DE19825090A1 - Vorrichtung und Verfahren zum Entbeinen von Fleischteilen, insbesondere von Geflügelkeulen - Google Patents
Vorrichtung und Verfahren zum Entbeinen von Fleischteilen, insbesondere von GeflügelkeulenInfo
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Abstract
Es wird eine Vorrichtung zum Entbeinen von Fleischteilen (1) insbesondere von Geflügelkeulen vorgeschlagen mit einer Transporteinheit, einer Sägeeinheit und mit einer Entbeineinheit, welche einen mit einem Stößel (3) zusammenwirkenden, eine Durchtrittsöffnung (4) aufweisenden Knochenschaber (5) aufweist. An der Entbeineinheit ist eine mit einem Preßklotz (6) zusammenwirkende Vorpreßvorrichtung (7) vorgesehen, welche nach dem Sägen das Fleischteil (1) relativ zum Knochenschaber (5) positioniert und den Knochen teilweise aus dem Fleichteil (1) in Richtung des Knochenschabers (5) herauspreßt.
Description
Die Erfindung geht aus von einer Vorrichtung und einem
Verfahren zum Entbeinen von Fleischteilen, insbesondere von
Geflügelkeulen, nach der Gattung des Anspruchs 1 und des
Anspruchs 11.
Um Fleischteile, beispielsweise zu Schnitzel, zu verarbeiten, ist es
erforderlich, die Knochen zu entfernen. Dies ist insbesondere bei
der Herstellung von Schnitzeln aus Putenkeulen von Bedeutung.
Hierbei ist zu beachten, daß keine Knochenteile, insbesondere
Knochensplitter, in den entbeinten Fleischteilen verbleiben.
Es sind verschiedene Vorrichtungen und Verfahren zum
Entbeinen von Fleischteilen bekannt, bei denen jedoch die
Gefahr nicht ausgeschlossen werden kann, daß beim Entbeinen
durch einen den Knochen aus dem Fleischteil herauspressenden
Stößel Knochenbrüche auftreten und Knochensplitter in das
Fleisch eindringen. Um eine Verletzung beim Verzehr des
Fleischteils auszuschließen, müssen diese Knochensplitter in
mühsamer Handarbeit im Anschluß an den Entbeinvorgang
entfernt werden.
Aus dem Stand der Technik (DE 196 39 472 A1) ist eine
gattungsgemäße Vorrichtung bekannt, bei der zur genauen
Positionierung und Halterung der Fleischteile während des
Entbeinvorgangs Schieber dienen, die an einem Abschnitt
geringeren Durchmessers des Fleischteils an diesem angreifen
und das Fleischteil festklemmen. Durch die Schieber wird
gleichzeitig der Querschnitt der Durchtrittöffnung, durch die der
Knochen aus dem Fleischteil herausgepreßt wird, festgelegt. Als
nachteilig erweist sich bei dieser bekannten Vorrichtung, daß die
Halterung der Fleischteile durch die Schieber nicht einwandfrei
gewährleistet ist, und daß ein sauberes Trennen des Knochens
vom Fleischteil nicht gesichert ist.
Demgegenüber haben die erfindungsgemäße Vorrichtung mit
dem kennzeichnenden Merkmalen des Anspruchs 1 und das
erfindungsgemäße Verfahren mit den kennzeichnenden
Merkmalen des Anspruchs 11 den Vorteil, daß einerseits durch
das Abtrennen von Gelenkteilen und mit diesen verwachsenen
Sehnen vom übrigen im Fleischteil vorhandenen und damit
leichter in der Entbeineinheit entfernt werden kann und daß an
der Entbeineinheit mit einem Preßklotz zusammenwirkende
Vorpreßvorrichtung das Fleischteil relativ zum Knochenschaber
positioniert wird, bevor der Knochen aus dem Fleischteil in
Richtung des Knochenschabers herauspreßt wird. Da die
Vorpreßvorrichtung eine änderbare Öffnung für den Knochen
aufweist und mit einem Preßklotz zusammenwirkt, kann der
Preßklotz das Fleischteil gezielt in Richtung der in der
Vorpreßvorrichtung vorgesehenen Öffnung drücken, so daß
zuerst nur der Knochen durch die Öffnung hindurchtritt. Der
Druck, den der Preßklotz auf das Fleischteil ausübt, ist nicht sehr
hoch, da der Knochen nur um einen bestimmten Abschnitt und
nicht vollständig aus dem Fleischteil herausgepreßt wird. Ist der
Vorpreßvorgang abgeschlossen, so wird das Fleischteil durch die
Vorpreßvorrichtung freigegeben und der Knochen mittels eines
Stößels durch eine im Knochenschaber vorgesehene
Durchtrittsöffnung hindurchgepreßt. Durch die
erfindungsgemäße Vorrichtung und das erfindungsgemäße
Verfahren kann die Entbeinung des Fleischteils auf schnelle und
sichere Weise erfolgen, so daß eine Zersplitterung des Knochens
während der Entbeinung ausgeschlossen werden kann.
Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung sind an der Vorpreßvorrichtung zwei gegeneinander
verschiebbare Vorpreßelemente vorgesehen, welche in einer
Vorpreßstellung unmittelbar nebeneinander angeordnet sind
und eine Öffnung in Form eines Konus für den Knochen bilden.
In einer Auspreßstellung sind die beiden Vorpreßelemente in
einem vorgegebenen Abstand zueinander angeordnet und
ermöglichen ein Verschieben des Fleischteils bis zum
nachgeordneten Knochenschaber. Die beiden Vorpreßelemente
können quer und symmetrisch zur Verschieberichtung der
Verschiebeachse des Knochens angeordnet sein. In der
Vorpreßstellung sind sie geschlossen und halten das Fleischteil
zurück. Die konusförmige Öffnung sorgt für eine präzise Führung
des Knochens, der durch den Preßklotz durch die Öffnung
hindurch gedrückt wird. Diese Führung ist von Bedeutung, da die
Größe des Fleischteils und die Position des Knochens im
Fleischteil variieren kann. In der Auspreßstellung gehen die
beiden Vorpreßelemente auseinander, um das dickere Ende des
Knochens, beispielsweise ein Gelenk oder Teile eines Gelenks,
durchzulassen und eine Beschädigung der Durchtrittsöffnung des
Knochenschabers durch das Gelenk oder Gelenkteil zu
verhindern und damit das Fleischteil durch den Stößel
ungehindert und sicher bis zum endgültigen Ausstoßen
verschoben werden kann. Der Übergang von der Vorpreß- in die
Auspreßstellung erfolgt, sobald der Knochen um einen
vorgegebenen Abschnitt aus dem Fleischteil herausgepreßt
wurde.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
weist der Knochenschaber zwei in einer quer zur
Verschieberichtung verlaufenden Ebene gegeneinander
verschiebbare Knochenschabelemente auf, welche in der
Vorpreßstellung in einem weiteren Abstand voneinander
anordbar sind, und welche in einer Auspreßstellung zum
Zurückhalten des Fleischteils unmittelbar anordbar sind und
gemeinsam eine Durchtrittsöffnung zum Abschaben des
Fleisches zum Knochen aufweisen. Die Knochenschaberelemente
können wie die Vorpreßelemente senkrecht und symmetrisch
zur Verschieberichtung angeordnet sein. In der Vorpreßstellung
sind die beiden Knochenschaberelemente von der
Verschiebeachse des Knochens entfernt und ermöglichen ein
freies Verschieben des Knochens. Nach Abschluß der
Vorpressung werden die beiden Knochenschaberelemente in die
Schabstellung auf den Knochen zubewegt. Dabei legen sie sich
um den Knochen. Ist der Knochen durch die
Knochenschaberelemente erst einmal fixiert, so verschiebt der
Stößel den Knochen weiter aus dem Fleischteil heraus. Während
dieses Auspreßvorgangs ist die Vorpreßeinheit geöffnet, so daß
kein zusätzlicher Druck auf Fleischteil und Knochen ausgeübt
wird.
Nach einer diesbezüglichen vorteilhaften Ausgestaltung der
Erfindung ist an den Knochenschaberelementen im Bereich der
Durchtrittsöffnung je ein elastisches vorzugsweise aus Gummi
bestehendes Element vorgesehen, welche sich in der
Vorpreßstellung um den aus dem Fleischteil herausgepreßten
Abschnitt des Knochens legten. Das elastische Element hat den
Vorteil, daß es sich an den Knochen anpaßt, ein zuverlässiges
Abschaben des Fleisches vom Knochen ermöglicht und dabei die
Gefahr von Absplitterungen vermeidet.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist der Entbeineinheit in Verschieberichtung ein
Durchgangsblech nachgeordnet mit einer zentralen Öffnung für
den Durchgang des Knochens.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
sind zwei Kettensysteme mit gemeinsamem Antrieb vorgesehen,
wobei das erste Kettensystem die Teile der Entbeineinheit und
das zweite Kettensystem die Transporteinheit antreibt. Der
Antrieb kann über eine gemeinsame Achse erfolgen.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
sind der Stößel und der Preßklotz über Führungen mit dem
ersten Kettensystem verbunden, wobei ihre Bewegungen über in
eine Platte eingefräste Kurvenbahnen vorgegeben sind. Stößel
und Preßklotz werden durch diese Führungen während des
Entbeinvorgangs in Verschieberichtung des Knochens vor und
zurück bewegt. Dabei sind ihre Bewegungen aufeinander und auf
die Position der Vorpreß- und Knochenschaberelemente
abgestimmt.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
sind die Vorpreßelemente und die Knochenschaberelemente mit
dem ersten Kettensystem verbunden. Die Bewegungen dieser
Elemente können ebenfalls durch in Platten eingefräste
Kurvenbahnen vorgegeben sein. Sie sind aufeinander und auf
die Bewegungen von Stößel und Preßklotz abgestimmt.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung
ist ein Schneidelement vorgesehen, welches den aus dem
Fleischteil herausgepreßten Knochen von dem Fleischteil trennt.
Dabei kann es sich beispielsweise um ein fest installiertes
Messer handeln, an dem das Fleischteil und der Knochen
vorbeibewegt werden.
Nach einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der
erfindungsgemäßen Vorrichtung ist eine Transportvorrichtung
vorgesehen, welche das entbeinte Fleischteil der weiteren
Verarbeitung zuführt.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind der Zeichnung, der nachfolgenden Beschreibung
und den Ansprüchen entnehmbar.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
stark vereinfacht dargestellt und im folgenden näher
beschrieben. Es zeigen:
Fig. 1 einen Ausschnitt aus einer Vorrichtung zum Entbeinen
im Schnitt,
Fig. 2 das Abtrennen des Fußgelenks an einer Geflügelkeule,
Fig. 3 Seitenansicht einer Vorrichtung zum Entbeinen,
Fig. 4 Ausschnitt aus der Vorrichtung zum Entbeinen gemäß
Fig. 3; Darstellung der Vorpressung,
Fig. 5 Ausschnitt aus der Vorrichtung zum Entbeinen gemäß
Fig. 3; Darstellung des Herauspressens des Knochens.
In Fig. 1 ist ein Ausschnitt aus einer Vorrichtung zum
Entbeinen dargestellt. Eine Geflügelkeule 1 ist dort auf einer
Auflage 2 aufgelegt gezeigt. An dieser Geflügelkeule 1 ist, in
einem zeitlich vorhergehenden Arbeitsgang, durch eine in Fig.
3 dargestellte und fest mit der Entbeinvorrichtung verbundenen
Sägeeinheit, ein Teil abgetrennt worden, welcher ein Gelenk und
Sehnen enhält. Mit Hilfe eines Stößels 3 wird der in der
Geflügelkeule befindliche vom Gelenk getrennte Knochen durch
eine Durchtrittsöffnung 4 und daher durch einen
Knochenschaber 5 gedrückt. Um ein sicheres Heraustrennen des
Knochens aus der Geflügelkeule ohne Beschädigung des
Knochens zu gewährleisten, findet vor dem Herauspressen des
Knochens durch den Stößel 3 eine Vorpressung durch einen
Preßklotz 6 statt. Hierzu wird die Geflügelkeule 1 mit Hilfe des
Preßklotzes 6 gegen eine Vorpreßvorrichtung 7 gedrückt. Diese
Vorpreßvorrichtung 7 besteht im wesentlichen aus zwei
Vorpresselementen 8 und 9, welche entsprechend dem Pfeil I
quer zur Arbeitsrichtung des Stößels 3 bzw. des Preßklotzes 6
auseinander bewegt werden können. In der in Fig. 1
dargestellten Vorpreßstellung sind die beiden Vorpreßelemente
8 und 9 unmittelbar übereinander angeordnet und begrenzen
gemeinsam eine konusförmige Öffnung 10 mit in Richtung
Geflügelkeule sich öffnendem Kegel. Wird nun die Geflügelkeule
1 mit Hilfe des Preßklotzes 6 auf die Vorpreßvorrichtung 7
zubewegt und gegen diese gedrückt, so wird der Knochen der
Geflügelkeule 1 durch die konusförmige Öffnung 10
hindurchgeführt und teilweise aus der Geflügelkeule
herausgedrückt. Das Fleisch der Geflügelkeule 1 wird dabei
durch die Vorpreßelemente 8 und 9 zurückgehalten.
Der Knochenschaber 5 besteht im wesentlichen aus zwei
Knochenschaberelementen 11, welche entsprechend dem Pfeil II
quer zur Arbeitsrichtung des Stößels 3 und wie die
Vorpreßelemente auseinander bewegt werden können. Im
Bereich der Durchtrittsöffnung 4 ist an jedem der Schabelemente
11 ein Gummiteil 13 angeordnet. In Arbeitsrichtung nach dem
Knochenschaberelement ist ein Durchgangsblech 12 angeordnet
mit einer zentralen Öffnung ausreichend großen Querschnitts für
den Durchgang des Knochens und zur vollständigen Abtrennung
des Fleisches.
Die erfindungsgemäße Vorrichtung arbeitet wie folgt:
Während der Vorpressung der Geflügelkeule 1 sind die beiden Knochenschaberelemente 11 auseinandergezogen. Gleiches gilt auch für den Knochenschaber 5 mit seinen Knochenschaberelementen 11 bzw. den Gummiteilen 13. Ist der Knochen durch die Vorpreßvorrichtung 7 geschoben um ca. 220 mm aus der Geflügelkeule 1 herausgepreßt, so bewegen sich die beiden Knochenschaberelemente 11 auf den Knochen zu und legen sich mit ihren Gummiteilen 13 um den Knochen. Anschließend bewegen sich die beiden Vorpreßelemente 8 und 9 auseinander, womit die Vorpreßvorrichtung geöffnet wird. Nun drückt der Stößel 3 den Knochen um einen entsprechenden Weg, beispielsweise 50 mm, weiter, so daß das dickere Ende des Knochens nach den Gummiteilen liegt, wobei das Fleischteil vom Knochenschaber zurückgehalten wird. Bevor der Knochen vollständig durch die Durchtrittsöffnung 4 hindurchgeschoben ist, gehen die Knochenschaberelemente auseinander, damit das andere Gelenkteil, das etwas dicker ist als der übrige Knochenschaft, nicht durch das Gummiteil gedrückt werden muß und dieses beschädigt. Auf diese Weise kann ein rascher Verschleiß des Gummiteils oder eine Beschädigung desselben verhindert werden. Mit Hilfe des Stößels 3 wird der Knochen nunmehr vollständig durch die zentrale Öffnung des Durchgangsblechs 12 aus der Geflügelkeule 1 herausgedrückt. Anschließend werden die Geflügelkeule 1 und Knochen an einem in der Zeichnung nicht dargestellten, fest installierten Messer vorbeibewegt und durch dieses voneinander getrennt. Die Knochen und die entbeinten Geflügelkeulen werden dann abtransportiert, während Stößel 3, Knochenschaber 5, Preßklotz 6 und Vorpreßvorrichtung 7 sich in ihre Ausgangsstellung zurückbewegen. Sie werden bei ihren Bewegungen über Führungen 14 durch ein Kettensystem 15 angetrieben. Der Antrieb der dem Transport der Geflügelkeule 1 dienenden Auflage 2 erfolgt durch ein Kettensystem 16. Die Bewegungsrichtung des Stößels 3 und des Preßklotzes 6 sind durch die Pfeile III und IV angedeutet.
Während der Vorpressung der Geflügelkeule 1 sind die beiden Knochenschaberelemente 11 auseinandergezogen. Gleiches gilt auch für den Knochenschaber 5 mit seinen Knochenschaberelementen 11 bzw. den Gummiteilen 13. Ist der Knochen durch die Vorpreßvorrichtung 7 geschoben um ca. 220 mm aus der Geflügelkeule 1 herausgepreßt, so bewegen sich die beiden Knochenschaberelemente 11 auf den Knochen zu und legen sich mit ihren Gummiteilen 13 um den Knochen. Anschließend bewegen sich die beiden Vorpreßelemente 8 und 9 auseinander, womit die Vorpreßvorrichtung geöffnet wird. Nun drückt der Stößel 3 den Knochen um einen entsprechenden Weg, beispielsweise 50 mm, weiter, so daß das dickere Ende des Knochens nach den Gummiteilen liegt, wobei das Fleischteil vom Knochenschaber zurückgehalten wird. Bevor der Knochen vollständig durch die Durchtrittsöffnung 4 hindurchgeschoben ist, gehen die Knochenschaberelemente auseinander, damit das andere Gelenkteil, das etwas dicker ist als der übrige Knochenschaft, nicht durch das Gummiteil gedrückt werden muß und dieses beschädigt. Auf diese Weise kann ein rascher Verschleiß des Gummiteils oder eine Beschädigung desselben verhindert werden. Mit Hilfe des Stößels 3 wird der Knochen nunmehr vollständig durch die zentrale Öffnung des Durchgangsblechs 12 aus der Geflügelkeule 1 herausgedrückt. Anschließend werden die Geflügelkeule 1 und Knochen an einem in der Zeichnung nicht dargestellten, fest installierten Messer vorbeibewegt und durch dieses voneinander getrennt. Die Knochen und die entbeinten Geflügelkeulen werden dann abtransportiert, während Stößel 3, Knochenschaber 5, Preßklotz 6 und Vorpreßvorrichtung 7 sich in ihre Ausgangsstellung zurückbewegen. Sie werden bei ihren Bewegungen über Führungen 14 durch ein Kettensystem 15 angetrieben. Der Antrieb der dem Transport der Geflügelkeule 1 dienenden Auflage 2 erfolgt durch ein Kettensystem 16. Die Bewegungsrichtung des Stößels 3 und des Preßklotzes 6 sind durch die Pfeile III und IV angedeutet.
In Fig. 2 ist schematisch der wichtigste Vorgang des
Abtrennens des einen Fußgelenks einer Geflügelkeule 1
dargestellt, einem Vorgang, der vor dem Entbeinen stattfindet,
d. h. bevor die Geflügelkeule 1 der in Fig. 1 dargestellten
Entbeineinheit zugeführt wird. Dies ist notwendig, um die mit
dem Knochen verwachsenen Sehnen und die Knochenhäute zu
durchtrennen.
Fig. 3 zeigt die Vorrichtung zum Entbeinen in Seitenansicht. Die
Laufrichtung der Kettensysteme 15 und 16 ist durch den Pfeil V
angegeben. An der mit 18 gekennzeichneten Stelle werden die
Geflügelkeulen auf die durch das Kettensystem 16
transportierten Auflagen 2 gelegt. Mit Hilfe der fest installierten
Säge 17 wird anschließend von den Geflügelkeulen das
Fußgelenk abgetrennt. An der mit 19 gekennzeichneten Stelle
beginnt die Vorpressung. Im Bereich 20 wird zunächst der
Knochenschaber geschlossen und anschließend die
Vorpreßvorrichtung geöffnet. Die Vorpressung ist damit beendet.
Von der mit 21 markierten Stelle bis zum Punkt 22 wird der
Stößel bewegt, um den Knochen aus der Geflügelkeule
herauszupressen. Im Bereich 23 ist ein nicht dargestelltes
Messer vorgesehen, welches den Knochen von der Geflügelkeule
trennt. Der herunterfallende Knochen wird über ein in der
Zeichnung nicht dargestelltes Knochenband abtransportiert. Im
Bereich 24 wird die nunmehr entbeinte Geflügelkeule
abgestreift und über ein Transportband abtransportiert.
In Fig. 4 ist ein Ausschitt aus der Vorrichtung zum Entbeinen
gemäß Fig. 3 dargestellt. Die Darstellung entspricht im
wesentlichen einer Ansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 3 von
oben. Die Transportrichtung der Kettensysteme 15 und 16 ist
durch den Pfeil VI angedeutet. In der rechten Bildhälfte sind die
Auflagen 2 für die Geflügelkeulen erkennbar. An der mit 19
gekennzeichneten Stelle beginnt die Vorpressung. Bis zum Ende
der Vorpressung an der mit 20 markierten Stelle wird der
Preßklotz 6 mit dem Stößel 3 in Richtung der
Vorpreßvorrichtung 7 bewegt. Vor dem Ende der Vorpressung
wird der Knochenschaber 5 geschlossen.
Fig. 5 zeigt einen weiteren Ausschnitt aus der Vorrichtung zum
Entbeinen gemäß Fig. 3 und entspricht im wesentlichen einer
Ansicht der Vorrichtung gemäß Fig. 3 von unten. Die
Bewegungsrichtung der Kettensysteme 15 und 16 ist durch den
Pfeil VII angedeutet. Von der mit 21 markierten Stelle bis zu
der mit 22 markierten Stelle wird der Stößel 3 in Richtung des
Knochenschabers 5 bewegt. Der Preßklotz 6 verändert dabei
seine Stellung nicht. An der mit 23 markierten Stelle erfolgt das
Abtrennen des Knochens von der Geflügelkeule durch ein in der
Zeichnung nicht dargestelltes Messer. Die Geflügelkeule verbleibt
zunächst noch in der Vorrichtung und wird im Bereich 24
abgestreift. Während dessen werden Stößel 3 und Preßklotz 6
wieder in ihre Ausgangsposition zurückgeführt.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und
der Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln
als auch in beliebiger Kombination miteinander
erfindungswesentlich sein.
1
Geflügelkeule
2
Auflage
3
Stößel
4
Durchtrittsöffnung
5
Knochenschaber
6
Preßklotz
7
Vorpreßvorrichtung
8
Vorpreßelement
9
Vorpreßelement
10
Öffnung
11
Knochenschaberelemente
12
Durchgangsblech
13
Gummiteile
14
Führung
15
Kettensystem
16
Kettensystem
17
Säge
18
Einlegestelle
19
Beginn der Vorpressung
20
Ende der Vorpressung
21
Beginn der Stößelbewegung
22
Ende der Stößelbewegung
23
Abtrennung des Knochens von der Geflügelkeule
24
Abstreifbereich
Claims (10)
1. Vorrichtung zum Entbeinen von Fleischteilen, insbesondere
von Geflügelkeulen,
mit einer Transporteinheit, welche der Halterung und Führung der Fleischteile (1) dienende Auflagen (2) zur Bestimmung einer für das Entbeinen arbeitsgerechten Lage der Fleischteile (1) aufweist und
mit einer Entbeineinheit, welche einen Stößel (3) und einen mit dem Stößel (3) zusammenwirkenden, eine Durchtrittsöffnung (4) aufweisenden Knochenschaber (5) aufweist, wobei der Knochen des Fleischteils (1) beim Entbeinen in einer Verschieberichtung durch die Durchtrittsöffnung (4) geschoben wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Transportfolge vor der Entbeineinheit eine Sägeeinheit angeordnet ist, mittels der ein Gelenke und Sehnen enthaltener Teil (Fußgelenke udgl.) vom übrigen zu entbeinenden Fleischteil getrennt wird und
daß an der Entbeineinheit eine mit einem Preßklotz (6) zusammenwirkende Vorpreßvorrichtung (7) vorgesehen ist, welche das Fleischteil (1) relativ zum Knochenschaber (5) positioniert und den Knochen teilweise aus dem Fleischteil (1) in Richtung des Knochenschabers (5) herauspreßt.
mit einer Transporteinheit, welche der Halterung und Führung der Fleischteile (1) dienende Auflagen (2) zur Bestimmung einer für das Entbeinen arbeitsgerechten Lage der Fleischteile (1) aufweist und
mit einer Entbeineinheit, welche einen Stößel (3) und einen mit dem Stößel (3) zusammenwirkenden, eine Durchtrittsöffnung (4) aufweisenden Knochenschaber (5) aufweist, wobei der Knochen des Fleischteils (1) beim Entbeinen in einer Verschieberichtung durch die Durchtrittsöffnung (4) geschoben wird,
dadurch gekennzeichnet,
daß in Transportfolge vor der Entbeineinheit eine Sägeeinheit angeordnet ist, mittels der ein Gelenke und Sehnen enthaltener Teil (Fußgelenke udgl.) vom übrigen zu entbeinenden Fleischteil getrennt wird und
daß an der Entbeineinheit eine mit einem Preßklotz (6) zusammenwirkende Vorpreßvorrichtung (7) vorgesehen ist, welche das Fleischteil (1) relativ zum Knochenschaber (5) positioniert und den Knochen teilweise aus dem Fleischteil (1) in Richtung des Knochenschabers (5) herauspreßt.
2. Vorrichtung zum Entbeinen nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß an der Vorpreßvorrichtung (7) zwei in
einer quer zur Verschieberichtung verlaufenden Ebene
gegeneinander verschiebbare Vorpreßelemente (8, 9)
vorgesehen sind, welche in einer änderbaren
Vorpreßstellung nahe zueinander angeordnet sind und
gemeinsam eine Öffnung (10) in Form eines sich entgegen
der Verschieberichtung sich öffnenden Konus für den
Knochen begrenzen.
3. Vorrichtung zum Entbeinen nach Anspruch 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß der Knochenschaber (5) zwei in
einer quer zur Verschieberichtung verlaufenden Ebene
gegeneinander verschiebbare Knochenschaberelemente (11)
aufweist, welche in der Vorpreßstellung in einem weiteren
Abstand voneinander anordbar sind, und welche in einer
Auspreßstellung zum Zurückhalten des Fleischteils
unmittelbar nebeneinander anordbar sind und gemeinsam
eine Durchtrittsöffnung (4) zum Abschaben des Fleisches
vom Knochen aufweisen.
4. Vorrichtung zum Entbeinen nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß an den
Knochenschaberelementen (11, 12) im Bereich der
Durchtrittsöffnung (4) ein elastisches Element (13)
vorgesehen ist, welches sich in der Auspreßstellung um den
aus dem Fleischteil (1) herausgepreßten Abschnitt des
Knochens legt.
5. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Entbeineinheit in
Verschieberichtung ein Durchgangsblech (12) nachgeordnet
ist, mit einer zentralen Öffnung für den Durchgang des
Knochens.
6. Vorrichtung zum Entbeinen nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß zwei
Kettensysteme (15, 16) mit gemeinsamem Antrieb
vorgesehen sind, wobei das erste Kettensystem (15) die Teile
der Entbeineinheit antreibt und das zweite Kettensystem
(16) die Transporteinheit antreibt.
7. Vorrichtung zum Entbeinen nach Anspruch 6, dadurch
gekennzeichnet, daß der Stößel (3) und der Preßklotz (6)
über Führungen (14) mit dem ersten Kettensystem (15)
verbunden sind, wobei ihre Bewegungen über in eine Platte
eingefräste Kurvenbahnen vorgegeben sind.
8. Vorrichtung zum Entbeinen nach Anspruch 6 oder 7,
dadurch gekennzeichnet, daß die Vorpreßelemente (8, 9) und
die Knochenschaberelemente (11, 12) mit dem ersten (15)
Kettensystem verbunden sind.
9. Vorrichtung zum Entbeinen nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß ein Schneidelement
vorgesehen ist, welches den aus dem Fleischteil
herausgepreßten Knochen von dem Fleischteil trennt.
10. Verfahren zum Entbeinen von Fleischteilen, insbesondere
von Geflügelteilen, gekennzeichnet durch folgende
Verfahrensschritte:
daß das Fleischteil (1) auf eine Auflage (2) zur Bestimmung einer für das Entbeinen arbeitsgerechten Lage der Fleischteile gelegt wird (18),
daß zur Trennung von Sehnen und Knochenhaut zum Fleisch ein Abschnitt des Fleischteils, welcher ein Gelenk oder Teile eines Gelenks enthält, entfernt wird,
daß der Knochen durch eine Vorpreßvorrichtung (7) abschnittsweise aus dem Fleischteil (1) in Richtung eines geöffneten Knochenschabers (5) herausgepreßt wird,
daß der Knochenschaber (5) geschlossen und die Vorpreßvorrichtung (7) geöffnet wird, um den Knochen mittels eines Stößels (3) aus dem Fleischteil (1) herauszupressen,
daß der Knochenschaber (5) geöffnet wird, um ein Auspressen eines ein Gelenk oder Teile eines Gelenks aufweisenden Abschnitts des Knochens aus dem Fleischteil (1) zu ermöglichen,
daß der aus dem Fleischteil herausgepreßte Knochen mittels eines Messers von dem Fleischteil getrennt wird,
daß der Knochen und das entbeinte Fleischteil abtransportiert werden,
daß die Vorpreßvorrichtung geschlossen wird.
daß das Fleischteil (1) auf eine Auflage (2) zur Bestimmung einer für das Entbeinen arbeitsgerechten Lage der Fleischteile gelegt wird (18),
daß zur Trennung von Sehnen und Knochenhaut zum Fleisch ein Abschnitt des Fleischteils, welcher ein Gelenk oder Teile eines Gelenks enthält, entfernt wird,
daß der Knochen durch eine Vorpreßvorrichtung (7) abschnittsweise aus dem Fleischteil (1) in Richtung eines geöffneten Knochenschabers (5) herausgepreßt wird,
daß der Knochenschaber (5) geschlossen und die Vorpreßvorrichtung (7) geöffnet wird, um den Knochen mittels eines Stößels (3) aus dem Fleischteil (1) herauszupressen,
daß der Knochenschaber (5) geöffnet wird, um ein Auspressen eines ein Gelenk oder Teile eines Gelenks aufweisenden Abschnitts des Knochens aus dem Fleischteil (1) zu ermöglichen,
daß der aus dem Fleischteil herausgepreßte Knochen mittels eines Messers von dem Fleischteil getrennt wird,
daß der Knochen und das entbeinte Fleischteil abtransportiert werden,
daß die Vorpreßvorrichtung geschlossen wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998125090 DE19825090A1 (de) | 1998-06-05 | 1998-06-05 | Vorrichtung und Verfahren zum Entbeinen von Fleischteilen, insbesondere von Geflügelkeulen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998125090 DE19825090A1 (de) | 1998-06-05 | 1998-06-05 | Vorrichtung und Verfahren zum Entbeinen von Fleischteilen, insbesondere von Geflügelkeulen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19825090A1 true DE19825090A1 (de) | 1999-12-09 |
Family
ID=7869965
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1998125090 Withdrawn DE19825090A1 (de) | 1998-06-05 | 1998-06-05 | Vorrichtung und Verfahren zum Entbeinen von Fleischteilen, insbesondere von Geflügelkeulen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19825090A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102004005436B3 (de) * | 2003-12-02 | 2005-06-30 | Astor Schneidwerkzeuge Gmbh | Maschine zum Entbeinen von Geflügelschenkeln |
| CN113180089A (zh) * | 2021-04-25 | 2021-07-30 | 福建联创智业建设工程有限公司 | 一种超市用生肉锯骨机 |
| CN117940019A (zh) * | 2022-01-10 | 2024-04-26 | 广州工商学院 | 一种基于石金钱龟龟肉的功能性食品生产装置 |
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| EP0439784A1 (de) * | 1990-01-31 | 1991-08-07 | Jacobus E. Hazenbroek | Rotierende Vorrichtung zum Entfernen von Fleisch von Geflügelschenkeln |
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1998
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