DE19851807A1 - Dampfsperrbahn - Google Patents
DampfsperrbahnInfo
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Abstract
Bei einer Dampfsperrbahn mit einer Dampfsperrfolie (1) sind Streifen mit kaltselbstklebender Masse durch eine vollflächige Klebeschicht (2) auf der Dampfsperrfolie (1) und nichtklebende, begehbare Streifen jeweils durch eine streifenförmige Folienauflage (4, 5) auf der Klebeschicht (2) gebildet. Die streifenförmige Folienauflage (4, 5) ist so dünn, dass sie nicht von der Klebeschicht (2) abziehbar ist. Um zwei Dampfsperrfolien (1) jedoch im Überlappungsbereich miteinander über die volle Breite verkleben zu können, entfernt man die Folienauflage (4, 5) durch Zersetzen derselben mittels Hitze.
Description
Die Erfindung betrifft eine Dampfsperrbahn mit einer
Dampfsperrfolie, welche auf ihrer der Wärmeisolation zu
gewandten Seite abwechselnd Streifen von kaltselbstkle
bender Masse zum Verkleben mit der Wärmeisolation und
nicht klebende, begehbare Streifen aufweist.
Dampfsperrbahnen der vorstehenden Art sind allgemein be
kannt und gebräuchlich. Sie werden beispielsweise bei
Stahltrapez-Blechdächern und Flachdächern als unterste
Schicht vollflächig aufgeklebt. Zusätzlich zu der Funk
tion einer Dampfsperre haben Dampfsperrbahnen die Funk
tion einer Notabdichtung, durch welche eine Undichtigkeit
des Daches selbst dann verhindert wird, wenn Wasser in
folge eines Defektes der äußeren Dichtfolie bis in die
Wärmeisolation eindringen kann. Auf ihrer der Wärmeisola
tion zugewandten Seite weisen die Dampfsperrbahnen mit
Abstand zueinander verlaufende Streifen mit kaltselbst
klebender Masse auf, durch welche die Wärmeisolation mit
der Dampfsperrbahn verklebt wird. Die Bereiche zwischen
den Streifen mit kaltselbstklebender Masse sind erforder
lich, damit die Dampfsperrbahn zum Aufbringen der Wärme
isolation begehbar ist.
Da die Wärmeisolation eine unregelmäßige Oberfläche hat,
muss die Schicht aus kaltselbstklebender Masse verhält
nismäßig dick sein; in der Praxis ist etwa eine Dicke von
1 mm erforderlich. Diese relativ dicken Streifen aus
kaltselbstklebender Masse führen im Verbindungsbereich
zwischen den Dampfsperrbahnen, wo sich diese geringfügig
überlappen, zu Dichtigkeitsproblemen, weil die obere
Dampfsperrbahn auf den erhabenen Streifen aufliegt und
deshalb nicht zuverlässig gegenüber den begehbaren Berei
chen an den Seiten der Streifen abdichtet, weil die oben
liegende Dampfsperrbahn nicht immer der durch die Strei
fen mit plötzlichen Sprüngen wechselnden Kontur der dar
unter liegenden Dampfsperrbahn folgen kann. Durch solche
Undichtigkeiten kommt es zu einem Eindringen von Dampf in
die Wärmeisolation, wodurch sich die Isolationswirkung
verschlechtert. Ist die oberste Dachfolie durch einen
Defekt undicht, dann vermag von außen eindringendes Was
ser die Dampfsperrfolie zu passieren und in das Gebäude
unterhalb des Daches einzudringen.
In der Praxis kann man diesen Nachteil dadurch vermeiden,
dass man im Überlappungsbereich auf die untere Dampf
sperrbahn eine Klebstoffraupe aufbringt, auf welcher dann
die obere Dampfsperrbahn aufliegt. Eine solche Vorge
hensweise ist jedoch mit erheblichem Arbeitsaufwand ver
bunden.
Der Erfindung liegt das Problem zugrunde, eine Dampf
sperrbahn der eingangs genannten Art so zu gestalten,
dass Undichtigkeiten im Überlappungsbereich mit möglichst
geringem Aufwand zuverlässig vermieden werden können, so
dass die Dampfsperrbahn zuverlässig als Notabdichtung
dienen kann.
Dieses Problem wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass
die Streifen mit kaltselbstklebender Masse durch eine
vollflächige Klebeschicht auf der Dampfsperrfolie und die
nicht klebenden, begehbaren Streifen jeweils durch eine
streifenförmige Folienauflage auf der Klebeschicht gebil
det sind.
Bei einer solchen Dampfsperrbahn hat die Klebeschicht
über die gesamte Fläche der Dampfsperrbahn gleiche Dicke.
Die zur Bildung der begehbaren Streifen notwendigen
streifenförmigen Folienauflagen können eine äußerst ge
ringe Dicke haben, so dass Undichtigkeiten infolge von
Dickesprüngen vermieden werden.
Man könnte die Folienauflagen zur Erzeugung der begehba
ren Streifen als übliche Trennschichtfolie von 0,07 mm
Dicke ausbilden und diese Folie beim Verlegen jeweils ab
ziehen, bevor man die Isolation auf die Dampfsperrbahn
aufbringt. Die Isolation würde dann entgegen der bisheri
gen Praxis nicht nur in streifenförmigen Bereichen, son
dern vollflächig mit der Dampfsperrbahn verklebt. Auch im
Überlappungsbereich ergäbe sich dann eine Verklebung über
die volle Breite der Dampfsperrbahn, ohne dass hierzu
eine quer verlaufende Klebstoffraupe aufgetragen werden
muss. Besonders einfach ist jedoch die Dampfsperrbahn zu
verlegen, wenn gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung
der Erfindung die streifenförmige Folienauflage durch
eine nicht abziehbare, dünne, durch Hitze zersetzbare
Folie gebildet ist. Bei einer solchen Dampfsperrbahn
braucht man die Randbereiche der Dampfsperrbahn im Über
lappungsbereich lediglich mit einer Flamme kurz zu er
hitzen, um die Folienauflage in diesem Bereich zu zerstö
ren und dadurch im Überlappungsbereich über die gesamte
Breite der Dampfsperrfolie eine selbstklebende Beschich
tung zu erreichen.
Die Streifen mit kaltselbstklebender Masse müssen mit ei
nem abziehbaren Folienstreifen abgedeckt sein, damit die
Klebekraft nicht durch Verschmutzung oder UV-Lichtein
strahlung vermindert wird. Das Abziehen dieser Folien
streifen ist besonders bequem zu bewerkstelligen, wenn
gemäß einer anderen Weiterbildung der Erfindung die Foli
enstreifen zu beiden Seiten hin geringfügig über die Fo
lienauflagen ragen.
Die Erfindung lässt verschiedene Ausführungsformen zu.
Zur weiteren Verdeutlichung ihres Grundprinzips ist in
der Zeichnung schematisch ein Querschnitt durch eine
Dampfsperrbahn nach der Erfindung dargestellt und wird
nachfolgend beschrieben.
Die Zeichnung zeigt eine für Dampfsperrbahnen übliche
Dampfsperrfolie 1, welche meist aus mit Polyäthylen
kaschiertem Aluminium besteht. Diese Dampfsperrfolie 1
ist auf beiden Seiten mit einer Klebeschicht 2, 3 verse
hen, welche aus einer kaltselbstklebenden Masse besteht.
Die obere Klebeschicht 2 hat dabei eine Dicke von 1 mm,
während die Dicke der unteren Klebeschicht 0,8 mm be
trägt.
Die untere Klebeschicht 3 wird von einer üblichen 0,07 mm
dicken Trennschichtfolie 8 aus Polyäthylen abgedeckt und
dient zum Verkleben der Dampfsperrbahn mit einer Beton
fläche. Sie wird vor dem Verkleben der Klebeschicht 3 ab
gezogen. Auf der oberen Klebeschicht 2 sind streifenför
mige Folienauflagen 4, 5 aus 0,007 mm dickem Polyäthylen
aufgebracht, wodurch die aufgeklebte Dampfsperrbahn in
diesen Bereichen begehbar wird.
Die Bereiche zwischen den Folienauflagen 4, 5 auf der
Klebeschicht 2 sind durch 0,07 mm dicke Folienstreifen 6,
7 abgedeckt. Diese Folienstreifen 6, 7 ragen zu beiden
Seiten hin geringfügig über die Folienauflagen 4, 5.
Wenn man die erfindungsgemäße Dampfsperrbahn auf eine
Dachfläche verlegt hat, dann kann man die Folienauflagen
4, 5 betreten, um die Isolation zu montieren. Hierzu
zieht man die Folienstreifen 6, 7 von der Klebeschicht 2
ab, so dass Klebeschichtstreifen entstehen, durch welche
die Isolation mit der Dampfsperrbahn verklebt wird. Dort
wo sich am Ende einer Dampfsperrbahn diese mit der
nächstfolgenden Dampfsperrbahn überlappt, entfernt man
die Folienauflage 4, 5 durch Hitze mit einer offenen
Flamme, so dass es im Überlappungsbereich zu einem Ver
kleben über die volle Breite der beiden Dampfsperrfolien
kommt.
1
Dampfsperrfolie
2
Klebeschicht
3
Klebeschicht
4
Folienauflage
5
Folienauflage
6
Folienstreifen
7
Folienstreifen
8
Trennschichtfolie
Claims (3)
1. Dampfsperrbahn mit einer Dampfsperrfolie, welche auf
ihrer der Wärmeisolation zugewandten Seite abwechselnd
Streifen von kaltselbstklebender Masse zum Verkleben mit
der Wärmeisolation und nicht klebende, begehbare Streifen
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Streifen mit
kaltselbstklebender Masse durch eine vollflächige Klebe
schicht (2) auf der Dampfsperrfolie (1) und die nicht
klebenden, begehbaren Streifen jeweils durch eine strei
fenförmige Folienauflage (4, 5) auf der Klebeschicht (2)
gebildet sind.
2. Dampfsperrbahn nach Anspruch 1, dadurch gekennzeich
net, dass die streifenförmige Folienauflage (4, 5) durch
eine nicht abziehbare, dünne, durch Hitze zersetzbare Fo
lie gebildet ist.
3. Dampfsperrbahn nach den Ansprüchen 1 oder 2, bei der
die Streifen mit selbstklebender Masse durch einen ab
ziehbaren Folienstreifen abgedeckt sind, dadurch gekenn
zeichnet, dass die Folienstreifen (6, 7) zu beiden Seiten
hin geringfügig über die Folienauflagen (4, 5) ragen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19851807A DE19851807A1 (de) | 1998-11-11 | 1998-11-11 | Dampfsperrbahn |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE19851807A DE19851807A1 (de) | 1998-11-11 | 1998-11-11 | Dampfsperrbahn |
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| DE19851807A Ceased DE19851807A1 (de) | 1998-11-11 | 1998-11-11 | Dampfsperrbahn |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19851807A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| GB2444181A (en) * | 2006-11-27 | 2008-05-28 | Proctor Group Ltd A | Air tight system for building with vapour impermeable sealing strips |
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-
1998
- 1998-11-11 DE DE19851807A patent/DE19851807A1/de not_active Ceased
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