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DE19825090A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Entbeinen von Fleischteilen, insbesondere von Geflügelkeulen - Google Patents

Vorrichtung und Verfahren zum Entbeinen von Fleischteilen, insbesondere von Geflügelkeulen

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Publication number
DE19825090A1
DE19825090A1 DE1998125090 DE19825090A DE19825090A1 DE 19825090 A1 DE19825090 A1 DE 19825090A1 DE 1998125090 DE1998125090 DE 1998125090 DE 19825090 A DE19825090 A DE 19825090A DE 19825090 A1 DE19825090 A1 DE 19825090A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
bone
meat
boning
scraper
pressing
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Withdrawn
Application number
DE1998125090
Other languages
English (en)
Inventor
Werner Kraus
Joachim Schill
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MAJA Maschinenfabrik Hermann Schill GmbH
Original Assignee
MAJA Maschinenfabrik Hermann Schill GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by MAJA Maschinenfabrik Hermann Schill GmbH filed Critical MAJA Maschinenfabrik Hermann Schill GmbH
Priority to DE1998125090 priority Critical patent/DE19825090A1/de
Publication of DE19825090A1 publication Critical patent/DE19825090A1/de
Withdrawn legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A22BUTCHERING; MEAT TREATMENT; PROCESSING POULTRY OR FISH
    • A22CPROCESSING MEAT, POULTRY, OR FISH
    • A22C21/00Processing poultry
    • A22C21/0069Deboning poultry or parts of poultry
    • A22C21/0076Deboning poultry legs and drumsticks

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Processing Of Meat And Fish (AREA)

Abstract

Es wird eine Vorrichtung zum Entbeinen von Fleischteilen (1) insbesondere von Geflügelkeulen vorgeschlagen mit einer Transporteinheit, einer Sägeeinheit und mit einer Entbeineinheit, welche einen mit einem Stößel (3) zusammenwirkenden, eine Durchtrittsöffnung (4) aufweisenden Knochenschaber (5) aufweist. An der Entbeineinheit ist eine mit einem Preßklotz (6) zusammenwirkende Vorpreßvorrichtung (7) vorgesehen, welche nach dem Sägen das Fleischteil (1) relativ zum Knochenschaber (5) positioniert und den Knochen teilweise aus dem Fleichteil (1) in Richtung des Knochenschabers (5) herauspreßt.

Description

Stand der Technik
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung und einem Verfahren zum Entbeinen von Fleischteilen, insbesondere von Geflügelkeulen, nach der Gattung des Anspruchs 1 und des Anspruchs 11.
Um Fleischteile, beispielsweise zu Schnitzel, zu verarbeiten, ist es erforderlich, die Knochen zu entfernen. Dies ist insbesondere bei der Herstellung von Schnitzeln aus Putenkeulen von Bedeutung. Hierbei ist zu beachten, daß keine Knochenteile, insbesondere Knochensplitter, in den entbeinten Fleischteilen verbleiben.
Es sind verschiedene Vorrichtungen und Verfahren zum Entbeinen von Fleischteilen bekannt, bei denen jedoch die Gefahr nicht ausgeschlossen werden kann, daß beim Entbeinen durch einen den Knochen aus dem Fleischteil herauspressenden Stößel Knochenbrüche auftreten und Knochensplitter in das Fleisch eindringen. Um eine Verletzung beim Verzehr des Fleischteils auszuschließen, müssen diese Knochensplitter in mühsamer Handarbeit im Anschluß an den Entbeinvorgang entfernt werden.
Aus dem Stand der Technik (DE 196 39 472 A1) ist eine gattungsgemäße Vorrichtung bekannt, bei der zur genauen Positionierung und Halterung der Fleischteile während des Entbeinvorgangs Schieber dienen, die an einem Abschnitt geringeren Durchmessers des Fleischteils an diesem angreifen und das Fleischteil festklemmen. Durch die Schieber wird gleichzeitig der Querschnitt der Durchtrittöffnung, durch die der Knochen aus dem Fleischteil herausgepreßt wird, festgelegt. Als nachteilig erweist sich bei dieser bekannten Vorrichtung, daß die Halterung der Fleischteile durch die Schieber nicht einwandfrei gewährleistet ist, und daß ein sauberes Trennen des Knochens vom Fleischteil nicht gesichert ist.
Die Erfindung und ihre Vorteile
Demgegenüber haben die erfindungsgemäße Vorrichtung mit dem kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 und das erfindungsgemäße Verfahren mit den kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 11 den Vorteil, daß einerseits durch das Abtrennen von Gelenkteilen und mit diesen verwachsenen Sehnen vom übrigen im Fleischteil vorhandenen und damit leichter in der Entbeineinheit entfernt werden kann und daß an der Entbeineinheit mit einem Preßklotz zusammenwirkende Vorpreßvorrichtung das Fleischteil relativ zum Knochenschaber positioniert wird, bevor der Knochen aus dem Fleischteil in Richtung des Knochenschabers herauspreßt wird. Da die Vorpreßvorrichtung eine änderbare Öffnung für den Knochen aufweist und mit einem Preßklotz zusammenwirkt, kann der Preßklotz das Fleischteil gezielt in Richtung der in der Vorpreßvorrichtung vorgesehenen Öffnung drücken, so daß zuerst nur der Knochen durch die Öffnung hindurchtritt. Der Druck, den der Preßklotz auf das Fleischteil ausübt, ist nicht sehr hoch, da der Knochen nur um einen bestimmten Abschnitt und nicht vollständig aus dem Fleischteil herausgepreßt wird. Ist der Vorpreßvorgang abgeschlossen, so wird das Fleischteil durch die Vorpreßvorrichtung freigegeben und der Knochen mittels eines Stößels durch eine im Knochenschaber vorgesehene Durchtrittsöffnung hindurchgepreßt. Durch die erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße Verfahren kann die Entbeinung des Fleischteils auf schnelle und sichere Weise erfolgen, so daß eine Zersplitterung des Knochens während der Entbeinung ausgeschlossen werden kann.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung sind an der Vorpreßvorrichtung zwei gegeneinander verschiebbare Vorpreßelemente vorgesehen, welche in einer Vorpreßstellung unmittelbar nebeneinander angeordnet sind und eine Öffnung in Form eines Konus für den Knochen bilden. In einer Auspreßstellung sind die beiden Vorpreßelemente in einem vorgegebenen Abstand zueinander angeordnet und ermöglichen ein Verschieben des Fleischteils bis zum nachgeordneten Knochenschaber. Die beiden Vorpreßelemente können quer und symmetrisch zur Verschieberichtung der Verschiebeachse des Knochens angeordnet sein. In der Vorpreßstellung sind sie geschlossen und halten das Fleischteil zurück. Die konusförmige Öffnung sorgt für eine präzise Führung des Knochens, der durch den Preßklotz durch die Öffnung hindurch gedrückt wird. Diese Führung ist von Bedeutung, da die Größe des Fleischteils und die Position des Knochens im Fleischteil variieren kann. In der Auspreßstellung gehen die beiden Vorpreßelemente auseinander, um das dickere Ende des Knochens, beispielsweise ein Gelenk oder Teile eines Gelenks, durchzulassen und eine Beschädigung der Durchtrittsöffnung des Knochenschabers durch das Gelenk oder Gelenkteil zu verhindern und damit das Fleischteil durch den Stößel ungehindert und sicher bis zum endgültigen Ausstoßen verschoben werden kann. Der Übergang von der Vorpreß- in die Auspreßstellung erfolgt, sobald der Knochen um einen vorgegebenen Abschnitt aus dem Fleischteil herausgepreßt wurde.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung weist der Knochenschaber zwei in einer quer zur Verschieberichtung verlaufenden Ebene gegeneinander verschiebbare Knochenschabelemente auf, welche in der Vorpreßstellung in einem weiteren Abstand voneinander anordbar sind, und welche in einer Auspreßstellung zum Zurückhalten des Fleischteils unmittelbar anordbar sind und gemeinsam eine Durchtrittsöffnung zum Abschaben des Fleisches zum Knochen aufweisen. Die Knochenschaberelemente können wie die Vorpreßelemente senkrecht und symmetrisch zur Verschieberichtung angeordnet sein. In der Vorpreßstellung sind die beiden Knochenschaberelemente von der Verschiebeachse des Knochens entfernt und ermöglichen ein freies Verschieben des Knochens. Nach Abschluß der Vorpressung werden die beiden Knochenschaberelemente in die Schabstellung auf den Knochen zubewegt. Dabei legen sie sich um den Knochen. Ist der Knochen durch die Knochenschaberelemente erst einmal fixiert, so verschiebt der Stößel den Knochen weiter aus dem Fleischteil heraus. Während dieses Auspreßvorgangs ist die Vorpreßeinheit geöffnet, so daß kein zusätzlicher Druck auf Fleischteil und Knochen ausgeübt wird.
Nach einer diesbezüglichen vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist an den Knochenschaberelementen im Bereich der Durchtrittsöffnung je ein elastisches vorzugsweise aus Gummi bestehendes Element vorgesehen, welche sich in der Vorpreßstellung um den aus dem Fleischteil herausgepreßten Abschnitt des Knochens legten. Das elastische Element hat den Vorteil, daß es sich an den Knochen anpaßt, ein zuverlässiges Abschaben des Fleisches vom Knochen ermöglicht und dabei die Gefahr von Absplitterungen vermeidet.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist der Entbeineinheit in Verschieberichtung ein Durchgangsblech nachgeordnet mit einer zentralen Öffnung für den Durchgang des Knochens.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind zwei Kettensysteme mit gemeinsamem Antrieb vorgesehen, wobei das erste Kettensystem die Teile der Entbeineinheit und das zweite Kettensystem die Transporteinheit antreibt. Der Antrieb kann über eine gemeinsame Achse erfolgen.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind der Stößel und der Preßklotz über Führungen mit dem ersten Kettensystem verbunden, wobei ihre Bewegungen über in eine Platte eingefräste Kurvenbahnen vorgegeben sind. Stößel und Preßklotz werden durch diese Führungen während des Entbeinvorgangs in Verschieberichtung des Knochens vor und zurück bewegt. Dabei sind ihre Bewegungen aufeinander und auf die Position der Vorpreß- und Knochenschaberelemente abgestimmt.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind die Vorpreßelemente und die Knochenschaberelemente mit dem ersten Kettensystem verbunden. Die Bewegungen dieser Elemente können ebenfalls durch in Platten eingefräste Kurvenbahnen vorgegeben sein. Sie sind aufeinander und auf die Bewegungen von Stößel und Preßklotz abgestimmt.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist ein Schneidelement vorgesehen, welches den aus dem Fleischteil herausgepreßten Knochen von dem Fleischteil trennt. Dabei kann es sich beispielsweise um ein fest installiertes Messer handeln, an dem das Fleischteil und der Knochen vorbeibewegt werden.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine Transportvorrichtung vorgesehen, welche das entbeinte Fleischteil der weiteren Verarbeitung zuführt.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind der Zeichnung, der nachfolgenden Beschreibung und den Ansprüchen entnehmbar.
Zeichnung
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung stark vereinfacht dargestellt und im folgenden näher beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt aus einer Vorrichtung zum Entbeinen im Schnitt,
Fig. 2 das Abtrennen des Fußgelenks an einer Geflügelkeule,
Fig. 3 Seitenansicht einer Vorrichtung zum Entbeinen,
Fig. 4 Ausschnitt aus der Vorrichtung zum Entbeinen gemäß Fig. 3; Darstellung der Vorpressung,
Fig. 5 Ausschnitt aus der Vorrichtung zum Entbeinen gemäß Fig. 3; Darstellung des Herauspressens des Knochens.
Beschreibung des Ausführungsbeispiels
In Fig. 1 ist ein Ausschnitt aus einer Vorrichtung zum Entbeinen dargestellt. Eine Geflügelkeule 1 ist dort auf einer Auflage 2 aufgelegt gezeigt. An dieser Geflügelkeule 1 ist, in einem zeitlich vorhergehenden Arbeitsgang, durch eine in Fig. 3 dargestellte und fest mit der Entbeinvorrichtung verbundenen Sägeeinheit, ein Teil abgetrennt worden, welcher ein Gelenk und Sehnen enhält. Mit Hilfe eines Stößels 3 wird der in der Geflügelkeule befindliche vom Gelenk getrennte Knochen durch eine Durchtrittsöffnung 4 und daher durch einen Knochenschaber 5 gedrückt. Um ein sicheres Heraustrennen des Knochens aus der Geflügelkeule ohne Beschädigung des Knochens zu gewährleisten, findet vor dem Herauspressen des Knochens durch den Stößel 3 eine Vorpressung durch einen Preßklotz 6 statt. Hierzu wird die Geflügelkeule 1 mit Hilfe des Preßklotzes 6 gegen eine Vorpreßvorrichtung 7 gedrückt. Diese Vorpreßvorrichtung 7 besteht im wesentlichen aus zwei Vorpresselementen 8 und 9, welche entsprechend dem Pfeil I quer zur Arbeitsrichtung des Stößels 3 bzw. des Preßklotzes 6 auseinander bewegt werden können. In der in Fig. 1 dargestellten Vorpreßstellung sind die beiden Vorpreßelemente 8 und 9 unmittelbar übereinander angeordnet und begrenzen gemeinsam eine konusförmige Öffnung 10 mit in Richtung Geflügelkeule sich öffnendem Kegel. Wird nun die Geflügelkeule 1 mit Hilfe des Preßklotzes 6 auf die Vorpreßvorrichtung 7 zubewegt und gegen diese gedrückt, so wird der Knochen der Geflügelkeule 1 durch die konusförmige Öffnung 10 hindurchgeführt und teilweise aus der Geflügelkeule herausgedrückt. Das Fleisch der Geflügelkeule 1 wird dabei durch die Vorpreßelemente 8 und 9 zurückgehalten.
Der Knochenschaber 5 besteht im wesentlichen aus zwei Knochenschaberelementen 11, welche entsprechend dem Pfeil II quer zur Arbeitsrichtung des Stößels 3 und wie die Vorpreßelemente auseinander bewegt werden können. Im Bereich der Durchtrittsöffnung 4 ist an jedem der Schabelemente 11 ein Gummiteil 13 angeordnet. In Arbeitsrichtung nach dem Knochenschaberelement ist ein Durchgangsblech 12 angeordnet mit einer zentralen Öffnung ausreichend großen Querschnitts für den Durchgang des Knochens und zur vollständigen Abtrennung des Fleisches.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Während der Vorpressung der Geflügelkeule 1 sind die beiden Knochenschaberelemente 11 auseinandergezogen. Gleiches gilt auch für den Knochenschaber 5 mit seinen Knochenschaberelementen 11 bzw. den Gummiteilen 13. Ist der Knochen durch die Vorpreßvorrichtung 7 geschoben um ca. 220 mm aus der Geflügelkeule 1 herausgepreßt, so bewegen sich die beiden Knochenschaberelemente 11 auf den Knochen zu und legen sich mit ihren Gummiteilen 13 um den Knochen. Anschließend bewegen sich die beiden Vorpreßelemente 8 und 9 auseinander, womit die Vorpreßvorrichtung geöffnet wird. Nun drückt der Stößel 3 den Knochen um einen entsprechenden Weg, beispielsweise 50 mm, weiter, so daß das dickere Ende des Knochens nach den Gummiteilen liegt, wobei das Fleischteil vom Knochenschaber zurückgehalten wird. Bevor der Knochen vollständig durch die Durchtrittsöffnung 4 hindurchgeschoben ist, gehen die Knochenschaberelemente auseinander, damit das andere Gelenkteil, das etwas dicker ist als der übrige Knochenschaft, nicht durch das Gummiteil gedrückt werden muß und dieses beschädigt. Auf diese Weise kann ein rascher Verschleiß des Gummiteils oder eine Beschädigung desselben verhindert werden. Mit Hilfe des Stößels 3 wird der Knochen nunmehr vollständig durch die zentrale Öffnung des Durchgangsblechs 12 aus der Geflügelkeule 1 herausgedrückt. Anschließend werden die Geflügelkeule 1 und Knochen an einem in der Zeichnung nicht dargestellten, fest installierten Messer vorbeibewegt und durch dieses voneinander getrennt. Die Knochen und die entbeinten Geflügelkeulen werden dann abtransportiert, während Stößel 3, Knochenschaber 5, Preßklotz 6 und Vorpreßvorrichtung 7 sich in ihre Ausgangsstellung zurückbewegen. Sie werden bei ihren Bewegungen über Führungen 14 durch ein Kettensystem 15 angetrieben. Der Antrieb der dem Transport der Geflügelkeule 1 dienenden Auflage 2 erfolgt durch ein Kettensystem 16. Die Bewegungsrichtung des Stößels 3 und des Preßklotzes 6 sind durch die Pfeile III und IV angedeutet.
In Fig. 2 ist schematisch der wichtigste Vorgang des Abtrennens des einen Fußgelenks einer Geflügelkeule 1 dargestellt, einem Vorgang, der vor dem Entbeinen stattfindet, d. h. bevor die Geflügelkeule 1 der in Fig. 1 dargestellten Entbeineinheit zugeführt wird. Dies ist notwendig, um die mit dem Knochen verwachsenen Sehnen und die Knochenhäute zu durchtrennen.
Fig. 3 zeigt die Vorrichtung zum Entbeinen in Seitenansicht. Die Laufrichtung der Kettensysteme 15 und 16 ist durch den Pfeil V angegeben. An der mit 18 gekennzeichneten Stelle werden die Geflügelkeulen auf die durch das Kettensystem 16 transportierten Auflagen 2 gelegt. Mit Hilfe der fest installierten Säge 17 wird anschließend von den Geflügelkeulen das Fußgelenk abgetrennt. An der mit 19 gekennzeichneten Stelle beginnt die Vorpressung. Im Bereich 20 wird zunächst der Knochenschaber geschlossen und anschließend die Vorpreßvorrichtung geöffnet. Die Vorpressung ist damit beendet. Von der mit 21 markierten Stelle bis zum Punkt 22 wird der Stößel bewegt, um den Knochen aus der Geflügelkeule herauszupressen. Im Bereich 23 ist ein nicht dargestelltes Messer vorgesehen, welches den Knochen von der Geflügelkeule trennt. Der herunterfallende Knochen wird über ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Knochenband abtransportiert. Im Bereich 24 wird die nunmehr entbeinte Geflügelkeule abgestreift und über ein Transportband abtransportiert.
In Fig. 4 ist ein Ausschitt aus der Vorrichtung zum Entbeinen gemäß Fig. 3 dargestellt. Die Darstellung entspricht im wesentlichen einer Ansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 3 von oben. Die Transportrichtung der Kettensysteme 15 und 16 ist durch den Pfeil VI angedeutet. In der rechten Bildhälfte sind die Auflagen 2 für die Geflügelkeulen erkennbar. An der mit 19 gekennzeichneten Stelle beginnt die Vorpressung. Bis zum Ende der Vorpressung an der mit 20 markierten Stelle wird der Preßklotz 6 mit dem Stößel 3 in Richtung der Vorpreßvorrichtung 7 bewegt. Vor dem Ende der Vorpressung wird der Knochenschaber 5 geschlossen.
Fig. 5 zeigt einen weiteren Ausschnitt aus der Vorrichtung zum Entbeinen gemäß Fig. 3 und entspricht im wesentlichen einer Ansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 3 von unten. Die Bewegungsrichtung der Kettensysteme 15 und 16 ist durch den Pfeil VII angedeutet. Von der mit 21 markierten Stelle bis zu der mit 22 markierten Stelle wird der Stößel 3 in Richtung des Knochenschabers 5 bewegt. Der Preßklotz 6 verändert dabei seine Stellung nicht. An der mit 23 markierten Stelle erfolgt das Abtrennen des Knochens von der Geflügelkeule durch ein in der Zeichnung nicht dargestelltes Messer. Die Geflügelkeule verbleibt zunächst noch in der Vorrichtung und wird im Bereich 24 abgestreift. Während dessen werden Stößel 3 und Preßklotz 6 wieder in ihre Ausgangsposition zurückgeführt.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als auch in beliebiger Kombination miteinander erfindungswesentlich sein.
Bezugszeichenliste
1
Geflügelkeule
2
Auflage
3
Stößel
4
Durchtrittsöffnung
5
Knochenschaber
6
Preßklotz
7
Vorpreßvorrichtung
8
Vorpreßelement
9
Vorpreßelement
10
Öffnung
11
Knochenschaberelemente
12
Durchgangsblech
13
Gummiteile
14
Führung
15
Kettensystem
16
Kettensystem
17
Säge
18
Einlegestelle
19
Beginn der Vorpressung
20
Ende der Vorpressung
21
Beginn der Stößelbewegung
22
Ende der Stößelbewegung
23
Abtrennung des Knochens von der Geflügelkeule
24
Abstreifbereich

Claims (10)

1. Vorrichtung zum Entbeinen von Fleischteilen, insbesondere von Geflügelkeulen,
mit einer Transporteinheit, welche der Halterung und Führung der Fleischteile (1) dienende Auflagen (2) zur Bestimmung einer für das Entbeinen arbeitsgerechten Lage der Fleischteile (1) aufweist und
mit einer Entbeineinheit, welche einen Stößel (3) und einen mit dem Stößel (3) zusammenwirkenden, eine Durchtrittsöffnung (4) aufweisenden Knochenschaber (5) aufweist, wobei der Knochen des Fleischteils (1) beim Entbeinen in einer Verschieberichtung durch die Durchtrittsöffnung (4) geschoben wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Transportfolge vor der Entbeineinheit eine Sägeeinheit angeordnet ist, mittels der ein Gelenke und Sehnen enthaltener Teil (Fußgelenke udgl.) vom übrigen zu entbeinenden Fleischteil getrennt wird und
daß an der Entbeineinheit eine mit einem Preßklotz (6) zusammenwirkende Vorpreßvorrichtung (7) vorgesehen ist, welche das Fleischteil (1) relativ zum Knochenschaber (5) positioniert und den Knochen teilweise aus dem Fleischteil (1) in Richtung des Knochenschabers (5) herauspreßt.
2. Vorrichtung zum Entbeinen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß an der Vorpreßvorrichtung (7) zwei in einer quer zur Verschieberichtung verlaufenden Ebene gegeneinander verschiebbare Vorpreßelemente (8, 9) vorgesehen sind, welche in einer änderbaren Vorpreßstellung nahe zueinander angeordnet sind und gemeinsam eine Öffnung (10) in Form eines sich entgegen der Verschieberichtung sich öffnenden Konus für den Knochen begrenzen.
3. Vorrichtung zum Entbeinen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Knochenschaber (5) zwei in einer quer zur Verschieberichtung verlaufenden Ebene gegeneinander verschiebbare Knochenschaberelemente (11) aufweist, welche in der Vorpreßstellung in einem weiteren Abstand voneinander anordbar sind, und welche in einer Auspreßstellung zum Zurückhalten des Fleischteils unmittelbar nebeneinander anordbar sind und gemeinsam eine Durchtrittsöffnung (4) zum Abschaben des Fleisches vom Knochen aufweisen.
4. Vorrichtung zum Entbeinen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den Knochenschaberelementen (11, 12) im Bereich der Durchtrittsöffnung (4) ein elastisches Element (13) vorgesehen ist, welches sich in der Auspreßstellung um den aus dem Fleischteil (1) herausgepreßten Abschnitt des Knochens legt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der Entbeineinheit in Verschieberichtung ein Durchgangsblech (12) nachgeordnet ist, mit einer zentralen Öffnung für den Durchgang des Knochens.
6. Vorrichtung zum Entbeinen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei Kettensysteme (15, 16) mit gemeinsamem Antrieb vorgesehen sind, wobei das erste Kettensystem (15) die Teile der Entbeineinheit antreibt und das zweite Kettensystem (16) die Transporteinheit antreibt.
7. Vorrichtung zum Entbeinen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Stößel (3) und der Preßklotz (6) über Führungen (14) mit dem ersten Kettensystem (15) verbunden sind, wobei ihre Bewegungen über in eine Platte eingefräste Kurvenbahnen vorgegeben sind.
8. Vorrichtung zum Entbeinen nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorpreßelemente (8, 9) und die Knochenschaberelemente (11, 12) mit dem ersten (15) Kettensystem verbunden sind.
9. Vorrichtung zum Entbeinen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schneidelement vorgesehen ist, welches den aus dem Fleischteil herausgepreßten Knochen von dem Fleischteil trennt.
10. Verfahren zum Entbeinen von Fleischteilen, insbesondere von Geflügelteilen, gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte:
daß das Fleischteil (1) auf eine Auflage (2) zur Bestimmung einer für das Entbeinen arbeitsgerechten Lage der Fleischteile gelegt wird (18),
daß zur Trennung von Sehnen und Knochenhaut zum Fleisch ein Abschnitt des Fleischteils, welcher ein Gelenk oder Teile eines Gelenks enthält, entfernt wird,
daß der Knochen durch eine Vorpreßvorrichtung (7) abschnittsweise aus dem Fleischteil (1) in Richtung eines geöffneten Knochenschabers (5) herausgepreßt wird,
daß der Knochenschaber (5) geschlossen und die Vorpreßvorrichtung (7) geöffnet wird, um den Knochen mittels eines Stößels (3) aus dem Fleischteil (1) herauszupressen,
daß der Knochenschaber (5) geöffnet wird, um ein Auspressen eines ein Gelenk oder Teile eines Gelenks aufweisenden Abschnitts des Knochens aus dem Fleischteil (1) zu ermöglichen,
daß der aus dem Fleischteil herausgepreßte Knochen mittels eines Messers von dem Fleischteil getrennt wird,
daß der Knochen und das entbeinte Fleischteil abtransportiert werden,
daß die Vorpreßvorrichtung geschlossen wird.
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