DE19823781C5 - Lagerschale - Google Patents
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Abstract
Lagerschale,
insbesondere zur verdreh- und begrenzt kippbaren Lagerung eines
Kugelzapfens in einem Gelenkgehäuse
eines Kugelgelenks, bestehend aus einer einstückig aus Kunststoff gefertigten
Kugelschale (1), in der eine Gelenkkugel ober- und unterhalb ihrer Äquatorebene
(6) zumindest in einem kugelzonenförmigen Bereich (7) an der Innenfläche (3)
der Kugelschale (1) formschlüssig
anliegend lagerbar ist, wobei die eine geschlossene Mantelfläche (8)
aufweisende Kugelschale (1) mit sich in axialer Richtung im wesentlichen
meridional erstreckenden, elastisch verformbaren Abschnitten (2)
versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die elastisch verformbaren
Abschnitte (2) entweder als mit einem weichelastischen Material
aufgefüllte
nutenförmige
Ausnehmungen an der Innenfläche
(3) der Kugelschale (1) oder als mit einem weichelastischen Material
gefüllte
schlitzförmige Öffnungen
in der Mantelfläche
(8) der Kugelschale (1) ausgebildet sind, wobei die Kugelschale
(1) aufgrund der elastisch verformbaren Abschnitte (2) eine elastische
Verformungsfähigkeit
aufweist.
Description
- Die Erfindung betrifft eine Lagerschale, insbesondere zur verdreh- und begrenzt kippbaren Lagerung eines Kugelzapfens in einem Gelenkgehäuse eines Kugelgelenks, bestehend aus einer einstückig aus Kunststoff gefertigten Kugelschale, in der eine Gelenkkugel ober- und unterhalb ihrer Äquatorebene zumindest in einem kugelzonenförmigen Bereich an der Innenfläche der Kugelschale formschlüssig anliegend lagerbar ist. Die Erfindung bezieht sich ferner auf ein Kugelgelenk.
- Derartige Lagerschalen werden überlicherweise für Kugelgelenke verwendet, die insbesondere im Fahrzeugbau in den unterschiedlichsten Ausführungsformen bekannt sind. Die Kugelgelenke weisen in der Regel ein Gelenkgehäuse auf, in dem verdreh- und begrenzt kippbar ein eine Gelenkkugel aufweisender Kugelzapfen angeordnet ist. Um unabhängig von dem vorzugsweise aus Metall oder Kunststoff bestehenden Gelenkgehäuse die gewünschte Werkstoffpaarung und Reibungseigenschaften des Kugelsitzes zu erreichen, ist in dem Gelenkgehäuse eine Lagerschale angeordnet, welche die Gelenkkugel mit einer Preßpassung formschlüssig aufnimmt. Die einstückig aus Kunststoff gefertigten Lagerschalen weisen demzufolge eine Überdeckung gegenüber dem Äquator der Gelenkkugel auf, die vor allem deswegen erforderlich ist, um beim Auftreten von axialen Belastungskomponenten ein Herausreißen des Kugelzapfens aus dem Gelenkgehäuse zu verhindern.
- Im Stand der Technik ist es bekannt, zur Erzielung einer derartigen Überdeckung an den die oberhalb des Kugeläquators liegende Oberfläche der Gelenkkugel lagernden Teil der Lagerschale einen zylindrischen Teil anzuschließen, der bei der Montage von Lagerschale und Kugelzapfen den Durchtritt der Gelenkkugel ermöglicht, und der nach dem Einsetzen der mit der Lagerschafe versehenen Gelenkkugel in die Öffnung des Gelenkgehäuses durch Verformen des Gelenkgehäuserandes in eine kugelringförmige Gestalt umgeformt wird, so daß auch die unterhalb des Kugeläquators liegende Oberfläche der Gelenkkugel in der Lagerschale gelagert und die Überdeckung auf diese Weise hergestellt wird. Nachteilig hierbei ist, daß sich durch das Verformen der Lagerschale undefinierte Eigenspannungen bilden, aus denen lokal erhöhte Pressungszustände zwischen der Lagerschale und der benachbarten Gelenkkugel beziehungsweise dem Gelenkgehäuse resultieren, die mit der Gefahr mangelhafter Schmierung und Stick-Slip-Effekten einhergehen. Um definierte und über die Gelenklebensdauer gleichbleibende Gelenkeigenschaften zu erzielen, ist es daher erforderlich, die hervorgerufenen Eigenspannungen aufwendig durch thermische Nachbehandlung abzubauen.
- Um den montagemäßigen Aufwand zu reduzieren, ist bereits vorgeschlagen worden, die Lagerschale mit schlitzartigen Öffnungen zu versehen, die ein Verformen und damit ein Einsetzen der Gelenkkugel ermöglichen. Dies ist mit dem Nachteil verbunden, daß durch die Schlitze Schmutzpartikel eindringen können, die dann beispielsweise eine Korrosion des Kugelzapfens hervorrufen, welche die Gelenkeigenschaften und -lebensdauer erheblich beeinträchtigt. Zudem finden neuerdings zunehmend Herstellungsverfahren Anwendung, bei denen, nachdem die Lagerschale auf die Gelenkkugel aufgesetzt worden ist, der Kugelzapfen in eine geteilte Spritzgießform eingelegt und zur Fertigung des Gelenkgehäuses mit Kunststoff umspritzt wird. Da der Kunststoff mit hohem Druck in die Form eingebracht wird, besteht daher die Gefahr, daß Kunststoff durch die schlitzförmigen Öffnungen zwischen die Lagerschale und die Gelenkkugel gelangt, so daß das Kugelgelenk unbrauchbar wird.
- Aus der US-PS 3,411,815 ist eine Lagerschale bekannt, die sich in axialer Richtung im wesentlichen meridional erstreckende, verformbare Abschnitte in Form von nutenförmigen Ausnehmungen an der Innenfläche der Kugel schale aufweist. Bei der aus dieser Druckschrift vorbekannten Lagerschale ist es erforderlich, den zur Montage von Lagerschale und Gelenkkugel zunächst zylindrisch ausgebildetet Teil der Kugelschale unterhalb des Kugeläquators zu einer kugelringförmigen Gestalt zu formen, um die ein Her ausreißen des Kugelzapfens aus dem Gelenkgehäuse verhindernde Überdeckung zu erzielen. Bei diesem Gelenk ist es jedoch notwendig, die durch die Kaltumformung zwangsläufig hervorgerufenen Eigenspannungen durch eine thermische Nachbehandlung abzubauen, damit lokal erhöhte Pressungszustände zwischen der Lagerschale und der benachbarten Gelenkkugel bzw. dem Gelenkgehäuse abgebaut werden können, da sich andernfalls eine mangelhafte Schmierung ergibt und Stick-Slip-Effekte auftreten.
- Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Lagerschale dahingehend weiterzubilden, daß sich bei Vermeidung der zuvor beschriebenen Nachteile eine einfache und qualitätsverbessernde Herstellung erzielen läßt.
- Als Lösung der Aufgabe wird eine Lagerschale, insbesondere zur verdreh- und begrenzt kippbaren Lagerung eines Kugelzapfens in einem Gelenkgehäuse eines Kugelgelenks vorgeschlagen, bestehend aus einer einstückig aus Kunststoff gefertigten Kugelschale, in der eine Gelenkkugel ober- und unterhalb ihrer Äquatorebene zumindest in einem kugelzonenförmigen Bereich an der Innenfläche der Kugelschale formschlüssig anliegend lagerbar ist, wobei die eine geschlossene Mantelfläche aufweisende Kugelschale mit sich in axialer Richtung im wesentlichen meridional erstrekkenden, elastisch verformbaren Abschnitten versehen ist, und wobei die verformbaren Abschnitte als mit einem weichelastischen Material gefüllte Ausnehmungen ausgebildet sind, die ein elastisches Formänderungsvermögen aufweisen.
- Eine solchermaßen ausgestaltete Lagerschale weist die notwendige Verformungsfähigkeit auf, um beispielsweise eine Gelenkkugel zur Bildung eines Kugelgelenks einzusetzen, ohne daß plastische Deformationen der Schalenkontur auftreten. Durch die geschlossene Mantelfläche der Kugelschale ist zudem sichergestellt, daß keine Schmutzpartikel zwischen Lagerschale und Gelenkkugel eintreten können und die Lagerschale zur Herstellung des Gelenkgehäuses auch direkt umspritzt werden kann. Aufgrund der elastisch verformbaren Abschnitte ist es möglich, den Rest der Lagerschale beispielsweise aus einem harten Kunststoff zu fertigen, so daß eine langlebige Preßpassung der Gelenkkugel in der Lagerschale sichergestellt ist. Aufgrund der geschlossenen Mantelfläche ist hierbei sichergestellt, daß eine, beispielsweise in ein Gelenkgehäuse eingebaute, Lagerschale keine Korrosion des Kugelzapfens durch Eindringen von Schmutzpartikeln, Wasser oder dergleichen zwischen Lagerschale und Gelenkkugel verursacht.
- In einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung sind die elastisch verformbaren Abschnitte als nutenförmige Ausnehmung an der Innenfläche der Kugelschale ausgebildet. Dies bietet eine einfache und kostengünstige Fertigung, indem die Lagerschale beispielsweise durch Umspritzen eines Kernstempels hergestellt wird. Die nutenförmigen Ausnehmungen sorgen dabei für die notwendige Elastizität zum Entfernen des Kernstempels nach dem Spritzgießvorgang. Die Nuten können durch ein weichelastisches Material aufgefüllt sein.
- Von besonderem Vorteil ist es, die elastisch verformbaren Abschnitte gleichmäßig über die gesamte Man telfläche der Kugelschale verteilt anzuordnen, so daß sich in allen radialen Richtungen gleiche Federungseigenschaften der Lagerschale ergeben. Wird hingegen die Lagerschale für Kugelgelenke in einer Spurstange eines Fahrzeugs verwendet, so daß bei Kuvenfahrten unterschiedliche Seitenkräfte kompensiert werden müssen, um das Lenkverhalten des Fahrzeugs zu stabilisieren, so können gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung die elastisch verformbaren Abschnitte lediglich auf einen Teilbereich der Mantelfläche der Kugelschale verteilt angeordnet sein. Die sich daraus ergebenden unterschiedlichen Federungseigenschaften der Lagerschale ermöglichen das Auffangen der Stoßbelastung im Fahrbetrieb.
- Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sind die elastisch verformbaren Abschnitte sich von dem die aufnahmeseitige Öffnung der Kugelschale umgebenden Rand bis oberhalb der Äquatorebene des kugelzonenförmigen Bereichs der Innenfläche der Kugelschale erstreckend ausgebildet, so daß im Bereich der Überdeckung die erforderliche Verformungsfähigkeit zum Einsetzen einer Gelenkkugel beziehungsweise Entfernen eines Kernstempels gewährleistet ist, während im geschlossenen, kalottenförmigen Abschnitt der Kugelschale eine ausreichende Steifigkeit vorhanden ist, um beispielsweise die Lagerschale in einem Gelenkgehäuse zu verstemmen. Zweckmäßigerweise ist der die aufnahmeseitige Öffnung der Kugelschale umgebende Rand als kragenförmiger Flansch ausgebildet, der mit einer stirnseitigen Ringnut auf der Seite der Öffnung der Kugelschale und einem radialen Absatz auf der dieser gegenüberliegenden Seite versehen ist. Auf diese Weise läßt sich mittels eines korrespondierend ausgebildeten Befestigungselements, das in der stirnseitigen Nut zentriert wird und einen in den radialen Absatz eingreifenden Vorsprung aufweist, eine lösbare Schnappverbindung geschaffen, die beispielsweise ein Festlegen eines Dichtungsbalgs an der Lagerschale ermöglicht.
- Zweckmäßig ist ferner, wenn der die Öffnung der Kugelschale umgebende Rand auf der der Öffnung zugewandten Seite als sich konisch zum kugelzonenförmigen Bereich der Innenfläche der Kugelschale hin verjüngende oder stufenfömige Anschlagfläche ausgebildet ist, um den Winkelausschlag eines in der Kugelschale aufgenommenen Kugelzapfens zu begrenzen.
- Gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung ist an der äußeren Mantelfläche der Kugelschale eine Ringnut angeordnet, mittels der sich die Lagerschale durch Verstemmen, beispielsweise in einem Gelenkgehäuse, formschlüssig befestigen läßt. Um Maßtoleranzen bezüglich der Einbauhöhe eines beispielsweise Gelenkgehäuses durch lokale plastische Deformation des Lagerschalenwerkstoffes auszugleichen, ist gemäß einer weiteren vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ein ringförmiger Flansch vorgesehen, der an der Außenseite der Kugelschale konzentrisch zu deren geschlossenem kalottenförmigen Abschnitt angeordnet ist.
- Ferner wird ein Kugelgelenk, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einem eine Gelenkkugel aufweisenden Kugelzapfen, der verdreh- und begrenzt kippbar in einer in einem Gelenkgehäuse angeordneten Lagerschale gelagert ist, die an ihrer dem Kugelzapfen zugewandten Öffnung durch einen Dichtungsbalg abgedichtet ist, vorgeschlagen, daß sich durch die Verwendung der zuvor beschriebenen Lagerschale auszeichnet. Von besonderem Vorteil hierbei ist es, wenn die Lagerschale mittels der an ihrer äußeren Mantelfläche angeordneten Ringnut durch Verstemmen formschlüssig im Gelenkgehäuse des Kugelgelenks gehalten ist, um eine besonders einfache Befestigung zu erzielen. Schließlich wird vorgeschlagen, daß der Dichtungsbalg des Kugelgelenks durch eine Schnappverbindung lösbar an dem kragenförmigen Flansch der Lagerschale festlegbar ist, so daß eine einfache Montage einerseits und recyclinggerechtes Trennen andererseits sichergestellt sind.
- Gemäß einem vorteilhaften Vorschlag der Erfindung ist die Kugelschale im Umfangsbereich benachbart zur für das Verstemmen vorgesehenen Ringnut mit einem Wulstring versehen. Dieser Ring kann einstückig mit der Kugelschale ausgebildet sein oder aus einem zusätzlich aufgebrachten, vorzugsweise elastischen Material bestehen. Die Aufgabe dieses Wulstringes ist es, eine Dichtlippe zu bilden, die beim Einbringen beispielsweise in ein Gelenkgehäuse in die Ringnut verdrängt wird. Dadurch wird eine weitere Abdichtung des darunterliegenden Bereiches bewirkt. In vorteilhafter Weise kann die Ringnut über den Umfang gesehen unterschiedlichen Tiefen aufweisen. Dadurch ergibt sich automatisch durch die Ringnut eine Verdrehsicherung. Die Ringnut kann zu diesem Zweck auch beispielsweise sechskantförmig ausgebildet sein.
- Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile des Gegenstandes der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung bevorzugter Ausführungsbeispiele, die in der Zeichnung dargestellt sind, und zwar zeigen:
-
1 eine mit nutenförmigen Ausnehmungen versehene Kugelschale in einer Ansicht von unten; -
2 einen Längsschnitt gemäß der Schnittlinie II-II in1 ; -
2a einen Längsschnitt gemäß der Schnittlinie IIa-IIa in1 einer alternativen Ausführungsform und -
2b einen Längsschnitt gemäß der Schnittlinie IIb-IIb in1 einer weiteren alternativen Ausführungsform. - Die in
1 gezeigte Kugelschale1 weist fünf gleichmäßig über die gesamte Mantelfläche angeordnete nutenförmige Ausnehmungen2 auf, die sich in axialer Richtung im wesentlichen meridional an der Innenfläche3 der Kugelschale1 erstrecken, wie insbesondere auch aus2 ersichtlich ist. Die nutenförmigen Ausnehmungen2 verlaufen von dem die aufnahmeseitige Öffnung4 der Kugelschale1 umgebenden Rand5 bis oberhalb der Äquatorebene6 eines kugelzonenförmigen Bereichs7 der Innenfläche3 der Kugelschale1 . - Die in den
2 und2a dargestellten Kugelschalen1 weisen im Gegensatz zu der in2b gezeigten Kugelschale1 an der äußeren Mantelfläche8 eine Ringnut9 auf, die in der Zeichnung etwas oberhalb des Endes der nutenförmigen Ausnehmungen2 angeordnet ist. Unter Bildung einer ringförmigen Aussparung10 ist an der Außenseite der Kugelschale1 ein ringförmiger Flansch11 angeordnet, der einen geschlossenen kalottenförmigen Abschnitt12 der Kugelschale1 konzentrisch umgibt und in etwa auf Höhe der Ringnut9 an die Kugelschale1 angeformt ist. - Bei den in den
2a und2b gezeigten Ausführungsformen der Kugelschale1 ist der die Öffnung4 umgebende Rand5 als kragenförmiger Flansch13 ausgebildet, der mit einer stirnseitigen Ringnut14 auf der Seite der Öffnung4 und einem radialen Absatz15 auf der dieser gegenüberliegenden Seite versehen ist. Die der Öffnung4 zugewandte Seite des kragenförmigen Flansches13 ist als sich konisch zum kugelzonenförmigen Bereich7 der Innenfläche3 der Kugelschale1 hin verjüngende Anschlagfläche16 ausgebildet, die über einen Übergangsabschnitt17 in den kugelzonenförmigen Bereich7 der Innenfläche3 übergeht. Bei der in2 dargestellten Ausführungsform der Kugelschale1 hingegen ist der die Öffnung4 umgebende Rand5 auf der der Öffnung4 zugewandten Seite mit einem stufenförmigen Absatz18 versehen, der über eine sich konisch verjüngende Anschlagfläche16a in den kugelzonenförmigen Bereich7 der Innenfläche3 mündet. - Die einstückig aus Kunststoff spritzgegossene Kugelschale
1 weist aufgrund der nutenförmigen Ausnehmungen2 ausreichende Verformungselastizität auf, um nach dem Spritzgießen von einem im Inneren der Kugelschale1 befindlichen Kernstempel entformt zu werden, ohne daß eine plastische Deformation der Innenkontur der Kugelschale1 , insbesondere des für die formschlüssige Aufnahme der Gelenkkugel eines Kugelzapfens erforderlichen Preßsitzes im kugelzonenförmigen Bereich7 , auftritt. Indem die nutenförmigen Ausnehmungen2 lediglich an der Innenfläche3 der Kugelschale1 ausgebildet sind, ergibt sich zudem eine geschlossene Mantelfläche8 an der Außenseite der Kugelschale1 , die verhindert, daß Schmutzpartikel oder Wasser bei einem eingesetzten Kugelzapfen zwischen Kugelschale1 und der Gelenkkugel des Kugelzapfens gelangt. Auf diese Weise werden korrosionsbedingte Einflüsse auf den Kugelzapfen vermieden mit der Folge einer präzisen Gelenkbewegung und langen Lebensdauer. - Um die Kugelschale
1 in einfacher Weise, beispielsweise in einem Gelenkgehäuse, zu befestigen, ist die umlaufende Ringnut9 an der äußeren Mantelfläche8 vorgesehen, die bei Verstemmen in einem Gelenkgehäuse mit einem korrespondierenden Vorsprung ermöglicht, daß die Kugelschale1 durch Formschluß in dem Gelenkgehäuse festgelegt wird. Die umlaufende Ringnut9 schafft zudem eine definierte Endlage der Kugelschale1 in dem Gelenkgehäuse. Fertigungsbedingte Toleranzen des Gelenkgehäuses werden durch den ringförmigen Flansch11 kompensiert, indem dieser plastisch auf das Maß des Innendurchmessers einer zur Aufnahme der Kugelschale1 vorgesehenen Ausnehmung des Gelenkgehäuses deformierbar ist. - Einer einfachen und schnellen Befestigung eines Dichtungsbalgs an der Kugelschale
1 wird schließlich durch die Ringnut14 und den Absatz15 am kragenförmigen Flansch13 Rechnung getragen. Ein mit einem in die Ringnut14 eingreifenden Vorsprung versehenes Befestigungselement für den Dichtungsbalg ermöglicht dabei ein Zentrieren des Dichtungsbalgs auf der Kugelschale1 , während ein den Absatz15 umgreifender, elastischer Vorsprung des Befestigungselements dieses in Art einer Schnappverbindung an dem kragenförmigen Flansch13 festlegt. - Mit den zuvor beschriebenen Ausführungsformen einer Lagerschale läßt sich eine einfache und qualitätsverbessernde Herstellung erzielen. Hierzu trägt die aufgrund der nutenförmigen Ausnehmung
2 vorhandene elastische Verformungsfähigkeit der Kugelschale1 bei, die beim Entformen von einem Kernstempel nach dem Spritzgießen beziehungsweise beim Einsetzen der Gelenkkugel eines Kugelzapfens eine plastische Deformation der Innenkontur der Kugelschale1 verhindert. Durch die geschlossene Mantelfläche8 der Kugelschale1 ist zudem der für die langlebige Bewegungspräzision eines Kugelgelenks erforderliche Preßsitz der Gelenkkugel eines Kugelzapfens sichergestellt, der darüber hinaus keinen schädlichen Einflüssen, wie beispielsweise Eindringen von Wasser oder Schmutzpartikeln, unterliegt. Nicht zuletzt wird durch die Ausgestaltung des kragenförmigen Flansches13 in Art einer Schnappverbindung eine einfache Montage eines Dichtungsbalgs ermöglicht. - In den
2 ,2a und2b ist unter der Ringnut9 ein Dichtwulst19 gezeigt, welcher eine umlaufende Dichtlippe bildet. Beim Einbringen der Kugelschale beispielsweise in ein Gelenkgehäuse wird das Dichtwulstmaterial in die Ringnut verdrängt und erzeugt somit eine äußerst gute Abdichtung. Die Ringnut9 kann umlaufend unterschiedliche Tiefen aufweisen, so daß unterschiedliche Materialverstemmungen erzeugt werden, wodurch eine automatische Verdrehsicherung gebildet ist. Auch kann eine Mehrkantform der Ringnut oder des Dichtwulstes eine Verdrehsicherung unterstützen. -
- 1
- Kugelschale
- 2
- nutenförmige Ausnehmung
- 3
- Innenfläche
- 4
- Öffnung
- 5
- Rand
- 6
- Äquatorebene
- 7
- kugelzonenförmiger Bereich
- 8
- Mantelfläche
- 9
- Ringnut
- 10
- Aussparung
- 11
- ringförmiger Flansch
- 12
- kalottenförmiger Abschnitt
- 13
- kragenförmiger Flansch
- 14
- Ringnut
- 15
- Absatz
- 16
- Anschlagfläche
- 16a
- Anschlagfläche
- 17
- Übergangsabschnitt
- 18
- stufenfömiger Absatz
- 19
- Dichtwulst
Claims (11)
- Lagerschale, insbesondere zur verdreh- und begrenzt kippbaren Lagerung eines Kugelzapfens in einem Gelenkgehäuse eines Kugelgelenks, bestehend aus einer einstückig aus Kunststoff gefertigten Kugelschale (
1 ), in der eine Gelenkkugel ober- und unterhalb ihrer Äquatorebene (6 ) zumindest in einem kugelzonenförmigen Bereich (7 ) an der Innenfläche (3 ) der Kugelschale (1 ) formschlüssig anliegend lagerbar ist, wobei die eine geschlossene Mantelfläche (8 ) aufweisende Kugelschale (1 ) mit sich in axialer Richtung im wesentlichen meridional erstreckenden, elastisch verformbaren Abschnitten (2 ) versehen ist, dadurch gekennzeichnet, daß die elastisch verformbaren Abschnitte (2 ) entweder als mit einem weichelastischen Material aufgefüllte nutenförmige Ausnehmungen an der Innenfläche (3 ) der Kugelschale (1 ) oder als mit einem weichelastischen Material gefüllte schlitzförmige Öffnungen in der Mantelfläche (8 ) der Kugelschale (1 ) ausgebildet sind, wobei die Kugelschale (1 ) aufgrund der elastisch verformbaren Abschnitte (2 ) eine elastische Verformungsfähigkeit aufweist. - Lagerschale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elastisch verformbaren Abschnitte (
2 ) gleichmäßig über die gesamte Mantelfläche (8 ) der Kugelschale (1 ) verteilt angeordnet sind. - Lagerschale nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die elastisch verformbaren Abschnitte (
2 ) auf einem Teilbereich der Mantelfläche (8 ) der Kugelschale (1 ) verteilt angeordnet sind. - Lagerschale nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die elastisch verformbaren Abschnitte (
2 ) sich von dem die aufnahmeseitige Öffnung (4 ) der Kugelschale (1 ) umgebenden Rand (5 ) bis oberhalb der Äquatorebene (6 ) des kugelzonenförmigen Bereichs (7 ) der Innenfläche (3 ) der Kugelschale (1 ) erstreckend ausgebildet sind. - Lagerschale nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß der die aufnahmeseitige Öffnung (
4 ) der Kugelschale (1 ) umgebende Rand (5 ) als kragenförmiger Flansch (13 ) ausgebildet ist, der mit einer stirnseitigen Ringnut (14 ) auf der Seite der Öffnung (4 ) der Kugelschale (1 ) und einem radialen Absatz (15 ) auf der dieser gegenüberliegenden Seite versehen ist. - Lagerschale nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der die Öffnung (
4 ) der Kugelschale (1 ) umgebende Rand (5 ) auf der der Öffnung (4 ) zugewandten Seite als sich konisch zum kugelzonenförmigen Bereich (7 ) der Innenfläche (3 ) der Kugelschale (1 ) hin verjüngende oder stufenförmige Anschlagfläche (16 ,16a ) ausgebildet ist. - Lagerschale nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der äußeren Mantelfläche (
8 ) der Kugelschale (1 ) eine Ringnut (9 ) angeordnet ist. - Lagerschale nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch einen ringförmigen Flansch (
11 ), der an der Außenseite der Kugelschale (1 ) konzentrisch zu deren geschlossenem kalottenförmigen Abschnitt (11 ) angeordnet ist. - Kugelgelenk, insbesondere für Kraftfahrzeuge, mit einem eine Gelenkkugel aufweisenden Kugelzapfen, der verdreh- und begrenzt kippbar in einer in einem Gelenkgehäuse angeordneten Lagerschale gelagert ist, die an ihrer dem Kugelzapfen zugewandten Öffnung durch einen Dichtungsbalg abgedichtet ist, gekennzeichnet durch eine Lagerschale nach einem der Ansprüche 1 bis 8.
- Kugelgelenk nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß die Lagerschale (
1 ) mittels der an ihrer äußeren Mantelfläche (8 ) angeordneten Ringnut (9 ) durch Verstemmen formschlüssig im Gelenkgehäuse gehalten ist. - Kugelgelenk nach Anspruch 9 oder 10, dadurch gekennzeichnet, daß der Dichtungsbalg durch eine Schnappverbindung lösbar an dem kragenförmigen Flansch (
13 ) der Lagerschale (1 ) festlegbar ist.
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