DE19834640A1 - Mehrschicht-Leiterbahnsubstrat für einen integrierten Hybrid-Schaltkreis, sowie Verfahren zu dessen Herstellung - Google Patents
Mehrschicht-Leiterbahnsubstrat für einen integrierten Hybrid-Schaltkreis, sowie Verfahren zu dessen HerstellungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Mehrschicht-Leiterbahn
substrat für einen integrierten Hybrid-Schaltkreis, nach
dem Oberbegriff des Anspruchs 1, sowie ein Verfahren zu
dessen Herstellung, nach dem Oberbegriff des Anspruchs 7
bzw. 16. Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung
ein Mehrschicht-Leiterbahnsubstrat, welches durch einen
Ausback- oder thermischen Aushärtvorgang hergestellt wird
und passive Schaltkreiselemente enthält, beispielsweise ein
Widerstandselement oder ein Drosselelement, sowie ein Ver
fahren zur Herstellung eines derartigen Substrates.
Wenn ein Dickschicht-Widerstandselement in einem Mehr
schicht-Leiterbahnsubstrat für einen integrierten Hybrid-Schalt
kreis gebildet wird, wird für gewöhnlich gemäß Fig.
12 eine Mehrzahl von leitfähigen Mustern 2 mit einem Paar
von Widerstandselement-Anschlußelektroden 2a auf einem iso
lierenden Substrat 1 durch Aufdruck- und Ausbackvorgänge
unter Verwendung einer leitfähige- Paste ausgebildet. So
dann wird ein Dickfilm- oder Dickschicht-Widerstandselement
3 über das Paar der Anschlußelektroden 2a durch Aufdruck- und
Ausbackschritte unter Verwendung einer Widerstandspaste
gebildet. Das Dickschicht-Widerstandselement 3 und das
leitfähige Muster 2 werden dann durch einen (nicht gezeig
ten) schützenden Deckglasüberzug bedeckt.
Bei der Konstruktion mit obigem Aufbau sind jedoch die
Anschlußelektroden 2a und das Dickschicht-Widerstandsele
ment 3 auf zweidimensionale Art und Weise angeordnet, so
daß ein in Fig. 12 gestrichelter Bereich für das Dick
schicht-Widerstandselement 3 ein Totraum ist. Im Ergebnis
wird die zur Anordnung des Dickschicht-Widerstandselementes
3 notwendige Fläche groß, was zu einem Anwachsen der Ge
samtfläche des Substrates führt. Um dieses Problem zu be
seitigen, wurde unlängst eine Substrattechnik zur Bildung
einer Mehrschicht-Verdrahtungstechnik oder Leiterbahnen
technik vorgeschlagen. Ein Beispiel dieser Substrattechnik
wird unter Bezugnahme auf die Fig. 14A bis 14D be
schrieben.
Zunächst wird gemäß Fig. 14A eine Mehrzahl von Leiter
bahnen oder leitfähigen Mustern 5 auf einem isolierenden
Substrat 4 unter Verwendung von Aufdruck- und Ausback
schritten, sowie unter Verwendung einer leitfähigen Paste
gebildet. Die leitfähigen Muster 5 beinhalten ein Paar- von
Anschlußelektroden 5a für ein Widerstandselement. Das iso
lierende Substrat 4 ist aus einem anorganischen Material
gefertigt. Nachfolgend wird gemäß Fig. 14B ein Dickschicht
oder Dickfilm-Widerstandselement 6 ausgebildet, welches mit
den Anschlußelektroden 5a auf dem isolierenden Substrat 4
verbunden wird; die Ausbildung erfolgt durch Aufdruck- und
Ausbackschritte unter Verwendung einer Widerstandspaste.
Danach wird gemäß Fig. 14C eine isolierende Schicht 7
beispielsweise aus einem Glasmaterial auf dem isolierenden
Substrat 4 mit Durchgangsöffnungen 7a ausgebildet, um die
Anschlußelektroden 5a und Teile der leitfähigen Muster 5
freizulassen. Sodann werden gemäß Fig. 14D Anschlußelektro
den 8, welche die Durchgangsöffnungen 7a füllen und leitfä
hige Muster 9, welche auf der isolierenden Schicht 7 ange
ordnet sind und mit den Anschlußelektroden 8 zu verbinden
sind durch Aufdruck- und Ausbackschritte unter Verwendung
einer leitfähigen Paste ausgebildet. Hierdurch wird
schließlich ein Mehrschicht-Leiterbahnsubstrat für einen
integrierten Hybrid-Schaltkreis gebildet. Die Fig. 14A
bis 14D zeigen den Ablauf zum Ausbilden des Dickschicht
Leiterbahnsubstrates mit einer Zweischichtigen Struktur in
den einzelnen Schritten; wenn jedoch ein Dickfilm-Mehr
schicht-Leiterbahnsubstrat mit mehr als drei Schichten her
zustellen ist, werden nach den Aufdruck- und Ausbackschrit
ten zur Ausbildung der Anschlußelektroden 8 und der leitfä
higen Muster 9 die Schritte gemäß den Fig. 14A bis 14D
wiederholt durchgeführt.
Bei dem obigen Herstellungsvorgang wird im Ausback
schritt für die isolierende Schicht 7 die Temperatur auf
annähernd 850°C bis 900°C angehoben. Im Gegensatz hierzu
ist der normale Temperaturbereich für das Dickfilm-Mehr
schicht-Leiterbahnsubstrat vergleichsweise gering
(beispielsweise von -40°C bis 150°C). Infolgedessen werden
aufgrund eines Unterschiedes im thermischen Ausdehnungs
koeffizient zwischen dem Dickschicht-Widerstandselement 6
und der isolierenden Schicht 7 Restspannungen oder Eigen
spannungen erzeugt.
Bei dem üblichen oder bekannten Aufbau schwillt das
Dickschicht-Widerstandselement 6 an den Überlappungsberei
chen mit den Anschlußelektroden 5a an oder wölbt sich auf.
Von daher können sich Restbelastungen an diesen aufgewölb
ten Abschnitten A des Dickschicht-Widerstandselementes 6
konzentrieren und Risse oder Unterbrechungen bewirken. Auf
ähnliche Weise hat die isolierende Schicht 7 Abschnitte B
entsprechend den aufgewölbten Abschnitten A. Die Abschnitte
B der isolierenden Schicht 7 haben geringere Dicke als in
den umgebenden Bereichen und wölben sich zusammen mit den
aufgewölbten Abschnitten A des Dickschicht-Widerstandsele
mentes 6 leicht nach oben. Infolgedessen können Risse oder
Sprünge in den Abschnitten B erzeugt werden und sich in das
Dickschicht-Widerstandselement 6 fortpflanzen. Wenn das
Dickschicht-Widerstandselement 6 Risse aufweist, weicht
sein Widerstandswert von dem Istwert ab, was zu Qualitäts
problemen führt. Dieses Problem tritt auch bei dem soge
nannten Grünfolien-Laminierverfahren auf.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, die
Gesamtfläche eines Mehrschicht-Substrates zu verringern.
Weiterhin ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die
Erzeugung von Rissen in einem Mehrschicht-Substrat aufgrund
von Rest- oder Eigenspannungen zu verhindern, welche sich
während eines Ausbackschrittes aufbauen. Weiterhin ist es
Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren zur Her
stellung des Mehrschicht-Substrates bereitzustellen, mit
welchem die obigen Aufgaben gelöst werden können.
Zur Lösung dieser Aufgaben schlägt die vorliegende Er
findung die in den Ansprüchen 1 bzw. 7 bzw. 16 angegebenen
Merkmale vor.
Allgemein gesagt, bei dem Mehrschicht-Substrat gemäß
der vorliegenden Erfindung ist ein passives Schaltkreisele
ment oberhalb eines isolierenden Basissubstrates angeordnet
und ein isolierendes Bauteil ist auf dem isolierenden Ba
sissubstrat mit dem passiven Schaltkreisbauteil dazwischen
angeordnet. Durch das isolierende Bauteil wird eine Durch
gangsöffnung ausgebildet, um einen Teil des passiven Schalt
kreiselementes freizulegen und in der Durchgangsöffnung
wird eine Anschlußelektrode angeordnet.
Infolgedessen ist die Anschlußelektrode auf dem passi
ven Schaltkreiselement ohne Ausdehnung oder Erweiterung des
passiven Schaltkreiselementes in einer Richtung parallel
zur Oberfläche des Basissubstrates angeordnet, so daß die
Gesamtfläche des Mehrschicht-Substrates verringert werden
kann. Da das passive Schaltkreiselement keinen überlappen
den Abschnitt hat, der teilweise eine andere Schicht über
lappt, können sich Restbelastungen oder -spannungen kaum in
dem passiven Schaltkreiselement konzentrieren oder aufbau
en, so daß das passive Schaltkreiselement vor Rißbildungen
geschützt ist.
Das isolierende Basissubstrat kann ein Basissubstrat
selbst und eine auf dem Substrat angeordnete isolierende
Schicht haben. In diesem Falle wird das passive Schaltkrei
selement auf der isolierenden Schicht angeordnet. Das iso
lierende Basissubstrat kann aus eine Mehrzahl von Grünfo
lien (green sheets) zusammengesetzt sein, welche zusammen
laminiert sind. In diesem Falle besteht das isolierende
Bauteil ebenfalls aus einer Grünfolie.
Das Mehrschicht-Substrat gemäß obiger Beschreibung wird
durch die folgenden Schritte hergestellte Anordnen eines
passiven Schaltkreiselementmateriales auf einem speziellen
Abschnitt des isolierenden Basissubstrates oder auf der auf
dem Basissubstrat angeordneten isolierenden Schicht; Aus
backen des passiven Schaltkreiselementmateriales, um das
passive Schaltkreiselement zu bilden; Anordnen eines iso
lierenden Materials, um das passive Schaltkreiselement ab
zudecken und um eine Durchgangsöffnung zur Freilegung des
passiven Schaltkreiselementes zu haben; Ausbacken des iso
lierenden Materiales, um eine Dickschicht oder Dickfilm
Isolierschicht auf dem passiven Schaltkreiselement zu bil
den; Füllen der Durchgangsöffnung mit einem leitfähigen Ma
terial; und Ausbacken des leitfähigen Materials, um in der
Durchgangsöffnung eine Anschlußelektrode zu bilden.
Die isolierende Dickfilm-Schicht kann durch Wiederholen
der Schritte des Anordnens und Ausbackens des isolierenden
Materiales gebildet werden. Das passive Schaltkreiselement
kann eine Widerstandselement sein. In diesem Fall wird be
vorzugt der Schritt des Einstellens oder Abstimmens des Wi
derstandselementes dann durchgeführt, nachdem die Schritte
des Anordnens und Ausbackens des isolierenden Materiales
wenigstens einmal durchgeführt worden sind. Infolgedessen
kann ein Widerstandswert des Widerstandselementes präzise
eingestellt werden.
Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindungen
sind Gegenstand der jeweiligen Unteransprüche.
Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile der vorlie
genden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Be
schreibung von Ausführungsformen anhand der Zeichnung.
Es zeigt:
Fig. 1 eine geschnittene Ausschnittsdarstellung eines
Mehrschicht-Leiterbahnsubstrates gemäß einer ersten Ausfüh
rungsform;
Fig. 2 eine Teildraufsicht auf das Mehrschicht-Leiter
bahnsubstrat von Fig. 1;
Fig 3A bis 3F Schnittdarstellungen zur Veranschauli
chung eines Verfahrens zur Herstellung des Mehrschicht-Lei
terbahnsubstrates von Fig. 1 in aufeinanderfolgenden
Schritten;
Fig. 4 eine Fig. 1 entsprechende Darstellung eines
Mehrschicht-Leiterbahnsubstrates gemäß einer zweiten bevor
zugten Ausführungsform;
Fig. 5 eine Draufsicht auf das Mehrschicht-Leiterbahn
substrat von Fig. 4;
Fig. 6 eine Fig. 1 entsprechende Darstellung eines
Mehrschicht-Leiterbahnsubstrates gemäß einer dritten bevor
zugten Ausführungsform;
Fig. 7 eine Fig. 1 entsprechende Darstellung eines
Mehrschicht-Leiterbahnsubstrates gemäß einer vierten bevor
zugten Ausführungsform;
Fig. 8 ein Schaltkreisdiagramm von Widerständen in ei
ner modifizierten Ausführungsform der ersten Ausführungs
form;
Fig. 9 eine Fig. 1 entsprechende Darstellung eines
Mehrschicht-Leiterbahnsubstrates zur Verwirklichung des
Schaltkreisdiagrammes von Fig. 8;
Fig. 10 ein Schaltkreisdiagramm von Widerständen in ei
ner weiteren modifizierten Ausführungsform der ersten Aus
führungsform;
Fig. 11 eine Fig. 1 entsprechende Darstellung eines
Mehrschicht-Leiterbahnsubstrates zur Verwirklichung des
Schaltkreisdiagrammes von Fig. 10;
Fig. 12 eine ausschnittsweise Draufsicht auf einen Teil
eines Mehrschicht-Leiterbahnsubstrates gemäß des Standes
der Technik;
Fig. 13 eine Schnitt-Teildarstellung auf ein Mehr
schicht-Leiterbahnsubstrat gemäß des Standes der Technik;
und
Fig. 14A bis 14D Schnittdarstellungen zur Veranschauli
chung eines Herstellungsverfahrens des Mehrschicht-Leiter
bahnsubstrates von Fig. 13 in den einzelnen Schritten.
Gemäß den Fig. 1 und 2 weist ein Dickschicht- oder
Dickfilm-Mehrschicht-Leiterbahnsubstrat 10 in einer ersten
bevorzugten Ausführungsform ein isolierendes Substrat 11,
welches als Basis dient und aus anorganischem Material wie
Aluminiumoxid, Aluminiumnitrid (AlN) oder Siliziumcarbid
(SiC) besteht, auf. Ein Dickschicht-Widerstandselement
(passives Schaltkreiselement) 12 und eine Mehrzahl von in
nenliegenden leitfähigen Bahnen oder Mustern 13 sind auf
der oberen Oberfläche des isolierenden Substrates 11 ausge
bildet. Die innenliegenden leitfähigen Muster beinhalten
bevorzugt Silber (Ag) oder Kupfer (Cu). Wenn die innenlie
genden leitfähigen Muster 13 Silber beinhalten, enthält das
Dickschicht-Widerstandselement 12 bevorzugt Rutheniumoxid
(RuO2). Wenn die innenliegenden leitfähigen Muster 13 Kup
fer beinhalten, enthält das DickSchicht-Widerstandselement
12 bevorzugt zumindest entweder Lanthanborid (LaB6) oder
Zinnoxid (SnO2).
Eine isolierende Dickfilmschicht 14 (isolierendes Bau
teil) ist mit dem isolierenden Substrat 11 über das Dick
film-Widerstandselement 12 und die innenliegenden leitfähi
gen Muster 13 laminiert. Infolgedessen ist das Widerstands
element 12 innerhalb des Mehrschicht-Leiterbahnsubstrates
10 angeordnet. Die isolierende Schicht 14 ist aus einem an
organischen Material, beispielsweise einem Glasmaterial,
einem Keramikmaterial oder einem Glas/Keramikmaterial ge
fertigt. Eine Mehrzahl von Durchgangsöffnungen 15 ist so
ausgebildet, daß sie die isolierende Schicht 14 durchtreten
und die beiden Endabschnitte (welche Anschlußabschnitten
entsprechen) des Widerstandselementes 12 und spezielle Ab
schnitte der innenliegenden leitfähigen Muster 13 freile
gen.
Sodann werden Anschlußelektroden 12a und 13a für das
Widerstandselement 12 und für die leitfähigen Muster 13 je
weils in den Durchgangsöffnungen 15 ausgebildet, um elek
trisch mit dem Widerstandselement 12 und den leitfähigen
Mustern 13 in Verbindung zu stehen. Weiterhin werden auf
der Oberfläche leitfähige Bahnen oder Muster 17 auf der
isolierenden Schicht 14 ausgebildet. Falls notwendig, kön
nen diese leitfähigen Muster 17 mit Kupfer, Nickel oder
Gold überzogen werden. Weiterhin werden elektrische Bautei
le (nicht gezeigt), beispielsweise IC-Bauelemente oder der
gleichen auf dem so ausgebildeten Mehrschicht-Leiterbahn
substrat 10 angeordnet. Die elektrischen Komponenten kön
nen, falls gewünscht, mit einem schützenden Glasüberzug
oder dergleichen abgedeckt werden.
Unter Bezugnahme auf die Fig. 3A bis 3F wird nach
folgend ein Verfahren zur Herstellung des Mehrschicht-Lei
terbahnsubstrates 10 erläutert. Zunächst werden gemäß Fig.
3A in einem ersten Ausbildungsschritt eine Widerstandspaste
(Dickschicht- oder Dickfilm-Pastenmaterial) für das Wider
standselement 12 und eine leitfähige Paste für die innen
liegenden leitfähigen Muster 13 aufeinanderfolgend auf dem
isolierenden Substrat 11 aufgedruckt und dann thermisch
ausgehärtet oder ausgebacken. Somit werden das Widerstands
element 12 und die leitfähigen Muster 13 gebildet. Obgleich
in dieser Ausführungsform die aufgedruckte Widerstandspaste
und leitfähige Paste gleichzeitig ausgebacken werden, um
diesen Herstellungsschritt zu vereinfachen, können sie auch
nacheinander in jeweiligen einzelnen Ausbackschritten aus
gebacken oder ausgehärtet werden.
Danach wird gemäß Fig. 3B in einem Ausbildungsschritt
für die isolierende Schicht eine isolierende Paste mit bei
spielsweise Glas auf dem isolierenden Substrat 11 aufge
druckt, um eine Mehrzahl von Durchgangsöffnungen 15a zu
bilden, mit welchen die beiden Endabschnitte des Wider
standselementes 12 und spezielle Abschnitte der leitfähigen
Muster 13 freigelegt werden. Sodann wird diese aufgedruckte
isolierende Paste ausgebacken oder thermisch ausgehärtet
Hierdurch wird ein isolierender unterer Schichtteil 14a der
isolierenden Schicht 14 auf dem isolierenden Substrat 11
ausgebildet. Sodann werden gemäß Fig. 13C in einem ersten
Elektrodenausbildungsschritt die Durchgangsöffnungen 15a,
welche das isolierende untere Schichtteil 14a durchtreten,
durch einen Aufdruckvorgang mit einer leitfähigen Paste ge
füllt und diese leitfähige Paste in den Durchgangsöffnungen
15a wird ausgebacken. Somit werden untere Anschlußelektro
denteile 12b und 13b in dem isolierenden unteren Schicht
teil 14a gebildet.
Nach dem Ausbildungsschritt der ersten isolierenden
Schicht oder nach dem Ausbildungsschritt der ersten Elek
trode wird ein Abstimmschritt durchgeführt, um den Wider
standswert des Widerstandselementes 12 abzustimmen oder zu
trimmen. Fig. 3D zeigt schematisch den Abstimmschritt, der
beispielsweise nach dem ersten Isolierschicht-Ausbildungs
schritt durchgeführt wird. Bei diesem Abstimmschritt wird
der Widerstandswert des Dickfilm-Widerstandselementes 12
durch Laserabstimmung eingestellt, wobei gleichzeitig über
ein Paar von Meßsonden 16, welche ein Paar der unteren
Elektrodenanschlußteile 12a kontaktieren, die an den beiden
Endabschnitten des Widerstandselementes 12 angeordnet sind,
ein Meßvorgang erfolgt. Hierbei wird ein Teil des isolie
renden unteren Schichtteiles 14a entfernt. Anstelle der La
ser-Abstimmtechnik kann zum Trimmen oder Einstellen des Wi
derstandselementes 12 ein Sandstrahl-Trimmen, ein Impuls-Trim
men oder dergleichen durchgeführt werden. Wenn die Im
puls-Trimmtechnik verwendet wird, kann selbst dann, wenn
das Widerstandselement 12 mit einer anderen Schicht bedeckt
ist, der Wert des Widerstandselementes 12 eingestellt wer
den, so daß der Widerstandswert des Widerstandselementes 12
einstellbar verbleibt.
Nachdem der Trimm- oder Abstimmvorgang durchgeführt
worden ist, wird gemäß Fig. 3E in einem zweiten Isolier
schicht-Ausbildungsschritt eine isolierende Paste auf den
isolierenden unteren Schichtteil 14a aufgedruckt, um eine
Mehrzahl von Durchgangsöffnungen 15b an Positionen entspre
chend der Durchgangsöffnungen 15a zu haben, wonach dann ein
Ausbackschritt erfolgt. Hierdurch wird ein isolierender
oberer Schichtteil 14b mit den Durchgangsöffnungen 15b
hierin auf dem isolierenden unteren Teil 14a gebildet. So
mit wird auf diese Weise bei dieser Ausführungsform die
isolierende Schicht 14 durch die ersten und zweiten Iso
lierschicht-Ausbildungsschritte gebildet, d. h. durch zwei
faches Wiederholen des Ausbildungsschrittes. Hierdurch kann
die isolierende Paste ohne Bläschenbildung aufgedruckt wer
den, so daß die Isoliereigenschaft bzw. -Zuverlässigkeit
der isolierenden Schicht 14 erhöht wird. Obgleich die iso
lierende Schicht 14 durch zweimaliges Durchführen des Aus
bildungsschrittes bei dieser Ausführungsform gebildet wird,
kann sie auch durch Durchführen des Ausbildungsschrittes
mehr als zweimal gebildet werden, um die Isoliereigenschaf
ten noch weiter zu verbessern.
Daraufhin wird gemäß Fig. 3F in einem zweiten Elektro
denausbildungsschritt die leitfähige Paste auf den isolie
renden oberen Schichtteil 14b aufgedruckt, um die Durch
gangsöffnungen 15b zu füllen und um die an der Oberfläche
liegenden leitfähigen Muster 17 zu bilden, wonach dann ein
weiterer Ausbackschritt erfolgt. Hierdurch werden obere An
schlußelektrodenteile 12c und 13c, so wie die auf der Ober
fläche verlaufenden leitfähigen Muster 17 gebildet. Im An
schluß hieran ist das Mehrschicht-Leiterbahnsubstrat 10 in
Dickfilm- oder Dickschichttechnik von Fig. 1 vollständig.
Bei der beschriebenen Ausführungsform wird der in jedem
oben beschriebenen Schritt durchgeführte Ausbackvorgang
durch einen sogenannten Luft-Ausbackvorgang durchgeführt.
Die leitfähige Paste ist auf Edelmetall-Basis und enthält
beispielsweise Silber (Ag) oder eine Silber/Platin-Legie
rung (Ag/Pt) und die Widerstandspaste enthält Ruthenium
(Ru).
Die Anschlußelektroden 12A für das Widerstandselement
12 werden durch Füllen der Durchgangsöffnungen 15 mit der
leitfähigen Paste und durch Ausbacken der leitfähigen Paste
in den Durchgangsöffnungen 15 gebildet. Hierdurch sind die
Anschlußelektroden 12a und ist das Dickschicht-Widerstands
element 12 in einem dreidimensionalen Zustand angeordnet.
Wie in Fig. 2 gezeigt, können die Anschlußelektroden 12a
knapp oder genau oberhalb des Widerstandselementes 12 ohne
Vergrößerung des Widerstandselementes 12 in einer Richtung
parallel zur Oberfläche des isolierenden Filmes 14 ausge
bildet werden. Im Ergebnis kann die Gesamtfläche des Mehr
schicht-Leiterbahnsubstrates 10 im Vergleich zu Fig. 12
verringert werden.
Das Dickfilmwiderstandselement 12 ist direkt auf dem
isolierenden Substrat 11 ohne irgendwelche dazwischen lie
genen Schichten ausgebildet. Von daher wölbt sich das Wi
derstandselement 12 nicht aufgrund eines Überlappungsberei
ches mit einer anderen Schicht auf, wie in dem herkömmli
chen Aufbau gemäß Fig. 13. Selbst wenn daher aufgrund eines
Unterschiedes im thermischen Ausdehnungskoeffizienten zwi
schen der isolierenden Schicht 14 und dem Widerstandsele
ment 12 nach den Ausbackschritten der ersten und zweiten
Isolierschicht-Ausbildungsschritte eine Restspannung oder
Restbelastung erzeugt wird, wird sich diese Restspannung
praktisch nicht an einem Teil des Widerstandselementes 12
konzentrieren. Von daher wird das Widerstandselement 12 da
vor geschützt, Risse oder Sprünge zu erhalten.
Weiterhin wird bei dieser Ausführungsform der Trimm-
oder Abstimmschritt für das Widerstandselement 12 in einem
Zustand durchgeführt, wo der isolierende untere Schichtteil
14a und die unteren Anschlußelektrodenteile 12b jeweils in
dem ersten Isolierschicht-Ausbildungsschritt und dem ersten
Elektroden-Ausbildungsschritt gebildet werden, d. h. in ei
nem Zustand, in welchem die Dicke oder Stärke der isolie
renden Schicht relativ gering ist. Von daher ist es ein
fach, den Abstimmschritt durchzuführen. Beispielsweise kann
der Widerstandswert des Widerstandselementes 12 während des
Ausbackschrittes der isolierenden Schicht 14 durch das Ein
dringenlassen von Elementen aus der Isolierschicht 14 in
das Widerstandselement 12 oder durch eine Reaktion zwischen
Bestandteilen des Widerstandselementes 12 und der isolie
renden Schicht 14 erhöht werden. Von daher wird bei dieser
Ausführungsform der Abstimmschritt des Widerstandselementes
12 nach der Ausbildung des unteren isolierenden Schichttei
les 14a durchgeführt.
Allgemein gesagt, in dem Fall, in welchem die isolie
rende Dickfilmschicht 14 durch mehrmaliges Durchführen des
Ausbildungsschrittes gebildet wird, wird eine Widerstands
änderung in dem Widerstandselement 12 im wesentlichen durch
den Ausbildungsschritt zum Ausbilden der ersten Schicht,
welche direkt das Widerstandselement 12 kontaktiert, beein
flußt und kaum durch die nachfolgenden Ausbildungsschritte
zum Bilden der oberen Schichten beeinflußt werden. Wenn da
her der Abstimmschritt für das Widerstandselement 12 nach
der Ausbildung des unteren isolierenden Schichtteiles 14a
durchgeführt wird, wird verhindert, daß der Widerstandswert
des Widerstandselementes 12 nach dem Abstimmwert wesentlich
von seinem Ausgangswert abweicht. Da weiterhin die Stärke
des unteren Isolierschichtteiles 14a relativ dünn ist, kann
der Abstimmschritt leicht durchgeführt werden. In der er
sten Ausführungsform wird der Abstimmschritt an dem Wider
standselement 12 durchgeführt, nachdem die unteren An
schlußelektrodenteile 12b ausgebildet worden sind; er kann
jedoch auch unmittelbar nach Ausbildung des unteren Iso
lierschichtteiles 14a durchgeführt werden. In diesem Fall
kontaktieren die Tastköpfe oder Sonden 16 direkt die beiden
Endabschnitte des Widerstandselementes 12, um dessen Wider
standswert zu messen.
Die Fig. 4 und 5 zeigen eine zweite bevorzugte Aus
führungsform der vorliegenden Erfindung und nachfolgend
werden nur diejenigen Punkte oder Schritte näher erläutert,
welche sich von der ersten Ausführungsform unterscheiden.
Gleiche oder einander entsprechende Teile oder Abschnitte
wie in der ersten Ausführungsform sind in der zweiten Aus
führungsform mit den gleichen Bezugszeichen versehen.
In der zweiten Ausführungsform ist ein spiralförmig
verlaufendes oder angeordnetes Widerstandselement 18 auf
dem isolierenden Substrat 11 durch Aufdrucken und Ausbacken
der Widerstandspaste ausgebildet. In diesem Fall ist die
isolierende Schicht 14, die über dem Widerstandselement 18
auf dem isolierenden Substrat 11 ausgebildet ist, mit einem
Paar von Durchgangsöffnungen 19 versehen, welche sich an
den beiden Endabschnitten (entsprechend den Anschlußab
schnitten) des Widerstandselementes 18 befinden. Anschluß
elektroden 18a für das Dickfilm-Widerstandselement 18, wel
che die Durchgangsöffnungen 19 ausfüllen und an der Ober
fläche liegende leitfähige Muster 20 werden gleichzeitig in
und auf der isolierenden Schicht 14 durch Aufdruck- und
Ausbackschritte unter Verwendung einer leitfähigen Paste
ausgebildet.
Bei dieser Ausführungsform ist die Stoßspannungs-Wider
standsfähigkeit des Widerstandselementes 18 verbessert.
Allgemein gesagt, eine Feldintensität E, welche an einem
Widerstand anliegt, wird durch die Formel E = V/L ausge
drückt, wobei L eine Länge des Widerstandes ist und V die
angelegte Spannung bedeutet. Wenn somit bei dieser Ausfüh
rungsform die Länge des Widerstandselementes 18 durch den
spiralförmigen Verlauf groß wird, wird auch die Stoßspan
nungsfestigkeit entsprechend größer. Zusätzlich kann, wenn
ein hoher Widerstandswert des Widerstandselementes 18 not
wendig ist, dann die zur Anordnung des Widerstandselementes
18 notwendige Fläche vergleichsweise klein gemacht werden.
Weitere Einzelheiten, Aspekte und Effekte dieser zweiten
Ausführungsform sind wie diejenigen der ersten Ausführungs
form.
Fig. 6 zeigt eine dritte bevorzugte Ausführungsform und
es werden nachfolgend diejenigen Punkte beschrieben, welche
im Unterschied zur ersten Ausführungsform stehen. Die drit
te Ausführungsform zeichnet sich insbesondere dadurch aus,
daß zwei isolierende Dickfilmschichten 21 und 22 auf dem
isolierenden Substrat 11 auflaminiert sind, um ein Mehr
schicht-Leiterbahnsubstrat 10a in Dickschicht- oder Dick
filmtechnik zu bilden. Gemäß Fig. 6 ist eine Mehrzahl von
innenliegenden leitfähigen Mustern 23 direkt auf der oberen
Oberfläche des isolierenden Substrates 11 durch Aufdruck- und
Ausbackschritte unter Verwendung einer leitfähigen Pa
ste ausgebildet. Das Dickfilm-Widerstandselement kann di
rekt auf der oberen Oberfläche des isolierenden Substrates
11 ausgebildet werden. Die isolierende Dickfilmschicht 21
ist aus anorganischem Material und wird dann auf dem iso
lierenden Substrat 11 ausgebildet, wobei die innenliegenden
leitfähigen Muster 23 zwischengeschaltet sind.
Eine Mehrzahl von Durchgangsöffnungen 24 ist in der
isolierenden Dickfilmschicht 21 ausgebildet, um spezielle
Abschnitte der innenliegenden leitfähigen Muster 23 frei zu
legen und das Dickfilm-Widerstandselement 12 ist auf der
isolierenden Schicht 21 unter Verwendung einer Widerstands
paste durch Aufdruck- und Ausbackschritte gebildet. An
schlußelektroden 23a sind in der isolierenden Dickfilm
schicht 21 ausgebildet, um die Öffnung 24 zu füllen und
gleichzeitig werden innenliegende leitfähige Muster 25 in
der isolierenden Schicht 21 gebildet. Eine isolierende
Dickfilmschicht 22 aus dem gleichen anorganischen Material
wie die isolierende Schicht 21 wird dann über die innenlie
genden leitfähigen Muster 25 und das Widerstandselement 12
auf der isolierenden Schicht 21 ausgebildet. Somit liegt
das Widerstandselement 12 innerhalb des Leiterbahnsubstra
tes 10a. Hierbei ist eine Mehrzahl von Durchgangsöffnungen
26 in der Dickfilmschicht 22 ausgebildet, um die beiden
Endabschnitte (entsprechend den Anschlußabschnitten) des
Widerstandselements 12 freizulegen.
Die Anschlußelektroden 12a des Widerstandselement 12
werden dann unter Verwendung einer leitfähigen Paste durch
Aufdruck- und Ausbackschritte in den Durchgangsöffnungen 26
ausgebildet; gleiches trifft auf auf der Oberfläche liegen
de Muster 27 zu, welche auf der isolierenden Schicht 22 ge
bildet werden. Es ist hierbei wünschenswert bzw. vorteil
haft, daß jede der isolierenden Dickfilmschichten 21 und 22
durch mehr als zweimalige Durchführung eines Ausbildungs
schrittes gebildet wird. Weitere Einzelheiten, Aspekte und
Merkmale dieser Ausführungsform sind die gleichen wie in der
ersten Ausführungsform.
Fig. 7 zeigt eine vierte bevorzugte Ausführungsform und
nachfolgend werden nur Punkte beschrieben, welche sich von
der ersten Ausführungsform unterscheiden. In der vierten
Ausführungsform ist ein Mehrschicht-Leiterbahnsubstrat 28
in bekannter Weise durch eine Mehrzahl von sogenannten
Grünfolien (green sheets) gebildet. Genauer gesagt, das
Leiterbahnsubstrat 28 besteht aus drei isolierenden Schich
ten 29a bis 29c, welche zusammenlaminiert sind. Ein Dick
film-Widerstandselement (passives Schaltkreiselement) 30
und innenliegende leitfähige Muster 31 sind auf der isolie
renden Schicht 29a als unterste Schicht angeordnet. Das
Dickschicht-Widerstandselement 30 bei dieser Ausführungs
form ist bevorzugt aus Aluminiumpulver und einem Metall wie
Wolfram (W) oder Molybdän (Mo) gebildet.
Die isolierende Schicht 29b, welche als Zwischenschicht
dient, weist eine Mehrzahl von Durchgangsöffnungen 38 zum
Freilegen der beiden Endabschnitte (entsprechend den An
schlußabschnitten) des Widerstandselementes 30 und speziel
ler Abschnitte des innenliegenden leitfähigen Musters 31
auf. Die Durchgangsöffnungen 32 werden mit Anschlußelektro
den 30a für das Widerstandselement 30 und Anschlußelektro
den 31a für die innenliegenden leitfähigen Muster 31 ge
füllt. Weiterhin werden auf der isolierenden Schicht 29b
innenliegende leitfähige Muster 33 ausgebildet. Einige der
leitfähigen Muster 33 sind mit den Anschlußelektroden 30a
und 31a verbunden.
Die isolierende Schicht 29c, welche die oberste Schicht
bildet, wird mit einer Mehrzahl von Durchgangsöffnungen 34
zum Freilegen spezieller Abschnitte der innenliegenden
leitfähigen Muster 33 versehen und leitfähige Füllungen 34a
werden ausgebildet, um diese Durchgangsöffnungen 34 zu fül
len. Weiterhin werden auf der Oberfläche liegende leitfä
hige Muster 35 auf der oberen Oberfläche der isolierenden
Schicht 39c ausgebildet. Einige dieser leitfähigen Muster
35 sind mit den leitfähigen Füllungen 34a verbunden.
Das Mehrschicht-Leiterbahnsubstrat 28 mit diesem Aufbau
wird durch die nachfolgenden Schritte hergestellt: Eine Wi
derstandspaste für das Widerstandselement 30 und eine leit
fähige Paste für die innenliegenden leitfähigen Muster 31
werden auf eine Grünfolie aufgedruckt, welche die isolie
rende Schicht 29a werden soll. Die Durchgangsöffnungen 32
und 34 werden durch Stanzen oder dergleichen in den ent
sprechenden Grünfolien der isolierenden Schicht 29b und 29c
ausgebildet und dann werden die Anschlußelektroden 31a, die
innenliegenden leitfähigen Muster 33, die leitfähigen Fül
lungen 34a und die auf der Oberfläche liegenden leitfähigen
Muster 35 auf und in den jeweiligen Grünfolien mit den
Durchgangsöffnungen 32 gedruckt. Danach werden die Grünfo
lien miteinander zusammenlaminiert und heiß verpreßt. Nach
dem die laminierten Grünfolien in eine Form entsprechend
dem gewünschten Mehrschichtleiterbahnsubstrat 28 geschnit
ten worden sind, wird diese laminierte Struktur ausge
backen. Falls nötig oder gewünscht, werden die leitfähigen
Muster 35 mit Kupfer, Nickel, Gold oder dergleichen überzo
gen. Im Ergebnis wird das Mehrschicht-Leiterbahnsubstrat 28
erhalten. Weitere Einzelheiten, Aspekte und Vorteile dieser
Ausführungsform sind die gleichen wie in der ersten Ausfüh
rungsform.
Als Abwandlung der ersten Ausführungsform kann, wenn
ein Widerstandsmuster mit Widerständen R1 und R2 in elek
trischer Reihenschaltung gemäß Fig. 8 in dem Mehrschicht
Leiterbahnsubstrat ausgebildet werden soll, der folgende
Aufbau angewendet werden: gemäß Fig. 9 wird ein Dick
schicht-Widerstandselement (passives Schaltkreiselement) 36
zwischen dem isolierenden Substrat 11 und der isolierenden
Schicht 14 ausgebildet und hat ein Paar von Anschlußelek
troden 36a an beiden Endabschnitten und eine Anschlußelek
trode 36b an einer Position, mit der der Widerstandswert
des Widerstandselementes 36 in zwei Widerstandswerte ent
sprechend den gewünschten Widerständen R1 und R2 unterteilt
werden kann.
Wenn ein Widerstandsmuster mit Widerständen R3, R4 und
R5 in der elektrischen Verbindung gemäß Fig. 10 auszubilden
ist, kann der Aufbau der ersten Ausführungsform gemäß Fig.
11 abgewandelt werden. Genauer gesagt, ein Paar von An
schlußelektroden 37a wird an den beiden Endabschnitten ei
nes Widerstandselementes 37 (passives Schaltungskreiselement)
ausgebildet. Zusätzlich wird eine andere Durchgangsöffnung
in der isolierenden Schicht 14 ausgebildet, um das Wider
standselement 37 an einer Position freizulegen, welche ge
eignet ist, den Widerstandswert des Widerstandselementes 37
in zwei Widerstandswerte entsprechend den Widerstandswerten
R3 und R4 zu unterteilen und die Durchgangsöffnung wird mit
einem Widerstandsteil 37b für den Widerstand R5 gefüllt.
Bei den oben genannten beiden Fällen werden die An
schlußelektroden 36b und das Widerstandselement 37b eben
falls durch Aufdruck- und Ausbackvorgänge gebildet. Die in
den Fig. 9 und 11 gezeigten Strukturen mit der Anschluß
elektrode 36b und dem Widerstandselement 37b können auch
bei den voranstehenden Ausführungsform angewendet werden.
Wenn beispielsweise die Anschlußelektrode 36b oder das Wi
derstandselement 37b bei der vierten Ausführungsform mit
dem aus Grünfolien zusammenlaminierten Substrat angewendet
wird, werden, nachdem die Paste für die Anschlußelektrode
36b oder das Widerstandselement 37b in der entsprechenden
Grünfolie eingebettet worden ist, sämtliche Grünfolien zu
sammenlaminiert und ausgebacken.
Obwohl in den oben beschriebenen Ausführungsformen das
Dickfilm-Widerstandselement innerhalb des Mehrschicht-Lei
terbahnsubstrates als passives Schaltkreiselement angeord
net ist, ist die vorliegende Erfindung nicht auf ein passi
ves Schaltkreiselement beschränkt, sondern kann beispiels
weise eine Spule, ein Kondensator oder ein anderes Bauteil
sein, welches aus Dickfilm-Pastenmaterial gefertigt wird.
Die vorliegende Erfindung wurde anhand und unter Bezug
nahme bevorzugter Ausführungsformen dargestellt und be
schrieben; es ergibt sich dem Fachmann auf diesem Gebiet,
daß jedoch eine Vielzahl von darüber hinaus gehenden Modi
fikationen und Änderungen möglich ist, ohne vom Umfang der
vorliegenden Erfindung abzuweichen.
Claims (18)
1. Mehrschichtsubstrat für einen integrierten Hybrid
schaltkreis, gebildet durch einen Ausbackschritt, wobei das
Mehrschicht-Substrat aufweist:
ein isolierendes Basissubstrat (11);
ein passives Schaltkreiselement (12, 18, 30, 36, 37), welches oberhalb des Basissubstrates (11) angeordnet ist;
ein isolierendes Bauteil (14, 22, 29b), welches unter Zwischenschaltung des passiven Schaltkreiselementes (12, 18, 30, 36, 37) auf dem isolierenden Basissubstrat (11) an geordnet ist, wobei das isolierenden Bauteil (14, 22, 29b) eine Durchgangsöffnung (15, 19, 26, 32) zum Freilegen eines Teils des passiven Schaltkreiselementes (12, 18, 30, 36, 37) aufweist; und
eine Anschlußelektrode (12a, 18a, 30a, 36a, 37a), wel che in der Durchgangsöffnung (15, 19, 26, 32) angeordnet ist, um den Teil des passiven Schaltkreiselementes (12, 18, 30, 36, 37) direkt zu kontaktieren.
ein isolierendes Basissubstrat (11);
ein passives Schaltkreiselement (12, 18, 30, 36, 37), welches oberhalb des Basissubstrates (11) angeordnet ist;
ein isolierendes Bauteil (14, 22, 29b), welches unter Zwischenschaltung des passiven Schaltkreiselementes (12, 18, 30, 36, 37) auf dem isolierenden Basissubstrat (11) an geordnet ist, wobei das isolierenden Bauteil (14, 22, 29b) eine Durchgangsöffnung (15, 19, 26, 32) zum Freilegen eines Teils des passiven Schaltkreiselementes (12, 18, 30, 36, 37) aufweist; und
eine Anschlußelektrode (12a, 18a, 30a, 36a, 37a), wel che in der Durchgangsöffnung (15, 19, 26, 32) angeordnet ist, um den Teil des passiven Schaltkreiselementes (12, 18, 30, 36, 37) direkt zu kontaktieren.
2. Mehrschicht-Substrat nach Anspruch 1, weiterhin mit
einer isolierenden Schicht (21), welche zwischen dem iso
lierenden Basissubstrat (11) und dem passiven Schaltkreis
(12) angeordnet ist.
3. Mehrschicht-Substrat nach Anspruch 1, wobei das
passive Schaltkreiselement (12, 18, 30, 36, 37) direkt auf
dem isolierenden Basissubstrat (11) angeordnet ist.
4. Mehrschicht-Substrat nach Anspruch 1, wobei das
isolierende Bauteil (14, 22) eine isolierende Dünnfilm
schicht ist, welche durch Ausbacken auf dem isolierenden
Basissubstrat (11) ausgebildet ist; und wobei die Durch
gangsöffnung (15, 19, 26) so ausgebildet ist, daß sie durch
das isolierende Bauteil verläuft.
5. Mehrschicht-Substrat nach Anspruch 1, wobei:
das isolierende Basissubstrat aus einer Mehrzahl von Grünfolien (29a-29c) aufgebaut ist, welche zusammenlami niert sind;
das isolierende Bauteil aus einer Grünfolie (29b) be steht, welche mit dem isolierenden Basissubstrat zusammen laminiert ist; und
die Durchgangsöffnung (32) so ausgebildet ist, daß sie das isolierende Bauteil (29b) durchläuft, bevor das isolie rende Bauteil mit dem isolierenden Basissubstrat zusammen laminiert wird.
das isolierende Basissubstrat aus einer Mehrzahl von Grünfolien (29a-29c) aufgebaut ist, welche zusammenlami niert sind;
das isolierende Bauteil aus einer Grünfolie (29b) be steht, welche mit dem isolierenden Basissubstrat zusammen laminiert ist; und
die Durchgangsöffnung (32) so ausgebildet ist, daß sie das isolierende Bauteil (29b) durchläuft, bevor das isolie rende Bauteil mit dem isolierenden Basissubstrat zusammen laminiert wird.
6. Mehrschicht-Substrat nach Anspruch 1, wobei:
die Durchgangsöffnung erste und zweite Durchgangsöff nungen aufweist;
eine Anschlußelektrode 37a in der ersten Durchgangs öffnung angeordnet ist; und
ein Widerstandsbauteil 37b in der zweiten Durchgangs öffnung angeordnet ist.
die Durchgangsöffnung erste und zweite Durchgangsöff nungen aufweist;
eine Anschlußelektrode 37a in der ersten Durchgangs öffnung angeordnet ist; und
ein Widerstandsbauteil 37b in der zweiten Durchgangs öffnung angeordnet ist.
7. Ein Verfahren zur Herstellung eines Mehrschicht
substrates für einen integrierten Hybridschaltkreis, wobei
das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
Anordnen eines passiven Schaltkreiselementmateriales an einem festgelegten Abschnitt eines isolierenden Basis substrates 11;
Ausbacken des passiven Schaltkreiselementmateriales, um ein passives Schaltkreiselement (12, 18, 36, 37) zu bil den;
Anordnen eines isolierenden Materials, um das passive Schaltkreiselement (12, 18, 36, 37) abzudecken und um eine Durchgangsöffnung (15, 19, 26) zu schaffen, durch welche ein Teil des passiven Schaltkreiselementes (12, 18, 36, 37) freiliegt;
Ausbacken des isolierenden Materiales, um eine isolie rende Dickfilmschicht (14, 22) auf dem passiven Schalt kreiselement (12, 18, 36, 37) zu bilden;
Füllen der Durchgangsöffnung (15, 19, 26) mit einem leitfähigen Material, so daß das leitfähige Material direkt das passive Schaltkreiselement (12, 18, 36, 37) kontak tiert; und
Ausbacken des leitfähigen Materials, um eine Anschluß elektrode (12a, 18a, 36a, 37a) zu bilden, welche in der Durchgangsöffnung 15, 19, 26) das passive Schaltkreisele ment (12, 18, 37) kontaktiert.
Anordnen eines passiven Schaltkreiselementmateriales an einem festgelegten Abschnitt eines isolierenden Basis substrates 11;
Ausbacken des passiven Schaltkreiselementmateriales, um ein passives Schaltkreiselement (12, 18, 36, 37) zu bil den;
Anordnen eines isolierenden Materials, um das passive Schaltkreiselement (12, 18, 36, 37) abzudecken und um eine Durchgangsöffnung (15, 19, 26) zu schaffen, durch welche ein Teil des passiven Schaltkreiselementes (12, 18, 36, 37) freiliegt;
Ausbacken des isolierenden Materiales, um eine isolie rende Dickfilmschicht (14, 22) auf dem passiven Schalt kreiselement (12, 18, 36, 37) zu bilden;
Füllen der Durchgangsöffnung (15, 19, 26) mit einem leitfähigen Material, so daß das leitfähige Material direkt das passive Schaltkreiselement (12, 18, 36, 37) kontak tiert; und
Ausbacken des leitfähigen Materials, um eine Anschluß elektrode (12a, 18a, 36a, 37a) zu bilden, welche in der Durchgangsöffnung 15, 19, 26) das passive Schaltkreisele ment (12, 18, 37) kontaktiert.
8. Verfahren nach Anspruch 7, wobei das Basissubstrat
aus einem isolierenden Substrat besteht und eine isolie
rende Schicht (21) auf dem isolierenden Substrat angeordnet
ist; und das passive Schaltkreiselement auf der isolieren
den Schicht (21 angeordnet ist.
9. Verfahren nach Anspruch 7, wobei das passive
Schaltkreiselement (12, 18, 36, 37) ein Widerstandselement
ist und das Verfahren weiterhin einen Schritt des Abstim
mens des Widerstandselementes bei gleichzeitigem Messen des
Widerstandswertes des Widerstandselementes nach dem Schritt
des Ausbackens des passiven Elementmateriales aufweist.
10. Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Widerstands
wert des Widerstandselementes durch eine Sonde (16) gemes
sen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 9, wobei der Widerstands
wert des Widerstandselementes durch die Anschlußelektrode
(12a, 18a, 36a, 37a) gemessen wird.
12. Verfahren nach Anspruch 9, wobei:
die Schritte des Anordnens und Ausbackens des isolie renden Materials mehr als einmal wiederholt werden; und
der Schritt des Abstimmens des Widerstandselementes durchgeführt wird, nachdem die Schritte des Anordnens und Ausbackens des isolierenden Materiales jeweils einmal durchgeführt worden sind.
die Schritte des Anordnens und Ausbackens des isolie renden Materials mehr als einmal wiederholt werden; und
der Schritt des Abstimmens des Widerstandselementes durchgeführt wird, nachdem die Schritte des Anordnens und Ausbackens des isolierenden Materiales jeweils einmal durchgeführt worden sind.
13. Verfahren nach Anspruch 9, wobei:
die Schritte des Anordnens und Ausbackens des isolie renden Materiales und das Füllen der Durchgangsöffnung (15, 19, 26) mit dem leitfähigen Material mehr als einmal vor dem Schritt des Ausbackens des leitfähigen Materials wieder holt werden; und
der Schritt des Abstimmens des Widerstandselementes durchgeführt wird, nachdem die Schritte des Anordnens und Ausbackens des isolierenden Materials jeweils einmal durch geführt wurden.
die Schritte des Anordnens und Ausbackens des isolie renden Materiales und das Füllen der Durchgangsöffnung (15, 19, 26) mit dem leitfähigen Material mehr als einmal vor dem Schritt des Ausbackens des leitfähigen Materials wieder holt werden; und
der Schritt des Abstimmens des Widerstandselementes durchgeführt wird, nachdem die Schritte des Anordnens und Ausbackens des isolierenden Materials jeweils einmal durch geführt wurden.
14. Verfahren nach Anspruch 13, wobei:
der Schritt des Abstimmens des Widerstandselementes durchgeführt wird, nachdem die Schritte des Anordnens und Ausbackens des isolierenden Materiales und Füllens der Durchgangsöffnung (15, 19, 26) mit dem leitfähigen Material einmal durchgeführt worden sind.
der Schritt des Abstimmens des Widerstandselementes durchgeführt wird, nachdem die Schritte des Anordnens und Ausbackens des isolierenden Materiales und Füllens der Durchgangsöffnung (15, 19, 26) mit dem leitfähigen Material einmal durchgeführt worden sind.
15. Verfahren nach Anspruch 7, wobei die Durchgangs
öffnung erste und zweite Durchgangsöffnungen aufweist; die
erste Durchgangsöffnung mit dem leitfähigen Material ge
füllt wird; und die zweite Durchgangsöffnung mit einem Wi
derstandsmaterial gefüllt wird, um in der zweiten Durch
gangsöffnung einen Widerstand (37b) zu bilden.
16. Verfahren zur Herstellung eines Mehrschicht
substrates für einen integrierten Hybridschaltkreis, wobei
das Verfahren die folgenden Schritte aufweist:
Aufdrucken eines passiven Schaltkreiselementmateriales auf eine erste Grünfolie (29a);
Ausbilden einer Durchgangsöffnung (32) in einer zwei ten Grünfolie (29b);
Füllen der Durchgangsöffnung (32) mit einem leitfähi gen Material;
Zusammenlaminieren der ersten und zweiten Grünfolien (29a, 29b), so daß das die Durchgangsöffnung (32) füllende leitfähige Material das passive Schaltkreiselementmaterial kontaktiert, welches auf der ersten Grünfolie (29a) aufge druckt ist; und
Ausbacken der zusammenlaminierten ersten und zweiten Grünfolien (29a, 29b).
Aufdrucken eines passiven Schaltkreiselementmateriales auf eine erste Grünfolie (29a);
Ausbilden einer Durchgangsöffnung (32) in einer zwei ten Grünfolie (29b);
Füllen der Durchgangsöffnung (32) mit einem leitfähi gen Material;
Zusammenlaminieren der ersten und zweiten Grünfolien (29a, 29b), so daß das die Durchgangsöffnung (32) füllende leitfähige Material das passive Schaltkreiselementmaterial kontaktiert, welches auf der ersten Grünfolie (29a) aufge druckt ist; und
Ausbacken der zusammenlaminierten ersten und zweiten Grünfolien (29a, 29b).
17. Verfahren nach Anspruch 16, wobei das passive
Schaltkreismaterial und das leitfähige Material in Pasten
form sind.
18. Verfahren nach Anspruch 16, wobei die Durchgangs
öffnung erste und zweite Durchgangsöffnungen aufweist; die
erste Durchgangsöffnung mit dem leitfähigen Material ge
füllt wird; und die zweite Durchgangsöffnung mit einem Wi
derstandsmaterial gefüllt wird, um in der zweiten Durch
gangsöffnung einen Widerstand (37b) zu bilden.
Applications Claiming Priority (1)
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