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DE19911554C2 - Verfahren zur Herstellung von Holzpfeifen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Holzpfeifen

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Publication number
DE19911554C2
DE19911554C2 DE19911554A DE19911554A DE19911554C2 DE 19911554 C2 DE19911554 C2 DE 19911554C2 DE 19911554 A DE19911554 A DE 19911554A DE 19911554 A DE19911554 A DE 19911554A DE 19911554 C2 DE19911554 C2 DE 19911554C2
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DE
Germany
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wooden
pipes
pipe
core
core chamber
Prior art date
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DE19911554A
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DE19911554A1 (de
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Hans-Juergen Vogel
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10BORGANS, HARMONIUMS OR SIMILAR WIND MUSICAL INSTRUMENTS WITH ASSOCIATED BLOWING APPARATUS
    • G10B3/00Details or accessories
    • G10B3/08Pipes, e.g. open pipes, reed pipes
    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10DSTRINGED MUSICAL INSTRUMENTS; WIND MUSICAL INSTRUMENTS; ACCORDIONS OR CONCERTINAS; PERCUSSION MUSICAL INSTRUMENTS; AEOLIAN HARPS; SINGING-FLAME MUSICAL INSTRUMENTS; MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10D9/00Details of, or accessories for, wind musical instruments
    • G10D9/08Material for manufacturing wind musical instruments; Treatment of the material
    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10KSOUND-PRODUCING DEVICES; METHODS OR DEVICES FOR PROTECTING AGAINST, OR FOR DAMPING, NOISE OR OTHER ACOUSTIC WAVES IN GENERAL; ACOUSTICS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G10K5/00Whistles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Manufacturing & Machinery (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Holzpfeifen, die in Instrumenten, akustischen Spielzeugen, Uhren u. a. verwendet werden.
Die Technologie der Herstellung von Holzpfeifen für Instrumente, akustische Spielzeuge oder Spieluhren, bei denen der Ton pneumatisch, d. h. durch einen über ein Labium strömenden Luftstrom erzeugt wird, hat sich seit den Anfängen ihrer Verwendung nur unwesentlich verändert. Bei der traditionellen Herstellung ist jede Holzpfeife eine Einzelanfertigung. Dies trifft auch auf die Fertigung von Resonanzkörpern für Zungenpfeifen zu, wobei hier der Hohlraum noch relativ einfach durch Ausbohren eines Holzklotzes hergestellt wird (DE 196 29 580 A1). Dagegen ist die Herstellung von Labialpfeifen wesentlich aufwendiger. Dazu wird für Pfeifenseiten, Deckel und Boden Holz entsprechend der Dicke dieser Teile zugerichtet. Der Pfeifenkern wird nach dem Zuschneiden ausgehobelt, gegebenenfalls verleimt und die Kernkammer entsprechend ausgesägt. Danach werden die Seitenbretter mit dem Pfeifenkern und zwei Blindstücken verleimt, das verleimte Stück abgerichtet und auf geforderte Stärke gehobelt. Anschließend werden der Boden aufgeleimt und der Innenraum ausgestrichen. Die Herstellung des Aufschnitts erfolgt durch Ausstechen des Oberlabiums aus dem Deckel, der danach auf die Pfeifenseiten und den Kern aufgeleimt wird. Danach wird der Vorschlag angefertigt und als oberer Abschluß der Kernkammer aufgeleimt oder aufgeschraubt. Für stimmbare Holzpfeifen muß ein separater Spunt hergestellt, garniert und in das Spuntloch der der Kernkammer gegenüberliegenden Stirnseite der Holzpfeife eingepaßt werden. Abschließend wird die Oberfläche der Holzpfeife verputzt und geschliffen, der Fuß individuell eingebohrt und verleimt.
Diese Verfahrensweise ist sehr aufwendig und bedarf handwerklich geschickter und erfahrener Hersteller. Trotzdem kann es vor allem bei unsachgemäßer Fertigung wie unstimmiger Maßverhältnisse sowie ungünstiger Holzeigenschaften, z. B. zu hoher Restfeuchte oder Schwindung, zu Verwerfungen der Holzteile, in der Folge zum Aufreißen der Klebeverbindungen und damit zum Verstimmen der Holzpfeifen sowie zum völligen Versagen des Tones kommen. Unerwünschte Unterschiede in Qualität und Klangfarbe sind auch durch Schwankungen im physikalischen Verhalten der vielen unterschiedlichen Einzelteile bedingt. Nachteilig ist ferner die Anfälligkeit der Klebestellen gegen Feuchtigkeit und Ungezieferbefall.
Die Aufgabe der Erfindung besteht somit darin, ein Verfahren zur Herstellung von Holzpfeifen zu entwickeln, das eine wesentliche Reduzierung des Fertigungsaufwandes bei gleichzeitig verbesserter Qualität der Holzpfeifen ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird die Aufgabe durch die Merkmale des ersten Patentanspruches gelöst. Die folgenden Ansprüche 2 und 3 betreffen zweckmäßige Vorgehensweisen für im Orgelbau verwendete gedeckte bzw. individuell zu intonierende Holzpfeifen.
Durch die Erfindung können die Holzpfeifen im Unterschied zur herkömmlichen Einzelfertigung bis hin zu ihrer endgültigen Gestalt maschinell hergestellt werden. Alle bei jeder Holzpfeife wiederkehrenden Formelemente wie Kernkammer, Pfeifeninnenraum, Kernspalt und Windeinlaßloch können mittels programmgesteuerter Maschinen aus dem Holzblock Aufschnitt und Labium aus der Deckplatte herausgearbeitet werden. Auch das Trennen der einzelnen Holzpfeifen vom Holzblock erfolgt automatisiert. Durch diese neue Verfahrensweise reduziert sich der Aufwand der Herstellung von Pfeifenrohlingen erheblich. Selbst das abschließende Verputzen und Schleifen der Pfeifenrohlinge erfordert deutlich weniger Zeit als bei der herkömmlichen Verfahrensweise, da weniger Fügeflächen zu behandeln sind. Auch unterschiedliche Größen von Pfeifen lassen sich auf diese Weise rationell und wirtschaftlich herstellen. Die Anzahl der aus einem Holzblock herstellbaren Pfeifen ist von deren Größe und der Größe des Arbeitsbereiches der Maschine abhängig. Durch die Erfindung ist es erstmals gelungen, Holzpfeifen in Serie herzustellen.
Bei individuell zu intonierenden Holzpfeifen, die vorwiegend im Orgelbau verwendet werden, wird bei der Herstellung des Aufschnittes und des Oberlabiums der Vorschlagbereich freigefräst und nur der Pfeifeninnenraum mit einer dünnen Holzplatte abgedeckt. Die Kernkammern bleiben zunächst offen und werden erst danach mit einem abnehmbaren Vorschlag versehen.
Bei stimmbaren Pfeifen entstehen die Öffnung für den Pfeifenspunt beim Abtrennen der Pfeifenkörper von dem Holzblock an der der Kernkammer gegenüberliegende Stirnseite.
Zusätzlich zur Verringerung des Fertigungsaufwandes hat das neue Verfahren den Vorteil, daß der Körper jeder Holzpfeife aus gewachsenem Material besteht. Das bedeutet, daß geringere Quer- und Längsschwindung des Holzes zu erwarten sind. Dies wiederum wirkt sich günstig auf die Klangqualität aus. Außerdem werden Verwerfungen und das Aufreißen der Klebeverbindung zwischen Seiten und Boden vermieden. Die wesentlich verringerte Anzahl von Klebeverbindungen trägt in gleicher Weise zur Erhöhung der Lebensdauer der Holzpfeifen bei.
Nachfolgend soll die Erfindung an einem Beispiel näher erläutert werden. In der zugehörigen Zeichnung zeigen
Fig. 1 die Draufsicht dreier nebeneinander auf einem Holzblock angeordneten Holzpfeifen nach dem ersten Verfahrensschritt,
Fig. 2 die Draufsicht einer fertiggestellten Holzpfeife und
Fig. 3 die Seitenansicht der Holzpfeife gem. Fig. 2.
Wie aus Fig. 1 ist erkennbar ist, wurden in einen Holzblock 1 für drei Holzpfeifen drei Kernkammern 2 und jeweils fluchtend hinter diesen drei Pfeifeninnenräume 3 eingefräst. Die Tiefe der Kernkammern 2 und Pfeifeninnenräume 3 sind aus Fig. 3 durch die waagerecht verlaufenden gestrichelten Linien zu ersehen. Der zwischen Kernkammer 2 und Pfeifeninnenraum verbleibende Materialteil ist der Kern 4. Im Verlaufe dieses Arbeitsschrittes werden auch Kernschräge 5 und Kernspalte 6 sowie bei nicht intonierbaren Holzpfeifen das Windeinlaßloch 7 ausgefräst. In einem zweiten Verfahrensschritt wird der Holzblock 1 mit einem Deckel 8 versehen, der alle erzeugten Hohlräume verschließt. Der Deckel 8 wird . üblicherweise auf die beim Ausfräsen stehengebliebenen Ränder aufgeleimt. Danach werden die tonbildenden Funktionselemente wie Aufschnitt 9 und Oberlabium 10 in den Deckel 8 eingefräst. Durch einen Trennvorgang entlang der Längs- und Querseiten der Holzpfeifen entsteht ein Pfeifenrohling, der durch Verputzen und Schleifen fertigbearbeitet wird. Die Materialbreite, die als Zwischenraum zwischen den einzelnen Kernkammern 2 bzw. Pfeifeninnenräumen 3 stehen bleiben muß, ist abhängig von der gewünschten Wandstärke einer Holzpfeife und der Dicke des verwendeten Trennwerkzeuges. In Fig. 1 verläuft die Schnittlinie genau zwischen den beiden als gestrichelte Linie angedeuteten Außenwänden der Holzpfeifen, d. h. der Zwischenraum zwischen diesen Linien entspricht der Breite des Trennwerkzeuges.
Bei dem in Fig. 2 dargestellten fertigen Pfeifenrohling wurde von der eben beschriebenen Verfahrensweise insofern abgewichen, als der Deckel 8 nur den Pfeifeninnenraum 3 abdeckt; die Kernkammer 2 blieb offen. Das ist bei intonierbaren Holzpfeifen erforderlich, um dem Orgelbauer die Möglichkeit zu geben, den Ton nachträglich entsprechend der gewünschten Klangfarbe und Tonstärke zu gestalten. In diesem Fall wird, wie aus Fig. 3 zu erkennen, die Kernkammer 2 mit einem abnehmbaren Vorschlag 11 versehen. Der Vorschlag 11 wird üblicherweise aufgeschraubt oder geleimt. Die Kernspalte 6 muß nicht unbedingt eingefräst werden. Es ist auch möglich, die Kernspalte 6 durch Aufbringen von dünnem Holz oder Pappe herzustellen.
Aus Fig. 3 ist eine weitere Besonderheit zu ersehen. Bei stimmbaren Holzpfeifen muß das Volumen des Pfeifeninnenraums 3 variierbar gestaltet sein. Das wird durch das Anbringen eines Spundes an die den Pfeifeninnenraum 3 begrenzende Stirnseite der Holzpfeife erreicht. Hierzu werden die Holzpfeifen entlang der Linie 12 vom Holzblock abgetrennt und durch einen in dieser Zeichnung nicht dargestellten Spunt wieder verschlossen.

Claims (3)

1. Verfahren zur Herstellung von Holzpfeifen, die in Instrumenten, akustischen Spielzeugen, Uhren u. a. verwendet werden und aus Pfeifeninnenraum, Kernkammer, Vorschlag, Kernspalt und Deckel bestehen und an ihrer Stirnseite eine Windeinlaßöffnung aufweisen, wobei bei stimmbaren Holzpfeifen nach der Herstellung des Pfeifenkörpers in seiner der Kernkammer gegenüberliegenden Stirnseite ein Spuntloch eingebracht und dieses durch einen Spunt verschlossen wird, gekennzeichnet dadurch, daß eine Vielzahl der Holzpfeifen aus einem der Tiefe der Holzpfeifen entsprechend plan gearbeiteten Holzblock (1) nach folgenden Verfahrensschritten hergestellt werden:
  • - Einarbeiten der Kernkammern (2) und der Pfeifeninnenräume (3) in den Holzblock (1), wobei die Dicke des zwischen den einzelnen Kernkammern (2) und den einzelnen Pfeifeninnenräumen (3) verbleibenden Materials größer ist als die doppelte Wandstärke einer Holzpfeife;
  • - Einarbeiten des Windeinlaßloches (7) in die Stirnseite jeder Kernkammer (2);
  • - Verschließen der Hohlräume durch Aufleimen einer dünnen Holzplatte auf den Holzblock (1) in den der gewünschten Art der Holzpfeife entsprechenden Bereich bzw. Bereichen;
  • - Abtrennen der einzelnen Holzpfeifen vom Holzblock. (1)
2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß für gedeckte Holzpfeifen sowohl der Pfeifeninnenraum (3) als auch die Kernkammer (2) mit der dünnen Holzplatte abgedeckt und danach Aufschnitt (9) und Oberlabium (10) ausgefräst werden.
3. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet dadurch, daß für individuell zu intonierende Holzpfeifen die Kernkammer (2) erst nach Fertigstellung des Pfeifenkörpers mit abnehmbaren Vorschlägen (11) versehen wird.
DE19911554A 1999-03-16 1999-03-16 Verfahren zur Herstellung von Holzpfeifen Expired - Fee Related DE19911554C2 (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE202011002493U1 (de) 2011-02-09 2011-04-07 Haasemann, Ulrich Orgelpfeifen für Orgelinstrumente

Citations (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE19513363C1 (de) * 1995-04-08 1996-03-21 Hohner Ag Matth Zungengenerator
DE19629580A1 (de) * 1996-07-23 1998-01-29 Ralf Speitel Wanduhr

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