DE19823988C2 - Stopfen für den Verschluß von Metallschmelze aufnehmenden Behältnissen - Google Patents
Stopfen für den Verschluß von Metallschmelze aufnehmenden BehältnissenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf einen Stopfen für den Ver
schluss von Metallschmelze aufnehmenden Behältnissen nach dem
Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. des Anspruchs 9.
Aus der DE 40 28 793 A1 ist eine Einrichtung zum Halten eines
feuerfesten, keramischen Stopfens bei einem metallurgischen
Gefäß an einem mit einem Gewinde versehenen Trägerrohr
bekannt, das in einen Einbauraum des Stopfens hineinragt.
Zwischen dem Stopfen und dem Trägerrohr sind im Bereich des
Einbauraumes Dichtflächen vorgesehen. Um zu erreichen, dass
der Stopfen keine Gewinde benötigt, ist auf das Gewinde des
Trägerrohrs eine Riegelmutter aufgeschraubt, die an ihrem
Außenumfang Nasen hat. Der Stopfen weist im Bereich des
Einbauraumes ferner Ausnehmungen als Anschläge für die Nasen
auf. Die Dichtfläche des Trägerrohres trifft beim Einschrauben
des Trägerrohres in die Riegelmutter auf die Dichtfläche des
Stopfens.
Aus der DE 43 24 768 C1 sind eine Anordnung zum Verbinden
einer Stopfenstange für ein metallurgisches Gefäß mit ihrer
Hebevorrichtung und eine für diese Anordnung geeignete
Stopfenstange bekannt. Die Anordnung umfasst einen Träger, an
dessen einem Ende eine Hebevorrichtung angreift und welcher
mit seinem anderen Ende in eine innere Längsausnehmung der
Stopfenstange hineinragt. Die Stopfenstange weist einen die
Längsausnehmung seitlich erweiterten Einbauraum auf, dessen
nach unten anschließende Seitenwandungen gekrümmt oder konisch
in die Längsausnehmung übergehen. Der Träger umfasst minde
stens ein Sperrglied, welches durch einen an die Längs
ausnehmung einführbaren Montagehilfsstab derart verlagerbar
ist, dass es aus dem Querschnitt des Trägers in den Einbauraum
hineinragt. Zum Lösen der Verbindung ist nach dem Lösen einer
Mutter, welche sich gegen die Stirnfläche der Stopfenstange
abstützt, lediglich die Stopfenstange auf dem Träger weiter
nach oben zu verlagern, wodurch die Sperrglieder selbsttätig
in den Querschnitt des Trägers zurückverlagert werden und die
Stopfenstange nach unten von dem Träger abgezogen werden kann.
Hierdurch soll es möglich sein, den Einbauraum in mehrfach
verwendbare Einpresshülsen einzuarbeiten, die beim iso
statischen Pressen des keramischen Stopfenstangenmaterials mit
eingepresst werden.
Aus der EP-A-0 358 535 ist ein Stopfen bekannt, bei welchem
eine metallene Einsatzhülse in einem Abstand von dem oberen
Ende des stangenförmigen Stopfenkörpers verpresst und mit ihm
gebrannt wird und welcher eine Gewindebohrung koaxial zu der
Bohrung des Stopfenkörpers aufweist, in welche eine mit
Außengewinde versehene metallene Haltestange einzuschrauben
ist. Hinsichtlich Fertigung und Montage ist dieser Stopfen
daher in mehrfacher Hinsicht aufwendig und teuer.
Bei dem aus der US-A-4 791 978 bekannten Stopfen wird ein mit
Außengewinde versehenes rohrförmiges Passstück in eine
konische und mit Gegengewinde versehenen Aussparung am oberen
Ende des Stopfens unmittelbar eingeschraubt. Eine derartige
Befestigung des Stopfens an einer Hubvorrichtung ist problema
tisch, weil der verbleibende verhältnismäßig dünnwandige
Bereich des oberen Endes des Stopfenkörpers den bei Betätigung
des Hubmechanismus auftretenden Kräften nicht standhalten
kann.
Aus der DE-U-91 09 532 ist ein Stopfen als Regelventil für
Ausgüsse in metallurgischen Schmelzgefäßen bekannt, bei
welchem die Durchgangsbohrung des Stopfenkörpers am gas
einlassseitigen oberen Ende eine ringförmige Stufe aufweist.
Auf der Stufe liegt eine Dichtung aus temperaturbeständigem
Werkstoff. Eine metallene Stopfenstange ragt von oben in die
Durchgangsbohrung und liegt mit einem erweiterten Abschnitt
auf der Dichtung auf. Eine zylinderförmige feuerfeste
keramische Manschette ist mit einem Außengewinde in dem oberen
erweiterten Abschnitt der Durchgangsbohrung in ein korrespon
dierendes Innengewinde des Stopfenkörpers eingeschraubt und
unter Presssitz gegen den Haltering der Stopfenstange
festgelegt. Die Stopfenstange überragt mit ihrem oberen freien
Ende den Stopfenkörper und ist mit ihrem unterhalb des
Halteringes verlaufenden freien Ende über eine Teilstrecke in
die Durchgangsbohrung des Stopfenkörpers eingeführt. Diese
Ausführung erfordert eine Gewindeverbindung zwischen der
keramischen Manschette und dem Stopfenkörper, welche die
Montage erschwert.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, einen Stopfen der
eingangs genannten Art vorzuschlagen, welcher einfach im
Aufbau, leicht montierbar und dauerhaft relativ zu dem
Hubmechanismus festlegbar ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Stopfen der
eingangs genannten Art gemäß Anspruch 1 gelöst.
Auf diese Weise ist eine einfache und schnelle Montage der
Haltestange an dem Stopfenkörper möglich, ebenso wie eine
Demontage bei Verschleiß oder Defekt der Einsatzhülse. Die
Einsatzhülse erlaubt eine einfache Anbringung der Schlitze und
der Arretierungsaussparungen. Die Haltestange braucht bei
Montage und Demontage gegenüber dem Stopfenkörper nur um einen
geringen Winkel von bspw. 90° verdreht zu werden, um mit den
Verriegelungsvorsprüngen in den nach unten stirnseitig offenen
Verriegelungsaussparungen eingreifen zu können. Ein aufwendi
ges Verschrauben der beiden Teile mit einer temperatur- und
schmutzanfälligen Gewindeverbindung ist ebenfalls vermieden.
Eine besondere einfache Ausgestaltung der Erfindung ist dann
verwirklicht, wenn die Längsschlitze von dem oberen Ende der
Einsatzhülse des Stopfenkörpers bis in einen Freiraum
unterhalb der Einsatzhülse für das Verdrehen der Haltestange
mit den Verriegelungsvorsprüngen reichen.
Um einen festen Sitz des Stopfenkörpers an der Haltestange
trotz für die Leichtgängigkeit der Montage eingehaltener
Toleranzen zu gewährleisten, ist bei einer weiteren Ausgestal
tung des Erfindungsgedankens die Haltestange in Verriegelungs
stellung gegenüber der Einsatzhülse des Stopfenkörpers axial
verspannbar.
Zu diesem Zweck kann die Haltestange ein Außengewinde für die
Aufnahme einer Festspannmutter aufweisen, welche dazu geeignet
ist, sich ggf. unter Zwischenlage eines Unterlegringes,
welcher einen größeren Querschnitt als die festspannende
Mutter haben kann, an einer oberen, vorzugsweise ebenen
Stirnfläche des Stopfenkörpers abzustützen. Auf diese Weise
wird durch Anziehen der Festspannmutter die Haltestange mit
ihren Verriegelungsvorsprüngen in die Arretierungsaussparungen
bis zum Anschlag gezogen. Wenn das obere Ende des Stopfenkör
pers eine ebene Stirnfläche aufweist, kann sich die Festspann
mutter bzw. der Unterlegring vollflächig abstützen.
Für den Fall, dass der Stopfen auch eine Zuführung von Gas in
die Metallschmelze, bspw. von Argongas, zur Beseitigung von
nicht-metallischen Einschlüssen und zur Vermeidung der
Aluminiumoxid-Bildung, weist die Haltestange eine bis in den
Freiraum des Stopfenkörpers reichende Längsbohrung auf und an
dem Freiraum schließ eine Längsbohrung des Stopfenkörpers für
die Zuführung des Gases in die Metallschmelze an. Die in
Strömungsverbindung stehenden Längsbohrungen sind dabei
vorzugsweise axial zueinander ausgerichtet.
Bei einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung sind die
Verriegelungsvorsprünge zapfenartig ausgebildet und form-
und/oder kraftschlüssig, aber lösbar, in den Arretierungsaus
sparungen aufnehmbar. Auf diese Weise kann bereits eine
Vorfixierung der Haltestange in der Verriegelungsstellung
gegenüber dem Stopfenkörper gewährleistet werden, so dass ein
axiales Verspannen der Haltestange gegenüber dem Stopfenkörper
ggf. entbehrlich ist.
Bei mehr als zwei Verriegelungsvorsprüngen sind diese in
gleichem Winkelabstand über den Umfang der Haltestange
verteilt angeordnet. Werden bspw. drei Verriegelungsvorsprünge
vorgesehen, so befinden sich diese in einem Winkelabstand von
120°, statt 180° bei zwei Verriegelungsvorsprüngen, so dass
zur Überführung der Haltestange in ihre Verriegelungsstellung
lediglich eine Verdrehung der Haltestange um 60° erforderlich
ist, da sich die Arretierungsaussparungen, um jeweils 60°
gegenüber den dann drei Längsschlitzen versetzt in dem
Stopfenkörper befinden.
Für den Fall der Gaszuführung ist es zweckmäßig, unerwünschten
Gasaustritt zu vermeiden. Dies kann erfindungsgemäß auf
einfach Weise bspw. dadurch erfolgen, dass die Haltestange an
ihrem Umfang gegenüber dem Stopfenkörper abgedichtet ist,
insbesondere mittels eines temperaturbeständigen Dichtungs
ringe, z. B. in Form einer keramischen, kompressiblen Faser
dichtung, zwischen Unterlegring und Stopfenkörper.
Eine andere Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen Stopfens für
den Verschluss von Metallschmelze aufnehmenden Behältnissen
ist in Anspruch 9 angegeben. Die Einsatzhülse wird bei der
Herstellung des Stopfenkörpers mitgeformt bzw. mit eingeformt,
wobei der Umfangsflansch in einer entsprechenden Ringaus
sparung des Stopfenkörpers zu liegen kommt bzw. einen
entsprechenden Ringbereich des Stopfenkörpers einnimmt. Der
Ringbereich entsteht beim Brennen des Stopfenkörpers durch
Ausbrand eines geeigneten Füllmaterials.
Für den Fall der Gaszufuhr kann zwischen der oberen Stirn
fläche des Umfangsflansches und der zugeordneten Ringfläche
des Stopfenkörpers ein temperaturbeständiger Dichtungsring,
z. B. in Form einer keramischen kompressiblen Faserdichtung,
vorgesehen, bspw. in das entsprechende Feuerfestmaterial
eingebettet sein.
Vorzugsweise ist hierbei die Einsatzhülse relativ zu dem
Stopfenkörper axial beweglich und infolgedessen derart
verspannbar, dass sich die obere Stirnfläche des Umfangsflan
sches dichtend gegen die zugeordnete Ringfläche des Stopfen
körpers legt.
Der Umfangsflansch kann zur Verdrehsicherung der Einsatzhülse
relativ zu dem Stopfenkörper einen unrunden Umfang zum
Eingriff in eine außen entsprechend unrunde Ringaussparung des
Stopfenkörpers aufweisen. So kann der Flansch z. B. an einer
oder mehreren Stellen abgeflacht sein.
Wenn in bzw. an der oberen Stirnfläche des Umfangsflansches
und/oder der zugeordneten Ringfläche des Stopfenkörpers ein
Dichtungsring, z. B. in Form einer keramischen kompressiblen
Faserdichtung, angeordnet ist, entsteht eine entsprechende
Flächenpressung zur Erhöhung der Dichtigkeit unter Kompression
des Dichtungsringes.
Zum Verspannen der Einsatzhülse gegenüber dem Stopfenkörper
wird bei dieser Ausführung der Erfindung vorgeschlagen, dass
die Einsatzhülse mit dem unteren Ende der Haltestange, z. B.
über Gewinde, lösbar verbindbar und die Haltestange eine auf
ein Außengewinde aufgenommene Festspannmutter trägt, welche
dazu geeignet ist, sich, ggf. unter Zwischenlage eines
Unterlegrings, an der oberen Stirnfläche des Stopfenkörpers
und ggf. der Einsatzhülse abzutützen. Nachdem die Haltestange
mit der Einsatzhülse, ggf. durch Verschrauben oder sonstiges
Verriegeln, axial fest verbunden ist, bewirkt ein Anziehen der
Festspannmutter und deren Abstützen auf der Oberseite des
Stopfenkörpers ein nach Obenziehen der Einsatzhülse relativ
zu dem Stopfenkörper, bis die obere Stirnfläche des Umfangs
flansches, ggf, unter Zwischenlage des Dichtungsringes, an der
unteren Ringfläche des Stopfenkörpers dichtend angepresst
anliegt.
Für den Fall der Gaszuführung können auch bei dieser alterna
tiven Ausführung der Erfindung sowohl die Haltestange als auch
der Stopfenkörper eine Längsbohrung für die Zuführung des
Gases in die Metallschmelze aufweisen. Für die erforderliche
Abdichtung kann, wie bereits erörtert, gesorgt werden.
Um der Einsatzhülse die erforderliche Querschnittsdimensionie
rung für die Aufnahme der bei Betätigung des Hubmechanismus
auftretenden Kräfte zu geben, ist sie vorzugsweise in einem
ggf. erweiterten, sacklochartigen Endabschnitt der Längs
bohrung des Stopfenkörpers angeordnet, welche sich zu der
Ringaussparung erweitert.
Gemäß einer weiteren Ausführung fluchtet die Einsatzhülse in
ihre Einspannlage an ihrem oberen Ende mit dem oberen Ende des
Stopfenkörpers oder ist geringfügig zurückgesetzt, so dass das
erforderliche Maß an Abdichtung der Einsatzhülse gegenüber dem
Stopfenkörper im Bereich des Umfangsflansches erzielt wird.
Für einen Toleranzausgleich und zur weiteren Abdichtung können
zusätzliche Dichtungsringe zwischen den einander zugeordneten
Stirnflächen von Stopfenkörper einerseits und Unterlegscheibe
bzw. Festspannmutter andererseits und/oder Einsatzhülse
einerseits und Unterlegscheibe bzw. Festspannmutter anderer
seits vorgesehen sein.
Die Einsatzhülse kann in üblicher Weise aus Metall, bspw.
Stahl bestehen. Es ist aber auch möglich, sie aus z. B.
feuerfesten Material herzustellen, welches vorzugsweise höhere
Festigkeitswerte aufweist als das Feuerfestmaterial des
Stopfenkörpers, um den bei Betätigung des Hubmechanismus
einwirkenden Zug- und Druckkräften standhalten zu können.
Weitere Vorteile und Anwendungsmöglichkeiten der Erfindung
ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung von Aus
führungsbeispielen anhand der Zeichnung.
Es zeigen:
Fig. 1 in einem vertikalen Teilschnitt einen die Erfindung aufweisenden
Stopfen gemäß einer ersten Ausführung,
Fig. 2 eine Draufsicht des Stopfenkörpers aus Richtung A von Fig. 1
nach Abnahme der Haltestange,
Fig. 3a
und 3b um 90° versetzte Vertikalschnitte einer erfindungsgemäßen
Haltestange mit Verriegelungsvorsprüngen,
Fig. 4 eine Darstellung entsprechend Fig. 1 für eine alternative
Ausführung der Erfindung, und
Fig. 5 einen Vertikalschnitt des oberen Abschnittes des Stopfenkörpers
nach einem ersten Herstellungsschritt der Einformung der
Einsatzhülse in den Stopfenkörper.
Gemäß den Fig. 1 bis 3b weist der Stopfen für den Verschluß von
Metallschmelze aufnehmenden Behältnissen einen in diesem Fall
stangenförmigen Stopfenkörper 1 aus feuerfestem Material auf. Der
Stopfenkörper 1 hat eine stirnseitige ggf. erweiterte Bohrung 3, welche sich im
wesentlichen koaxial in einer Längsbohrung 16 fortsetzt, welche für diese
Gaszufuhr zur Metallschmelze bis zum freien Ende des Stopfenkörpers 1
reicht. Die Bohrung 3 dient dem lösbaren Eingriff einer z. B. metallenen
Haltestange 4 für das Anbringen an einem (nicht dargestellten)
Hubmechanismus, damit der Stopfen als Ventilglied eines Verschlusses am
Boden des Metallschmelze aufnehmenden Behältnisses eingesetzt werden
kann.
Die Haltestange 4 hat an ihrem unteren Befestigungsende 5 zwei diametral
einander gegenüberliegende, vom Umfang der Haltestange 4 radial nach
außen ragende zylinderzapfenartig ausgebildete Verriegelungsvorsprünge 6.
Die Verriegelungsvorsprünge 6 können durch entsprechend um 180°
zueinander versetzte Längsschlitze 7 des Stopfenkörpers 1 bis in eine axiale
Lage überführt werden, in welcher die Verriegelungsvorsprünge 6 in einem sich
unterhalb einer unteren Stirnfläche 9 des Stopfenkörpers 1 vorgesehenen
Freiraum 10 mit der Haltestange 4 verdrehen lassen, und zwar insbesondere
bis in eine Stellung, in welcher sie mit zur unteren Stirnseite 9 der Einsatzhülse
2 offenen Arretierungsaussparungen 8 ausgerichtet sind und durch Ziehen der
Haltestange 4 axial nach oben in diese Arretierungsaussparungen 8 eintreten
und ggf. einrasten können. Auf diese Weise ist ein Verdrehen des
Stopfenkörpers 1 relativ zu der Haltestange 4 verhindert. Außerdem nehmen
Stopfenkörper 1 und Haltestange 4 eine definierte axiale Stellung zueinander
ein.
In der in Fig. 1 veranschaulichten Stellung der Haltestange 4 relativ zu dem
Stopfenkörper 1 lassen sich beide Teile axial gegeneinander verspannen. Zu
diesem Zweck trägt die Haltestange 4 ein Außengewinde 11 für die Aufnahme
einer Festspannmutter 12 jedenfalls in einem Bereich, welcher aus dem
Stopfenkörper 1 herausragt. Die Festspannmutter 12 ist dazu geeignet, sich
unter Zwischenlage eines Unterlegringes 13 an der oberen Stirnfläche 14 des
Stopfenkörpers 1 abstützen.
Für die Zuführung von Gas, wie Argon, in die Metallschmelze, weisen sowohl
der Stopfenkörper 1 als auch die Haltestange 4 durchgehende
Längsbohrungen 3, 16 bzw. 17 für die Zuführung des Gases auf. Die jeweiligen
Bohrungen 3, 6, 17 stehen über den Freiraum 10 in Strömungsverbindung
zueinander und sind axial zueinander ausgerichtet.
Bei mehr als zwei Verriegelungsvorsprüngen 6 sind diese ebenfalls in gleichem
Winkelabstand über den Umfang der Haltestange 4 verteilt angeordnet, also
bspw. drei Verriegelungsvorsprünge 6 im Abstand von 120°. Dem entspricht
dann auch die Anzahl und Anordnung der Längsschlitze 7 des Stopfenkörpers
1 sowie die jeweils um die Hälfte des Winkelabstandes der Längsschlitze 7
versetzte Anordnung der Arretierungsaussparungen 8, in welche die
Verriegelungsvorsprünge 6 form- und/oder kraftschlüssig eingreifen.
Zur Abdichtung der Gaszufuhr nach außen können temperaturbeständige
Dichtungsringe 19, z. B. in Form einer keramischen kompressiblen
Faserdichtung, zwischen Unterlegring 13 und Stopfenkörper 1 vorgesehen
sein. Die erforderliche Dichtigkeit wird insbesondere beim axialen Festspannen
der Haltestange 4 an dem Stopfenkörper 1 mittels der Festspannmutter 12
erzielt.
Bei der in den Fig. 4 und 5 veranschaulichten alternativen Ausführung eines
erfindungsgemäßen Stopfens weist eine Einsatzhülse 2 im Abstand von dem
oberen Ende des Stopfenkörpers 1 einen radialen in einem an die
Längsbohrung 16 angrenzende Ringaussparung 27 hineinragenden
Umfangsflansch 20 auf, welcher geeignet ist, mit seiner oberen Stirnfläche 21
dichtend an der entsprechend zugeordneten Ringfläche 23 des Stopfenkörpers
1 anzuliegen. Zwischen der oberen Stirnfläche 21 des Umfangsflanschs 20 und
der zugeordneten Ringfläche 23 des Stopfenkörpers 1 ist ein temperatur
beständiger Dichtungsring 19, z. B. in Form einer keramischen kompressiblen
Faserdichtung, vorgesehen.
In dem dargestellten Fall ist die Einsatzhülse 2 relativ zu dem Stopfenkörper 1
axial verspannbar. Zu diesem Zweck wird bei der Herstellung (vgl. Fig. 5)
sichergestellt, daß der Umfangsflansch 20 in die Ringaussparung 27 des
Stopfenkörpers 1 zu liegen kommt, welche eine größere axiale Höhe hat, als
der Umfangsflansch 20 selbst. Praktisch geschieht dies dadurch, daß beim
Einformen oder Mitformen der Einsatzhülse 2 aus Metall oder
metallummantelten keramischem Material ein Ringkörper 26 aus einem
ausbrennbaren Material, wie Polyprophylen, mit eingeformt wird, welcher
unmittelbar benachbart am Umfangsflansch 20 angeordnet ist und den
gleichen Außendurchmesser wie dieser aufweist. Beim Brennen des
Stopfenkörpers 1 wird der Ringkörper 26 ausgebrannt, so daß sich der
Umfangsflansch 20 in der Ringaussparung 27 und damit die Einsatzhülse 2 in
dem Endabschnitt 18 der Längsborhung 16 insgesamt axial relativ zu dem
Stopfenkörper 1 bewegen kann.
Auf der dem Ringkörper 26 zugewandten und damit oberen Stirnfläche 21 des
Umfangsflansches 2 befindet sich der kompressible Dichtungsring 19, welcher
beim Verspannen der Haltestange 4 mit der Einsatzhülse 2 und damit dem
Stopfenkörper 1 zwischen der oberen Stirnfläche 21 des Umfangsflanschs 20
und der oberen Ringfläche 23 des Stopfenkörpers 1 zusammengepreßt wird.
Zum Verspannen der Einsatzhülse 2 gegenüber dem Stopfenkörper 1 ist die
Einsatzhülse 2 mit dem unteren Ende der Haltestange 4, z. B. durch
Verschrauben, lösbar verbindbar. Zu diesem Zweck hat die Haltestange 4 ein
Außengewinde 11 und die Einsatzhülse 2 in ihrem oberen Bereich ein
Innengewinde 25. Auf das Außengewinde 11 der Haltestange 4 kann eine
Festspannmutter 12 aufgenommen werden, welche dazu geeignet ist, sich
unter Zwischenlage eines Unterlegringes 13 an der oberen Stirnfläche 14, 15
des Stopfenkörpers 1 bzw. der Einsatzhülse 2 abzustützen. Durch Anziehen
der Festspannmutter 12 wird also die Einsatzhülse 2 relativ zu dem
Stopfenkörper 1 axial nach oben gezogen, bis die Einsatzhülse 2 entweder mit
ihrem Umfangsflansch 20 an der oberen, die Ringaussparung 27 des Stopfen
körpers 1 begrenzenden Stirnfläche 23, ggf. unter Zwischenlage des
Dichtungsringes 19, oder mit ihrer oberen Stirnfläche 15 an dem Unterlegring
13 bzw. der Festspannmutter 12 anschlägt. Dabei können zwischen den
letztgenannten Teilen ebenfalls Dichtungsringe in Form von keramischen
kompressiblen Faserdichtungen vorgesehen sein.
Neben der Einsatzhülse 2 weisen sowohl der Stopfenkörper 1 als auch die
Haltestange 4 durchgehende Längsbohrung 16, 17 für die Zuführung eines
Gases in die Metallschmelze auf. Die genannten Bohrungen 3, 16, 17 stehen
über die Ringaussparung 27 in Strömungsverbindung zueinander und sind
axial zueinander ausgerichtet.
Wie aus den Fig. 4 und 5 ersichtlich, ist die Einsatzhülse 2 in einem
erweiterten sacklochartigen oberen Endabschnitt 18 der Längsbohrung 16 des
Stopfenkörpers 1 angeordnet, so daß der Einsatzhülse 2 die erforderliche
Querschnittsbemessung gegeben werden kann. Die Einsatzhülse 2 braucht
nicht aus Metall zu bestehen, sie kann auch aus metallummantelten
feuerfestem Material gebildet sein und zusammen mit dem übrigen Teil des
Stopfenkörpers 1 geformt werden, wobei der Stopfenkörper 1 dann im Bereich
der Einsatzhülse 2 vorzugsweise aus Feuerfestmaterial höherwertiger Qualität,
d. h. höhere Zug- und Druckfestigkeit gebildet ist, um die auftretenden Zug- und
Druckkräfte aufnehmen zu können, welche bei Betätigung des
Hubmechanismus übertragen werden müssen.
1
Stopfenkörper
2
Einsatzhülse
3
Bohrung des Stopfenkörpers
1
4
Haltestange
5
Befestigungsende der Haltestange
4
6
Verriegelungsvorsprünge der Haltestange
4
7
Längsschlitze
8
Arretierungsaussparungen
9
untere Stirnfläche des Stopfenkörpers
1
10
Freiraum
11
Außengewinde der Haltestange
4
12
Festspannmutter
13
Unterlegring
14
obere Stirnfläche des Stopfenkörpers
1
15
innerer Stirnflächenbereich
16
Längsbohrung des Stopfenkörpers
1
17
Längsbohrung der Haltestange
4
18
Endabschnitt der Längsbohrung
16
19
Dichtungsring
20
Umfangsflansch
21
obere Stirnfläche des Umfangsflanschs
20
22
untere Stirnfläche des Umfangsflanschs
20
23
obere Ringfläche des Stopfenkörpers
1
24
untere Ringfläche des Stopfenkörpers
1
25
Innengewinde der Einsatzhülse
2
26
Ringkörper
27
Ringaussparung
Claims (18)
1. Stopfen für den Verschluss von Metallschmelze auf
nehmenden Behältnissen, mit einem z. B. stangenförmigen
Stopfenkörper (1) aus feuerfestem Material, welcher eine
Bohrung (3) für den lösbaren Eingriff einer z. B. metallenen
Haltestange (4) für das Anbringen an einem Hubmechanismus
aufweist, wobei der Haltestange (4) an ihrem Befestigungsende
(5) wenigstens zwei diametral einander gegenüberliegende,
bezüglich der Haltestange (4) radial nach außen ragende
Verriegelungsvorsprünge (6) zugeordnet sind, welche durch
entsprechende zueinander winkelversetzte, an die Bohrung (3)
angrenzende Längsschlitze (7) bis in eine axiale Lage
überführbar sind, in welcher die Haltestange (4) mit den
Verriegelungsvorsprüngen (6) gegenüber dem Stopfenkörper (1)
bis in eine Stellung verdrehbar ist, in welcher die Verriege
lungsvorsprünge (6) durch Bewegung in Richtung axial zum
oberen Ende des Stopfenkörpers (1) hin in entsprechend
zueinander winkelversetzte Arretierungsaussparungen (8) des
Stopfenkörpers (1) eintreten können, dadurch gekennzeichnet,
dass die Verriegelungsvorsprünge (6) an der Haltestange (4)
selbst aufgebracht sind und von deren Umfang radial nach außen
stehen, dass der Stopfenkörper (1) eine Einsatzhülse (2) für
die Aufnahme der Längsschlitze (7) aufweist und dass die
Arretierungsaussparungen (8) sich zu einer nach unten
weisenden Stirnfläche (9) der Einsatzhülse (2) des Stopfenkör
pers (1) hin öffnen.
2. Stopfen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die
Längsschlitze (7) von dem oberen Ende der Einsatzhülse (2) des
Stopfenkörpers (1) bis in einen Freiraum (10) unterhalb der
Einsatzhülse (2) für das Verdrehen der Haltestange (4) mit den
Verriegelungsvorsprüngen (6) reichen.
3. Stopfen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet,
dass die Haltestange (4) in Verriegelungsstellung gegenüber
der Einsatzhülse (2) des Stopfenkörpers (1) axial verspannbar
ist.
4. Stopfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Haltestange (4) ein Außengewinde (11)
für die Aufnahme einer Festspannmutter (12) aufweist, welche
dazu geeignet ist, sich, ggf. unter Zwischenlage eines
Unterlegringes (13), an einer oberen, vorzugsweise ebenen
Stirnfläche (14) des Stopfenkörpers (1) abzustützen.
5. Stopfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Haltestange (4) eine bis in den
Freiraum (10) des Stopfenkörpers (1) reichende Längsbohrung
(17) aufweist und sich an den Freiraum (10) eine Längsbohrung
(16) des Stopfenkörpers (1) für die Zuführung eines Gases in
die Metallschmelze anschließt.
6. Stopfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Verriegelungsvorsprünge (6) zapfen
artig ausgebildet und form- und/oder kraftschlüssig in den
Arretierungsaussparungen (8) aufnehmbar sind.
7. Stopfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass bei mehr als zwei Verriegelungsvor
sprüngen (6) diese in gleichem Winkelabstand über den Umfang
der Haltestange (4) verteilt angeordnet sind.
8. Stopfen nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, dass die Haltestange (4) an ihrem Umfang
gegenüber dem Stopfenkörper (1) abgedichtet ist, insbesondere
mittels eines temperaturbeständigen Dichtungsringes (19), z. B.
in Form einer keramischen Faserdichtung, zwischen Unterlegring
(13) und Stopfenkörper (1).
9. Stopfen für den Verschluss von Metallschmelze auf
nehmenden Behältnissen, mit einem zum Beispiel stangenförmigen
Stopfenkörper (1) aus feuerfestem Material und mit einer
Einsatzhülse (2), welche mit dem Stopfenkörper (1) im
wesentlichen koaxial angeordnet ist und eine Bohrung (3) für
den lösbaren Eingriff einer zum Beispiel metallenen Haltestan
ge (4) für das Anbringen an einem Hubmechanismus aufweist,
wobei die Einsatzhülse (2) im Abstand von dem oberen Ende des
Stopfenkörpers (1) einen radialen Umfangsflansch (20)
aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Einsatzhülse (2)
im Bereich des oberen Endes des Stopfenkörpers (1) angeordnet
ist, dass der Umfangsflansch (20)geeignet ist, mit seiner
oberen Stirnfläche (21) dichtend an einer zugeordneten nach
unten weisenden Ringfläche (23) des Stopfenkörpers (1)
anzuliegen, und dass die Einsatzhülse (2) gegenüber dem
Stopfenkörper (1) axial verspannbar ist.
10. Stopfen nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass
zwischen der oberen Stirnfläche (21) des Umfangsflansches (20)
und der zugeordneten Ringfläche (23) des Stopfenkörpers (1)
ein temperaturbeständiger Dichtungsring (19), z. B. in Form
einer keramischen Faserdichtung, vorgesehen ist.
11. Stopfen nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet,
dass die Einsatzhülse (2) relativ zu dem Stopfenkörper (1)
derart axial verspannbar ist, dass sich die obere Stirnfläche
(21) des Umfangflansches (20) dichtend gegen die zugeordnete
Ringfläche (23) des Stopfenkörpers (1) legt.
12. Stopfen nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet,
dass der Umfangsflansch (20) einen unrunden Umfang zum
Eingriff in eine außen entsprechend unrunde Ringaussparung
(27) des Stopfenkörpers (1) aufweist.
13. Stopfen nach einem der Ansprüche 9 bis 12, dadurch
gekennzeichnet, dass der Dichtungsring (19) in bzw. an der
oberen Stirnfläche (21) des Umfangsflansches (20) und/oder der
zugeordneten Ringfläche (23) des Stopfenkörpers (1), z. B. in
Form einer keramischen Faserdichtung, angeordnet ist.
14. Stopfen nach einem der Ansprüche 9 bis 13, dadurch
gekennzeichnet, dass zum Verspannen der Einsatzhülse (2)
gegenüber dem Stopfenkörper (1) die Einsatzhülse (2) mit dem
unteren Ende der Haltestange (4), z. B. über Gewinde (11, 25),
lösbar verbindbar ist und die Haltestange (4) eine auf ein
Außengewinde (11) aufgenommene Festspannmutter (12) trägt,
welche dazu geeignet ist, sich, ggf. unter Zwischenlage eines
Unterlegringes (13), an der oberen Stirnfläche (14, 15) des
Stopfenkörpers (1) und ggf. der Einsatzhülse (2) abzustützen.
15. Stopfen nach einem der Ansprüche 9 bis 14, dadurch
gekennzeichnet, dass neben der Einsatzhülse (2) sowohl der
Stopfenkörper (1) als auch die Haltestange (4) eine Längs
bohrung (16, 17) für die Zuführung eines Gases in die
Metallschmelze aufweisen.
16. Stopfen nach einem der Ansprüche 9 bis 15, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einsatzhülse (2) in einem ggf.
erweiterten, sacklochartigen Endabschnitt (18) der Längs
bohrung (16) des Stopfenkörpers (1) angeordnet ist, welche
sich zu der Ringaussparung (27) erweitert.
17. Stopfen nach einem der Ansprüche 9 bis 16, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einsatzhülse (2) in ihrer Einspann
lage mit ihrem oberen Ende bis dicht unterhalb an das obere
Ende des Stopfenkörpers (1) reicht.
18. Stopfen nach einem der Ansprüche 9 bis 17, dadurch
gekennzeichnet, dass die Einsatzhülse (2) aus einem feuer
festen Material besteht, welches vorzugsweise eine höhere
Festigkeit als das Feuerfestmaterial des Stopfenkörpers (1)
aufweist.
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