DE19835812C2 - Schreibtischelektrifizierungs-System - Google Patents
Schreibtischelektrifizierungs-SystemInfo
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Landscapes
- Connector Housings Or Holding Contact Members (AREA)
- Coupling Device And Connection With Printed Circuit (AREA)
- Details Of Connecting Devices For Male And Female Coupling (AREA)
Description
Die Erfindung betrifft ein System zur Schreibtisch-Elektrifizierung, wie es als unsere "wipo-
-Steckschiene für die MöbelElektrifizierung" auf dem Zuliefermarkt insbesondere für die Büro
möbelhersteller bekannt und in der DE 28 38 371 B1 hinsichtlich ihres inneren Aufbaus näher
beschrieben ist. Bei jener Steckschiene sind in einem Gehäuse unter einem haubenförmigen Dec
kel auf einer Isolierstoff-Grundplatte parallel beiderseits einer Schutzleiter-Schiene zwei Schie
nenpaare hochkant montiert. Diese Schienen verlaufen unter einer Reihe von in den Gehäusedec
kel eingesetzten Steckdosen-Schukoprofiltöpfen hindurch, deren Schutzkontaktbügel auf die
Schutzleiter-Schiene kontaktiert sind und von dort hochragend durch seitliche Schlitze ins Innere
der Töpfe eingreifen. In entgegengesetzter Richtung greifen gegebenenfalls die Stifte von Schuko
steckern durch Bodenlöcher in den Töpfen hindurch und zwischen die dadurch auseinanderfe
dernden Schienenpaare ein. Die Schienen sind an beiden Stirnenden jeweils nebeneinander in
Flach-Steckverbinder (mit Stiften beziehungsweise Buchsen) eingeführt. Hier können eine
Netz-Einspeisungsleitung zum stationären Hausnetz beziehungsweise gegenüberliegend eine Ver
bindungsleitung zu einer weiteren solchen im Schreibtisch-Kanal abgelegten Steckschiene ange
schossen werden.
Jenes nun seit fast zwei Jahrzehnten gut eingeführte System zeichnet sich dadurch aus, ohne Mit
wirken eines Elektroinstallationsfachmannes problemlos vom Personal der Möbelanlieferung in
stalliert werden zu können, weil lediglich in einen gestreckt-kanalförmigen Raum in der, hinter
der oder unter der Schreibtischplatte das fertig bestückte und verschaltete Steckdosengehäuse mit
seinen mehreren Steckdosen-Profiltöpfen eingelegt und über eine konfektionierte Flachstec
ker-Einspeisungsleitung mit angespritztem landesspezifischem Netzstecker an die stationäre
Raumversorgung angeschlossen zu werden braucht. Allerdings können aus logistischen Gründen
solche Steckdosenleisten nur mit einer geringen Typenvielfalt angeboten werden, was die Anzahl
der verfügbaren Steckdosen und deren gegenseitigen Abstände betrifft; und wegen der mittig ge
legenen Schutzleiter-Schiene können die Schukobügel nur längsseits orientiert beziehungsweise
nur Steckernormen bedient werden, bei denen der Schutzkontakt in einer etwa mittigen Ebene
zwischen den Steckstiften liegt. Wenn diesbezüglich größere Flexibilität erforderlich ist, muß auf
unsere "wipo-Euroleiste" zurückgegriffen werden. In ihr sind neben einer zusätzlichen Durch
verdrahtung zwischen den beiden eingangs- und ausgangsseitigen Flach-Steckverbindern die ein
zelnen Steckdosensockel mit elektrischen Leitungen diskret verdrahtet, so daß sie unterschiedliche
Normen erfüllen und unterschiedliche Orientierungen aufweisen können.
Aus der US 5,131,860 ist es bekannt, für die Versorgung von Arbeitsplätzen mit unterschiedlichen
Netzen in Großraumbüros in den unteren Rand der Sichtschutz-Stellwände einen Kabelkanal ein
zubauen, durch den hochkant eine Art breiter Stegleitung, also einem bandförmigen Flachkabel
mit mehreren in der flachen Isolierstoffhülle nebeneinander angeordneten, voneinander unabhän
gigen Netzen (jeweils bestehend aus Phase, Nulleiter und Erdleiter) verlaufen. Steckdo
sen-Module, die im Kabelkanal jeweils mittels eines aufrastenden U-Bügels an der Stegleitung
befestigt sind, durchgreifen Öffnungen in einer Seitenwand des Kanals und örtlich korrespondie
rend in der Oberfläche der Stellwand, um hier vom Arbeitsplatz neben der Stellwand aus zugäng
lich zu sein. Jeder Modul ist mit zwei Steckdosen gleicher Norm und gleicher Orientierung in
Kanalrichtung nebeneinander dargestellt und zur Aufnahme eines austauschbaren, als Adapter
dienenden Kontaktsockels bestückbar, dessen Kontaktstücke durch die Isolierung hindurch eine
elektrische Verbindung von den Steckdosen zu den drei Leitungen eines bestimmten der im Kanal
übereinander geführten Netze herstellen.
Für die gänzlich andere Anforderung des lösbaren Anschusses eines Vielader-Flachkabels an eine
gedruckte Schaltung ist es aus der FR 27 30 349 A1 bekannt, in die Leiterplatte eine Kontaktbank
einzulöten, deren Kontaktfahnen gegenüberliegend mit Kontaktstücken in Form von geschlitzten
Enden zum Einschneiden in die Isolierungen einzelner, räumlich zugeordneter Leiter ausgebildet
sind. Die isolierten Leiter werden dafür einzeln in nebeneinander über den Schlitzen liegende,
Hohlräume in Verlängerung der geschlitzten Kontaktfahnen-Enden überbrückende Löcher eines
Haltebalkens eingeführt, der danach mittels eines manuell zu betätigenden Exzenters gegen die
Kontaktfahnen abgesenkt wird, bis deren geschlitzte Enden so tief in die Hohlräume des Balkens
eingetaucht sind, daß sie seitlich in die Leitungen einschneiden.
Der Erfindung liegt dagegen die Aufgabe zugrunde, das zwar schon voll und ganz bewährte
Schreibtischelektrifizierungssystem eingangs beschriebener Art doch noch fortzuentwickeln,
nämlich in Richtung auf wesentlich flexiblere Einsatzmöglichkeiten aber unter Beibehaltung der
handhabungstechnischen Vorteile hinsichtlich zuverlässiger da unproblematischer Installations
möglichkeiten durch Nichtfachleute.
Diese technische Problemstellung ist erfindungsgemäß dem Hauptanspruch zufolge dadurch ge
löst, daß die durchlaufenden Leiter nicht mehr als massive Schienen auf einer Grundplatte mon
tiert, sondern in als solcher bekannter Weise (vgl. die oben schon gewürdigte US 5,131,860) nach
Art von Stegleitungen als drahtförmige - und vorzugsweise jeweils mit eigener Isolierung ausge
stattete - Leiter in einer Ebene in definiertem Abstand parallel zueinander in einer gemeinsamen
äußeren Isolierung zu einem bandförmigen Flachkabel zusammengefaßt sind, an das an grund
sätzlich beliebiger Stelle Steckdosen in grundsätzlich beliebiger Orientierung und von beliebigen
Normen mechanisch angeklemmt und dabei elektrisch kontaktiert werden können. Dafür werden
die Steckdoseneinsätze nun in den gewünschten Orientierungen auf die Kontaktsockel montiert,
die den Flachleiter jeweils wenigstens dreiseitig umgreifen und als Folge mechanischer Kraftein
wirkung mittels der in definiertem Abstand quer zur Längserstreckung des Fachkabels angeord
neten, elektrisch leitenden Druckstücke die Isolierung bis zur Kontaktgabe gegen einen jeweils
örtlich zugeordneten Leiter durchdringen, wobei die Kontaktstücke andererseits elektrisch an die
Steckdosenkontakte (Buchsen und Schutzleiterkontakt) in der jeweiligen Orientierung des auf den
Kontaktsockel montierten Steckdoseneinsatzes über in einer austauschbaren Adapterplatte zu
sammengefaßte elektrisch leitende Verbindungen angeschlossen sind.
Solche zwischen Kontaktsockel und Steckdoseneinsatz in Form einer Adapterplatte einzuschal
tenden Verbindungen können diskret über individuell hingebogene kurze Leitungsstücke oder aber
integral über der Anschlußgeometrie entsprechend ausgestanzte und dabei soweit erforderlich
dreidimensional verformte Profilbleche als den elektrisch leitenden Verbindungen zur Adapter
platte vergossen für die Montage bereitgestellt werden, in unterschiedlichen Formen je nach der
Anschlußnorm und der Einbauorientierung des auf einen Kontaktsockel zu montierenden (nämlich
aufzuschraubenden oder einfach aufzurastenden) Steckdoseneinsatzes.
Da die definierten Geometrien der unterschiedlich angepaßten Verdrahtungsverläufe oder Pro
filbleche in die flache Adapterplatten zusammengefaßt eingegossen sind, ist bei der Montage jeweils
eines Steckdoseneinsatzes auf seinen Kontaktsockel eine mehrteilige Verbindungs-Be
stückung vermieden, weil nur noch eine einzige Platte als die gerade benötigte individuelle An
schlußverdrahtung beim Montieren des Steckdoseneinsatzes auf den Kontaktsockel zwischenge
legt zu werden braucht. Indem diese Platte so eingespannt wird, erfolgt also zugleich eine beidsei
tige (also zum Kontaktsockel und um Steckdoseneinsatz hin orientierte) Kontaktierung.
Das Gegendrucklager zu den unter Durchdringen der Isolierstoffhülle die darin verlaufenden Lei
ter elektrisch kontaktierend aus dem Kontaktsockel hervorragenden Druckstücken ist relativ zu
diesem vorzugsweise parallel geführt, um sicherzustellen, daß die Druckstücke alle etwa gleich
zeitig und mit möglichst gleicher Druckausübung gegen die Leiter kontaktiert werden, um also
insbesondere Verschmorungen infolge eines lokal zu schlechten Übergangswiderstandes zuverläs
sig ausschließen zu können. Der Andruck kann mittels Schrauben erfolgen, die gegen einen defi
nierten Anschlag zu drehen sind. Vorteilhafter ist es aber, eine definierte Montage ganz ohne
Werkzeug durchführen zu können, etwa indem das Gegendrucklager an den Kontaktsockel von
Hand oder mittels wenigstens eines angelenkten, vorzugsweise einarmigen, manuell zu bewegen
den Hebels über eine Anlaufschräge angepreßt wird, bis in einer definierten Endstellung der Hebel
oder die beiden Teile miteinander spürbar verrasten. Diese Verrastung ist vorzugsweise irreversi
bel, so daß der Kontaktsockel ohne besondere Werkzeuge beziehungsweise ohne seine Zerstörung
nicht wieder demontiert werden kann. Dadurch ist sichergestellt, daß stromführende Leiter nicht
bei der schon durchstoßenen Isolierstoffhülle nachträglich örtlich wieder freigelegt werden und
dann z. B. unzulässige Kontaktierungen zu metallenen Schreibtischteilen verursachen können.
Im Grundsatz genügt es für die Schreibtisch-Elektrifizierung, drei Leiter zum Flachkabel einzu
gießen. Dabei liegt dann zweckmäßigerweise der Schutzleiter zwischen der Phase und einem ge
sondert mitgeführten Nulleiter, wie im Falle der eingangs erläuterten "wipo-Steckschiene". Vor
teilhafter ist es jedoch, zwei derartige Stromkreise im Flachkabel zu realisieren - vorzugsweise mit
in der Mitte geführtem gemeinsamem Schutzleiter und mit Speisung der anderen Leiter symme
trisch dazu. Denn dann kann mit dem selben unsymmetrisch mit Druckstücken bestückten Kon
taktsockel von jeder beider Längsseiten des Flachkabels her ein anderer zweier Stromkreise kon
taktiert werden. Damit läßt es sich besonders einfach realisieren, ein gesondertes Netz für den
Betrieb nur von sensiblen Verbrauchern wie etwa Datenverarbeitungsanlagen bereitzustellen,
während an das andere, galvanisch davon getrennte allgemeine Netz auch elektrische Verbraucher
angeschlossen werden dürfen, die nicht so hochwertig entstört sind, etwa ein Staubsauger oder
eine Kaffeemühle. Um auf diesen Umstand aufmerksam zu machen, können die beiden Längshälften
des Flachkabels deutlich unterschiedlich markiert, etwa voneinander abweichend profiliert
oder eingefärbt sein. Auch für die Steckverbinder auf der Anschlußseite beziehungsweise auf der
Abgangsseite ist jeweils nur ein und das selbe Spritzgußteil mit einseitig (also exzentrisch) gele
genen Anschlüssen erforderlich. Das wird
um seine Längsachse gedreht, wenn einmal die eine Hälfte des Flachkabels und dann die Leiter der
anderen Hälfte mit den Steckverbinder-Kontakten zusammenwirken sollen. Allerdings ist es
zweckmäßig, zur Vermeidung von Irrtümern auch diese geometrisch gleichen Steckverbinder für die
beiden parallelen Netze in zwei unterschiedlichen Ausgestaltungen, wenigstens unterschiedlich ein
gefärbt, zur Verfügung zu stellen, so daß am jeweiligen Ende des Flachkabels immer zwei unter
schiedlich erscheinende Steckverbinder übereinander liegend an die Leiter der einen beziehungswei
se der anderen Hälfte des Flachkabels angeschlossen sind.
Zusätzlich zu den Stromversorgungs-Leitern können parallel dazu auch noch Signal- und Steuerlei
tungen in das Flachkabel integriert sein, die z. B. als Bussystem der Fernwirkung, etwa dem Aus- und
Einschalten von gezielt adressierbaren Verbrauchern, dienen können.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus den weiteren Ansprüchen. Der nä
heren Beschreibung der grundsätzlichen Lösung und ihrer Abwandlungen und Weiterbildungen dient
aber auch nachstehende kurze Erläuterung eines prinzipiellen, in seinen Details nicht maßstabsge
recht skizzierten Realisierugsbeispiels zur erfindungsgemäßen Lösung. In der Zeichnung zeigt je
weils in unterbrochener Darstellung:
Fig. 1 einen Längsschnitt durch ein in einen Schreibtisch-Kanal eingelegtes Flachkabel für die erfin
dungsgemäße Schreibtisch-Elektrifizierung, geschnitten in der Ebene seiner Leiter, und
Fig. 2 einen Längsschnitt quer zu demjenigen der Fig. 1.
Als System 11 zur Schreibtisch-Elektrifizierung erstreckt sich längs des Bodens 12 eines am
Schreibtisch montierten oder sogar in dessen Tischplatte eingelassenen und lose abgedeckten Kanals
13 ein hier sog. Flachkabel 14 aus mehreren, vorzugsweise jeweils von einer eigenen Isolation 15
umgebenen, vergleichsweise dicken (für einen Strom von 16 Ampere Stärke geeigneten) elektri
schen Leitern 16, die in einer Ebene parallel zueinander in eine gemeinsame breitseits abgeflachte
Isolierstoffhülle 17 z. B. eingegossen sind. Am Anschlußende 18 des Flachkabels 14 sind die Stirn
enden der Leiter 16 koaxial und in Längsrichtung in Kontaktierungshülsen 19 zu den Stiften 20 von
zwei übereinander gelegenen Steckverbindern 21 eingefaßt. Von denen ist im Horizontalschnitt der
Fig. 1 nur der untere zu sehen, der in diesem Beispiel nur an den oben dargestellten Stromkreis mit
seinen drei Leitern 16 (von außen: Null N, Phase P und Schutz S) angeschossen ist. Der oberhalb
der Darstellebene liegende andere Verbinder ist an die anderen Leiter angeschlossen; wobei zur
Verwendung des selben zentral verlaufenden Schutzleiters 5 ein Querkontakt zum ersterwähnten
Steckverbinder 21 besteht (in der Zeichnung nicht dargestellt). An die flachen Steckverbinder 21
werden Buchsen-Kupplungen 22 von Netz-Einspeisungsleitungen 23 in Längsrichtung des Kanals 13
und somit des Flachkabels 14 angeschlossen, so daß in der Kanalbreite nicht zusätzlicher Raum nur
für eine etwa quer zugeführte und dann erst abbiegende Einspeisungsleitung 23 benötigt wird. Ge
genüberliegend, am Abgangsende 24 des Flachkabels 14, kann aufgrund der Durchverdrahtung in
Form der Leitungen 16 im Flachkabel 14 an die ebenfalls koaxial zu den Leitern 16 orientierten
Buchsen 25 eines Ausgangs-Steckverbinders 21 eine Verbindungsleitung zum Speisen eines weite
ren, gegen das dargestellte in Längsrichtung versetzten Flachkabels in dem selben Kanal 13 oder in
einem anderen Kanal angeschlossen werden.
Das Kontaktieren der Leiter 16 erfolgt mittels angespitzter Druckstücke 26, die aus einem Kon
taktsockel 27 in Richtung quer auf das Flachkabel 14 zu hervorragen. Unter dem Einfluß einer von
der gegenüberliegenden Seite des Flachkabels 14 her mittels eines Gegendrucklagers 28 ausgeübten
Kraft durchschneiden die spitzen oder messerförmigen Druckstücke 26 die Isolierstoffhülle 17 und
die Isolation 15 des örtlich zugeordneten Leiters 16 bis zur sicher kontaktierenden Anlage gegen
diesen. Dafür erfährt das plattenförmige Gegendrucklager 28 zweckmäßigerweise im das Flachkabel
14 brückenartig übergreifenden Standbereich 29 eine Parallelführung, wie in der Zeichnung skizziert.
Für die Relativbewegung zwischen Gegendrucklager 28 und Standbereich 29 beziehungsweise
Kontaktsockel 27 können etwa an letzteren hebelförmige Handhaben angelenkt sein, die sich z. B.
mit Anlaufschrägen unter das Gegendrucklager 28 schieben, bis ein Einrasten erkennen läßt, daß der
Kontaktierungsvorgang erfolgreich beendet ist.
Die Kontaktsockel 27 und/oder die flachen Steckverbinder 21 können mittels untergelegter doppel
seitiger Klebestreifen oder über etwa seitlich vorstehend angeformte Schraubösen 30 am Kanal-Bo
den 12 festgelegt werden. Für das im Betrieb mechanisch nicht direkt beanspruchte Flachkabel 14 ist
solche Montage nicht notwendig.
Je nach der Orientierung der Steckdosen-Kontakte 31 im Grund des duch Verschraubung oder Ver
rastung auf den Kontaktsockel 27 montierbaren Steckdoseneinsatzes 34 verlaufen die kurzen Lei
tungsstücke 32 unterschiedlich zwischen den Steckdosen-Kontakten 31 und den Druckstücken 26
des Kontaktsockels 27. Deshalb ist es zweckmäßiger, statt der individuellen Anschlußverdrahtung
wie in der Zeichnung gepunktet angedeutet jeweils eine Adapterplatte 33 zwischen dem Steckdo
seneinsatz 34 und ihrem Kontaktsockel 27 einzulegen. Der ist nach Maßgabe der Steckernorm und
der Einbauorientierung mit einer zwei- oder dreidimensionalen Verdrahtungsgeometrie ausgestattet,
vorzugsweise in Form von eingegossenen elektrisch leitenden Blechteilen, die dann unmittelbar die
Druckstücke 26 mit den funktional zugeordneten Steckdosen-Kontakten 31 verbinden.
Zum nachträglichen Ausstatten des Systems 11 mit einer weiteren Steckdose wird einfach das Flach
kabel 14 an der gewünschten Stelle so weit vom Kanal-Boden 12 angehoben, daß ein Gegendrucklager
28 untergeschoben werden kann. Dieses Gegendrucklager 28 wird dann vom Standbereich 29
eines Kontaktsockels 27 mit in gewünschter Orientierung darauf montiertem Steckdoseneinsatz 34
übergriffen und mittels Hebelbewegung (nicht gezeichnet) damit bis zum Einrasten, unter Kontakt
gabe gegen die Leiter 16, verpreßt. Abschließend kann eine Verklebung oder Verschraubung mit
dem Kanal-Boden 12 vorgenommen werden, um die Lage der so zusätzlich am Schreibtisch verfüg
baren Steckdose zu fixieren.
Das erfindungsgemäß verbessertes System zur Schreibtisch-Elektrifizierung weist also die Vorteile
auf, weiterhin ohne Werkzeugeinsatz auch von Nichtfachleuten zuverlässig installiert werden zu
können; wobei es aber flexibler einsetzbar ist, weil nun die herkömmliche in einen Schreibtisch-
Kanal 13 eingesenkte Steckschiene mit an fest vorgegebenen Positionen und in einheitlicher Orien
tierung angeordneten Steckdoseneneinsätzen 34 erseht ist durch ein Flachkabel 14, dessen Leiter an
beliebiger Stelle Längs des Flachkabels 14 und auch noch nachträglich mittels eines Kontaktsockels
27 schraubenlos kontaktiert werden können, mit vorheriger Verdrahtung und Montage des Steckdo
seneinsatzes 34 in grundsätzlich beliebiger Orientierung auf dem Kontaktsockel 27. Je nachdem, von
welcher Längsseite her der Kontaktsockel 27 auf das Flachkabel gesetzt ist, wird eines zweier Netze
kontaktiert, die einen zwischen einander verlaufenden Schutzleiter S gemeinsam nutzen.
Claims (14)
1. Schreibtischelektrifizierungs-System (11) mit Steckdosen, die in Längsrichtung eines Kanals
(13) zueinander distanziert angeordnet und parallel zueinander über nebeneinanderliegende
Schienen an eine Einspeisungsleitung (23) angeschlossen sind, welche ihrerseits am Anschlußen
de (18) der Schienen über Steckverbinder (21) an diese angeschlossen ist,
wobei die Schienen als in eine gestreckte flache Isolierstoffhülle (17) nebeneinander zu einem Flachkabel (14) eingefaßte Leiter (16) ausgebildet sind, an die an wahlfreien Orten längs des Flachkabels (14) Steckdoseneinsätze (34), mittels Druckstücken (26) an Kontaktsockeln (27) die Isolation (15) des Flachkabels (14) zu den Leitern (16) durchdringend, kontaktierbar sind, und wo bei jeweils zwischen einerseits die Leiter (16) und andererseits die ihnen elektrisch zugeordneten Steckdosen-Kontakte (31) elektrisch leitende Verbindungen liegen, die in eine Adapterplatte (33) eingefaßt sind, die austauschbar zwischen ihrem Steckdoseneinsatz (34) und dem Kontaktsockel (27) angeordnet ist,
und wobei die Steckdoseneinsätze (34), auch solche unterschiedlicher Anschlußnormen, in Längs richtung, in Querrichtung oder in beliebiger anderer Orientierung bezüglich des Verlaufes des Flachkabels (14) über jeweils eine entsprechend ausgerüstete bzw. orientierte Adapterplatte (33) angeschlossen sind.
wobei die Schienen als in eine gestreckte flache Isolierstoffhülle (17) nebeneinander zu einem Flachkabel (14) eingefaßte Leiter (16) ausgebildet sind, an die an wahlfreien Orten längs des Flachkabels (14) Steckdoseneinsätze (34), mittels Druckstücken (26) an Kontaktsockeln (27) die Isolation (15) des Flachkabels (14) zu den Leitern (16) durchdringend, kontaktierbar sind, und wo bei jeweils zwischen einerseits die Leiter (16) und andererseits die ihnen elektrisch zugeordneten Steckdosen-Kontakte (31) elektrisch leitende Verbindungen liegen, die in eine Adapterplatte (33) eingefaßt sind, die austauschbar zwischen ihrem Steckdoseneinsatz (34) und dem Kontaktsockel (27) angeordnet ist,
und wobei die Steckdoseneinsätze (34), auch solche unterschiedlicher Anschlußnormen, in Längs richtung, in Querrichtung oder in beliebiger anderer Orientierung bezüglich des Verlaufes des Flachkabels (14) über jeweils eine entsprechend ausgerüstete bzw. orientierte Adapterplatte (33) angeschlossen sind.
2. System nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Steckdoseneinsatz (34) verrastend mit einem Kontaktsockel (27) verbindbar ist.
3. System nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
daß die elektrische Verbindung zwischen den Druckstücken (26) und den Steckdosen-Kontakten
(31) über in der Adapterplatte (33) gehalterte Profilbleche erfolgt.
4. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die mechanische Verbindung zwischen den Druckstücken (26) und den Leitern (16) mittels ei
nes Gegendrucklagers (28) für den Kontaktsockel (27) erfolgt.
5. System nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet,
daß das Gegendrucklager (28) im Standbereich (29) des Kontaktsockels (27) eine Parallelführung
erfährt.
6. System nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet,
daß ein Hebel zum Anpressen des Gegendrucklagers (28) gegen den Kontaktsockel (27) unter Zwi
schenlage des Flachkabels (14) mit in dessen Isolierstoffhülle (17) eindringenden Druckstücken (26)
vorgesehen ist.
7. System nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß eine Verrastung zwischen dem Kontaktsockel (27) und seinem Gegendrucklager (28) vorgese
hen ist.
8. System nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet,
daß die Verrastung irreversibel ausgelegt ist.
9. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kontaktsockel (27) mittels Schraubösen (30) auf dem Boden (12) des Kanals (13) befestig
bar ist.
10. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Leiter (16) zweier Netze, die einen mittig verlaufenden Schutzleiter (S) gemeinsam nutzen,
in einer Ebene nebeneinander im Flachkabel (14) vorgesehen sind.
11. System nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet,
daß die Kontaktsockel (27) mit den Druckstücken (26) und/oder die Flachstecker (22) für die Stirn
enden der Leiter (16), für wahlweise Verwendbarkeit an einem beider Netze durch bloßes Umdre
hen, nur einseitig asymmetrisch mit Druckstücken (26) beziehungsweise mit Kontaktierungshülsen
(19) bestückt sind.
12. System nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet,
daß eines beider Netze vom anderen visuell oder taktil unterscheidbar markiert und für störarme
Sonderverbraucher, insbesondere für Datenverarbeitungseinrichtungen, vorgesehen ist.
13. System nach einem der Ansprüche 10 bis 12, dadurch gekennzeichnet,
daß am Stirnende des Flachkabels (14) zwei Flachstecker (22) gegensinnig übereinander aufgesteckt
und untereinander für gemeinsamen Anschluß an den Schutzleiter (S) kontaktiert sind.
14. System nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß der Kanal (13) zur Aufnahme des Flachkabels (14) mit anklemmbaren Steckdoseneinsätzen (34)
in die Platte des Schreibtisches eingesenkt ist.
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998135812 DE19835812C2 (de) | 1998-08-08 | 1998-08-08 | Schreibtischelektrifizierungs-System |
| DE29911573U DE29911573U1 (de) | 1998-08-08 | 1999-07-02 | Schreibtischelektrifizierungs-System |
Applications Claiming Priority (1)
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