DE19822779C1 - Ansetzmaschine - Google Patents
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Abstract
Bei einer Ansetzmaschine mit einem Maschinengestell, einem am Maschinengestell befestigten und zum Ansetzen von in eine Ansetzstellung überführten Ansetzelementen betreibbaren Ansetzwerkzeug und einem ebenfalls am Maschinengestell befestigten und zum Überführen der Ansetzelemente in die Ansetzstellung betreibbaren Zuführwerkzeug, das mit einem um eine bezüglich dem Maschinengestell festliegende Antriebsachse drehbaren Antriebselement hin- und hergehend bewegbar ist, wird der Einsatz eines Zuführwerkzeugs vorgeschlagen, das eine um eine bezüglich dem Maschinengestell festliegende Schwenkachse schwenkbare Zuführschwinge und ein einerseits gelenkig an die Zuführschwinge gekoppeltes und andererseits über ein Drehgelenk an dem Antriebselement befestigtes Kopplungselement aufweist, wobei das Drehgelenk mit dem Antriebselement um die Antriebsachse drehbar ist und eine parallel versetzt zur Antriebsachse verlaufende Gelenkachse aufweist.
Description
Die Erfindung betrifft eine Ansetzmaschine nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
Derartige Maschinen werden beispielsweise zum Ansetzen
von Knöpfen, Nieten o. dgl. an Bekleidungsstücke eingesetzt.
Diese Ansetzelemente sind im allgemeinen zweiteilig gebildet.
Zum Ansetzen eines derartigen zweiteiligen Ansetzelementes wird
der im allgemeinen bahnförmige Träger üblicherweise zunächst in
eine vorgegebene Position gebracht, in der er zwischen der An
setzstellung des ersten Ansetzelementteils und der Ansetzstel
lung des zweiten Ansetzelementteils angeordnet ist. Die in diese
Ansetzstellungen überführten Ansetzelementteile können dann mit
dem Ansetzwerkzeug formschlüssig miteinander verbunden werden,
wobei der Träger zwischen den Ansetzelementteilen eingeklemmt
wird. Dazu werden die Ansetzelementteile üblicherweise aus ent
sprechenden Magazinen über Zuführbahnen in Zuführkanäle geleitet
und innerhalb dieser Zuführkanäle mit dem Zuführwerkzeug in die
Ansetzstellungen überführt.
Bei einer in der DE 44 08 694 C1 offenbarten Ansetz
maschine zum Ansetzen von Knöpfen oder dergleichen wird dazu ein
Zuführwerkzeug in Form eines Stößelwagens eingesetzt, der mit
einer zentrisch gelagerten Kreuzschubkurbel längs der Zuführka
näle hin- und hergehend bewegt wird. Dazu ist der Stößelwagen
mit einem quer zur Bewegungsrichtung verlaufenden Führungs
schlitz versehen, in dem eine an der Kreuzschubkurbel befestigte
Laufrolle aufgenommen ist. Bei einer Drehbewegung der Kreuz
schubkurbel umläuft die Laufrolle die Kreuzschubkurbelachse und
vermittelt so die hin- und hergehende Bewegung des Stößelwagens,
wobei sie innerhalb des Führungsschlitzes quer zur Bewegungs
richtung des Stößelwagens abläuft. Durch geschickte Wahl der
Form des Führungsschlitzes kann dabei erreicht werden, daß in
nerhalb eines vorgegebenen Winkels der Umlaufbahn der Laufrolle
um die Kreuzschubkurbelachse keine Kraftübertragung zwischen der
Laufrolle und dem Stößelwagen stattfindet. Dadurch kann eine
Rastzeit vorgegeben werden, in der der Stößelwagen ohne Vorschub
in einer Umkehrposition verharrt. Diese Rastzeit kann zum Ein
leiten der Ansetzelementteile in die Zuführkanäle benutzt wer
den.
Beim Einsatz der bekannten Ansetzmaschine werden schon
nach kurzer Betriebszeit erhebliche Geräusch- und Schwingungs
entwicklungen beobachtet. Ähnliche Probleme treten bei einer aus
der DE 195 81 758 T1 bekannten und ebenfalls zum Ansetzen von
Knöpfen oder dergleichen gedachten Ansetzmaschine auf, bei dem
die hin- und hergehende Bewegung des Zuführwerkzeugs mit einem
Nocken und einem mit einer Kurvenrolle daran anliegenden Ver
bindungsglied erzeugt wird, wobei die Kurvenrolle bei einer Dre
hung des Nocken auf der Nockenaußenfläche abrollt.
Angesichts dieser Probleme im Stand der Technik liegt
der Erfindung die Aufgabe zugrunde, eine Ansetzmaschine der
eingangs angegebenen Art bereitzustellen, die einen geräusch-
und schwingungsminimierten Langzeitbetrieb ermöglicht.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch eine Weiter
bildung der bekannten Ansetzmaschine gelöst, die im wesent
lichen dadurch gekennzeichnet ist, daß das Zuführwerkzeug eine
um eine bezüglich dem Maschinengestell festliegende Schwenkachse
schwenkbare Zuführschwinge und ein einerseits gelenkig an die
Zuführschwinge gekoppeltes und andererseits über ein Drehgelenk
an dem Antriebselement befestigtes Kopplungselement aufweist,
wobei das Drehgelenk mit dem Antriebselement um die Antriebswelle
drehbar ist und eine parallel versetzt zur Antriebswelle verlaufende
Gelenkachse aufweist.
Diese Lösung beruht auf der Erkenntnis, daß die beim
Einsatz bekannter Ansetzmaschinen beobachteten Probleme in er
ster Linie auf Verschmutzungen und Beschädigungen der zur An
kopplung des Zuführwerkzeuges an das Antriebselement benötigten
Führungsflächen des Führungsschlitzes innerhalb des Stößelwagens
bzw. der Nockenaußenfläche des Antriebsnockens zurückzuführen
sind. Mit der erfindungsgemäßen Weiterbildung der bekannten An
setzmaschinen kann die Umwandlung der Drehbewegung des Antriebs
elementes in eine hin- und hergehende Bewegung das Zuführwerk
zeuges dagegen unter Vermeidung von verschmutzungs- und ver
schleißanfälligen Führungsflächen ausschließlich über ver
schleißfeste Drehgelenke bewirkt werden. Dadurch wird ein ge
räusch- und schwingungsminimierter Langzeitbetrieb der erfin
dungsgemäßen Ansetzmaschine gewährleistet.
Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind in den abhängigen
Ansprüchen beschrieben.
Die in, der DE 44 08 694 C1 durch eine besondere Formge
bung des in dem Stößelwagen angeordneten Führungsschlitzes er
reichte Festlegung einer Rastzeit des Zuführwerkzeuges in einer
Umkehrposition, die zum Einsetzen der Ansetzelemente in die Zu
führkanäle von Vorteil ist, kann mit der erfindungsgemäßen An
setzmaschine verwirklicht werden, wenn das Kopplungselement über
ein einerseits gelenkig mit der Zuführschwinge und andererseits
gelenkig mit dem Kopplungselement verbundenes Verbindungselement
an die Zuführschwinge gekoppelt ist und an der dem Verbindungs
element abgewandten Seite des Drehgelenkes gelenkig mit einer
andererseits um eine bezüglich dem Maschinengestell festliegende
zweite Schwenkachse schwenkbaren Führungsschwinge verbunden ist.
Durch Anpassung der Abstände zwischen der zweiten
Schwenkachse, dem Anlenkpunkt der Führungsschwinge an das Kopp
lungselement, der Gelenkachse des Drehgelenkes, des Anlenkpunk
tes des Kopplungselementes an das Verbindungselement und des
Anlenkpunktes des Verbindungselementes an die Zuführschwinge
kann der Drehwinkel des Antriebselementes, über den die Zu
führschwinge in etwa in einer Rastposition an einem ihrer Um
kehrpunkte verharrt, eingestellt werden. Zur Einstellung der Am
plitude der hin- und hergehenden Bewegung der Führungsschwinge
kann zusätzlich auch noch der Abstand zwischen der Gelenkachse
des Drehgelenkes und der Antriebsachse des Antriebselementes
eingestellt werden.
Die erfindungsgemäße Ansetzmaschine kann unter Reduzie
rung der Fertigungsteile besonders kostengünstig hergestellt
werden, wenn das Antriebselement nicht nur zum Antreiben des Zu
führwerkzeugs, sondern auch zum Antreiben des Ansetzwerkzeuges
eingesetzt wird. Dazu weist das Ansetzwerkzeug zweckmäßigerweise
einen an das Antriebselement gekoppelten und damit hin- und her
gehend bewegbaren ersten Preßstempel auf, mit dem das in die An
setzstellung überführte Ansetzelement gegen den Träger gepreßt
werden kann. Als besonders zweckmäßig hat es sich dabei erwie
sen, wenn der erste Preßstempel über einen ersten Kurbeltrieb an
das Antriebselement gekoppelt ist. Dieser erste Kurbeltrieb kann
besonders verschleißfest verwirklicht werden, wenn er eine vor
zugsweise über einen Kniehebel gelenkig an den ersten Preß
stempel gekoppelte erste Kurbelschwinge, einen an der ersten
Kurbelschwinge befestigten ersten Aufnahmering und eine drehbar
in dem ersten Aufnahmering aufgenommene und exzentrisch an dem
Antriebselement befestigte Kreisscheibe aufweist.
Bekanntermaßen kann der Ansetzvorgang optimiert werden,
wenn das Ansetzwerkzeug zwei gegenläufig zueinander hin- und
hergehend bewegbare Preßstempel aufweist. Mit der erfindungsge
mäßen Ansetzmaschine kann dieser vorteilhafte Ansetzvorgang be
sonders kostengünstig verwirklicht werden, wenn auch der zweite
Preßstempel an das Antriebselement gekoppelt und damit gegen
läufig zum ersten Preßstempel hin- und hergehend bewegbar ist.
Dabei kann der zweite Preßstempel über einen zweiten Kurbeltrieb
an das Antriebselement gekoppelt sein. Auch hier wird eine be
sonders verschleißfreie Kopplung erreicht, wenn der zweite Kur
beltrieb eine gelenkig an den zweiten Preßstempel gekoppelte
zweite Kurbelschwinge, einen an der zweiten Kurbelschwinge be
festigten zweiten Aufnahmering und eine drehbar in dem zweiten
Aufnahmering aufgenommene und exzentrisch an dem Antriebselement
befestigte Kreisscheibe aufweist.
Dabei kann ein besonders kompakter Aufbau der Ansetzma
schine verwirklicht werden, wenn beide Kreisscheiben in Richtung
der Drehachse nebeneinander an dem Antriebselement befestigt
sind, wobei die Flächennormalen der Kreisscheiben parallel zur
Antriebsachse verlaufen. Die hin- und hergehenden Bewegungen des
Zuführwerkzeuges und der Preßstempel können dabei durch Wahl der
Befestigungspunkte der Kreisscheiben und des Drehgelenkes an dem
Antriebselement aufeinander abgestimmt werden. Dazu kann das
Drehgelenk auch an einer der Kreisscheiben befestigt werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Beschreibung
eines Ausführungsbeispieles und der dazu gehörigen Zeichnungen
näher
erläutert. In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen
Ansetzmaschine,
Fig. 2 eine längs der in Fig. 1 angegebenen Schnittebene A-A
genommene Schnittdarstellung der Ansetzmaschine nach
Fig. 1,
Fig. 3a bis 3d den Bewegungsablauf einer erfindungsgemäßen An
setzmaschine veranschaulichende, schematische Darstel
lungen und
Fig. 4 eine den Bewegungsablauf des Zuführwerkzeugs der er
findungsgemäßen Ansetzmaschine veranschaulichende Dar
stellung.
Die in den Fig. 1 und 2 dargestellte Ansetzmaschine um
faßt im wesentlichen ein in Fig. 1 nur schematisch angedeutetes
Maschinengestell 10, ein Antriebselement in Form einer Haupt
antriebswelle 20, ein an die Hauptantriebswelle 20 gekoppeltes
Zuführwerkzeug 30 sowie ein ebenfalls an die Hauptantriebswelle
20 gekoppeltes Ansetzwerkzeug 50.
Die Hauptantriebswelle 20 ist über ein Wälzlager 26
(vgl. Fig. 2) an dem Maschinengestell 10 befestigt und um eine
bezüglich dem Maschinengestell 10 festliegende Antriebsachse 22
in der durch den Pfeil 24 bezeichneten Richtung drehbar.
Das Zuführwerkzeug 30 umfaßt eine um eine bezüglich dem
Maschinengestell 10 festliegende Schwenkachse 33 schwenkbare
Zuführschwinge 32, eine Verbindungsstange 36, ein Kopplungsele
ment 34 und eine Führungsschwinge 38. Das Kopplungselement 34
ist über ein Drehgelenk 35 an der Hauptantriebswelle 20 befe
stigt, wobei das Drehgelenk mit der Hauptantriebswelle 20 um die
Antriebsachse 22 drehbar ist und eine parallel versetzt zur
Drehachse verlaufende Gelenkachse aufweist. Das Kopplungselement
34 ist einerseits des Drehgelenks 35 über die Verbindungsstange
36 an die Zuführschwinge 32 angelenkt und andererseits des Dreh
gelenks 35 an die Führungsschwinge 38 angelenkt, die wiederum um
eine bezüglich dem Maschinengestell 10 festliegende Schwenkachse
39 schwenkbar ist. Schließlich weist das Zuführwerkzeug 30 auch
noch einen an die Zuführschwinge 32 angelenkten oberen Zuführ
stößel 40 und einen ebenfalls an die Zuführschwinge 32 an
gelenkten unteren Zuführstößel 42 auf. Mit diesen Zuführstößeln
40 und 42 können in entsprechende Zuführkanäle (nicht darge
stellt) der Ansetzmaschine eingeleitete Druckknopfteile in eine
im Arbeitsbereich des Ansetzwerkzeuges 50 liegende Ansetzstel
lung gebracht werden, wie in Fig. 1 durch die Druckknopfteile
100 und 110 angedeutet.
Das Ansetzwerkzeug 50 weist einen in einer Führung 54
linear geführten Oberstempel 52 und einen in einer Führung 73
ebenfalls linear geführten Unterstempel 72 auf. Der Oberstempel
52 ist über eine Verbindungsstange 56 an einen Schenkel eines
Kniehebels 58 angelenkt. Der andere Schenkel des um eine bezüg
lich dem Maschinengestell festliegende Schwenkachse 59 schwenk
baren Kniehebel 58 ist an eine Kurbelschwinge 60 angelenkt, die
an ihrem dem Kniehebel 58 entgegengesetzten Ende mit einem
Aufnahmering 62 versehen ist. In dem Aufnahmering 62 ist eine
exzentrisch an der Hauptantriebswelle 20 befestigte Kreisscheibe
64 drehbar aufgenommen.
Das untere Ende des Unterstempels 72 ist mit einer
Druckplatte 74 versehen, an deren Unterseite eine drehbar an
einem Hebel 76 befestigte Druckrolle 78 anliegt. Der Hebel 76
ist um eine bezüglich dem Maschinengestell 10 festliegende
Schwenkachse 77 schwenkbar. An seinem der Druckrolle
entgegengesetzten Ende ist der Schwenkhebel 76 an eine
Kurbelschwinge 80 angelenkt, die wiederum an ihrem dem Hebel 76
entgegengesetzten Ende mit einer Aufnahmering 82 versehen ist.
In dem Aufnahmering 82 ist eine exzentrisch an der
Hauptantriebswelle 20 befestigte Kreisscheibe 84 drehbar
gelagert.
Wie in Fig. 2 dargestellt, ist die Kreisscheibe 84 ex
zentrisch auf die Hauptantriebswelle 20 aufgeschoben und mit
einer sie durchsetzenden Schraube 65 drehfest mit der Hauptan
triebswelle 20 verbunden. Weiter ist der Fig. 2 zu entnehmen,
daß die Kreisscheibe 84 über ein Kugellager 83 drehbar in dem
Aufnahmering 82 gelagert ist.
Aus der Fig. 2 geht weiter hervor, daß auch die Kreis
scheibe 64 exzentrisch auf die Hauptantriebswelle 20 geschoben
und mit einer sie durchsetzenden und in der Kreisscheibe 84 auf
genommenen Schraube drehfest an der Kreisscheibe 84 und damit
auch drehfest an der Hauptantriebswelle 20 befestigt ist. Dabei
ist die Kreisscheibe 64 relativ zur Kreisscheibe 84 um die
Antriebsachse über einen Drehwinkel von ca. 30° verdrehbar. Dazu
ist die Kreisscheibe 84 mit einem entsprechenden die Befesti
gungsschraube aufnehmenden Langloch versehen. Zur Sicherstellung
einer zuverlässigen Befestigung kann die Befestigungsschraube in
Form einer sogenannten Doppelschraube ausgeführt sein.
Im übrigen ist der Fig. 2 auch noch zu entnehmen, daß
das Drehgelenk 35 im wesentlichen aus einem auf der der
Kreisscheibe 84 abgewandten Oberfläche der Kreisscheibe 64
angeordneten Zapfen 90 und einem über ein Kugellager 91 drehbar
auf dem Zapfen 90 gelagerten Aufnahmering 93 besteht.
Mit der in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ansetzmaschine
können durch Drehen der Hauptantriebswelle 20 um die Antriebs
achse 22 eine auf- und abgehende Bewegung des Oberstempels 52
und des Unterstempels 72 sowie eine durch den Doppelpfeil 44 an
gedeutete hin- und hergehende Bewegung der Stößel 40 und 42 be
wirkt werden. Der Bewegungsablauf wird nachstehend anhand der
Fig. 3a bis 3d und 4 erläutert.
In der in Fig. 3a dargestellten Drehstellung, in der das
Drehgelenk 35 auf der der Zuführschwinge 32 zugewandten Seite
der Hauptantriebswelle 20 angeordnet ist, befinden sich die Zu
führstößel 40 und 42 in ihrer vorderen Endlage, während sich der
Oberstempel 52 etwa in seiner oberen Endlage befindet und der
Unterstempel 72 etwa seine untere Endlage erreicht hat. In die
ser Stellung gelangen die Ansetzelementteile 100 und 110 in ihre
Ansetzstellung.
Durch Drehen der Hauptantriebswelle 20 in der durch den
Pfeil 24 bezeichneten Richtung um 90° wird die in Fig. 3b ange
gebene Drehstellung erreicht. In dieser Drehstellung ist das
Drehgelenk 35 unterhalb der Hauptantriebswelle 20 angeordnet.
Die Zuführstößel 40 und 42 sind aus der in Fig. 3a dargestellten
Zuführstellung aus dem Arbeitsbereich des Ansetzwerkzeuges ab
gezogen und haben schon fast ihre hintere Endlage erreicht, wäh
rend der Oberstempel 52 und der Unterstempel 72 aus der in Fig.
3a dargestellten Position abgesenkt bzw. angehoben wurden.
Durch Drehen der Hauptantriebswelle 20 um weitere 90°
wird aus dieser Stellung die in Fig. 3c dargestellte Stellung
erreicht, in der das Drehgelenk 35 auf der der Zuführschwinge 32
abgewandten Seite der Hauptantriebswelle 20 angeordnet ist, der
Oberstempel 52 etwa seine untere Endlage erreicht hat und der
Unterstempel 72 sich etwa in seiner oberen Endlage befindet,
während die Zuführstößel 40 und 42 etwa in ihrer hinteren
Endlage verharren. In dieser Stellung erfolgt die Befestigung
der Ansetzelemente an dem zwischen dem Oberstempel 52 und dem
Unterstempel 72 angeordneten Träger.
Schließlich wird durch Drehen der Hauptantriebswelle 20
um weitere 90° die in Fig. 3d dargestellte Betriebsstellung er
reicht, in der das Drehgelenk 35 oberhalb der Hauptantriebswelle
20 angeordnet ist. In dieser Betriebsstellung ist der Oberstem
pel 52 bereits wieder aus seiner unteren Endlage etwas angehoben
und der Unterstempel 72 aus der oberen Endlage abgesenkt, wäh
rend die Zuführstößel 40 und 42 immer noch etwa in ihrer hinte
ren Endlage verharren.
Wie besonders deutlich aus der Darstellung der Bewegung
der Stößel 40 und 42 in Fig. 4 hervorgeht, wird durch die An
kopplung der Zuführschwinge 32 an die Hauptantriebswelle 20 über
das Verbindungselement 36, das Kopplungselement 34 und die Füh
rungsschwinge 38 erreicht, daß die Stößel 40 und 42 über einen
Umlaufwinkel der Hauptantriebswelle 20 von etwa 150° in ihrer
hinteren Endlage A verharren und die Zuführstößel 40 und 42 nur
über einen sehr kleinen Winkelbereich im Bereich ihrer vorderen
Endlage B im Arbeitsbereich des Ansetzwerkzeugs 50 angeordnet
sind. Auf diese Weise wird ein störungsfreier Betrieb des Zu
führwerkzeugs sichergestellt.
Die Erfindung ist nicht auf die anhand der Zeichnung
dargestellte Ausführungsform beschränkt. Vielmehr ist auch daran
gedacht, den Ansetzvorgang mit nur einem Preßstempel zu bewirken
und/oder das Drehgelenk 35 direkt an der Hauptantriebswelle 20
zu befestigen. Ferner können auch noch andere Getriebekonstruk
tionen zur Betätigung des Ansetzwerkzeuges zum Einsatz kommen.
Claims (10)
1. Ansetzmaschine zum Ansetzen von Knöpfen, Nieten o. dgl. an Bekleidungsstücke mit einem Maschinengestell (10), einem
am Maschinengestell (10) befestigten und zum Ansetzen von in
eine Ansetzstellung überführten Ansetzelementen (100, 110) be
treibbaren Ansetzwerkzeug (50) und einem ebenfalls am Maschi
nengestell (10) befestigten und zum Überführen der Ansetz
elemente (100, 110) in die Ansetzstellung betreibbaren Zuführ
werkzeug (30), das mit einem um eine bezüglich dem Ma
schinengestell (10) festliegende Antriebsachse (22) drehbaren
Antriebselement (20) hin- und hergehend bewegbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Zuführwerkzeug (30) eine um eine be
züglich dem Maschinengestell (10) festliegende Schwenkachse (33)
schwenkbare Zuführschwinge und ein einerseits gelenkig an die
Zuführschwinge (32) gekoppeltes und andererseits über ein Dreh
gelenk (35) an dem Antriebselement (20) befestigtes Kopp
lungselement aufweist, wobei das Drehgelenk (35) mit dem An
triebselement (20) um die Antriebswelle (22) drehbar ist und
eine parallel versetzt zur Antriebswelle (22) verlaufende Ge
lenkachse aufweist.
2. Ansetzmaschine nach Ansprüch 1, dadurch gekennzeich
net, daß das Kopplungselement (34) über ein einerseits gelenkig
mit der Zuführschwinge (32) und andererseits gelenkig mit dem
Kopplungselement (34) verbundenes Verbindungselement (36) an die
Zuführschwinge (32) gekoppelt ist und an der dem Verbindungs
element (36)abgewandten Seite des Drehgelenkes (35) gelenkig
mit einer andererseits um eine bezüglich dem Maschinengestell
(10) festlegende zweite Schwenkachse (39) schwenkbare Führungs
schwinge verbunden ist.
3. Ansetzmaschine nach einem der vorhergehenden An
sprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ansetzwerkzeug (50)
einen an das Antriebselement (20) gekoppelten und damit hin- und
hergehend bewegbaren ersten Preßstempel (52) aufweist.
4. Ansetzmaschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeich
net, daß der erste Preßstempel (52) über einen ersten Kurbel
trieb an das Antriebselement (20) gekoppelt ist.
5. Ansetzmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeich
net, daß der erste Kurbeltrieb eine vorzugsweise über einen
Kniehebel (58) gelenkig an den ersten Preßstempel (52) gekop
pelte erste Kurbelschwinge (60) einen an der ersten Kurbel
schwinge (60) befestigten ersten Aufnahmering (62) und eine
drehbare in dem ersten Aufnahmering (62) aufgenommene und ex
zentrisch an dem Antriebselement (20) befestigte erste Kreis
scheibe (64) aufweist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß das Ansetzwerkzeug (50) einen an das An
triebselement (20) gekoppelten und damit gegenläufig zum ersten
Preßstempel (52) hin- und hergehend bewegbaren zweiten Preß
stempel (72) aufweist.
7. Ansetzmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeich
net, daß der zweite Preßstempel (72) über einen zweiten Kur
beltrieb an das Antriebselement (20) gekoppelt ist.
8. Ansetzmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß der zweite Kurbeltrieb eine einerseits gelenkig an
den zweiten Preßstempel (72) gekoppelte und andererseits mit ei
nem zweiten Aufnahmering (82) versehene Kurbelschwinge (80) so
wie eine drehbar in dem zweiten Aufnahmering (82) aufgenommene
und exzentrisch an dem Antriebselement (20) befestigte zweite
Kreisscheibe (84) aufweist.
9. Ansetzmaschine nach Anspruch 8, dadurch gekennzeich
net, daß die beiden Kreisscheiben (64, 84) in Richtung der Dreh
achse nebeneinander an dem Antriebselement (20) befestigt sind.
10. Ansetzmaschine nach einem der Ansprüche 5, 8 oder 9,
dadurch gekennzeichnet, daß das Drehgelenk (35) an einer der
Kreisscheiben (64) angeordnet ist.
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