DE19828186A1 - Gelenkeinrichtung, insbesondere für Rolladen- oder Falttürelemente, und Roll- oder Faltvorhang - Google Patents
Gelenkeinrichtung, insbesondere für Rolladen- oder Falttürelemente, und Roll- oder FaltvorhangInfo
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Description
Die vorliegende Erfindung betrifft Gelenkeinrichtungen und bezieht sich ins
besondere auf Gelenkeinrichtungen zwischen zwei Tafeln, die zur Bildung von
Roll- oder Faltvorhängen für Fenstervorhänge, Schiebetüren, Rolläden und
dergleichen bestimmt sind.
Seit vielen Jahren sind Rolläden oder Rollvorhänge bekannt, die durch eine
gewellte Blechtafel gebildet werden, die auf eine Trommel aufrollbar ist und
in Schienen geführt ist, die sich an den Seiten einer zu verschließenden
Öffnung erstrecken. Außerdem sind Rolläden bekannt, deren Tafeln durch
zueinander komplementäre Scharnierelemente gelenkig miteinander verbun
den sind.
Die Tafeln solcher Rolläden oder Rolltore werden durch Profile aus Stahl,
Leichtmetall oder Kunststoff gebildet, deren Seitenränder ein Profil aufwei
sen, das zu dem Profil des Seitenrandes der benachbarten Tafel komplemen
tär ist, so daß die Ränder der aufeinanderfolgenden Tafeln miteinander in
Eingriffsverbindung stehen.
Weiterhin sind Vorhänge aus Tafeln bekannt, die durch herkömmliche
Scharniere gelenkig miteinander verbunden sind.
Die in einem Stück hergestellten Vorhänge haben den Hauptnachteil, daß sie
vollständig ausgewechselt werden müssen, wenn sie auch nur lokal einen
Fehler aufweisen.
Die Vorhänge aus Gelenktafeln sind relativ aufwendig in der Herstellung. Sie
haben außerdem aufgrund der Gelenkverbindung der Tafeln durch einfache
Eingriffverbindung nur eine begrenzte Festigkeit und ermöglichen nur eine
relativ begrenzte Anwinklung ihrer Tafeln.
Außerdem sind ziehharmonikaartige Falttüren bekannt, die durch Latten ge
bildet werden, die durch weiche Verbindungselemente verbunden sind.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Nachteile bekannter Vorhänge dadurch zu
überwinden, daß eine Gelenkeinrichtung geschaffen wird, die bei einfacher
Konstruktion eine sehr weite Winkelauslenkung der gelenkig verbundenen
Elemente sowie eine erhöhte mechanische Festigkeit und ein zufriedenstel
lendes ästhetisches Erscheinungsbild ermöglicht.
Diese Aufgabe wird gelöst durch eine Gelenkeinrichtung für zwei Elemente,
mit einem Verbindungselement aus weichem Material, das mit seitlichen
Verdickungen versehen ist, die in entsprechende Nuten eingreifen, die in je
dem der beiden Elemente ausgebildet sind, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verbindungselement aus einem elastischen Material hergestellt ist und seine
seitlichen Verdickungen miteinander durch wenigstens einen einstückigen
Steg verbunden sind, der sich durch in den Nuten ausgebildete Schlitze er
streckt und daß wenigstens eine der Nuten eine Kammer aufweist, die bei
Winkelauslenkungen der gelenkig verbundenen Elemente relativ zueinander
eine Verschiebung der betreffenden Verdickung in Querrichtung der Nut
sowie die Verformung des Steges gestattet.
Im folgenden werden Ausführungsbeispiele der Erfindung anhand der Zeich
nung näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Stirnansicht zweier miteinander ausgerichteter Profilelemen
te, die durch eine erfindungsgemäße Gelenkeinrichtung verbun
den sind;
Fig. 2 eine Darstellung analog zu Fig. 1, die Elemente im angewinkelten
Zustand zeigt;
Fig. 3 eine Darstellung analog zu Fig. 1, bei der die beiden Elemente
durch eine Gelenkeinrichtung gemäß einer anderen Ausführungs
form miteinander verbunden sind;
Fig. 4 eine Darstellung analog zu Fig. 3, die die beiden Elemente im ange
winkelten Zustand zeigt;
Fig. 5 eine Teilansicht zweier Profilelemente, die durch eine Gelenkein
richtung gemäß einer dritten Ausführungsform verbunden sind;
Fig. 6 eine Teilansicht zweier Profilelemente, die durch eine Gelenkein
richtung gemäß einer weiteren Ausführungsform verbunden sind,
Fig. 7 eine Stirnansicht zweier miteinander ausgerichteter Profilele
mente und einer Gelenkeinrichtung, die eine maximale Winkelaus
lenkung ermöglicht; und
Fig. 8 eine Darstellung analog zu Fig. 7, die die beiden Profilelemente in
einem um 180° umgefalteten Zustand zeigt.
In Fig. 1 sind zwei Profilelemente in 1, 2 gezeigt, beispielsweise Tafeln aus
Leichtmetall oder Kunststoff, die durch ein Verbindungselement 3 miteinan
der verbunden sind, daß seitliche Verdickungen 4 und 5 aufweist, die durch
angeformte Stege 7 und 8 mit einer zentralen Verdickung 6 verbunden sind.
Das Verbindungselement 3 ist aus einem Kunststoff hergestellt, der eine
hohe Elastizität und eine hohe Verschleiß, Witterungs- und Alterungsbestän
digkeit sowie ein Formerinnerungsvermögen aufweist.
Die seitlichen Verdickungen 4 und 5 des Verbindungselements 3 haben ei
nen kreisförmigen Querschnitt und greifen jeweils in eine seitliche Nut 9,
10 der zugehörigen Tafel 1, 2 ein. Jede dieser Nuten 9, 10 wird durch
Umschläge 11 begrenzt, die einen von den Stegen 7, 8 durchgriffenen
Schlitz 12 bilden.
Jede der Nuten 9, 10 hat eine Tiefe, die größer ist als der Querschnitt der
darin aufgenommenen Verdickung, so daß sie eine Kammer 13, 14 bildet, die
eine Verschiebung der entsprechenden Verdickung 4, 5 in Querrichtung der
Nut ermöglicht, damit die Gelenkeinrichtung einen eventuellen Versatz aus
gleichen kann, der bei der Winkelauslenkung der Tafeln 1 und 2 relativ zuei
nander auftritt.
Die Umschläge 11 der beiden benachbarten Tafeln 1, 2 bilden zusammen ei
nen Sitz für die zentrale Verdickung 6 des Verbindungselements 3, wenn
die Tafeln miteinander ausgerichtet sind.
Die zentrale Verdickung 6 hat vorzugsweise einstückige Rippen 15, die dazu
bestimmt sind, Stöße zu bilden, die die Durchgängigkeit der Oberflächen
gewährleisten, dies durch die Tafeln 1, 2 definiert werden, wenn diese anein
anderliegen.
Wenn die Tafeln 1, 2 in der in Fig. 1 gezeigten Weise aneinanderliegen, befin
den sich die Verdickungen 4 und 5 jeweils am Grund der zugehörigen Kam
mer 13, 14, und die Umschläge 11 liegen an der zentralen Verdickung 6 an.
Wenn die Tafeln 1 und 2 in der in Fig. 2 gezeigten Weise gegeneinander an
gewinkelt sind, so haben sich die Verdickungen 4, 5 des Verbindungsele
ments 3 aufgrund der relativen Verlagerung der an der zentralen Verdickung
6 anliegenden Kanten der Tafeln 1 und 2 in ihren jeweiligen Kammern 13,
14 verschoben.
Die Stege 7 und 8, die die äußeren Verdickungen 4 und 5 mit der zentralen
Verdickung 6 des Verbindungselements 3 verbinden, erfahren eine Verfor
mung, die zusammen mit der Verschiebung der seitlichen Verdickungen 4
und 5 in den Kammern 13, 14 die Winkelauslenkung der Tafeln 1 und 2
ermöglicht.
Bei einer entgegengesetzten Winkelauslenkung nehmen die Tafeln 1 und 2
und das Verbindungselement 3, das aus einem Material mit Formerinne
rungsvermögen hergestellt ist, wieder ihre in Fig. 1 gezeigte Relativposition
ein.
Wie deutlich in Fig. 1 und 2 zu erkennen ist, weisen die Tafeln 1 und 2 eine
axiale Symmetrie auf, so daß jede von ihnen mit Hilfe von Verbindungsele
menten, die dem oben beschriebenen Verbindungselement 3 entsprechen,
gelenkig mit zwei benachbarten Tafeln verbunden werden kann.
In Fig. 3 und 4 sind zwei Tafeln 21, 22 gezeigt, die miteinander durch ein
Verbindungselement 23 verbunden sind, daß zwei seitliche Verdickungen
24, 25 mit kreisförmigem Querschnitt aufweist, die durch einen einstückigen
Steg 26 verbunden sind.
In den einander gegenüberliegenden seitlichen Rändern 27, 28 der beiden
Tafeln 21, 22 sind Schlitze 29, 30 ausgebildet, die von dem die Verdickun
gen 24, 25 verbindenden Steg 26 durchsetzt sind.
In der einen Tafel 21 ist die Verdickung 24 in einer Nut 31 aufgenommen,
die einen zu der Verdickung komplementären Querschnitt hat.
Die andere Verdickung 25 ist in einer Nut 32 aufgenommen, die eine Kam
mer 33 bildet, die bei den Winkelauslenkungen der Tafel 21 relativ zu der
Tafel 22 die Verschiebung der Verdickung 25 rechtwinklig zur
Längsrichtung der Nut 32 ermöglicht.
Das Verbindungselement 23 weist zwei seitliche Flügel 34 auf, die dazu be
stimmt sind, Stöße zu bilden, die die Durchgängigkeit der durch die
gegenüberliegenden Seiten der Tafeln 21 und 22 gebildeten Oberflächen zu
gewährleisten, wenn die Tafeln miteinander ausgerichtet sind.
Die oben erwähnten Flügel 34 sind nicht zwingend notwendig, da die
Durchgängigkeit der durch die Tafeln gebildeten Oberflächen auch ohne
diese Flügel sichergestellt werden kann. Diese Flügel können sich jedoch als
unverzichtbar erweisen, falls die seitlichen Ränder 27, 28 bei der Bewegung
der Tafeln 21, 22 fressen oder blockieren, wenn sie beispielsweise aus Alu
minium hergestellt sind.
Wie in Fig. 4 zu erkennen ist, verschiebt sich bei einer Winkelauslenkung der
Tafel 21 relativ zu der Tafel 22 die in die Kammer 33 der Tafel 22 eingrei
fende Verdickung 25 vom Grund dieser Kammer, der dem Rand 28 entge
gengesetzt ist, zu dem an diesen Rand angrenzenden Ende der Kammer, auf
grund der Zugwirkung des Steges 26, der zugleich einer Winkelverformung
unterliegt. Die Flügel 34 und die in die andere Tafel 21 eingreifende Verdick
ung bleiben relativ zu dieser Tafel in ihrer ursprünglichen Position.
Bei einer entgegengesetzten Winkelauslenkung der Tafeln 21 und 22 werden
die Tafeln wieder miteinander ausgerichtet, und die Verdickung 25 wird zum
Grund der Kammer 33 der Tafel 22 zurückgeschoben, wie in Fig. 3 gezeigt
ist.
Bei dieser Ausführungsform sind die Tafeln 21 und 22 identisch, sie haben
jedoch jeweils einen ersten Seitenbereich, der eine Nut 31 zur Aufnahme
einer Verdickung des Verbindungselements, etwa der Verdickung 24 bildet,
und einen zweiten Seitenbereich, der eine Nut 32 aufweist, die eine Kammer 33
bildet, in der sich eine der Verdickung 25 entsprechende Verdickung
quer zur Längsrichtung der Nut 32 verschieben kann.
Fig. 5 ist eine Teilansicht zweier Tafeln 41, 42, von denen eine eine
annähernd dreieckige Nut 43 und die andere eine Nut 44 aufweist, die eine
Kammer 45 bildet und eine zu der Nut 32 bei der Ausführungsform nach Fig
uren 3 und 4 analoge Form hat.
Die Tafeln 41 und 42 sind durch ein Verbindungselement 46 verbunden, das
eine erste Verdickung 47 mit einem insgesamt pfeilförmigen Querschnitt
aufweist. Die beiden Schenkel des Pfeils sind weich und füllen im gespreizten
Zustand spielfrei den etwa dreieckigen Querschnitt der Nut 43 auf, während
die im zusammengedrückten Zustand das Einsetzen des Verbindungsele
ments 46 in die Nut 43, nicht durch axiales Einschieben, sondern durch Einklipsen
ermöglichen. Das Verbindungselement 46 weist eine kreiszylindri
sche zweite Verdickung 48 auf, die so in die Nut 44 der Tafel 42 eingreift,
daß sie sich in der durch die Nut 44 gebildeten Kammer 45 quer zur
Längsrichtung der Nut verschieben kann, damit das Verbindungselement 46
die Effekte der Winkelauslenkung der Tafeln 41, 42 relativ zueinander aus
gleichen kann.
Die Verdickungen 47, 48 sind miteinander durch einen einstückigen Steg 49
verbunden, der mit Flügeln 50 versehen ist, die Stöße zwischen den Kanten
der Tafeln 41, 42 bilden.
Die Wirkungsweise der Gelenkeinrichtung nach Fig. 5 ist nach jeder Hinsicht
ähnlich derjenigen der mit Bezug auf Fig. 3 und 4 beschriebenen Gelenk
einrichtung.
Fig. 6 ist eine Darstellung analog zu Fig. 5 und zeigt zwei Tafeln 51, 52, die
miteinander durch ein Verbindungselement 53 verbunden sind, dessen Auf
bau mit demjenigen des Verbindungselements 23 nach Fig. 3 und 4 iden
tisch ist.
Dieses Verbindungselement weist eine erste seitliche Verdickung 54 und
eine zweite seitliche Verdickung 55 auf, die durch einen einstückigen Steg
56 verbunden sind, der mit Flügeln 57 versehen ist, die Stöße zwischen den
Kanten der Tafeln 51, 52 bilden.
Die Tafel 52 hat eine Nut 58, die eine Kammer 59 bildet, die die Verschie
bung der Verdickung 55 quer zur Längsrichtung zur Nut gestattet.
Die Verdickung 54 greift spielfrei in einen Hohlraum 60 ein, der in der Tafel
51 ausgebildet ist, einfach weil der Abschnitt des Steges zwischen der Ver
dickung 54 und den die Stöße bildenden Flügeln 57 gleich der Dicke der
Umschläge 61 ist, die den Schlitz 62 für den Durchtritt des Steges 56 bilden.
Fig. 7 zeigt eine Gelenkeinrichtung, die eine maximale Winkelauslenkung des
einen Elements relativ zum anderen in einer Auslenkungsrichtung ermög
licht.
Eine erste Tafel 71 und eine zweite Tafel 72 weisen jeweilige Nuten 73, 74
auf, die in ihren Kanten ausgebildet sind. Die Nut 73 der Tafel 71 liegt der
Nut 74 der Tafel 72 gegenüber. Die beiden Tafeln 71 und 72 sind durch ein
Verbindungselement 75 verbunden, das eine in die Nut 73 der Tafel 71 ein
greifende erste Verdickung 76 und eine in die Nut 74 der Tafel 72 eingrei
fende zweite Verdickung 77 aufweist.
Das Verbindungselement weist eine zentrale dritte Verdickung 78 auf, die
mit den seitlichen Verdickungen 76, 77 durch einstückige Stege 79, 80 ver
bunden ist, die annähernd tangential zu den Verdickungen 76, 77 und 78
verlaufen.
Die seitlichen Verdickungen 76 und 77 sind massiv und haben einen kreis
förmigen Querschnitt, während die zentrale Verdickung 78 hohl ist und Rip
pen 81 aufweist, die Stöße zwischen den Kanten der Tafeln 71 und 72 bilden
und an denen die Ränder der Tafeln am Beginn ihrer relativen Winkelverstel
lung anliegen.
Die Stege 79 und 80 zur Verbindung der Verdickungen 76, 77 und 78 er
strecken sich durch jeweilige Schlitze 82, die in den Kanten der Tafeln 71
und 72 ausgebildet sind und sich in der Nähe einer der seitlichen Wände der
Tafeln finden, so daß in der einen Richtung eine größere Winkelauslenkung
der Tafeln als in der anderen Richtung ermöglicht wird.
Jede der Tafeln 71, 72 ist achsensymmetrisch in Bezug auf ihre Längsachse.
Wie in Fig. 8 gezeigt ist, ermöglicht die Form des anhand der Fig. 7 beschrie
benen Verbindungselements 75 eine Winkelauslenkung oder ein Umbiegen
der Tafel 71 relativ zu der Tafel 72 in der Größenordnung von 180° zu der
Seite, auf der sich die Stege 79, 80 des Verbindungselements befinden.
Die Verformung des Verbindungselements 75 in dem Zustand, in dem die
Tafel 71 um 180° auf die Tafel 72 zurückgefaltet ist, ist in Fig. 8 dargestellt.
Man erkennt, daß die Verdickungen 76 und 77 sich in Querrichtung der sie
aufnehmenden Nuten 73, 74 verschoben haben und an den die Kanten der
betreffenden Tafeln bildenden Wänden anliegen, während die Stege 79, 80
gebogen sind und die zentrale Verdickung 78 sich zwischen den gegenüber
liegenden Oberflächen der Tafeln 71, 72 befindet.
Da das Verbindungselement 75 aus einem Material mit Formerinnerungs
vermögen hergestellt worden ist, können die Tafeln 71 und 72 in ihre ausge
richtete Position gemäß Fig. 7 zurückkehren, ohne daß das Verbindungs
element 75 eine Restverformung behält.
Bei den verschiedenen Ausführungsformen der Erfindung, die oben beschrie
ben wurden, ermöglicht die Gelenkeinrichtung eine gelenkige Verbindung
der beiden Tafeln.
Die Formen der Verbindungselemente 3, 23, 46, 53, 75, und insbesondere
ihrer Verdickungen, sind nicht auf die oben beschriebenen Formen be
schränkt. Dasselbe gilt für die Form der Nuten in den zugehörigen Tafeln.
Die durch die Gelenkeinrichtung verbundenen Tafeln können flexible Vor
hänge oder Raumteiler aller bekannten Typen bilden, beispielsweise Roll-
oder Faltvorhänge für Türen, Fensterläden und dergleichen.
Ebenso kann die erfindungsgemäße Gelenkeinrichtung als Scharnier zur ge
lenkigen Verbindung von Paneelen miteinander oder mit einem Rahmen die
nen. Die Gelenkeinrichtung ist dabei vollständig in das Innere der verbunde
nen Elemente versenkbar, wenn diese sich in der ausgerichteten Position be
finden.
Claims (8)
1. Gelenkeinrichtung für zwei Elemente im (1, 2; 21, 22; 41, 42; 51, 52;
71, 72), mit einem Verbindungselement (3; 23; 46; 53; 75) aus weichem Ma
terial, das mit seitlichen Verdickungen (4, 5; 24, 25; 47, 48; 54, 55; 76, 77)
versehen ist, die in entsprechende Nuten (9, 10; 31, 32; 43, 44; 58, 60; 73,
74) eingreifen die in jedem der beiden Elemente ausgebildet sind, dadurch
gekennzeichnet, daß das Verbindungselement (3; 23; 46; 53; 75) aus einem
elastischen Material hergestellt ist und seine seitlichen Verdickungen (4, 5;
24, 25; 47, 48; 54, 55; 76, 77) miteinander durch wenigstens einen ein
stückigen Steg (7, 8; 26; 49; 56; 79, 80) verbunden sind, der sich durch in
den Nuten ausgebildete Schlitze (12; 29; 30; 62; 82) erstreckt, und daß we
nigstens eine der Nuten (9, 10; 31, 32; 43, 44; 58, 60; 73, 74) eine Kammer
(13, 14; 33; 45; 59; 73; 74) aufweist, die bei Winkelauslenkungen der gelen
kig verbundenen Elemente relativ zueinander eine Verschiebung der betref
fenden Verdickung (4, 5; 25; 48; 55; 76, 77) in Querrichtung der Nut sowie
die Verformung des Steges gestattet.
2. Gelenkeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das
Verbindungselement Stöße (15; 34; 50; 57; 81) aufweist, die zwischen den
gelenkig miteinander verbundenen Elementen (1, 2; 21, 22; 41, 42; 51, 52;
71, 72) eingefügt sind und die Oberflächen der Elemente stetig fortsetzen,
wenn diese miteinander ausgerichtet sind, und ggf. das Blockieren der seitli
chen Ränder der gelenkig verbundenen Elemente bei ihrer Bewegung ver
hindern.
3. Gelenkeinrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß sie
eine zentrale Verdickung (6; 78) aufweist, die mit den gegenüberliegenden
Rändern der gelenkig miteinander verbundenen Elemente (1, 2; 71, 72) zu
sammenwirkt und mit den seitlichen Verdickungen (4, 5; 76, 77) durch die
einstückigen Stege (7, 8; 79, 80) verbunden ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stöße
durch Flügel (34; 50; 57) gebildet werden, die einstückig mit dem die seitli
chen Verdickungen (24, 25; 47, 48; 54, 55) verbindenden Steg (26; 49; 56)
verbunden sind.
5. Gelenkeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stöße durch einstückig an der zentralen Verdickung (6; 78) ausgebildete
Rippen (15; 81) gebildet werden.
6. Gelenkeinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekenn
zeichnet, daß die gelenkig verbundenen Elemente (1, 2; 21, 22; 41, 42; 51,
52; 71, 72) Tafeln aus Leichtmetall oder Kunststoff sind, die in jedem ihrer
seitlichen Ränder eine Nut (9, 10; 31, 32; 43, 44; 58, 60; 73, 74) zur Auf
nahme einer Verdickung eines Verbindungselements zur Verbindung mit
einer benachbarten Tafel aufweisen.
7. Gelenkeinrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die
Stege (79, 80), die die zentrale Verdickung (78) mit den seitlichen Verdickungen
(76, 77) verbinden, sich annähernd tangential in Bezug auf diese Ver
dickungen durch die jeweiligen Schlitze (82) in den Kanten der Tafeln (71,
72) erstrecken und sich in der Nähe einer der Seitenwände der Tafeln er
strecken, so daß sie in der einen Richtung eine größere Winkelauslenkung
der Tafeln als in der entgegengesetzten Richtung gestatten.
8. Roll- oder Faltvorhang, insbesondere für Roll- oder Falttüren oder -läden,
dadurch gekennzeichnet, daß er durch Tafeln gebildet wird, die durch Ge
lenkeinrichtungen nach einem der Ansprüche 1 bis 7 miteinander verbunden
sind.
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