DE19818687A1 - Hubvorrichtung - Google Patents
HubvorrichtungInfo
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Abstract
Zur einfachen, effektiven Gestaltung einer Hubvorrichtung mit einem Griffabschnitt (1) und einem damit verbundenen Kopfabschnitt (2), der zumindest ein Riegelelement (4; 22, 23) aufweist, wird vorgeschlagen, daß das Riegelelement (4; 22, 23) in Einführstellung im wesentlichen bündig mit dem Kopfabschnitt (2) ausgerichtet ist und in einer Hubstellung in Querrichtung zur Einführrichtung des Kopfabschnittes (2) über dessen Umfang heraussteht.
Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Hubvorrichtung mit einem
Griffabschnitt und einem damit verbundenen Kopfabschnitt zum
Anheben von Gegenständen.
Auf Baustellen oder in schlecht zugänglichen Bereichen besteht
oftmals das Problem, einen Gegenstand von oben her greifen und
anheben zu müssen. Allgemein bekannt ist, zum Anheben von
beispielsweise Gußteilen oder Fertigteilen aus Beton, Holz, Stahl
oder anderen Materialien Metallhülsen einzuarbeiten. Diese
Metallhülsen weisen ein Innengewinde auf, das von oben her
zugänglich ist, um Hubvorrichtungen, beispielsweise mittels
Schrauben mit einem entsprechenden Gewinde und einem ringförmigen
Schraubenkopf in diese einschrauben zu können. Mit Hilfe der
Hubvorrichtungen, die in der Regel einen Griffabschnitt zum
Anheben und einen mit diesem verbundenen Kopfabschnitt für eine
Befestigung an dem anzuhebenden Teil aufweisen, können solche
Fertigteile angehoben werden. Dabei ist es jedoch aufwendig, erst
Lastanker in die Metallhülsen einzuschrauben oder gar, falls
keine Metallhülsen eingearbeitet sind, z. B. Schrauben in
Holzteile einzuschrauben, um diese Teile anheben und umlagern zu
können, zumal die zum Anheben befestigten Elemente häufig
anschließend wieder entfernt werden müssen. Derartige
Arbeitsvorgänge sind nicht nur zeitaufwendig und umständlich, es
ist oftmals auch sehr teuer, wenn Gewinde-Metallhülsen in die zu
hebenden Fertigteile eingegossen werden müssen.
Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung besteht darin, eine
Hubvorrichtung zu schaffen, die eine einfachere Umlagerung von
beispielsweise Fertig- oder Gußteilen ermöglicht.
Diese Aufgabe wird durch eine Hubvorrichtung gemäß den Merkmalen
des Patentanspruchs 1 gelöst.
Mit Hilfe der Hubvorrichtung ist ein einfaches Anheben
verschiedenartigster Teile, beispielsweise Fertigteile, Gußteile
oder Holzplatten bzw. Balken, möglich, wobei die Dimensionen der
zu hebenden Teile nahezu beliebig sein können, sofern eine
entsprechend dimensionierte Hubeinrichtung, insbesondere ein
Kran, bereitgestellt wird. Zum Anheben eines Teils muß lediglich
der Kopf der Hubvorrichtung durch eine entsprechende Öffnung des
Teils hindurch- oder in einen Hohlraum des Teils hineingeschoben
und danach das Riegelelement gegenüber der Einführeinrichtung
quergestellt werden. Mit dem Riegelelement in der quergestellten
Stellung kann das zu hebende Teil mittels des Griffabschnitts
einfach per Hand oder Kranhaken angehoben werden. Nach dem
Absetzen wird die Hubvorrichtung dadurch gelöst, daß sie ein
Stück in Richtung des zu hebenden Teils hineingeschoben, das
Riegelelement in seine Ausgangsstellung zurückversetzt und
anschließend die gesamte Hubvorrichtung wieder aus dem zu
hebenden Teil herausgehoben wird.
Vorteilhafte Ausgestaltungen sind Gegenstand von Unteransprüchen.
Durch die Ausgestaltung der Riegeleinrichtung als insbesondere
längliches, verschwenkbares Element, dessen Schwenkachse
außermittig angeordnet ist, so daß insbesondere ein langer und
ein kurzer Schenkel ausgebildet sind, schwenkt das Riegelelement
bei einer vertikalen Haltung der Hubvorrichtung automatisch in
seine Ausgangsstellung zum Einführen in ein zu hebendes Teil bzw.
zum Herausziehen aus diesem.
Bei dem Einsatz eines um eine einfache Achse verschwenkbaren
länglichen Riegelelements legt sich dieses automatisch auch an
eine geneigte Unterfläche des zu hebenden Werkstücks optimal an.
Zur Betätigung des Riegelelements dient vorzugsweise ein
Bowdenzug mit insbesondere einem Verstellgriff, der vorzugsweise
so dimensioniert ist, daß er ganz innerhalb einer Öffnung eines
Griffabschnitts aufgenommen werden kann und nicht seitlich
hervorsteht. Um ein versehentliches Betätigen des Verstellgriffs
oder eine Beschädigung von diesem durch beispielsweise schwere
Kranhaken zu vermeiden, wird am Griffabschnitt neben einer ersten
Öffnung, in der der Verstellgriff aufgenommen ist, eine zweite
Öffnung zum Anheben der Hubvorrichtung, insbesondere zum
Einsetzen eines Kranhakens ausgebildet.
Eine Nut in der entsprechenden Seite des Riegelelements
ermöglicht, einen Bowdenzugdraht zum Verschwenken des
Riegelelements in der entspannten Stellung aufzunehmen, so daß
das Riegelelement in der Ausgangsstellung parallel zur Längsachse
der Hubvorrichtung angeordnet werden kann. Die Ausbildung einer
Nut in dem Riegelelement mit einer Länge, die so gewählt ist, daß
die Nut in jeder Stellung nahezu ganz oder ganz vom Kopfabschnitt
überdeckt wird, hat den besonderen Vorteil, daß eine
Verschmutzung und Zusetzung der Nut nicht oder kaum erfolgen
kann.
Die Verbindung des Griffabschnitts mit dem Kopfabschnitt erfolgt
in besonders vorteilhafter Weise mit einem Seil, insbesondere
Stahlseil, mit einem eingearbeiteten Bowdenzug zum Betätigen des
Riegelelements. Die Verbindung des Griffabschnitts und des
Kopfabschnitts mit einem Stahlseil anstelle beispielsweise eines
starren Elementes, wie einem Rohr, bietet den besonderen Vorteil,
auch schrägen Zug ausüben zu können, wenn ein seitlich liegendes
zu hebendes Werkstück anzuheben und aufzurichten ist. Die Gefahr
von Beschädigungen wird dabei durch diese Anordnung minimiert.
Natürlich können zum Betätigen des Riegelelements auch andere
Stellelemente, beispielsweise Motoren oder
Hydraulikeinrichtungen, verwendet werden. Bei der Verwendung von
ferngesteuerten Einrichtungen zum Verstellen der Riegelelemente
ist der Einsatz von Sensoren mit Stellungsrückmeldungen sinnvoll,
um aus der Ferne sicher beurteilen zu können, in welcher Stellung
sich das Riegelelement befindet.
Das Ersetzen der Hanfseele eines Stahlseils durch einen Bowdenzug
bietet eine einfache Möglichkeit, den Bowdenzug vollständig
innerhalb der Hubvorrichtung führen zu können, so daß keine
Elemente seitlich vorstehen. Für eine verbesserte Führbarkeit
werden vorzugsweise konische Kappen als Übergangsstücke zu dem
Griffabschnitt und dem Kopfabschnitt hin über das Stahlseil
gesetzt.
Ausführungsbeispiele der Erfindung werden nachfolgend anhand der
Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Hubvorrichtung gemäß einem ersten
Ausführungsbeispiel von vorne;
Fig. 2 die Hubvorrichtung des ersten Ausführungsbeispiels von
rechts mit quergestelltem Riegelelement;
Fig. 3 die Hubvorrichtung des ersten Ausführungsbeispiels von
links mit dem Riegelelement in der Grundstellung;
Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel der Hubvorrichtung von
vorne;
Fig. 5 ein drittes Ausführungsbeispiel der Hubvorrichtung
sowie ein Ankerelement, das beispielsweise in eine
Betonplatte eingegossen ist; und
Fig. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel der Hubvorrichtung in
Zusammenwirkung mit einem hülsenförmigen Ankerelement.
Wie aus Fig. 1 bis 3 ersichtlich, besteht die Hubvorrichtung
gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel im wesentlichen aus einem
Griffabschnitt 1 und einem Kopfabschnitt 2, die in der
dargestellten Ausführungsform über einen Verbindungsabschnitt 3
miteinander verbunden sind. Als Verbindungsabschnitt dient in der
bevorzugten Ausführungsform ein Seil, insbesondere ein Stahlseil
3, wobei jedoch auch andere Seile oder auch ein starres Element
wie eine Stahlstange als Verbindungsabschnitt 3 verwendbar sind.
Im Rahmen dieser Beschreibung werden die Begriffe "oben" und
"unten" jeweils unter der Annahme verwendet, daß die
Hubvorrichtung beim Einsatz zumeist mit ihrer Längsachse vom
Griffabschnitt 1 zum Kopfabschnitt 2 hin im wesentlichen vertikal
ausgerichtet ist.
Im Kopfabschnitt 2, vorzugsweise in dessen vorderem bzw. unterem,
dem Griffabschnitt 1 abgewendeten Bereich, ist ein stabförmiges
Riegelelement 4 verschwenkbar eingesetzt. Zur Aufnahme dieses
Riegelelements 4 weist der Kopfabschnitt 2 in seinem unterem
Endbereich einen aus der Seitenansicht U-förmigen Querschnitt
auf, der so dimensioniert ist, daß das Riegelelement 4 zwischen
den beiden U-Schenkeln 5 spielfrei, aber noch frei verschwenkbar
aufgenommen ist. Zur Lagerung des Riegelelementes 4 dient ein
Bolzen 6, der durch die beiden U-Schenkel 5 und das Riegelelement
4 führt.
Die unteren Außenwandungen der U-Schenkel 5 sind, wie dies in
Fig. 2 dargestellt ist, vorzugsweise abgerundet oder konisch, so
daß nach dem Einführen des vertikalen Riegelelements 4 kein
Ankanten der Stirnseiten der U-Schenkel 5 an den Rändern eines
Einführloches eines Gußteils auftreten kann, sondern eine
zusätzliche Einführhilfe gegeben ist. Auch kann das Riegelelement
4 zur in Grund- bzw. Einführstellung unteren Stirnseite hin
verjüngt oder abgerundet ausgebildet sein, wie dies in Fig. 3 in
Strichpunktlinien angedeutet ist.
Um ein teilautomatisches Verschwenken des Riegelelementes 4 zu
ermöglichen, ist der Bolzen 6 außermittig durch das Riegelelement
4 geführt, so daß dieses vom Bolzen 6 ausgehend einen kurzen und
einen langen Schenkel 7 bzw. 8 aufweist. Wird der Kopfabschnitt 2
so gehalten, daß sein vorderes Ende nach unten weist, so richtet
sich das Riegelelement 4 aufgrund der Schwerkraft mit seiner
Längsachse vertikal aus, insbesondere wenn - wie strichpunktiert
in Fig. 3 - der Schenkel 8 ein größeres Gewicht aufweist. Dadurch
können der Kopfabschnitt 2 und das Riegelelement 4 ohne Probleme
wie eine Sonde in und durch eine Bohrung in einem Fertigteil
hindurchgeführt werden. Lediglich zum Querstellen des
Riegelelements 4 ist noch eine Betätigung mittels eines
Verstellmechanismus, insbesondere eines nachfolgend beschriebenen
Bowdenzugs, erforderlich.
In dem dargestellten Ausführungsbeispiel ist das Riegelelement 4
um im wesentlichen etwa 90° verschwenkbar, so daß eine definierte
Einführ- bzw. Grundstellung mit vertikal angeordnetem
Riegelelement 4 und eine Hubstellung mit quergestelltem
Riegelelement 4 vorgegeben sind. Dies dient insbesondere zur
Sicherheit, da beim Durchführen des Kopfabschnitts 2 durch eine
Öffnung in einem undurchsichtigen Fertigteil von oberhalb aus
nicht zu sehen ist, in welcher Winkellage das Riegelelement 4
gerade ausgerichtet ist.
Als Verschwenksperre für das Riegelelement 4 dient ein
abgewinkelter Anschlag 9, der als eine Seitenwandung des
Kopfabschnitts 2 auf einer Seite zwischen den U-Schenkeln 5
ausgebildet ist. Bei quergestelltem Riegelelement 4 stößt dessen
dann oben angeordnete Seitenwandung 4a des langen Schenkels 8
gegen die Stirnfläche des Anschlags 9. In der Grundstellung stößt
hingegen die Seitenwandung des kurzen Schenkels 7 seitlich gegen
die Innenwand des Anschlags 9, weshalb eine Ausführungsform unter
Beibehaltung eines kurzen Schenkels 7 bevorzugt wird. Um den
Querschnitt des Riegelelements 4 in der Grundstellung vollständig
innerhalb des Kopfabschnitts 2 aufnehmen zu können, führt der
Bolzen 6 auch durch den Querschnitt des Riegelelements 4
außermittig, d. h. näher zu der Seitenwand 4a hin, die mit dem
Anschlag 9 zusammenwirkt.
Zur Verbindung des in diesem Ausführungsbeispiel vom
Kopfabschnitt 2 getrennt ausgebildeten Griffabschnitts 1 mittels
des Stahlseils 3 führt durch den Griffabschnitt 1 und durch den
Kopfabschnitt 2 jeweils in deren Längsrichtung eine Bohrung 10
bzw. 11 zur Aufnahme des Stahlseils 3. Die Bohrung 10 ist im
Griffabschnitt 1 am oberen Ende konisch aufgeweitet. Entsprechend
ist die Bohrung 11 im Kopfabschnitt 2 an ihrem unteren Ende,
d. h. zur Öffnung zwischen den beiden U-Schenkeln 5 hin, konisch
aufgeweitet. Zum Zusammenbau der Hubvorrichtung werden der
Griffabschnitt 1 und der Kopfabschnitt 2 in einem ersten
Arbeitsgang über das Stahlseil 3 geschoben. Danach werden die
beiden Enden 12 des Stahlseils 3 aufgesplissen und z. B. mit Zinn
so vergossen, daß die konisch aufgeweiteten Abschnitte der
Bohrungen 10 bzw. 11 vollständig gefüllt sind und das Stahlseil 3
über dessen Endabschnitte im Griffabschnitt 1 und im
Kopfabschnitt 2 einen festen Halt erhält.
Zum Befestigen des Stahlseils 3 im Griffabschnitt 1 bzw. im
Kopfabschnitt 2 können diese auch über dem Stahlseil verpreßt
werden. Zum Verhindern eines Verkantens des Kopfabschnitts 2 beim
Zurückführen durch eine Bohrung ist dessen oberes Ende zum
Stahlseil 3 hin konisch ausgebildet. Vorzugsweise ist jedoch
oberhalb des Kopfabschnitts 2 ein ringförmiger Konus 31, dessen
unterer Durchmesser gleich dem des Kopfabschnitts 2 ist und
dessen oberer Durchmesser nahezu gleich dem des Stahlseils 3 ist,
am Kopfabschnitt 2 anliegend auf das Stahlseil 3 aufgepreßt.
Entsprechend kann auch der Übergang vom Griffabschnitt 1 zum
Stahlseil 3 konisch ausgebildet sein, beispielsweise durch
Aufpressen eines Konus 30.
Der Verstellmechanismus zum Verstellen des Riegelelements 4
besteht vorzugsweise aus einem Bowdenzug 20, der zentral durch
das Stahlseil 3 hindurchführt. Der Bowdenzug 20 kann dabei direkt
bei der Herstellung des Stahlseils 3 eingearbeitet oder später
gegen die übliche Hanfseele eines Stahlseils 3 ausgetauscht
werden.
In das Riegelelement 4 ist in die Seitenwandung 4a des kurzen
Schenkels 7, die mit dem Anschlag 9 zusammenwirkt, eine Längsnut
16 eingearbeitet, die in der Grundstellung des Riegelelements 4
zur Aufnahme des Bowdenzugdrahtes 21 dient. Quer durch die Nut 16
führt ein Bowdenzug-Lagerbolzen 13, dessen Längsachse parallel zu
der des Bolzens 6 und von diesem beabstandet verläuft. Am
Bowdenzug-Lagerbolzen 13 ist das freie untere Ende des
Bowdenzugdrahtes 21 angelenkt.
Das andere Ende des Bowdenzugdrahtes 21, das aus dem Seilende 12
im Griffabschnitt 1 herausragt, ist an einem Verstellgriff 14
befestigt, wobei der Verstellgriff 14 in einer besonders
einfachen Ausführungsform kugelförmig ausgebildet ist. In der
Grundstellung mit vertikalem Riegelelement 4 ist der
Verstellgriff 14, wie in Fig. 3 dargestellt, vom Seilende 12 im
Griffabschnitt 1 weggezogen. Zum Anzeigen der Winkelstellung des
Riegelelements 4 kann der obere Abschnitt des Bowdenzugdrahtes 21
entsprechend farbig gekennzeichnet sein. In der in den Fig. 1 und
2 dargestellten Hubstellung ist der Verstellgriff 14 ganz ans
Seilende 12 herangeschoben.
Aufgrund der ungleich langen Schenkel 7 bzw. 8 des Riegelelements
4 nimmt dieses aufgrund der Schwerkrafteinwirkung normalerweise
automatisch die Grundstellung in Längsrichtung des
Kopfabschnittes 2 ein. Zum Heben eines Gußteils muß daher
lediglich der Kopfabschnitt 2 mit dem in Grundstellung
befindlichen Riegelelement 4 durch eine Bohrung des Gußteils
hindurchgeführt werden, woraufhin das Riegelelement 4 mit Hilfe
des Verstellgriffs 14 in die Hubstellung zu verschwenken ist.
Nachdem die Hubvorrichtung leicht angehoben wurde, so daß die
Seitenwand 4a des Riegelelements 4 an der Unterseite des zu
hebenden Gußteils anliegt, braucht der Verstellgriff 14 in der
Regel nicht mehr gehalten werden, da die am Gußteil anliegende
Seitenwand 4a des kurzen Schenkels 7 ein Verschwenken des
Riegelelements 4 in die Grundstellung verhindert. Nach dem
Absetzen des Gußteils braucht die Hubvorrichtung nur etwas weiter
abgesenkt werden, so daß die Seitenwand 4a des kurzen Schenkels 7
nicht mehr an der Unterseite des Gußteils anliegt und sich das
Riegelelement 4 mit Hilfe der Schwerkrafteinwirkung automatisch
wieder in die Grundstellung verschwenken kann. Eine Betätigung
des Verstellgriffs 14 zum Zurückverschwenken des Riegelelements 4
in die Grundstellung ist in der Regel nur in Fällen erforderlich,
in denen z. B. ein versetztes Gußteil so abgesetzt wurde, daß der
Kopfabschnitt 2 mit seiner Längsachse nach dem Absetzen nicht
vertikal angeordnet ist.
Wie aus Fig. 2 und 3 ersichtlich, ist der Verstellgriff 14 so
dimensioniert, daß er ganz innerhalb einer Öffnung 15 des
Griffabschnitts 1 aufgenommen wird und nicht seitlich aus dieser
hervorsteht. Dadurch kann ein unbeabsichtigtes Betätigen des
Verstellgriffs 14 beim Hantieren mit der Hubvorrichtung
verhindert werden. Die Öffnung 15 im Griffabschnitt 1 kann
vorzugsweise zugleich als Griff zum Anfassen oder zum Einsetzen
eines Kranhakens passend geformt sein.
Ein zweites Ausführungsbeispiel einer Hubvorrichtung ist in
Fig. 4 dargestellt. Zur Vereinfachung werden lediglich die
Elemente beschrieben, die zu den entsprechenden Bauteilen des
ersten Ausführungsbeispiels verschieden sind.
Die Nut 16', die im Riegelelement 4 an dessen Seitenwand 4a
ausgebildet ist, führt nunmehr durch den gesamten kurzen Schenkel
7 hindurch und über den Bolzen 6 hinweg bis in den langen
Schenkel 8 hinein. Der Bowdenzug-Lagerbolzen 13' ist in den
langen Schenkel 8 des Riegelelements 4 hinein verlagert. Wenn die
Nut 16' so tief in das Riegelelement 4 eingeschnitten ist, daß
der Bolzen 6 durch diese hindurchführt, so liegt der
Bowdenzugdraht 21 in der Grundstellung am Bolzen 6 an.
Vorteilhafterweise ist der Bowdenzug-Lagerbolzen 13' daher zum
Befestigen des Endes des Bowdenzugdrahtes 21 weniger tief in die
Nut 16' eingesetzt als der Bolzen 6, so daß der Bowdenzugdraht 21
in der Grundstellung nicht oder nur leicht am Bolzen 6 anliegt.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist der Verstellgriff 14 zum
Querstellen bzw. Hochziehen des Riegelelementes 4
vorteilhafterweise hochzuziehen, was die Handhabung vereinfacht
und eine intuitive Bedienung des Verstellmechanismus ermöglicht.
Die Hebelwirkung und der Betätigungs- bzw. Verstellweg des
Verstellmechanismus werden wieder durch den Abstand zwischen dem
Bolzen 6 und dem Bowdenzug-Lagerbolzen 13' bestimmt.
Zum Verhindern eines versehentlichen Betätigens des
Verstellgriffs 14 oder einer Beschädigung von diesem durch z. B.
einen in die Öffnung 15 des Griffabschnitts 1 eingesetzten
Kranhaken weist der Griffabschnitt 1 eine weitere Öffnung 17 zum
Anheben der Hubvorrichtung auf.
Bei alternativen Ausführungsbeispielen, die hier jedoch nicht
dargestellt sind, können auch andersartige
Betätigungsmechanismen, wie Elektromagnete oder kleine
Fluidzylinder, eingesetzt werden.
Wird zum Verbinden des Griffabschnitts 1 und des Kopfabschnitts 2
ein starres Rohr anstelle eines Seils oder Stahlseils gewählt
oder eine im wesentlichen einstückige Hubvorrichtung mit einem
Griffabschnitt konstruiert, der direkt in einen Kopfabschnitt
übergeht, so kann anstelle eines Bowdenzugs auch eine Druck- oder
Schubstange verwendet werden.
Besonders vorteilhaft ist auch der Einsatz von fernbedienbaren
Verstellmechanismen unter Verwendung von Hydraulik- oder
Pneumatikeinrichtungen oder von elektrischen Verstellmechanismen,
wie beispielsweise Elektromagneten oder Motoren. Für den Einsatz
von fernbedienbaren Verstellmechanismen ist der Einbau von
Sensoren oder Schaltmechanismen mit Stellungsrückmeldung
sinnvoll, um der Person, die die Hubvorrichtung aus der Ferne
betätigt, die Stellung des Riegelelementes 4 sicher anzeigen zu
können.
Weiterhin kann eine vollautomatisierte oder teilautomatische
Verstellung des Riegelelementes 4 beispielsweise in die
Grundstellung durch den Einsatz von Federelementen unterstützt
werden.
Beim dritten, in Fig. 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist
dargestellt, daß nicht nur ein einzelnes Riegelelement eingesetzt
werden kann, sondern auch der Einsatz von mehreren
Riegelelementen 22 und 23 möglich ist. Alle möglichen Arten von
Riegelelementen, wie plattenförmige oder dreieckplattenförmige
Riegelelemente, sind einsetzbar, sofern sie sich seitlich zur
Längsachse des Kopfabschnittes 2 verstellen oder ausfahren
lassen, beispielsweise regenschirmartig aufspreizen lassen.
In Fig. 5 ist des weiteren ein Anker 25 für derartige
Hubvorrichtungen dargestellt, der beim Herstellen von Fertig-
oder Gußteilen in diese eingebaut oder eingegossen werden kann,
wobei derartige Anker 25 von eigenständiger erfinderischer
Bedeutung sind.
In einer einfachsten Ausführungsform besteht ein solcher Anker 25
aus einem rohrförmigen Schaft 26, der eine Durchgangsöffnung von
der Oberseite beispielsweise eines Form- oder Gußteils 40 bis zu
dessen Unterseite aufweist. Als Material bietet sich insbesondere
Kunststoff an, jedoch können auch andere Materialien, wie z. B.
Metall oder sogar Pappe, verwendet werden, da dieses von dem
lasttragenden Armierungs- oder Formmaterial umschlossen wird.
Vorzugsweise weist der Schaft 26 an seinen beiden stirnseitigen
Enden Kragen 27 bzw. 28 auf. Der obere Kragen 27 kann in einer
bevorzugten Ausführungsform trichterförmig ausgebildet sein, um
das Einführen des Kopfabschnitts 2 einer Hubvorrichtung zu
erleichtern. Auch können für einen Einsatz einer ferngesteuerten
Hubvorrichtung aktive und/oder passive Sensoren oder Sender in
die Kragen 27 bzw. 28 eingearbeitet sein, die insbesondere mit
entsprechenden Empfängern oder Sendern am Kopfabschnitt 2 einer
Hubvorrichtung zusammenwirken können.
Der untere Kragen 28 bildet vorzugsweise eine Anschlagwand aus,
die sich vorzugsweise radial so weit von dem Schaft 26 weg
erstreckt, daß sie ein vollständiges und gleichmäßiges Anliegen
der Seitenwand 31-33''' des quergestellten Riegelelements 22
bzw. 23 ermöglicht. Dies bietet auch bei unebenen oder
druckempfindlichen Anlageflächen des zu hebenden Teils einen
sicheren und gleichmäßigen Halt für das Riegelelement 22 bzw. 23.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist der Anker 25 in ein
Betonfertigteil 40 eingegossen, wobei im Eckbereich zwischen
Schaft 26 und Kragen 28 die Armierungseisen (nicht dargestellt)
zur Fixierung des Ankers 25 anliegen. Damit bei der Fertigung von
unten her kein Beton in den Anker 25 einfließen kann, weist er
eine Ankerkammer 29 auf, die von der Umfangswandung des Kragens
28 nach unten hin führt. Die Ankerkammer 29 kann z. B. ein im
wesentlichen zylindrischer Körper sein, jedoch wird zur
Raumeinsparung eine im wesentlichen halbkugelförmige Ankerkammer
29 bevorzugt, die für die Verschwenkung der Riegelelemente 22
bzw. 23 ausreicht.
Die Seitenwand des Riegelelementes 22, die als Auflagefläche für
die Unterseite eines zu hebenden Teils 40 dient, muß nicht
notwendigerweise durchgängig flach ausgebildet sein. Auch eine
Oberflächenstrukturierung wie die des Riegelelementes 22 ist
möglich. Eine solche abgestufte Oberfläche 31-33''' bietet den
Vorteil, das Riegelelement 22 zum Anheben eines Teils 40 nicht
vollständig ausschwenken zu müssen. Bereits bei einem nur
geringfügig ausgeschwenkten Riegelelement 22 dient die Fläche 31
als eine schmale Auflagefläche. Kann das Riegelelement 22 ein
Stück weiter ausgeschwenkt werden, so kann die etwas breitere
Auflagefläche 32 zum Untergreifen des zu hebenden Teiles 40
verwendet werden. Besteht die Möglichkeit, das Riegelelement 22
vollständig auszuschwenken, so bietet sich eine insgesamt relativ
große Auflagefläche 33, die in die Abschnitte 33', 33" und 33'''
unterteilt ist.
Besonders kompakt und vorteilhaft ist auch ein in Fig. 6
dargestelltes Ankerelement 25, dessen Einführöffnung so
dimensioniert ist und/oder einen solchen Querschnitt aufweist,
daß nur das Einführen eines entsprechend dimensionierten bzw.
geformten Kopfstücks 2 einer genau dazu passenden Hubvorrichtung
möglich ist. Die hier als Riegelelemente 4 vorgesehenen Kugeln 4'
greifen zur Verriegelung in eine Umfangsrille 28' des
Ankerelements 25 ein.
Claims (19)
1. Hubvorrichtung mit einem Griffabschnitt (1) und einem damit
verbundenen Kopfabschnitt (2), der zumindest ein
Riegelelement (4; 22, 23) aufweist, dadurch gekennzeichnet,
daß das Riegelelement (4; 22, 23) in Einführstellung im
wesentlichen bündig mit dem Kopfabschnitt (2) ausgerichtet
ist und in einer Hubstellung in Querrichtung zur
Einführrichtung des Kopfabschnittes (2) über dessen Umfang
heraussteht.
2. Hubvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Griffabschnitt (1) und der Kopfabschnitt (2) einstückig
ausgebildet oder mittels eines Verbindungsabschnittes (3)
miteinander verbunden sind.
3. Hubvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verbindungsabschnitt (3) als Seil, vorzugsweise als
Stahlseil ausgebildet ist.
4. Hubvorrichtung nach einem der Ansprüche 2 oder 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Übergang vom Außenumfang des
Verbindungsabschnittes (3) zu dem des Kopfabschnitts (2)
und/oder dem des Griffabschnitts (1) konisch ausgebildet
ist.
5. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zur Betätigung des
Riegelelements (4; 22, 23) ein Bowdenzug (20, 21) vorgesehen
ist, der vorzugsweise vom Griffabschnitt (1) aus durch
diesen hindurch- und bis in den Kopfabschnitt (2)
hineingeführt ist, wobei der Bowdenzugdraht (21) am
griffabschnittseitigen Ende eine Verstelleinrichtung (14)
aufweist und am kopfabschnittseitigen Ende an dem
Riegelelement (4; 22, 23) angelenkt oder befestigt ist.
6. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Riegelelement (4) im
Kopfabschnitt (2) schwenkbar gelagert ist, wobei das Lager
(6) außermittig zum Riegelelement (4) angeordnet ist,
vorzugsweise unter Ausbildung eines kurzen Schenkels (7) und
eines langen Schenkels (8).
7. Hubvorrichtung nach Anspruch 5 oder 6, dadurch
gekennzeichnet, daß in der zum Heben mit einem zu hebenden
Teil (40) zusammenwirkenden Seitenwand (4a) des
Riegelelements (4) eine Nut (16; 16') zur Aufnahme des
Bowdenzugdrahtes (21) in der Grundstellung des
Riegelelements (4) ausgebildet ist.
8. Hubvorrichtung nach einem der Ansprüche 5 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß der Bowdenzugdraht (21) in der
Grundstellung des Riegelelementes (4) am Lager (6) des
Riegelelementes (4) vorbeiführend befestigt ist.
9. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß der Kopfabschnitt (2) zur
Lagerung des Riegelelements (4) gabelförmig ausgebildet ist.
10. Hubvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß
in dem gabelförmigen Kopfabschnitt (2) zumindest ein
Anschlag (9) ausgebildet ist, der eine Verstellung des
Riegelelements (4) über die Grundstellung und/oder die
Hubstellung hinaus sperrt.
11. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß zum Verstellen des
Riegelelements (4) ein Verstellgriff (14) vorgesehen ist,
der vorzugsweise innerhalb einer Verstellgriff-Öffnung (15)
des Griffabschnitts (1) angeordnet ist.
12. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Griffabschnitts
(1) eine separate Greif-Öffnung (17) zum Ergreifen oder
Einsetzen eines Kranhakens vorgesehen ist.
13. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß in dieser zum Verstellen des
Riegelelements (4; 22, 23) hydraulische, pneumatische oder
elektromagnetische Antriebseinrichtungen eingesetzt sind,
die insbesondere fernbedienbar sind.
14. Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß aktive und/oder passive
Sensoreinrichtungen für eine Stellungsfernanzeige des
Riegelelements (4), insbesondere in den Kopfabschnitt (2)
eingesetzt sind.
15. Seil (3) mit dahindurch führendem Bowdenzug für eine
Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß die Seele des Seils (3) durch
einen Bowdenzug (20) ersetzt ist.
16. Anker für eine Hubvorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche und zum Einbau in ein zu versetzendes Teil,
gekennzeichnet durch einen hohlen Schaft (26) zum Einführen
des Kopfabschnitts (2) der Hubvorrichtung und einen sich
radial erstreckenden Kragen- oder Rillenabschnitts (28, 28')
zum Anlegen des in Hubstellung aus dem Kopfabschnitt (2)
herausragenden Riegelelements (4; 22, 23).
17. Anker nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, daß sich vom
Kragen (28) aus eine Wandung zum Ausbilden einer
geschlossenen Ankerkammer (29) erstreckt.
18. Anker nach Anspruch 16 oder 17, gekennzeichnet durch aktive
und/oder passive Sensoreinrichtungen für eine
Stellungsfernanzeige des Riegelelements (4; 22, 23).
19. Anker nach einem der Ansprüche 16 bis 18, dadurch
gekennzeichnet, daß der Schaft (26) bzw. seine
Einführöffnung (27) auf einen entsprechenden Kopfabschnitt
(2) einer dazu passenden Hubvorrichtung abgestimmt ist,
insbesondere durch eine Umfangsrille (28'), die auf radial
abspreizbare Kugeln (4') angepaßt ist, wobei diese durch ein
im Kopfabschnitt (2) mittels eines Bowdenzugs (20, 21)
bewegbares, federbeaufschlagtes Spreizelement, insbesondere
in Konusform ver- bzw. entriegelbar sind.
Priority Applications (4)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998118687 DE19818687A1 (de) | 1998-04-27 | 1998-04-27 | Hubvorrichtung |
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| EP99923469A EP1075448A1 (de) | 1998-04-27 | 1999-04-27 | Hubvorrichtung |
| AU40338/99A AU4033899A (en) | 1998-04-27 | 1999-04-27 | Lifting device |
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| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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| DE1998118687 DE19818687A1 (de) | 1998-04-27 | 1998-04-27 | Hubvorrichtung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19818687A1 true DE19818687A1 (de) | 1999-11-11 |
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ID=7865880
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| DE (1) | DE19818687A1 (de) |
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