DE19857995A1 - Verfahren zur Herstellung von gefällten Stärkeestern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von gefällten StärkeesternInfo
- Publication number
- DE19857995A1 DE19857995A1 DE1998157995 DE19857995A DE19857995A1 DE 19857995 A1 DE19857995 A1 DE 19857995A1 DE 1998157995 DE1998157995 DE 1998157995 DE 19857995 A DE19857995 A DE 19857995A DE 19857995 A1 DE19857995 A1 DE 19857995A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- starch
- carboxylic acid
- weight
- preparation
- starch esters
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08B—POLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
- C08B31/00—Preparation of derivatives of starch
- C08B31/02—Esters
- C08B31/04—Esters of organic acids, e.g. alkenyl-succinated starch
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C08—ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
- C08B—POLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
- C08B37/00—Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof
- C08B37/0003—General processes for their isolation or fractionation, e.g. purification or extraction from biomass
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
- Health & Medical Sciences (AREA)
- Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Biochemistry (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Medicinal Chemistry (AREA)
- Polymers & Plastics (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Sustainable Development (AREA)
- General Health & Medical Sciences (AREA)
- Molecular Biology (AREA)
- Polysaccharides And Polysaccharide Derivatives (AREA)
Abstract
Die Erfindung betrifft ein kostengünstiges Verfahren zur Herstellung von gefällten Stärkeestern aus carbonsauren Reaktionslösungen, wobei sich die erfindungsgemäß hergestellten Stärkeester aufgrund der großen Oberfläche der Stärkeesterteilchen besonders zur Herstellung von Dryblends oder zur Weiterverarbeitung in Dispersionsform eignen. DOLLAR A Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß aus erhitzten carbonsauren Stärkeester-Reaktionsgemischen zunächst in einer Vortrocknungsstufe der Hauptanteil der Carbonsäure bis auf einen Restcarbonsäuregehalt größer als 0,5 Gew.-% entfernt wird und mittels nachfolgender Behandlungen mit Wasser oder C¶1¶- bis C¶4¶-Alkohol eine Dispersion der Stärkeesterteilchen hergestellt wird, welche nur noch geringe Mengen an Carbonsäure enthält und aus welcher nach Separation, Wäsche und Trocknung feine, poröse Stärkeesterteilchen mit großer Oberfläche und sehr guten Verarbeitungseigenschaften erhalten werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein kostengünstiges Verfahren zur Herstellung von gefällten
Stärkeestern aus carbonsauren Reaktionslösungen, wobei sich die erfindungsge
mäß hergestellten Stärkeester aufgrund der großen Oberfläche der Stärkeesterteil
chen besonders zur Herstellung von Dryblends oder zur Weiterverarbeitung in Form
von Dispersionen eignen.
Die klassischen Verfahren zur Herstellung von hochsubstituierten Stärkeestern, ins
besondere Stärkeacetaten (A. M. Mark, C. L. Mehltretter, Die Stärke 24, No. 3
(1972), 73-76) beschreiben eine Aufarbeitung der mit den unterschiedlichsten Kata
lysatoren und Veresterungsreagentien hergestellten Stärkeesterlösungen durch
Ausfällung der Stärkeester in Wasser oder C1- bis C4-Alkoholen, gefolgt von mehrfa
cher Wäsche mit Wasser oder Alkohol (US 2 399 455, DE 41 14 185,
DE 196 33 474, WO 95/04083, WO 97/26281).
Untersucht wurde auch die Aufarbeitung der carbonsauren Stärkeesterlösungen von
Stärkeestern mit mittleren bis hohen Substitutionsgraden durch Ausfällen der Stär
keester in wäßrigen Alkalisalzlösungen, wie beispielsweise Natriumacetatlösung
(GB 487 020) oder Natriumhydrogencarbonatlösungen (G. Reinisch et al., Die An
gewandte Makromolekulare Chemie 233 (1995), 113-120), was insbesondere bei
schwer fällbaren niedrigsubstituierten Stärkeestern oder Stärkeestern von länger
kettigen Fettsäuren zweckmäßig ist.
Vorteilhaft an solchen Fällverfahren ist, daß durch Fällung und Waschvorgänge
Verunreinigungen abgetrennt werden können und die so gereinigten Stärkeester
erst im Trocknungsschritt einer thermischen Belastung ausgesetzt werden. Weiter
hin sind die über eine Fällung hergestellten Stärkeester aufgrund der Struktur und
der großen Oberfläche der Teilchen sehr gut weiterverarbeitbar.
Der generelle Nachteil einer derartigen Verfahrensweise besteht darin, daß nach der
Fällung und den darauffolgenden Wäschen des Stärkeesterniederschlages die ge
samte Menge der als Lösungsmittel eingesetzten und während der Veresterungsre
aktion entstandenen Carbonsäure als verdünnte wäßrige oder alkoholische Lösung
vorliegt, welche mit hohem Aufwand aufgearbeitet werden muß.
EP 0 603 837 beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Stärkeestern mit mittle
ren Substitutionsgraden durch heterogene Veresterungsreaktion in alkalisch-wäßri
ger Phase, wobei die Stärkeester nach der Reaktion als Slurry vorliegen und nur
noch filtriert und gewaschen werden.
Nachteilig bei dieser Variante ist die Nebenreaktion der zur Veresterung eingesetz
ten Carbonsäureanhydride mit der wäßrigen Alkalilösung, wodurch erhebliche Über
schüsse an Carbonsäureanhydriden erforderlich sind.
Zwar ist dadurch die Menge an entstandener wäßriger Carbonsäurelösung gegen
über den zuvor beschriebenen Varianten geringer, jedoch muß diese ebenfalls auf
wendig aufgearbeitet werden.
Diese aufwendigen Isolierungs- und Aufarbeitungsoperationen sind eine der Ursa
chen dafür, daß mittel- bis hochsubstituierte Stärkeester zwar seit langem bekannt,
jedoch bis heute noch nicht von kommerzieller Bedeutung sind.
US 2 376 378 beschreibt ein Verfahren zur Stärkeesterherstellung, wobei nach be
endeter Veresterungsreaktion der Hauptanteil der Carbonsäure aus der stärkeester
haltigen Reaktionsmischung abdestilliert wird und ein verbleibender Restcarbonsäu
reanteil durch Wasserdampf abgestrippt wird.
Da Stärkeacetate nicht ohne parallel einsetzende Zersetzungs- und Verfärbungsre
aktionen schmelzbar sind und alle Stärkeester bei Anwesenheit von stark sauren
oder alkalischen Katalysatorrückständen in der Schmelze zu Molekularmassenab
bau und Verfärbungen neigen, erfordert dieses Verfahren jedoch eine Absenkung
der Erweichungstemperatur durch den Zusatz hochsiedender Lösungsmittel oder
Weichmacher, welche im Produkt verbleiben, so daß dadurch ein Erstarren der ein
geengten Reaktionsmischung zuverlässig vermieden wird.
Es ist weiterhin notwendig, den zur Veresterung eingesetzten Katalysator so zu zer
setzen, daß die Zersetzungsprodukte entweder entfernt werden können oder zumin
dest bei weiteren Verarbeitungsschritten und Anwendungen nicht stören.
Sowohl das Abdestillieren der Carbonsäuren aus der gerührten hochviskosen Reak
tionslösung als auch das Abstrippen von Restessigsäure mit Wasserdampf sind
energie- und zeitaufwendige Prozesse. Auch tritt bei längerer Einwirkung von Was
serdampf auf säurehaltige Stärkeestermischungen insbesondere bei höheren Tem
peraturen in erheblichem Maße ein hydrolytischer Abbau der Stärkeester mit teilwei
se erheblicher Verschlechterung der mechanischen Eigenschaften auf.
Eine Darstellung reiner Stärkeester ist mit derartigen Verfahren nicht möglich.
Aufgabe der Erfindung ist es, die dargelegten Nachteile des Standes der Technik zu
vermeiden und ein Verfahren zur kostengünstigen Herstellung von gefällten, reinen
Stärkeestern aus carbonsauren Lösungen oder Reaktionsgemischen vorzuschlagen,
wobei nur ein sehr geringer Anteil der in der ursprünglichen Reaktionsmischung
enthaltenen Carbonsäure als wäßrige oder alkoholische Lösung anfällt, welcher ent
sorgt oder aufgearbeitet werden kann. Die erfindungsgemäß hergestellten Stärke
ester weisen aufgrund ihrer Struktur und ihrer großen Oberfläche Verarbeitungsei
genschaften auf, die mit denen der durch Fällung der ursprünglichen Reaktionslö
sung hergestellten Produkte vergleichbar sind.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die erhitzten carbonsauren
Stärkeester-Reaktionsgemische zunächst in einer Vortrocknungsstufe beispiels
weise mittels Flashverdampfung oder Sprühtrocknung auf Restcarbonsäuregehalte
von 0,5 bis 20 Gew.-%, vorzugsweise von 1 bis 18 Gew.-% vorgetrocknet werden,
wobei die verdampfte Carbonsäure in reiner Form, beispielsweise durch Kondensa
tion zurückgewonnen werden kann und der restcarbonsäurehaltige, bei Raumtempe
ratur feste Stärkeester über eine geeignete Austragsvorrichtung, wie beispielsweise
eine Zellradschleuse, aus dem Vortrocknungsaggregat ausgetragen wird.
In einer nachfolgenden Aufarbeitungsstufe wird der feinteilige restcarbonsäurehal
tige Stärkeester mit Wasser oder C1- bis C4-Alkoholen behandelt, wobei der Rest
carbonsäuregehalt im Stärkeester auf einfache Weise auf Werte unterhalb von
0,1 Gew.-% abgesenkt werden kann.
Überraschend wurde gefunden, daß vorgetrocknete, 0,5 bis 20 Gew.-%, vorzugs
weise 1,0 bis 18 Gew.-% Carbonsäure enthaltende Stärkeester mit Substitutionsgra
den zwischen DS = 0,5 bis DS = 2,95, vorzugsweise zwischen DS = 0,70 bis 2,90
trotz ihrer gegenüber der Stärke deutlich verringerten Hydrophilie bei mechanischer
Beanspruchung, beispielsweise in einem Kneter, in einem Temperaturbereich zwi
schen 20 bis 220°C, vorzugsweise zwischen 25 bis 200°C, eine gute Aufnahmefä
higkeit für Wasser und C1- bis C4-Alkohole zeigen und in der Lage sind, innerhalb
sehr kurzer Zeit unter Ausbildung einer stabilen Dispersion 25 bis 400 Gew.-% ihrer
Eigenmasse an Wasser oder C1- bis C4-Alkoholen aufzunehmen, vorzugsweise
sollten 100 bis 300 Gew.-% Wasser oder C1- bis C4-Alkohole verwendet werden.
Dabei dringt das aufgenommene Wasser oder der C1- bis C4-Alkohol in den Stärke
ester ein und wird partiell an die Stärkeestermoleküle gebunden.
Die so hergestellte viskose Dispersion kann bei weiterer Zugabe von Wasser oder
C1- bis C4-Alkohol beispielsweise unter Rührung oder mittels Ultraschall oder durch
Verdüsung der Stärkeester in eine wäßrige oder alkoholische Dispersion von klei
nen, porösen Teilchen überführt werden, indem sie entweder
- - direkt über eine geeignete Vorrichtung wie beispielsweise eine Düse, eine Ultraschalldüse, eine Sprühdüse, einen sehr hochtourigen Rührer, einen Dispergator oder einen Hochdruckhomogenisator in eine mit Wasser oder C1- bis C4-Alkohol gefüllte Fällvorlage unter Rühren eindosiert wird, wobei das dort vorgelegte Fällmittel eine Temperatur zwischen 2 bis 75°C, vor zugsweise zwischen 5 bis 60°C, aufweist und die vorgelegte Fällmittelmen ge so bemessen ist, daß die resultierende Fällsuspension einen Feststoff gehalt zwischen 1,5 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 2,0 bis 10 Gew.-%, aufweist
- - oder beispielsweise über eine Mischdüse mit weiteren 40 bis 1000 Gew.-%, vorzugsweise mit 50 bis 600 Gew.-%, Wasser oder C1- bis C4-Alkohol vor gemischt und anschließend unter Rühren in eine mit Wasser oder C1- bis C4-Alkohol gefüllte Fällvorlage eingesprüht wird, wobei die Temperatur so wohl der Vormischflüssigkeit als auch des vorgelegten Fällmittels zwischen 2 bis 75°C, vorzugsweise zwischen 5 bis 60°C, liegt und die vorgelegte Fällmittelmenge so bemessen ist, daß die resultierende Fällsuspension ei nen Feststoffgehalt zwischen 1,5 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 2,0 bis 10 Gew.-%, aufweist.
Aus den so hergestellten Fällsuspensionen scheidet sich nach einer kurzen Reifepe
riode von 1 bis 20 Minuten der Feststoffanteil ab. Dieser wird mittels geeigneter
Trennaggregate wie beispielsweise Dekanter, Zentrifugen, Stülpfilterzentrifugen,
Saug- oder Drucknutschen abgetrennt und zur Entfernung von Carbonsäureresten
mit Fällmittel gewaschen.
Die feuchten, etwa 25 bis 85 Gew.-% Fällmittel enthaltenden Stärkeester werden bei
Temperaturen zwischen 15 bis 80°C, vorzugsweise zwischen 20 bis 70°C, scho
nend getrocknet bis zu einer Restfeuchte unterhalb 4 Gew.-%.
Die erfindungsgemäß hergestellten Stärkeester der C2- bis C8-Monocarbonsäuren
oder Mischester derselben, vorzugsweise der Essigsäure oder Mischester der Es
sigsäure und der Phthalsäure, der Dihydrophthalsäure, der Tetrahydrophthalsäure,
der Pyromellitsäure oder der Trimellitsäure sind feine weiße Pulver mit Restcarbon
säuregehalten unterhalb 0,1 Gew.-% und mit Oberflächen zwischen 5 bis 22 m2/g.
Sie sind sowohl in Dispersionsform als auch beispielsweise als Dryblends mit
Weichmachern, Füll- und Hilfsstoffen sehr gut weiterverarbeitbar und entsprechen
bei niedrigeren Herstellkosten in ihrer Reinheit und ihren Eigenschaften wie Schütt
dichte, Porosität und Oberfläche sowie in ihren Verarbeitungsmöglichkeiten den
durch direkte Fällung der ursprünglichen carbonsauren Reaktionsmischung herge
stellten Stärkeestern.
Die Stärkeester können sowohl aus nativen Stärken, wie Mais-, Weizen-, Kartoffel-,
Reis-, Erbsen- oder Tapiocastärken mit Amylosegehalten zwischen 0 bis 90 Gew.-%
oder Gemischen daraus als auch aus deren Derivaten, wie hydroxyethylierten,
hydroxypropylierten, acetalisierten, phosphorylierten, sulfatierten, oxidierten, carb
oxyalkylierten, nitrierten Stärken, Allylstärken, Xanthatstärken mit Substitutionsgra
den von 0,01-1,0, vorzugsweise 0,05-0,8, in naturfeuchtem oder vorgetrocknetem
Zustand oder deren Gemischen hergestellt werden.
Die Erfindung soll anhand der folgenden Beispiele näher erläutert werden.
Eine Slurry aus 1600 g vorgetrockneter Maisstärke (5,5 Gew.-% Feuchte) und
2900 g Essigsäureanhydrid wird in einer temperierbaren Kugelmühle etwa eine Mi
nute bei 15°C und 0,1 bar entgast und anschließend 3 Minuten bei 10 bar und
60°C aktiviert.
Die aktivierte Slurry wird kontinuierlich über eine Pumpe und einen Vorwärmer auf
100°C temperiert und in einem nachfolgenden kontinuierlichen Knetreaktor bei
160°C und 3,2 bar mit einer mittleren Verweilzeit von 20 min acetyliert.
Die hochviskose Stärkeacetat-Reaktionsmischung wird bei ca. 145°C und unter ei
nem Druck von 2,1 bar durch eine Ringspaltdüse mit 1 mm Spaltweite in einen auf
100°C erwärmten und auf 80 mbar evakuierten 1 m3-Vakuumbehälter eingesprüht.
Die entstehenden Essigsäure-Essigsäureanhydrid-Dämpfe werden über drei am
Kopf des Vakuumbehälters angebrachte beheizte Rohrleitungen über einen eben
falls auf 100°C erwärmten Filter der Vakuumpumpe zugeführt und auf deren Druck
seite kondensiert. Über eine am Boden des Vakuumbehälters angebrachte Zellrad
schleuse werden 2550 g des feinschuppig-pulverförmigen Stärkeacetates mit einem
Restessigsäuregehalt von 5 Gew.-% ausgetragen und in einen weiteren, auf 200°C
vorgewärmten kontinuierlichen Knetreaktor zusammen mit 7650 g Wasser eindo
siert. Nach einer mittleren Verweilzeit von 2 Minuten wird die gelblich-trübe Disper
sion ausgetragen, über einen Wärmetauscher auf 130°C abgekühlt und mittels ei
ner Düse, einer Ultraschalldüse oder einer Sprühdüse in 13,8 kg auf 5°C vorge
kühltes Wasser unter Rühren eingesprüht.
Aus der entstandenen Fällsuspension scheidet sich nach 5 Minuten Reifezeit der
Stärkeester als feiner weißer Niederschlag ab, welcher nach Abtrennung der wäßri
gen Phase und 3-4maliger Wäsche mit je 500 g Wasser auf einer Druck- oder Va
kuumnutsche bei 50-70°C im Wirbelbett-Trockner bis auf 2,5 Gew.-% Restfeuchte
getrocknet wird.
Der getrocknete Stärkeester ist ein feines weißes Pulver mit einer Oberfläche von
etwa 13 m2/g, welches mit Weichmachern wie Polyethylenglykolen, Adipinsäure-
oder Zitronensäureestern und gegebenenfalls anderen Hilfsstoffen sehr gut bei
spielsweise zu Dryblends verarbeitbar ist.
Ausbeute an Stärkeacetat: 2300 g
DS des Stärkeacetates: 2,60
Ausbeute an Stärkeacetat: 2300 g
DS des Stärkeacetates: 2,60
Eine Slurry aus 750 g Kartoffelstärke (18 Gew.-% Feuchte), 1000 g Eisessig und
1000 g Essigsäureanhydrid wird in einem 10 l-Rührreaktor mit Rückflußkühler auf
etwa 120°C erhitzt und 15 min. auf dieser Temperatur gehalten. Anschließend wird
eine Mischung aus 700 g Essigsäureanhydrid und 2500 g Eisessig über eine Stunde
gleichmäßig zudosiert, und die Reaktionsmischung wird über 8 h bei einer Tempe
ratur zwischen 119 bis 126°C gehalten.
Die viskose Stärkeacetat-Reaktionsmischung wird über 15 Minuten bei ca. 160°C
und unter einem Druck von 30 bar durch eine Ringspaltdüse mit 0,25 mm Spaltweite
in einen auf 60°C erwärmten und auf 10 mbar evakuierten 1 m3-Vakuumbehälter
eingesprüht, wobei gleichzeitig auf 60°C vorgewärmter Stickstoff in einer Menge
von etwa 100 l/h seitlich in den Vakuumbehälter eingespeist wird. Die entstehenden
Essigsäure-Essigsäureanhydrid-Dämpfe werden über drei am Kopf des Vakuumbe
hälters angebrachte beheizte Rohrleitungen über einen ebenfalls auf 60°C er
wärmten Filter der Vakuumpumpe zugeführt und auf deren Druckseite kondensiert.
Über eine am Boden des Vakuumbehälters angebrachte Zellradschleuse werden
850 g feinschuppig-pulverförmiges Stärkeacetat mit einem Restessigsäuregehalt
von 1 Gew.-% ausgetragen und in einen weiteren, auf 25°C temperierten Knetreak
tor zusammen mit 1250 g Wasser eindosiert. Nach einer mittleren Verweilzeit von
5 Minuten wird die leicht getrübte Dispersion ausgetragen, über eine Mischdüse mit
12500 g Warmwasser mit einer Temperatur von 60°C vermischt und in 25 kg auf
60°C erwärmtes Wasser unter kräftigem Rühren mittels eines Dispergators eindo
siert. Aus der entstandenen Fällsuspension scheidet sich nach 20 Minuten Reifezeit
der Stärkeester als sehr feiner weißer Niederschlag ab, welches nach Abtrennung
der wäßrigen Phase und 3-4maliger Wäsche mit je 2500 g Wasser auf einer Stülpfil
terzentrifuge entweder mit einem Wassergehalt zwischen 60 bis 85 Gew.-% als wäß
rige Dispersion weiterverarbeitet werden kann oder bei 50-60°C im Wirbelbett-Trock
ner bis auf etwa 3,5 Gew.-% Restfeuchte getrocknet wird.
Der getrocknete Stärkeester ist ein feines weißes Pulver mit einer Oberfläche von
etwa 5 m2/g, welches mit Weichmachern wie Polyethylenglykolen, Adipinsäure- oder
Zitronensäureestern und gegebenenfalls anderen Hilfsstoffen und Füllstoffen wie
beispielsweise Holzmehl oder Talkum sehr gut extrudierbar ist zu thermoplastisch
verarbeitbaren Granulaten.
Ausbeute an Stärkeacetat: 800 g
DS des Stärkeacetates 1,80
Ausbeute an Stärkeacetat: 800 g
DS des Stärkeacetates 1,80
Eine Slurry aus 1600 g oxidierter Tapiocastärke (11 Gew.-% Feuchte, 0,55 Gew.-%
Carboxyl), 3400 g Essigsäureanhydrid und 400 g Phthalsäureanhydrid wird in einer
temperierbaren Kugelmühle 5 Minuten bei 10 bar und 60°C aktiviert. Die aktivierte
Slurry wird kontinuierlich über eine Pumpe und einen Vorwärmer auf 100°C tempe
riert und in einem nachfolgenden kontinuierlichen Knetreaktor bei 160°C und
3,2 bar mit einer mittleren Verweilzeit von 30 min verestert.
Die hochviskose Stärkeester-Reaktionslösung wird bei ca. 145°C und unter einem
Druck von 2,1 bar durch eine Düse mit 2,5 mm-Bohrung in einen auf 60°C erwärm
ten und auf 50 mbar evakuierten 1 mg-Vakuumbehälter eingesprüht. Die entstehen
den Essigsäure-Essigsäureanhydrid-Dämpfe werden über drei am Kopf des Vaku
umbehälters angebrachte beheizte Rohrleitungen über einen ebenfalls auf 60°C
erwärmten Filter der Vakuumpumpe zugeführt und auf deren Druckseite kondensiert.
Über eine am Boden des Vakuumbehälters angebrachte Zellradschleuse werden
3150 g des schuppig-plastischen Stärkeesters mit einem Restessigsäuregehalt von
18 Gew.-% ausgetragen und in einen weiteren, auf 80°C vorgewärmten kontinuierli
chen Knetreaktor zusammen mit 3150 g Wasser eindosiert. Nach einer mittleren
Verweilzeit von 4 Minuten wird die trübe Dispersion ausgetragen, in einer Mischdüse
mit weiteren 3150 g Kaltwasser mit einer Temperatur von 5°C vermischt und mittels
einer Ultraschalldüse oder einer Sprühdüse in 30 kg Wasser mit einer Temperatur
von 20°C unter Rühren eingesprüht.
Aus der entstandenen Fällsuspension scheidet sich nach einer Minute Reifezeit der
Stärkeester als feiner weißer Niederschlag ab, welcher nach Abtrennung der wäßri
gen Phase und 3-4maliger Wäsche mit je 500 g Wasser auf einer Dekanterzentri
fuge bei 60-70°C im Wirbelbett-Trockner bis auf 1,5 Gew.-% Restfeuchte getrocknet
wird.
Der getrocknete Stärkeester ist ein feines weißes Pulver mit einer Oberfläche von
etwa 18 m2/g, welches mit Weichmachern wie Polyethylenglykolen, Adipinsäure-
oder Zitronensäureestern und gegebenenfalls anderen Hilfsstoffen sehr gut extru
dierbar ist.
Ausbeute an Stärkeester: 2600 g
DS des Stärkeesters: 2,90
Ausbeute an Stärkeester: 2600 g
DS des Stärkeesters: 2,90
Eine Slurry aus 1600 g Weizenstärke (13 Gew.-% Feuchte) und 3400 g Essigsäu
reanhydrid wird in einer temperierbaren kontinuierlichen Kugelmühle bei einer mittle
ren Verweilzeit von 5 min unter Normaldruck bei 90°C aktiviert. Die aktivierte Slurry
wird in einen 15 l-Knetreaktor überführt, auf 180°C aufgeheizt und bei dieser Tem
peratur und einem Druck von ca. 5 bar über 30 Minuten acetyliert.
Die hochviskose Stärkeacetat-Reaktionsmischung wird über 20 Minuten bei ca.
180°C und unter einem Druck von 250 bar durch eine Ringspaltdüse mit 0,1 mm
Spaltweite in einen auf 40°C erwärmten und auf 10 mbar evakuierten 1 m3-Vakuum
behälter eingesprüht, wobei gleichzeitig auf 40°C vorgewärmter Stickstoff in einer
Menge von etwa 100 l/h seitlich in den Vakuumbehälter eingespeist wird. Die ent
stehenden Essigsäure-Essigsäureanhydrid-Dämpfe werden über drei am Kopf des
Vakuumbehälters angebrachte beheizte Rohrleitungen über einen ebenfalls auf
40°C erwärmten Filter der Vakuumpumpe zugeführt und auf deren Druckseite kon
densiert. Über eine am Boden des Vakuumbehälters angebrachte Zellradschleuse
werden 2200 g des feinschuppig-pulverförmigen Stärkeacetates mit einem Restes
sigsäuregehalt von 1 Gew.-% ausgetragen und in einen weiteren, auf 160°C tempe
rierten Knetreaktor zusammen mit 3300 g Wasser eindosiert. Nach einer mittleren
Verweilzeit von 5 Minuten wird die trübe Dispersion über einen Hochdruckhomoge
nisator mit 900 bar und 160°C in 105 kg Kaltwasser mit einer Temperatur von 15°C
unter Rühren eindosiert.
Aus der entstandenen Fällsuspension scheidet sich nach 10 Minuten Reifezeit der
Stärkeester als sehr feiner weißer Niederschlag ab, welcher nach Abtrennung der
wäßrigen Phase und 3-4maliger Wäsche mit je 2000 g Wasser auf einer Stülpfilter
zentrifuge entweder mit einem Wassergehalt von 60 bis 85 Gew.-% als wäßrige Dis
persion weiterverarbeitet werden kann oder bei 50-60°C im Wirbelbett-Trockner bis
auf 3,5 Gew.-% Restfeuchte getrocknet wird.
Der getrocknete Stärkeester ist ein feines weißes Pulver mit einer Oberfläche von
etwa 20 m2/g, welches mit Weichmachern wie Polyethylenglykolen, Adipinsäure-
oder Zitronensäureestern und gegebenenfalls anderen Hilfsstoffen und Füllstoffen,
wie beispielsweise Holzmehl oder Talkum, sehr gut verarbeitbar ist zu Dryblends.
Ausbeute an Stärkeacetat: 2100 g
DS des Stärkeacetates: 2,30
Ausbeute an Stärkeacetat: 2100 g
DS des Stärkeacetates: 2,30
Eine Slurry aus 1600 g hochamylosehaltiger Maisstärke (13 Gew.-% Feuchte,
70 Gew.-% Amylose), 1500 g Eisessig und 1800 g Essigsäureanhydrid wird in einer
temperierbaren kontinuierlichen Kugelmühle bei einer mittleren Verweilzeit von
5 min unter Normaldruck bei 90°C aktiviert. Die aktivierte Slurry wird in einen 15 l-
Knetreaktor überführt, auf 180°C aufgeheizt und bei dieser Temperatur und einem
Druck von ca. 5 bar über 30 Minuten acetyliert.
Die hochviskose Stärkeacetat-Reaktionsmischung wird über 20 Minuten bei ca.
180°C und unter einem Druck von 250 bar durch eine Ringspaltdüse mit 0,1 mm
Spaltweite in einen auf 50°C erwärmten und auf 10 mbar evakuierten 1 m3-Vaku
umbehälter eingesprüht, wobei gleichzeitig auf 50°C vorgewärmter Stickstoff in ei
ner Menge von etwa 100 l/h seitlich in den Vakuumbehälter eingespeist wird. Die
entstehenden Essigsäure-Essigsäureanhydrid-Dämpfe werden über drei am Kopf
des Vakuumbehälters angebrachte beheizte Rohrleitungen über einen ebenfalls auf
50°C erwärmten Filter der Vakuumpumpe zugeführt und auf deren Druckseite kon
densiert. Über eine am Boden des Vakuumbehälters angebrachte Zellradschleuse
werden 1640 g des feinschuppig-pulverförmigen Stärkeacetates mit einem Restes
sigsäuregehalt von 1 Gew.-% ausgetragen und in einen weiteren, auf 120°C tempe
rierten Knetreaktor zusammen mit 1700 g Methanol eindosiert. Nach einer mittleren
Verweilzeit von 5 Minuten wird die trübe Dispersion über einen Hochdruckhomoge
nisator mit 900 bar und 140°C in 75 kg Methanol mit einer Temperatur von 15°C
unter Rühren eindosiert.
Aus der entstandenen Fällsuspension scheidet sich nach 10 Minuten Reifezeit der
Stärkeester als sehr feiner weißer Niederschlag ab, welcher nach Abtrennung und
3-4maliger Wäsche mit je 2000 g Methanol auf einer Stülpfilterzentrifuge entweder
mit einem Methanolgehalt von 30 bis 65 Gew.-% als Dispersion weiterverarbeitet
werden kann oder bei 50-60°C im Wirbelbett-Trockner bis auf 0,5 Gew.-% Rest
feuchte getrocknet wird.
Der getrocknete Stärkeester ist ein feines weißes Pulver mit einer Oberfläche von
etwa 8 m2/g.
Ausbeute an Stärkeacetat: 1600 g
DS des Stärkeacetates: 0,70
Ausbeute an Stärkeacetat: 1600 g
DS des Stärkeacetates: 0,70
Eine Slurry aus 1600 g hochamylosehaltiger Maisstärke (13 Gew.-% Feuchte,
70 Gew.-% Amylose), 1200 g Eisessig und 2500 g Essigsäureanhydrid wird in einer
temperierbaren kontinuierlichen Kugelmühle bei einer mittleren Verweilzeit von
5 min unter Normaldruck bei 90°C aktiviert. Die aktivierte Slurry wird in einen 15 l-
Knetreaktor überführt, auf 180°C aufgeheizt und bei dieser Temperatur und einem
Druck von ca. 5 bar über 30 Minuten acetyliert.
Die hochviskose Stärkeacetat-Reaktionsmischung wird über 20 Minuten bei ca.
180°C und unter einem Druck von 250 bar durch eine Ringspaltdüse mit 0,1 mm
Spaltweite in einen auf 60°C erwärmten und auf 10 mbar evakuierten 1 m3-Vaku
umbehälter eingesprüht, wobei gleichzeitig auf 60°C vorgewärmter Stickstoff in ei
ner Menge von etwa 100 l/h seitlich in den Vakuumbehälter eingespeist wird. Die
entstehenden Essigsäure-Essigsäureanhydrid-Dämpfe werden über drei am Kopf
des Vakuumbehälters angebrachte beheizte Rohrleitungen über einen ebenfalls auf
60°C erwärmten Filter der Vakuumpumpe zugeführt und auf deren Druckseite kon
densiert. Über eine am Boden des Vakuumbehälters angebrachte Zellradschleuse
werden 1970 g des feinschuppig-pulverförmigen Stärkeacetates mit einem Restes
sigsäuregehalt von 1,5 Gew.-% ausgetragen und in einen weiteren, auf 140°C tem
perierten Knetreaktor zusammen mit 2000 g Methanol eindosiert. Nach einer mittle
ren Verweilzeit von 5 Minuten wird die trübe Dispersion über eine Sprühdüse in
60 kg Butanol mit einer Temperatur von 15°C unter Rühren eindosiert.
Aus der entstandenen Fällsuspension scheidet sich nach 10 Minuten Reifezeit der
Stärkeester als sehr feiner weißer Niederschlag ab, welcher nach Abtrennung und
3-4maliger Wäsche mit je 2000 g Butanol auf einer Stülpfilterzentrifuge entweder mit
einem Butanolgehalt von 25 bis 65 Gew.-% als Dispersion weiterverarbeitet werden
kann oder bei 50-60°C im Wirbelbett-Trockner bis auf 2,5 Gew.-% Restfeuchte ge
trocknet wird.
Der getrocknete Stärkeester ist ein feines weißes Pulver mit einer Oberfläche von
etwa 12 m2/g.
Ausbeute an Stärkeacetat: 1900 g
DS des Stärkeacetates: 1,50
Ausbeute an Stärkeacetat: 1900 g
DS des Stärkeacetates: 1,50
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung von gefällten Stärkeestern mit Substitutionsgraden zwi
schen DS = 0,5 bis 2,95, vorzugsweise zwischen DS = 0,70 bis 2,90 aus car
bonsauren Stärkeester-Reaktionsgemischen, dadurch gekennzeichnet, daß aus
erhitzten carbonsauren Stärkeester-Reaktionsgemischen zunächst in einer Vor
trocknungsstufe der Hauptanteil der Carbonsäure bis auf einen Restcarbonsäure
gehalt größer als 0,5 Gew.-% entfernt wird und mittels nachfolgender Behandlun
gen mit Wasser oder C1- bis C4-Alkoholen eine Dispersion der Stärkeesterteil
chen hergestellt wird, welche nur noch geringe Mengen an Carbonsäure enthält
und aus welcher nach Separation, Wäsche und Trocknung feine, poröse Stärke
esterteilchen mit größer Oberfläche und sehr guten Verarbeitungseigenschaften
erhalten werden.
2. Verfahren zur Herstellung von gefällten Stärkeestern nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß die Vortrocknung der erhitzten carbonsauren Stärkeester-
Reaktionsgemische beispielsweise mittels Flashverdampfung oder Sprüh
trocknung erfolgt und Stärkeester mit Restcarbonsäuregehalten zwischen 1 bis
18 Gew.-% hergestellt werden, wobei die verdampfte Carbonsäure in reiner Form,
beispielsweise durch Kondensation, zurückgewonnen werden kann.
3. Verfahren zur Herstellung von gefällten Stärkeestern nach den Ansprüchen 1 und
2, dadurch gekennzeichnet, daß die so vorgetrockneten Stärkeester unter me
chanischer Beanspruchung beispielsweise in einem Kneter bei 20 bis 220°C,
vorzugsweise bei 25 bis 200°C, mit 20 bis 400 Gew.-%, vorzugsweise mit 100 bis
300 Gew.-%, Wasser oder C1- bis C4-Alkoholen zu einer stabilen, viskosen Dis
persion verarbeitet werden.
4. Verfahren zur Herstellung von gefällten Stärkeestern nach den Ansprüchen 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die erfindungsgemäß hergestellte viskose Stär
keester-Dispersion mittels einer geeigneten Vorrichtung, wie beispielsweise einer
Düse, eines Dispergators, einer hochtourigen Rührung oder eines Hochdruckho
mogenisators, in eine mit Wasser oder C1- bis C4-Alkohol gefüllte Fällvorlage
unter Rührung eindosiert wird, wobei das dort vorgelegte Fällmittel eine Tempe
ratur zwischen 2 bis 75°C, vorzugsweise zwischen 5 bis 60°C, aufweist und die
vorgelegte Fällmittelmenge so bemessen ist, daß die resultierende Fällsuspen
sion einen Feststoffgehalt zwischen 1,5 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise zwischen 2
bis 10 Gew.-%, aufweist.
5. Verfahren zur Herstellung von gefällten Stärkeestern nach den Ansprüchen 1 bis
3, dadurch gekennzeichnet, daß die erfindungsgemäß hergestellte viskose Stär
keester-Dispersion mittels einer geeigneten Vorrichtung, wie beispielsweise einer
Mischdüse, mit weiteren 40 bis 1000 Gew.-%, vorzugsweise mit 50 bis
600 Gew.-%, Wasser oder C1- bis C4-Alkohol vorgemischt und anschließend unter
Rührung in eine mit Wasser oder C1- bis C4-Alkohol gefüllte Fällvorlage eingelei
tet wird, wobei die Temperaturen sowohl des Vormischfällmittels als auch des
vorgelegten Fällmittels zwischen 2 bis 75°C, vorzugsweise zwischen 5 bis 60°C,
liegen und die Fällmittelmenge so bemessen ist, daß die resultierende Fällsus
pension einen Feststoffgehalt zwischen 1, 5 bis 15 Gew.-%, vorzugsweise zwi
schen 2 bis 10 Gew.-%, aufweist.
6. Verfahren zur Herstellung von gefällten Stärkeestern nach den Ansprüchen 1 bis
5, dadurch gekennzeichnet, daß der sich nach einer Reifezeit von 1 bis 20 Minu
ten aus der Fällsuspension abscheidende Stärkeester nach Separation mittels ei
ner geeigneten Vorrichtung, wie beispielsweise eines Dekanters, einer Zentrifuge
oder einer Nutsche und nach mehrfacher Wäsche mit Fällmittel zur Entfernung
von Carbonsäureresten bei Temperaturen zwischen 15 bis 80°C, vorzugsweise
zwischen 20 bis 70°C, schonend getrocknet wird.
7. Verfahren zur Herstellung von gefällten Stärkeestern nach den Ansprüchen 1 bis
6, dadurch gekennzeichnet, daß die Stärkeester sowohl aus nativen Stärken, wie
Mais-, Weizen-, Kartoffel-, Reis-, Erbsen- oder Tapiocastärken mit Amylosege
halten zwischen 0 bis 90 Gew.-% oder Gemischen daraus als auch aus deren De
rivaten, wie hydroxyethylierten, hydroxypropylierten, acetalisierten, phosphory
lierten, sulfatierten, oxidierten, carboxyalkylierten, nitrierten Stärken, Allylstärken,
Xanthatstärken mit Substitutionsgraden von 0,01-1,0, vorzugsweise 0,05-0,8, in
naturfeuchtem oder vorgetrocknetem Zustand oder deren Gemischen hergestellt
werden können.
8. Verfahren zur Herstellung von gefällten Stärkeestern nach den Ansprüchen 1 bis
7, dadurch gekennzeichnet, daß die auf die erfindungsgemäß beschriebene Wei
se hergestellten Stärkeester der C2- bis C4-Monocarbonsäuren oder Mischester
derselben, vorzugsweise der Essigsäure oder Mischester der Essigsäure und der
Phthalsäure, der Dihydrophthalsäure, der Tetrahydrophthalsäure, der Pyromellit
säure oder der Trimellitsäure, feine weiße Pulver mit Restcarbonsäuregehalten
unterhalb 0,1 Gew.-% und mit Oberflächen zwischen 5 bis 22 m2/g sind.
Priority Applications (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998157995 DE19857995A1 (de) | 1998-12-16 | 1998-12-16 | Verfahren zur Herstellung von gefällten Stärkeestern |
| EP99967879A EP1056782A1 (de) | 1998-12-16 | 1999-12-10 | Verfahren zur herstellung von gefällten stärkeestern |
| PCT/DE1999/003943 WO2000035958A1 (de) | 1998-12-16 | 1999-12-10 | Verfahren zur herstellung von gefällten stärkeestern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998157995 DE19857995A1 (de) | 1998-12-16 | 1998-12-16 | Verfahren zur Herstellung von gefällten Stärkeestern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19857995A1 true DE19857995A1 (de) | 2000-06-21 |
Family
ID=7891258
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998157995 Withdrawn DE19857995A1 (de) | 1998-12-16 | 1998-12-16 | Verfahren zur Herstellung von gefällten Stärkeestern |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| EP (1) | EP1056782A1 (de) |
| DE (1) | DE19857995A1 (de) |
| WO (1) | WO2000035958A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| WO2010084088A3 (en) * | 2009-01-21 | 2011-04-14 | Basf Se | Starch nanoparticles for drug delivery systems |
| WO2011020993A3 (en) * | 2009-08-17 | 2011-05-19 | Interface International Bv | Plasticized esterified expanded starch adhesive and objects utilising the same |
| CN101423620B (zh) * | 2008-12-16 | 2011-06-08 | 中国科学院长春应用化学研究所 | 一种多孔淀粉的制备方法 |
Families Citing this family (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FI118179B (fi) | 2003-10-02 | 2007-08-15 | Valtion Teknillinen | Pigmentti ja täyteaine sekä menetelmä näiden valmistamiseksi |
| FI20035173A0 (fi) * | 2003-10-02 | 2003-10-02 | Valtion Teknillinen | Räätälöity orgaaninen paperin ja kartongin päällystepigmentti tai täyteaine ja sen valmistusmenetelmä |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US2376378A (en) * | 1941-09-20 | 1945-05-22 | John D Murray | Acetylation process and product |
| DE19515477A1 (de) * | 1995-04-27 | 1996-10-31 | Buna Sow Leuna Olefinverb Gmbh | Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Polysaccharidestern |
-
1998
- 1998-12-16 DE DE1998157995 patent/DE19857995A1/de not_active Withdrawn
-
1999
- 1999-12-10 EP EP99967879A patent/EP1056782A1/de not_active Withdrawn
- 1999-12-10 WO PCT/DE1999/003943 patent/WO2000035958A1/de not_active Ceased
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| NICHTS ERMITTELT * |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN101423620B (zh) * | 2008-12-16 | 2011-06-08 | 中国科学院长春应用化学研究所 | 一种多孔淀粉的制备方法 |
| WO2010084088A3 (en) * | 2009-01-21 | 2011-04-14 | Basf Se | Starch nanoparticles for drug delivery systems |
| WO2011020993A3 (en) * | 2009-08-17 | 2011-05-19 | Interface International Bv | Plasticized esterified expanded starch adhesive and objects utilising the same |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| EP1056782A1 (de) | 2000-12-06 |
| WO2000035958A1 (de) | 2000-06-22 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| EP1423433B1 (de) | Verfahren zur herstellung niederviskoser celluloseether durch sauer-oxidativen abbau von gemahlenen und getrockneten celluloseethern | |
| DE3854263T2 (de) | Verätherte und veresterte stärkederivate und verfahren zur herstellung. | |
| DE68925612T2 (de) | Kontinuierliches gekoppeltes Dampfkochen/Sprühtrocknungsverfahren und die damit hergestellten pregelatinisierten, hohe Amylose enthaltenden Stärken | |
| EP2247623B1 (de) | Neue zellulosederivate, herstellungsverfahren dafür und verwendung davon | |
| DE69327286T2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Fettsäureesters von Cellulose | |
| DE69735110T2 (de) | Verfahren zur herstellung von einem stärkeester | |
| US4357467A (en) | Depolymerized cellulosic material with low crystallinity obtained from cellulosic fibers and process for its manufacture | |
| DE2415556C3 (de) | Verfahren zur Herstellung von mit Glyoxal behandelten hochmolekularen Substanzen | |
| EP3575329A1 (de) | Verfahren zur herstellung von celluloseacetatflocken | |
| DE69025155T2 (de) | Verfahren zur Herstellung von unverdaubaren Heteropolysacchariden | |
| DE4013344C2 (de) | Spezialamylosen und ihre Verwendung zur Herstellung biologisch abbaubarer Kunststoffe | |
| DE19857995A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von gefällten Stärkeestern | |
| JP3144957B2 (ja) | セルロース脂肪酸エステル及びその製造方法 | |
| JPH06206903A (ja) | 澱粉中間生成物の製造法、澱粉中間生成物および該澱粉中間生成物の後処理法 | |
| CN102597008B (zh) | 淀粉质材料的乙酰化衍生物的制备方法 | |
| DE102020123772B4 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Terephthalsäure-Gemisches | |
| EP1070086A1 (de) | Verfahren zur herstellung von stärkeestern | |
| EP1449852B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von modifizierten Polysacchariden mit verbesserten hydrophoben Eigenschaften | |
| DE19849187C1 (de) | Verfahren zur Gewinnung von Stärkeestern | |
| CH666790A5 (de) | Verfahren zur separierung von polysaccharidhaltigen mehlen in proteinreiche und proteinarme fraktionen. | |
| EP4267629B1 (de) | Verfahren zur herstellung von derivatisierter stärke | |
| DE19940393C1 (de) | Verfahren zur Herstellung von alkalilöslichem Cellulosecarbamat | |
| DE19857996A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von thermoplastisch verareitbaren Stärkeestern | |
| DE19935475A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Stärkeestern mit verbesserten optischen Eigenschaften | |
| EP0859012A2 (de) | Verfahren zur Herstellung von bioabbaubaren Werkstoffen |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OM8 | Search report available as to paragraph 43 lit. 1 sentence 1 patent law | ||
| 8139 | Disposal/non-payment of the annual fee |