DE19860154A1 - Einrichtung zur Entlüftung des Kurbelgehäuses eines Verbrennungsmotors - Google Patents
Einrichtung zur Entlüftung des Kurbelgehäuses eines VerbrennungsmotorsInfo
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Abstract
Eine Einrichtung zur Entlüftung des Kurbelgehäuses eines Verbrennungsmotors, bei der die aus dem Kurbelgehäuse austretende Luft über einen zur Abscheidung von in der Luft enthaltene Öltröpfchen dienenden Ölnebelabscheider der Motoransaugluft gegen Atmosphäre abgeschirmt zugemischt wird, soll bei Abschalten des Motors ein Einströmen von aus dem Kurbelgehäuse stammender ölhaltiger Luft in den Luftansaugbereich des Motors verhindern können. DOLLAR A Zu diesem Zweck ist in dieser Einrichtung stromab des Ölnebelabscheiders ein stromab erst oberhalb einer vorgebbaren Druckdifferenz öffnendes Einwegeventil vorgesehen. DOLLAR A Dieses Einwegeventil kann in ein in gattungsgemäßen Entlüftungseinrichtungen häufig vorgesehenes Differenzdruckventil integriert werden. Dabei können Teile eines bekannten Differenzdruckventils die erfindungsgemäße Einwegeventilfunktion als Zusatzfunktion übertragen erhalten.
Description
Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Entlüftung des
Kurbelgehäuses eines Verbrennungsmotors nach dem Oberbegriff
des Patentanspruchs 1.
Nach dem Abstellen eines Verbrennungsmotors kann es dazu
kommen, daß ölhaltige Entlüftungsluft aus dem Kurbelgehäuse
in den Luftansaugbereich des Verbrennungsmotors aufsteigt.
Da die Strömungsgeschwindigkeit der aus dem Kurbelgehäuse
austretenden Luft in solchen Fällen gering ist, erfolgt in
Ölabscheidern, bei denen die Strömungsgeschwindigkeit der
Entlüftungsluft maßgeblich die Höhe des Abscheidegrades be
stimmt keine ausreichende Abscheidung der Ölanteile, die
deshalb bis in den Ansaugluftbereich des Verbrennungsmotors
aufsteigen können. Ölabscheider dieser Art sind beispiels
weise Labyrinth- oder Zyklonabscheider. Dort kann sich das
mitgerissene Öl an Innenwandbereichen der Ansaugluftleitung
absetzen, an denen sich Meßgeräte befinden, deren Meßgenau
igkeit dadurch beeinträchtigt wird. Ein solches durch eine
Ölablagerung in seiner Meßgenauigkeit beeinflußbares Gerät
kann beispielsweise ein in der Motoransaugluftleitung vorge
sehenes Heißfilmmeßgerät sein.
Derartige Ölablagerungen in der Motoransaugleitung ist das
Problem, mit dem sich die Erfindung beschäftigt und das
durch eine Ausführung einer gattungsgemäßen Einrichtung nach
den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst wird.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, bei abge
stelltem Motor, bei dem kein Ansaugen von Verbrennungsluft
mehr erfolgt, ein Austreten von ölhaltiger Luft aus dem Kur
belgehäuse zumindest in all denjenigen Zuständen zu unter
binden, in denen ein vorgebbarer Druck der aus dem Kurbelge
häuse austretenden Luft nicht überschritten wird.
Eine einfache konkrete Lösung besteht in dem Vorsehen eines
Klappenventiles, das einen Durchtritt von aus dem Kurbelge
häuse stammender Luft bis zu dem vorgegebenen Grenzwert
sperrt. Die Sperrwirkung kann durch eine von der Ventilklap
pe ausgehende Rückstellkraft erzielt werden. Eine solche
Rückstellkraft kann bereits von einer einfachen ebenen
Kunststofflasche aus elastischem Material aufgebracht wer
den, die mit dieser Rückstellkraft an einer Öffnung anliegt.
Gattungsgemäße Entlüftungseinrichtungen sind häufig mit ei
nem sogenannten Differenzdruckventil nach dem Oberbegriff
des Anspruchs 3 ausgestattet. Ein solches Differenzdruckven
til ist beispielsweise in DE 195 07 202 A1 beschrieben. Es
soll verhindern, daß bei einem oberhalb eines festlegbaren
Unterdruck nicht in der Ansaugluftleitung dieser Unterdruck
nicht bis in den Kurbelraum hinein wirksam werden kann.
Ist ein vorstehend beschriebenes Differenzdruckventil in ei
ner gattungsgemäßen Entlüftungseinrichtung vorhanden, kann
das erfindungsgemäße Einwegeventil in dieses Differenzdruck
ventil entsprechend den kennzeichnenden Merkmalen des An
spruchs 3 integriert werden.
Bei einer solchen Ausführung ist es möglich, bei dem Einwe
geventil bei stillstehendem Motor eine bestimmte Sperrkraft
einzustellen. Bewirkt kann dies in einer besonders vorteil
haften Weise durch eine Ausgestaltung nach Anspruch 4 wer
den.
Anspruch 5 gibt eine zweckmäßige Anordnung eines Einwegeven
tiles für den Fall an, daß in der gattungsgemäßen Einrich
tung ein vorstehend beschriebenes Differenzdruckventil ein
gebaut ist. In einem solchen Fall läßt sich das als Klappen
ventil ausgebildete Einwegeventil äußerst einfach und wirk
sam im inneren des Differenzdruckventiles anbringen.
Nachfolgend noch näher beschriebene Ausführungsbeispiele der
Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt.
In dieser zeigen
Fig. 1 ein Schnitt durch ein Differenzdruckventil mit zu
sätzlicher Einwegeventilfunktion bei abgestelltem
Motor,
Fig. 2 das Differenzdruckventil nach Fig. 1 in einem Zu
stand bei einem laufenden Motor,
Fig. 3 ein Differenzdruckventil in einer alternativen Aus
führungsform mit einem integrierten zusätzlichen
Einwegeventil,
Fig. 4 eine Draufsicht auf einen Ausschnitt des Differenz
druckventiles nach Fig. 3 bei einer Betrachtung in
Richtung des Pfeiles IV.
In einer nicht gezeichneten Kurbelgehäuse-Entlüftungsleitung
ist zwischen dem Kurbelgehäuse und der Motoransaugleitung
ein Differenzdruckventil 1 eingebaut. In dieses Ventil 1
tritt aus dem Kurbelgehäuse stammende ölhaltige Luft durch
einen Stutzen 2 ein und verläßt dieses Ventil 1 in Richtung
der Motoransaugleitung durch einen Stutzen 3.
An den Stutzen 2 stromab angrenzend ist in das Differenz
druckventil 1 ein Zyklonabscheider 4 als Ölabscheider inte
griert. Bei einer ausreichend hohen Strömungsgeschwindigkeit
wird einem Öl-Luftgemisch innerhalb des Zyklonabscheiders 4
das Öl entzogen und in das Kurbelgehäuse zurückgeführt.
Aus dem Zyklonabscheider 4 strömt die aus dem Kurbelgehäuse
stammende Luft durch eine Öffnung 5 in einen Raum 6 des Dif
ferenzdruckventiles 1 ein. Zwischen diesem Raum 6 und dem
die Luft aus dem Differenzdruckventil 1 ab führenden stutzen
3 befindet sich eine auf zwei alternative Funktionen ein
stellbare Ventileinrichtung 7.
Eine erste Funktion dieser Ventileinrichtung 7 besteht dar
in, bei einem oberhalb eines vorgegebenen Unterdruckes in
nerhalb des Stutzens 3 die Verbindung zu dem Raum 6 zu sper
ren. Für diese Funktion ist die Ventileinrichtung 7 wie
folgt aufgebaut.
In einer zwischen dem Raum 6 und dem inneren des Stutzens 3
durch eine Membran 8 verschließbaren Öffnung 9 ist eine die
Membran 8 in Öffnungsstellung vorspannende Feder 10 vorgese
hen. Die Membran 8 ist in dem Gehäuse des Differenzdruckven
tiles 1 beweglich gelagert und grenzt den Raum 6 dicht ge
genüber der Außenatmosphäre ab.
Herrscht in dem Stutzen 3 ein unterhalb eines vorgegebenen
Wertes liegender Unterdruck, so verschließt die Membran 8
gegen die Kraft der Feder 10 die Öffnung 9. Dadurch wird der
Kurbelraum des Verbrennungsmotors gegen einen unerwünscht
hohen Unterdruck geschützt.
Die zweite Funktion der Ventileinrichtung 7 ist diejenige,
die von dem erfindungsgemäßen Einwegeventil ausgehen soll.
Für die zweite Funktion sind Zusatzteile in dem Differenz
druckventil 1 vorgesehen, die einerseits aus einer Ma
gneteinrichtung 11 und andererseits aus einer mit der Mem
bran 8 zusammenwirkenden Feder 12 bestehen.
Die Magneteinrichtung 11 besteht aus einem bestrombaren ge
häusefest montierten Magnetteil 13 und einem mit diesem zu
sammenwirkenden an der Membran 8' befestigten Dauerma
gnetteil 14. Die Feder 12, die zwischen der Membran 8 und
dem Gehäuse des Differenzdruckventiles 1 auf der Atmosphä
renseite der Membran 8 gespannt ist, besitzt eine Kraft, die
bei stromloser Magneteinrichtung die Membran 8 gegen die
Kraft der Feder 10 in Schließstellung gegenüber der Öffnung
9 bewegt und hält.
Andererseits ist die Kraft der Feder 12 so ausgelegt, daß
sie bei bestromter Magneteinrichtung 11 die Membran 8 gegen
über der Öffnung 9 in Öffnungsstellung gerade in Schwebe
hält. Durch diese Auslegung bleibt die Membran 8 bei be
stromter Ventileinrichtung in der Lage, bei laufendem Motor
die eingangs beschriebene erste Funktion in einer von der
zweiten Funktion unbeeinflußten Weise auszuüben.
Die Lage der Membran 8, bei der diese einen Durchfluß von
aus dem Kurbelgehäuse abgesaugter Luft nicht sperrt, ist in
der Fig. 2 dargestellt. Für diese Funktion, die das Diffe
renzdruckventil 1 bei laufendem Motor einnimmt, ist die Ma
gneteinrichtung 11 bestromt.
Bei dem in Fig. 1 gezeigten Zustand des Differenzdruckventi
les 1 befindet sich der Motor im Stillstand und die Ma
gneteinrichtung 11 damit in einem unbestromten Zustand, in
dem die Membran 8 einen Durchfluß von aus dem Kurbelraum
entweichender Luft durch Verschluß der Öffnung 9 sperrt.
In der zweiten Funktion wirkt die Membran 8 als Einwegeven
til im Sinne der vorliegenden Erfindung.
Bei dem in den Fig. 3 und 4 dargestellten Differenzdruckven
til 1 kann die Membran 8 lediglich die vorstehend beschrie
bene erste Funktion ausüben.
Das erfindungsgemäße Einwegeventil besteht in einer Venti
leinrichtung 15, bei der eine elastische Kunststofflasche 16
eigenspannend an einer Öffnung 17 anliegt, die den Ausgang
des Zyklonabscheiders 4 mit dem Raum 6 des Differenzdruck
ventiles 1 verbindet. Um selbstspannend an der Öffnung 17
anliegen zu können, ist die Kunststofflasche 6 über ein Fi
xiermittel 18 am Rande der Öffnung 17 befestigt.
Die für einen Verschluß der Öffnung 17 sorgende Eigenspann
kraft der Kunststofflasche 16 ist derart bestimmt und ausge
legt, daß die Öffnung erst oberhalb einer vorgegebenen
Druckdifferenz an der Öffnung 17 öffnet, während unterhalb
dieses vorgegebenen Druckdifferenzwertes ein Verschluß der
Öffnung 17 vorliegt. Der Druckdifferenzwert wird derart ge
wählt, daß bei einem gewöhnlichen Motorbetrieb keine Sperr
wirkung von der Ventileinrichtung 15 ausgeht, während eine
solche Sperrwirkung sich in der Regel bei direkt nach einem
Abschalten des Motors vorliegenden Zuständen gegeben ist.
Die vorstehend beschriebene Ventileinrichtung 15 kann an be
liebigen Stellen der Entlüftungsleitung zwischen dem Zy
klonabscheider 4 und dem Motoransaugluftbereich angebracht
sein. Inbesondere kann diese Einrichtung in einer beliebi
gen für Klappenventile bekannten Ausbildung vorliegen.
Claims (5)
1. Einrichtung zur Entlüftung des Kurbelgehäuses eines
Verbrennungsmotors, bei der die aus dem Kurbelgehäuse aus
tretende Luft über einen zur Abscheidung von in der Luft
enthaltene Öltröpfchen dienenden Ölnebelabscheider der Mo
toransaugluft gegenüber der Atmosphäre abgeschirmt zuge
mischt wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß stromab des Ölnebelabscheiders (4) ein erst oberhalb ei
ner vorgegebenen Druckdifferenz öffnendes Einwegventil (15,
7) vorgesehen ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Einwegeventil ein Klappenventil (15) ist.
3. Einrichtung nach Anspruch 1 mit einem Differenzdruck
ventil (1), bei dem eine in Richtung stromab federbelastete
an einer Seite an die Atmosphäre und an der anderen Seite an
einen mit aus dem Kurbelraum stammender Luft beaufschlagba
ren Raum (6) angrenzende Verschluß-Membran (8) oberhalb ei
nes vorgebbaren durch hohen stromabseitigen Unterdruck ver
ursachten Druckdifferenzwertes die Luftströmung sperrt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das Differenzdruckventil (1) zusätzlich die Funktion des
Einwegeventils nach Anspruch 2 ausübt.
4. Einrichtung nach Anspruch 3,
dadurch gekennzeichnet,
daß die in dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs 3 angege
benen Funktion der Verschluß-Membran (8) des Differenzdruck
ventiles (1) durch Magnetkraft bewirkt wird, die bei Motor
betrieb auf diese Membran (8) gegen eine gleich große Kraft
einer Feder (12) ausgeübt und bei Motorstillstand aufgehoben
wird.
5. Einrichtung nach Anspruch 1 mit einem Differenzdruck
ventil (1), bei dem eine in Richtung stromab federbelastete
an einer Seite an die Atmosphäre und an der anderen Seite an
einen mit aus dem Kurbelraum stammender Luft beaufschlagba
ren Raum (6) angrenzende Verschluß-Membran (8) oberhalb ei
nes vorgebbaren durch hohen stromabseitigen Unterdruck ver
ursachten Druckdifferenzwertes die Luftströmung sperrt,
dadurch gekennzeichnet,
daß das nach Anspruch 2 ausgebildete Einwegeventil (15) in
nerhalb des Differenzdruckventiles (1) an einer dort vorhan
denen Durchgangsöffnung (17) vorgesehen ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998160154 DE19860154A1 (de) | 1998-12-24 | 1998-12-24 | Einrichtung zur Entlüftung des Kurbelgehäuses eines Verbrennungsmotors |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998160154 DE19860154A1 (de) | 1998-12-24 | 1998-12-24 | Einrichtung zur Entlüftung des Kurbelgehäuses eines Verbrennungsmotors |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19860154A1 true DE19860154A1 (de) | 2000-06-29 |
Family
ID=7892726
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998160154 Withdrawn DE19860154A1 (de) | 1998-12-24 | 1998-12-24 | Einrichtung zur Entlüftung des Kurbelgehäuses eines Verbrennungsmotors |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19860154A1 (de) |
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