DE19853417A1 - Bogenerfassung - Google Patents
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Classifications
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F33/00—Indicating, counting, warning, control or safety devices
- B41F33/02—Arrangements of indicating devices, e.g. counters
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B41—PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
- B41F—PRINTING MACHINES OR PRESSES
- B41F21/00—Devices for conveying sheets through printing apparatus or machines
- B41F21/10—Combinations of transfer drums and grippers
- B41F21/104—Gripper details
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Description
Die Erfindung betrifft eine Bogenerfassungsanordnung für eine Bogendruckmaschine mit
Wendeeinrichtung, die ein Greifersystem aufweist, um einzelne Bögen zu befördern.
Für Bogendruckmaschinen mit Schön- und Widerdruck gibt es Wendeeinrichtungen, die
eine Speichertrommel zum Zwischenspeichern von Bögen aus einem Druckwerk für
Schöndruck sowie eine Wendetrommel enthalten, um einen auf der Speichertrommel
zwischengespeicherten Bogen in umgekehrter Förderrichtung, d. h. mit der früheren
Bogenhinterkante voraus, einem nachfolgenden Druckwerk für Widerdruck zuzuführen.
Die Speichertrommel und die Wendetrommel enthalten jeweils ein Greifersystem zum
Festhalten eines Bogens an seiner Vorderkante bzw. Hinterkante.
Für eine Kontrolle, ob ein Bogen in der Wendeeinrichtung korrekt übergeben wurde, gibt
es im Stand der Technik verschiedenartige elektropneumatische Bogensensoren,
beispielsweise Schnüffelkolben oder Abfragesauger, oder elektrooptische Bogensensoren,
beispielsweise Reflexlichttaster, welche das Vorhandensein der Vorderkante oder
Hinterkante eines Bogens an einer oder mehreren Stellen in der Wendeeinrichtung
abfühlen. Falls der Bogen nicht detektiert wird, erfolgt eine Druckabschaltung.
Alle bekannten Bogensensoren haben zumindest einige der folgenden Nachteile.
Für eine zuverlässige Funktion muß der Sensor relativ nahe am daran vorbeilaufenden
Bogen angeordnet sein. Da die im Schöndruck bedruckte Bogenseite auf der
Speichertrommel nach außen weist, besteht die Gefahr des Abschmierens von frischer
Druckfarbe am Sensor, die um so größer ist, je mehr der Bogen flattert. Durch das
Abschmieren wird nicht nur das frische Druckbild verletzt, sondern auch der Sensor
verschmutzt. Insbesondere optoelektronische Sensoren bedürfen daher daher einer
häufigen Reinigung. Um das Abschmieren zu verhindern, hat man Bogenleitbleche mit
Luftunterstützung verwendet. Diese erhöhen jedoch den konstruktiven Aufwand für die
Druckmaschine, ohne das Problem der Sensorverschmutzung vollständig zu beseitigen.
Elektropneumatische Sensoren sind zwar weniger verschmutzungsanfällig als
elektrooptische Sensoren, jedoch mechanisch verhältnismäßig aufwendig. Da das
Ansprechverhalten solcher Sensoren von der Druckgeschwindigkeit und von der Art des
Bedruckstoffes abhängt, sind außerdem häufige Justierungsarbeiten erforderlich.
Schließlich können die bekannten Sensoren häufig nur in einer ungünstigen Winkellage
montiert werden, d. h. in einer Lage, in der eine inkorrekte Bogenübergabe relativ spät
erkannt wird oder nur eine sehr kurzen Zeitfenster für die Bogenerkennung vorhanden ist,
so daß die Druckabschaltung ebenfalls verhältnismäßig spät erfolgt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Bogenerfassungsanordnung zu schaffen,
die wenig verschmutzungsanfällig und mechanisch einfach aufgebaut ist und mit der ein
Fehlbogen möglichst frühzeitig und sicher erkannt werden kann. Desweiteren müssen alle
Bedruckstoffe (glänzende Papiere, Folien, schwarze Papiere usw.) sicher erkannt werden.
Diese Aufgabe wird durch die Bogenerfassungsanordnung für eine Bogendruckmaschine
mit Wendeeinrichtung gelöst, die derart ausgestaltet ist, daß die Wendetrommel mit einer
Einrichtung zur Erkennung eines Bogens versehen ist.
Die Vorteile des erfindungsgemäßen Gegenstandes sind darin zu sehen, daß eine
abschmierfreie, geschwindigkeitsunabhängige Fehlbogendetektion möglich ist, ferner
eine gute Winkellage vor Druckanfang gegeben ist. Ferner werden die verschiedenen
Bedruckstoffe sehr gut mit dieser Meßmethode erkannt. Desweiteren wird eine hohe
Betriebssicherheit erzielt, da die Verschmutzungsempfindlichkeit gering ist, insbesondere
bei der Verwendung eines Luftsensors. Desweiteren ist in vorteilhafter Weise eine gute
Eigensicherheit gegeben.
Als Sensoren zur Erkennung des Bogens eignen sich beispielsweise Luftsensoren. Mittels
Differenzdruckauswertung kann der Sensor erkennen, ob ein Papierbogen vorhanden ist
oder nicht. Es eignen sich grundsätzlich jegliche Arten von Sensoren zur
Kontaktmessung, z. B. kapazitive Sensoren etc.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Wendeeinrichtung in einer Bogendruckmaschine,
Fig. 2 eine schematische Perspektivansicht der Wendetrommel und der
Speichertrommel der in Fig. 1 gezeigten Wendeeinrichtung.
Fig. 3 eine Seitenansicht eines ein Bogenerfassungsmittel enthaltenden Greifers.
In den Figuren sind gleiche oder funktionsgleiche Teile überall mit den gleichen
Bezugszeichen bezeichnet.
Die in Fig. 1 gezeigte Wendeeinrichtung ist Teil einer Bogendruckmaschine mit einem
Druckzylinder 1 für Schöndruck und einem Druckzylinder 2 für Widerdruck. Die
zwischen dem Druckzylinder 1 für Schöndruck und dem Druckzylinder 2 für
Widerdruck angeordnete Wendeeinrichtung umfaßt eine Speichertrommel 3 und eine
daran angrenzend angeordnete Wendetrommel 4. Die Speichertrommel 3 hat ungefähr
den doppelten Durchmesser wie die Druckzylinder 1, 2 und die Wendetrommel 4. Der
Bogenwendebereich liegt vorzugsweise zwischen der Wendetrommel 4 der
Speichertrommel 3 und dem Bogentransportbereich.
Auf dem Druckzylinder 1 bedruckte Bogen 5 werden nacheinander über einen
Zwischenzylinder 6 auf die Speichertrommel 3 befördert, auf der die bedruckte
Bogenseite (Schöndruck) außen liegt. Während sich die Speichertrommel 3 dreht, hält sie
die Vorderkante des Bogens 5 mittels Greifer 7 fest. Nachdem die Hinterkante des
Bogens 5 an der Wendetrommel 4 angekommen ist, wird sie von Greifern 8 an der
Wendetrommel 4 ergriffen und durch die Wendetrommel 4, die sich gegenläufig zur
Speichertrommel 3 dreht, von der Speichertrommel 3 abgezogen, wobei die bisherige
Hinterkante des Bogens 5 zu seiner Vorderkante wird. Von der Wendetrommel 4, auf
der die bedruckte Seite des Bogens 5 gleichfalls außen liegt, wird der Bogen 5 an das
Druckwerk mit dem Druckzylinder 2 übergeben, an dem der Widerdruck durchgeführt
wird.
Die Drehrichtungen der einzelnen Trommeln und Zylinder sind in Fig. 1 mit Pfeilen
eingezeichnet, und die jeweils bedruckten Bogenseiten sind mit Dreiecken
gekennzeichnet. Bogen 5 in verschiedenen Zwischenphasen der Wendung sind mit
strichpunktierten Linien eingezeichnet. Die Greifer 8 an der Wendetrommel 4 sind
gestrichelt in verschiedenen Phasen der Drehung der Wendetrommel 4 eingezeichnet.
Unter Bezugnahme auf Fig. 2, die eine schematische Perspektivansicht der in Fig. 1
gezeigten Wendeeinrichtung ist, wird nun ein Bogensensor für die Wendeeinrichtung
beschrieben. Zu den Greifern 8 wird erfindungsgemäß ein weiterer Greifer 8' hinzugefügt.
Dieser Greifer 8' dient der Aufnahme eines Bogensensors 13, 14, bestehend aus der
Erfassungseinheit 13 und der Auswerteeinheit 14, wobei der Bogensensor 13, 14 in den
Zangen 12 des Greifers 8' wirkt ist, und zwar im vorderen Zangenbereich des Greifers 8'
in dem sich der Papierbogen bei einem ordnungsgemäß transportierten Bogen befindet.
Dadurch ist sichergestellt, daß ein korrekt ankommender Bogen auch erkannt werden
kann. Bei dem Greifer 8' handelt es sich um einen zusätzlichen Greifer 8' der keine
eigentliche Papierhaltefunktion bzw. Papiertransportfunktion, wie dies die Greifer 8
aufweisen, ausübt. Somit handelt es sich beim Greifer 8' auch nicht um einen Greifer im
Sinne wie dies die Greifer 8 darstellen.
Dieser Greifer 8' wird vorzugsweise derart quer zur Bogenlaufrichtung angebracht, daß er
Papierbögen aller möglichen Formate erfassen kann. Es hat sich als günstig erwiesen, den
Greifer 8' etwa in der Mitte der Bogenlaufrichtung anzubringen, weil dadurch auch kleine
Formate noch erfaßt werden können.
In einer weiteren Ausgestaltung ist es auch möglich, anstelle des zusätzlichen Greifers 8'
einen ohnehin vorhandenen Greifers 8 so auszugestalten, daß er neben seiner eigentlichen
Greiferfunktion, das heißt Halten und Weitertransportieren des Bogens auch noch die
Funktion zur Papierbogenerkennung aufweist. In diesem Falle enthält der Greifer 8 die
Ausgestaltung wie sie der beschriebene Greifer 8' aufweist. Vorzugsweise sollte dieser,
mit Papierbogenerkennungsfunktion ausgestaltete Greifer 8 ebenfalls wie der
beschriebene Greifer 8' quer und annähernd mittig zur Bogenlaufrichtung angeordnet
werden. Grundsätzlich ist es jedoch auch möglich in jeden vorhandenen Greifer 8 eine
Einrichtung wie sie der beschriebene Greifer 8' enthält einzubringen. Durch das
Einbringen des Bogenerkennungssystems gemäß der in Greifer 8' bekannten Ausführung
in den Greifer 8 wird die Fähigkeit des Greifers 8, den Papierbogen zu halten, nicht
beeinträchtigt. Der Greifer 8 erfüllt dann eine Doppelfunktion, nämlich einerseits das
Greifen und weitertransportieren des Papierbogens und andererseits die Kontrolle des
Bogens auf Vorhandensein und in einer besonderen Ausgestaltungsform das Ermitteln der
Lage des Bogens innerhalb des Greifers.
In Fig. 3 ist ein Zangengreifer dargestellt. In der Greiferspitze 12 ist im vorderen Teil die
Erfassungseinheit 13 des Bogensensors 14, 13 integriert. Dieser Bogensensor 13, 14 ist
als Luftsensor in diesem Ausführungsbeispiel dargestellt. Wenn sich ein Bogen 5
zwischen der Greiferspitze 12 befindet, entsteht ein erster Druck den der Luftsensor
erkennt. Wenn sich kein Bogen in der Greiferspitze befindet entsteht ein zweiter Druck
der sich vom ersten Druck unterscheidet. Mittels dieser Differenzdruckmessung wird
erkannt ob ein Bogen vorhanden ist oder nicht.
In einer vorteilhaften Ausgestaltung des erfindungsgemäßen Gegenstandes ist der
Greifer 8' auf der Wendetrommel 4 sowohl quer zur Bogenlaufrichtung als auch in
Bogenlaufrichtung verschiebbar angeordnet. Durch diese Maßnahme ist es möglich, den
Greifer 8' auf das zu bedruckende Bogenformat einzustellen.
Der Greifer 8 kann auch zurückgesetzt sein, zur besseren Meßwerterfassung, wobei die
bessere Meßwerterfassung in einer bevorzugten Ausführung durch eine verkürzte
Greiferzange 15 des Bogengreifers 8' realisiert werden kann.
1
Druckzylinder
2
Druckzylinder
3
Speichertrommel
4
Wendetrommel
5
Bogen
7
Greifer
8
Greifer
8
' Greifer
12
Greiferspitze
13
Erfassungseinheit
14
Bogensensor
15
Greiferzange
Claims (8)
1. Druckmaschine mit Bogenwendeeinrichtung, wobei die Bogenwendeeinrichtung 4 mit
einer Wendetrommel 4 und darauf befindlichen Bogengreifern 8 versehen ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Wendetrommel 4 im Bereich der Bogengreifer 8 mit einer Einrichtung 13/14
zur Erkennung eines Bogens 5 versehen ist.
2. Druckmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung 13/14 die Form eines Bogengreifers 8, und im Bereich der
Spitze 12 des Bogengreifers 8 einen Sensor 13 zur Bogenerkennung, aufweist.
3. Druckmaschine nach Anspruch 2,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung 13/14 zusätzlich zu den auf der Wendetrommel 4 vorhandenen
Bogengreifem 8 auf der Wendetrommel 4 angebracht ist.
4. Druckmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung 13/14 in einem auf der Wendetrommel befindlichen
Bogengreifer 8 integriert ist.
5. Druckmaschine nach Anspruch 3 oder 4,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung etwa mittig zum maximal zu bedruckenden Bogenformat im
Bereich der Bogenvorderkante angeordnet ist.
6. Druckmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung 13/14 auf der Wendetrommel 4 quer zur Bogenlaufrichtung
und/oder in Bogenlaufrichtung verschiebbar angeordnet ist.
7. Druckmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Einrichtung 13/14 aus einem Luftsensor 13 und einer Auswerteeinheit 14
besteht, die den Differenzdruck zwischen vorhandenem und nicht vorhandenem
Bogen 5 erkennt.
8. Druckmaschine nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Bogengreifer 8' eine verkürzte Bogengreiferzange 15 aufweist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19853417A DE19853417A1 (de) | 1997-12-17 | 1998-11-19 | Bogenerfassung |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19756078 | 1997-12-17 | ||
| DE19853417A DE19853417A1 (de) | 1997-12-17 | 1998-11-19 | Bogenerfassung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19853417A1 true DE19853417A1 (de) | 1999-06-24 |
Family
ID=7852232
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19853417A Ceased DE19853417A1 (de) | 1997-12-17 | 1998-11-19 | Bogenerfassung |
Country Status (2)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPH11240134A (de) |
| DE (1) | DE19853417A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7478806B2 (en) | 2005-02-07 | 2009-01-20 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Apparatus for conveying a sheet through a printing machine |
| DE102007059242A1 (de) | 2007-12-07 | 2009-06-10 | Unitedprint.Com Se | Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung eines in einer Druckmaschine geführten Duckbogens |
| DE102006003339B4 (de) | 2005-02-07 | 2019-04-25 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Vorrichtung zur Förderung eines Bogens durch eine drucktechnische Maschine |
-
1998
- 1998-11-19 DE DE19853417A patent/DE19853417A1/de not_active Ceased
- 1998-12-16 JP JP35817698A patent/JPH11240134A/ja active Pending
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US7478806B2 (en) | 2005-02-07 | 2009-01-20 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Apparatus for conveying a sheet through a printing machine |
| DE102006003339B4 (de) | 2005-02-07 | 2019-04-25 | Heidelberger Druckmaschinen Ag | Vorrichtung zur Förderung eines Bogens durch eine drucktechnische Maschine |
| DE102007059242A1 (de) | 2007-12-07 | 2009-06-10 | Unitedprint.Com Se | Verfahren und Vorrichtung zur Erkennung eines in einer Druckmaschine geführten Duckbogens |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPH11240134A (ja) | 1999-09-07 |
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Legal Events
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|---|---|---|---|
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