DE19821996A1 - Aufblasbares Gurtband - Google Patents
Aufblasbares GurtbandInfo
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Abstract
Es wird ein Gurtband, insbesondere für einen wenigstens teilweise aufblasbaren Automatiksicherheitsgurt vorgeschlagen, mit einem, an wenigstens einer durch Seitenkanten begrenzten Flachseite (Ober- und/oder Unterseite) angebrachten, sich mit dem Gurtband längs erstreckenden schlauchförmigen Gewebe (6), das um parallel zur Längsrichtung des Gurtbandes (4) verlaufende Faltkanten so (zusammen)gefaltet ist, daß es an der jeweiligen Flachseite im wesentlichen anliegt, eine von der Flachseite wegzeigende Außenseite (16) aufweist und über die Seitenkanten (12) des Gurtbandes (4) nicht wesentlich übersteht, wobei in dem den Seitenkanten (12) benachbarten Bereich das Gewebe (6) mit dem Gurtband (4) lösbar verbunden ist.
Description
Die Erfindung betrifft ein Gurtband, insbesondere für einen wenigstens teilweise aufblasbaren
Automatiksicherheitsgurt, mit einem, an wenigstens einer durch Seitenkanten begrenzten
Flachseite (Ober- und/oder Unterseite) angebrachten, sich mit dem Gurtband längs erstrecken
den schlauchförmigen Gewebe.
Wird im folgenden von "Band" oder "Gurtband", "Gurt" oder "Sicherheitsgurt" gesprochen,
so ist im wesentlichen immer dasselbe gemeint: es handelt sich stets um Materialien oder
Halbzeuge zur Verwendung bei der Fertigung von Sicherheitsgurten, -bändern. Dies gilt in
gleicher Weise auch für die Begriffe "Schlauch" bzw. "Gewebe".
Ein derartiges Gurtband ist aus der DE-PS 20 08 048 bekannt. Der hier gezeigte Gurt ist als
Schlauch ausgebildet und weist eine eingenähte Reißfalte auf, die so ausgebildet ist, daß sie
bei einer Kollision durch vom Gurt ausgeübte Zugkräfte aufreißt und das Öffnen eines damit
gekoppelten Ventils das Aufblasen des Schlauchgurtes bewirkt. Hierdurch wird der vor dem
Unfall als Flachschlauch liegende Gurt, dessen Breite dem halben Umfang des aufgeblasenen
Gurtes entspricht, schlagartig aufgeblasen. Er stellt dadurch ein gewisses, gegenüber dem
einfachen Gurt vorteilhaftes, Aufprallkissen dar. Ein ausreichender Schutz des Fahrzeugpassa
giers ist jedoch aufgrund der unbedeutenden Ausmaße des aufgeblasenen Schlauchgurtes nicht
zufriedenstellend gewährleistet. Eine ebenfalls in der zitierten Schrift genannte Vergrößerung
des Gurtschlauchumfanges mit einem aufblasbaren Kissen, welches in einem Gurtteil um den
Gurt herum angeordnet ist, ist ebenfalls nachteilig, da sich das entsprechende Kissen im
Notfall nicht unbedingt an der richtigen Stelle befindet und somit für seinen eigentlichen
Zweck nicht zur Verfügung steht.
Aus der internationalen Anmeldung PCT/US 95/10695 ist ein aufblasbares schlauchförmiges
Rückhaltesystem bekannt. Das hier gezeigte Sicherheitsgurtsystem besteht aus einem Becken
gurt und einem Schultergurt, wobei der Beckengurt bereichsweise aus einem aufblasbaren
Ballon besteht, der während des Aufblasens seine Länge verkürzt und damit neben einer
Aufprallfunktion auch eine Gurtstrafffunktion hat. Hierbei ist zwar der Bauchraum des
Passagiers besonders geschützt, der Schulter- und Kopfbereich jedoch, außer einer zusätzli
chen Rückhaltung der Schulter durch den gestrafften Gurt, nicht weiter berücksichtigt.
Es ist eine Aufgabe der Erfindung einen Gurt bzw. ein Gurtband zu schaffen, das weitgehend
unbegrenzt, d. h. auch möglichst ortsunabhängig, in einer Unfallsituation optimalen Aufprall
schutz gewährleistet.
Diese Aufgabe wird gelöst mit einem Gurtband gemäß Anspruch 1. Das an einer Flachseite
angebrachte schlauchförmige Gewebe ist mit einem jeweils gewünschten Schlauchdurch
messer wählbar, der für eine entsprechende ausreichende Abpufferung des Beckens, der
Hüfte, der Brust, der Schulter und des Kopfes am zweckmäßigsten ist. Das im Ruhezustand
gefaltete aufblasbare Gewebe wird im Problemfall durch schlagartiges Aufblasen z. B. mit
herkömmlichen Gasgeneratoreinrichtungen auf seine maximale Schlauchgröße, die an das
Volumen eines dem Fachmann bekannten Airbags heranreichen kann, entfaltet und bietet
somit optimalen Schutz für den Passagier.
Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß zum ersten Gurtband ein
zweites Gurtband hinzugefügt wird und zwischen beiden Gurtbändern das gefaltete
schlauchförmige Gewebe untergebracht wird. Damit kann das erste Gurtband in seiner
Struktur und Festigkeit einfacher gestaltet werden und dieselbe Ausbildung wie das zweite
Gurtband haben. Das heißt, die Bruchlast beider Gurtbänder zusammen kann der Bruchlast
eines konventionellen Gurtbandes entsprechen. In den Seitenkanten benachbarten Bereichen
können die beiden Gurtbänder miteinander mittels jeweils einer Reißnaht verbunden werden,
die im Problemfall aufreißen und die Entfaltung des schlauchförmigen Gewebes ermöglichen.
Anstelle der Aufreißnähte können auch andere Verbindungsarten der leporelloartig aufein
andergefalteten und -gelegten Gewebelagen z. B. durch Heftkleben oder -verschweißen
gewählt werden. Diese Ausbildung ist insbesondere deshalb vorteilhaft, da sie auf allen
Außenseiten des Gurtbandes ein strapazierfähiges Material anbietet. Dieses Ausführungsbei
spiel kann noch vorteilhaft weitergebildet werden, indem das zweite Gurtband durch eine
bereichsweise Verstärkung der Außenseite des Gewebes repräsentiert wird, so daß das
Gewebe in diesem Bereich die Bruchlast des zweiten Gurtbandes (siehe oben) aufweist. Dies
gilt in einer weiteren vorteilhaften Ausbildung auch für das erste Gurtband. Die Vorteile
bestehen hauptsächlich in einer einteiligen integralen Ausführungsform des Gurtbandes. Zur
Erhöhung der Benutzerfreundlichkeit des Gurtbandes kann, um den Verschleiß von Textilien
der Fahrgäste zu verringern, an den Seitenkanten des ersten und/oder zweiten Gurtbandes eine
Kante aus weichem Material angebracht werden.
Günstigerweise wird das Gurtband als gewebtes Schlauchgurtband ausgebildet, das als
Endlosband mit zwei Weblagen hergestellt wird, wobei die Gesamtbruchlast ausgewählter
Kettfäden der Gesamtbruchlast der Kettfäden eines herkömmlichen gewebten Gurtbandes
entspricht. Die Herstellung eines Gurtbandes mit der Bandwebmaschine ermöglicht eine
äußerst wirtschaftliche Endlosproduktion des erfindungsgemäßen Gurtbandes und damit auch
eine problemlose Ablängung für jeden Verwendungsfall. In vorteilhaften Weiterbildungen der
Erfindungen können die ausgewählten, die notwendige Gesamtbruchlast des Gurtbandes
aufnehmenden Kettfäden nach Wunsch in einem mittleren Bereich der Weblagen des Gurt
bandes angeordnet werden, wenn die zu faltenden Gewebeabschnitte z. B. dünner sein sollen,
d. h. dünnere Kettfäden enthalten sollen, oder, wenn dies nicht gewünscht wird, kann in einer
weiteren Alternative ein gewebtes Schlauchgurtband über die gesamte Webbreite gleichmäßig
verteilte, die Gesamtbruchlast aufnehmende Kettfäden aufweisen. Das gewebte Schlauchgurt
band ist vorteilhaft weiterbildbar, in dem an den Rändern der Flachseite jeweils Schlaufen in
der Art einer Hohlkante oder dgl. eingewebt werden, die eine weiche Gurtbandkante ergeben
und den Verschleiß der Bekleidung des Benutzers verringern.
Eine weitere vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung besteht in einem gewebten Gurt
bandschlauch mit wenigstens drei Weblagen, wobei die mittlere Weblage nach dem Web
vorgang parallel zu den Kettfäden geteilt wurde. Es ergibt sich so der Vorteil, daß nach dem
Weben und Teilen der mittleren Weblage ohne eigentlichen Faltvorgang sofort ein schlauch
förmiges Gewebe vorliegt. Dies erspart in hohem Maße Herstellungszeit und -vorrichtungen
und verringert damit die Herstellungskosten entscheidend.
Da das erfindungsgemäße Gurtband aufgrund dessen, daß es wesentlich mehr Material enthält,
etwas dicker ist als ein herkömmliches Gurtband, ergibt sich möglicherweise beim Durch
laufen der Schließzunge oder des Aufrollmechanismus ein Platzproblem. Betreffend die
Schließzunge ist hier durch eine Erweiterung des Durchgangsschlitzes der Schließzunge sofort
Abhilfe geschaffen. Um jedoch eine Vergrößerung des Aufrollmechanismus zu verhindern,
kann in vorteilhafter Weise am erfindungsgemäßen Gurtband an der Stelle, die bei aufgeroll
tem Band kurz vor dem Aufrollmechanismus zur Ruhe kommt, das Gurtband als konventio
nelles Band weitergeführt werden.
Weitere vorteilhafte Merkmale sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Zur weiteren Erklärung der Erfindung und um zu zeigen, wie sie ausgeführt werden kann,
werden nun anhand von Zeichnungen beispielhafte Ausführungsformen der Erfindung be
schrieben.
Fig. 1 zeigt in stark vereinfachter schematischer Darstellung ein Ausführungsbeispiel eines
erfindungsgemäßen Gurtbandes im Querschnitt.
Fig. 2 zeigt das in Fig. 1 dargestellte Gurtband kurz nach Reißen der Reißnähte zu Beginn
der Aufblasphase.
Fig. 3 zeigt das in den Fig. 1 und 2 dargestellte Gurtband, teilweise dargestellt in voll
ständig aufgeblasenem Zustand.
Fig. 4 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Ober- und Untergurt.
Fig. 5 zeigt eine dem Ausführungsbeispiel von Fig. 4 ähnliche Ausführungsform, wobei im
Mittelbereich des Gurtbandes Raum für eine Gasversorgungsleitung freigehalten ist.
Fig. 6 zeigt schematisch im, den vorhergehenden Figuren gegenüber halbierten Maßstab ein
der Form von Fig. 4 ähnliches Ausführungsbeispiel im ausgefalteten, jedoch nicht
aufgeblasenen Zustand.
Fig. 7 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gurtbandes analog der
Darstellung von Fig. 6.
Fig. 8 zeigt ebenfalls ein weiteres Ausführungsbeispiel analog der Darstellung von Fig. 6 mit
Andeutung einer besonderen Randkantenausbildung.
Fig. 9 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfindung in Form eines mehrlagig geweb
ten Gurtbandschlauches.
Fig. 1 zeigt im Querschnitt ein erfindungsgemäßes Gurtband 2, mit einem Gurtband 4, an
dem ein leporelloartig gefaltetes schlauchförmiges Gewebe 6 angebracht ist. Die gegenüber
der Achse 10 symmetrische Anordnung des Gurtbandes 2 ist in sämtlichen Figuren dieser
Beschreibung zu erkennen. Das heißt jedoch nicht unbedingt, daß das erfindungsgemäße
Gurtband mit symmetrischer Aufteilung gefaltet werden muß. Abhängig von einer bestimmten
gewünschten Endform des Schlauchgurtes im aufgeblasenen Zustand kann die eine oder
andere unsymmetrische Faltart zweckmäßiger sein. Wie aus Fig. 1 zu erkennen ist, ist das
Gewebe 6 an eine Flachseite 8 des Gurtbandes 4 über die gesamte Gurtbandbreite verlaufend
angelegt, kehrt dann in Höhe der Seitenkanten 12 um 180° in die Gegenrichtung um und wird
bis etwa zur Mitte des Gurtbandes geführt, wo es wiederum um 180° nach außen gefaltet
wird. Bei der wieder nach außen Richtung Seitenkante 12 gehenden Wendung des Gewebes
6 erkennt man, daß die nächste Faltkante etwas weiter innen Richtung Achse 10 zu liegen
kommt, da die Faltkante innerhalb der gestrichelt dargestellten Linie die äußeren Schichten
verbindender Reißfäden 14 liegen muß. Die hin- und hergehende Faltung des Gewebes 6 in
Form eines Leporello setzt sich fort bis zur obersten von der Flachseite 8 des Gurtbandes 4
wegzeigenden Außenseite 16 des schlauchförmigen Gewebes 6, deren äußere Faltkanten
ebensoweit von der Achse 10 entfernt liegen, wie die Seitenkanten 12 des Gurtbandes 4. Man
erkennt in Fig. 1 etwa im Bereich der Achse 10 einen Innenraum 5 des Gurtbandes, der in
der hier gezeigten Darstellung besonders schmal gewählt wurde. Dies ist jedoch abhängig von
den Wünschen des Konstrukteurs unterschiedlich handhabbar. Wie später beispielsweise in
Fig. 5 dargestellt ist, kann dieser Innenraum 5 nach einer oder auch nach beiden Seiten
erweitert ausgebildet sein. Hier sei noch einmal auf die oben angesprochene, auch mögliche
unsymmetrische Faltenverlegung des Gewebes 6 hingewiesen.
Fig. 2 zeigt das in Fig. 1 dargestellte Gurtband kurz nach Einschuß eines Expansionsgases in
den Innenraum 5 des Gewebes 6. Anhand der kleinen sternförmig angeordneten Pfeile 18 ist
theoretisch die Bewegungs- und Expansionsrichtung des Gewebes 6 vorstellbar. Man erkennt,
daß die Reste der Reißfäden 14 sich im Bereich der Seitenkanten der Außenseite 16 und der
Seitenkanten 12 lose liegen.
Fig. 3 zeigt den in den Fig. 1 und 2 dargestellten Gurt, gebrochen dargestellt in aufgebla
sener Gestalt.
Das Gurtband von Fig. 4 enthält ein erstes Gurtband 41, wie in Fig. 1 dargestellt, und ein
zweites Gurtband 42, welches der bereits in Fig. 1 dargestellten Außenseite 16 des schlauc
hartigen Gewebes 6 zugeordnet ist. Diese Ausführungsform erlaubt eine Aufteilung der
Bruchlast des in den Fig. 1 mit 4 bezeichneten Gurtbandes auf die hier dargestellten Gurtbän
der 41 (erstes Gurtband) und 42 (zweites Gurtband), oder Obergurt 41 und Untergurt 42.
Besonderer Vorteil dieser Ausführungsform ist eine verschleißfähigere Ausbildung der
Außenseite des schlauchartigen Gewebes 6. Außerdem ist eine gewisse Redundanz der beiden
Gurtbänder, erstes Gurtband 41 und zweites Gurtband 42, gegeben. Dies trägt zur Erhöhung
der Sicherheit der Funktion des Gurtbandes zusätzlich bei.
Fig. 5 zeigt eine Ausführung eines erfindungsgemäßen Gurtbandes mit einem erweiterten
Innenraum 5, um einer Gasversorgungsleitung 18 Raum zu geben.
Die Fig. 6 bis 8 zeigen in einem gegenüber den Fig. 1 bis 5 halbierten Größenmaßstab
schematisch Ausführungsformen des erfindungsgemäßen Gurtbandes im ungefalteten er
schlafften Zustand. Zur Orientierung wurde die Ausführungsform gemaß Fig. 4 dement
sprechend noch einmal in Fig. 6 dargestellt. Man erkennt die Gurtbänder 41 und 42, die
zwischen sich sandwichartig das schlauchförmige Gewebe 6 halten. Selbstverständlich sind
hier noch die Reißnähte 14 gemäß Fig. 1 oder Fig. 4 hinzuzudenken, aber aus Vereinfa
chungsgründen weggelassen. Sie wären aber bei dieser Ausführungsform (gegenüber einigen
der folgenden Beispiele) noch erforderlich. An dieser Stelle soll kurz erwähnt werden, daß
der Reißfaden 14 auch ersetzt werden kann durch andere Verbindungsmittel wie Verklebung
oder Verschweißung der Randbereiche des schlauchförmigen Gewebes bzw. der Gurte 41, 42
oder eine andere lösbare Verbindungsart, z. B. Ketteln. In Fig. 7 ist das zweite Gurtband 42
ersetzt durch bestimmte Kettfäden 44, die die Längszugkraft des Gurtes 42 übertragen sollen.
Natürlich sind hier nur einige Kettfäden 44 beispielhaft gezeigt für eine wesentlich höhere
Anzahl von Kettfäden, die in diesem Fall eingesetzt werden. Vorteil dieser Gestaltung ist das
tatsächlich vollständige Wegfallen des in früheren Ausführungsbeispielen gezeigten Gurtban
des 42 und damit auch die jeweils erforderliche Verbindung hiermit. Das Ausführungsbeispiel
gemäß Fig. 7 entspricht weitestgehend dem Ausführungsbeispiel von Fig. 1. Der Hauptunter
schied besteht jedoch darin, daß in Fig. 7 die Längszugkräfte des Gurtbandes sowohl vom
"Gurtband 41" wie vom "Gurtband 42" über dessen Kettfäden 44 übertragen werden. Im
Gegenzug hierzu überträgt im Ausführungsbeispiel 1 das Gurtband 4 sämtliche Längskräfte.
Fig. 8 zeigt eine weitere Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gurtbandes, wobei hier
auch der Untergurt 41 durch Kettfäden 43 analog zu den Kettfäden 44 nach Fig. 4 ersetzt ist.
Diese Ausführungsform erlaubt eine Ausbildung eines schlauchförmigen Gewebes 6 mit
integrierten Gurtbändern 41 und 42, die durch an deren Stelle angeordnete Kettfäden 43 und
44 repräsentiert werden. Es ergibt sich in vorteilhafter Weise ein noch günstigeres Her
stellungsverfahren eines erfindungsgemäßen Gurtbandes als Schlauchgewebe mit gezielt
angeordneten Kettfadenqualitäten. Ebenso denkbar und zur Erfindung gehörend ist eine
Ausbildung eines Gurtbandes gemäß Fig. 8, wobei die Kettfäden 43 und 44 jedoch nicht im
mittleren Bereich, wie in Fig. 8 dargestellt ist, konzentriert sind, sondern über die gesamte
Webbreite des schlauchförmigen Gewebes 6 verteilt sein können. Dies ergibt ein etwas
rigideres Schlauchgewebe und verteilt die Zugkräfte des Gurtbandes über den gesamten
Querschnitt. Abhängig von den individuellen Wünschen der Sicherheitsgurthersteller wird die
eine oder andere Variante bevorzugt werden.
Fig. 9 schließlich zeigt ein mehrlagig gewebtes Gurtband 20. Man erkennt in den Außen
bereichen entfernt von der Mittellinie 10 eine sechslagige Webart, während im mittleren
Bereich nur vier Lagen gewebt sind. Gut zu erkennen ist die bereits leporelloartig angeordne
te Stellung der äußeren übereinanderliegenden sechs Weblagen. So, wie das Gurtband 20
dargestellt ist, kommt es aus der Bandwebmaschine heraus. Um nun zum erfindungsgemäßen
Gurtband zu kommen, werden die inneren Lagen 22 und 24 im Bereich zwischen den
gestrichelt dargestellten Linien L und R, insbesondere entlang der Mittellinie 10 aufgetrennt,
so daß sich ein durchgehender Innenraum 5 ergibt. Tatsächlich ist das Gurtband 20 nach Fig.
9 etwas nach oben und unten auseinandergezogen dargestellt. In Wirklichkeit liegen die
Lagen direkt aufeinander, so daß das Gurtband zum Durchtrennen der Lagen 22 und 24 etwas
(so ähnlich wie dargestellt) gespreizt werden muß. Werden danach die Außenseiten im
Bereich der Seitenkanten 12 noch miteinander verbunden, dann ist das erfindungsgemäße
Gurtband bereits fertig.
Das erfindungsgemäße Gurtband kann insbesondere vorteilhaft für Sicherheitsgurte im
Fondbereich von Kraftfahrzeugen verwendet werden, nämlich da, wo vor dem Passagiersitz
keine geeigneten Örtlichkeiten vorhanden sind, um z. B. einen Airbag herkömmlicher Art
einzubauen. Deshalb eignet sich das Gurtband auch für Sicherheitsgurte in Bussen oder auch
Flugzeugen und Tragflächenbooten, eben überall für die Anwendungsfälle, in denen Passa
giersitze hintereinander angeordnet sind. Wie bereits erwähnt wurde, wird die eine oder
andere Ausführungsform gemäß den speziellen Wünschen des Konstrukteurs zur Realisierung
kommen. Es ist leicht einzusehen, daß eine Ausführungsform gemäß Fig. 1 bis 3 ausge
wählt wird, wenn ein eher zylindrischer Körper des durch Gurtband 4 und Gewebe 6 ge
bildeten Aufprallkissens gewünscht wird. Eine eher flachere Ausbildung eines Aufprallkissens
ergibt sich bei Verwendung von Gurtbändern gemäß den Ausführungsbeispielen der Fig.
4 bis 9. In Fig. 8 ist auf der rechten Seite angedeutet eine zusätzliche Maschenreihe 30
jeweils an der Seitenkante 12 des Gurtbandes 4 zu erkennen. Ziel dieser Ausführungsform ist
eine weichere Gestaltung der Gurtbandkante, die ein Verschleißen der Kleidung des Passa
giers sehr stark verringert. Andererseits kann die Auswahl der Kettfäden 43 und 44 im
dargestellten Bereich der Anordnung der bestimmten Kettfäden 43 und 44 hier eine besondere
Abriebfestigkeit des als integrales schlauchförmiges Gewebe 6 hergestellten Gurtbandes
ergeben. Für eine weiche Kante entsprechend einer Masche 30 (Fig. 8) bietet sich insbesonde
re die dem Fachmann bekannte Hohlkante an.
Ebenfalls zum Umfang der vorliegenden Erfindung gerechnet wird eine Ausführungsform
eines Gurtbandes gemäß einem der Ansprüche durch Extrudieren von Kunststoffmaterial, z. B.
in Form der Darstellung nach Fig. 8, wobei hier ebenfalls "Kettfäden" 43 und 44 als Längs
verstärkung des extrudierten Endlosbandes eingebettet sein können. Es sei darauf hingewie
sen, daß Gewebe im hier verwendeten Sinn nicht zwangläufig bedeutet, daß das entsprechen
de Material gewebt wurde, sondern damit ganz allgemein flächiges textiles bzw. textilartiges
Material gemeint ist.
Ein Gurtband der Erfindung hat den immensen Vorteil, daß es in der Regel problemlos gegen
herkömmliche Gurte ausgetauscht werden kann. Sofern im Bereich des automatischen Auf
rollmechanismus ein herkömmliches Band an ein erfindungsgemäßes Band angestückt wird,
ist als einzige Veränderung an bestehenden Sicherheitssystemen der Bandschlitz in der
Schließzunge etwas zu erweitern, um das etwas mehr auftragende erfindungsgemäße Band
problemlos hindurchgleiten zu lassen. Selbstverständlich ist für den Fall einer weiterreichen
den Schußgasversorgung, etwa durch einen nachträglich eingeschobenen integrierten
Schlauch, die Schließzunge dementsprechend noch einmal zu erweitern.
Die Ausbildung von Sicherheitsgurtsystemen mit dem erfindungsgemäßen Gurt erlaubt ein
Abfangen des Passagiers in allen Bereichen, in denen der Gurt überhaupt vorhanden ist.
Somit werden eigentlich mehrere Airbags herkömmlicher Art mit einem einzigen Mittel,
nämlich dem erfindungsgemäßen Gurtband, ersetzt. Es fällt somit weg der Bag für den
Beckenbereich, für den Bauch und Hüftbereich, für den Brustschutz, das Schlüsselbein und
den Schulterbereich sowie der sogenannte Kopfsidebag.
Um die Funktion des aufgeblasenen Gurtbandes möglichst lang aufrecht zu erhalten, ist es
von großem Vorteil, das erfindungsgemäße Gurtband von innen beispielsweise mit Silicon
oder Polyurethan zu beschichten. Beschichtung des schlauchförmigen Gewebes kann auch
durch Imprägnieren und/oder Färben erreicht werden, wenn Färbermittel auf spezieller
Kunststoffbasis mit dem Gewebe eine entsprechende Verbindung eingehen, so daß es dicht
wird.
Wie bereits oben erwähnt wurde, wirkt das Aufblasen des erfindungsgemäßen Gurtbandes auf
den bisher nicht möglichen extrem großen Durchmesser gleichzeitig als Gurtstraffer. Ins
gesamt haben Versuche ergeben, daß der Einsatz des erfindungsgemäßen Gurtbandes spezi
fische Verletzungen bei Passagieren sehr stark verringert, da die Kraft des Gurtbandes auf den
gesamten Körper der Personen verteilt wird. So werden die punktförmigen verletzungs
trächtigen Kraftauswirkungen stark verringert. Durch gezielt ausgewählte Luft- bzw. Gas
durchlässigkeit in ausgewählten Bereichen des schlauchförmigen Gewebes (6) wird vorteilhaf
terweise eine gesteuerte sog. Vorverlagerung und damit auch Belastungsreduzierung erreicht.
Der sich nach vorne auf den Gurt zubewegende Passagier kommt mit dem gesteuert er
schlaffenden Gurtband in "weicheren" Kontakt. Die Auffangarbeit wird besser verteilt, der
Umfang der Verletzungen sinkt. Eine andere vorteilhafte Methode besteht darin, daß das
schlauchförmige Gewebe (6) in ausgewählten Bereichen Abblasöffnungen aufweist, die eine
ähnliche Wirkung haben.
Eine erfindungsgemäße Weiterbildung des oben geschilderten Gurtbandes besteht auch in der
gewebten Ausbildung eines sogenannten one-piece-air-belt. Hierbei kann mit Hilfe eines
Jaquardwebstuhls der gesamte Sicherheitsgurt von einem bis zum anderen Ende einstückig
gewebt werden. Die jeweilig gewünschten Bereiche, z. B. Aufrollbereich, dünnes Band und
Schutzbereich, erfindungsgemäßes Gurtband, können hier jeweils individuell nach den
Anforderungen des jeweiligen Fahrzeug- oder Flugzeugherstellers berücksichtigt werden.
Hierdurch werden, wie bereits oben erwähnt, die Effekte herkömmlicher Side- und Front-
Airbags in einem einzigen Sicherheitssystem übernommen. Dies erspart in hohem Maße
Herstellungskosten und erhöht nebenher aufgrund der kompakten Kombinationslösung die
Sicherheit entscheidend. Selbstverständlich können sämtliche Merkmale eines one-piece-air-
belt an unterschiedliche Körpergrößen (oder -gewichte) von Passagieren angepaßt werden. So
wird ein Kinder-airbelt ebenso gefertigt wie ein airbelt für sehr große Menschen. Dabei wird
eine besondere gewünschte Lage und Anordnung von permeablen Bereichen des airbelt-
Gewebes ebenso berücksichtigt, wie die jeweils gewünschte Länge des airbelts.
Eine andere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung besteht darin, daß das schlauchförmige
Gebilde des Bands, Schlauchs oder Gewebes zur Vereinfachung der Faltenbildung ins
besondere bei der Konfektionierung zu einem einbaufertigen Gurtband in ausgewählten
Bereichen entlang zur Schlauchlängsachse parallel verlaufender Linien vorgeknickt ist. Die
Konfektionierung kann wesentlich schneller vonstatten gehen, da sich das Gurtband "wie von
selbst" faltet. Dies führt bei der Endmontage zu wesentlicher Zeitersparnis. Hierbei reicht
bereits eine geringe Vorknickung aus.
Zur Herstellung eines derartigen Bands, Schlauchs oder Gewebes wird erfindungsgemäß
vorgeschlagen, daß das schlauchförmige Gebilde entlang der Linien über heiße Bügelkanten
geführt wird. Zweckmäßigerweise geschieht dies direkt nach der Herstellung des Band-,
Schlauch- bzw. Gewebematerials, in einem Zustand also, in dem das Material noch keine
Applikationen trägt, also noch relativ einfach handhabbar ist.
Eine ebenso vorteilhafte Variante besteht darin, daß das schlauchförmige Gebilde entlang der
Linien gefaltet und heiß gebügelt wird. Dies kann mit einem Bügeleisen im herkömmlich
bekannten Verfahren durchgeführt werden. Bei beiden erwähnten Verfahren wird das Material
beim Knicken leicht angeschmolzen und kann sich deshalb nach dem Erkalten nicht mehr
vollständig aus der Faltung zurückbewegen. Es ergibt sich der Falt-"Hilfseffekt".
Setzt man als Gewebe-, Band- oder Schlauchmaterial ein gewebtes Material ein, ist es von
Vorteil, in den ausgewählten Bereichen entlang der geplanten "Bügellinien" eigene hierfür
besonders geeignete Kettfäden "einzubauen". Dabei kann das Kettfadenmaterial selbst, dessen
Stärke, Kapillarenzahl und/oder -zusammensetzung entsprechend ausgewählt werden. Auch
die Bindungsart im betroffenen Bereich kann entscheidend sein.
In einer anderen vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist das (der) Band, Schlauch oder
Gewebe dadurch gekennzeichnet, daß das schlauchförmige Gebilde innen wenigstens be
reichsweise mit einer Beschichtung versehen ist. Die bereichsweise Beschichtung dient der
Regulierung der Permabilität des Gewebes. Durch nichtbeschichtete Zonen des Gewebes kann
das Aufblasgas des airbelts eher entweichen, als durch beschichtete Zonen. Auch die Lage der
nichtbeschichteten Bereiche ist von besonderer Bedeutung: das in der Regel heiße Aufblasgas
des airbelts soll im vom Körper des Passagiers wegzeigenden Bereich entweichen und
abströmen, um den Passagier nicht durch das heiße Gas zu verletzen. Auch bei kalten Auf
blasgasen ist allein durch dessen Strömungsgeschwindigkeit eine Verletzungsgefahr gegeben.
Hierzu wird erfindungsgemäß auch ein vorteilhaftes Verfahren zur Herstellung eines
beschichteten Bands, Schlauchs oder Gewebes vorgeschlagen, das dadurch gekennzeichnet ist,
daß das schlauchförmige Gebilde in eine im wesentlichen rohrförmige Kammer gebracht
wird, deren Innenkontur etwa der Außenkontur des nicht- bzw. aufgefalteten Gebildes
entspricht, wobei die Kammer eine wenigstens bereichsweise gaspermeable Wandung aufweist
und in das Gebilde ein ein Beschichtungsmittel tragendes unter einem Druck Pi stehendes Gas
eingebracht wird, während auf der Außenseite der Wandung, also außerhalb der Kammer ein
Druck Pa herrscht, wobei Pi < Pa. Die Vorgehensweise ist damit prinzipiell eigentlich schon
so beschrieben, daß ein Fachmann das Verfahren durchführen kann. Man kann damit die
lokale Permeabilität des Gebildes sehr einfach steuern. Das in der Regel mit einem
Lösungsmittel eingebrachte Beschichtungsmittel lagert sich nur in dem Bereich innerhalb des
Gebildes an dessen Innenwand ab, dem außen eine gaspermeable Wandung der Kammer
gegenüberliegt. Das Gas entweicht an dieser Stelle (an diesen Stellen) aus der Kammer,
während es das Beschichtungsmittel (z. B. eine Polyethylenverbindung) beim Entweichen am
Gewebe "abstreift". In Bereichen nichtpermeabler Zonen der Kammerwandung findet dagegen
keine oder kaum eine Ablagerung des Beschichtungsmittels auf dem Gebilde statt. Diese
Bereiche sind beim fertigen airbelt die aufgrund "fehlender" Beschichtung durchlässigen
Bereiche (s. o.). Diese Methode ist selbstverständlich nur bei gasdurchlässigen Geweben
anwendbar. An dieser Stelle sei noch einmal darauf hingewiesen, daß der Begriff "Gewebe"
hier so allgemein verstanden werden soll, daß er auch nicht gewebte Materialien umfaßt.
Im vorhergehenden Abschnitt wurde die Beschichtung eines schlauchförmigen Gebildes
beschrieben. Es ist ebenso denkbar, das schlauchförmige Gebilde "aufzuschneiden" und als
abgewickelte Fläche auf der Innenfläche der gaspermeablen Wandung einer gleichfalls
"aufgeschnittenen" Kammer anzuordnen. Die Örtlichkeiten "Innen" und "außen" werden dann
z. B. "Oben" und "Unten". Auf die abgewickelte Fläche wird dann analog zur Innenfläche
des o.g. Gebildes ein ein Beschichtungsmittel tragendes unter einem Druck Po stehendes Gas
gebracht wird, während auf der Außenseite der Wandung (also unten), also außerhalb der
Kammer ein Druck Pu herrscht, wobei Po < Pu. Der weitere Vorgang der gezielten Beschich
tung ergibt sich analog wie beim zuvor beschriebenen schlauchförmigen Gewebe.
Wie bereits an anderer Stelle erwähnt kann das "Gewebe" tatsächlich gewebt sein. Es sind
jedoch auch andere vorteilhafte Macharten möglich: Das Gewebe kann als zweckmäßiges
elastisches Kunststoffmaterial, z. B. Silikon geformt, insbesondere extrudiert sein. Die Vorteile
liegen hier besonders in den Materialeigenschaften, nämlich sehr hohe Hitzebeständigkeit (z. T.
werden heiße Schußgase für den Sicherheitsgurt eingesetzt) bei hoher Elastizität.
Eine vorteilhafte Weiterbildung dieser Ausführungsform besteht in einer Ummantelung des
Silikonschlauches mit einem "Ausdehnungsbegrenzungsstrumpf". Dieser kann aus geflochte
nem oder gestrickten oder geraschelten Gewebe bestehen. Die Ausführungsform als gestrick
ter oder geraschelter Strumpf hat den Vorteil, daß sich das Gestrick voreinstellbar begrenzt
radial ausdehnen kann, während es sich dabei in Längsrichtung zusammenzieht. Es ergibt sich
dadurch beim Auslösen des Sicherheitsgurtes ein vorteilhafter zusätzlicher Straffungseffekt.
Außerdem wird bei dieser Vorgehensweise die oben beschriebene Faltung des Schlauches
nicht mehr benötigt, was zu Kosteneinsparungen führt.
Claims (21)
1. Gurtband, insbesondere für einen wenigstens teilweise aufblasbaren Sicherheitsgurt, mit
- a) einem, an wenigstens einer durch Seitenkanten begrenzten Flachseite (Ober- und/oder
Unterseite) angebrachten, sich mit dem Gurtband längserstreckenden
schlauchförmigen Gewebe,
gekennzeichnet durch folgende Merkmale: - b) das Gewebe (4) ist um parallel zur Längsrichtung des Gurtbandes (4) verlaufende Faltkanten so (zusammen)gefaltet, daß es an der jeweiligen Flachseite im wesent lichen anliegt, eine von der Flachseite wegzeigende Außenseite (16) aufweist und über die Seitenkanten (12) des Gurtbandes (4) nicht wesentlich übersteht,
- c) in dem den Seitenkanten (12) benachbarten Bereich ist das Gewebe (6) mit dem Gurtband (4) lösbar verbunden.
2. Gurtband nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein zweites Gurtband (42), das so
angeordnet ist, daß es das gefaltete schlauchförmige Gewebe (6) im wesentlichen
abdeckt und wenigstens im seinen Seitenkanten (12) benachbarten Bereich mit dem
Gewebe (6) und/oder dem ersten Gurtband (41) verbunden ist.
3. Gurtband nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch ein zweites Gurtband (42), das darin
besteht, daß das Gewebe (6) im Bereich der Außenseite (16) so verstärkt ist, daß es
betreffend seine Bruchlast die Funktion eines Gurtbandes (4) erfüllen kann.
4. Gurtband nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß auch das erste Gurtband (41)
integrierter Bestandteil des Gewebes (6) ist.
5. Gurtband nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß an den Seitenkanten (12) des
ersten (41) und/oder zweiten (42) Gurtbandes eine Kante (30) aus weichem Material
angebracht ist.
6. Gewebtes Schlauchgurtband, gekennzeichnet durch wenigstens zwei Weblagen, wobei
die Gesamtbruchlast bestimmter Kettfäden (43, 44) derjenigen der Kettfäden eines
herkömmlichen Gurtbandes (4) entspricht.
7. Gewebtes Schlauchgurtband nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
bestimmten Kettfäden (43, 44) nur in einem mittleren Bereich der Weblagen des
Gurtbandes angeordnet sind.
8. Gewebtes Schlauchgurtband nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die
bestimmten Kettfäden (43, 44) über die gesamte Webbreite gleichmäßig verteilt sind.
9. Gewebtes Schlauchgurtband nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils am
Rand des mittleren Bereiches des Gurtbandes Schlaufen (30) eingewebt sind, die im
Gurtband beim Abknicken entlang des Randes eine weiche Kante (z. B. Hohlkante)
ergeben.
10. Gewebter Gurtbandschlauch für ein Gurtband nach einem der Ansprüche 1 bis 9,
gekennzeichnet durch wenigstens drei Weblagen, wobei die mittlere(n) Weblage(n)
nach dem Webvorgang parallel zu den Kettfäden geteilt wurde(n).
11. Schlauchförmiges Gewebe oder Schlauch oder Schlauchgurtband nach einem der
vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß sie innen wenigstens be
reichsweise beschichtet sind.
12. Sicherheitsgurt mit einem Gurtband oder Schlauch nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß in die Flachseiten des oder der Gurtbänder
besondere Strukturen eingewebt sind.
13. Sicherheitsgurt mit einem Gurtband oder Schlauch nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das eine Gurtende mit einem Stück herkömm
lichen Gurtbandes verbunden ist, dessen Länge dem in den Aufrollmechanismus eines
Automatikgurtes laufendes Gurtbandabschnittes entspricht.
14. Gurtband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
schlauchförmige Gewebe (6) von den Seitenkanten (12) ausgehend in die Nähe einer
Gurtmittelachse (10) hin und von hier wieder nach außen zu den Seitenkanten (12) hin
mehrfach leporelloartig gefaltet ist, wobei sich zwischen den gefalteten Gewebelagen
ein Innenraum (5) ergibt.
15. Gurtband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
schlauchförmige Gewebe (6) in ausgewählten Bereichen eine ausgewählte Gaspermeabi
lität aufweist.
16. Gurtband nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das
schlauchförmige Gewebe (6) in ausgewählten Bereichen Abblasöffnungen aufweist.
17. Band, Schlauch oder Gewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch
gekennzeichnet, daß das schlauchförmige Gebilde zur Vereinfachung der Faltenbildung
(bei der Konfektionierung) in ausgewählten Bereichen entlang zur Schlauchlängsachse
parallel verlaufender Linien (vor-)geknickt ist.
18. Verfahren zur Herstellung eines Bands, Schlauchs oder Gewebes nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, daß das schlauchförmige Gebilde entlang der Linien über
heiße Bügelkanten geführt wird.
19. Verfahren zur Herstellung eines Bands, Schlauchs oder Gewebes nach Anspruch 17,
dadurch gekennzeichnet, daß das schlauchförmige Gebilde entlang der Linien gefaltet
und heiß gebügelt wird.
20. Band, Schlauch oder Gewebe nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 16,
dadurch gekennzeichnet, daß das schlauchförmige Gebilde innen wenigstens
bereichsweise mit einer Beschichtung versehen ist.
21. Verfahren zur Herstellung eines Bands, Schlauchs oder Gewebes nach Anspruch 20,
dadurch gekennzeichnet, daß
- a) das schlauchförmige Gebilde in eine im wesentlichen rohrförmige Kammer gebracht wird, deren Innenkontur etwa der Außenkontur des aufgefalteten Gebildes entspricht, wobei die Kammer eine wenigstens bereichsweise gaspermeable Wandung aufweist,
- b) in das Gebilde ein ein Beschichtungsmittel tragendes unter einem Druck Pi stehendes Gas eingebracht wird, während auf der Außenseite der Wandung, also außerhalb der Kammer ein Druck Pa herrscht, wobei Pi < Pa.
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