DE19855676A1 - Wasch- und Reinigungsmitteladditiv und Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Wasch- und Reinigungsmitteladditiv und Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Abstract
Wasch- und Reinigungsmitteladditive, die herkömmlichen Wasch- und Reinigungsmittelzusammensetzungen zugegeben werden können, lassen sich erhalten, indem eine Lösung oder Suspension bestimmter Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltssoffe in bei Temperaturen bis 40 DEG C flüssigen Bindemitteln auf Träger mit Ölabsorptionskapazitäten von mehr als 20 g/100 g aufgebracht werden. Alternativ kann eine Feststoffmischung aus Trägermaterial und bestimmten Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoffen mit den genannten Bindemitteln besprüht werden. Solche Additive und die mit ihnen hergestellten Wasch- und Reinigungsmittel weisen vorteilhafte Eigenschaften auf.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft teilchenförmige Additive fit Wasch- und Reinigungs
mittel, welche sogenannte "Kleinkomponenten" wie beispielsweise Farbstoffe, Enzyme,
optische Aufheller usw. enthalten.
Oft stellt sich bei der Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln das Problem, daß
Komponenten eingearbeitet werden müssen, die nur zu einem geringen Prozentsatz im
Fertigprodukt enthalten sind. Werden solche sogenannten "Kleinkomponenten" dem
Wasch- und Reinigungsmittel in Form der reinen Substanzen zugemischt, stellt sich das
Problem der Entmischung ein. Bei Wasch- und Reinigungsmitteln, welche durch Sprüh
trocknung hergestellt wurden, werden Kleinkomponenten (z. B. optische Aufheller) teil
weise in flüssigen Inhaltsstoffen, beispielsweise nichtionischen Tensiden, gelöst und dann
in Form der Lösung auf die Turmpulver aufgesprüht. Da sprühgetrocknete Wasch- und
Reinigungsmittel große Porenvolumina besitzen, ist diese Vorgehensweise hier problemlos
möglich.
Moderne Wasch- und Reinigungsmittel werden allerdings zu einem immer weiter steigen
den Teil durch Granulationsverfahren hergestellt, um höhere Schüttgewichte und damit
Vorteile bei der Verpackung, der Lagerung und dem Transport zu erzielen. Diese Produkte
haben einen hohen Verdichtungsgrad und ein stark verringertes Porenvolumen. Werden
Flüssigkeiten auf solche Granulate aufgedüst, so ist das Produkt danach stark klebrig.
In der älteren deutschen Patentanmeldung DE 198 01 186.5 (Henkel) wird zur Herstellung
von Farbstoffcompounds vorgeschlagen, feinteiligen Gerüststoff und Farbstoff(e) zu einem
Slurry zu verarbeiten und diesen der Sprühtrocknung zu unterwerfen. Die eingefärbten und
sprühgetrockneten Pudermittel dienen dann der Abpuderung und Einfärbung von Wasch-
und Reinigungsmitteln. Das in dieser Schrift offenbarte Verfahren umgeht allerdings nicht
den energieintensiven Schritt der Sprühtrocknung. Zusätzlich führt das Versprühen ge
färbter Lösungen zu einem erheblichen Reinigungsaufwand bei den verwendeten Anlagen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung war es nun, ein Kleinkomponentencompound bereit
zustellen, welches sich direkt in der Aufbereitung von Tensidgranulaten zum fertigen
Wasch- und Reinigungsmittel zugeben läßt und dabei keine Entmischungstendenzen zeigt.
Weiterhin sollte ein Herstellverfahren für ein solches Kleinkomponentencompound bereit
gestellt werden, das kostengünstig, universell anwendbar und ohne großen apparativen
Aufwand bei geringem Reinigungsaufwand durchführbar ist.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Wasch- und Reinigungsmitteladditiv, das
- a) 40 bis 98,9 Gew.-% Trägermaterial mit einer Ölabsorptionskapazität von mindestens 20 g/100 g,
- b) 1 bis 50 Gew.-% eines oder mehrerer bei Temperaturen bis 40°C flüssiger Bindemittel,
- c) 0,1 bis 40 Gew.-% eines Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoffs aus der Gruppe der Enzyme, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Antire depositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungs inhibitoren und Korrosionsinhibitoren und Mischungen hieraus
enthält.
Das in den erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmitteladditiven enthaltene Träger
material weist erfindungsgemäß eine Ölabsorptionskapazität von mindestens 20 g/100 g auf.
Bevorzugt werden jedoch Ölabsorptionskomponenten eingesetzt, die eine höhere Ölab
sorptionskapazität besitzen. Es sind dabei Wasch- und Reinigungsmitteladditive bevorzugt,
bei denen das in ihnen enthaltene Trägermaterial eine Ölabsorptionskapazität von minde
stens 50 g/100 g, vorzugsweise mindestens 80 g/100 g, besonders bevorzugt mindestens
120 g/100 g und insbesondere mindestens 140 g/100 g aufweist.
Die Ölabsorptionskapazität ist dabei eine physikalische Eigenschaft eines Stoffes, die sich
nach genormten Methoden bestimmen läßt. So existieren beispielsweise die britischen
Standardmethoden BS1795 und BS3483: Part B7: 1982, die beide auf die Norm ISO 787/5
verweisen. Bei den Testmethoden wird eine ausgewogene Probe des betreffenden Stoffes
auf einen Teller aufgebracht und tropfenweise mit raffiniertem Leinsamenöl (Dichte: 0,93 gcm-3)
aus einer Bürette versetzt. Nach jeder Zugabe wird das Pulver mit dem Öl unter
Verwendung eines Spatels intensiv vermischt, wobei die Zugabe von Öl fortgesetzt wird,
bis eine Paste von geschmeidiger Konsistenz erreicht ist. Diese Paste sollte fließen bzw.
verlaufen, ohne zu krümeln. Die Ölabsorptionskapazität ist nun die Menge des zugetropf
ten Öls, bezogen auf 100 g Absorptionsmittel und wird in ml/100 g oder g/100 g angegeben,
wobei Umrechnungen über die Dichte des Leinsamenöls problemlos möglich sind.
Die Ölabsorptionskomponente besitzt vorzugsweise eine möglichst kleine mittlere Teil
chengröße, da mit sinkender Teilchengröße die aktive Oberfläche steigt. Bei bevorzugten
Wasch- und Reinigungsmitteladditiven sind sämtliche Teilchen des Trägermaterials kleiner
als 200 µm, vorzugsweise kleiner als 100 µm, besonders bevorzugt kleiner als 75 µm und
insbesondere kleiner als 50 µm. Es kann im Rahmen der vorliegenden Erfindung von wei
terem Vorteil sein, wenn das Trägermaterial noch feiner ist, d. h. daß die Komponente mit
einer Ölabsorptionskapazität von mindestens 20 g/100 g eine mittlere Teilchengröße von
unter 50 µm, vorzugsweise unter 20 µm und insbesondere unter 10 µm aufweist.
Als Trägermaterial eignen sich eine Vielzahl von Stoffen. Es existiert eine große Anzahl
sowohl anorganischer als auch organischer Substanzen, die eine genügend große Ölab
sorptionskapazität aufweisen. Beispielhaft seien hier feinteilige Stoffe, die durch Fällung
gewonnen werden, genannt. Als Substanzen finden beispielsweise Silikate, Aluminosili
kate, Calciumsilikate, Magnesiumsilikate und Calciumcarbonat Verwendung. Aber auch
Kieselgur (Diatomeenerde) und feinteilige Cellulosefasern bzw. Derivate hiervon sind im
Rahmen der vorliegenden Erfindung einsetzbar. Bevorzugte Wasch- und Reinigungsmit
teladditive, zeichnen sich dadurch aus, daß die in ihnen enthaltene Trägermaterialien mit
einer Ölabsorptionskapazität von mindestens 20 g/100 g ausgewählt sind aus der Gruppe der
Silikate und/oder Aluminiumsilikate, insbesondere aus der Gruppe der Kieselsäuren
und/oder Zeolithe.
Hier kommen beispielsweise feinteilige Zeolithe in Frage, aber auch pyrogene Kieselsäu
ren (Aerosil®) oder Kieselsäuren, die durch Fällung erhalten wurden. Im Rahmen der vor
liegenden Erfindung bevorzugte Wasch- und Reinigungsmitteladditive enthalten das Trä
germaterial in Mengen von 50 bis 95 Gew.-%, vorzugsweise von 55 bis 85 Gew.-% und
insbesondere von 60 bis 80 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Additiv.
Als zweite Komponenten enthalten die erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmitte
ladditive 1 bis 50 Gew.-% eines oder mehrerer bei Temperaturen bis 40°C flüssiger Bin
demittel. Der Begriff "flüssiges Bindemittel" bezieht sich hierbei auf den Aggregatzustand
des Bindemittels bei Temperaturen bis zu 40°C und 1013 mbar. Stoffe, die erst bei höheren
Temperaturen schmelzen oder erweichen, oder solche, die bei Temperaturen bis 40°C sie
den, sind daher im Rahmen der vorliegenden Erfindung nicht einsetzbar.
Bevorzugte Mengen, in denen das oder die flüssigen Bindemittel eingesetzt werden, liegen
innerhalb eines engeren Bereichs, so daß bevorzugte Wasch- und Reinigungsmitteladditive
das oder die flüssige(n) Bindemittel in Mengen von 5 bis 47,5 Gew.-%, vorzugsweise von
7,5 bis 45 Gew.-% und insbesondere von 10 bis 40 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Ad
ditiv, enthalten.
Allgemein wird an die erfindungsgemäß in den Wasch- und Reinigungsmitteladditiven
enthaltenen Bindemittel lediglich das Anforderungsprofil gestellt, daß sie bei 40°C (und
Normaldruck) flüssig sind. Aus der Vielzahl der einsetzbaren Bindemittel haben sich ins
besondere Stoffe aus der Gruppe der Polyethylenglycole und Polypropylenglycole, Glyce
rin, Glycerincarbonat, Ethylenglycol, Propylengylcol und Propylencarbonat sowie Par
flimöle, Paraffine, Silikonöle sowie ethoxylierte Fettalkohole als geeignete Bindemittel
erwiesen.
Erfindungsgemäß einsetzbare Polyethylenglycole (Kurzzeichen PEG) sind dabei Polymere
des Ethylenglycols, die der allgemeinen Formel I
H-(O-CH2-CH2)n-OH (I)
genügen, wobei n Werte zwischen 1 (Ethylenglycol, siehe unten) und ca. 16 annehmen
kann. Maßgeblich bei der Bewertung, ob ein Polyethylenglycol erfindungsgemäß einsetz
bar ist, ist dabei der Aggregatzustand des PEG bei Raumtemperatur, d. h. der Erstarrungs
punkt des PEG muß unter 25°C liegen. Für Polyethylenglycole existieren verschiedene
Nomenklaturen, die zu Verwirrungen fuhren können. Technisch gebräuchlich ist die An
gabe des mittleren relativen Molgewichts im Anschluß an die Angabe "PEG", so daß
"PEG 200" ein Polyethylenglycol mit einer relativen Molmasse von ca. 190 bis ca. 210
charakterisiert. Nach dieser Nomenklatur sind im Rahmen der vorliegenden Erfindung die
technisch gebräuchlichen Polyethylenglycole PEG 200, PEG 300, PEG 400 und PEG 600
einsetzbar.
Für kosmetische Inhaltsstoffe wird eine andere Nomenklatur verwendet, in der das Kurz
zeichen PEG mit einem Bindestrich versehen wird und direkt an den Bindestrich eine Zahl
folgt, die der Zahl n in der oben genannten Formel I entspricht. Nach dieser Nomenklatur
(sogenannte INCI-Nomenklatur, CTFA International Cosmetic Ingredient Dictionary and
Handbook, 5th Edition, The Cosmetic, Toiletry and Fragrance Association, Washington,
1997) sind erfindungsgemäß beispielsweise PEG-4, PEG-6, PEG-8, PEG-9, PEG-10, PEG-12,
PEG-14 und PEG-16 erfindungsgemäß einsetzbar.
Kommerziell erhältlich sind Polyethylenglycole beispielsweise unter den Handelsnamen
Carbowax® PEG 200 (Union Carbide), Emkapol® 200 (ICI Americas), Lipoxol® 200 MED
(HÜLS America), Polyglycol® E-200 (Dow Chemical), Alkapol® PEG 300 (Rhone-
Poulenc), Lutrol® E300 (BASF) sowie den entsprechenden Handelsnamen mit höheren
Zahlen.
Erfindungsgemäß einsetzbare Polypropylenglycole (Kurzzeichen PPG) sind Polymere des
Propylenglycols, die der allgemeinen Formel II
genügen, wobei n Werte zwischen 1 (Propylenglycol, siehe unten) und ca. 12 annehmen
kann. Technisch bedeutsam sind hier insbesondere Di-, Tri- und Tetrapropylenglycol, d. h.
die Vertreter mit n = 2, 3 und 4 in Formel II.
Glycerin ist eine farblose, klare, schwerbewegliche, geruchlose süß schmeckende hygro
skopische Flüssigkeit der Dichte 1,261, die bei 18,2°C erstarrt. Glycerin war ursprünglich
nur ein Nebenprodukt der Fettverseifung, wird heute aber in großen Mengen technisch
synthetisiert. Die meisten technischen Verfahren gehen von Propen aus, das über die Zwi
schenstufen Allylchlorid, Epichlorhydrin zu Glycerin verarbeitet wird. Ein weiteres techni
sches Verfahren ist die Hydroxylierung von Allylalkohol mit Wasserstoffperoxid am WO3-
Kontakt über die Stufe des Glycids.
Glycerincarbonat ist durch Umesterung von Ethylencarbonat oder Dimethylcarbonat mit
Glycerin zugänglich, wobei als Nebenprodukte Ethylenglycol bzw. Methanol anfallen. Ein
weiterer Syntheseweg geht von Glycidol (2,3-Epoxy-1-propanol) aus, das unter Druck in
Gegenwart von Katalysatoren mit CO2 zu Glycerincarbonat umgesetzt wird. Glycerincar
bonat ist eine klare, leichtbewegliche Flüssigkeit mit einer Dichte von 1,398 gcm-3, die bei
125-130°C (0,15 mbar) siedet.
Ethylenglycol (1,2-Ethandiol, "Glykol") ist eine farblose, viskose, süß schmeckende, stark
hygroskopische Flüssigkeit, die mit Wasser, Alkoholen und Aceton mischbar ist und eine
Dichte von 1,113 aufweist. Der Erstarrungspunkt von Ethylenglycol liegt bei -11,5°C, die
Flüssigkeit siedet bei 198°C. Technisch wird Ethylenglycol aus Ethylenoxid durch Erhit
zen mit Wasser unter Druck gewonnen. Aussichtsreiche Herstellungsverfahren lassen sich
auch auf der Acetoxylierung von Ethylen und nachfolgender Hydrolyse oder auf Synthese
gas-Reaktionen aufbauen.
Vom Propylengylcol existieren zwei Isomere, das 1,3-Propandiol und das 1,2-Propandiol.
1,3-Propandiol (Trimethylenglykol) ist eine neutrale, farb- und geruchlose, süß schmeckende
Flüssigkeit der Dichte 1,0597, die bei -32°C erstarrt und bei 214°C siedet. Die Her
stellung von 1,3-Propandiol gelingt aus Acrolein und Wasser unter anschließender kataly
tischer Hydrierung.
Technisch weitaus bedeutender ist 1,2-Propandiol (Propylenglykol), das eine ölige, farblo
se, fast geruchlose Flüssigkeit, der Dichte 1,0381 darstellt, die bei -60°C erstarrt und bei
188°C siedet. 1,2-Propandiol wird aus Propylenoxid durch Wasseranlagerung hergestellt.
Propylencarbonat ist eine wasserhelle, leichtbewegliche Flüssigkeit, mit einer Dichte von
1,2057 gcm-3, der Schmelzpunkt liegt bei -49°C, der Siedepunkt bei 242°C. Auch Propy
lencarbonat ist großtechnisch durch Reaktion von Propylenoxid und CO2 bei 200°C und 80 bar
zugänglich.
Als Parfümöle bzw. Duftstoffe können einzelne Riechstoffverbindungen, z. B. die syntheti
schen Produkte vom Typ der Ester, Ether, Aldehyde, Ketone, Alkohole und Kohlenwasser
stoffe verwendet werden. Riechstoffverbindungen vom Typ der Ester sind z. B. Benzyl
acetat, Phenoxyethylisobutyrat, p-tert.-Butylcyclohexylacetat, Linalylacetat, Dimethylben
zyl-carbinylacetat, Phenylethylacetat, Linalylbenzoat, Benzylformiat, Ethylmethylphenyl
glycinat, Allylcyclohexylpropionat, Styrallylpropionat und Benzylsalicylat. Zu den Ethern
zählen beispielsweise Benzylethylether, zu den Aldehyden z. B. die linearen Alkanale mit
8-18 C-Atomen, Citral, Citronellal, Citronellyloxyacetaldehyd, Cyclamenaldehyd, Hy
droxycitronellal, Lilial und Bourgeonal, zu den Ketonen z. B. die Jonone, ∝-
Isomethylionon und Methyl-cedrylketon, zu den Alkoholen Anethol, Citronellol, Eugenol,
Geraniol, Linalool, Phenylethylalkohol und Terpineol, zu den Kohlenwasserstoffen gehö
ren hauptsächlich die Terpene wie Limonen und Pinen. Bevorzugt werden jedoch Mi
schungen verschiedener Riechstoffe verwendet, die gemeinsam eine ansprechende
Duftnote erzeugen. Solche Parflimöle können auch natürliche Riechstoffgemische enthal
ten, wie sie aus pflanzlichen Quellen zugänglich sind, z. B. Pine-, Citrus-, Jasmin-, Pat
chouly-, Rosen- oder Ylang-Ylang-Öl. Ebenfalls geeignet sind Muskateller, Salbeiöl, Ka
millenöl, Nelkenöl, Melissenöl, Minzöl, Zimtblätteröl, Lindenblütenöl, Wacholderbeeröl,
Vetiveröl, Olibanumöl, Galbanumöl und Labdanumöl sowie Orangenblütenöl, Neroliol,
Orangenschalenöl und Sandelholzöl.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung als Bindemittel geeignete Paraffine sind flüssige
Gemische gereinigter, gesättigter aliphatischer Kohlenwasserstoffe (Paraffine), die farb-,
geruch- und geschmacklos sind, sich in Ether und Chloroform leicht, in Wasser und
90%igem Alkohol nicht lösen und die nicht fluoreszieren. DAB9 beschreibt zwei soge
nannte medizinische Weißöle: Dickflüssiges Paraffin (Paraffinum liquidum), eine ölige
Flüssigkeit der Dichte 0,827-0,890 mit einer Viskosität von 110-230 mPas sowie dünn
flüssiges Paraffin (Paraffinum perliquidum), eine ölige Flüssigkeit der Dichte 0,810-0,875
mit einer Viskosität von 25-80 mPas. Die flüssigen Paraffin-Formen werden im techni
schen Bereich oft zu den Mineralölen gestellt und zusammen als Paraffinöl oder als Weiß
öl bezeichnet.
Siliconöle sind lineare Polydimethylsiloxane, in denen Silicium-Atome über Sauerstoff-
Atome ketten- und/oder netzartig verknüpft und die restlichen Valenzen des Siliciums
durch Kohlenwasserstoff-Reste (meist Methyl-, seltener Ethyl-, Propyl-, Phenyl-Gruppen
u. a.) abgesättigt sind; auch Poly(methylphenylsiloxane) kommen zum Einsatz. Die Sili
conöle stellen gewöhnlich klare, farblose, neutrale, geruchsfreie, hydrophobe Flüssigkeiten
dar, die Molinassen zwischen 1000-150.000 Dalton und Dichten von 0,94 bis 0,97 sowie
Viskositäten zwischen 10 und 1.000.000 mPas (nur wenig Temperatur-abhängig) aufweisen.
Sie sind an der Luft dauerwärmebeständig bis ca. 180°, haben Stockpunkte von -80° bis -40°,
Schmelzpunkte < 200° und sind löslich in Benzol, Toluol und aliphatischen, auch chlo
rierten Kohlenwasserstoffen. Die Siliconöle sind wenig beständig gegen starke anorgani
sche Säuren und Basen, jedoch gegen Salze, einige Oxidationsmittel und Seifen, sind gas
durchlässig und wasserabweisend. Bevorzugte Silikonderivate sind beispielsweise Poly
dialkyl- oder Alkylarylsiloxane, bei denen die Alkylgruppen ein bis flinf C-Atome aufwei
sen und ganz oder teilweise fluoriert sind. Bevorzugte Silikone sind Polydimethylsiloxane,
die gegebenenfalls derivatisiert sein können und dann aminofunktionell oder quaterniert
sind bzw. Si-OH-, Si-H- und/oder Si-Cl-Bindungen aufweisen. Die Viskositäten der be
vorzugten Silikone liegen bei 25°C im Bereich zwischen 100 und 100.000 Centistokes,
wobei die Silikone üblicherweise in Mengen zwischen 0,2 und 1 Gew.-%, bezogen auf das
fertig konfektionierte Waschmittel eingesetzt werden können.
Im Rahmen der vorliegenden Erfindung sind auch Fettalkoholalkoxylate als Bindemittel
einsetzbar, sofern sie bis 40°C flüssig sind bzw. werden. Diese auch als Fettalkoholpoly
glykolether oder Alkylpolyglykolether bezeichneten Verbindungen stellen eine Gruppe
nichtionischer Tenside dar, die durch Alkoxylierung, vorzugsweise jedoch Ethoxylierung
von primären Fett- bzw. Oxoalkoholen in Gegenwart basischer oder saurer Katalysatoren
bei Temperaturen von 150-200° und Drücken von 1-10 bar gewonnen wird. Bei der Um
setzung des Alkohols mit dem Alkoxid entsteht ein Polyglykolether-Gemisch unterschied
lich hoch alkoxylierter Homologer, deren Verteilung in Abhängigkeit des Katalysators und
der Alkoxid-Menge zwischen einer der Statistik entsprechenden Gauss- u. einer unselekti
ven Schulz-Flory-Kurve variieren kann. So wird z. B. in Gegenwart von Natriumhydroxid
eine breite, unter Verwendung von Erdalkali-Salzen eine eingeengte (narrow-range) Ho
mologen-Verteilung erhalten. Infolge der durch saure Ethoxylierungskatalysatoren begün
stigten Bildung von 1,4-Dioxan als unerwünschtem Nebenprodukt, werden in der Technik
bevorzugt basische Katalysatoren, z. B. Natriummethylat in Methanol, eingesetzt.
Wenn Fettalkoholethoxylate als Bindemittel eingesetzt werden, so werden bevorzugt Pro
dukte mit Ethoxylierungsgraden unter 10, beispielsweise mit mittleren Ethoxylierungsgra
den von 5, 6, 7 oder 8, eingesetzt. Mittlere Ethoxylierungsgrade können auch gebrochene
Zahlen sein, wobei auch niedrigere Grade wie 1,5 oder mittlere Grade von 5,5 eingestellt
werden können. Die Kettenlänge der Fettalkohole, die zu den Ethoxylaten umgesetzt wer
den, liegt üblicherweise im Bereich von 8 bis 22, vorzugsweise von 10 bis 20 und insbe
sondere von 12 bis 18 Kohlenstoffatomen.
Als Bindemittel ist im Rahmen der vorliegenden Erfindung auch Mischungen der genann
ten Bindemittel mit Wasser einsetzbar. Hierbei dürfen zur Erlangung der erfindungsgemä
ßen Vorteile maximal 50 Gew.-% des Bindemittels (bezogen auf das Bindemittel) aus
Wasser bestehen, wobei der Wassergehalt des Bindemittels (genauer: des Bindemittelge
mischs bzw. der Bindemittellösung) vorzugsweise niedriger liegt, also beispielsweise un
terhalb von 40 Gew.-%, vorzugsweise unterhalb von 30 Gew.-% und besonders bevorzugt
unterhalb von 20 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Bindemittel.
Durch die Wahl des flüssigen Bindemittels kann der Farbeindruck des Compounds in er
heblichem Maße gesteuert werden. Während beispielsweise der Farbstoff Sandolan® Rho
damin bei der Verwendung von Glycerin als Bindemittel auf Zeolith ein violettes Com
pound ergibt, erhält man bei gleichem Trägermaterial durch Verwendung von Fettalkoho
lethoxylaten als Bindemittel ein rosafarbenes Compound. Eine Kombination von Blau- und
Gelbfarbstoffen kann durch eine Mischung von Wasser und Glycerin ein blaues zeolithba
siertes Compound ergeben, während der Austausch von Glycerin durch PEG 400 zu einem
grünen Compound führt. Hierbei wird es dem Techniker keinerlei Schwierigkeiten berei
ten, durch Auswahl des Bindemittels bestimmte Farbeindrücke der anzufertigenden Com
pounds bereitzustellen. Die geschilderten Variationen sind insbesondere bei Farbstoffen
von Bedeutung, bei anderen "Kleinkomponenten" können durch die Wahl des Bindemittels
Verarbeitungsvorteile erreicht werden. Die einsetzbaren "Kleinkomponenten" werden
nachfolgend beschrieben.
Die dritte Komponente, die in den erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmitteladdi
tiven enthalten ist, ist ein Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoff aus der oben genann
ten Gruppe. Solche Inhaltsstoffe, deren Anteil im fertig konfektionierten Wasch- und Rei
nigungsmittel üblicherweise nicht mehr als 2 Gew.-% ausmacht, werden oft als "Klein
komponenten" bezeichnet. Auch die Menge, in der diese Kleinkomponenten in den erfin
dungsgemäßen Additiven enthalten sind, liegt vorzugsweise innerhalb eines engeren Be
reiches, so daß bevorzugte Wasch- und Reinigungsmitteladditive den Wasch- und Reini
gungsmittel-Inhaltsstoff aus der Gruppe der Enzyme, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel,
Farbstoffe, Schauminhibitoren, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrau
ungsinhibitoren, Farbübertragungsinhibitoren und Korrosionsinhibitoren und Mischungen
hieraus in Mengen von 0,1 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise von 1 bis 15 Gew.-%, besonders
bevorzugt von 2 bis 10 Gew.-% und insbesondere von 2,5 bis 5 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das Additiv, enthalten. Die vorstehend genannten Kleinkomponenten werden nachfol
gend kurz beschrieben.
Als Enzyme kommen solche aus der Klasse der Proteasen, Lipasen, Amylasen, Cellulasen
bzw. deren Gemische in Frage. Besonders gut geeignet sind aus Bakterienstämmen oder
Pilzen, wie Bacillus subtilis, Bacillus licheniformis und Streptomyces griseus gewonnene
enzymatische Wirkstoffe. Vorzugsweise werden Proteasen vom Subtilisin-Typ und insbe
sondere Proteasen, die aus Bacillus lentus gewonnen werden, eingesetzt. Dabei sind En
zymmischungen, beispielsweise aus Protease und Amylase oder Protease und Lipase oder
Protease und Cellulase oder aus Cellulase und Lipase oder aus Protease, Amylase und Li
pase oder Protease, Lipase und Cellulase, insbesondere jedoch Cellulase-haltige Mi
schungen von besonderem Interesse. Auch Peroxidasen oder Oxidasen haben sich in eini
gen Fällen als geeignet erwiesen. Die Enzyme können an Trägerstoffen adsorbiert und/oder
in Hüllsubstanzen eingebettet sein, um sie gegen vorzeitige Zersetzung zu schützen.
Die pH-Stellmittel haben die Aufgabe, den pH-Wert der Wasch- und Reinigungsflotte in
den gewünschten Bereich zu bringen, wobei je nach sonstiger Zusammensetzung der
Wasch- und Reinigungsmittel saure oder alkalische Stellmittel eingesetzt werden können.
Die Auswahl sauer oder alkalisch reagierender Stoffe bereitet dem Fachmann dabei kei
nerlei Schwierigkeiten.
Fluoreszenzmittel bzw. Fluoreszenzfarbstoffe, die im Tageslicht u./od. im UV-Licht stark
fluoreszieren, können zum Anfärben von Wasch- und Reinigungsmitteln verwendet wer
den. Geeignete Fluoreszenzfarbstoffe für Tagesleuchtfarben gehören den Acridinen, Xan
thenen (z. B. Fluorescein, Rhodamin), Thioxanthenen, Pyrenen und anderen Klassen an. Im
weitesten Sinne sind auch die optischen Aufheller (Weißtöner), die Waschmitteln beigege
ben werden, zur Gruppe der Fluoreszenzfarbstoffe zu zählen, siehe unten.
Als Farbstoffe sind alle Färbemittel bevorzugt, die eine hohe Lagerstabilität und Unemp
findlichkeit gegenüber den übrigen Inhaltsstoffen der Mittel und gegen Licht sowie keine
ausgeprägte Substantivität gegenüber Textilfasern aufweisen, um diese nicht anzufärben.
Es kann von Vorteil sein, wenn die Farbstoffe im Waschprozeß oxidativ zerstört werden
können. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen Färbemittel einzusetzen, die in Wasser oder bei
Raumtemperatur in flüssigen organischen Substanzen löslich sind. Geeignet sind bei
spielsweise anionische Färbemittel, z. B. anionische Nitrosofarbstoffe. Ein mögliches Fär
bemittel ist beispielsweise Naphtholgrün (Colour Index (CI) Teil 1: Acid Green 1; Teil 2:
10020), das als Handelsprodukt beispielsweise als Basacid® Grün 970 von der Fa. BASF,
Ludwigshafen, erhältlich ist, sowie Mischungen dieser mit geeigneten blauen Farbstoffen.
Als weitere Färbemittel kommen Pigmosol® Blau 6900 (CI 74160), Pigmosol® Grün 8730
(CI 74260), Basonyl® Rot 545 FL (CI 45170), Sandolan® Rhodamin EB400 (CI 45100),
Basacid® Gelb 094 (CI 47005), Sicovit® Patentblau 85 E 131 (CI 42051), Acid Blue 183
(CAS 12217-22-0, CI Acidblue 183), Pigment Blue 15 (CI 74160), Supranol® Blau GLW
(CAS 12219-32-8, CI Acidblue 221)), Nylosan® Gelb N-7GL SGR (CAS 61814-57-1, CI
Acidyellow 218) und/oder Sandolan® Blau (CI Acid Blue 182, CAS 12219-26-0) zum
Einsatz. Zur Verbesserung des Weißgrades von Waschmittelpartikeln, die mit den erfin
dungsgemäßen Compounds abgepudert werden, können auch weiße Pulver eingesetzt wer
den. Als mögliche Stoffe sind hier insbesondere Titandioxid und Natriumsulfat geeignet.
Zusätzlich können die Wasch- und Reinigungsmitteladditive als Kleinkomponenten auch
Komponenten enthalten, welche die Öl- und Fettauswaschbarkeit aus Textilien positiv be
einflussen (sogenannte soil repellents). Dieser Effekt wird besonders deutlich, wenn ein
Textil verschmutzt wird, das bereits vorher mehrfach mit einem erfindungsgemäßen
Waschmittel, das diese Öl- und fettlösende Komponente enthält, gewaschen wurde. Zu den
bevorzugten Öl- und fettlösenden Komponenten zählen beispielsweise nichtionische Cel
luloseether wie Methylcellulose und Methylhydroxypropylcellulose mit einem Anteil an
Methoxyl-Gruppen von 15 bis 30 Gew.-% und an Hydroxypropoxyl-Gruppen von 1 bis 15 Gew.-%,
jeweils bezogen auf den nichtionischen Celluloseether, sowie die aus dem Stand
der Technik bekannten Polymere der Phthalsäure und/oder der Terephthalsäure bzw. von
deren Derivaten, insbesondere Polymere aus Ethylenterephthalaten und/oder Polyethy
lenglykolterephthalaten oder anionisch und/oder nichtionisch modifizierten Derivaten von
diesen. Besonders bevorzugt von diesen sind die sulfonierten Derivate der Phthalsäure-
und der Terephthalsäure-Polymere.
Als Kleinkomponenten können die erfindungsgemäßen Additive auch optische Autheller
wie beispielsweise Derivate der Diaminostilbendisulfonsäure bzw. deren Alkalimetallsalze
enthalten. Geeignet sind z. B. Salze der 4,4'-Bis(2-anilino-4-morpholino-1,3,5-triazinyl-6-
amino)stilben-2,2'-disulfonsäure oder gleichartig aufgebaute Verbindungen, die anstelle
der Morpholino-Gruppe eine Diethanolaminogruppe, eine Methylaminogruppe, eine Anili
nogruppe oder eine 2-Methoxyethylaminogruppe tragen. Weiterhin können Aufheller vom
Typ der substituierten Diphenylstyryle anwesend sein, z. B. die Alkalisalze des 4,4'-Bis(2-
sulfostyryl)-diphenyls, 4,4'-Bis(4-chlor-3-sulfostyryl)-diphenyls, oder 4-(4-Chlorstyryl)-4'-
(2-sulfostyryl)-diphenyls. Auch Gemische der vorgenannten Aufheller können verwendet
werden.
Vergrauungsinhibitoren haben die Aufgabe, den von der Faser abgelösten Schmutz in der
Flotte suspendiert zu halten und so das Wiederaufziehen des Schmutzes zu verhindern.
Hierzu sind wasserlösliche Kolloide meist organischer Natur geeignet, beispielsweise die
wasserlöslichen Salze polymerer Carbonsäuren, Leim, Gelatine, Salze von Ethersulfonsäu
ren der Stärke oder der Cellulose oder Salze von sauren Schwefelsäureestern der Cellulose
oder der Stärke. Auch wasserlösliche, saure Gruppen enthaltende Polyamide sind für die
sen Zweck geeignet. Weiterhin lassen sich lösliche Stärkepräparate und andere als die
obengenannten Stärkeprodukte verwenden, z. B. abgebaute Stärke, Aldehydstärken usw.
Auch Polyvinylpyrrolidon ist brauchbar. Bevorzugt werden jedoch Celluloseether wie
Carboxymethylcellulose (Na-Salz), Methylcellulose, Hydroxyalkylcellulose und Misch
ether wie Methylhydroxyethylcellulose, Methylhydroxypropylcellulose, Methylcarboxy
methylcellulose und deren Gemische eingesetzt.
Farbübertragungsinhibitoren sollen beim Waschen von farbigen Textilien verhindern, daß
abgelöster Farbstoff auf andere Textilien aufzieht und diese anfärbt. Geeignete Stoffe
stammen aus der Gruppe der Polymere, wobei Polyvinylpyrrolidon eine herausragende
Stellung einnimmt.
Schließlich können die erfindungsgemäßen Additive auch UV-Absorber enthalten, die auf
die behandelten Textilien aufziehen und die Lichtbeständigkeit der Fasern verbessern.
Verbindungen, die diese gewünschten Eigenschaften aufweisen, sind beispielsweise die
durch strahlungslose Desaktivierung wirksamen Verbindungen und Derivate des Benzo
phenons mit Substituenten in 2- und/oder 4-Stellung. Weiterhin sind auch substituierte
Benzotriazole, in 3-Stellung phenylsubstituierte Acrylate (Zimtsäurederivate), gegebenen
falls mit Cyanogruppen in 2-Stellung, Salicylate, organische Ni-Komplexe sowie Natur
stoffe wie Umbelliferon und die körpereigene Urocansäure geeignet.
Ein weiterer Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung
eines Wasch- und Reinigungsmitteladditivs, bei dem man einen Wasch- und Reinigungs
mittel-Inhaltsstoff aus der Gruppe der Enzyme, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farb
stoffe, Schauminhibitoren, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhi
bitoren, Farbübertragungsinhibitoren und Korrosionsinhibitoren und Mischungen hieraus
in einem oder mehreren bei Temperaturen bis 40°C flüssigen Bindemitteln löst oder sus
pendiert und diese Lösung bzw. Suspension auf bewegte Trägermaterialien mit einer Ölab
sorptionskapazität von mindestens 20 g/100 g aufbringt.
Die Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens kann in einer Vielzahl von in der
Wasch- und Reinigungsmittelindustrie üblicherweise eingesetzten Apparaten durchgeführt
werden. Geeignete Mischer sind dadurch gekennzeichnet, daß sie eine bestimmte Menge
an Energie in das Mischgut eintragen können. So sind herkömmliche Mischer und Misch
granulatoren zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens geeignet. Als Mischer
können dabei sowohl Hochintensitätsmischer ("high-shear mixer") als auch normale Mi
scher mit geringeren Umlaufgeschwindigkeiten verwendet werden. Geeignete Mischer
sind beispielsweise Eirich®-Mischer der Serien R oder RV (Warenzeichen der Maschinen
fabrik Gustav Eirich, Hardheim), der Schugi® Flexomix, die Fukae® FS-G-Mischer (Wa
renzeichen der Fukae Powtech, Kogyo Co., Japan), die Lödige® FM-, KM- und CB-
Mischer (Warenzeichen der Lödige Maschinenbau GmbH, Paderborn) oder die Drais®-
Serien T oder K-T (Warenzeichen der Drais-Werke GmbH, Mannheim). Selbstverständlich
können auch mehrere der vorstehend genannten Mischer miteinander kombiniert, d. h. hin
tereinandergeschaltet, werden. So bietet sich insbesondere die Kombination von einem
Lödige CB-Mischer mit einem nachgeordneten Lödige KM-Mischer an.
Auch für die erfindungsgemäßen Verfahren gelten dabei die bereits oben genannten bevor
zugten Einsatzbereiche der Inhaltsstoffe. So sind Verfahren bevorzugt, bei denen, jeweils
bezogen auf das Verfahrensendprodukt, das Trägermaterial in Mengen von 40 bis 98,9 Gew.-%,
vorzugsweise von 50 bis 95 Gew.-%, besonders bevorzugt von 55 bis 85 Gew.-%
und insbesondere von 60 bis 80 Gew.-%, das oder die bei Temperaturen bis 40°C flüssi
ge(n) Bindemittel in Mengen von 1 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 47,5 Gew.-%,
besonders bevorzugt von 7,5 bis 45 Gew.-% und insbesondere von 10 bis 40 Gew.-% und
der Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoff aus der Gruppe der Enzyme, pH-Stellmittel,
Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Antiredepositionsmittel, optischen Auf
heller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungsinhibitoren und Korrosionsinhibitoren
und Mischungen hieraus in Mengen von 0,1 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise von 1 bis 15 Gew.-%,
besonders bevorzugt von 2 bis 10 Gew.-% und insbesondere von 2,5 bis 5 Gew.-%,
eingesetzt werden.
Hinsichtlich der Auswahl der bevorzugt einzusetzenden Trägermaterialien, Bindemittel
und Kleinkomponenten kann auf die vorstehenden Ausführungen verwiesen werden. Be
vorzugte Verfahren sind dadurch gekennzeichnet, daß als Trägermaterial ein oder mehrere
Stoffe aus der Gruppe der Silikate und/oder Aluminiumsilikate eingesetzt werden, wobei
bevorzugt ist, daß sämtliche Teilchen des Trägermaterials kleiner als 200 µm, vorzugswei
se kleiner als 100 µm, besonders bevorzugt kleiner als 75 µm und insbesondere kleiner als
50 µm sind. Bevorzugt sind auch Verfahren, bei denen als flüssige Bindemittel ein oder
mehrere Stoffe aus der Gruppe der Polyethylenglycole und Polypropylenglycole, Glycerin,
Glycerincarbonat, Ethylenglycol, Propylengylcol und Propylencarbonat sowie Parfümöle,
Paraffine, Silikonöle sowie ethoxylierte Fettalkohole eingesetzt werden, wobei als Wasch-
und Reinigungsmittel-Inhaltsstoff vorzugsweise Stoffe eingesetzt werden, die in den ge
nannten Bindemitteln löslich sind.
Die vorstehend beschriebene erfindungsgemäße Verfahrensvariante umfaßt das Aufsprü
hen einer Lösung oder Suspension der sogenannten Kleinkomponente auf ein bewegtes
Feststoffbett aus den Teilchen des Trägermaterials. Diese Vorgehensweise empfiehlt sich,
wenn die Kleinkomponenten in dem gewählten Bindemittel löslich sind oder sich in ihm in
stabile Suspensionen überführen lassen. In anders gelagerten Fällen ist es erfindungsgemaß
auch möglich, die Kleinkomponente nicht mit dem Bindemittel zusammen zu versprühen,
sondern sie gemeinsam mit dem Trägermaterial als bewegtes Feststoffbett vorzulegen.
Erfindungsgemäß ist daher auch ein Verfahren zur Herstellung eines Wasch- und Reini
gungsmitteladditivs, bei dem man einen festen Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoff
aus der Gruppe der Enzyme, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibi
toren, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertra
gungsinhibitoren und Korrosionsinhibitoren und Mischungen mit Trägermaterialien mit
einer Ölabsorptionskapazität von mindestens 20 g/100 g vermischt und auf die bewegte Mi
schung ein oder mehrere bei Temperaturen bis 40°C flüssige Bindemittel aufbringt.
Auch bei dieser erfindungsgemäßen Verfahrensvariante gelten wiederum die vorstehend
als bevorzugt gekennzeichneten Ausführungsformen als bevorzugt. Verfahren, bei denen,
jeweils bezogen auf das Verfahrensendprodukt, das Trägermaterial in Mengen von 40 bis
98,9 Gew.-%, vorzugsweise von 50 bis 95 Gew.-%, besonders bevorzugt von 55 bis 85 Gew.-%
und insbesondere von 60 bis 80 Gew.-%, eingesetzt wird, wobei Stoffe aus der
Gruppe der Silikate und/oder Aluminiumsilikate bevorzugt sind und es besonders bevor
zugt ist, daß sämtliche Teilchen des Trägermaterials kleiner als 200 µm, vorzugsweise
kleiner als 100 µm, besonders bevorzugt kleiner als 75 µm und insbesondere kleiner als 50 µm
sind, das oder die bei Temperaturen bis 40°C flüssige(n) Bindemittel in Mengen von 1
bis 50 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 47,5 Gew.-%, besonders bevorzugt von 7,5 bis 45 Gew.-%
und insbesondere von 10 bis 40 Gew.-%, eingesetzt werden, wobei als flüssige
Bindemittel bevorzugt ein oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Polyethylenglycole und
Polypropylenglycole, Glycerin, Glycerincarbonat, Ethylenglycol, Propylengylcol und Pro
pylencarbonat sowie Parfümöle, Paraffine, Silikonöle sowie ethoxylierte Fettalkohole ein
gesetzt werden und der Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoff aus der Gruppe der En
zyme, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Antiredepositi
onsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungsinhibitoren und
Korrosionsinhibitoren und Mischungen hieraus in Mengen von 0,1 bis 40 Gew.-%, vor
zugsweise von 1 bis 15 Gew.-%, besonders bevorzugt von 2 bis 10 Gew.-% und insbeson
dere von 2,5 bis 5 Gew.-%, eingesetzt wird, sind demnach bevorzugte Ausführungsformen
dieses Gegenstands der vorliegenden Erfindung.
Die vorstehend beschriebenen erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmitteladditive,
die durch die ebenfalls beschriebenen erfindungsgemäßen Verfahren erhältlich sind, kön
nen Wasch- und Reinigungsmitteln zugesetzt werden. Ein weiterer Gegenstand der vorlie
genden Erfindung ist daher die Verwendung von Wasch- und Reinigungsmitteladditiven,
welche 40 bis 98,9 Gew.-% Trägermaterial mit einer Ölabsorptionskapazität von minde
stens 20 g/100 g, 1 bis 50 Gew.-% eines oder mehrerer bei Temperaturen bis 40°C flüssiger
Bindemittel, 0,1 bis 40 Gew.-% eines Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoffs aus der
Gruppe der Enzyme, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren,
Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungs
inhibitoren und Korrosionsinhibitoren und Mischungen hieraus enthalten, als Zusatzstoff in
Wasch- und Reinigungsmitteln.
Das Zufügen der erfindungsgemäßen Wasch- und Reinigungsmitteladditive zu den Wasch-
und Reinigungsmitteln kann dabei durch einfaches Vermischen erfolgen. Es ist erfin
dungsgemäß aber bevorzugt, die Additive als Pudermittel zu verwenden, so daß in bevor
zugten Verwendungen die Wasch- und Reinigungsmitteladditive als Abpuderungsmittel
für grobkörnige Wasch- und Reinigungsmittel-Partikel eingesetzt werden. Die auf diese
Weise abgepuderten Partikel können weiterverarbeitet, beispielsweise - gegebenenfalls
nach Abmischung mit weiteren Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoffen - in an sich
bekannter Weise zu Wasch- und Reinigungsmittelformkörpern verpreßt, werden.
Ein weiterer Gegenstand der Erfindung ist daher ein Verfahren zur Herstellung von
Wasch- und Reinigungsmitteln, bei dem in an sich bekannter Weise Wasch- und Reini
gungsmittel-Partikel hergestellt werden, die mit Wasch- und Reinigungsmitteladditiven,
welche 40 bis 98,9 Gew.-% Trägermaterial mit einer Ölabsorptionskapazität von minde
stens 20 g/100 g, 1 bis 50 Gew.-% eines oder mehrerer bei Temperaturen bis 40°C flüssiger
Bindemittel, 0,1 bis 40 Gew.-% eines Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoffs aus der
Gruppe der Enzyme, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren,
Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungs
inhibitoren und Korrosionsinhibitoren und Mischungen hieraus enthalten, abgepudert wer
den.
In bevorzugten Verfahren besitzen die Wasch- und Reinigungsmittel-Partikel eine Teil
chengrößenverteilung, bei der mindestens 75 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 85 Gew.-%
und insbesondere mehr als 95 Gew.-% der Teilchen Teilchengrößen zwischen 200 und
2000 µm, vorzugsweise zwischen 400 und 1600 µm und insbesondere zwischen 600 und
1200 µm, aufweisen. Die erfindungsgemäßen Additive, die als Abpuderungsmittel einge
setzt werden, sind vorzugsweise feinteilig. In besonders bevorzugten Verfahren besitzen
die Wasch- und Reinigungsmitteladditive eine Teilchengrößenverteilung, bei der minde
stens 75 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 85 Gew.-% und insbesondere mehr als 95 Gew.-%
der Teilchen Teilchengrößen zwischen 1 und 200 µm, vorzugsweise zwischen 2
und 100 µm und insbesondere zwischen 5 und 50 µm, aufweisen.
Die Abpuderung gelingt durch dem Fachmann bekannte Verfahren. In technisch vorteil
hafter Ausgestaltung werden als Haftvermittler zwischen Wasch- und Reinigungsmittel-
Partikel und Additiv (Abpuderungsmittel) die bei der Herstellung des Additivs eingesetz
ten Bindemittel verwendet, so daß bevorzugte Verfahren dadurch gekennzeichnet sind, daß
die Wasch- und Reinigungsmittel-Partikel, bezogen auf ihr Gewicht, mit 0,1 bis 10 Gew.-%
eines oder mehrerer bei Temperaturen bis 40°C flüssiger Bindemittel, vorzugsweise aus
der Gruppe der Polyethylenglycole und Polypropylenglycole, Glycerin, Glycerincarbonat,
Ethylenglycol, Propylengylcol und Propylencarbonat sowie Parfümöle, Paraffine, Silikon
öle sowie ethoxylierte Fettalkohole, besprüht oder bedüst werden und nachfolgend mit den
Wasch- und Reinigungsmitteladditiven abgepudert werden.
3 Gewichtsteile eines blauen Farbstoffs (Supranol® Blau) wurden in 18 Gewichtsteilen
Glycerin (86%ig) gelöst. In einem 20 Liter-Pflugscharmischer der Firma Lödige wurden
79 Gewichtsteile Zeolith X (Wessalith® XD, Degussa, Teilchengröße: 100% < 50 µm)
vorgelegt und über einen Zeitraum von 2 Minuten mit der Farblösung bedüst. Es entstand
ein feinteiliges, hellblaues Compound. Wird dieses Compound anschließend im Mischer
weitere 3 Minuten nachbehandelt, so intensiviert sich der Farbeindruck und es entsteht ein
dunkelblaues Pulver.
3 Gewichtsteile eines grünen Farbstoffs (Pigmosol® Grün) wurden in 17 Gewichtsteilen
Glycerin (86%ig) gelöst. In einem 20 Liter-Pflugscharmischer der Firma Lödige wurden
80 Gewichtsteile Zeolith X (Wessalith® XD, Degussa, Teilchengröße: 100% < 50 µm)
vorgelegt und über einen Zeitraum von 2 Minuten mit der Farblösung bedüst. Es entstand
ein feinteiliges, fast farbloses, hellgrünes Compound. Wird dieses Compound anschließend
im Mischer weitere 3 Minuten nachbehandelt, so intensiviert sich der Farbeindruck und es
entsteht ein grünes Pulver.
0,5 Gewichtsteile eines roten Farbstoffs (Sandolan® Rhodamin E-RD 400%) wurden in
19,5 Gewichtsteilen Glycerin (86%ig) gelöst. In einem 20 Liter-Pflugscharmischer der
Firma Lödige wurden 80 Gewichtsteile Zeolith X (Wessalith® XD, Degussa, Teilchengrö
ße: 100% < 50 µm) vorgelegt und über einen Zeitraum von 5 Minuten mit der Farblösung
bedüst. Es entstand ein feinteiliges, violett-rotes Compound.
1,64 Gewichtsteile eines blauen Farbstoffs (Supranol® Blau GLW) und 1,64 Gewichtsteile
eines gelben Farbstoffs (Nylosan® gelb) wurden in einer Mischung aus 10 Gewichtsteilen
PEG 400 und 6,72 Gewichtsteilen Wasser gelöst. In einem 20 Liter-Pflugscharmischer der
Firma Lödige wurden 80 Gewichtsteile Zeolith X (Wessalith® XD, Degussa, Teilchengrö
ße: 100% < 50 µm) vorgelegt und über einen Zeitraum von 2 Minuten mit der Farblösung
bedüst, dann 3 Minuten nachgemischt. Es entstand ein feinteiliges, grünes Compound.
Wird in diesem Beispiel das PEG 400 durch Glycerin ersetzt, so erhält man ein blaues Pul
ver.
13 Gewichtsteile eines optischen Aufhellers (Tinopal® CBS-X, stark gelblich) wurden mit
72 Gewichtsteilen Zeolith X (Wessalith® XD, Degussa, Teilchengröße: 100% < 50 µm)
vermischt. Auf die in einem 20 Liter-Pflugscharmischer der Firma Lödige bewegten Fest
stoffe wurden 15 Gewichtsteile Glycerin (86%ig) binnen 2 Minuten aufgedüst. Nach drei
minütigem Nachmischen entstand ein feinteiliges, schwach gelbliches Compound.
In einem Mischer wurden 55 Gewichtsteile Zeolith X (Wessalith® XD, Degussa, Teilchen
größe: 100% < 50 µm) und 5 Gew.-% Titandioxid (Teilchengröße: 100% < 50 mm) vor
gelegt und vermischt. Auf diese Mischung wurden binnen 2 Minuten 40 Gewichtsteile
Parfümöl aufgedüst. Nach dreiminütigem Nachmischen erhielt man ein reinweißes feintei
liges Pulver.
Bei allen Beispielen kam der Zerhacker des Lödige-Mischers zum Einsatz.
Die unter 1 bis 4 hergestellten Compounds können herkömmlichen Wasch- und Reini
gungsmitteln zugemischt werden, wobei die Verwendung der Compounds als Abpude
rungsmittel besondere Vorteile mit sich bringt. 14 m die Vorteile der erfindungsgemäßen
Additive zu demonstrieren, wurden extrudierte Partikel eines Textilwaschmittels mit je 1
bzw. 2 Gew.-% der erfindungsgemäßen Compounds abgepudert. Mit den Farbstoffadditi
ven aus 1 und 2 wurden sehr homogen eingefärbte Teilchen erhalten, die sich von her
kömmlich gefärbten Teilchen positiv unterschieden. Die erfindungsgemäß erhaltenen
Farbstoffadditive wiesen eine homogene Farbverteilung auf und waren gut rieselfähig,
während das Aufdüsen einer Farbstofflösung klebrige Partikel mit inhomogener Farbver
teilung lieferte.
Durch Abpuderung mit dem in 5. hergestellten Aufhelleradditiv konnte der Weißgrad der
Partikel bei Tageslicht deutlich verbessert werden, wiederum ohne die bei üblicher Abpu
derung mit reinem Aufheller auftretendem Probleme von Inhomogenitäten im Farb- bzw.
Helligkeitseindruck. Eine reine Mischung aus Zeolith und Aufhellerpulver zeigt dagegen
einen gelblichen Eindruck.
Werden Wasch- und Reinigungsmittel-Partikel mit dem unter 6. hergestellten Additiv ab
gepudert, erhält man sehr gut rieselfähige Produkte mit hohem Weißgrad. Ein weiterer
Vorteil ist die wesentlich homogenere Parfümverteilung im Produkt.
Claims (20)
1. Wasch- und Reinigungsmitteladditiv, enthaltend
- a) 40 bis 98,9 Gew.-% Trägermaterial mit einer Ölabsorptionskapazität von minde stens 20 g/100 g,
- b) 1 bis 50 Gew.-% eines oder mehrerer bei Temperaturen bis 40°C flüssiger Binde mittel,
- c) 0,1 bis 40 Gew.-% eines Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoffs aus der Gruppe der Enzyme, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertra gungsinhibitoren und Korrosionsinhibitoren und Mischungen hieraus.
2. Wasch- und Reinigungsmitteladditiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
sämtliche Teilchen des Trägermaterials kleiner als 200 µm, vorzugsweise kleiner als
100 µm, besonders bevorzugt kleiner als 75 µm und insbesondere kleiner als 50 µm
sind.
3. Wasch- und Reinigungsmitteladditiv nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch ge
kennzeichnet, daß als Trägermaterial ein oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Sili
kate und/oder Aluminiumsilikate eingesetzt werden.
4. Wasch- und Reinigungsmitteladditiv nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch ge
kennzeichnet, daß als bei Temperaturen bis 40°C flüssige Bindemittel ein oder mehrere
Stoffe aus der Gruppe der Polyethylenglycole und Polypropylenglycole, Glycerin, Gly
cerincarbonat, Ethylenglycol, Propylengylcol und Propylencarbonat sowie Parfümöle,
Paraffine, Silikonöle sowie ethoxylierte Fettalkohole in den Wasch- und Reinigungs
mitteladditiven enthalten sind.
5. Wasch- und Reinigungsmitteladditiv nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch ge
kennzeichnet, daß sie das Trägermaterial in Mengen von 50 bis 95 Gew.-%, vorzugs
Weise von 55 bis 85 Gew.-% und insbesondere von 60 bis 80 Gew.-%, jeweils bezogen
auf das Additiv, enthalten.
6. Wasch- und Reinigungsmitteladditiv nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß sie das oder die bei Temperaturen bis 40°C flüssige(n) Bindemittel
in Mengen von 5 bis 47,5 Gew.-%, vorzugsweise von 7,5 bis 45 Gew.-% und insbe
sondere von 10 bis 40 Gew.-%, jeweils bezogen auf das Additiv, enthalten.
7. Wasch- und Reinigungsmitteladditiv nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch ge
kennzeichnet, daß sie den Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoff aus der Gruppe
der Enzyme, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Antire
depositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübemagungsinhi
bitoren und Korrosionsinhibitoren und Mischungen hieraus in Mengen von 1 bis 15
Gew.-%, vorzugsweise von 2 bis 10 Gew.-% und insbesondere von 2,5 bis 5 Gew.-%,
jeweils bezogen auf das Additiv, enthalten.
8. Verfahren zur Herstellung eines Wasch- und Reinigungsmitteladditivs, dadurch ge
kennzeichnet, daß man einen Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoff aus der Gruppe
der Enzyme, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Antire
depositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungsinhi
bitoren und Korrosionsinhibitoren und Mischungen hieraus in einem oder mehreren bei
Temperaturen bis 40°C flüssigen Bindemitteln löst oder suspendiert und diese Lösung
bzw. Suspension auf bewegte Trägermaterialien mit einer Ölabsorptionskapazität von
mindestens 20 g/100 g aufbringt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß, jeweils bezogen auf das
Verfahrensendprodukt, das Trägermaterial in Mengen von 40 bis 98,9 Gew.-%, vor
zugsweise von 50 bis 95 Gew.-%, besonders bevorzugt von 55 bis 85 Gew.-% und ins
besondere von 60 bis 80 Gew.-%, das oder die bei Temperaturen bis 40°C flüssige(n)
Bindemittel in Mengen von 1 bis 50 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 47,5 Gew.-%,
besonders bevorzugt von 7,5 bis 45 Gew.-% und insbesondere von 10 bis 40 Gew.-%
und der Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoff aus der Gruppe der Enzyme, pH-
Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Antiredepositionsmittel,
optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungsinhibitoren und Korro
sionsinhibitoren und Mischungen hieraus in Mengen von 0,1 bis 40 Gew.-%, vorzugs
weise von 1 bis 15 Gew.-%, besonders bevorzugt von 2 bis 10 Gew.-% und insbeson
dere von 2,5 bis 5 Gew.-%, eingesetzt werden.
10. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, daß als Trä
germaterial ein oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Silikate und/oder Aluminium
silikate eingesetzt werden, wobei bevorzugt ist, daß sämtliche Teilchen des Trägerma
terials kleiner als 200 µm, vorzugsweise kleiner als 100 µm, besonders bevorzugt klei
ner als 75 µm und insbesondere kleiner als 50 µm sind.
11. Verfahren nach einem der Ansprüche 8 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß als bei
Temperaturen bis 40°C flüssige Bindemittel ein oder mehrere Stoffe aus der Gruppe
der Polyethylenglycole und Polypropylenglycole, Glycerin, Glycerincarbonat, Ethy
lenglycol, Propylengylcol und Propylencarbonat sowie Parfümöle, Paraffine, Silikon
öle sowie ethoxylierte Fettalkohole eingesetzt werden, wobei als Wasch- und Reini
gungsmittel-Inhaltsstoff vorzugsweise Stoffe eingesetzt werden, die in den genannten
Bindemitteln löslich sind.
12. Verfahren zur Herstellung eines Wasch- und Reinigungsmitteladditivs, dadurch ge
kennzeichnet, daß man einen festen Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoff aus der
Gruppe der Enzyme, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren,
Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertra
gungsinhibitoren und Korrosionsinhibitoren und Mischungen mit Trägermaterialien
mit einer Ölabsorptionskapazität von mindestens 20 g/100 g vermischt und auf die be
wegte Mischung ein oder mehrere nichttensidische, wasserlösliche, flüssige Bindemjt
tel aufbringt.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß, jeweils bezogen auf das
Verfahrensendprodukt, das Trägermaterial in Mengen von 40 bis 98,9 Gew.-%, vor
zugsweise von 50 bis 95 Gew.-%, besonders bevorzugt von 55 bis 85 Gew.-% und ins
besondere von 60 bis 80 Gew.-%, eingesetzt wird, wobei Stoffe aus der Gruppe der Si
likate und/oder Aluminiumsilikate bevorzugt sind und es besonders bevorzugt ist, daß
sämtliche Teilchen des Trägermaterials kleiner als 200 µm, vorzugsweise kleiner als
100 µm, besonders bevorzugt kleiner als 75 µm und insbesondere kleiner als 50 µm
sind, das oder die bei Temperaturen bis 40°C flüssige(n) Bindemittel in Mengen von 1
bis 50 Gew.-%, vorzugsweise von 5 bis 47,5 Gew.-%, besonders bevorzugt von 7,5 bis
45 Gew.-% und insbesondere von 10 bis 40 Gew.-%, eingesetzt werden, wobei als
flüssige Bindemittel bevorzugt ein oder mehrere Stoffe aus der Gruppe der Polyethy
lenglycole und Polypropylenglycole, Glycerin, Glycerincarbonat, Ethylenglycol, Pro
pylengylcol und Propylencarbonat sowie Parfümöle, Paraffine, Silikonöle sowie
ethoxylierte Fettalkohole eingesetzt werden und der Wasch- und Reinigungsmittel-
Inhaltsstoff aus der Gruppe der Enzyme, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe,
Schauminhibitoren, Antiredepositionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibito
ren, Farbübertragungsinhibitoren und Korrosionsinhibitoren und Mischungen hieraus
in Mengen von 0,1 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise von 1 bis 15 Gew.-%, besonders be
vorzugt von 2 bis 10 Gew.-% und insbesondere von 2,5 bis 5 Gew.-%, eingesetzt wird.
14. Verwendung von Wasch- und Reinigungsmitteladditiven, welche 40 bis 98,9 Gew.-%
Trägermaterial mit einer Ölabsorptionskapazität von mindestens 20 g/100 g, 1 bis 50 Gew.-%
eines oder mehrerer bei Temperaturen bis 40°C flüssiger Bindemittel, 0,1 bis
40 Gew.-% eines Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoffs aus der Gruppe der En
zyme, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Antiredeposi
tionsmittel, optischen Aufheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungsinhibitoren
und Korrosionsinhibitoren und Mischungen hieraus enthalten, als Zusatzstoff in
Wasch- und Reinigungsmitteln.
15. Verwendung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasch- und Reini
gungsmitteladditive als Abpuderungsmittel für grobkörnige Wasch- und Reinigungs
mittel-Partikel eingesetzt werden.
16. Verwendung nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, daß die abgepuderten
Wasch- und Reinigungsmittel-Partikel - gegebenenfalls nach Abmischung mit weite
ren Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoffen - in an sich bekannter Weise zu
Wasch- und Reinigungsmittelformkörpern verpreßt werden.
17. Verfahren zur Herstellung von Wasch- und Reinigungsmitteln, dadurch gekennzeich
net, daß in an sich bekannter Weise Wasch- und Reinigungsmittel-Partikel hergestellt
werden, die mit Wasch- und Reinigungsmitteladditiven, welche 40 bis 98,9 Gew.-%
Trägermaterial mit einer Ölabsorptionskapazität von mindestens 20 g/100 g, 1 bis 50 Gew.-%
eines oder mehrerer bei Temperaturen bis 40°C flüssiger Bindemittel, 0,1 bis
40 Gew.-% eines Wasch- und Reinigungsmittel-Inhaltsstoffs aus der Gruppe der En
zyme, pH-Stellmittel, Fluoreszenzmittel, Farbstoffe, Schauminhibitoren, Antiredeposi
tionsmittel, optischen Autheller, Vergrauungsinhibitoren, Farbübertragungsinhibitoren
und Korrosionsinhibitoren und Mischungen hieraus enthalten, abgepudert werden.
18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Wasch- und Reini
gungsmittel-Partikel eine Teilchengrößenverteilung besitzen, bei der mindestens 75 Gew.-%,
vorzugsweise mindestens 85 Gew.-% und insbesondere mehr als 95 Gew.-%
der Teilchen Teilchengrößen zwischen 200 und 2000 µm, vorzugsweise zwischen 400
und 1600 µm und insbesondere zwischen 600 und 1200 µm, aufweisen.
19. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wasch- und Reinigungsmitteladditive eine Teilchengrößenverteilung besitzen, bei der
mindestens 75 Gew.-%, vorzugsweise mindestens 85 Gew.-% und insbesondere mehr
als 95 Gew.-% der Teilchen Teilchengrößen zwischen 1 und 200 µm, vorzugsweise
zwischen 2 und 100 µm und insbesondere zwischen 5 und 50 µm, aufweisen.
20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß die
Wasch- und Reinigungsmittel-Partikel, bezogen auf ihr Gewicht, mit 0,1 bis 10 Gew.-%
eines oder mehrerer bei Temperaturen bis 40°C flüssiger Bindemittel, vorzugsweise
aus der Gruppe der Polyethylenglycole und Polypropylenglycole, Glycerin, Glycerin
carbonat, Ethylenglycol, Propylengylcol und Propylencarbonat sowie Parflimöle, Par
affine, Silikonöle sowie ethoxylierte Fettalkohole, besprüht oder bedüst werden und
nachfolgend mit den Wasch- und Reinigungsmitteladditiven abgepudert werden.
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