer hinein.
Sämtliche zum Stand der Technik gehörenden Maßnahmen zur Vorwärmung des
Brennstoffs sind technisch aufwendig und damit entsprechend teuer.
Schließlich ist aus der DE-A1-38 07 397 bekannt, die Leistungs-Halbleiterbauelemente der
Steuereinrichtung eines Kraftfahrzeug-Heizgeräts zur Abführung der Verlustwärme dieser
Bauelemente in unmittelbarem Wärmekontakt mit Wänden des Aufnahmeraums der
Steuereinrichtung anzuordnen.
Eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, ein Fahrzeugheizgerät der
eingangs genannten Art zu schaffen, das mit einfachen und kostengünstigen Maßnahmen
eine zuverlässige Vorwärmung des Brennstoffs gewährleistet.
Gelöst wird diese Aufgabe durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1.
Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen angegeben.
Im Gegensatz zum Stand der Technik beschreitet die Erfindung einen vollständigen neuen
Weg, insofern als die Abwärme bereits existierender Aggregate bzw. Bauteile des
Fahrzeugheizgeräts und/oder des Fahrzeugs genutzt wird, um die erforderliche Brennstoff-
Vorwärmung durchzuführen. Durch diese Vorgehensweise wird ein energetisch sehr
vorteilhaftes Vorwärmen des Brennstoffs gewährleistet. Außerdem sind die Maßnahmen,
die erforderlich sind, die Abwärme von dem jeweiligen Abwärmeerzeuger auf den
Brennstoff in der Brennstoffzuleitung zu übertragen relativ wenig aufwendig, so daß sich
das erfindungsgemäße Heizgerät bezüglich der Brennstoffvorwärmung durch einen
einfachen Aufbau und eine kostengünstige Realisierbarkeit auszeichnet.
Als Abwärme zur Vorwärmung des Brennstoffs kommt beispielsweise die Abwärme aus
Leistungsendstufen des Fahrzeugheizgeräts-Steuergeräts in Betracht. Alternativ oder
zusätzlich hierzu kommt Abwärme aus dem Zündtransformator des Fahrzeugs in Betracht
oder Motorabwärme des Brennluft- bzw. Heizluftgebläses oder der Wasserpumpe des
Fahrzeugs. Die Abwärme kann jedoch auch von einem Heizelement auf den Brennstoff
übertragen werden, welches Heizelement zur Beheizung eines Fahrzeugaggregats bzw. des
Fahrzeugheizgeräts verwendet wird. Von welchem bereits existierenden Aggregat eines
Fahrzeugs bzw. des Fahrzeugheizgeräts auch immer Abwärme zum Vorwärmen des
Brennstoffs genutzt wird, diese Vorwärmung kann in jedem Fall mit geringen
Zusatzkosten und bei geringem Bauraum erfolgen.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung beispielhaft näher erläutert; in
dieser zeigen:
Fig. 1 eine Ausschnittsansicht eines Heizgeräts im Bereich seines Brenners,
Fig. 2 eine schematische Ansicht der Wärmekopplung der Brennstoffzuleitung mit dem
Steuergerät des Heizgeräts von Fig. 1, und
Fig. 3 eine schematische Ansicht der Wärmekopplung der Brennstoffzuleitung mit einer
wärmeabgebenden Wicklung eines Zündtransformators.
In Fig. 1 ist in einer Ausschnittdarstellung ein insgesamt mit 1 bezeichneter
Verdampfungsbrenner eines Fahrzeugheizgeräts gezeigt, das im übrigen nicht näher
dargestellt ist. Eine Brennstoffzuleitung 2 ist mit einem Träger 3 für einen saugfähigen
Körper 4 verbunden. Die Brennstoffzuleitung 2 durchsetzt einen Deckel 5, der zur
Halterung des Verdampfungsbrenners 1 in einer von einem Brennrohr 6 begrenzten
Brennkammer 7 des Heizgeräts dient. In die Brennkammer 7 ragt eine Zündeinrichtung 8,
wie etwa eine Glühkerze. Außerdem ist in Fig. 1 ein in die Brennkammer 7 ragender
Brennwächter 9 gezeigt.
Dem Brenner 1 wird über eine Brennstoffzuleitung flüssiger Brennstoff zugeführt,
beispielsweise Diesel oder PME-Brennstoff, wobei PME für Pflanzenölethylester steht. Ein
Ausschnitt der Brennstoffzuleitung 2 ist in Fig. 2 bzw. 3 schematisch gezeigt. Um den
Brennstoff für einen problemlosen Start des Heizgeräts und einen späteren einwandfreien
Betrieb desselben in geeigneter Weise vorzuerwärmen, ist erfindungsgemäß vorgesehen,
einen Abschnitt der Brennstoffzuleitung 2 mit einem Abwärme erzeugenden Aggregat
bzw. Bauteil des Fahrzeugs bzw. des Heizgeräts bzw. der Brennkammer zu verbinden.
Demnach ist gemäß Fig. 2 vorgesehen, den aus Metall bestehenden Abschnitt der
Brennstoffzuleitung 2 innig, d. h. im Wärmeübertragungskontakt mit dem Heizkörper 11
eines Steuergeräts 12 zur Steuerung des Heizgeräts zu verbinden. Die innige Verbindung
bzw. die Wärmeübertragungsverbindung zwischen der Brennstoffzuleitung 2 und dem
Kühlkörper 11 kann in unterschiedlicher Weise erfolgen. Beispielsweise kann die
Brennstoffzuleitung 2 in eine Bohrung des Kühlkörpers 11 eingepreßt sein. Alternativ kann
die Brennstoffzuleitung mit dem Kühlkörper 11 verlötet sein. Es kommen aber auch andere
Verbindungsarten in Betracht, die eine ausreichend gute Wärmeübertragung zwischen
Kühlkörper 11 und Brennstoffzuleitung 2 gestatten, so daß der Brennstoffmassenstrom 10
in der Zuleitung 2, welcher in Fig. 2 mit einem Pfeil schematisch dargestellt ist, die
Wärme von der derart erwärmten Brennstoffzuleitung übernehmen kann. Voraussetzung
für diesen Wärmetransport ist, daß die Temperatur des Kühlkörpers 11 höher ist als
diejenige des Brennstoffmassenstroms 10 in der Brennstoffzuleitung 2.
Eine Alternative zu der Anordnung von Fig. 2 bzw. eine zusätzliche Maßnahme zu der in
Fig. 2 dargestellten Maßnahme zur Übertragung von Abwärme auf den Brennstoff ist in
Fig. 3 gezeigt. Demnach steht dort ein Abschnitt der Brennstoffzuleitung 2 in
Wärmeübertragungsverbindung mit einer wärmeabgebenden Wicklung eines
Zündtransformators 13 des Fahrzeugs. In diesem Fall kann der Abschnitt der
Brennstoffzuleitung 2 in die Wicklung des Zündtransformators 13 integriert bzw. von
dieser umgeben sein. Alternativ hierzu kann eine wärm übertragende Klebverbindung
zwischen der wärmeabgebenden Wicklung des Zündtransformators 13 und der Außenseite
des betreffenden Abschnitts der Brennstoffzuleitung 2 vorgesehen sein.
Als weitere, nicht dargestellte Maßnahme zur Abwärmeübertragung auf den dem Brenner 1
zugeführten Brennstoff kann eine Wärmeübertragungsverbindung zwischen der
Brennstoffzuleitung 10 und dem Motor eines nicht dargestellten Brennluftgebläses
vorgesehen sein.
Darüber hinaus kommt eine ebenfalls nicht dargestellte Wärmeübertragung mit weiteren
Aggregaten beispielsweise des Fahrzeugs in Betracht, die hierfür geeignet sind.
Es kann auch in Betracht gezogen werden, mehrere derartige Abwärmequellen gleichzeitig,
d. h. seriell zur Erwärmung des Brennstoffs zu nutzen.
1
Verdampfungsbrenner
2
Brennstoffzuleitung
3
Träger
4
Körper
5
Deckel
6
Brennrohr
7
Brennkammer
8
Zündeinrichtung
9
Brennwächter
10
Brennstoffmassenstrom
11
Leistungsendstufe
12
Steuergerät
13
Zündtransformator
Claims (6)
1. Fahrzeugheizgerät mit einem Brenner (1), der in eine Brennkammer (7) ragt,
welcher über eine Brennstoffzuleitung (2) vorgewärmter flüssiger Brennstoff
zugeführt wird, wobei die Brennstoffzuleitung (2) mit zumindest einem Abwärme
erzeugenden Aggregat bzw. Bauteil (12, 13) des Heizgeräts und/oder des
Fahrzeugs verbunden ist, und der Brennstoff durch die Abwärme erwärmt wird,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Brennstofferwärmung die Abwärme eines
elektrischen Aggregates des Fahrzeuges verwendet wird.
2. Fahrzeugheizgerät nach Anspruch 1, mit einem Steuergerät (12) zu seiner
Steuerung, dadurch gekennzeichnet, daß die Brennstoffzuleitung (2) in
Wärmeübertragungsverbindung mit der bzw. den Leistungsendstufe(n) (11) des
Steuergeräts (12) angeordnet ist.
3. Fahrzeugheizgerät nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zum
Erwärmen des Brennstoffs die Abwärme der Wicklung eines Zündtransformators
(13) angeordnet ist.
4. Fahrzeugheizgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 3, mit einem Brennluftgebläse,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Erwärmen des Brennstoffs die Abwärme des
Motors eines Brennluftgebläses angeordnet ist.
5. Fahrzeugheizgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 4, mit einem Heizluftgebläse,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Erwärmen des Brennstoffs die Abwärme des
Motors eines Heizluftgebläses angeordnet ist.
6. Fahrzeugheizgerät nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet,
daß zum Erwärmen des Brennstoffs die Abwärme des Motors eine Fahrzeug-
Wasserpumpe angeordnet ist.
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| Publication Number | Publication Date |
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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-
1998
- 1998-12-24 DE DE1998160196 patent/DE19860196C1/de not_active Expired - Fee Related
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