DE19834867A1 - Einspritzdüse für eine direkt einspritzende Brennkraftmaschine - Google Patents
Einspritzdüse für eine direkt einspritzende BrennkraftmaschineInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Einspritzdüse für eine direkt einspritzende Brennkraftmaschine,
insbesondere eine Diesel-Brennkraftmaschine, mit einer in einem Düsenkörper axial ver
schiebbaren Hohlnadel, die eine erste Gruppe von Spritzöffnungen ansteuert, und einer in der
Hohlnadel konzentrisch angeordneten, in Schließrichtung durch eine Feder belasteten In
nennadel, die eine zweite Gruppe von Spritzöffnungen ansteuert, und mit einem auf zumin
dest eine der beiden Ventilnadeln in Schließrichtung wirkenden, mit Flüssigkeit, insbesondere
Kraftstoff beaufschlagten Steuerkolben, wobei sowohl die Hohlnadel als auch die Innennadel
durch Kraftstoffdruck geöffnet werden.
Bei heutigen direkt einspritzenden Dieselmotoren besteht der Zielkonflikt zwischen der Er
füllung der vom Gesetzgeber geforderten besonders niedrigen Abgasemissionen in einem
bestimmten Testzyklus einerseits und dem Wunsch nach hoher Leistung andererseits. Für die
Erfüllung der Abgasgrenzwerte ist die Anwendung eines kleinen Spritzlochquerschnittes im
Testzyklus - also bei eher niedrigen Lasten und Drehzahlen - eine sehr effektive Maßnahme.
Dem entgegen steht allerdings eine stark reduzierte, mögliche Leistungsausbeute im Bereich
der Nennleistung. Um eine höhere Leistungsausbeute zu erreichen, wäre eher eine Vergröße
rung des Spritzlochquerschnittes von Vorteil. Dies gilt allgemein, insbesondere aber für
Motoren mit Speichereinspritzsystemen (Common-Rail-Systemen).
Aus der DE 27 11 393 A1 ist eine Kraftstoffeinspritzdüse der eingangs genannten Art be
kannt, bei der die volle Schließkraft der Innennadel und der Hohlnadel jeweils durch eine ei
gene Feder aufgebracht werden. Sowohl die Hohlnadel, als auch die Innennadel werden vom
Kraftstoffdruck geöffnet. Bei Bereichen des für die Hohlnadel ausreichenden Kraftstoff
druckes wird diese von ihrem Ventilsitz angehoben, wodurch eine erste Gruppe von
Spritzöffnungen aufgesteuert wird. Bei größeren Fördermengen wird bei Erreichen eines
bestimmten, höheren Druckes die Innennadel von ihrem Sitz angehoben und steuert eine
zweite Gruppe von Spritzöffnungen zur Einspritzquerschnittsvergrößerung auf. Nach Zu
rücklegung eines vordefinierten Hubes stößt die Innennadel an einen Anschlag. Das Schließen
und Öffnen der Innennadel kann zusätzlich noch durch einen Steuerkolben beeinflußt werden.
Eine aktive, vom Kraftstoffdruck unabhängige Steuerung der Hohlnadel ist nicht möglich.
Dadurch ist diese Einspritzdüse nicht geeignet, um bei einem Speichereinspritzsystem eine
motorkennfeldabhängige Veränderung des Spritzlochquerschnittes zu erreichen.
Es ist die Aufgabe der Erfindung diese Nachteile zu vermeiden und eine Einspritzdüse zu
entwickeln, bei der auf möglichst einfache Weise der Spritzlochquerschnitt in Abhängigkeit
des Motorkennfeldes, insbesondere bei einem Speichereinspritzsystem, verändert werden kann.
Erfindungsgemäß wird dies dadurch erreicht, daß die Hohlnadel zumindest in ihrer Schließ
stellung mit dem Steuerkolben verbunden ist. Dadurch ist es möglich, die Hohlnadel unab
hängig vom angelegten Kraftstoffdruck zu steuern. Die Hohlnadel wird dabei vom
Steuerkolben in geschlossener Stellung gehalten, und es erfolgt keine Einspritzung. Beim
Schalten des Steuerventiles wird der Druck im an den Steuerkolben grenzenden Steuerraum
soweit reduziert, daß die Hohlnadel von ihrem Sitz angehoben wird, und die Einspritzung
über die obere Lochreihe erfolgt.
Vorzugsweise ist dabei vorgesehen, daß die Feder über ein die Außennadel kreuzendes
Druckstück auf die Innennadel einwirkt. Wenn der eingestellte Speicherdruck kleiner ist als
der mittels der Federvorspannung der Feder eingestellte Öffnungsdruck der Innennadel, so
bleibt die Innennadel stets geschlossen. Unter diesen Bedingungen ist die Funktion des Ein
spritzventiles identisch mit der eines herkömmlichen Einspritzventiles mit einer einzigen
Ventilnadel für ein Speichereinspritzsystem. Wird der Speicherdruck hingegen so weit erhöht,
daß der durch die Federvorspannung der Feder bestimmte Öffnungsdruck überschritten wird,
so öffnet die Innennadel unmittelbar nach dem Öffnen der Hohlnadel und die Einspritzung
erfolgt über beide Gruppen von Spritzlochreihen.
In einer sehr einfachen Ausführungsvariante ist vorgesehen, daß das Druckstück - in Richtung
der Nadelachse betrachtet - balken-, stern- oder kreuzförmig ist, wobei die Hohlnadel entspre
chende radiale Ausnehmungen für das Druckstück aufweist. Dabei kann weiters vorgesehen
sein, daß die Hohlnadel im Bereich des Druckstückes gabelförmig ausgeführt ist und dieses
umschließt oder durchdringt.
In einer vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung ist die Hohlnadel von der Innenna
del mechanisch entkoppelt, wobei die Außennadel und die Innennadel voneinander unabhän
gig bewegt werden können.
In einer anderen bevorzugten Ausführungsvariante der Erfindung ist vorgesehen, daß die In
nennadel nach einem vordefinierten Öffnungshub mit der Außennadel und/oder den Steuer
kolben mechanisch gekoppelt ist, wobei vorzugsweise vorgesehen ist, daß das Druckstück
nach einem vordefinierten Hub der Innennadel auf einem mit dem Steuerkolben verbundenen
Druckkolben aufliegt. Zwischen dem Druckstück und dem Druckkolben ist bei geschlossener
Einspritzdüse ein Spiel von wenigen hundertstel Millimeter eingestellt. Beim Öffnungsbeginn
der Hohlnadel kann die Innennadel bereits nach einem geringen Hub der Hohlnadel zufolge
des raschen Druckanstieges im Sitzbereich schnell öffnen, allerdings nur so lange, bis das
Druckstück am Druckkolben zur Anlage kommt. In weiterer Folge bewegen sich beide
Nadeln gemeinsam bis zum Hubanschlag der Hohlnadel. Beim Schließen wird zunächst die
Innennadel vom Druckkolben über das Druckstück mit der Hohlnadel mitbewegt. Gegen Ende
des Schließvorganges kommt es zu einem starken Druckabfall im Sitzbereich der Innennadel,
wodurch ein beschleunigtes Schließen der Innennadel auftritt und das Druckstück durch die
Feder vom Druckkolben abgehoben wird.
In einer weiteren sehr vorteilhaften Ausführungsvariante der Erfindung ist vorgesehen, daß
die Hohlnadel nach einem vordefinierten Hub mit der Innennadel mechanisch gekoppelt ist,
wobei vorzugsweise weiters vorgesehen ist, daß die Hohlnadel nach einem vordefinierten Hub
am Druckstück aufliegt. Dadurch ist eine Einspritzverlaufsformung möglich. Die Hohlnadel
beginnt dabei wie gewohnt bis zu einem bestimmten Hub zu öffnen, wodurch die Einsprit
zung nur über die erste Gruppe von Einspritzöffnungen erfolgt. Ab einem bestimmten
Ventilhub liegt die Hohlnadel am Druckstück auf und nimmt die Innennadel mit, wodurch
zusätzlich die untere Gruppe von Einspritzöffnungen geöffnet wird und die Einspritzrate
signifikant gesteigert wird. Die Feder ist dabei mit einer relativ hohen Kraft vorgespannt, um
eine Einspritzverlaufsformung bis zum normalen Speicherdruck im gesamten Motorkennfeld
zu ermöglichen.
In bestimmten Fällen kann gewünscht sein, daß die Innennadel bei hohem Speicherdruck un
mittelbar nach der Hohlnadel öffnet. Dies wird erreicht, wenn die Vorspannung der Feder ent
sprechend reduziert wird. Eine Einspritzverlaufsformung ist somit nur bis zu einem be
stimmten Speicherdruck möglich. Das Schließen der Innennadel erfolgt in der bereits be
schriebenen Weise.
Die Erfindung wird anhand der Figuren näher erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine erfindungsgemäße Einspritzdüse in einer ersten Ausführungsvariante,
Fig. 2 und 3 weitere Ausführungsvarianten der Erfindung,
Fig. 4 die Spitze der Einspritzdüse im Detail,
Fig. 5a und 5b weitere Ausführungsvarianten der Einspritzdüse im Schnitt nach den
Linien V-V in den Fig. 1 bis 3.
Funktionsgleiche Teile sind in den Ausführungsbeispielen mit gleichen Bezugszeichen verse
hen.
In einem kegeligen Bereich der Düsenspitze 2a der Einspritzdüse 1 ist eine erste Gruppe 4 und
eine zweite Gruppe 5 von Einspritzöffnungen 6 vorgesehen. Die erste Gruppe 4 der Ein
spritzöffnungen 6 wird durch eine Hohlnadel 7 aufgesteuert. In der Hohlnadel 7 ist eine In
nennadel 8 konzentrisch zur Nadelachse 2 angeordnet, welche Innennadel 8 die zweite Gruppe
5 der Einspritzöffnungen 6 ansteuert. Die Hohlnadel 7 ist mit einem Druckkolben 10 ver
bunden, welcher wiederum mit einem Steuerkolben 11 des elektro-hydraulischen Steuerteiles
12 in Verbindung steht. Die Innennadel 8 weist in ihrem der Düsenspitze 2a abgewandten Be
reich ein Druckstück 13 auf, auf welches eine Feder 14 einwirkt. Um insbesondere bei
abgefallenem Kraftstoffdruck die Hohlnadel 7 in einer genau definierten Schließstellung zu
halten, kann eine beispielsweise auf den Druckkolben 10 wirkende Zusatzfeder 9 vorgesehen
sein. Diese im Vergleich zur Feder 14 viel kleiner ausgelegte Zusatzfeder 9 hat im
Normalbetrieb allerdings nur eine untergeordnete Wirkung und ist für die Funktion der Ein
spritzdüse 1 im Normalbetrieb nicht unbedingt erforderlich.
In den die Hohlnadel 7 umgebenden Düsenraum 15 des Düsenkörpers 3 mündet eine mit dem
nicht weiter dargestellten Speichereinspritzsystem verbundene Einspritzleitung 16.
Der elektro-hydraulische Steuerteil 12 weist einen Steuerzylinder 17 auf, in welchem der
Steuerkolben 11 axial verschiebbar ist. In dem vom Steuerzylinder 17 aufgespannten Steuer
raum 18 mündet eine Hydraulikleitung 19, welche mit dem Speichereinspritzsystem verbun
den sein kann. Der elektro-hydraulische Steuerteil 12 kann aber auch durch ein separates Hy
drauliköl gespeist werden. Im Bereich der Mündung der Hydraulikleitung 19 ist eine Zulauf
drossel Z angeordnet. Der Steuerraum 8 steht weiters über eine Ablaufdrossel A mit einer
nicht weiter dargestellten Leckölleitung in Verbindung. Der Öffnungsquerschnitt der Ablauf
drossel A wird über ein elektromagnetisch oder piezoelektrisch betätigbares Ventil 20 ange
steuert.
Das Öffnungs- und Schließverhalten der Hohlnadel 7 wird durch die Auslegung der Zusatzfe
der 9 vor allem aber durch die Auslegung der Querschnitte der Zulaufdrossel Z und der
Ablaufdrossel A definiert. Die Schließkraft der Innennadel 8 wird - zumindest im geschlos
senen Zustand - nur durch die Feder 14 aufgebracht, weshalb diese größer ausgelegt werden
muß, als die Zusatzfeder 9.
Im Bereich des Druckstückes 13 der Innennadel 8 ist die Hohlnadel 7 gabelförmig gestaltet
und umgibt teilweise das Druckstück 13. Das Druckstück 13 kann dabei im wesentlichen als
einfacher Balken ausgeführt sein, wie in Fig. 5a gezeigt ist. Weiters denkbar ist eine - im
Querschnitt - kreuzförmige Gestaltung des Druckstückes 13 (Fig. 5b). Die Ausnehmungen 21
der Hohlnadel 7 sind dabei entsprechend geformt. Anstelle der gabelförmigen Gestaltung der
Hohlnadel 7 ist auch denkbar, daß die Hohlnadel 7 einen radialen Schlitz oder eine radiale
Bohrung aufweist, durch welche das balkenförmige oder bolzenförmige Druckstück 13
geführt ist. Weiters ist es möglich, daß die Feder 14 über eine - nicht weiter dargestellte -
Zwischenscheibe am Druckstück 13 angreift.
Die Hohlnadel 7 wird über den Druckkolben 10 vom Steuerkolben 11 im elektro-hydrauli
schen Steuerteil 12 in geschlossener Stellung gehalten, und es erfolgt keine Einspritzung.
Beim Schalten des Ventiles 20 im elektro-hydraulischen Steuerteil 12 wird nun die Kraft auf
die Hohlnadel in Schließrichtung so weit reduziert, daß zufolge der wirksamen Ringfläche
(D1-D2)2.π/4 die Hohlnadel 7 von ihrem Sitz angehoben wird, und die Einspritzung über die
erste, obere Gruppe 4 von Einspritzöffnungen 6 erfolgt. Das Schließen der Hohlnadel 7 erfolgt
in umgekehrter Weise und beendet somit einen Einspritzvorgang. Falls der eingestellte
Speicherdruck kleiner ist als der mittels der Vorspannung der Feder 14 eingestellte Öff
nungsdruck der Innennadel 8, so bleibt die Innennadel 8 stets geschlossen. In diesem Fall ist
die Funktion der Einspritzdüse 1 identisch mit der eines Standard-Injektors für ein Spei
chereinspritzsystem mit einer einzigen Düsennadel.
Wird nun der Speicherdruck so weit erhöht, daß der durch die Federvorspannung der Feder 14
bestimmte Öffnungsdruck überschritten wird, so öffnet die Innennadel 8 unmittelbar nach der
Hohlnadel 7 und die Einspritzung erfolgt über beide Gruppen 4, 5 von Einspritzöffnungen 6.
Beim Schließvorgang der Hohlnadel 7 kommt es zu einem starken Druckabfall im Sitzbereich
der Innennadel 8 und diese schließt zufolge der Feder 14 fast gleichzeitig mit der Hohlnadel 7.
Bei der in Fig. 2 gezeigten Ausführungsvariante sind Hohlnadel 7 und Innennadel 8 vonein
ander entkoppelt. Zwischen dem Druckstück 13 und dem Druckkolben 10 bzw. zwischen der
Hohlnadel 7 und dem Druckstück 13 ist bei jedem möglichen Nadelhub ein ausreichend gro
ßer Abstand gegeben, so daß eine gegenseitige Beeinflussung auszuschließen ist. Die Bewe
gungen der beiden Nadeln 7, 8 sind somit voneinander mechanisch völlig unabhängig. Die
Innennadel 8 arbeitet in herkömmlicher Weise und schließt nur abhängig vom Druck im Sitz
bereich. Der maximale Hub der Innennadel 8 wird durch einen Hubanschlag 22 im Injektor
körper 23 des Einspritzventiles 1 bestimmt.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsvariante ist zwischen dem Druckstück 13 und dem
Druckkolben 10 bzw. einem mit dem Druckkolben 10 verbundenen Ansatz 10a bei geschlos
senen Nadeln 7, 8 ein Spiel H1 von wenigen hundertstel Millimeter vorgesehen. Beim
Öffnungsbeginn der Hohlnadel 7 wird bereits nach einem geringen Hub die Innennadel 8 zu
folge des Druckanstieges im Sitzbereich schnell geöffnet. Nach einem dem Spiel H1 entspre
chenden Hub kommt das Druckstück 13 am Druckkolben 10 bzw. an einem mit dem Druck
kolben 10 verbundenen Ansatz 10a zur Anlage. Abhängig von den auf die Innennadel 8 wir
kenden Kräften, nämlich hydraulische Kraft in Öffnungsrichtung, Federvorspannkraft der
Feder 14 und hydraulische Kraft in Schließrichtung zufolge des aktuellen Drucks im Steuer
raum, sind zwei verschiedene Funktionen möglich. Überwiegen die Kräfte im Öffnungsrich
tung, so bewegen sich beide Nadeln 7, 8 gemeinsam bis zum Hubanschlag 22a im Steuerteil
12. Beim Schließen wird zunächst die Innennadel 8 vom Druckkolben 10 mitbewegt. Gegen
Ende des Schließvorganges tritt ein starker Druckabfall im Sitzbereich der Innennadel 8 auf,
wodurch diese schneller schließt. Überwiegen die Kräfte in Schließrichtung, bleibt die
Innennadel 8 stets geschlossen.
Fig. 3 zeigt eine dritte Ausführungsform der Erfindung, mit der eine Einspritzverlaufsformung
möglich ist. Dabei beginnt die Hohlnadel 7 wie gewohnt bis zu einem bestimmten Hub, bei
spielsweise 0,1 mm, zu öffnen, wobei die Einspritzung nur über die erste, obere Gruppe 4 von
Einspritzöffnungen 6 erfolgt. Bei einem bestimmten Hub H2 liegt die Schulter 24 am
Druckstück 13 auf, wodurch die Hohlnadel 7 die Innennadel 8 mitnimmt. Dies bewirkt, daß
zusätzlich die zweite, untere Gruppe 5 von Einspritzöffnungen 6 geöffnet und die Einspritz
rate signifikant gesteigert wird. Bei einer relativ hohen Federvorspannung der Feder 14 ist
diese Funktion bis zum maximalen Speicherdruck im gesamten Motorkennfeld verfügbar. Bei
hohem Speicherdruck kann die Innennadel 8 aber auch sofort nach der Hohlnadel 7 öffnen,
wenn der eingestellte Öffnungsdruck der Innennadel 8 mittels der Feder 14 reduziert wird. Die
Einspritzverlaufsformung ist in diesem Fall nur bis zu einem bestimmten Speicherdruck wirk
sam. Die Innennadel 8 schließt generell sofort in der bereits beschriebenen Weise nach der
Hohlnadel 7.
Durch die beschriebene Gestaltung der Einspritzdüse 1 ist ein in Abhängigkeit des Motor
kennfeldes variabler Spritzlochquerschnitt möglich, ohne daß weitere Zusatzstellglieder er
forderlich sind. Im emissionsrelevanten Betriebsbereich bei relativ niedriger Drehzahl und
Last bzw. bei Speicherdrücken bis z. B. 1000 bar ist nur die erste Gruppe 4 von Einspritzöff
nungen 6 geöffnet, wodurch ein entsprechend kleiner Spritzlochquerschnitt realisiert ist. In
der Nähe der Nennleistung, z. B. bei Speicherdrücken deutlich über 1000 bar arbeiten beide
Gruppen 4, 5 von Einspritzöffnungen 6 mit entsprechend großen Gesamtspritzlochquerschnitt
gleichzeitig.
Claims (10)
1. Einspritzdüse (1) für eine direkt einspritzende Brennkraftmaschine, insbesondere eine
Diesel-Brennkraftmaschine, mit einer in einem Düsenkörper (3) axial verschiebbaren
Hohlnadel (7), die eine erste Gruppe (4) von Spritzöffnungen (6) ansteuert, und einer in
der Hohlnadel (7) konzentrisch angeordneten, in Schließrichtung durch eine Feder (14)
belasteten Innennadel (8), die eine zweite Gruppe (5) von Spritzöffnungen (6) ansteuert,
und mit einem auf zumindest eine der beiden Ventilnadeln (7, 8) in Schließrichtung wir
kenden, mit Flüssigkeit, insbesondere Kraftstoff beaufschlagten Steuerkolben (11), wo
bei sowohl die Hohlnadel (7) als auch die Innennadel (8) durch Kraftstoffdruck geöffnet
werden, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlnadel (7) zumindest in ihrer Schließ
stellung mit dem Steuerkolben (11) verbunden ist.
2. Einspritzdüse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Federkraft der auf
die Innennadel (8) wirkenden Feder (14) so groß eingestellt ist, daß das Öffnen der In
nennadel (8) bei höherem Kraftstoffdruck erfolgt als das Öffnen der Hohlnadel (7).
3. Einspritzdüse (1) nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder (14)
über ein die Hohlnadel (7) kreuzendes Druckstück (13) auf die Innennadel (8) einwirkt.
4. Einspritzdüse (1) nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (13) -
in Richtung der Nadelachse (2) betrachtet - balken-, stern- oder kreuzförmig ist, wobei
die Hohlnadel (7) entsprechende radiale Ausnehmungen (21) für das Druckstück (13)
aufweist.
5. Einspritzdüse (1) nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlnadel
(7) im Bereich des Druckstückes (13) gabelförmig ausgeführt ist und dieses umschließt
oder durchdringt.
6. Einspritzdüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Innennadel (8) nach einem vordefinierten Öffnungshub (H1) mit der Hohlnadel (7)
und/oder den Steuerkolben (11) mechanisch gekoppelt ist.
7. Einspritzdüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
Hohlnadel (7) und die Innennadel (8) mechanisch voneinander entkoppelt sind.
8. Einspritzdüse (1) nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckstück (13)
nach dem vordefinierten Hub (H1) der Innennadel (8) auf einem mit dem Steuerkolben
(11) verbundenen Druckkolben (10) aufliegt.
9. Einspritzdüse (1) nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
Hohlnadel (7) nach einem vordefinierten Hub (H2) mit der Innennadel (8) mechanisch
gekoppelt ist.
10. Einspritzdüse (1) nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Hohlnadel (7)
nach dem vordefinierten Hub (H2) am Druckstück (13) aufliegt.
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