DE19816331C1 - Kondenswasserablaufschlauch für eine Fahrzeug-Klimaanlage - Google Patents
Kondenswasserablaufschlauch für eine Fahrzeug-KlimaanlageInfo
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Abstract
Ein Schlauchelement, insbesondere ein Kondenswasserschlauch für eine Fahrzeug-Klimaanlage, soll dahingehend ausgestaltet werden, daß er bei relativ geringem Einbauraum besser montierbar ist. DOLLAR A Dies wird erfindungsgemäß mit einem Balg erreicht, der zwischen zwei zumindest in an den Balg angrenzenden Bereichen im wesentlichen koaxial verlaufenden Abschnitten des Schlauchelementes angeordnet ist, zumindest eine ringförmig umlaufende Auswölbung aufweist und aus gummielastischem Kunststoffmaterial besteht, wobei zumindest in an den Balg angrenzenden Bereichen der Außendurchmesser des ersten Schlauchabschnittes kleiner oder gleich dem Innendurchmesser des zweiten Schlauchabschnittes ist.
Description
Die Erfindung betrifft einen Kondenswasserablaufschlauch für
eine Fahrzeug-Klimaanlage nach dem Oberbegriff von Anspruch
1, wie er beispielsweise aus der nicht vorveröffentlichten
DE 196 47 734 A1 als bekannt hervorgeht.
Ein derartiger Kondenswasserablaufschlauch wird dazu verwen
det, Kondenswasser einer Fahrzeug-Klimaanlage, das an einem
entsprechenden Austrittsstutzen austritt, durch eine Öffnung
im Bodenblech des Fahrzeuges hindurch ins Freie abzuleiten.
Das mit der Öffnung versehene Bodenblech ist dabei üblicher
weise ein Teil des sogenannten Kardantunnels, an dessen Sei
tenbereich die Schlauchdurchführung angeordnet wird. Damit
das abtropfende Kondensat nicht direkt die unterhalb der Öff
nung im Kardantunnel angeordneten Bauteile benetzt, wird das
Kondenswasser mit einem in den Kardantunnel hineinragenden
Bereich des Kondenswasserablaufschlauches seitlich abgelenkt.
Der aus der eingangs genannten Druckschrift bekannte Kondens
wasserablaufschlauch ist aus einem weichen und komprimierba
ren Schaumstoff mit außenseitiger geschlossener Haut hergestellt und in
der Wandstärke sehr dickwandig ausgebildet. Bei dauerhaftem
seitlichem Versatz und/oder Verkippung der zu verbindenden
Stutzen bzw. Durchführungsöffnungen besteht die Gefahr eines
Abknickens des Schlauches und einer starken Reduzierung des
lichten Ablaufquerschnittes. Um dies zu verhindern, ist in
nenseitig in den Kondenswasserablaufschlauch eine Stützwendel
nach Art einer Schraubenfeder aus einem korrosionsbeständigen
Material eingeschoben. Der wesentliche Abschnitt des Kondens
wasserablaufschlauches, der den Abstand zwischen dem Kondens
wasserablaufstutzen der Klimaanlage und der Durchführungsöff
nung im Bodenblech der Karosserie überbrückt, ist bei dem be
kannten Kondenswasserablaufschlauch mit gleichbleibendem
Durchmesser und geradlinig ausgebildet.
Da zwischen dem genannten Kondenswasseraustrittsstutzen und
der Öffnung im Bodenblech nur ein relativ kleiner Abstand
vorliegt, gestaltet sich die Montage des Kondenswasserablauf
schlauches äußerst schwierig. Die Montage wird zusätzlich
durch den in den Kardantunnel einzubringenden Ablenkbereich
des Kondenswasserablaufschlauches erschwert. Außerdem müssen
zur Erzielung der erforderlichen Positionierung des in den
Kardantunnel hineinragenden Schlauchbereiches und zur Erzie
lung einer ausreichenden Abdichtung der Schlauchdurchführung,
relativ geringe Lagetoleranzen zwischen dem Kondenswasseraus
trittsstutzen und der Öffnung im Kardantunnel eingehalten
werden.
Das Gebrauchsmuster DE 297 07 114 U1 zeigt einen aus Gummi
bestehenden Kompensator, der im Bauwesen zur abgedichteten
Durchführung einer Rohrleitung durch eine Betonwand verwendet
werden soll, die außenseitig dem Grundwasser ausgesetzt ist.
Bauseitig muß die Durchführungsstelle der Wand mit einem kur
zen freiliegenden abgedichtet einbetonierten Anschlußstut
zen für den Anschluß des Kompensators versehen sein, durch
den die Leitung später beim Innenausbau des Gebäudes hin
durchgeschoben werden kann. Der lichte Durchmesser des An
schlußstutzens und mit ihm auch sein Außendurchmesser sind
deutlich größer als der Außendurchmesser der durchzuschieben
den Rohrleitung. Der auf die Rohrleitung und auf den An
schlußstutzen aufzusteckende Kompensator weist im Meri
dianquerschnitt eine halbkreisförmige Wandung und beiderseits
je eine axial ausgerichtete Stulpe auf, die mittels Spannbän
dern dichtend auf dem Umfang der Rohrleitung bzw. des An
schlußstutzens angepreßt werden. Nachdem der Kompensator den
oben beschriebenen Durchmesserunterschied zwischen Rohrlei
tung und wandseitigem Anschlußstutzen radial überbrücken muß,
ist die rohrseitige Stulpe im Durchmesser deutlich kleiner
als die wandseitige. Darüber hinaus beträgt die Wandstärke
der rohrseitigen Stulpe ein Mehrfaches der sonst in dem Kom
pensator vorgesehenen Wandstärke. Dadurch ist die Möglichkeit
gegeben, den Innendurchmesser der rohrseitigen Stulpe dem
Rohraußendurchmesser anpassen zu können. Dieser aus dem Bau
wesen bekannte Kompensator vermittelt dem Fahrzeugkonstruk
teur jedoch keine Anregungen dahin, wie in beengten Umge
bungsverhältnissen ein gattungsgemäßer Kondenswasserablauf
schlauch einfacher montiert werden kann.
Die vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den
gattungsgemäßen Kondenswasserablaufschlauch dahingehend aus
zugestalten, daß er auch bei engen Raumverhältnissen einfa
cher montierbar ist, und zwar insbesondere bei einem kleinen
Abstand zwischen den durch den Kondenswasserablaufschlauch
miteinander zu verbindenden Öffnungen.
Ausgehend von dem gattungsgemäßen Kondenswasserablaufschlauch
wird diese Aufgabe erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Anspruches 1 gelöst.
Die Erfindung beruht auf dem allgemeinen Gedanken, zwei im
wesentlichen koaxial verlaufende Schlauchabschnitte über ei
nen balgartigen flexiblen Abschnitt miteinander zu verbin
den, wobei der Außendurchmesser des einen Schlauchabschnittes
derart auf den Innendurchmesser des anderen Schlauchabschnit
tes abgestimmt ist, daß die beiden Schlauchabschnitte im
Balgbereich zumindest teilweise teleskopartig ineinander ge
steckt und zu einer Überdeckung gebracht werden können. Ent
sprechend einer - im übrigen kostengünstig herstellbaren -
Ausgestaltungsform des Kondenswasserablaufschlauches mit nur
eine Auswölbung des Balgabschnittes ergibt sich die besonders
einfache und vorteilhafte Teleskopier-Eigenschaft der angren
zenden Schlauchabschnitte. Diese Maßnahme bewirkt eine erheb
liche Reduktion der Einbaumaße des Kondenswasserablaufschlau
ches, so daß der Einbau für geringe Raumverhältnisse verein
facht wird. Beispielsweise wird der Kondenswasserablauf
schlauch mit ineinandergesteckten Schlauchabschnitten und so
mit mit reduzierter Längsabmessung zunächst mit einem Ende am
Kondenswasseraustrittsstutzen befestigt. Danach kann das an
dere Ende des Kondenswasserablaufschlauches in die Öffnung im
Kardantunnel eingeführt werden, wobei dann die Schlauchab
schnitte wieder auseinander gezogen werden können.
Die erfindungsgemäß vorgeschlagene Maßnahme bietet außerdem
den Vorteil, relativ große Lageabweichungen zwischen den mit
einander zu verbindenden Öffnungen auszugleichen, so daß wäh
rend der Montage, z. B. der Klimaanlage, nur relativ grobe La
getoleranzen eingehalten zu werden brauchen. Dadurch ergibt
sich ein Zeit- und Preisvorteil.
Bei einer zweckmäßigen Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Schlauchelementes kann die Äquatorebene der Auswölbung des
Balgabschnittes gegenüber einer senkrecht zur gemeinsamen
Längsachse der an den Balgabschnitt angrenzenden Schlauchab
schnitte verlaufenden Ebene geneigt sein. Mit Hilfe dieser
Maßnahmen können besondere Einbaugeometrien, wie sie bei
spielsweise für einen Kondenswasserschlauch vorliegen, be
rücksichtigt werden.
Die Erfindung ist anhand eines in den Zeichnungen dargestell
ten Ausführungsbeispieles in der nachfolgenden Figurenbe
schreibung erläutert. Dabei zeigen jeweils schematisch:
Fig. 1 eine Schnittansicht auf den Montagebereich eines als
Kondenswasserschlauch ausgebildeten erfindungsgemäßen
Schlauchelementes, das zwischen einem Kondenswasser
austrittsstutzen und einer Öffnung in den Kardantun
nel montiert ist, und
Fig. 2 eine Schnittansicht wie in Fig. 1, jedoch mit dem
Kondenswasserschlauch vor seiner Montage mit telesko
partig ineinandergesteckten Schlauchabschnitten.
Entsprechend Fig. 1 weist ein erfindungsgemäßes Schlauchele
ment 1, das im Ausführungsbeispiel als Kondenswasserschlauch
ausgebildet ist, einen Balg 2 mit einer ringförmig umlaufen
den Auswölbung 3 auf. An der entsprechend Fig. 1 unteren Sei
te des Balges 2 geht dieser in einen ersten Schlauchabschnitt
4 über, dessen Ende mit einem abgewinkelten Ablaufstutzen 5
ausgestattet ist. Auf der gegenüberliegenden, entsprechend
Fig. 1 oberen Seite geht der Balg 2 in einen zweiten
Schlauchabschnitt 6 über, der im wesentlichen koaxial zum er
sten Schlauchabschnitt 4 verläuft.
Der Balg 2 der beispielhaften Ausführungsform weist nur eine
Auswölbung 3 auf, wodurch sich insbesondere die Herstellung
des Schlauchelementes 1 vereinfacht und preiswerter gestal
tet.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel verläuft die Äquatorebene
der Auswölbung 3 des Balgs 2 bzw. die Ebene, in der die ring
förmige Auswölbung 3 liegt, geneigt in bezug auf eine senk
recht zur Längsachse des Schlauchelementes 1 verlaufende Ebe
ne. Mit Hilfe des derart schräg verlaufenden Balges 2 werden
die besonderen Einbauverhältnisse berücksichtigt, die für die
Montage eines Kondenswasserschlauches 1 vorliegen können.
Der Kondenswasserschlauch 1 ist mit seinem zweiten
Schlauchabschnitt 6 auf einen Kondenswasseraustrittsstutzen 7
einer Kondenswassersammeleinrichtung 8 einer im übrigen nicht
dargestellten Kraftfahrzeug-Klimaanlage aufgesteckt. Der er
ste Schlauchabschnitt 4 des erfindungsgemäßen Kondenswasser
schlauches 1 ist mit seinem Ablaufstutzen 5 vorausgehend in
eine Öffnung 9 eingeführt, die in einem Fahrzeug-Bodenblech
10 ausgespart ist. Der erste Schlauchabschnitt 4 ist mit Hil
fe von daran angeordneten Dichtlippen 12 am Rand 13 der Öff
nung 9 abgedichtet befestigt und positioniert.
Im gezeigten Ausführungsbeispiel bildet das Bodenblech 10 ei
nen Teil des vorderen, motorraumseitigen Endes eines soge
nannten Kardantunnels 11, an dessen Seitenbereich die
Schlauchdurchführung angeordnet ist, um das Kondenswasser
wunschgemäß ins Freie abzuleiten. Damit das aus dem Ablauf
stutzen 5 austretenden Kondenswasser nicht die im Kardantun
nel 11 angeordneten Bauteile ständig mit Kondenswasser be
feuchtet, ist der Ablaufstutzen 5 abgewinkelt ausgebildet, so
daß das Kondensat seitlich zur benachbarten Innenwand des
Kardantunnels 11 abgelenkt werden kann.
Entsprechend Fig. 2 können zur Vereinfachung der Montage des
erfindungsgemäßen Kondenswasserschlauches 1 dessen
Schlauchabschnitte 4 und 6 zumindest in an den Balg 2 angren
zenden Bereichen teleskopartig ineinander gesteckt werden,
wodurch sich die Einbaulänge des Kondenswasserschlauches 1
erheblich reduziert. Diese Teleskop-Eigenschaft erhält der
erfindungsgemäße Kondenswasserschlauch 1 durch eine spezielle
Auswahl der Durchmesser der einzelnen Schlauchabschnitte 4
und 6. Dabei ist zumindest in dem für die gegenseitige Über
lappung vorgesehenen Bereich der Innendurchmesser 15 des
zweiten Schlauchabschnittes 6 größer oder gleich dem Außen
durchmesser 16 des ersten Schlauchabschnittes 4. Das Ineinan
derstecken der Schlauchabschnitte 4 und 6 wird außerdem durch
eine entsprechend ausgewählte Elastizität des Balgmaterials
gewährleistet, mit dem die erforderlichen Verformungen ohne
weiteres durchgeführt werden können. Entsprechend Fig. 2 ist
bei dem für die Montage vorbereiteten, verkürzten Kondenswas
serschlauch 1 der Balg 2 in einen die Schlauchabschnitte 4
und 6 miteinander verbindenden, koaxial zu diesen ausgerich
teten Schlauchabschnitt 14 elastisch umgeformt.
Die erfindungsgemäße Ausgestaltung des Kondenswasserschlauch
1 mit einem Balg 2 bietet außerdem die Möglichkeit, Montage
toleranzen hinsichtlich der Positionierung des Kondenswasser
austrittsstutzens 7 gegenüber der Öffnung 9 auszugleichen, da
der flexibel ausgebildete Balg 2 einen quer zur Längsachse
des Kondenswasserschlauches 1 verlaufenden Versatz zwischen
den Schlauchabschnitten 4 und 6 ermöglicht.
1
Schlauchelement
2
Balg
3
Auswölbung
4
erster Schlauchabschnitt
5
Ablaufstutzen
6
zweiter Schlauchabschnitt
7
Kondenswasseraustrittsstutzen
8
Kondenswassersammeleinrichtung
9
Öffnung
10
Bodenblech
11
Kardantunnel
12
Dichtlippen
13
Öffnungsrand
14
Schlauchabschnitt
15
Innendurchmesser von
6
16
Außendurchmesser von
4
Claims (2)
1. Kondenswasserablaufschlauch für eine Fahrzeug-Klimaanlage,
mit einem ersten Schlauchabschnitt, der einen an eine Öffnung
im Karosserieblech des Kardantunnels formangepaßten und durch
sie hindurchsteckbaren Stutzen aufweist und mit einem zum er
sten Schlauchabschnitt etwa koaxial verlaufenden, zweiten
Schlauchabschnitt, der endseitig auf einen Stutzen einer Kon
denswassersammeleinrichtung der Fahrzeug-Klimaanlage auf
steckbar ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die beiden Schlauchabschnitte (4, 6) des aus gummielastischem
Kunststoffmaterial bestehenden Kondenswasserablaufschlauches
(1) über einen in den Kondenswasserablaufschlauch (1) inte
grierten, flexiblen Balgabschnitt mit einer umlaufenden Aus
wölbung (3) ineinander übergehen, wobei zumindest im balg
nahen Bereich der Außendurchmesser (16) des einen Schlauchab
schnittes (4) kleiner als der Innendurchmesser (15) des ande
ren Schlauchabschnittes (6) ist, derart daß die beiden
Schlauchabschnitte (4, 6) im Balgbereich unter Verformung des
Balgabschnittes zu einem koaxialliegenden Schlauchabschnitt
(14) teleskopartig ineinander steckbar sind, wobei dieser zu
Montagezwecken in der Länge reduzierte, ineinandergesteckte,
stabile Zustand des Kondenswasserablaufschlauches (1) nur
durch gesondertes Auseinanderziehen der Schlauchabschnitte
(4, 6) wieder in die Ausgangslänge zurückführbar ist.
2. Kondenswasserablaufschlauch nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß
die Äquatorebene der Auswölbung (3) des Balgs (2) gegenüber
einer senkrecht zur gemeinsamen Längsachse der an den Balg
(2) angrenzenden Schlauchabschnitte (4 und 6) verlaufenden
Ebene geneigt ist.
Priority Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE19816331A DE19816331C1 (de) | 1998-04-11 | 1998-04-11 | Kondenswasserablaufschlauch für eine Fahrzeug-Klimaanlage |
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| DE19816331A DE19816331C1 (de) | 1998-04-11 | 1998-04-11 | Kondenswasserablaufschlauch für eine Fahrzeug-Klimaanlage |
Publications (1)
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| DE19816331C1 true DE19816331C1 (de) | 1999-09-23 |
Family
ID=7864377
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Country Status (1)
| Country | Link |
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