DE19835684C2 - Verfahrbare Türflügelanordnung - Google Patents
Verfahrbare TürflügelanordnungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine verfahrbare Türflügelanord
nung,
nach dem
Oberbegriff des Anspruches 1 bzw. des Anspruches 2.
Automatische Schiebetüren sind beispielsweise aus der DE 44 00 940 C1
bekannt geworden. Die verfahrbaren Schiebe
türflügel sind längs einer oberhalb der Tür verankerten
Laufschiene aufgehängt, die als Profilträger ausgebildet
ist. Längs dieser horizontalen Laufschiene werden die
Türflügel geführt.
Allerdings müssen die Türflügel nach der Montage an die
Bautoleranzen und Unebenheiten der Gebäudeöffnung, d. h. an
die lichte Höhe des Türdurchlasses angepaßt werden.
Von daher umfassen bekannt gewordene automatische Schiebetür-Anordnungen
eine Höheneinstellung, für die die Schie
betürflügel tragenden Laufwagen. D. h., daß an den Laufwa
gen nach erfolgter Montage der Laufschiene ein Höhenaus
gleich zur Anpassung des unteren Endes der Schiebetüren
gegenüber dem Boden vorgenommen werden kann und muß. Die
Laufwagen sind von daher teilweise mit recht aufwendigen
Verstellmöglichkeiten versehen.
Zudem muß versucht werden, insbesondere bei verfahrbaren
Schiebetürflügeln, diese im Bodenbereich zumindest inso
weit zu führen, daß diese bei Kraftbeanspruchung quer zur
Türflügelebene stabil sind.
Ein Flügel für eine Tür ist beispielsweise auch aus der DE 297 23 164 U1
bekanntgeworden. In dem unteren Sockelprofil
ist beispielsweise eine Art Schwert in unterschiedlicher
relativer Höhenlage zum Türflügel, d. h. zum unteren Soc
kel, montierbar. Dazu weist die andere Sockelleiste eine
in Längsrichtung verlaufende und nach unten hin offene Nut
auf, die an ihren gegenüberliegenden Vertikalwänden mit
mehreren in Horizontalrichtung verlaufenden Längsrillen
versehen ist. Die darin einsetzbare Abschlußleiste weist
an ihren angrenzenden Außenwänden Längsrillen auf, die
komplementär zu den Längsrillen an der Abschlußleiste aus
gebildet sind, so daß die Abschlußleiste bei ineinander
greifenden Längsrillen in horizontaler Richtung innerhalb
des Randabschlusses axial verschoben werden kann, die ver
tikale Ausrichtung hierbei jedoch nicht verändert werden
kann. Zur Ermöglichung einer unterschiedlichen Höhenju
stierung muß dazu zunächst die Abschlußleiste insgesamt
stirnseitig aus dem Sockelprofil herausgeschoben und in
unterschiedlicher Höheneinstellung wieder eingefügt wer
den. Eine geneigte Anordnung der Abschlußleiste ist nicht
möglich, da eine Verkippung durch die Zwangsführung der
Längsrillen nicht möglich ist. Zudem ist auch keine Anpas
sung an die unterschiedlichen Erfordernisse zur Ausgestal
tung unterschiedlicher Abschlußleisten oder die Unterbrin
gung unterschiedlicher Abschlußelemente parallel zuein
ander möglich.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es von daher, die
Nachteile nach dem bekannten Stand der Technik zu über
winden und eine demgegenüber für unterschiedliche Ein
satzfälle und Besonderheiten geeignete, vereinfachte Lö
sung für einen Höhenausgleich
eines Türflügels zu schaffen, näm
lich insbesondere für einen automatisch längsverfahrbaren
Schiebetürflügel.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im An
spruch 1 oder 2 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteil
hafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unter
ansprüchen angegeben.
Das erfindungsgemäß Abschlußelement an der Unterseite des Türflügels zeichnet sich dadurch
aus, daß es im Gegensatz zum Stand der Technik nicht nur
in Horizontalrichtung parallel zu den Längsrippen, sondern
auch quer dazu, d. h. in Vertikalrichtung in unterschiedli
cher Höhenlage montiert werden kann. Dazu weist die ein
steckbare Abschlußleiste Eingriffselemente mit einer
Schnapp- und/oder Rasteinrichtung auf, die mit dem am jeweils
anderen Bauteil ausgebildeten Längsrippen zusammenwirken.
Die verwendete Abschlußleiste, also das Schwert oder bei
spielsweise eine Bürstenleiste ist bevorzugt mit zumindest
zwei oder mehreren in Längsrichtung versetzt liegenden
Schnapp- oder Rasteinrichtungen, insbesondere in Form von
Kugelschnäppern versehen, wobei die Längsnuten zur Auf
nahme des Schwertes oder der Bürstenleiste bevorzugt mit
innenliegenden Längsrippen ausgebildet sind, so daß die
Bürstenleiste oder das Schwert mit ihrem bzw. seinem rück
wärtigen in die Nut in der Sockelprofilleiste des Tür
flügels eingesteckten Ende mit den Schnäppern in unter
schiedlicher relativer Höhenlage durch die Längsrippen in
den Nuten sicher gehalten und verankert werden kann. Dabei
läßt dieses Konstruktionsprinzip eine problemlose Anpas
sung selbst an schiefe Bodenflächen zu, da sowohl das
Schwert als auch die Bürstenleiste zumindest auch leicht
schräg eingebaut werden kann, also an gegenüberliegenden
Seiten unterschiedlich weit in Richtung Boden vorstehen
kann.
Bevorzugt oder alternativ umfaßt das Profil gemäß der Er
findung zumindest zwei, vorzugsweise drei in Längsrichtung
des Profils verlaufende und nach unten hin mit ihrer Öff
nungsrichtung ausgerichtete Längsnuten. Diese sind im Sei
tenabstand quer zur Türflügelebene versetzt liegend par
allel angeordnet und erstrecken sich über die gesamte
Länge des Türflügels, wodurch in Anpassung an die unter
schiedlichen Bedingungen sowohl das Schwert als auch die
Bürstenleiste an beiden außenliegenden Längsnuten einge
setzt werden können, oder es können an den beiden gegen
überliegenden Außennuten zwei Bürstenleisten oder zwei in
unterschiedlicher Tiefe einsetzbare Schürzen oder Schwerte
eingesetzt werden.
Insbesondere dann, wenn im Bodenbereich eine Bodenschiene
eingelassen ist, wird bevorzugt ein Bodenführungselement
in dem Türflügelprofil mit diesem mitverfahrbar einge
setzt, welches in eine entsprechende Führung in der Boden
schiene eingreift. Da hierdurch der gesamte Abstandsspalt
zwischen der Unterseite des Türprofils und der Bodenober
fläche überbrückt wird, wird hierdurch gleichzeitig auch
eine Bodenanpassung ermöglicht. Vor allem kann in diesem
Bereich auch kein Luftzug durch den Türflügel. Eine der
artige Führungsstrebe dient aber auch einer deutlich ver
besserten Einbruchsicherheit, da der gesamte Türflügel
hierüber nicht nur geführt, sondern auch in der geschlos
senen Stellung über seine gesamte Breite fest und sicher
über die Bodenschiene abgestützt und gesichert ist.
Aber auch da, wo keine im Boden eingelassene Bodenschiene
vorgesehen ist, kann über eine herkömmliche auf der Boden
fläche fest verankerte Winkelschiene eine Führung bewerk
stelligt werden. Die Winkelschiene ist dabei in der Regel
so dimensioniert, daß sie mit dem Türflügel sowohl in des
sen geöffneter als auch in dessen geschlossener Stellung
noch zusammenwirkt.
Insbesondere bei derartigen Winkelschienen wird dann erfindungsgemäß
vorgeschlagen, zumindest in unterschiedli
cher Höhenlage in einer zweiten vorgesehenen Längsnut ein
Schwert oder eine Schürze zu befestigten, welches/welche
den unteren Spalt zwischen Türunterseite und Boden über
brücken kann.
Dieses Überbrückungselement kann, wie erwähnt, aus einem
Schwert oder einer Schürze bestehen, also u. a. aus einer
Metalleiste oder beispielsweise einer Bürstenleiste, die
knapp über dem Bodenniveau endet.
Im Sinne einer kinematischen Umkehrung kann auch die ein
setzbare Abschlußleiste, bzw. insbesondere das Schwert,
die Schürze oder die Bürstenleiste mit in Längsrichtung
verlaufenden Rippen versehen sein, also mit einer quer zur
Einsteckrichtung ausgebildeten Berg-/Tal-Struktur, wobei
die entsprechenden Schnapp- und/oder Rasteinrichtungen an
der angrenzenden Innenseite der zumindest einen Längsnut
ausgebildet sind.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand von Ausführungsbei
spielen näher erläutert. Dabei zeigen im einzelnen:
Fig. 1: eine schematische perspektivische Darstel
lung einer zweiflügeligen automatisch be
tätigbaren Schiebetür mit an der Untersei
te der Schiebetürflügel vorgesehenen, er
findungsgemäß ausgestalteten Längsprofi
len;
Fig. 2: eine schematische vertikale Querschnitts
darstellung durch das erfindungsgemäße
Längsprofil zur Darstellung der unter
schiedlichen Einsatzmöglichkeiten;
Fig. 3: eine schematische Seitenansicht auf ein
erfindungsgemäß in unterschiedlicher Rela
tivhöhenlage einsetzbares Schwert;
Fig. 4: eine Seitenansicht auf den unteren Bereich
eines Schiebetürflügels mit leicht schräg
eingesetztem, an den beiden gegenüberlie
genen Enden unterschiedlich weit vorste
hendem Schwert; und
Fig. 5: ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel bei
Verwendung einer am Boden befestigten Win
kelschiene.
In Fig. 1 ist in schematischer perspektivischer Darstel
lung eine automatische Schiebetür mit zwei gegensinnig
verfahrbaren Schiebetürflügeln 1 und zwei feststehenden
Türseitenteilen 3 gezeigt.
In einem oberhalb des Türdurchgangs in der Regel mauer-
oder wandseitig verankerten horizontal verlaufenden Gehäu
se 5 ist die an sich grundsätzlich bekannte und nach Art
eines Profilträgers ausgebildete Laufschiene vorgesehen,
wie sie beispielsweise auch aus der DE 44 00 940 C1 be
kannt ist, auf deren Offenbarungsgehalt in vollem Umfange
Bezug genommen wird.
Ferner befinden sich im Gehäuse 5 in der Regel die notwen
digen Antriebsanordnungen zum Antrieb der die beiden
Schiebetürflügel 1 tragenden Laufwagen, wie sie ebenfalls
in der vorstehend genannten Vorveröffentlichung beschrie
ben sind.
Die Laufwagen gemäß der vorliegenden Erfindung müssen, wie
in dem gezeigten Ausführungsbeispiel, keine Höhenaus
gleichs-Einrichtung zur Anpassung an unterschiedliche Bo
dentoleranzen und Bodenunebenheiten mehr aufweisen. Mit
anderen Worten werden die Laufwagen direkt am jeweiligen
Türflügel befestigt, so daß im Antriebsbereich keine Hö
henverstellmöglichkeit mehr vorgesehen werden muß. Dadurch
kann die Antriebsanordnung, d. h. insbesondere auch die
Gehäuseanordnung in einer geringen Höhe von beispielsweise
70, 80, 90, 100 oder 120 mm ausgeführt werden, wobei sol
che gering dimensionierten Höhen insbesondere dann von
Vorteil sind, wenn der Antrieb vorzugsweise in einem Fas
sadensystem integriert werden soll.
An den beiden verfahrbaren Türflügeln ist unterseitig ein
sich in der Regel über die gesamte Breite (oder im wesent
lichen über die gesamte Breite) erstreckendes Sockelprofil
9 vorgesehen, welches in Fig. 2 im schematischen Quer
schnitt wiedergegeben ist.
Aus der Querschnittsdarstellung gemäß Fig. 2 ist ersicht
lich, daß das Sockelprofil, welches aus einem Ziehteil bestehen
kann (beispielsweise aus einem Aluminiumprofil), an
der Oberseite zwei mit einem Abstandshalter 11 versehene
Scheiben 13 außenrandseitig leicht umgreift und damit fest
verbunden ist.
An der Unterseite des Sockelprofils 9 sind drei parallel
und vertikal zueinander ausgerichtete, sich über die ge
samte Länge des Sockelprofils erstreckende Nuten A, B und
C vorgesehen, die quer zum Sockelprofil 9 und damit quer
zur Ebene des Türflügels 1 beabstandet zueinander sitzen.
Die außenliegenden Nuten A und C sind identisch ausge
bildet und weisen an ihren aufeinander zu weisenden, ge
genüberliegenden Innenflächen 15 eine Rippenstruktur 17
auf, die aus einer Vielzahl von in Längsrichtung in glei
cher Höhenlage verlaufenden Rippen 17' besteht. Diese
Rippen 17' können mit einem Abstand oder einer Dicke von
beispielsweise 0,5 bis 2,0 mm, vorzugsweise um 1 mm ausge
bildet sein. Die Rippenhöhe kann ebenfalls gering dimen
sioniert sein, und im mm-Bereich von beispielsweise 0,5 mm
bis 2,0 mm, also um 1 mm liegen.
In diese Längsnuten A oder C können nunmehr den Boden
abstandsspalt 21 zwischen Unterseite des Sockelprofils 9
und der Bodenfläche 23 überbrückende Abstands-
Überbrückungselemente 25 eingesetzt werden, welche bei
spielsweise aus einem Schwert oder einer Schürze 27 beste
hen, wie dies in Nut C eingesetzt gezeigt ist.
Dieses in Fig. 3 in Seitenansicht nochmals wiedergegebene
Schwert 27 besteht aus einer Längsleiste, welche mit zu
mindest zwei, vorzugsweise mehreren in Längsrichtung ver
setzt liegenden und eher dem rückwärtigen (also oberen)
Einsteckbereich zugeordneten Kugelschnäppern 29 ausgestat
tet ist, die bekanntermaßen entgegen der Kraft einer in
ternen Federeinrichtung in ihre nach außen leicht vor
stehende Ausgangslage druckbeaufschlagt sind.
Ein derartiges in Fig. 3 in Seitenansicht wiedergegebenes
Schwert kann von unten her beispielsweise in die Nut A
oder C eingesetzt werden, wobei beim Einstecken die Kugel
schnäpper 29 der Rippenstruktur stets folgen und je nach
Einstecktiefe eine Lage einnehmen, bei der die jeweilige
Kugel in einem Rippental, also zwischen zwei benachbarten
Rippen 17' zu liegen kommt. Durch diese Maßnahme wird das
Schwert 27 kraft- und formschlüssig in der gewünschten
Position gehalten.
Dieser Befestigungsmechanismus hat den großen Vorteil, daß
ohne Hilfsmittel eine beliebige Höhenlage des Schwertes 27
stabil und fest eingestellt werden kann, und dabei sogar
eine Einsteckmöglichkeit - wie in Fig. 4 schematisch
wiedergegeben ist - vorgenommen werden kann, bei welcher
eine Anpassung des Schwertes an einen schiefen Bodenver
lauf 23 möglich ist. Denn das Schwert kann - wie in Fig.
4 in Seitenansicht dargestellt ist - an der einen Seite
des Türflügels tiefer und an der gegenüberliegenden Seite
des Türflügels weniger tief eingesteckt werden, also un
terschiedlich weit in Richtung Boden vorstehen.
Wie in Fig. 2 gezeigt ist, kann anstelle eines Schwertes
oder einer Schürze 27 auch eine Bürstenleiste 31 einge
setzt werden. Auch diese Bürstenleiste hat an ihrem rück
wärtigen Ende eine gleich ausgebildete Schnäppereinrich
tung mit mehreren, in Längsrichtung der Bürstenleiste
versetzt liegenden Kugelschnäppern 29. Dabei kann die Ein
stecktiefe der Bürstenleiste 31 geringer dimensioniert
sein, als die Tiefe des Schwertes 27, obgleich dies nicht
zwingend notwendig ist.
Je nach Anforderung kann innen oder außenliegend eine
Bürstenleiste beispielsweise in der Nut A und ein Schwert
in der Nut C eingesetzt sein. Möglich ist es aber auch,
daß beispielsweise in den Nuten A und C jeweils ein
Schwert 27 oder jeweils eine Bürstenleiste 31 eingesetzt
werden. In beiden Fällen wird hierdurch ein Luftzug durch
den Bodenabstandsspalt 21 hindurch vermieden.
Um die Tür aber noch sicher zu führen und zu verankern
kann ferner noch eine Führungsschiene 33 vorgesehen sein,
die im gezeigten Ausführungsbeispiel in der mittleren
Längsnut B in dem Sockelprofil 9 eingesetzt ist, und zwar
unter Verwendung eines im Querschnitt U-förmigen Halte
einsatzes 35. Es kann sich hierbei um ein Kunststoffteil
handeln, wodurch die im Querschnitt rechteckförmige Füh
rungsschiene 33 im Preßsitz in der mittleren Längsnut B im
Sockelprofil 9 verankert werden kann. Es können aber auch
andere Befestigungseinrichtungen für die schürzen- oder
leistenähnliche Führungsschiene 33 vorgesehen sein.
Bei dem in Fig. 2 gezeigten Ausführungsbeispiel wirkt die
Führungsschiene 33 mit einer im Boden 39 eingelassenen
Bodenschiene 41 zusammen. Diese Bodenschiene 41 ist in
einer im Boden vorgesehenen Ausnehmung 43 fest verankert
und eingebaut und fluchtet an der Oberseite bevorzugt mit
der Bodenfläche 23, steht also dort nicht vor und behin
dert nicht den freien Durchgang durch die Tür bei geöff
neten Türflügeln. Diese Bodenschiene weist ebenfalls eine
Längsnut auf, in welche nunmehr die Führungsschiene 33
eingreift. Da sich die Führungsschiene 33 über die gesamte
Länge des Sockelprofils 9 bzw. über die gesamte Breite der
Türflügel 1 erstrecken soll und mit dem Türflügel mit
verfahrbar ist, ergibt sich dadurch die Besonderheit, daß
der Türflügel nicht nur extrem gut geführt und gehalten
ist (nämlich über seine gesamte Breite), sondern daß da
durch auch verhindert wird, daß ein Luftzug durch den
Bodenabstandsspalt 21 hindurchtreten kann. Vor allem wird
hierdurch bei geschlossenem Türflügel eine extrem hohe
Einbruchsicherheit gewährleistet. Da die Bodenschiene 41
selbst aus eloxiertem Aluminium bestehen kann (eloxiert
deshalb, um bei eingegossenem Zustand im Boden nicht mit
Zementbestandteilen zu reagieren), ist bevorzugt in der
Längsausnehmung 43' in die Bodenschiene 41 noch ein Ein
satz 45 aus rostfreiem und geglättetem Stahl eingesetzt,
welcher der nutförmigen Ausnehmung 43 nachgebildet ist, so
daß in die nutförmige Ausnehmung 43' des Einsatzes die
erwähnte Führungsschiene 33 eintauchen kann.
Steht aber eine derartige Bodenschiene 41 nicht zur Verfü
gung, so kann - wie nur schematisch in Fig. 5 wiedergegeben
ist - auch eine am Boden verankerte Winkelschiene oder
eine sonstige im Boden eingelassene, mit einem Vertikal
schenkel 47 versehene Schiene 48 vorgesehen sein, die nun
mehr am Boden feststeht und in die nutförmige Ausnehmung
B im Sockelprofil 9 eingreift, um hierüber den Türflügel
gegen ein Verkippen bei Kraftbeaufschlagung quer zur
Flügelebene zu sichern. Eine derartige Winkelschiene wäre
bei der Ausführungsform gemäß Fig. 1 bevorzugt vor den
feststehenden Türseitenteilen 3 vorgesehen und ragt dabei
nur soweit in den Türdurchgang vor, daß bei geöffneten
Türflügeln die Winkelschiene bzw. dessen Vertikalschenkel
47 den freien Durchgang nicht behindert und bei geschlos
senen Türflügeln der Vertikalschenkel 47 noch in den au
ßenliegenden Endbereich des Sockelprofils 9 in die
Sockelprofil-Nut B eingreift.
Die oben erwähnte Schürze, beispielsweise in Form des
Schwertes 27, und/oder die Bürstenleiste 31 wird bevorzugt
bei Verwendung eines im Boden fest verankerten Vertikal
schenkels 47 eingesetzt. Bei Verwendung einer mit den
Türflügeln mitlaufenden und in eine Bodenschiene 41 ein
tauchenden Führungsschiene 33 wird hierdurch bereits ein
Luftdurchzug durch den Abstandsspalt vermieden, so daß die
Verwendung eines zusätzlichen, beispielsweise in die Nut
A oder C eingesetzten Schwertes nur noch der optischen
Bodenspaltverringerung dient.
Abweichend von der in die Bodenschiene eingreifenden Füh
rungsschiene 33 unter Erzeugung einer Gleitlagerung kann
auch eine Rollenlagerung vorgesehen sein, und zwar mittels
zwei in Querrichtung der Führungsebene leicht versetzt
liegenden Rollenpaaren, so daß die eine Rolle an der einen
Vertikalseite der nutförmigen Ausnehmung 43 bzw. 43' und
die jeweils zweite Rolle an der gegenüberliegenden Verti
kallängsseite derselben Ausnehmung anliegen und darum
abrollen.
Die Erfindung ist insbesondere für den Fall eines Schiebe
türflügels erläutert worden. Durch Abweichung der in eine
Bodenschiene eingreifenden Leiste ist insbesondere die
Verwendung und die Verankerung einer Bürstenleiste und
eines den Bodenabstandsspalt nur optisch verringernden
Schwertes oder einer Schürze auch bei Drehflügeltüren
einsetzbar.
Claims (13)
1. Verfahrbare Türflügelanordnung, insbesondere für auto
matisch verfahrbare Schiebetürflügel, mit einer Höhenaus
gleich-Einrichtung zum Ausgleich von Bodenunebenheiten und
Toleranzen, mit den folgenden Merkmalen:
- - in einem an der Unterseite des verfahrbaren Türflügels (1) ausgebildeten Sockelprofil (9) ist zumindest eine in Längsrichtung des Sockelprofils (9) verlaufende, nach unten hin geöffnete Längsnut (A, B, C) vorgesehen,
- - die zumindest eine Längsnut (A, C) weist an zumindest einer ihrer beiden aufeinanderzuweisenden Innenflächen (15) eine Rippenstruktur (17) mit in Längsrichtung ver laufenden Rippen (17') oder einer in Vertikalrichtung sich abwechselnden Berg-/Tal-Struktur auf,
- - in die zumindest eine Längsnut (A, C) ist ein Schwert oder eine Schürze (27) oder eine Bürstenleiste (31) einsetzbar,
- - zumindest eine Außenfläche des in die zumindest eine Längsnut (A, C) einsteckbaren Schwertes oder der darin einsteckbaren Schürze (27) oder Bürstenleiste (31) ist mit einer Eingriffseinrichtung versehen, die mit der Rippenstruktur oder der Berg-/Tal-Struktur (17) unter Erzeugung eines definierten Sitzes unter Positionierung des Schwertes, der Schürze (27) oder der Bürstenleiste (31) zusammenwirkt,
- - die Eingriffseinrichtung umfaßt eine Schnapp- und/oder Rasteinrichtung (29),
- - die Schnapp- und/oder Rasteinrichtung (29) ist so ausge bildet, daß das Schwert, die Schürze (27) oder die Bür stenleiste (31) von unten her quer zur Längsrichtung der Rippenstruktur (17) oder der Berg-/Tal-Struktur in unterschiedlicher Höhenlage im Sockelprofil (9) einsetz- oder verstellbar ist, und
- - die Eingriffselemente sind jeweils auf die mit der Rip penstruktur (17) oder der Berg-/Tal-Struktur versehenen Innenfläche der zumindest einen Längsnut (A, C) vor gespannt.
2. Verfahrbare Türflügelanordnung, insbesondere für auto
matisch verfahrbare Schiebetürflügel, mit einer
Höhenausgleichs-Einrichtung zum Ausgleich von Bodenuneben
heiten und Toleranzen, mit den folgenden Merkmalen:
- - in einem an der Unterseite des verfahrbaren Türflügels (1) ausgebildeten Sockelprofil (9) ist zumindest eine in Längsrichtung des Sockelprofils (9) verlaufende, nach unten hin geöffnete Längsnut (A, B, C) vorgesehen,
- - in die zumindest eine Längsnut (A, C) ist ein Schwert oder eine Schürze (27) oder eine Bürstenleiste (31) einsetzbar,
- - zumindest eine Außenfläche des in die zumindest eine Längsnut (A, C) einsteckbaren Schwertes oder der darin einsteckbaren Schürze (27) oder Bürstenleiste (31) ist mit einer Rippenstruktur (17) mit in Längsrichtung ver laufenden Rippen (17) oder einer in Vertikalrichtung sich abwechselnden Berg-/Tal-Struktur versehen,
- - die zumindest eine Längsnut (A, C) weist an zumindest einer ihrer beiden aufeinander zu weisenden Innenfläche eine Eingriffseinrichtung auf, die mit der Rippenstruk tur oder der Berg-/Tal-Struktur (17) unter Erzeugung eines definierten Sitzes unter Positionierung des Schwertes, der Schürze (27) oder der Bürstenleiste (31) zusammenwirkt,
- - die Eingriffseinrichtung umfaßt eine Schnapp- und/oder Rasteinrichtung (29),
- - die Schnapp- und/oder Rasteinrichtung (29) ist so ausge bildet, daß das Schwert, die Schürze (27) oder die Bür stenleiste (31) von unter her quer zur Längsrichtung der Rippenstruktur (17) oder Berg-/Tal-Struktur in unter schiedlicher Höhenlage im Sockelprofil (9) einsetz- oder verstellbar ist, und
- - die Eingriffselemente sind jeweils auf die mit der Rip penstruktur (17) oder der Berg-/Tal-Struktur versehenen Außenfläche des einsteckbaren Schwertes oder der ein steckbaren Schürze (27) oder Bürstenleiste (31) vor gespannt.
3. Türflügelanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, daß die Schnapp- und/oder Rasteinrichtun
gen (29) aus Kugelschnäppern (29) bestehen, vorzugsweise
aus zumindest zwei in Längsrichtung der zumindest einen
Längsnut (A, C) oder des Schwertes, der Schürze (27) oder
der Bürstenleiste (31) versetzt liegenden Schnapp-
und/oder Rasteinrichtung (29).
4. Türflügelanordnung insbesondere nach einem der Ansprü
che 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sockelprofil
(9) zumindest drei in Längsrichtung des Sockelprofils (9)
verlaufende, parallel ausgerichtete Nuten (A, B, C) um
faßt, wobei die beiden außenliegenden Längsnuten (A, C)
gleich ausgebildet sind.
5. Türflügelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß in beiden außenliegenden
Längsnuten (A, C) ein Schwert oder eine Schürze (27) ein
setzbar ist.
6. Türflügelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß in die Längsnut (A) und/oder
die Längsnut (C) eine Bürstenleiste (31) einsetzbar ist,
die mit zumindest zwei in Längsrichtung der Bürstenleiste
(31) versetzt liegenden Schnapp- und/oder Rasteinrichtun
gen (29) versehen ist.
7. Türflügelanordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6,
dadurch gekennzeichnet, daß in zumindest eine Längsnut (B)
eine Führungseinrichtung vorzugsweise in Form einer leistenförmigen
Führungsschiene (33) zur Führung der Tür
flügel einsetzbar ist.
8. Türflügelanordnung nach Anspruch 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß sich die Führungsschiene (33) im wesentli
chen über die gesamte Länge des Sockelprofils (9), vor
zugsweise über die gesamte Länge des Türflügels (1) er
streckt.
9. Türflügelanordnung nach Anspruch 7 oder 8, dadurch ge
kennzeichnet, daß die Führungsschiene (33) bis in eine
Aufnahmenut (43, 43') einer im Boden (39) versenkt an
geordneten oder eingelassenen Bodenschiene (41) hineinragt
bzw. darin eintaucht.
10. Türflügelanordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenschiene (41) zumin
dest in ihrem Längsnutenbereich (43) mit einem ebenfalls
eine Längsnut (43') aufweisenden Einsatz (45) versehen
ist, der aus rostfreiem Stahl besteht.
11. Türflügelanordnung nach einem der Ansprüche 7 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß die Bodenschiene aus Alumini
um, vorzugsweise eloxiertem Aluminium besteht.
12. Türflügelanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (33) in
der Bodenschiene (41) als Gleitschiene gelagert und ge
führt ist.
13. Türflügelanordnung nach einem der Ansprüche 9 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß die Führungsschiene (33) in
der Bodenschiene (41) mittels einer Rollenlagerung geführt
ist.
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