DE19831144A1 - Hydraulische Steuerung für eine hydraulisch betätigbare Kupplungsbremskombination für die Antriebswelle einer mechanischen Presse - Google Patents
Hydraulische Steuerung für eine hydraulisch betätigbare Kupplungsbremskombination für die Antriebswelle einer mechanischen PresseInfo
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Abstract
Die Erfindung geht aus von einer hydraulischen Steuerung, die für eine hydraulisch betätigbare Kupplungsbremskonstruktion für die Antriebswelle einer mechanischen Presse verwendet wird. Eine bekannte derartige Steuerung besitzt eine eine Hydropumpe und einen Hydrospeicher aufweisende Druckmittelquelle zur Versorgung eines hydraulischen Betätigers mit Druckmittel, eine Sicherheitsventilanordnung, die einen Zulaufanschluß aufweist, über den ein Strömungspfad von der Druckmittelquelle zum hydraulischen Betätiger führt, und ein verstellbares Druckventil, in Abhängigkeit von dessen Einstellung der hydraulische Betätiger mit unterschiedlichen Arbeitsdrücken beaufschlagbar ist. Um gegenüber der vorbekannten Steuerung den Aufwand an Bauteilen zu verringern, ist das Druckventil ein 3-Wege-Druckregelventil mit einem mit der Druckmittelquelle verbindbaren Druckanschluß, einem Tankanschluß und einem mit dem Zulaufanschluß der Sicherheitsventileinrichtung verbundenen Regelanschluß. Durch ein solches Druckregelventil und die Art seiner Verschaltung wird nicht in die Verbindung zwischen der Sicherheitsventilanordnung und dem hydraulischen Betätiger eingegriffen. Außerdem ist der Hydrospeicher abgesperrt, wenn der Druck am Regelanschluß erniedrigt werden soll und dazu ein Strömungspfad vom Regelanschluß zum Tankanschluß geöffnet wird.
Description
Die Erfindung geht aus von einer hydraulischen Steuerung, die zur Betätigung ei
ner Kupplungsbremskombination der Antriebswelle einer mechanischen Presse
vorgesehen ist und die die Merkmale aus dem Oberbegriff des Anspruchs 1 auf
weist.
Eine derartige hydraulische Steuerung ist aus der DE 35 23 163 A1 bekannt. Bei
dieser hydraulischen Steuerung wird in erster Linie dann eine größere Menge
Druckmittel benötigt, wenn sich der hydraulische Betätiger beim Lösen der Brem
se und Schließen der Kupplung bewegt und wenn der hohe Kupplungsdruck auf
gebaut und dazu das Druckmittel komprimiert wird. In der übrigen Zeit eines Pres
senzyklus wird keine oder nur eine geringe Druckmittelmenge benötigt. Um eine
kleine Hydropumpe verwenden zu können, gehört zur Druckmittelquelle ein Hy
drospeicher, der innerhalb der Zykluszeit, in der vom hydraulischen Betätiger we
nig Druckmittel benötigt wird, von der Hydropumpe aufgeladen wird und dann,
wenn viel Druckmittel benötigt wird, Druckmittel abgibt. Bei der bekannten hydrau
lischen Steuerung ist der Zulaufanschluß eines 3/2-Wege-Sicherheitsventils über
ein zur Hydropumpe sperrendes Rückschlagventil mit der Hydropumpe verbun
den. Zwischen dem Rückschlagventil und dem Zulaufanschluß geht eine Zweiglei
tung zum Hydrospeicher ab, in der ein druckgesteuertes Sperrventil sitzt, das so
gesteuert wird, daß aus dem Hydrospeicher dem Zulaufanschluß des Sicherheits
ventils Druckmittel zufließen kann, wenn viel Druckmittel benötigt wird, und das
sich ansonsten in seiner Sperrstellung befindet. Befüllt wird der Hydrospeicher
von der Hydropumpe aus über eine weitere Zweigleitung, die das Sperrventil um
geht und in der sich ein weiteres Rückschlagventil befindet, das zu dem Drucklei
tungsabschnitt zwischen dem ersten Rückschlagventil und dem Zulaufanschluß
des Sicherheitsventils hin sperrt.
Das Sicherheitsventil hat noch einen Ablaufanschluß, der mit einem Tank verbun
den ist, und einen Verbraucheranschluß, von dem eine Leitung zum hydraulischen
Betätiger führt. An letztere Leitung ist ein vorgesteuertes Druckbegrenzungsventil
mit zwei Pilotventilen angeschlossen, die auf unterschiedlich hohe Drücke einge
stellt sind. Je nach Stellung eines Wegeventils ist keines der beiden Pilotventile
oder das eine oder das andere Pilotventil wirksam. Mit dem Wegeventil wird auch
das Sperrventil zwischen dem Hydrospeicher und dem Zulaufanschluß des Si
cherheitsventils gesteuert. Die Steuerung erfolgt so, daß das Sperrventil während
des Lösens der Bremse und während der Zeit, in der der Kupplungsdruck niedrig
gehalten wird, offen ist und in den übrigen Zeiten eines Pressenzyklus geschlos
sen gehalten wird. Insbesondere wird dadurch verhindert, daß während des wei
chen Abbremsens der Antriebswelle Druckmittel aus dem Hydrospeicher über das
Sicherheitsventil und das Druckbegrenzungsventil zum Tank abfließt. Anderer
seits muß das zum Aufbau des hohen Kupplungsdruckes notwendige Kompressi
onsöl allein von der Hydropumpe zur Verfügung gestellt werden. Nachteilig an der
bekannten hydraulischen Steuerung ist darüber hinaus insbesondere die hohe
Zahl der notwendigen hydraulischen Einzelkomponenten.
Ziel der Erfindung ist es somit, eine hydraulische Steuerung mit den Merkmalen
aus dem Oberbegriff des Anspruchs 1 so weiterzuentwickeln, daß die notwendi
gen Funktionen mit einem geringeren Aufwand an Bauteilen erhalten werden
können.
Dieses Ziel wird dadurch erreicht, daß die hydraulische Steuerung außer mit den
Merkmalen aus dem Oberbegriff zusätzlich mit den Merkmalen aus dem kenn
zeichnenden Teil des Patentanspruchs 1 ausgestattet ist.
Durch die erfindungsgemäße Anordnung des 3-Wege-Druckregelventils wird nicht
in die von der Sicherheitsventilanordnung zum hydraulischen Betätiger führende
Leitung eingegriffen, so daß diese zum Abbremsen der Antriebswelle der Presse
auch dann von Druck entlastbar ist, wenn das Druckregelventil in einer Stellung, in
der sein Regelanschluß mit seinem Druckanschluß verbunden ist, hängenbleibt.
Wird die zum hydraulischen Betätiger führende Leitung für ein sanftes Abbremsen
der Antriebswelle über das Druckregelventil von Druck entlastet, so ist der Druck
anschluß des Druckregelventils abgesperrt, so daß kein Druckmittel aus dem Hy
drospeicher oder von der Hydropumpe zum Tank wegfließt. Das Druckregelventil
erfüllt somit auch die Funktion des zusätzlichen Sperrventils aus dem Stand der
Technik. Zudem fließt immer dann auch aus dem Hydrospeicher Druckmittel über
das Druckregelventil und die Sicherheitsventilanordnung dem hydraulischen Betä
tiger zu, wenn sich aus der über das Druckregelventil bestehenden Druckdifferenz
und dem Öffnungsquerschnitt des Druckregelventils ein Druckmittelstrom ergibt,
der größer als der von der Hydropumpe gelieferte Druckmittelstrom ist.
Vorteilhafte Ausgestaltungen einer erfindungsgemäßen hydraulischen Steuerung
kann man den Unteransprüchen entnehmen.
Bevorzugt ist gemäß Patentanspruch 2 in der Ruhestellung der Sicherheitsven
tilanordnung, in der der hydraulische Betätiger über die Sicherheitsventilanord
nung von Druck entlastet und der Zulaufanschluß abgesperrt ist, die Verbindung
zwischen dem Druckanschluß und dem Regelanschluß des Druckregelventils voll
aufgesteuert. Dann reagiert der hydraulische Betätiger nach dem Umschalten der
Sicherheitsventilanordnung besonders schnell, da sofort Druckmittel über das
Druckregelventil fließen kann und dieses nicht erst von einer Stellung, in der sein
Regelanschluß mit dem Tankanschluß verbunden ist, in die andere Stellung ge
bracht werden muß. Auf vorteilhafte Weise erreicht wird dies durch eine Ausge
staltung gemäß Patentanspruch 3 oder gemäß Patentanspruch 4.
Der Aufwand an hydraulischen Komponenten ist besonders gering, wenn gemäß
Patentanspruch 5 das Druckregelventil durch einen elektrischen Stellantrieb, ins
besondere durch einen Proportionalmagneten verstellbar ist. Mithilfe des elektri
schen Stellantriebs kann das Druckregelventil auf unterschiedliche Druckwerte
eingestellt werden.
Will man den Aufwand für die elektrische Steuerung etwas geringer halten, so
kann das Druckregelventil durch eine Ausbildung gemäß den Ansprüchen 7 oder
8 auf unterschiedliche Druckhöhen eingestellt werden.
Zwei Ausführungsbeispiele einer erfindungsgemäßen hydraulischen Steuerung für
eine hydraulisch betätigbare Kupplungsbremskombination für die Antriebswelle
einer mechanischen Presse sind in den Figuren dargestellt. Anhand dieser Figu
ren wird die Erfindung nun näher erläutert.
Es zeigen
Fig. 1 ein erstes Ausführungsbeispiel, bei dem das Druckregelventil vorgesteuert
und durch einen Elektromagneten proportional verstellbar ist,
Fig. 2 ein zweites Ausführungsbeispiel mit einem vorgesteuerten Druckregel
ventil mit zwei auf unterschiedliche Drücke eingestellten Pilotventilen,
Fig. 3 stark schematisiert das Druckregelventil aus Fig. 2 und
Fig. 4 den Ablauf eines Pressenzyklus in einem Winkeldiagramm.
In den beiden Fig. 1 und 2 ist der Stößel 10 einer Presse zu erkennen, der
über eine Koppelstange 11 mit einer als Kurbelwelle ausgebildeten Antriebswelle
12 verbunden ist. Die Antriebswelle 12 kann über eine Kupplung 13 von einem
Elektromotor 14 angetrieben werden. Außerdem ist eine Bremse 15 vorhanden,
mit der die Antriebswelle und damit der Stößel der Presse nach dem Trennen der
Antriebswelle vom Elektromotor, also nach dem Lösen der Kupplung 13, stillge
setzt werden kann. Die Lamellen 16 der Kupplung sind von der Kolbenstange 17
eines einseitig wirkenden Hydrozylinders 18 in axialer Richtung zusammen- und
gegen eine vom Motor 14 angetriebene Anschlagplatte 23 andrückbar. Das Innere
des Hydrozylinders 18 wird durch einen Kolben 19, an dem die Kolbenstange 17
befestigt ist, in einen vollzylindrischen, kolbenstangenabseitigen Druckraum 20
und in einen ringzylindrischen kolbenseitigen Aufnahmeraum 21 für eine Schrau
bendruckfeder 22 aufgeteilt. Von dieser sind die Lamellen 16 der Bremse 15 zu
sammen- und gegen eine feststehende Anschlagplatte 24 andrückbar. Bei von
Druck entlasteten Druckraum 20 ist die Bremse 15 mit einer durch die Vorspan
nung der Schraubendruckfeder 22 bestimmten Kraft betätigt. Bei einem Druck
anstieg im Druckraum 20 verringert sich zunächst die Bremskraft, bis schließlich
der Druck einen der Vorspannung der Schraubendruckfeder 22 äquivalenten Wert
annimmt. Dann beginnen der Kolben 19 und die Kolbenstange 17 sich zu bewe
gen. Die Bremse 15 ist gelöst. Nach kurzem Hub, währenddessen der Druck im
Druckraum 20 wegen der steigenden Spannung der Schraubendruckfeder 22 ge
ringfügig zunimmt, legen sich die Lamellen 16 bzw ein Teil der Lamellen 16 an die
drehfest mit dem Abtrieb des Elektromotors 14 verbundenen Teile der Kupplung
13 an. Das über die Kupplung 13 übertragbare Drehmoment hängt nun von der
Höhe des Druckes im Druckraum 20 ab.
Mit Druckmittel gespeist wird der Hydrozylinder 18 von einer Druckmittelquelle
aus, die im wesentlichen eine Hydropumpe 25 und einen Hydrospeicher 26 um
faßt. Die Hydropumpe 25 mit konstantem Hubvolumen wird von einem Elektromo
tor 27 angetrieben und befindet sich in einem Tank 28. Aus dem Tank saugt sie
pro Zeiteinheit eine relativ kleine Druckmittelmenge an, die sie in einen Aus
gangskanal 29 abgibt. Von dort aus kann das Druckmittel über ein zur Hydropum
pe 25 hin sperrendes Rückschlagventil 30 in eine Druckleitung 31 fließen, die zum
Druckanschluß 32 eines 3-Wege-Druckregelventils 33 führt. An die Druckleitung
31 ist auch der Hydrospeicher 26 angeschlossen. Zur Sicherheit ist außerdem ein
Druckbegrenzungsventil 34 vorgesehen, durch das der Druck in der Druckleitung
31 und damit im Hydrospeicher 26 auf einen Maximalwert begrenzt ist. Dieser
Wert liegt über dem Wert, bei dem ein an den Ausgangskanal 29 der Hydropumpe
25 angeschlossenes und vom Druck in der Druckleitung 31 gesteuertes Druckab
schaltventil 35 den Förderstrom der Hydropumpe 25 auf Umlauf schaltet und zu
rück in den Tank 28 leitet.
Das Druckregelventil 33 besitzt außer dem Druckanschluß 32 einen Tankan
schluß 40, der über eine Tankleitung 41 mit dem Tank 28 verbunden ist, und ei
nen Regelanschluß 42, in dem je nach einem vorgegebenen Sollwert ein be
stimmter Druck eingeregelt wird. Der Regelanschluß ist mit dem Zulaufanschluß
43 einer Sicherheitsventilanordnung 44 verbunden, die außerdem einen Verbrau
cheranschluß 45, der über eine Verbraucherleitung 46 mit dem Druckraum 20 des
Hydrozylinders 18 verbunden ist, und einen Tankanschluß 47 aufweist, der über
die schon erwähnte Tankleitung 41 mit Tank 28 verbunden ist.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 besteht die Sicherheitsventilanordnung 44 aus
zwei 4/2-Wegeventilen 48 und 49, die mit dem Druckregelventil 33 zu einem Ven
tilblock zusammengefaßt sind, der einen Tankanschluß T, einen Druckanschluß
P, einen Verbraucheranschluß A und einen Leckageanschluß Y aufweist. Die
Verbindungen zwischen den einzelnen Ventilen sind durch Kanäle innerhalb des
sich aus drei Platten zusammensetzenden Ventilblocks realisiert.
Das Druckregelventil 33 der Ausführung nach Fig. 1 ist ein vorgesteuertes
Druckregelventil, dessen Pilotventil durch einen Proportionalmagneten 51 auf un
terschiedliche Druckwerte eingestellt werden kann. Der Ablauf des Pilotventils ist
mit dem Leckageanschluß Y verbunden. Auf eine Meßfläche des nicht näher dar
gestellten Regelkolbens des Druckregelventils wird, wie durch die Steuerleitung
52 angedeutet, der Druck im Regelanschluß 42 des Ventils zurückgeführt. Das
Steueröl für das Pilotventil kann am Druckanschluß oder am Regelanschluß ent
nommen werden.
In der Ruhestellung, die die beiden Wegeventile 48 und 49 jeweils unter der Wir
kung einer Druckfeder 53 einnehmen, verbinden sie jedes für sich die Verbrau
cherleitung 46 mit dem Tankanschluß T des Ventilblocks und damit mit der
Tankleitung 41. Die beiden weiteren Anschlüsse jedes Wegeventils 48 und 49
sind in der Ruhestellung der Ventile abgesperrt. Befinden sich dagegen beide
Wegeventile 48 und 49 in ihrer Arbeitsstellung, so besteht über die beiden weite
ren Anschlüsse des Wegeventils 48 und die in Serie dazu liegenden weiteren An
schlüsse des Wegeventils 49 eine Verbindung zwischen dem Druckraum 20 und
dem Regelanschluß 42 des Druckregelventils 33. Somit ist, wenn sich auch nur
eines der beiden Wegeventile in seiner Ruhestellung befindet, der Druckraum 20
des Hydrozylinders 18 von Druck entlastet und der Zulaufanschluß 43 der Sicher
heitsventilanordnung 44 abgesperrt.
Bei der Ausführung nach Fig. 2 ist die Sicherheitsventilanordnung 44 gleich der
jenigen aus Fig. 1, jedoch gegenüber Fig. 1 stark vereinfacht dargestellt.
Dem vorgesteuerten Druckregelventil 33 der Ausführung nach Fig. 2 sind zwei
als Druckbegrenzungsventile ausgebildete und auf unterschiedliche Druckwerte
eingestellte Pilotventile 60 und 61 sowie ein Wegeventil 62 mit drei Schaltstellun
gen zugeordnet. In einer federzentrierten Mittelstellung des Wegeventils 62 sind
ein Steuerraum 63 des Druckregelventils 33 und die Eingänge der beiden Pilot
ventile 60 und 61 gegeneinander abgesperrt. Durch jeweils einen Elektromagne
ten 64 bzw. 65 kann das Wegeventil 62 in eine erste Arbeitsstellung, in der der
Steuerraum 63 mit dem Eingang des Pilotventils 60 verbunden ist, bzw. in eine
zweite Arbeitsstellung gebracht werden, in der der Steuerraum 63 mit dem Ein
gang des auf einen niedrigeren Druck eingestellten Pilotventils 61 verbunden ist.
Über eine Steuerleitung 66 wird der schematisch in Fig. 3 dargestellte Regelkol
ben 67 des Druckregelventils 33 an einer Stirnfläche mit dem Druck beaufschlagt,
der im Regelausgang 42 herrscht. Dieser Druck wirkt im Sinne einer Verbindung
des Regelanschlusses 42 mit dem Tankanschluß 41. In Gegenrichtung und im
Sinne einer Verbindung des Regelanschlusses 42 mit dem Druckanschluß 31 wird
der Regelkolben 67 vom Druck im Steuerraum 63 und von einer schwachen
Druckfeder 68 beaufschlagt. Das Steueröl für die Vorsteuerung wird über eine
Steuerleitung 69 dem Druckanschluß 31 entnommen.
Der Stößel 10 der Presse wird durch die Bremse 15 mit maximaler Bremskraft na
he an seinem oberen Totpunkt gehalten, wenn der Druckraum 20 des Hydrozylin
ders 18 durch die Sicherheitsventilanordnung 44 über deren Tankanschluß 47
zum Tank entlastet ist. Bei der Ausführung nach Fig. 1 ist in der Ruhestellung
des Stößels 10 der Proportionalmagnet 51 auf einen Drucksollwert eingestellt, der
höher als der maximale Speicherdruck ist, so daß der Regelanschluß 42 des
Druckregelventils weit offen mit dem Druckanschluß 32 verbunden ist. Auch bei
der Ausführung nach Fig. 2 ist letzteres der Fall, da das Wegeventil 62 in seiner
Mittelstellung den Steuerraum 63 absperrt. Eine weitere Möglichkeit, um in der
Ruhestellung des Stößels 10 eine offene Verbindung zwischen dem Regelan
schluß und dem Druckanschluß des Druckregelventils 33 zu gewährleisten, be
steht darin, den auf die Meßfläche des Regelkolbens wirkenden Druck zwischen
der Sicherheitsventilanordnung 44 und dem Hydrozylinder 18 abzugreifen. Weil
nämlich die Leitung 46 über die Sicherheitsventilanordnung 44 zum Tank entlastet
ist, greift dann keine im Sinne einer Verbindung des Regelanschlusses mit dem
Tankanschluß wirkende Kraft am Regelkolben an. In Fig. 2 ist diese Alternative
des Druckabgriffs durch die punktierte Steuerleitung 70 angedeutet.
Zu Beginn eines Pressenzyklus wird die Sicherheitsventilanordnung geschaltet.
Bei der Ausführung nach Fig. 1 wird zugleich der Sollwert des Druckregelventils
33 auf einen Wert eingestellt, der einem weichen Kuppeln entspricht. Bei der
Ausführung nach Fig. 2 wird das Wegeventil 62 durch Erregung des Elektroma
gneten 64 in seine erste Schaltstellung gebracht, in der das Pilotventil 60 wirksam
ist, das ebenfalls auf einen einem weichen Kuppeln entsprechenden Druckwert
eingestellt ist. Die Einstellung des jeweiligen Druckregelventils wird aufrechterhal
ten, solange sich die Antriebswelle 12 der Presse in dem in Fig. 4 mit 75 be
zeichneten Winkelbereich befindet. Bei der Ausführung nach Fig. 1 wird dann
der Elektromagnet 51 stärker bestromt und dadurch der Drucksollwert so weit er
höht, daß das für den Preßvorgang notwendige Drehmoment über die Kupplung
übertragen werden kann. Der Drucksollwert kann über den Druck im Hydrospei
cher 26 gelegt werden, so daß dieser Druck als Kupplungsdruck wirksam ist. Bei
der Ausführung nach Fig. 2 wird der Elektromagnet 64 ausgeschaltet und da
durch das Wegeventil 62 in seine Mittelstellung gebracht, in der der Steuerraum
63 des Druckregelventils 33 abgesperrt ist. Der Kupplungsdruck steigt somit auf
den Speicherdruck an. Nach Durchfahren des Winkelbereichs 76 ist die größte
Kupplungskraft erreicht. Im Winkelbereich 77 findet nun zunächst der Preßvor
gang statt, ehe der Stößel 10 wieder angehoben wird, wobei der Kupplungsdruck
maximal ist. Bei der Ausführung nach Fig. 1 wird dann der Elektromagnet 51 auf
einen Drucksollwert eingestellt, der kleiner als der Drucksollwert für das weiche
Kuppeln ist. Bei der Ausführung nach Fig. 2 wird das Wegeventil 62 durch Erre
gung des Elektromagneten 65 in seine zweite Schaltstellung gebracht, in der das
Pilotventil 61 wirksam ist, das auf einen kleineren Druck als das Pilotventil 60 ein
gestellt ist. Es greift nun weich die Bremse 15. Nach Durchfahren des Winkelbe
reichs 78 schaltet die Sicherheitsventilanordnung 44 um, so daß im Winkelbereich
79 maximale Bremskraft wirksam ist und der Stößel am oberen Totpunkt stillge
setzt wird.
Claims (8)
1. Hydraulische Steuerung für eine hydraulisch betätigbare Kupplungsbremskom
bination (13, 15) für die Antriebswelle (12) einer mechanischen Presse mit einer
eine Hydropumpe (25) und einen Hydrospeicher (26) aufweisenden Druckmittel
quelle zur Versorgung eines hydraulischen Betätigers (18) mit Druckmittel,
mit einer Sicherheitsventilanordnung (44), die einen Zulaufanschluß (43) aufweist, über den ein Strömungspfad von der Druckmittelquelle (25, 26) zum hydrauli schen Betätiger (18) führt,
und mit einem verstellbaren Druckventil (33), in Abhängigkeit von dessen Einstel lung der hydraulische Betätiger (18) mit unterschiedlichen Arbeitsdrücken beauf schlagbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckventil ein 3-Wege Druckregelventil (33) mit einem mit der Druckmit telquelle (25, 26) verbindbaren Druckanschluß (32), einem Tankanschluß (40) und einem mit dem Zulaufanschluß (43) der Sicherheitsventileinrichtung (44) verbun denen Regelanschluß (42) ist.
mit einer Sicherheitsventilanordnung (44), die einen Zulaufanschluß (43) aufweist, über den ein Strömungspfad von der Druckmittelquelle (25, 26) zum hydrauli schen Betätiger (18) führt,
und mit einem verstellbaren Druckventil (33), in Abhängigkeit von dessen Einstel lung der hydraulische Betätiger (18) mit unterschiedlichen Arbeitsdrücken beauf schlagbar ist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Druckventil ein 3-Wege Druckregelventil (33) mit einem mit der Druckmit telquelle (25, 26) verbindbaren Druckanschluß (32), einem Tankanschluß (40) und einem mit dem Zulaufanschluß (43) der Sicherheitsventileinrichtung (44) verbun denen Regelanschluß (42) ist.
2. Hydraulische Steuerung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in der
Ruhestellung der Sicherheitsventilanordnung (44), in der der hydraulische Betäti
ger (18) über die Sicherheitsventilanordnung (44) von Druck entlastet und der
Zulaufanschluß (43) abgesperrt ist, die Verbindung zwischen dem Druckanschluß
(32) und dem Regelanschluß (42) des Druckregelventils (33) voll aufgesteuert ist.
3. Hydraulische Steuerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die
Verbindung vom Druckanschluß (32) zum Regelanschluß (42) des Druckregel
ventils (33) durch Vorgabe eines Drucksollwertes, der den maximalen System
druck übersteigt, aufgesteuert wird.
4. Hydraulische Steuerung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein
Steuerraum an einer Meßfläche (71) des Druckregelventils (33) fluidisch mit einer
von der Sicherheitsventilanordnung (44) zum hydraulischen Betätiger (18) führen
den Leitung (46) verbunden ist.
5. Hydraulische Steuerung nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Druckregelventil (33) durch einen elektrischen Stellantrieb,
insbesondere durch einen Proportionalmagneten (51) verstellbar ist.
6. Hydraulische Steuerung nach einem vorhergehenden Anspruch, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Druckregelventil (33) vorgesteuert ist.
7. Hydraulische Steuerung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß dem
Druckregelventil (33) mehrere auf unterschiedliche hohe Drücke eingestellte Pilot
ventile (60, 61) zugeordnet sind und daß in Abhängigkeit von der Stellung von
Wegeventilmitteln (62) jeweils ein anderes Pilotventil (60, 61) als den Druck in ei
nem Steuerraum (63) des Druckregelventils (33) begrenzend wirksam ist.
8. Hydraulische Steuerung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß
in einer Stellung von Wegeventilmitteln (62) ein Steuerraum (63) des Druckregel
ventils (33) gegen einen Abfluß von Steueröl abgesperrt ist und daß in einer wei
teren Stellung der Wegeventilmittel (62) der Steuerdruck in dem Steuerraum (63)
durch ein Pilotventil (60, 61) begrenzt ist.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DE19831144A DE19831144A1 (de) | 1998-07-11 | 1998-07-11 | Hydraulische Steuerung für eine hydraulisch betätigbare Kupplungsbremskombination für die Antriebswelle einer mechanischen Presse |
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| DE59903768T DE59903768D1 (de) | 1998-07-11 | 1999-07-06 | Hydraulische steuerung für eine hydraulisch betätigbare kupplungsbremskombination für die antriebswelle einer mechanischen presse |
| ES99932829T ES2189441T3 (es) | 1998-07-11 | 1999-07-06 | Mando hidraulico para una combinacion de freno y embrague que puede accionarse hidraulicamente para el arbol de accionamiento de una prensa mecanica. |
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Owner name: BOSCH REXROTH AG, 70184 STUTTGART, DE Owner name: BOSCH REXROTH AG, 70184 STUTTGART, DE |
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