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Die
Erfindung bezieht sich auf die Halbleitertechnologie und betrifft
insbesondere einen Schaltkreis für
die Anwendung in einer integrierten Schaltung im Submikrometerbereich
zum Schutz von internen Schaltkreisen gegen elektrostatische Entladungen,
im folgenden ESD-Schutzschaltkreis genannt (ESD: electrostatic discharge).
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Bei
der Herstellung von integrierten Schaltungen stellt die elektrostatische
Entladung (ESD) ein ernsthaftes Problem dar, welche Schäden in den
internen Schaltkreisen der integrierten Schaltungen verursachen
kann.
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Dieses
Problem kann durch einen ESD-Schutzschaltkreis gelöst werden,
der an die Eingang/Ausgangsanschlüsse von CMOS-Bauelementen (complementary
metal-oxide semiconductor) angeschlossen, auf dem Chip selbst ausgebildet
ist. Da die Technologie der Halbleiterherstellung in den Submikrometerbereich
der Integration fortgeschritten ist, ist der herkömmliche
ESD-Schutzschaltkreis nicht länger
geeignet, eine ausreichende ESD-Festigkeit
(Widerstandsfähigkeit
der integrierten Schaltung gegen elektrostatische Entladungen) zu
gewährleisten.
Dieses Problem wird im folgenden, bezugnehmend auf die 1–3,
näher erläutert.
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1 zeigt ein Prinzipschaltbild
eines herkömmlichen
ESD-Schutzschaltkreises, der an die Eingangsstufe 10 des
internen Schaltkreises einer integrierten Schaltung angeschlossen
ist. Wie aus 1 ersichtlich,
ist ein ESD-Schutzschaltkreis, der ein Feldoxidbauelement F1 (FOD),
einen Widerstand R1 und einen ersten NMOS-Transistor N1 aufweist, dessen
Gateanschluss auf Masse liegt, zwischen dem Eingangsanschluss IP
und der Eingangsstufe 10 eingebaut, die aus einem CMOS
gebildet ist, das ein Paar in Reihe geschalteter PMOS- und NMOS-Transistoren
aufweist. Das FOD F1 ist über seinen
Drainanschluss mit dem Eingangsanschluss IP und über seinen Sourceanschluss
mit Masse VSS verbunden. Der Widerstand
R1 ist zwischen den Eingangsanschluss IP und die Eingangsstufe 10 geschaltet.
Der erste NMOS-Transistor N1 ist über seinen Drainanschluss mit
dem Knotenpunkt zwischen dem Widerstand R1 und der Eingangsstufe 10 verbunden
und über
seinen Sourceanschluss an Masse VSS angeschlossen.
Der Gateanschluss des NMOS-Transistors ist an dessen Sourceanschluss und
damit mit diesem zusammen an Masse VSS angeschlossen.
Wenn eine Überspannung
infolge elektrostatischer Entladung am Eingangsanschluss IP anliegt,
wird sie durch den Widerstand R1 zum Gateoxid der gepaarten PMOS-
und NMOS-Transistoren der
Eingangsstufe 10 geleitet. Um die an dem Gateoxid abfallende Überspannung
zu unterdrücken,
ist der erste NMOS-Transistor N1, dessen Gateanschluss auf Massa
liegt, derart ausgelegt, dass er im Durchbruchbereich arbeitet,
so dass der ESD-Strom nach Masse abgeführt werden kann. Wird die integrierte
Schaltung jedoch in der Submikrometertechnologie hergestellt, wird
das Gateoxid zum Zwecke des Hochgeschwindigkeits- und Niederspannungsbetriebs
mit einer sehr kleinen Schichtdicke ausgebildet. Diese kleine Schichtdicke
senkt die Durchbruchspannung des Gateoxid in der Eingangsstufe 10 bedeutend.
Um sicherzustellen, dass der ESD-Schutzschaltkreis dennoch wirksam
bleibt, ist es in diesem Fall erforderlich, dass die Durchbruchspannung
des Gate-geerdeten
ersten NMOS-Transistors N1 kleiner als die Durchbruchspannung des
Gateoxid in der Eingansstufe 10 ist. Um dies zu erreichen,
muss die Kanallänge
des Gate-geerdeten ersten NMOS-Transistors N1 so kurz wie möglich sein,
um die gewünschte niedrige
Durchbruchspannung zu gewährleisten. Eine
kleine Kanallänge
macht jedoch den Gate-geerdeten
ersten NMOS-Transistor N1 unerwünscht
weniger widerstandsfähig
gegen hohen ESD-Stress. Die Bereitstellung des Widerstands R1 ist
eine Lösung
für dieses
Problem, indem der Widerstand R1 den ESD-Strom, der durch den Gate-geerdeten NMOS-Transistor
N1 fliesst, verringern kann. Je grösser der Widerstandswert des
Widerstands R1, umso mehr kann der Widerstand R1 den ESD-Strom, der
durch den Gate-geerdeten NMOS-Transistor fliesst, verringern. Ein
grösserer
Widerstandswert für den
Widerstand R1 verursacht jedoch eine beträchtliche unerwünschte Zeitverzögerung des
Signals, welches vom Eingangsanschluss IP zu der Eingangsstufe 10 der
integrierten Schaltung übertragen wird,
wodurch die Leistung der integrierten Schaltung verschlechtert wird.
Aus der vorhergehenden Beschreibung ist ersichtlich, dass die Benutzung
des ESD- Schutzschaltkreises
nach 1 in einer integrierten
Schaltung zu Kompromissen in der Ausführung dieses ESD-Schutzschaltkreises
führt.
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In
dem Schaltkreis nach 1 wird
das FOD F1 verwendet, um den ESD-Strom von dem Eingangsanschluss
IP aufzunehmen. Dieses FOD P1 ist ohne LDD-Struktur (lightly-doped
drain, schwachdotierten Drainanschluss) ausgebildet, so dass es
eine grössere
Festigkeit gegenüber
dem ESD-Strom hat als der Gategeerdete NMOS-Transistor N1. In der Praxis,
wenn das FOD F1 in der 0,5 μm
CMOS-Technologie hergestellt wird, ist die ESD-Festigkeit des FOD
F1 zweimal grösser
als die des Gate-geerdeten NMOS-Transistors N1, wenn beide die gleiche
Layoutfläche
aufweisen. Wenn das FOD P1 mit einer gossen Kanallänge ausgebildet
wird, kann es eine höhere
Durchbruchspannung haben als der Gate-geerdete erste NMOS-Transistor
N1. Die Durchbruchspannung des FOD F1 kann darum nahezu gleich oder
grösser
als die Durchbruchspannung des Gateoxid in der Eingangstufe 10 sein.
Deshalb kann die Kombination von FOD P1 mit dem ersten Gate-geerdeten
NMOS-Transistor N1 einen ESD-Schutz für die Eingangsstufe 10 der
integrierten Schaltung gewährleisten.
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Durch
jüngste
Forschungen wurde herausgefunden, dass eine Vorspannung, an das
Substrat der integrierten Schaltung angelegt, dazu verwendet werden
kann, die ESD-Festigkeit zu erhöhen. 2 zeigt einen Graph, der
bei unterschiedlichen Substratvorspannungen die unterschiedlichen IDS-VDS-Kennlinien
(Drain-Source-Strom über Drain-Source
Spannung) des FOD F1 und des Gate-geerdeten ersten NMOS-Transistors
N1 im Schaltkreis nach 1 darstellt,
wenn diese im Durchbruchbereich arbeiten. Wie aus 2 ersichtlich, stellt die Kurve 20 die
IDS-VDS-Kennlinie
des Gate-geerdeten ersten NMOS-Transistors N1 dar, wenn das Substrat
mit 0 V vorgespannt ist. Diese Kurve 20 zeigt einen zweiten
Durchbruchpunkt 21 in der IDS-VDS-Kennlinie des ersten NMOS-Transistors N1.
Die Kurve 22 stellt die IDS-VDS-Kennlinie
des FOD F1 dar, wenn das Substrat mit 0 V vorgespannt ist, wobei
die Kurve 22 einen zweiten Durchbruchpunkt 23 in
der Kennlinie des FOD F1 zeigt. Die Kurve 24 stellt die
IDS-VDS-Kennlinie
des FOD F1 dar, wenn an das Substrat eine Vorspannung von 0,8 V
angelegt ist, wobei die Kurve 24 einen zweiten Durchbruchpunkt 25 in
der Kennlinie des FOD P1 zeigt. Aus den Kennlinien nach 2 ist ersichtlich, dass
die Position des zweiten Durchbruchpunktes des FOD F1 und des Gate-geerdeten
ersten NMOS-Transistors N1 durch die angelegte Substratvorspannung
beeinflusst werden kann.
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Die
ESD-Festigkeit des FOD kann durch Ermitteln der Beziehung zwischen
dem zweiten Durchbruchstrom It2 und der
Substratvorspannung VSB bestimmt werden. 3 zeigt einen Graph, in dem die Punkte
die It2-VSB-Kennlinie
des FOD F1 nach 1 darstellen,
wenn dieses in der 0,5 μm
CMOS-Technologie hergestellt ist, und die Rechtecke die It2-VSB-Kennlinie des Gate-geerdeten
ersten NMOS-Transistors N1 nach 1 darstellen.
Die Stromstärke
It2 bezogen auf die Breite des Kanals des
FOD F1 kann durch Einstellung der an das Substrat angelegten Vorspannung
in Durchlassrichtung erhöht
werden. Aus 2 und 3 ist ersichtlich, dass die
Stromstärke
It2 im ersten NMOS-Transistor N1 bei 0 V
Substratvorspannung 4,8 mA/μm
beträgt.
Wenn eine 0 V Vorspannung an das Substrat des FOD P1 angelegt wird,
beträgt
die Stromstärke
It2 9,0 mA/μm; und wenn eine 0,8 V Vorspannung
angelegt wird, wird die Stromstärke
It2 auf 18,2 mA/μm erhöht, welche etwa viermal grösser ist
als die im Gate-geerdeten ersten NMOS-Transistor N1 mit 0 V Substratvorspannung
und zweimal grösser
ist als die im FOD, wenn 0 V Substratvorspannung angelegt wird.
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Die
ESD-Festigkeit eines ESD-Schutzschaltkreises ist im wesentlichen
proportional zu der Stärke des
zweiten Durchbruch- Stroms It2. Anders gesagt, die
ESD-Festigkeit des ESD-Schutzschaltkreises
im Human body mode (HBM, Mass zur Bestimmung der elektrostatischen
Aufladung einer Person) ist ungefähr gleich der Multiplikation
der Grösse
des zweiten Durchbruchstroms mit dem Wert des Standard-Entladungswiderstands
in HBM, d. h. 1500 Ω.
Wenn daher an das Substrat des FOD eine geeigneten Vorspannung angelegt
wird, kann das FOD mit nur einer kleinen Layoutfläche auf
dem integrierten Schaltkreis eine relativ grosse ESD-Festigkeit
bereitstellen.
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DE 195 18 550 C2 beschreibt
eine latchup-freie, vollständig
geschützte,
CMOS-Chipinterne Schaltung zum Schutz von in Gehäuse eingesetzten, internen
integrierten Schaltungen (IC's)
vor unerwünscht
hohen Spannungsspitzen, die sich aus elektrostatischen Entladungen
(ESE) aufgrund ihrer Handhabung ergeben, und insbesondere eine Eingangsschutzschaltung,
die direkt sowohl NMOS- als auch PMOS-Elemente der Eingangsstufe
einer integrierten Schaltung vor ESE-Beschädigungen schützt.
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Es
ist daher Aufgabe der Erfindung einen substratgetriggerten ESD-Schutzschaltkreis
zu schaffen, insbesondere für
die Anwendung in integrierten Schaltungen im Submikrometerbereich,
um einen hohen ESD-Schutz zu gewährleisten,
welcher ohne zusätzliche
Herstellungsschritte hergestellt werden kann.
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Diese
Aufgabe wird durch den ESD-Schutzschaltkreis gemäß Anspruch 1 gelöst.
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Gemäss dem Prinzip
der Erfindung, weist der ESD-Schutzschaltkreis:
- (a)
eine Eingangsstufe, die zwischen den Eingangsanschluss und den internen
Schaltkreis der integrierten Schaltung geschaltet ist;
- (b) einen ersten NMOS-Transistor, dessen Drainanschluss an den
Eingangsanschluss angeschlossen ist und dessen Gateanschluss mit
Masse verbunden ist;
- (c) einen Widerstand, an dessen einen Anschluss unter Festlegung
eines Knotenpunktes zwischen dem Widerstand und dem Sourceanschluss
des NMOS-Transistors dieser über
seinen Sourceanschluss angeschlossen ist, wobei der andere Anschluss
des Widerstands an Masse angeschlossen ist; und
- (d) ein FOD (Feldoxidbauelement, field oxide device) mit einem
darin ausgebildeten parasitären LBJT
(lateraler Bipolartransistor, lateral bipolar junction transistor)
auf, wobei das FOD über
seinen Drainanschluss mit dem Eingangsanschluss und über seinen
Sourceanschluss mit Masse verbunden ist.
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Im
diesem ESD-Schutzschaltkreis ist das Substrat des FOD sowie der
Sourceanschluss und das Substrat des ersten NMOS-Transistors gemeinsam
an den Knotenpunkt angeschlossen. Der Kollektor des parasitäre LBJT
ist aus dem Drainanschluss des FOD gebildet. Der Emitter des parasitären LBJT ist
aus dem Sourceanschluss des FOD gebildet und die Basis ist aus dem
Substrat des FOD gebildet.
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Gemäss einem
anderen Aspekt der Erfindung ist das Feldoxidbauelement FOD ein
zweiter NMOS-Transistor, der zusätzlich über seinen Gateanschluss
mit Masse (VSS) verbunden ist.
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Gemäss einem
weiteren Aspekt der Erfindung weist der erste NMOS-Transistor einen
Kanal eines ersten Halbleitertyps auf, wobei der erste NMOS-Transistor
statt an Masse (VSS) an eine Vorspannung
angeschlossen ist und wobei der zweite NMOS-Transistor einen Kanal
des ersten Halbleitertyps aufweist und der zweite NMOS-Transistor
statt an Masse (VSS) an die Vorspannung
angeschlossen ist.
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Die
Erfindung schafft einen ESD-Schutzschaltkreis, der durch die Anwendung
eines substratgetriggerten Verfahrens charakterisiert ist, mit dem ein
parasitärer
LBJT im ESD-Schutzschaltkreis
getriggert und dadurch der zweite Durchbruchstrom erhöht wird,
um so den ESD-Schutz zu verbessern. Ferner kann bei dem ESD-Schutzschaltkreis
gemäss Erfindung
eine kleine Triggerspannung für
den ESD-Schutz verwendet werden und dennoch wird ein verbesserter
ESD-Schutz für
integrierte Schaltungen im Submikrometerbereich gewährleistet.
Ausserdem ist der ESD-Schutzschaltkreis nach der Erfindung durch
die Bereitstellung einer N-Wannen-Struktur im Substrat charakterisiert,
auf dem der ESD-Schutzschaltkreis
und die damit verbundenen integrierten Schaltungen im Submikrometerbereich ausgebildet
werden, um den ESD-Schutz zu verbessern.
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Die
Erfindung wird anhand der folgenden detaillierten Beschreibung einer
bevorzugten Ausführungsform
unter Bezugnahme auf die Zeichnung näher erläutert, in der:
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1 ein
Prinzipschaltbild eines herkömmlichen
ESD-Schutzschaltkreis zeigt;
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2 einen
Graph zeigt, der die unterschiedlichen IDS-VDS-Kennlinien (Drain-Source-Strom über Drain-Source-Spannung)
eines FOD und eines NMOS-Transistors darstellt, welche im herkömmlichen
ESD-Schutzschaltkreis nach 1 verwendet werden;
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3 einen
Graph zeigt, der die It2-VSB-Kennlinie
eines FOD darstellt, das in der 0,5 μm CMOS-Technologie hergestellt
ist;
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4 ein
Prinzipschaltbild der ersten bevorzugten Ausführungsform des ESD-Schutzschaltkreises
gemäss
der Erfindung zeigt;
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5 einen
schematischen Querschnitt einer ersten Realisierung des ESD-Schutzschaltkreises
nach 4 in dem Substrat der integrierten Schaltung im
Submikrometerbereich zeigt;
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6 einen
schematischen Querschnitt einer zweiten Realisierung des ESD-Schutzschaltkreises
nach 4 in dem Substrat der integrierten Schaltung im
Submikrometerbereich zeigt;
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7 ein
Prinzipschaltbild der zweiten bevorzugten Ausführungsform des ESD-Schutzschaltkreises
gemäss
der Erfindung zeigt;
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8 einen
schematischen Querschnitt der ersten Realisierung des ESD-Schutzschaltkreises nach 7 in
dem Substrat der integrierten Schaltungen im Submikrometerbereich
zeigt;
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9 einen
schematischen Querschnitt der zweiten Realisierung des ESD-Schutzschaltkreises nach 7 in
dem Substrat der integrierten Schaltungen im Submikrometerbereich
zeigt;
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10 ein
Prinzipschaltbild der dritten bevorzugten Ausführungsform des ESD-Schutzschaltkreises
gemäss
der Erfindung zeigt;
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11 einen
Graph zeigt, der die IDS-VDS-Kennlinie
(Drain-Source-Strom über Drain-Source-Spannung)
des Gate-geerdeten ersten NMOS-Transistors N1 darstellt, der im
ESD-Schutzschaltkreis
nach der Erfindung angewandt wird;
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12 einen
Graph zeigt, der die I-V-Kennlinie (Strom über Spannung) des Widerstands
R1 darstellt, der im ESD-Schutzschaltkreis nach der Erfindung angewandt
wird;
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13 einen
Graph zeigte der die IC-VCE-Kennlinie
(Kollektorstrom über
Kollektor-Emitter-Spannung)
des parasitären
LBJT im ESD-Schutzschaltkreis nach der Erfindung darstellt; und
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14 einen
Graph zeigt, der die unterschiedlichen I-V-Kennlinien (Strom über Spannung) des
ESD-Schutzschaltkreises nach der Erfindung darstellt.
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Erste bevorzugte
Ausführungsform
der Erfindung
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4 zeigt
ein Prinzipschaltbild der ersten bevorzugten Ausführungsform
des ESD-Schutzschaltkreises
gemäss
der Erfindung, der durch substratgetriggerte Anwendung charakterisiert
wird, um den ESD-Schutz des internen Schaltkreises 40 der integrierten
Schaltung im Submikrometerbereich zu gewährleisten. Wie aus 4 ersichtlich,
ist der erfindungsgemässe
ESD-Schutzschaltkreis zwischen den Eingangsanschluss IP und die
Eingangsstufe 10 des internen Schaltkreises 40 der
integrierten Schaltung eingebaut. Der ESD-Schutzschaltkreis weist
einen Gate-geerdeten ersten Kurzkanal-NMOS-Transistor N1, einen
Widerstand R1 und ein Feldoxidbauelement F1 (FOD) auf. Der erste
NMOS-Transistor N1 ist über
seinen Drainanschluss an den Eingangsanschluss IP angeschlossen,
sein Gateanschluss ist mit Masse VSS verbunden
und sein Sourceanschluss ist an den einen Anschluss des Widerstands
R1 angeschlossen, wobei der andere Anschluss des Widerstands R1
mit Masse VSS verbunden ist. Das FOD F1
ist über
seinen Drainanschluss an den Eingangsanschluss IP angeschlossen
und über
seinen Sourceanschluss mit Masse VSS verbunden.
Die Eingangsstufe 10 ist ein aus einem PMOS-Transistor und
einem NMOS-Transistor
ausgebildeter CMOS-Schaltkreis, der zwischen die Versorgungsspannung
VDD und Masse VSS geschaltet
ist. Das FOD P1 hat einen darin ausgebildeten parasitären lateralen
Bipolartransistor B1 (Lateral Bipolar Junction Transistor, LBJT),
der mit gestrichelter Linie neben dem FOD F1 in 4 eingezeichnet
ist. Der Sourceanschluss und das Substrat des ersten NMOS-Transistors
N1 sind beide mit dem Substrat des FOD F1 verbunden. Der Kollektor
des parasitären
LBJT B1 ist aus dem Drainanschluss des FOD F1 gebildet, der Emitter
ist aus dem Sourceanschluss des FOD F1 gebildet und die Basis ist
aus dem Substrat des FOD F1 gebildet. Des weiteren ist die Basis
des parasitären
LBJT B1 mit dem Knotenpunkt zwischen dem Widerstand R1 und dem Sourceanschluss
des ersten NMOS-Transistors
N1 verbunden.
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Bei
dem herkömmlichen
Schaltkreis nach 1 wird das FOD F1 getriggert
(in Durchlassrichtung geschaltet), wodurch ein Rücksprung-Durchbruch an seinem
Drainanschluss (drain snapback breakdown) entsteht. Bei der erfindungsgemässen Ausführungsform
nach 4 wird das FOD F1 durch das Setzen einer geeigneten
Vorspannung in Durchlassrichtung am Basis-Emitter-Übergang
des parasitären
LBJT B1 im FOD P1 und anschliessendes Anlegen der Substratvorspannung
getriggert, um so den parasitären
LBJT B1 zu triggern. Wenn an das FOD P1 eine positive Substratvorspannung
angelegt wird, ist die Schwellspannung, um das FOD F1 zu triggern,
geringer als die Draindurchbruchspannung des FOD F1. Daher kann
bei elektrostatischer Entladung die Kombination des ersten NMOS-Transistors N1
und des Widerstands R1 einen substrattriggernden Strom bereitstellen,
um damit den parasitären LBJT
B1 zu triggern und dadurch den gewünschten ESD-Schutz für die Eingangsstufe 10 und
den internen Schaltkreis 40 der integrierter Schaltung
im Submikrometerbereich zu gewährleisten.
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Wenn
an den Gehäuseanschlüssen der
integrierten Schaltung im Submikrometerbereich eine elektrostatische
Ladung anliegt, wird diese an den Eingangsanschluss IP und danach
an den ersten NMOS-Transistor N1 weitergeleitet, wodurch ein Rücksprung-Durchbruch
im ersten NMOS-Transistor N1 entsteht. Dieser Rücksprung-Durchbruch erzeugt einen
Strom im Substrat (nämlich
den sogenannten substrattriggernden Strom), der durch die Basis
des parasitären
LBJT B1 im FOD F1 fliesst. Wenn der Durchbruchstrom über den
Widerstand R1 zu Masse VSS fliesst, wird
das Potential am Substrat erhöht,
wodurch der parasitäre
LBJT B1 im FOD F1 durch den substrattiggernden Strom sehr schnell
getriggert wird. Auf diese Weise kann das FOD P1 durch eine relativ
kleine Spannung sehr schnell in Durchlassrichtung geschaltet werden,
um die ESD-Spannung über
dem Gateoxid in der Eingangsstufe zu unterdrücken und somit eine Beschädigung des
Gateoxid in der Eingangsstufe durch die ESD-Spannung zu verhindern.
Aus der vorhergehenden Beschreibung ist klar ersichtlich, dass der
Betrieb des erfindungsgemässen
ESD-Schutzschaltkreises
sich wesentlich von dem des herkömmlichen
Schutzschaltkreises nach 1 unterscheidet.
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5 zeigt
einen schematischen Querschnitt einer ersten Realisierung des ESD-Schutzschaltkreises
nach 4 in dem Substrat der integrierten Schaltung im
Submikrometerbereich, welche in der 0,25 μm CMOS-Grabenisolationstechnik
hergestellt ist. Die symmetrische Halbleiterstruktur nach 5 ermöglicht einen
gleichmässigen
Strom, wodurch die Zuverlässigkeit
des ESD-Schutzschaltkreises erhöht
werden kann. Wie aus 5 ersichtlich, sind der erste
NMOS-Transistor N1, der Widerstand R1 und das FOD F1 auf einem Substrat
ausgebildet, beispielsweise einem P-Typ Substrat 54, das
mit einer ersten N-Wanne 50 und
einer zweiten N-Wanne 56 versehen ist.
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Wie
aus 5 ersichtlich, ist die erste N-Wanne 50 mit
dem Eingangsanschluss IP und dem Drainanschluss 52 des
ersten NMOS-Transistors N1 elektrisch verbunden, um den Drainanschluss
des ersten NMOS-Transistors N1 vor dem Durchbrennen zu schützen. In
der MOS-Technologie im Submikrometerbereich wird der erste NMOS-Transistor
N1 mit einem Kurzkanal, einem LDD, und einem auf Silizid basierten
Diffusionsbereich ausgebildet, wodurch die ESD-Schutzfähigkeit
erheblich geschwächt
wird. Die erste N-Wanne 50 ermöglicht, dass der erste NMOS-Transistor
N1 einen ESD-Stromunterdrückungseffekt
hat, der den ersten NMOS-Transistor N1 vor elektrostatischer Entladung
schützen
kann, bevor das FOD F1 getriggert wird. Der erste NMOS-Transistor
N1 kann das FOD F1 durch das P-Typ-Substrat 54 triggern,
er ist jedoch nicht das primäre
Element, um den ESD-Strom abzuleiten. Daher beeinflusst die Bereitstellung
der ersten N-Wanne 50 den ersten NMOS-Transistor N1 nicht in dessen Triggerfähigkeit.
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Der
Widerstand R1 ist durch den parasitären Substratwiderstand realisiert.
Die zweite N-Wanne 56 ist
in dem Sourcebereich des FOD F1 ausgebildet, welcher den Triggerstrom
von dem hochdotierten P-Typ-Diffusionsbereich 58 einsammelt,
um dadurch am Basis-Emitter-Übergang
des parasitären
LBJT B1 im FOD F1 eine Vorspannung in Durchlassrichtung anzulegen
und dadurch den parasitären
LBJT B1 im FOD F1 in Durchlassrichtung (eingeschalteten Zustand)
zu triggern. Die zweite N-Wanne 56 kann ferner den Widerstandswert
des Widerstands R1 erhöhen.
Erreicht daher der erste NMOS-Transistor N1 seinen Durchbruchpunkt
infolge elektrostatischer Ladung, die am Eingangsanschluss IP anliegt,
fliesst der Durchbruchstrom des ersten NMOS-Transistors N1 durch
den hochdotierten P-Typ-Diffusionsbereich 58 hindurch zum
P-Typ Substrat 54. Der substrattriggernde Strom wird von
der zweiten N-Wanne 56 im FOD P1 gesammelt, um dadurch
den Basis- Emitter-Übergang
des parasitären
LBJT B1 im FOD F1 vorzuspannen. Dies bewirkt, dass das FOD F1 schnell
in Durchlassrichtung geschaltet wird, um somit den ESD-Strom vom
Eingangsanschluss IP abzuleiten und so zu verhindern, dass der ESD-Strom in
die Eingangsstufe 10 fliesst. Erfindungsgemäss wird
daher der ESD-Schutzschaltkreis durch die vorangegangene substrattriggernde
Eigenschaft erheblich in seinem ESD-Schutz verbessert.
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6 zeigt
einen schematischen Querschnitt einer zweiten Realisierung des ESD-Schutzschaltkreises
nach 4 in dem Substrat der integrierten Schaltung im
Submikrometerbereich. Diese Realisierung unterscheidet sich von
der nach 5 nur dadurch, dass der ESD-Schutzschaltkreis
hier mit einer grossen dritten N-Wanne 60 gebildet wird anstatt
der zweiten N-Wanne 56 im ESD-Schutzschaltkreis nach 5.
Die Halbleiterstruktur des parasitären LBJT B1 nach 6 ist
asymmetrisch (im Gegensatz dazu weist der parasitäre LBJT
B1 nach 5 eine symmetrische Struktur
auf), so dass der Drainanschluss und der Sourceanschluss des FOD F1
in einer anderen Weise wie nach 5 mit dem Eingangsanschluss
IP und Masse verbunden sind. Nach 6 ist der
Drainanschluss 62 (der eine hochdotierte Diffusionsschicht
ist) des FOD F1 ganz in die dritte N-Wanne 60 einbezogen,
so dass der Kollektor des parasitären LBJT B1 in seiner Charakteristik
verbessert werden kann, um dadurch die ESD-Festigkeit des FOD P1
zu erhöhen.
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Zweite bevorzugte
Ausführungsform
der Erfindung
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7 zeigt
ein Prinzipschaltbild der zweiten bevorzugten Ausführungsform
des ESD-Schutzschaltkreises
gemäss
der Erfindung, der die substratgetriggerte Eigenschaft nützt, um
einen zuverlässigen
ESD-Schutz für
den NMOS-Transistor zu gewährleisten,
der mit einer dünnen
Oxidschicht im ESD-Schutzschaltkreis ausgebildet ist.
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Wie
aus 7 ersichtlich, ist der ESD-Schutzschaltkreis nach
dieser Ausführungsform
zwischen den Eingangsanschluss IP und die Eingangsstufe 10 des
internen Schaltkreises 40 der integrierten Schaltung eingebaut.
Dieser ESD-Schutzschaltkreis weist einen ersten NMOS-Transistor
N1, einen Widerstand R1 und einen zweiten NMOS-Transistor N2 auf.
Der erste NMOS-Transistor N1 ist in Struktur und äusserer
Beschaltung im wesentlichen mit dem ersten NMOS-Transistor N1 nach 4 identisch.
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Der
Drainanschluss des ersten NMOS-Transistor N1 ist an den Eingangsanschluss
IP angeschlossen, der Gateanschluss des ersten NMOS-Transistors
N1 ist mit Masse VSS verbunden und der Sourceanschluss
des ersten NMOS-Transistors N1 ist über den Widerstand R1 mit Masse
VSS verbunden. Der Drainanschluss des zweiten NMOS-Transistor
N2 ist an den Eingangsanschluss IP angeschlossen und der Gateanschluss
des zweiten NMOS-Transistors N2 ist mit Masse VSS verbunden.
Der Sourceanschluss des zweiten NMOS-Transistors N2 ist an dessen
Gateanschluss und damit mit diesem zusammen an Masse VSS angeschlossen. Der
Sourceanschluss und das Substrat des ersten NMOS-Transistors N1 sind zusammen an das
Substrat des zweiten NMOS-Transistors N2 angeschlossen. Ferner weist
der zweite NMOS-Transistor N2 einen parasitären LBJT B1 auf, der durch
die gestrichelte Linie neben dem zweiten NMOS-Transistors N2 in 7 dargestellt
ist. Der Kollektor des parasitären
LBJT B1 ist aus dem Drainanschluss des zweiten NMOS-Transistors
N2 gebildet und der Emitter des parasitären LBJT B1 ist aus dem Sourceanschluss
des zweiten NMOS-Transistors N2 gebildet. Die Basis des parasitären LBJT
B1 ist aus dem Substrat des zweiten NMOS-Transistors N2 gebildet
und ist mit dem Knotenpunkt zwischen dem Widerstand R1 und dem Sourceanschluss
des ersten NMOS-Transistors
N1 verbunden.
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In
der Ausführungsform
nach 7 ist der zweite NMOS-Transistor N2 mit einer
grossen Kanallänge
ausgebildet, um ihm zu ermöglichen,
einen hohen ESD-Strom bereit zustellen. Für den Fall einer elektrostatischen
Entladung wird der parasitäre
LBJT B1 im zweiten NMOS-Transistor N2 durch den substrattriggernden
Strom von dem ersten NMOS-Transistor
N1 und dem Widerstand R1 getriggert.
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8–9 zeigen
schematische Querschnitte, die zwei unterschiedliche Realisierungen des
ESD-Schutzschaltkreises nach 7 in der
integrierten Schaltung im Submikrometerbereich darstellen, welche
in der CMOS-Technologie hergestellt ist.
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Bezugnehmend
auf 8 ist der ESD-Schutzschaltkreis gemäss der ersten
Realisierung auf einem Substrat 54, beispielsweise ein P-Typ-Substrat,
ausgebildet, das mit einer ersten N-Wanne 50 und einer zweiten
N-Wanne 56 versehen ist. Die erste N-Wanne 50 kann
den ESD-Strom, der durch den ersten Kurzkanal-NMOS-Transistor N1 fliesst,
unterdrücken.
Die zweiten N-Wannen 56 können die Leistung des parasitären LBJT
B1 des zweiten NMOS-Transistor
N2 und die Zuverlässigkeit
des zweiten NMOS-Transistors N2 hinsichtlich des ESD-Schutzes verbessern.
Die Realisierung des ESD-Schutzschaltkreis nach 8 ist ähnlich der
in 5 dargestellten Realisierung der ersten bevorzugten
Ausführungsform,
so dass sie hier nicht näher beschrieben
wird.
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Bezugnehmend
auf 9 unterscheidet sich der ESD-Schutzschaltkreis
gemäss
der zweiten Realisierung nach 9 von der
ersten Realisierung nach 8 nur dadurch, dass die zweiten
N-Wannen 56 nach 8 durch
eine grössere
dritte N-Wanne 60 ersetzt ist. Die dritte N-Wanne 60 ist
breiter angelegt, derart, dass sie sich in den Kanalbereich des zweiten
NMOS-Transistors N2 erstreckt und den Drainanschluss 62 des
zweiten NMOS-Transistors N2 ganz darin einschliesst. Hierdurch wird
die Durchbruchspannung des zweiten NMOS-Transistors N2 weiter reduziert. Daher
kann die ESD-Spannung am Eingangsanschluss IP auf einen niedrigeren
Pegel begrenzt werden und somit das dünne Gateoxid in der Eingangsstufe
der integrierten Schaltung besser geschützt werden.
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Dritte bevorzugte Ausführungsform
der Erfindung
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10 zeigt
ein Prinzipschaltbild der dritten bevorzugten Ausführungsform
des ESD-Schutzschaltkreises
gemäss
der Erfindung, der ebenso auf der obengenannte substratgetriggerten
Eigenschaft beruht. Wie aus 10 ersichtlich,
ist der ESD-Schutzschaltkreis
nach dieser Ausführungsform
zwischen den Eingangsanschluss IP und die Eingangsstufe 10 des
internen Schaltkreises 40 der integrierten Schaltung eingebaut,
um den internen Schaltkreis vor elektrostatischer Entladung zu schützen.
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Der
untere Teil des ESD-Schutzschaltkreis ist identisch mit dem Schaltkreis
nach 7 und weist einen ersten NMOS-Transistor N1, einen
Widerstand R1 und einen zweiten NMOS-Transistor N1 auf, welche wie im Schaltkreis
nach 7 geschaltet sind. Der ESD-Schutzschaltkreis der dritten bevorzugten
Ausführungsform
weist des weiteren einen ersten PMOS-Transistor P1, einen zweiten
Widerstand R2 und einen zweiten PMOS-Transistor P2 auf, welche in
einer Spiegelanordnung bezüglich
des ersten NMOS-Transistors N1 des ersten Widerstands R1 bzw. des
zweiten NMOS-Transistors N2 angeordnet sind. Ähnlich zu der Verbindungsanordnung
der jeweiligen Bauelemente im unteren Teil des ESD-Schutzschaltkreises
ist der Drainanschluss des ersten PMOS-Transistors P1 an den Eingangsanschluss
IP angeschlossen, der Gateanschluss des ersten PMOS-Transistors
P1 ist an die Versorgungsspannung VDD angeschlossen
und der Sourceanschluss des ersten PMOS-Transistors P1 ist über den Widerstand R2 an die
Versorgungsspannung VDD angeschlossen. Der
Sourceanschluss des ersten PMOS-Transistors P1 ist an dessen Gateanschluss und
damit mit diesem zusammen an die Versorgungsspannung VDD angeschlossen.
Der Sourceanschluss und das Substrat des ersten PMOS-Transistors
P1 sind zusammen an das Substrat des zweiten PMOS-Transistors P2
angeschlossen. Der zweite PMOS-Transistor P2 weist einen parasitärer LBJT
B2 auf, der durch die gestrichelte Linie neben dem zweiten PMOS-Transistor P2 in 10 dargestellt
ist. Der Kollektor des parasitären
LBJT B2 ist aus dem Drainanschluss des zweiten PMOS-Transistors
P2 gebildet und der Emitter des parasitären LBJT B2 ist aus dem Sourceanschluss
des zweiten PMOS-Transistors P2 gebildet. Die Basis des parasitären LBJT
B2 ist aus dem Substrat des zweiten PMOS-Transistors P2 gebildet
und an den Knotenpunkt zwischen dem Widerstand R2 und dem Sourceanschluss
des ersten PMOS-Transistors P1 angeschlossen. Der erste NMOS-Transistor
N1 und der Widerstand R1 können gemeinsam
den zweiten NMOS-Transistor N2 über dessen
Substrat in Durchlassrichtung (eingeschalteter Zustand) triggern. Ähnlich können der
erste PMOS-Transistor
P1 und der Widerstand R2 gemeinsam den zweiten PMOS-Transistor P2 über dessen Substrat
in Durchlassrichtung triggern.
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Der
zweite NMOS-Transistor N2 und der zweite PMOS-Transistor P2 sind
mit einer grossen Kanallänge
ausgebildet, um einen hohen ESD-Strom bereit zustellen. Im Gegenteil
sind der erste NMOS-Transistor N1 und der erste PMOS-Transistor P1
mit einer kleinen Kanallänge
ausgebildet, so dass sie eine kleine Rücksprungspannung haben. Das komplementäre Design
des ESD-Schutzschaltkreises nach 10 ermöglicht es,
den ESD-Schutz für die
Eingangsstufe 10 und den internen Schaltkreis 40 der
integrierten Schaltung im Submikrometerbereich zu verbessern.
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Die
Realisierung des ESD-Schutzschaltkreis nach 10 ist ähnlich der
in 8-9 dargestellten Realisierung
der zweiten bevorzugten Ausführungsform,
so dass sie hier nicht näher
beschrieben wird.
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11 zeigt
einen Graph, der die IDS-VDS-Kennlinie
(Drain-Source-Strom über Drain-Source-Spannung)
des ersten Gate-geerdeten NMOS-Transistors N1 darstellt, der in
allen drei bevorzugten Ausführungsformen
des ESD-Schutzschaltkreis gemäss
der Erfindung angewandt wird. Die Kurve 110 stellt die
IDS-VDS-Kennlinie
dar. Die Rücksprung-Spannung
ist in der Kurve mit VSP gekennzeichnet.
Der erste NMOS-Transistor N1 nach der Erfindung ist derart ausgelegt,
dass er im Rücksprung-Bereich
arbeitet (d. h. im Bereich VDS > VSP), so
dass er die ESD-Spannung an dem Gateoxid der Eingangsstufe 10 unterdrücken kann.
Je kleiner die Rücksprung-Spannung
ist, umso grösser
ist der daraus resultierende ESD-Schutz. Entsteht ein Rücksprung-Durchbruch,
dann kann der NMOS-Transistor getriggert werden.
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Der
erste Durchbruchpunkt ist mit (Vt1, It1) gekennzeichnet. Je kleiner die erste
Durchbruchspannung Vt1, ist, desto höher ist
der ESD-Schutz für
die Eingangsstufe 10. Grundsätzlich kann der ESD- Schutz
dadurch verbessert werden, dass der erste NMOS-Transistor N1 mit einer kleinen Kanallänge, kleiner
Rücksprung-Spannung
VSP und kleiner Durchbruchspannung Vt1 ausgebildet wird.
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12 zeigt
einen Graph, der die I-V-Kennlinie 120 (Strom über Spannung)
des in dem erfindungsgemässen
ESD-Schutzschaltkreis angewandten Widerstands R1 darstellt, der
in dem P-Typ-Substrat 54 durch den PN-Übergangs realisiert ist.
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13 zeigt
einen Graph, der bei unterschiedlichen Grössen des Basisstrom Ib im parasitären LBJT B1 die IC-VCE-Kennlinien (Kollektorstrom über Kollektor-Emitter-Spannung)
des parasitären LBJT
B1 in dem im ESD-Schutzschaltkreis nach 4 angewendeten
FOD P1 und die IC-VCE-Kennlinien
des parasitären
LBJT B1 in dem ESD-Schutzschaltkreis nach 7 und 10 angewendeten zweiten
NMOS-Transistor N2 darstellt. Die Kurve 130 stellt die
IC-VCE-Kennlinie
des parasitären
LBJT B1 bei Ib = 0 dar. Ist der parasitäre LBJT
B1 in Durchlassrichtung geschaltet, wird Ib grösser als
0. Die Kurven 132, 134, 136 stellen die
jeweiligen IC-VCE-Kennlinien des
parasitären
LBJT B1 für
drei unterschiedlichen Grössen
des Ib, in ansteigender Ordnung dar. Die IC-VCE-Kennlinien 130, 132, 134, 136 haben
einen gemeinsamen Durchbruchpunkt bei (Vt2,
It2). Übersteigt der
Kollektorstrom IC den zweiten Durchbruchstrom It2,
kann das Bauelement, in dem der parasitäre LBJT B1 liegt, dauerhaft
geschädigt
werden. Der Wert von It2 stellt daher den
Grenzwert für
den ESD-Schutz durch den parasitären
LBJT B1 dar. Weist das Bauelement einen grössere Kanalbreite und eine
grössere Kanallänge auf,
wird dadurch der Wert von It2 erhöht.
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14 stellt
die Kennlinien des ESD-Schutzschaltkreises nach der Erfindung für Vergleichszwecke
gemeinsam in einem Graph dar. In 14 stellt
die durchgezogenen Kurve 140 die Gesamt-Strom-Spannungs-Kennlinie
des ESD-Schutzschaltkreises dar, der die substratgetriggerte Eigenschaft
für den
ESD-Schutz nutzt, während
die gestrichelten Kurven 110, 120, 130, 132, 134, 136 die Strom-Spannung-Kennlinien
nach den 11, 12 und 13 darstellen.
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In 14 ist
das I-V-Diagramm in vier Bereiche I, II, III und IV unterteilt.
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Der
Bereich I ist der Rücksprung-Bereich
des ersten NMOS- Transistors N1. Daraus ist ersichtlich, dass der
erste Durchbruchpunkt der Kurve 140 verglichen mit dem
ersten Durchbruchpunkt der Kurve 110 leicht nach rechts
verschoben ist. Dies erfolgt aus der Tatsache, dass die Kurve 140 eine
Kombination aus den Kurven 110 und 120 ist.
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Der
Bereich II stellt die Kombination der Durchbruchkennlinien des ersten
NMOS-Transistors N1
und des Widerstands R1 bar. Daraus ist ersichtlich, dass die Kurve 140 in
diesem Bereich leicht nach oben verschoben ist, da der parasitäre LBJT
B1 in diesem Bereich in Durchlassrichtung (eingeschalteten Zustand)
geschaltet ist, so dass er zum Basisstrom beiträgt. Die I-V-Kennlinie des parasitären LBJT
B1 in diesem Bereich ist die Kombination der Kurven 110, 120 und 132.
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Der
Bereich III stellt die I-V-Kennlinie des ESD-Schutzschaltkreises
dar, wenn der parasitäre LBJT
B1 im FOD F1 nach 4 oder im zweiten NMOS-Transistor
N2 nach 7 und 10, getriggert
(im eingeschalteten Zustand) ist. Daraus ist ersichtlich, dass die
Kurve 140 in diesem Bereich infolge des substratgetriggerten
Betriebs leicht nach oben verschoben ist.
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Der
Bereich IV ist der Überlastungsbereich des
parasitären
LBJT B1. Der Betrieb in diesem Bereich kann dauerhafte Schäden an dem
parasitären LBJT
B1 verursachen, da der Strom im parasitären LBJT B1 grösser als
der zweite Durchbruchstrom It2 ist. Die
Grösse
des parasitären
LBJT B1 kann derart ausgelegt werden, dass der zweiten Durchbruchstrom
It2 linear ansteigt, wodurch eine erhöhte Zuverlässigkeit
des ESD-Schutzschaltkreises erzielt wird. Die Grösse der anderen Bauteile im
ESD-Schutzschaltkreis kann entsprechend der jeweiligen Bedingungen
spezifiziert werden.
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Die
Erfindung schafft also einen ESD-Schutzschaltkreis, der mit Hilfe
des substratgetriggerten Verfahrens einen parasitären LBJT
in einem ESD-Schutzschaltkreis triggert und dabei den zweiten Durchbruchstrom
zur Verbesserung des ESD-Schutzes erhöht.
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Des
weiteren ist der ESD-Schutzschaltkreis nach der Erfindung dadurch
charakterisiert, dass dieser eine kleine Triggerspannung für den ESD-Schutz verwenden
und dennoch einen verbesserten ESD-Schutz für integrierte Schaltungen im
Submikrometerbereich gewährleisten
kann.
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Ausserdem
ist der ESD-Schutzschaltkreis nach der Erfindung durch die Bereitstellung
einer N-Wanne im Substrat charakterisiert, auf dem der ESD-Schutzschaltkreis
und die angeschlossene integrierte Schaltung im Submikrometerbereich
ausgebildet ist, um so den ESD-Schutz zu verbessern.