DE19832365A1 - Stimmenteil in Puppen - Google Patents
Stimmenteil in PuppenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Stimmenteil in Puppen, insbesondere in Spieltieren wie Bären und dgl. DOLLAR A Die Erfindung stellt sich die Aufgabe, die bekannten Stimmenteile zu verändern, daß sie nach dem Zusammenbau bereits funktionieren, und das zeitraubende und viel Geschicklichkeit erforderliche Abstimmen nach dem Einbau in einen Klangkörper nicht mehr erforderlich ist. DOLLAR A Die Lösung besteht darin, daß die Zunge (3) aus einer Kunststofffolie besteht, und das Stimmenschiffchen (2) im schwingenden Bereich der Zunge (3) eine Abschrägung aufweist, die durch unterschiedliche Winkel (alpha, beta) mit einem gemeinsamen Scheitelpunkt (S) an den sich gegenüberliegenden Wangen (7; 7') gebildet ist, so daß sich zwischen Zunge (3) und Stimmenschiffchen (2) ein in Längs- und Querrichtung schräg verlaufender Luftspalt ergibt. Das Anwendungsgebiet der Erfindung ist die Spielzeugindustrie Fig. 1.
Description
Die Erfindung betrifft ein Stimmenteil in Puppen, insbesondere in Spieltieren wie
Bären und dgl.
Ein bereits bekanntes Stimmenteil in Spieltieren wie Bären besteht aus einem
Stimmenschiffchen, welches wannenförmig ausgebildet ist, wobei die vordere
Stirnseite abgerundet und die hintere Stirnseite abgeschrägt und offen ist. Auf der
wannenförmigen Öffnung des Stimmenschiffchens ist eine aus dünnwandigem
Messingblech geformte Zunge befestigt, die auf dem Stimmenschiffchen vollständig
aufliegt. Zur Befestigung dient ein Bindfaden, mit dem beide Teile im hinteren
Teilstück des Schiffchens mehrmals umwickelt sind. Anschließend wird das
Stimmenteil in einer Mulde eines Klangkörper eingelegt und und mittels Haftmittel
befestigt. Um nunmehr einen Ton zu erzeugen, muß die Zunge am
Stimmenschiffchen mittels Luftstrom zum Schwingen gebracht werden.
Dazu muß die Zunge im vorderen Bereich des Stimmenschiffchens eine bestimmte
Biegung erhalten, um einen gewissen Luftspalt zwischen Zunge und
Stimmenschiffchen herzustellen. Man bezeichnet dies als sogenanntes Abstimmen.
Es bedarf viel Geschick und fachmännisches Können und erfordert jahrelange
Erfahrung. Zudem ist es sehr zeitaufwendig und muß bei jedem Teil mehrmals
durchgeführt werden, um die richtige Tonlage zu finden. Wird beim Biegen der
Messingfolie eine gewisse Spaltgröße überschritten, so läßt sich die Zunge nicht
mehr zurückbiegen, so daß das im Klangkörper bereits befestigte Stimmenteil
wieder entfernt und durch ein neues ersetzt werden muß.
Die Befestigung der Messingzunge am Stimmenschiffchen mittels Bindfaden ist
ebenfalls zeitaufwendig und mit viel Geschick und Fingerfertigkeit verbunden, um
den richtigen Sitz und eine straffe Auflage zu erreichen, was ebenfalls für das
Funktionieren des Tones von Bedeutung ist.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Stimmenteil in Puppen, insbesondere
in Spieltieren, wie Bären zu schaffen, bei dem das zeitraubende und mit viel
Geschick und Erfahrung verbundene Abstimmen wegfällt und das nach dem Einbau
in den Klangkörper sofort den gewünschten Ton liefert, wobei die Zunge mit dem
Stimmenschiffchen in einfacher Weise schnell und sicher verbunden werden kann.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Zunge aus einer
Kunstoffolie besteht, und das Stimmenschiffchen im schwingenden Bereich der
Zunge eine Abschrägung aufweist, die durch unterschiedliche Winkel mit einem
gemeinsamen Scheitelpunkt an den sich gegenüberliegenden Wangen gebildet ist, so
daß sich zwischen Zunge und Stimmenschiffchen ein in Längs- und Querrichtung
schräg verlaufender Luftspalt ergibt.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen in überraschender Weise
insbesondere darin, daß infolge der definierten Abschrägung des
Stimmenschiffchens in Verbindung mit der aus Kunstoffolie bestehenden Zunge
ohne Abstimmung ein Laut erzeugbar ist. Die mittels Preßwerkzeug gefertigten
Stimmenschiffchen gewährleisten zudem immer einen gleichbleibenden Laut. Mit
dem Wegfall der aufwendigen Abstimmarbeiten können Hilfskräfte für die Montage
der Stimmenteils eingesetzt werden und der vorher auf Grund der Abstimmung
anfallende Ausschuß infolge überbogener Zungen wird vermieden. Dadurch
verringern sich die Produktionskosten bei gleichbleibender Qualität des
Erzeugnisses.
Weitere vorteilhafte Ausbildungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen
angegeben. Die Weiterbildung nach Anspruch 2 ermöglicht eine einfache, schnelle
und sichere Befestigung der Zunge am Stimmenschiffchen.
Die Weiterbildung nach Anspruch 3 hat den Vorteil, daß die Tonhöhe immer
gleichbleibend ist und eine einfache Arretierung der Zunge am Stimmenschiffchen
ermöglicht wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im
folgenden näher beschrieben.
Es zeigen
Fig. 1 ein Stimmenteil in Seitenansicht
Fig. 2 eine Draufsicht nach Fig. 1
Fig. 3 eine Vorderansicht nach Fig. 1
Fig. 4 eine Schnittdarstellung eines Stimmenkörpers
mit ausgefahrenem Balg
Fig. 5 eine Schnittdarstellung wie Fig. 4
mit zusammengedrücktem Balg
Fig. 6 eine Schnittdarstellung nach Fig. 4
gemäß der Linie I-I
Fig. 7 die dem Stimmenschiffchen gegenüberliegende
Stirnseite eines Klangkörpers.
Das Stimmenteil 1 gemäß Fig. 1 bis 3 besteht aus einem wannenförmigen
Stimmenschiffchen 2 und einer aus Kunststoffolie bestehenden Zunge 3. Das
Stimmenschiffchen 2 weist einen Hohlraum 4 auf und ist oben und an der hinteren
Stirnseite offen, die nach unten abgeschrägt ist. Seitlich befinden sich zwei
Anschläge 5, 5'. Die Befestigung der Zunge 3 am Stimmenschiffchen 2 erfolgt durch
eine Halterung 6, die über das Stimmenschiffchen 2 bis zu den Anschlägen 5,
5' geschoben wird. Damit ist gewährleistet, daß das schwingende Teil der Zunge 3
stets die gleiche Länge besitzt. Das Stimmenschiffchen 2 ist im schwingenden
Bereich der Zunge 3 durch unterschiedliche Winkel α; β, die einen gemeinsamen
Scheitelpunkt S haben an den sich gegenüberliegenden Wangen 7; 7' abgeschrägt,
so daß zwischen Zunge 3 und Stimmenschiffchen 2 ein in Längs- und Querrichtung
schräg verlaufender Luftspalt gebildet wird. Es hat sich herausgestellt, daß durch
die Verwendung einer Kunststoffolie anstatt der früheren Messingfolie fuhr die
Zunge 3 im Zusammenwirken mit dem definierten, schräg verlaufenden Luftspalt
zwischen Zunge 3 und Stimmenschiffchen 2 eine Lauterzeugung ohne vorherige
Abstimmung ermöglicht wird. Der Winkel α liegt zwischen 1° bis 3° und der
Winkel β zwischen 3° bis 6°. Nachdem das Stimmenteil 1 komplettiert ist, wird es
in eine Mulde 8 (Fig. 6) eines Klangkörpers 9 eingelegt und mit einem Haftmittel
10 eingebettet. Als Haftmittel kann z. B. Gips verwendet werden. Der Klangkörper 9
weist an der dem Stimmenteil 1 gegenüberliegenden Stirnseite spiralförmig
verlaufende Rillen 11 auf (Fig. 7), die über eine Bohrung 12 mit einer durch das
Haftmittel gebildeten Kammer 13 und den Hohlraum 4 des Stimmenschiffchens 2
verbunden ist, womit eine Verbindung zu dem, zwischen Zunge 3 und
Stimmenschiffchen 2 gebildeten Luftspalt hergestellt ist.
Die Rillen 11 des Klangkörpers 9 sind mit einem, aus dünner Pappe bestehenden
Deckel 15 abgedeckt, der in der Mitte ein Loch 16 aufweist. Der Klangkörper 9 ist
von einem Balg 17 umgegeben, der endseitig mit einem Pappdeckel 18
verschlossen und in ein Gehäuse 19 hineinragt, und am Gehäuse 19 durch den straff
sitzenden Pappdeckel 18 gehalten wird. Das Gehäuse 19 weist an seiner Stirnwand
20 mehrere Löcher 21 auf (Fig. 4).
Die Wirkungsweise ist nun folgende:
Durch das Eigengewicht des Klangkörpers 9 sinkt dieser nach unten (Fig. 5) und verdrängt dabei langsam die Luft aus dem Balg 17, die durch den zwischen Zunge 3 und Stimmenschiffchen 2 gebildeten Luftspalt einströmt und über den Hohlraum 4, der Kammer 13, der Bohrung 12 sowie die Rillen 11 durch ein Loch 16 im Deckel 15 entweicht. Dabei wird die Zunge 3 in Schwingungen versetzt und ein andauernder Laut erzeugt, der über den Klangkörper 9 als Brummen einer Bärenstimme wahrgenommen wird. Je nach Gestaltung von Stimmenteil und Klangkörper können unterschiedliche Tierstimmen mit der Erfindung erzeugt werden. Die Stimmenschiffchen lassen sich mittels Preßwerkzeug in gleichbleibender Qualität herstellen, was die sofortige Funktionsfähigkeit des Stimmenteils nach dem Zusammenbau hinsichtlich der Lauterzeugung zum Vorteil hat, so daß nach dem Einbau in den Klangkörper 9 keine Abstimmung mehr erforderlich ist. Die Halterung 6, besteht aus Plaste und umgreift das Stimmenteil 1 über den gesamten Umfang, so daß die Zunge 3 einen festen Sitz hat und nicht verrutschen kann. Genau wie das Stimmenschiffchen 2 läßt sich auch die Halterung 6 mittels Preßwerkzeug in großen Stückzahlen billig und mit gleichbleibender Genauigkeit herstellen. Durch den Wegfall des zeitraubenden Abstimmens werden keine hohen Anforderungen mehr an den Einbau der Stimmenteile gestellt, so daß die Produktionskosten deutlich gesenkt werden können.
Durch das Eigengewicht des Klangkörpers 9 sinkt dieser nach unten (Fig. 5) und verdrängt dabei langsam die Luft aus dem Balg 17, die durch den zwischen Zunge 3 und Stimmenschiffchen 2 gebildeten Luftspalt einströmt und über den Hohlraum 4, der Kammer 13, der Bohrung 12 sowie die Rillen 11 durch ein Loch 16 im Deckel 15 entweicht. Dabei wird die Zunge 3 in Schwingungen versetzt und ein andauernder Laut erzeugt, der über den Klangkörper 9 als Brummen einer Bärenstimme wahrgenommen wird. Je nach Gestaltung von Stimmenteil und Klangkörper können unterschiedliche Tierstimmen mit der Erfindung erzeugt werden. Die Stimmenschiffchen lassen sich mittels Preßwerkzeug in gleichbleibender Qualität herstellen, was die sofortige Funktionsfähigkeit des Stimmenteils nach dem Zusammenbau hinsichtlich der Lauterzeugung zum Vorteil hat, so daß nach dem Einbau in den Klangkörper 9 keine Abstimmung mehr erforderlich ist. Die Halterung 6, besteht aus Plaste und umgreift das Stimmenteil 1 über den gesamten Umfang, so daß die Zunge 3 einen festen Sitz hat und nicht verrutschen kann. Genau wie das Stimmenschiffchen 2 läßt sich auch die Halterung 6 mittels Preßwerkzeug in großen Stückzahlen billig und mit gleichbleibender Genauigkeit herstellen. Durch den Wegfall des zeitraubenden Abstimmens werden keine hohen Anforderungen mehr an den Einbau der Stimmenteile gestellt, so daß die Produktionskosten deutlich gesenkt werden können.
Claims (3)
1. Stimmenteil in Puppen, insbesondere in Spieltieren wie Bären, bestehend aus
einen wannenförmigen Stimmenschiffchen, dessen hintere Stirnseite nach unten
abgeschrägt und offen ist und das eine am Stimmenschiffchen befestigte Zunge
aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (3) aus einer Kunstoffolie
besteht, und das Stimmenschiffchen (2) im schwingenden Bereich der Zunge (3)
eine Abschrägung aufweist, die durch unterschiedliche Winkel (α, β) mit einen
gemeinsamen Scheitelpunkt (S) an den sich gegenüberliegenden Wangen (7; 7')
gebildet ist, so daß zwischen Zunge (3) und Stimmenschiffchen (2) ein in Längs-
und Querrichtung schräg verlaufender Luftspalt gebildet wird.
2. Stimmenteil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Zunge (3)
mittels Halterung (6) am Stimmenschiffchen (2) befestigt ist.
3. Stimmenteil nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Arretierung
der Halterung (6) am Stimmenschiffchen (2) Anschläge (5, 5') vorgesehen
sind.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998132365 DE19832365A1 (de) | 1998-07-18 | 1998-07-18 | Stimmenteil in Puppen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1998132365 DE19832365A1 (de) | 1998-07-18 | 1998-07-18 | Stimmenteil in Puppen |
Publications (1)
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| DE19832365A1 true DE19832365A1 (de) | 2000-02-03 |
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ID=7874528
Family Applications (1)
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| DE1998132365 Withdrawn DE19832365A1 (de) | 1998-07-18 | 1998-07-18 | Stimmenteil in Puppen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19832365A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP2644239A1 (de) | 2012-03-29 | 2013-10-02 | Karl - Tierstimmen u. Spielwaren GmbH | Mechanische Tonerzeugungsvorrichtung |
| CN107982939A (zh) * | 2017-11-27 | 2018-05-04 | 浙江海洋大学 | 一种机器人 |
-
1998
- 1998-07-18 DE DE1998132365 patent/DE19832365A1/de not_active Withdrawn
Cited By (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| EP2644239A1 (de) | 2012-03-29 | 2013-10-02 | Karl - Tierstimmen u. Spielwaren GmbH | Mechanische Tonerzeugungsvorrichtung |
| DE102012007805A1 (de) | 2012-03-29 | 2013-10-02 | Karl-Tierstimmen u. Spielwaren GmbH | Mechanische Tonerzeugungsvorrichtung |
| DE102012007805B4 (de) * | 2012-03-29 | 2015-07-02 | Karl-Tierstimmen u. Spielwaren GmbH | Mechanische Tonerzeugungsvorrichtung |
| CN107982939A (zh) * | 2017-11-27 | 2018-05-04 | 浙江海洋大学 | 一种机器人 |
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