DE19832245A1 - Verfahren zum Bedienen von Geräten in der Reproduktionstechnik - Google Patents
Verfahren zum Bedienen von Geräten in der ReproduktionstechnikInfo
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Abstract
Verfahren zum Bedienen von Geräten in der Reproduktionstechnik, wobei mehrere Geräte in einer Verarbeitungskette angeordnet sind, in der Bilddaten verarbeitet werden und in der die Geräte mit den Vorgaben des Benutzers für die Ausführung der Funktionen der Geräte beaufschlagt werden. Es wird zur Bedienung der Geräte eine Benutzerebene definiert, auf die der Bediener Zugriff hat, wobei die Benutzerebene in Bedienungssegmente aufgeteilt wird. Innerhalb der Benutzerebene wird eine Trennung der Folge der Befehle des Benutzers von der Folge der Maschinenbefehle vorgenommen. Aus den einzelnen Bedienungssegmenten der Bedienungsebene werden Bedienungsparameter an die Ausführungssegmente der Geräteebene abgegeben, die auf die Ausführungssegmente einwirken und dort losgelöst vom Bediener auf die Funktionen der einzelnen Geräte einwirken, indem die entsprechenden Maschinenbefehle der Geräte ausgeführt werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bedienen von Geräten in der Reprodukti
onstechnik, insbesondere von Bilddatenerfassungsgeräten, Bilddatenverarbei
tungsgeräten, Bildausgabegeräten und Bildübertragungsgeräten, wobei mehrere
Geräte in einer Verarbeitungskette angeordnet sind, in der Bilddaten verarbeitet
werden und in der die Geräte mit den Vorgaben des Benutzers für die Ausführung
der Funktionen der Geräte beaufschlagt werden, wobei die Funktionen in den
einzelnen Geräten durch Maschinenbefehle ausgeführt werden und wobei eine
Folge von Vorgaben des Benutzers in eine Folge von Maschinenbefehlen umge
setzt wird, aufgrund der eine Folge von Verarbeitungsschritten bei den einzelnen
Geräten durchgeführt wird.
Heutige Geräte der Reproduktionstechnik, insbesondere Bilddatenerfassungsge
räte, wie Scanner, Bilddatenverarbeitungsgeräten, Bildausgabegeräte wie Image
setter oder Recorder oder Geräte für die Bildübertragungen über Leitungen oder
über Datennetze, beispielsweise mittels Faxgeräten oder Modems sind oft in einer
Verarbeitungskette angeordnet, in der die einzelnen Funktionen ausgeführt
werden. Diese Verarbeitungskette kann natürlich auch immaterielle Geräte, d. h. in
Software realisierte Verarbeitungstationen umfassen, wie beispielsweise digitale
Bildatenfilterung zur Schärfeverbesserung oder Stationen zur Konvertierung der
Bilddaten von Vektordarstellung in Bitmapdarstellung und umgekehrt. Insbesonde
re liegen innerhalb einer solchen Kette die Bilddaten als Informationsblöcke vor,
die durch die einzelnen Geräte aufgrund der Vorgaben des Benutzers durch die
Maschinenbefehle verarbeitet werden. Dabei werden die einzelnen Geräte vom
Bediener nacheinander einzeln bedient, wobei die Vorgaben des Bedieners direkt
in Maschinenbefehle umgesetzt werden und die Maschinenbefehle in der Rei
henfolge, in der sie der Bediener eingibt, ausgeführt werden.
Es gibt also für jedes Gerät eine Bedienschicht für den Bediener, in der die
Parameter der einzelnen Geräte zur Durchführung der einzelnen Maschinenbe
fehle aktiviert werden. Der Bediener muß beispielsweise zur Bedienung von
Scannern die Befehle, schalte Auflichtabtaster ein, schalte Durchlichtabtaster ein
oder beispielsweise die Angabe der Betriebsart wie Farbe, oder Schwarz Weiß für
das Gerät eingeben. Dabei ist es unerheblich, ob die Parameter am Gerät an
einzelnen Bedienelementen wie Knöpfe oder in einer Bedienersoftware, die auf
einer dem Gerät zugeordneten Workstation läuft, eingestellt werden. Diese Art der
Bedienung kann man als "gerätezentrisch" bezeichnen. Bei dieser Art der Bedie
nung muß der Bediener jede einzelne Funktion der einzelnen Geräte genau
kennen. Er muß die Auswirkungen einer Funktion eines einzelnen Gerätes auf die
Funktionen der anderen Geräte kennen und muß die ganze Folge von Befehlen,
die erforderlich ist, um die Bildverarbeitung durch die ganze Kette ablaufen zu
lassen, von Anfang bis Ende in einer logischen Folge eingeben. Diese logische
Folge greift währen des Ablaufes auf die einzelnen Maschinenbefehle zu und muß
in ihrem Ablauf auf die einzelnen Maschinenbefehle abgestimmt sein, was voraus
setzt, daß der Bediener die einzelnen Maschinenbefehle genau kennt und diese
auch in der richtigen Reihenfolge anspricht. Er muß also eine Sequenz von
Vorgaben erstellen und diese eingeben. Dies erfordert vom Bediener viel Spezial
wissen, einmal über die Funktionen der einzelnen Geräte und die einzelnen
Maschinenbefehle, über das Zusammenwirken der Funktionen innerhalb eines
Geräte und über die Ausführung und Folgen der Maschinenbefehle sowie über
das zu erwartende Ergebnis eines Einzelgerätes und über das Gesamtergebnis
am Ende der Gerätekette. Dies erfordert einen hochqualifizierten Bediener, der
fehlerfrei direkt Einfluß in den Verarbeitungsprozeß nehmen muß. Es können
dabei leicht Fehler auftreten, sei es durch Eingabe falscher Werte oder eines
falschen Ablaufs. Hierdurch kann die Qualität des Ausgangsergebnisses oft nicht
optimal sein oder sogar das Ergebnis unbrauchbar sein. Da es viele Interdepen
denzen zwischen den einzelnen Funktionen gibt, kann man Fehler in der Bedie
nung nicht immer im Voraus erkennen und auch später nur schwer feststellen.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es daher, eine neues Verfahren zur
Bedienung von Reproduktionsgeräten anzugeben, das die Bedienung wesentlich
vereinfacht, den Bediener entlastet, mehr Sicherheit für des Endergebnis mit sich
bringt und mit dem auf einfache weise eine höhere Qualität erreicht werden kann.
Die Erfindung erreicht dies durch die im Patentanspruch i angegebenen Merk
male. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfinder sind in den Unteransprüchen 2 bis
4 angegeben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Figur näher erläutert.
In der Figur ist schematisch eine Darstellung des Bedienungsverfahrens gegeben.
Es wird eine Benutzerebene i definiert, auf die der Bediener Zugriff hat, d. h. er
kann auf dieser Ebne entsprechend dem für den Verarbeitungsprozeß vorgesehe
nen Workflow losgelöst von den Maschinenbefehlen, entsprechend seinem
Vorhaben, in einzelnen Bedienungssegmenten 2 tätig werden. Diese Bedienungs
segmente betreffen in dem Fall, daß es sich um elektronische Bildverarbeitung
handeln soll, jeweils beispielsweise die Eigenschaften des Originalbildes, Verän
derungen des Originalbildes, das erwünschte Resultat und den Weg oder das
Ziel, an das das Resultat gelangen soll. Veränderungen des Originals können
beispielsweise sowohl geschmackliche Veränderungen, als auch Verbesserungen
mangelhafter Bilder oder auch Kompositionen von mehreren Bildern zu einem
Gesamtbild betreffen. In dem Segment für die Festlegung der Anwendung, kann
beispielsweise bestimmt werden, ob es sich um eine Farbreproduktion in Aufsicht
als Hardcopy, ein Farbauszug für die Druckvorstufe, ein Fax oder ein Archivdoku
ment handeln soll.
In dem Segment Weg, Ziel, kann beispielsweise ein Drucker, ein Modem, ein
Imagesetter oder ein Archiv zur Ablage des Bildes angegeben werden.
Hierdurch wird erreicht, daß eine Trennung der üblichen Folge von Benutzerbe
fehlen von der Folge der Maschinenbefehle stattfindet, d. h. die starre Kopplung
zwischen Sequenz der Logik des Benutzers wird von der Sequenz der Maschi
nenbefehle wird aufgehoben. Stattdessen werden von den einzelnen Bedienungs
segmenten Bedienungsparameter an die Ausführungssegmente der Geräteebene
abgegeben, die auf die Ausführungssegmente einwirken und losgelöst vom
Bediener auf die Funktionen der einzelnen Geräte einwirken.
Es wird weiterhin zur Ausführung des Verarbeitungsprozesses eine Geräteebene
3 definiert wird, die in Ausführungssegmente 4 unterteilt wird, die auf die einzel
nen Funktionen der Geräte, die an der Verarbeitungskette beteiligt sind, einwir
ken. Diese können das Original betreffen, Veränderungen am Original, die
Anwendung bei der das Original verwendet wird oder den Weg, den das Original
nehmen soll und/oder das Ziel, an das das Original gelangen soll. Bei dem
weiteren Ablauf werden aus den einzelnen Bedienungssegmenten 2 der Bedie
nungsebene i Bedienungsparameter 5 an die Ausführungssegmente 4 der
Geräteebene 3 abgegeben werden, die auf die Ausführungssegmente 4 einwirken
und dort losgelöst vom Bediener auf die Funktionen der einzelnen Geräte einwir
ken indem die entsprechenden Maschinenbefehle der Geräte ausgeführt werden.
Hierbei können von einem Bedienungssegment Parameter an verschieden
Ausführungssegmente gehen, ohne daß der Bediener dies explizit bestimmt und
angibt.
Um die Bedienung zu differenzieren, werden beispielsweise auf der Benutzerebe
ne die Bedienungssegmente 2 in mehrere Eingabekategorien unterteilt, die dem
Bediener zur Verfügung stehen und je nach gewünschtem Ablauf von ihm ange
sprochen werden können. Es können dies beispielsweise für die Benennung der
Eigenschaften des Originalbildes. Die Angaben, welcher Art das Original ist, wie
Foto, Negativ, Dia, Filmtyp, Zeitung, oder reale Dinge sein.
In dem Segment Veränderungen, bzw. gewünschten Veränderungen des Original
bildes während der Bildverarbeitung können die Kategorien welcher Art sollen
Geschmacksveränderungen sein, sind z. B. die inneren Eigenschaften einer
Szene, einer Landschaft oder eines Portrait zu Dunkel, überbelichtet, farbstichig
usw.
In dem Segment Anwendung, bzw. Benennung des Anwendungsfalls des Ender
gebnisses kann z. B. angegeben werden ob es sich bei dem Endprodukt um eine
Kopie, ein Fax, eine Druckvorlage, ein Webimage oder ein Archivbild handeln soll
oder z. B. welche Größe gewünscht ist.
In dem Segment Weg, Ziel, bzw. Benennung des Wegs oder Ziels, den das
Ergebnis nehmen soll, können z. B. Drucker, Modem Archiv, Retusche usw.
angegeben werden.
In der Geräteebene werden die Ausführungssegmente in mehrere Ausführungs
kategorien 41 unterteilt. Es können z. B. Ausführungssegmente für Abtastung,
Bildverarbeitung und Weiterverarbeitung vorgesehen sein.
Das Segment Abtastung, bzw. Bildabtastung kann in verschieden Kategorien, wie
die verschiedene Ausführungsmöglichkeiten der Bildabtastung durch eine oder
mehrere Abtasteinheiten, verschiedene Abtastmodi, wie Farbe, Grautonbild,
Auflicht oder Durchlicht eingeteilt sein.
Das Segment Bildverarbeitung kann als Kategorien verschieden Varianten der
Bildverarbeitung umfassen, z. B. Durchführung von Bildveränderungen und/oder
Bildverbesserungen wie Filterung, Entrasterung, Farbkorrekturen oder auch
Farbtransformationen, oder Geschmackskorrekturen.
Das Segment Weiterverarbeitung kann verschieden Kategorien für die Weiterver
arbeitung der Bilddaten bereitstellen, wie Ausgabe, Speicherung und/oder
Übertragung der Bilddaten, wobei beispielsweise Datenformatierung und Transfer
der Daten ebenfalls als Ausführungskategorien vorgesehen sein können.
Die Geräteebene spricht somit die technischen Prozesse direkt an, ohne daß der
Bediener seine Eingaben zu einem speziellen Gerät bezogen empfindet und die
Abläufe, die durch die Geräteebene gesteuert werden, vom Workflow bestimmt
werden.
Claims (5)
1. Verfahren zum Bedienen von Geräten in der Reproduktionstechnik,
insbesondere von Bilddatenerfassungsgeräten,
Bilddatenverarbeitungsgeräten, Bildausgabegeräten und
Bildübertragungsgeräten, wobei mehrere Geräte in einer Verarbeitungskette
angeordnet sind, in der Bilddaten verarbeitet werden und in der die Geräte mit
den Vorgaben des Benutzers für die Ausführung der Funktionen der Geräte
beaufschlagt werden, wobei die Funktionen in den einzelnen Geräten durch
Maschinenbefehle ausgeführt werden und wobei eine Folge von Vorgaben des
Benutzers (Benutzerlogik) in eine Folge von Maschinenbefehlen umgesetzt
wird, aufgrund der eine Folge von Verarbeitungsschritten bei den einzelnen
Geräten durchgeführt wird (Logik der Maschinensequenz), dadurch
gekennzeichnet, daß
zur Bedienung der Geräte eine Benutzerebene 1 definiert wird, auf die der Bediener Zugriff hat, wobei die Benutzerebene in Bedienungssegmente 2 aufgeteilt wird
innerhalb der Benutzerebene eine Trennung der Folge der Befehle des Benutzers (Logik des Benutzers) von der Folge der Maschinenbefehle (Logik der Maschinensequenz) vorgenommen wird und
aus den einzelnen Bedienungssegmenten der Bedienungsebene Bedienungsparameter 5 an die Ausführungssegmente 4 der Geräteebene abgegeben werden, die auf die Ausführungssegmente 4 einwirken und dort losgelöst vom Bediener auf die Funktionen der einzelnen Geräte einwirken, indem die entsprechenden Maschinenbefehle der Geräte ausgeführt werden.
zur Bedienung der Geräte eine Benutzerebene 1 definiert wird, auf die der Bediener Zugriff hat, wobei die Benutzerebene in Bedienungssegmente 2 aufgeteilt wird
innerhalb der Benutzerebene eine Trennung der Folge der Befehle des Benutzers (Logik des Benutzers) von der Folge der Maschinenbefehle (Logik der Maschinensequenz) vorgenommen wird und
aus den einzelnen Bedienungssegmenten der Bedienungsebene Bedienungsparameter 5 an die Ausführungssegmente 4 der Geräteebene abgegeben werden, die auf die Ausführungssegmente 4 einwirken und dort losgelöst vom Bediener auf die Funktionen der einzelnen Geräte einwirken, indem die entsprechenden Maschinenbefehle der Geräte ausgeführt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
Bedienungssegmente 2 aus einzelnen Eingabekategorien 21 bestehen.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß folgende
Eingabekategorien 21 vorgesehen sind, die dem Bediener zur Verfügung stehen:
Benennung der Eigenschaften des Originalbildes,
Benennung von gewünschten Veränderungen des Originalbildes während der Bildverarbeitung,
Benennung des Anwendungsfalls des Endergebnisses und
Benennung des Wegs den das Ergebnis nehmen soll.
Benennung der Eigenschaften des Originalbildes,
Benennung von gewünschten Veränderungen des Originalbildes während der Bildverarbeitung,
Benennung des Anwendungsfalls des Endergebnisses und
Benennung des Wegs den das Ergebnis nehmen soll.
4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß
die Ausführungssegmente 4 auf der Geräteebene in Ausführungskategorien 41
unterteilt sind, die die Gerätebefehle ausführen.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß folgende
Ausführungskategorien 41 vorgesehen sind:
Ausführung der Bildabtastung durch eine oder mehrere Abtasteinheiten für verschiede Abtastmodi,
Bildverarbeitung für die abgetasteten Bilddaten in Form von Durchführung von Bildveränderungen und/ oder Bildverbesserungen, und
Weiterverarbeitung der Bilddaten, insbesondere Ausgabe, Speicherung und/oder Übertragung der Bilddaten.
Ausführung der Bildabtastung durch eine oder mehrere Abtasteinheiten für verschiede Abtastmodi,
Bildverarbeitung für die abgetasteten Bilddaten in Form von Durchführung von Bildveränderungen und/ oder Bildverbesserungen, und
Weiterverarbeitung der Bilddaten, insbesondere Ausgabe, Speicherung und/oder Übertragung der Bilddaten.
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