DE19960650C1 - Rohrleitung mit Anschlußstück - Google Patents
Rohrleitung mit AnschlußstückInfo
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Abstract
Es wird eine Verbindung zwischen einer Rohrleitung (2) und einem Schlauch (16) vorgeschlagen, die einfach und kostengünstig herstellbar ist, wenig Bauraum beansprucht und günstige hydraulische Eigenschaften aufweist. Die Verbindung erfolgt über ein an die Rohrleitung (2) angeformtes Anschlussstück (8).
Description
Die Erfindung geht aus von einer Rohrleitung mit einem
Außendurchmesser und einem Innendurchmesser sowie von einer
Verbindung zwischen einem Schlauch und einer Rohrleitung.
In vielen Bereichen der Technik, insbesondere in der
Fahrzeugtechnik, werden Rohrleitungen mit Schläuchen
verbunden. Dabei gilt es, verschiedenste Kriterien in
optimaler Weise miteinander zu verbinden. Besonders bei großen
und größten Stückzahlen sind die Herstellungskosten von
überragender Bedeutung für den wirtschaftlichen Erfolg eines
Produkts. Deshalb müssen sowohl die Rohrleitung als auch ein
zugehöriger Schlauch möglichst kostengünstig sein.
Die einfachste Möglichkeit, einen Schlauch mit einer
Rohrleitung zu verbinden, besteht darin, den Innendurchmesser
des Schlauchs etwa entsprechend dem Außendurchmesser der
Rohrleitung zu wählen und den Schlauch über das Ende der
Rohrleitung zu schieben. Anschließend kann diese Verbindung
durch eine Schlauchschelle oder eine Presshülse od. dgl.
gesichert werden. Nachteilig an dieser Verbindung ist, dass
der Schlauch einen deutlich größeren Außendurchmesser als die
Rohrleitung hat und außerdem der Innendurchmesser des
Schlauchs größer als der der Rohrleitung ist. Dadurch ergibt
sich ein unnötig großes Volumen im Bereich des Schlauchs.
Außerdem sind Schläuche mit größerem Durchmesser teurer als
solche mit kleinerem Durchmesser.
In der DE 29 71 3845 U1 ein Pressfitting zum Verbinden von
Kunststoffrohren vorgeschlagen, welches an einem Ende einen
Anschlusskörper aufweist, dessen Außendurchmesser geringfügig
kleiner ist als der der zu verbindenden Rohre. Dadurch kann
der Außendurchmesser der zu verbindenden Rohre gleich gewählt
werden. Nachteilig an dieser Lösung ist, dass das Pressfitting
ein gesondertes Bauteil ist, das druck- und flüssigkeitsdicht
mit der Rohrleitung verbunden werden muss, was den
Herstellungsaufwand erhöht und die Produktionskosten nach oben
treibt. Außerdem bewirkt das Pressfitting über seine gesamte
Länge eine Querschnittsverengung gegenüber dem
Strömungsquerschnitt im Innern der Rohrleitung und des
Schlauchs.
Aus dem deutschen Gebrauchsmuster DE 86 10 309 U1 ist eine
verwirbelungsfreie Rohrverbindung zum Verbinden zweier
rohrförmiger Elemente bekannt, von denen jedes ein
Anschlussstück aufweist. Das Anschlussstück des ersten
rohrförmigen Elements hat einen gegenüber dem
Aussendurchmesser des ersten rohrförmigen Elements
verringerten Aussendurchmesser. Nachteilig an dieser
Rohrverbindung ist, dass sie ein zweites rohrförmiges Element
mit einem entsprechend gestalteten Gegen-Anschlussstück
voraussetzt, was die Einsatzmöglichkeiten einschränkt und die
Herstellungskosten erhöht.
Aus der DE-OS 198 13 213 A1 ist ein Heizkörperverrohrungsstück
bekannt, welches eine angeformte Tülle oder einen angeformten
Nippel aufweist, auf die ein Kunststoffrohr oder
Kunststoffschlauch aufgeschoben werden kann.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Rohrleitung für
ein Bremssystem, Hydrauliksystem oder
Kraftstoffversorgungssystem, insbesondere von Kraftfahrzeugen,
bereitzustellen, die einfach und kostengünstig mit einem
Schlauch verbindbar ist und welche günstige hydraulische
Eigenschaften aufweist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch eine
Rohrleitung mit einem Außendurchmesser und einem
Innendurchmesser, wobei an mindestens einem Ende der
Rohrleitung ein Anschlussstück angeformt ist, dessen
Außendurchmesser gegenüber dem Außendurchmesser der
Rohrleitung verringert ist, und wobei die Rohrleitung in einem
Bremssystem, Hydrauliksystem oder Kraftstoffversorgungssystem
verwendet wird. Besonders vorteilhaft wird die Rohrleitung in
Kraftfahrzeugen eingesetzt.
Durch dieses erfindungsgemäß angeformte Anschlussstück ist es
möglich, einen Schlauch, dessen Innendurchmesser im
Wesentlichen dem Innendurchmesser der Rohrleitung entspricht,
direkt auf diese bzw. das Anschlussstück aufzuschieben.
Vorteilhaft an dieser Verbindung ist außerdem, dass das
Anschlussstück an das Ende der Rohrleitung einstückig
angeformt ist und eine Querschnittsverengung nur im Bereich
des Anschlussstücks stattfindet. Außerdem entspricht die
Wandstärke des Anschlussstücks im Wesentlichen derjenigen der
Rohrleitung, so dass die Querschnittsverengung im Bereich des
Anschlussstücks sehr klein ausfällt. Dadurch, dass das
Anschlussstück aus einem Endabschnitt der Rohrleitung geformt
wird, entfallen Dichtigkeitsprobleme zwischen Rohrleitung und
Pressfitting sowie Korrosionsprobleme oder Ähnliches aufgrund
verschiedener Materialzusammensetzungen.
Außerdem können wegen der großen Stückzahlen der Kfz-
Produktion durch den Einsatz einer erfindungsgemäßen
Rohrleitung erhebliche Fertigungs- und Kostenvorteile
realisiert werden.
Bei einer Variante der Erfindung ist vorgesehen, dass das
Anschlussstück im Wesentlichen zylindrisch ist, so dass der
Schlauch einfach und gegebenenfalls mit konstanter Vorspannung
über das Anschlussstück geschoben werden kann.
Weitere Ausgestaltungen der Erfindung sehen vor, dass das
Anschlussstück mindestens eine ringförmig umlaufende
Vertiefung oder/und mindestens eine ringförmig umlaufende
Rippe aufweist, so dass ein Formschluss und somit eine erhöhte
Dichtigkeit zwischen Schlauch und Rohrleitung bzw.
Anschlussstück erzielt wird.
Bei einer anderen Ausgestaltung ist vorgesehen, die
Rohrleitung aus Stahl, Aluminium oder Kunststoff herzustellen,
so dass die erfindungsgemäße Rohrleitung unter verschiedensten
Bedingungen einsetzbar ist.
Die eingangs geschilderte Aufgabe wird ebenfalls gelöst durch
die Verbindung von einem Schlauch und einer Rohrleitung, wobei
die Rohrleitung eine Rohrleitung nach einem der Ansprüche 1
bis 6 ist, wobei der Schlauch auf das Anschlussstück
aufgeschoben ist und wobei die Rohrleitung in einem
Bremssystem, Hydrauliksystem oder Kraftstoffversorgungssystem
verwendet wird.
Durch diese Verbindung von Rohrleitung und Schlauch lassen
sich die oben genannten Vorteile bei einer Verbindung von
Schlauch und Rohrleitung realisieren.
Eine Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass der Schlauch
mit dem Anschlussstück mittels einer Presshülse verpresst ist,
so dass eine kraftschlüssige und druckdichte Verbindung
zwischen Schlauch und Rohrleitung erzielt wird. Außerdem haben
Schlauch und Rohrleitung im Wesentlichen den gleichen kleinen
Durchmesser der Rohrleitung, so dass die Kosten für den
Schlauch verringert werden, das im Schlauch befindliche
Flüssigkeitsvolumen verringert wird und außerdem der
Platzbedarf für den Schlauch und die Verbindung zwischen
Schlauch und Rohrleitung verringert wird.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist
vorgesehen, dass die Presshülse in verpresstem Zustand eine
der oder den ringförmig umlaufenden Vertiefungen oder der oder
den ringförmig umlaufenden Rippen entsprechende Außenkontur
aufweist, so dass zusätzlich zu dem durch Pressen erzielten
Kraftschluss noch ein Formschluss zwischen Anschlussstück,
Schlauch und Pressfitting erzielt wird.
Weitere Vorteile und vorteilhafte Ausgestaltungen der
Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung, der Zeichnung,
und den Patentansprüchen entnehmbar.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstands der Erfindung ist in
der Zeichnung dargestellt und im folgenden näher beschrieben.
Es zeigen im Teillängsschnitt:
Fig. 1: ein erstes Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Rohrleitung mit Anschlussstück;
Fig. 2: ein zweites Ausführungsbeispiel einer
erfindungsgemäßen Rohrleitung;
Fig. 3: die Verbindung einer erfindungsgemäßen Rohrleitung
mit einem Schlauch; und
Fig. 4: eine verpresste Verbindung einer erfindungsgemäßen
Rohrleitung mit einem Schlauch.
Fig. 1 zeigt eine Rohrleitung 2 mit einem Außendurchmesser 4
und einem Innendurchmesser 6. An die Rohrleitung 2 ist ein
Anschlussstück 8 angeformt. Das Anschlussstück 8 ist durch
Umformen eines Endbereichs der Rohrleitung 2 hergestellt. Es
hat demzufolge im Wesentlichen die gleiche Wandstärke 10 wie
die Rohrleitung 2. Aus dieser Darstellung geht hervor, dass
eine Verengung des Strömungsquerschnitts der Rohrleitung 2 nur
im Bereich des Anschlussstücks 8 vorhanden ist. In Folge
dessen sind die hydraulischen Eigenschaften, insbesondere der
Strömungswiderstand, der erfindungsgemäßen Rohrleitung 2 mit
Anschlussstück 8 besonders gut. Dadurch, dass das
Anschlussstück 8 aus einem Endbereich der Rohrleitung 2
hergestellt wird, entfallen zusätzliche Bauteile, wie
Pressfittings o. dgl.; es besteht kein Dichtigkeitsproblem
zwischen Rohrleitung 2 und Anschlussstück 8, und außerdem sind
die Herstellungskosten sehr gering.
In Fig. 2 ist eine Rohrleitung 2 mit einem Anschlussstück 8
dargestellt. Das Anschlussstück 8 weist eine umlaufende
Vertiefung 12 und eine umlaufende Rippe 14 auf. Diese
Vertiefung 12 und die Rippe 14 erhöhen die Dichtigkeit
zwischen einem auf das Anschlussstück 8 aufgeschobenen, in
Fig. 2 nicht dargestellten Schlauch und erlauben eine
formschlüssige Verpressung von Rohrleitung 2 und nicht
dargestelltem Schlauch.
In Fig. 3 ist eine Rohrleitung gemäß Fig. 1 dargestellt, auf
die ein Schlauch 16 aufgeschoben ist. Es ist deutlich zu
erkennen, dass die Außendurchmesser 4 der Rohrleitung 2 und
der Außendurchmesser 20 des Schlauchs 16 im Wesentlichen
gleich sind, so dass der Platzbedarf gering ist und außerdem
keine hervorstehenden Kanten oder Ähnliches im Bereich der
Verbindung von Rohrleitung 2 und Schlauch 16 bestehen. Dadurch
wird die Montage erleichtert.
In Fig. 4 ist eine Rohrleitung 2 dargestellt, die mit einem
Schlauch 16 mitttels einer Presshülse 22 kraftschlüssig
verbunden ist. Es ist selbstverständlich auch möglich, eine
Rohrleitung gemäß der in Fig. 2 dargestellten zweiten
Ausführungsform mit einem Schlauch 16 und einer Presshülse 20
zu verbinden. In diesem Fall ist es besonders vorteilhaft,
wenn die Außenkontur der Presshülse 20 der Außenkontur des
Anschlussstücks 8 entspricht.
Alle in der Beschreibung, den nachfolgenden Ansprüchen und der
Zeichnung dargestellten Merkmale können sowohl einzeln als
auch in beliebiger Kombination miteinander
erfindungswesentlich sein.
Claims (9)
1. Rohrleitung mit einem Außendurchmesser (4) und einem
Innendurchmesser (6), wobei an mindestens einem Ende der
Rohrleitung (2) ein Anschlussstück (8) angeformt ist,
dessen Aussendurchmesser gegenüber dem Aussendurchmesser
(4) der Rohrleitung (2) verringert ist, dadurch
gekennzeichnet, dass die Rohrleitung (2) in einem
Bremssystem, Hydrauliksystem oder
Kraftstoffversorgungssystem verwendet wird.
2. Rohrleitung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
das Anschlussstück (8) im wesentlichen zylindrisch ist.
3. Rohrleitung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch
gekennzeichnet, dass das Anschlussstück (8) mindestens
eine ringförmig umlaufende Vertiefung (12) aufweist.
4. Rohrleitung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, dass das Anschlussstück (8) mindestens
eine ringförmig umlaufende Rippe (14) aufweist.
5. Rohrleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrleitung (2) aus
Stahl, Aluminium oder Kunststoff ist.
6. Rohrleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrleitung (2) in
Kraftfahrzeugen eingesetzt wird.
7. Verbindung von einem Schlauch (16) und einer Rohrleitung
(2), dadurch gekennzeichnet, dass die Rohrleitung (2)
eine Rohrleitung nach einem der vorhergehenden Ansprüche
ist, dass der Schlauch (16) auf das Anschlussstück (8)
aufgeschoben ist, und dass die Rohrleitung in einem
Bremssystem, Hydrauliksystem oder
Kraftstoffversorgungssystem verwendet wird.
8. Verbindung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass
der Schlauch (16) mit dem Anschlussstück (8) mittels
einer Presshülse (22) verpresst ist.
9. Verbindung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass
die Presshülse (22) in verpresstem Zustand eine der oder
den ringförmig umlaufenden Vertiefungen (12) oder der
oder den ringförmig umlaufenden Rippen (14) entsprechende
Außenkontur aufweist.
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