DE19819558A1 - Automatische Türanlage - Google Patents
Automatische TüranlageInfo
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Abstract
Beschrieben wird eine automatische Türanlage 1 mit geringer Bauhöhe und gleichzeitig geringer horizontaler Bautiefe. DOLLAR A Der Antriebsmotor 15 sowie weitere Komponenten 16 des Antriebs sind in einem Aufnahmeraum im Bereich eines ortsfesten vertikalen Pfostens oder Begrenzungselementes 2, 3 der Türanlage 1 angeordnet. Das Abtriebsglied 19, 21 des Antriebsmotors 15 ist über eine Umlenkung 23 bzw. eine Kupplung mit der im Bereich der Laufschiene 9 befindlichen Übertragungseinrichtung verbunden. Im Bereich des Laufschienenprofils 9 befinden sich vorzugsweise nur noch die zur unmittelbaren Kraftübertragung zum Flügel 5 notwendigen Komponenten wie Treibriemen 11, Schubglied 20, Mitnehmer 10 sowie ggf. eine Verriegelungseinrichtung. DOLLAR A Im Unterschied hierzu sind bei bekannten Antrieben für Schiebetüren, Falttüren oder dergleichen der Antriebsmotor und sämtliche übrigen Antriebskomponenten im Bereich der Laufschiene angeordnet, so daß ein relativ großer Bauraum über den Flügeln erforderlich ist.
Description
Die Erfindung betrifft eine automatische Türanlage nach dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Bekannte Türantriebe, wie z. B. ein in der DE-OS 36 02 567 beschriebener au
tomatischer Schiebetürantrieb, sind aus mehreren Komponenten zusammenge
setzt, wie elektrischer Motor, elektronische Steuerungseinheit, Träger mit
Laufschienenprofil, Verriegelungseinrichtung usw. Die einzelnen Komponenten
sind an einem ortsfesten horizontalen Träger angeordnet. Die Anordnung er
folgt im wesentlichen in einer gemeinsamen vertikalen Ebene im Bereich des
Trägers. Es ergibt sich damit eine relativ große Bauhöhe.
Die DE-OS 197 08 437 zeigt eine Schiebetüranlage, bei der die Antriebs- und
Steuerungseinrichtungen in einem Aufnahmeraum angeordnet sind, der sich
frontseitig an das Laufschienenprofil anschließt, wobei der Aufnahmeraum und
das Laufschienenprofil einen zusammengesetzten, im wesentlichen quader
förmigen Körper bilden. Durch diese Anordnung wird eine relativ niedrige Bau
höhe des Antriebs erreicht. Allerdings ist die horizontale Bautiefe eines derarti
gen Antriebs mehr als doppelt so groß wie seine Bauhöhe, so daß das An
triebsgehäuse einer derartigen Schiebetüranlage relativ weit zur Ebene der
Durchgangsöffnung vorsteht.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine Schiebetüranlage mit geringer Bauhöhe und
gleichzeitig geringer horizontaler Bautiefe zu entwickeln.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Antriebs- und
Steuerungseinrichtungen in einem Aufnahmeraum angeordnet sind, der sich im
Bereich eines ortsfesten vertikalen Pfostens oder Begrenzungselementes der
Türanlage befindet. Dadurch befinden sich im Bereich des Laufschienenprofils
vorzugsweise nur noch die zur unmittelbaren Kraftübertragung zum Flügel not
wendigen Komponenten wie Treibriemen, Schubglied, Mitnehmer sowie ggf.
die Verriegelungseinrichtung. Durch diese Anordnung wird - neben der gerin
gen Bauhöhe - eine ebenfalls geringe horizontale Bautiefe erreicht.
Die Antriebs- und Steuerungseinrichtungen können im Bereich eines ortsfesten
vertikalen Pfostens oder Begrenzungselementes der Türanlage angeordnet sein,
wobei sich die Antriebs- und Steuerungseinrichtungen mit dem Hauptteil ihrer
vertikalen Erstreckung im Bereich des Pfostens bzw. Begrenzungselementes
erstrecken und innerhalb des Pfostens bzw. Begrenzungselementes vorzugs
weise vollständig verdeckt angeordnet sind.
Alternativ können die Antriebs- und Steuerungseinrichtungen aufliegend auf
dem Pfosten bzw. Begrenzungselement angeordnet sein, vorzugsweise in ei
nem auf dem Pfosten bzw. dem Begrenzungselement aufliegend montierten
Gehäuse, wobei sich das Gehäuse über die gesamte vertikale Erstreckung der
Türöffnung erstreckt. Das Gehäuse kann an die Abmessungen und/oder an das
Material des vertikalen Pfostens angepaßt ausgebildet sein.
Das Gehäuse kann den vertikalen Pfosten vollständig oder zumindest teilweise
ersetzen.
Der Antriebsmotor kann als elektrischer Rotationsmotor, vorzugsweise mit Ro
tationsabtriebsglied, ausgebildet sein. Alternativ ist auch die Verwendung ei
nes Linearmotors, vorzugsweise mit linearem Stator/Rotor und linearem Ab
triebsglied, denkbar. Selbstverständlich kann der Antriebsmotor alternativ auch
als pneumatischer oder hydraulischer Antrieb ausgebildet sein.
Das Abtriebsglied wirkt vorzugsweise mit einer oberhalb der Flügeloberkante
ortsfest abgestützten Übertragungseinrichtung zusammen, die mit vorzugswei
se über starre Mitnehmer mit dem Flügel verbunden ist. Die Übertragungsein
richtung weist einen umlaufenden Treibriemen auf, welcher über ortsfest ab
gestützte Umlenkrollen mit vertikaler oder horizontaler Drehachse geführt ist.
In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Triebriemen mit einem Trum oder
beiden Trums innerhalb einer oder mehrerer Kammern des Laufschienenprofils
geführt, wodurch sich eine insgesamt sehr kompakte Anordnung im Bereich
des Laufschienenprofils ergibt.
Der Treibriemen kann aber auch außerhalb des Laufschienenprofils geführt
sein, wobei verschiedene Anordnungen denkbar sind, z. B. oberhalb, unterhalb
oder innerhalb einer horizontal mit dem Laufschienenprofil fluchtenden Ebene
bzw. vor, hinter oder innerhalb einer vertikal mit dem Laufschienenprofil fluch
tenden Ebene.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist die Übertragungseinrich
tung als Schubglied, z. B. als Kette, Zahnstange, flexibles Band oder derglei
chen ausgebildet, welche einen vertikalen Abschnitt und einen oberhalb der
Flügelkante angeordneten horizontalen Abschnitt aufweist, wobei der vertikale
und der horizontale Abschnitt über eine Umlenkeinrichtung umgelenkt sind.
Bei mehrflügeligen Türanlagen sind die im Bereich des Laufschienenprofils geführ
ten Schubstangen oder dergleichen vorzugsweise gegenläufig miteinander gekop
pelt, wobei vorzugsweise die Schubstangen zumindest abschnittsweise eine Ver
zahnung oder dergleichen aufweisen und mit einem Getriebe, vorzugsweise Zahn
rad, zusammenwirken.
Das Abtriebsglied des Antriebsmotors bzw. eines Getriebes kann in einen Be
reich oberhalb der Flügeloberkante ragen und dort mit der Übertragungseinrich
tung zusammenwirken.
Alternativ ist es denkbar, daß die Übertragungseinrichtung vorzugsweise über
eine Umlenkung in einen Bereich unterhalb der Flügeloberkante geführt ist, um
dort mit dem Abtriebsglied des Antriebsmotors bzw. des Getriebes zusammen
zuwirken, vorzugsweise in einer Antriebsverbindung, wobei der Treibriemen
bzw. die Schubstange im Übergangsbereich zwischen vertikalem Pfosten und der
Laufschiene über mindestens eine Umlenkung oder dergleichen geführt ist.
Die Umlenkung kann als Umlenkrolle oder dergleichen ausgebildet sein. Alternativ
ist es aber auch denkbar, daß Umlenkung als zumindest abschnittsweise flexibles
Zug- und Schubglied ausgebildet ist.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform weist der Treibriemen bzw. die
Schubstange im Übergangsbereich zwischen vertikalem Pfosten und der Lauf
schiene mindestens ein Kupplungsglied auf, wobei das Kupplungsglied den im Be
reich der Laufschiene geführten Abschnitt des Treibriemens bzw. der Schubstange
mit dem im Bereich des vertikalen Pfostens geführten Abschnitt des Treibriemens
bzw. der Schubstange kraftschlüssig verbindet.
In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist das Kupplungsglied lösbar,
um z. B. eine leichte Demontage des Antriebsmotors zu ermöglichen. Hierbei ist
das Gehäuse zusammen mit den darin angeordneten Komponenten des Antriebs
demontierbar bzw. austauschbar ausgebildet, wobei der im Bereich des Laufschie
nenprofils geführte Abschnitt des Treibriemens bzw. der Schubstange dort ver
bleibt.
Die Erfindung wird in den Figuren näher erläutert. Dabei zeigt:
Fig. 1 eine Frontansicht einer erfindungsgemäßen Türanlage;
Fig. 2 eine Frontansicht einer Türanlage (horizontale Blende abge
nommen) mit in einer horizontalen Ebene oberhalb der Lauf
schiene umlaufend geführtem Treibriemen;
Fig. 3 eine Frontansicht einer Türanlage (horizontale Blende abge
nommen) mit in einer horizontalen Ebene in Höhe der Lauf
schiene umlaufend geführtem Treibriemen;
Fig. 4 eine Frontansicht einer Türanlage mit in einer horizontalen
Ebene unterhalb der Laufschiene umlaufend geführtem Treib
riemen;
Fig. 5 eine Ansicht der Türanlage aus Fig. 4 von oben;
Fig. 6 eine Frontansicht einer Türanlage mit in einer vertikalen Ebene
umlaufend geführtem Treibriemen;
Fig. 7 eine Ansicht einer Türanlage mit in einer vertikalen Ebene vor
der Laufschiene umlaufend geführtem Treibriemen von oben;
Fig. 8 eine Ansicht einer Türanlage mit in einer vertikalen Ebene
fluchtend und in Höhe der Laufschiene umlaufend geführtem
Treibriemen von oben;
Fig. 9 eine Frontansicht einer Türanlage mit in einem mittleren Pfo
sten angeordnetem Antrieb;
Fig. 10 eine Ansicht der Türanlage aus Fig. 9 von oben;
Fig. 11 eine Frontansicht einer Türanlage mit einem Motor mit Schub
abtriebsglied und Schubstangen;
Fig. 12 eine Frontansicht einer Türanlage mit zwei separaten Motoren
mit Schubabtriebsglied und Schubstangen;
Fig. 13a-15b 3 Ausführungsbeispiele für Laufschienenprofile zur Führung
des Treibriemens in einer horizontalen Ebene im Bereich des
Laufschienenprofils, jeweils mit und ohne Laufwagen und
Treibriemen;
Fig. 16a-16b Laufschienenprofil zur Führung des Treibriemens in einer verti
kalen Ebene im Bereich des Laufschienenprofils, mit bzw. oh
ne Laufwagen und Treibriemen.
Fig. 1 zeigt in Frontansicht eine automatische Türanlage 1 mit zwei angetrie
benen Fahrflügeln 5 und zwei Standflügeln 6. Die Fahr- und Standflügel 5, 6
sind verglast. Oberhalb des horizontalen Riegels 4 sind drei Oberlichtfenster 7
angeordnet. Die Fahrflügel 5 befinden sich in diesem Ausführungsbeispiel so
wie in den folgenden Ausführungsbeispielen in teilweise geöffnetem Zustand.
Die seitliche Erstreckung der Türanlage wird durch die beiden vertikalen Pfo
sten 2 begrenzt, während die lichte Durchgangsbreite durch die beiden vertika
len Pfosten 3 vorgegeben ist. Die Fahrflügel 5 sind horizontal verschieblich ge
führt. Die Führung erfolgt im Bereich des horizontalen Riegels 4 und ist mittels
einer Abdeckung verkleidet. Die Abdeckung ist in den folgenden Ausführungs
beispielen nicht dargestellt, um die Einzelheiten des Antriebs zu zeigen.
In den Fig. 2 bis 5 werden Ausführungsbeispiele der Türanlage mit einem
in einer horizontalen Ebene umlaufend geführten Treibriemen 11 gezeigt.
Im Inneren des linken vertikalen Pfostens 2 sind der Antriebsmotor 15 sowie
weitere Komponenten 16 des Antriebs angeordnet. Diese weiteren Komponen
ten 16 umfassen insbesondere die Steuerung sowie beispielsweise auch den
Hilfsantrieb und/oder den Programmschalter. Der Antriebsmotor 15 weist eine
Abtriebswelle 21 auf, welche drehfest mit einer Antriebsscheibe 14 verbunden
ist. Die Antriebsscheibe 14 überträgt ihre Drehbewegung mittels eines umlau
fenden Riemens 12 auf einer der Umlenkrollen 13 des Treibriemens 11. Der
Treibriemen 11 wird mittels der Umlenkrollen 1 3 geführt und ist über die Mit
nehmer 10 mit den Fahrflügeln 5 verbunden, wobei der Mitnehmer 10 des
einen Fahrflügels 5 am vorderen Trum des Treibriemens 11 und der Mitneh
mer 10 des anderen Fahrflügels 5 am hinteren Trum des Treibriemens 11 befe
stigt ist, wodurch eine gegenläufige Bewegung der Fahrflügel 5 erzielt wird.
Jeder Fahrflügel 5 ist an mindestens zwei Laufwagen 8 aufgehängt. Die Lauf
wagen 8 sind in einer Laufschiene 9 verschiebbar.
In dem in Fig. 2 dargestellten Ausführungsbeispiel liegt der Treibriemen 11 in
einer horizontalen Ebene oberhalb der Laufschiene 9, während er im Ausfüh
rungsbeispiel nach Fig. 4 in einer horizontalen Ebene unterhalb der Laufschie
ne 9 angeordnet ist.
Die in Fig. 3 gezeigte Anordnung des Treibriemens 11 in einer horizontalen
Ebene in Höhe der Laufschiene 9 erlaubt eine besonders kompakte Ausführung
des Antriebs im Bereich des horizontalen Riegels 4. Der Treibriemen 11 kann
mit seinem vorderen und hinteren Trum vor der Laufschiene 9 umlaufend ge
führt sein. Alternativ kann jedoch auch der vor und der hintere Trum hinter der
Laufschiene 9 oder ein oder beide Trums in der Laufschiene 9 geführt sein.
Einzelheiten besonderer Ausführungen hierzu werden in den Fig. 13a bis
15b dargelegt, welche an späterer Stelle noch genauer beschrieben werden.
Das vorherige Ausführungsbeispiel ist in Fig. 5 in einer obenseitigen Ansicht
dargestellt, wobei die entsprechende Beschreibung auch für diese Figur gilt.
Die Fig. 6 bis 8 zeigen Ausführungsbeispiele der Türanlage mit einem verti
kaler Ebene geführtem Treibriemen. Die Anordnung des Antriebsmotors 15
sowie der weiteren Komponenten 16 entspricht prinzipiell derer in den voran
gehenden Ausführungsbeispielen. Gleiches gilt für die Aufhängung der Fahrflü
gel 5 an in der Laufschiene 9 verschiebbaren Laufwagen 8.
Die Übertragung der Drehbewegung der Abtriebswelle 21 erfolgt über ein Ge
triebe 22, welches die Antriebsscheibe 14 mit horizontaler Drehachse trägt.
Die Umlenkrölle 13 weist ebenfalls eine horizontale Drehachse auf, so daß der
Treibriemen 11 in einer vertikalen Ebene geführt ist. Der Mitnehmer 10 des
einen Fahrflügels 5 ist mit dem oberen Trum des Treibriemens 11 verbunden,
während der Mitnehmen 10 des anderen Fahrflügels 5 am unteren Trum des
Treibriemens 11 angelenkt ist; hierdurch ergibt sich eine gegenläufige Bewe
gung der Fahrflügel 5.
Die Fig. 7 und 8 stellen zwei unterschiedliche Ausführungsbeispiele der
Anordnung nach Fig. 6 dar. Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 7 liegt
der Treibriemen 11 in vertikalen Ebene vor der Laufschiene 9. Dagegen liegt in
Fig. 8 die vertikale Ebene, in der der Treibriemen 11 geführt ist, in Höhe der
Laufschiene 9, wodurch eine besonders kompakte Ausgestaltung des Antriebs
im Bereich des horizontalen Riegels 4 erreicht wird. Der obere und der untere
Trum der Treibriemens 11 können außerhalb oder innerhalb der Laufschiene 9
geführt sein in entsprechender Weise wie in den vorangehenden Ausführungs
beispielen, jedoch in einer vertikalen Ebene miteinander fluchtend. Einzelheiten
hierzu werden in den Fig. 16a und 16b gezeigt, welche an späterer Stelle
noch genauer beschrieben werden.
Bei dem in Fig. 9 und 10 dargestellten Ausführungsbeispiel handelt es sich
um eine Türanlage mit Anordnung des Antriebsmotors 15 sowie weiterer
Komponenten 16 in einem der mittleren vertikalen Pfosten 3. Die Führung der
Fahrflügel mittels der Laufwagen 8 in der Laufschiene 9 entspricht prinzipiell
derer in den vorangegangenen Ausführungsbeispielen. Auch die Anordnung
der Mitnehmer 10 der Laufwagen 8 an den beiden Trums des Treibriemens 11
zur Erzielung einer gegenläufigen Bewegung der Fahrflügel 5 sowie die Füh
rung des Treibriemens 11 in einer horizontalen Ebene durch die beiden Um
lenkrollen 13 wurden schon anhand der vorangegangenen Ausführungsbeispie
le dargestellt.
Zwei weitere Umlenkrollen 13a lenken den Treibriemen 11 in den Bereich des
mittleren vertikalen Pfostens 3, in welchem der Antriebsmotor 15 mit seiner
Antriebsscheibe 14 angeordnet ist. Die Antriebsscheibe 14 ist in gewohnter
Weise drehfest auf der Abtriebswelle 21 des Antriebsmotors 15 befestigt.
Die Fig. 11 und 12 zeigen zwei weitere Ausführungsbeispiele der Türanla
ge, wobei der Antriebsmotor 15 jeweils als Motor mit linearem Abtriebsglied
(elektrischer Linearmotor) ausgebildet ist und einen ortsfesten Stator 17 sowie
einen verschiebbaren Rotor 18 aufweist. Am Rotor 18 ist das lineare Ab
triebsglied 19 angelenkt, welches über das Schubglied 20 auf die an den
Laufwagen 8 der Fahrflügel 5 befestigten Mitnehmer 10 wirkt. Im Bereich des
Übergangs zwischen vertikalem Pfosten 2 und horizontalem Riegel 4 ist das
Schubglied 20 über eine Umlenkung 23 geführt.
Fig. 11 zeigt ein Ausführungsbeispiel mit einem gemeinsamen Antriebsmotor
15 mit linearem Abtriebsglied 19 zum Antrieb beider Fahrflügel 5. Das Schub
glied 20 ist auf seiner dem Antriebsmotor 15 abgewandten Seite (in der Zeich
nung rechts) über eine weitere Umlenkung 23 geführt, so daß eine gegenläufi
ge Bewegung der Fahrflügel 5 gewährleistet ist. Die Umlenkung 23 kann als
biegeflexibler Abschnitt des Schubglieds 20 ausgebildet sein.
Alternativ ist die Umlenkung 23 aber auch als Zahnstange-Zahnrad-Kombina
tion denkbar (in dieser Abbildung nicht dargestellt), wobei die beiden separaten
Schubglieder 20 zumindest abschnittsweise verzahnt sind und mit einem ge
meinsamen Zahnrad zusammenwirken, wodurch die gegenläufige Bewegung
der beiden separaten Schubglieder 20 erzielt wird.
Bei dem in Fig. 12 gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es sich um eine
Anordnung mit zwei separaten Antriebsmotoren 15 mit jeweils linearem Ab
triebsglied 19, wobei jeder Antriebsmotor 15 je einen Fahrflügel 5 antreibt. Die
gegenläufige Bewegung der Fahrflügel 5 wird durch die Steuerung des Türan
triebs gewährleistet. Es ist bei dieser Anordnung jedoch auch denkbar, die bei
den Fahrflügel 5 nicht synchron gegenläufig, sondern an die jeweilige Situation
angepaßt zu bewegen. Dadurch, daß das Schubglied 20 im Bewegungsbereich
der Laufwagen 8 geführt ist, ergibt sich eine besonders kompakte Aus
gestaltung des Antriebs.
Die Fig. 13a bis 15b zeigen drei verschiedene Ausführungsbeispiele zur
Ausgestaltung des Laufschienenprofils 9 zur Führung des Treibriemens 11 in
einer horizontalen Ebene im Bereich des Laufschienenprofils 9. Das Laufschie
nenprofil 9 weist jeweils einen Aufnahmeraum 9a auf, in welchem sich die
Laufwagen 8 bewegen. Die Laufwagen 8 sind jeweils über Mitnehmer 10 mit
je einem Trum des Treibriemens 11 verbunden. Da der sichtbare Laufwagen 8
nicht gleichzeitig mit beiden Trums verbunden sein kann, ist der in der Abbil
dung jeweils rechte Mitnehmer 10 gestrichelt gezeichnet; er wirkt mit einem
weiteren, hier nicht sichtbaren Laufwagen 8 des anderen Fahrflügels 5 zusam
men.
In den Fig. 13a und 13b ist ein Laufschienenprofil 9 mit einem zusätzlichen
Aufnahmeraum 9b für einen Trum des Treibriemens 11 dargestellt. Der andere
Trum des Treibriemens 11 ist außerhalb des Laufschienenprofils angeordnet.
Bei dem in den Fig. 14a und 14b gezeigten Ausführungsbeispiel handelt es
sich um ein Laufschienenprofil 9 mit zwei zusätzlichen Aufnahmeräumen 9b,
wobei jeder Aufnahmeraum jeweils zur Aufnahme eines Trums des Treibrie
mens 11 dient.
Das mit den Fig. 15a und 15b dargestellte Ausführungsbeispiel zeigt ein
Laufschienenprofil 9 mit einem verbreiterten Aufnahmeraum 9a, in welchem
neben den Laufwagen 8 auch die beiden Trums des Treibriemens 11 aufge
nommen sind. Hierdurch wird eine besonders kompakte Ausgestaltung des
Antriebs erreicht.
Die Fig. 16a und 16b zeigen ein Laufschienenprofil 9 zur Führung des
Treibriemens 11 in einer vertikalen Ebene im Bereich des Laufschienenprofils 9,
wobei der obere Trum des Treibriemens 11 in einem zusätzlichen Aufnahme
raum 9b aufgenommen ist. Der untere Trum des Treibriemens 11 verläuft un
terhalb des Laufschienenprofils. Die Aufhängungen der Fahrflügel 5 an den
Laufwagen 8 sind dementsprechend bügelartig um den unteren Trum des
Treibriemens 11 herumgeführt, wobei ein Laufwagen 8 des einen Fahrflügels 5
durch einen Mitnehmer 10 mit diesem Trum verbunden ist. Ein weiterer Lauf
wagen 8 des anderen Fahrflügels 5 ist durch einen weiteren Mitnehmer 10 am
oberen Trum des Treibriemens 11 angelenkt.
1
Türanlage
2
vertikaler Pfosten (außen)
3
vertikaler Pfosten (innen)
4
horizontaler Riegel
5
Fahrflügel
6
Standflügel
7
Oberlichtfenster
8
Laufwagen
9
Laufschiene
9
a Aufnahmeraum für Laufwagen
9
b Aufnahmeraum für Treibriemen
10
Mitnehmer
11
Treibriemen
12
Riemen
13
Umlenkrolle
13
a Umlenkrolle
14
Antriebsscheibe
15
Antriebsmotor
16
weitere Antriebskomponenten
17
Stator
18
Rotor
19
lineares Abtriebsglied
20
Schubglied
21
Abtriebswelle
22
Getriebe
23
Umlenkung
Claims (26)
1. Automatische Türanlage mit mindestens einem angetriebenen Flügel, ins
besondere Schiebeflügel, Faltflügel oder dergleichen,
mit einer horizontalen Laufschiene, in der der Flügel geführt ist,
mit einem elektrischen Antriebsmotor, der ortsfest angeordnet ist und ab triebsseitig ein, zumindest abschnittsweise, parallel zur Laufschiene ge führtes Schub- oder Zugglied antreibt, das mit dem Flügel verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antriebsmotor (15) im Bereich eines ortsfesten vertikalen Pfo stens oder vertikalen Begrenzungselementes (2, 3) der Türanlage (1) oder einer seitlichen Wand angeordnet ist.
mit einer horizontalen Laufschiene, in der der Flügel geführt ist,
mit einem elektrischen Antriebsmotor, der ortsfest angeordnet ist und ab triebsseitig ein, zumindest abschnittsweise, parallel zur Laufschiene ge führtes Schub- oder Zugglied antreibt, das mit dem Flügel verbunden ist,
dadurch gekennzeichnet,
daß der Antriebsmotor (15) im Bereich eines ortsfesten vertikalen Pfo stens oder vertikalen Begrenzungselementes (2, 3) der Türanlage (1) oder einer seitlichen Wand angeordnet ist.
2. Automatische Türanlage nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Antriebsmotor (15) sich mit dem Hauptteil seiner
vertikalen Erstreckung im Bereich des Pfostens bzw. Begrenzungselemen
tes (2, 3) erstreckt.
3. Automatische Türanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (15) innerhalb
des Pfostens bzw. Begrenzungselementes (2, 3) vorzugsweise vollständig
verdeckt angeordnet ist.
4. Automatische Türanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (15) auflie
gend auf dem Pfosten bzw. Begrenzungselement (2, 3) angeordnet ist,
vorzugsweise in einem auf dem Pfosten bzw. dem Begrenzungselement
(2, 3) aufliegend montierten Gehäuse.
5. Automatische Türanlage nach Anspruch 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Gehäuse sich über die gesamte vertikale Erstrec
kung der Türöffnung erstreckt.
6. Automatische Türanlage nach Anspruch 4 oder 5, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Gehäuse an die Abmessungen und/oder an
das Material des vertikalen Pfostens (2, 3) angepaßt ausgebildet ist.
7. Automatische Türanlage nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch
gekennzeichnet, daß das Gehäuse den vertikalen Pfosten (2, 3)
vollständig oder zumindest teilweise ersetzt.
8. Automatische Türanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (15) im Be
reich der vertikalen Begrenzung der Türöffnung angeordnet ist, vorzugs
weise die vertikale Begrenzung zumindest abschnittsweise bildet.
9. Automatische Türanlage nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Antriebsmotor (15) als Elektromotor ausgebildet ist.
10. Automatische Türanlage nach Anspruch 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Antriebsmotor (15) als pneumatischer oder hydrauli
scher Antrieb ausgebildet ist.
11. Automatische Türanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (15) als
Rotationsmotor, vorzugsweise mit Rotationsabtriebsglied (21), ausgebildet
ist.
12. Automatische Türanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß der Antriebsmotor (15) als Line
armotor, vorzugsweise mit linearem Stator (17)/Rotor (18) mit linearem
Abtriebsglied (19), ausgebildet ist.
13. Automatische Türanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das Abtriebsglied (19, 21) mit
einer oberhalb der Flügeloberkante ortsfest abgestützten Übertragungs
einrichtung (11, 20) zusammenwirkt, die mit vorzugsweise über starre
Mitnehmer (10) mit dem Flügel (5) verbunden ist.
14. Automatische Türanlage nach Anspruch 13, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Übertragungseinrichtung einen umlaufenden Treib
riemen (11) aufweist.
15. Automatische Türanlage nach Anspruch 14, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Treibriemen (11) über Umlenkrollen (13, 13a) ge
führt ist, die mit vertikaler oder mit horizontaler Drehachse ortsfest abge
stützt sind.
16. Automatische Türanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das Abtriebsglied (19, 20) als
Schubglied, z. B. als Kette, Zahnstange, flexibles Band oder dergleichen
ausgebildet ist, das einen vertikalen Abschnitt (19) und einen oberhalb
der Flügelkante angeordneten horizontalen Abschnitt (20) aufweist, wobei
der vertikale und der horizontale Abschnitt über eine Umlenkeinrichtung
(23) umgelenkt sind.
17. Automatische Türanlage nach Anspruch 16, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Umlenkung (23) als zumindest abschnittsweise flexi
bles Schubglied (20) ausgebildet ist.
18. Automatische Türanlage nach Anspruch 16 oder 17, dadurch ge
kennzeichnet, daß die im Bereich der Laufschiene (9) geführten
Schubglieder (20) gegenläufig miteinander gekoppelt sind, wobei vorzugs
weise vorgesehen ist, daß die Schubglieder (20) zumindest abschnittsweise
eine Verzahnung oder dergleichen aufweisen und mit einem Getriebe, vor
zugsweise Zahnrad, zusammenwirken.
19. Automatische Türanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das Abtriebsglied (19, 21) des
Antriebsmotors in einen Bereich oberhalb der Flügeloberkante ragt und
dort mit der Übertragungseinrichtung (11, 20) zusammenwirkt.
20. Automatische Türanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß die Übertragungseinrichtung,
z. B. ein Treibriemen (11), eine Kette, ein Metallband (20), vorzugsweise
über eine Umlenkung (23) in einen Bereich unterhalb der Flügeloberkante
geführt ist, um dort mit dem Abtriebsglied (19, 21) des Antriebsmotors
(15) zusammenzuwirken, vorzugsweise in einer Antriebsverbindung.
21. Automatische Türanlage nach einem der Ansprüche 16 bis 20, dadurch
gekennzeichnet, daß der Treibriemen (11) bzw. das Schubglied
(20) im Übergangsbereich zwischen vertikalem Pfosten (2, 3) und der Lauf
schiene (9) mindestens ein Kupplungsglied aufweist.
22. Automatische Türanlage nach Anspruch 21, durch gekenn
zeichnet, daß das Kupplungsglied den im Bereich der Laufschiene (9)
geführten Abschnitt des Treibriemens (11) bzw. des Schubglieds (20) mit dem
im Bereich des vertikalen Pfostens (2, 3) geführten Abschnitt des Treibrie
mens (11) bzw. des Schubglieds (20) kraftschlüssig verbindet.
23. Automatische Türanlage nach Anspruch 21 oder 22, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Kupplungsglied lösbar ist.
24. Automatische Türanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß weitere Komponenten (16) des An
triebs, beispielsweise eine Steuerung und/oder ein Getriebe und/oder ein
Hilfsantrieb, im Bereich eines ortsfesten vertikalen Pfostens oder vertikalen
Begrenzungselementes (2, 3) der Türanlage oder Wand angeordnet ist
bzw. sind, vorzugsweise in demselben Aufnahmeraum wie der Antriebsmotor
(15).
25. Automatische Türanlage nach Anspruch 24, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Hilfsantrieb die Türflügel (5) öffnet bzw. schließt vor
zugsweise bei Ausfall der Energieversorgung und/oder in Notsituationen.
26. Automatische Türanlage nach einem der vorangehenden Ansprüche, da
durch gekennzeichnet, daß das Gehäuse zusammen mit den
darin angeordneten Komponenten (14, 15, 16, 17, 18, 19, 21, 22) des An
triebs demontierbar bzw. austauschbar ausgebildet ist, wobei der im Bereich
der Laufschiene (9) geführte Abschnitt des Treibriemens (11) bzw. des
Schubglieds (20) dort verbleibt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19819558A DE19819558A1 (de) | 1998-04-30 | 1998-04-30 | Automatische Türanlage |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19819558A DE19819558A1 (de) | 1998-04-30 | 1998-04-30 | Automatische Türanlage |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19819558A1 true DE19819558A1 (de) | 1999-11-04 |
Family
ID=7866429
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19819558A Withdrawn DE19819558A1 (de) | 1998-04-30 | 1998-04-30 | Automatische Türanlage |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19819558A1 (de) |
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- 1998-04-30 DE DE19819558A patent/DE19819558A1/de not_active Withdrawn
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