DE19816852C1 - Spritzgießmaschine - Google Patents
SpritzgießmaschineInfo
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- B29—WORKING OF PLASTICS; WORKING OF SUBSTANCES IN A PLASTIC STATE IN GENERAL
- B29C—SHAPING OR JOINING OF PLASTICS; SHAPING OF MATERIAL IN A PLASTIC STATE, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; AFTER-TREATMENT OF THE SHAPED PRODUCTS, e.g. REPAIRING
- B29C45/00—Injection moulding, i.e. forcing the required volume of moulding material through a nozzle into a closed mould; Apparatus therefor
- B29C45/17—Component parts, details or accessories; Auxiliary operations
- B29C45/64—Mould opening, closing or clamping devices
- B29C45/67—Mould opening, closing or clamping devices hydraulic
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- B29C45/67—Mould opening, closing or clamping devices hydraulic
- B29C45/6764—Mould opening, closing or clamping devices hydraulic using hydraulically connectable chambers of the clamping cylinder during the mould opening and closing movement
- B29C45/6771—Mould opening, closing or clamping devices hydraulic using hydraulically connectable chambers of the clamping cylinder during the mould opening and closing movement the connection being provided within the clamping cylinder
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Abstract
Bei einer Zweiplatten-Spritzgießmaschine mit einer eine Werkzeughälfte tragenden festen Formaufspannplatte und einer die andere Werkzeughälfte tragenden beweglichen Formaufspannplatte sind Kolben-Säuleneinheiten befestigt, die die feste Formaufspannplatte durchsetzen und die in dieser in Kolben-Zylindereinheiten verschieblich geführt sind. Um bei asymmetrisch wirkenden Formauftreibkräften die Zuhaltekraft an den Werkzeugtrennflächen in weitgehend gleichmäßiger Verteilung zu halten, wird vorgeschlagen, daß die Verbindungskanäle zwischen den Kolben-Zylindereinheiten nach dem Schließen der beiden Werkzeughälften und vor dem Einspritzen der Kunststoffschmelze in die von den Werkzeughälften eingeschlossene Formkavität abgesperrt werden.
Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Kunst
stoffteilen nach dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1 sowie
eine Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens.
Eine Vorrichtung dieser Art ist aus der DE 43 44 340 C2 bekannt,
die eine sogenannte Zweiplatten-Spritzgießmaschine zeigt, bei
der die schließseitigen Zylinderräume durch Verbindungskanäle
hydraulisch miteinander verbunden sind. Bei symmetrischer Lage
der Kavitäten zur Spritzachse und aufgrund der gleichen Kolben
flächen gehorcht dieses Schließsystem dem physikalischen Grund
prinzip der hydraulischen Waage. Damit ist gewährleistet, daß
sämtliche Holme einer gleichen Belastung ausgesetzt sind. Auch
bei asymmetrischer Verteilung der Kavitäten und entsprechend
asymmetrisch wirkender Formauftreibkraft bleibt die Zuhaltekraft
über alle Holme stets gleichmäßig verteilt, in den Bereichen des
Werkzeugs jedoch, in denen keine oder nur eine geringe Formauf
treibkraft herrscht, wird das Werkzeug gestaucht und in den
Bereichen, in denen sich die Formauftreibkraft entfaltet, ist
die Zuhaltekraft entsprechend reduziert. Damit kann zum einen
die Qualität des Formteils beeinträchtigt werden und zum anderen
sind die Trennflächen der beiden Werkzeughälften einem erhöhten
Verschleiß ausgesetzt, insbesondere in den Fällen, in denen zur
Kompensation der in Teilbereichen ungenügenden Zuhaltekraft die
Schließkräfte insgesamt erhöht werden müssen, wodurch sich in
den übrigen Bereichen der Werkzeug-Trennflächen die Anpreßkraft
in erheblichem Maß erhöht.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Spritzgieß
maschine der angegebenen Art so zu verbessern, daß bei asymme
trisch wirkenden Formauftriebskräften die Zuhaltekraft an den
Werkzeugtrennflächen in weitgehend gleichmäßiger Verteilung
gehalten werden kann.
Diese Aufgabe wird durch ein Verfahren mit den Merkmalen des
Patentanspruchs 1 und durch eine Vorrichtung mit den Merkmalen
des Patentanspruchs 2 gelöst.
Die Erfindung geht dabei von der Erkenntnis aus, daß die hydrau
lischen Kolben-Zylindereinheiten, die in dem Bereich liegen, wo
die Formauftreibkraft überwiegend wirkt, durch die Absperrung
der Verbindung zu den übrigen Kolben-Zylindereinheiten eine
steifere Funktionseinheit bilden, wodurch in dem zugehörigen
Bereich der Werkzeugtrennfläche weniger Verlust an Zuhaltekraft
in Kauf genommen werden muß.
Bei nicht abgesperrten Verbindungskanälen hingegen werden die
von den asymmetrischen Formauftreibkräften im Schließsystem
hervorgerufenen Reaktionskräfte auf das ganze Schließsystem
verteilt, wodurch die erhöhte Elastizität des gesamten Schließ
systems zur Wirkung kommt. Es läßt sich somit keine örtlich
wirkende Versteifung des Zuhalte- bzw. Schließsystems erzielen.
Im Vergleich zur vorliegenden Erfindung kann daher mit dem
Schließsystem nach dem Stand der Technik keine örtlich wirkende
Versteifung des Zuhalte- bzw. Schließsystems erzielt werden.
Die Erfindung ist gemäß Unteranspruch 3 auch bevorzugt an
sogenannten Zweiplatten-Spritzgießmaschinen anwendbar, bei denen
die den Schließdruck erzeugenden Kolben der Kolben-Zylinderein
heiten Bestandteile der Holme der Spritzgießmaschine sind.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand eines in der Zeichnung
dargestellten Ausführungsbeispiels erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 in schematischer Darstellung den Schnitt durch eine Zwei
platten-Spritzgießmaschine gemäß der Schnittlinie I-I in
Fig. 2 und
Fig. 2 die Schnittansicht gemäß der Schnittlinie II-II in Fig. 1.
Die Fig. 1 und 2 zeigen eine sogenannte Zweiplatten-Spritzgieß
maschine, bei der eine erste Werkzeughälfte 1 auf einer festen
Formaufspannplatte 2 und eine zweite Werkzeughälfte 3 auf einer
beweglichen Formaufspannplatte 4 befestigt sind. In der bewegli
chen Formaufspannplatte 4 sind Kolben-Säuleneinheiten 5, 6, 7
und 8 befestigt, die die feste Formaufspannplatte 2 durchsetzen
und in Kolben-Zylindereinheiten 9, 10, 11 und 12 reversierbar
geführt sind. Die Kolben 13, 14, 15 und 16 der Kolben-Säulenein
heiten 5-8 unterteilen die Zylinder der Kolben-Zylindereinheiten
9-12 in jeweils schließseitige Zylinderräume 17, 18, 19 und 20
und in öffnungsseitige Zylinderräume 21, 22, 23 und 24.
Die schließseitigen Zylinderräume 17-20 sind durch Verbindungs
kanäle 25, 26 und 27 miteinander verbunden. In der Darstellung
nach Fig. 2 sind die Verbindungskanäle 25, 26 und 27 neben der
Zeichnung noch nach Art eines hydraulischen Schaltschemas mit
4/2-Wegeventilen 28, 29 und 30 gezeigt, die die Absperrorgane
darstellen, mit denen die Verbindungskanäle 25, 26 und 27
wahlweise durchgängig (gezeichnete Schaltstellung a) oder
gesperrt (Schaltstellung b) schaltbar sind.
Die Kolben-Säuleneinheiten 5 und 8 sind mit Hydraulikzuführlei
tungen 28 versehen, über die das hydraulische Druckmedium in die
schließseitigen Zylinderräume 17 bis 20 einleitbar ist, wobei
das Druckmedium auch über die Verbindungskanäle 25, 26 und 27
geleitet wird.
Die Kolben-Säuleneinheiten 6 und 7 sind von Schnellgangkolben 32
und 33 durchsetzt, die sich an der fest mit der festen Formauf
spannplatte 2 verbundenen Kolben-Zylindereinheit 10, 11 abstützen
und in innerhalb der Kolben-Säuleneinheit 6 und 7 ausgebildeten
Zylinderräumen 34 reversierbar geführt sind. Die Druckmittelzu
fuhr für die Schnellgangkolben 32 und 33 ist nicht im einzelnen
dargestellt.
Die beiden Werkzeughälften 1 und 3 schließen eine asymmetrisch
zur Maschinenachse 35 angeordnete Formkavität 36 ein, über die
nach dem Befüllen mit unter Druck stehender Kunststoffschmelze
die Formauftreibkräfte FK erzeugt werden, die den Schließkräften
SK entgegenwirken, die durch die Beaufschlagung der ringförmigen
Kolbenflächen 13', 14', 15'' und 16' mit hydraulischem Druckmedium
entstehen.
Im Betrieb wird die zunächst die in Offenstellung (nicht darge
stellt) befindliche bewegliche Formauspannplatte 4 durch Einlei
tung von Druckmedium in die schließseitigen Zylinderräume 17-20
in die dargestellte Schließstellung gebracht, in der die beiden
Trennflächen 37 und 38 der beiden Werkzeughälften 1 und 3 mit
der von den Kolben 13-16 erzeugten Schließkraft SK gegeneinander
gepreßt werden.
Dieser Schließkraft SK wirkt an den Trennflächen 37 und 38 die
Formauftreibkraft FK entgegen, wodurch die Trennflächen in dem
außermittigen bzw. dem asynchronen Bereich, wo sich die Formka
vität 36 befindet, entlastet werden und in dem bezüglich der
Maschinenachse 35 gegenüberliegenden Bereich zusätzlich zur
herrschenden Schließkraft noch entsprechend belastet werden.
Es kann danach der Fall eintreten, daß im Bereich der asynchron
wirkenden Formauftreibkraft FK die Zuhaltekraft an den Trennflä
chen 36 und 37 nicht mehr ausreicht und die Qualität des Spritz
gießteils beeinträchtigt wird.
Im weiteren kann es vorkommen, daß die Trennflächen in den
Bereichen, wo diese mit erhöhter Kraft zusammengepreßt werden
einem zu starken Verschleiß unterliegen.
Zur Vermeidung dieser Nachteile, werden nach der Erfindung die
Verbindungskanäle 25, 26, 27 nach dem Erreichen des Schließdruckes
und vor der Druckbeaufschlagung der Formkavität 35 mit Kunst
stoffschmelze mittels der 4/2-Wegeventile 29, 30 und 31 durch
Schalten in die Schaltstellung b (nicht dargestellt) abgesperrt,
wodurch einer zu starken Verminderung der Zuhaltekräfte im
Bereich der asynchron auftretenden Formauftreibkräfte und einer
Überbelastung der Bereiche der Trennflächen entgegengewirkt
wird, die in Bezug auf die Maschinenachse 35 dem Angriffspunkt
der asynchronen Formauftreibkraft gegenüberliegen.
Je nach Lage des Angriffspunktes und der Intensität der asyn
chron wirkenden Formauftreibkraft kann es erforderlich sein,
eines oder mehrere oder sämtliche 4/2-Wegeventile 29-31 abzu
sperren.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung von Kunststoffformteilen auf
einer Spritzgießmaschine, bei der eine Werkzeughälfte auf einer
festen Formaufspannplatte und die andere Werkzeughälfte auf
einer beweglichen Formaufspannplatte befestigt sind, wobei die
bewegliche Formaufspannplatte mit mindestens zwei hydraulischen
Kolben-Zylindereinheiten zur festen Formaufspannplatte rever
sierbar bewegbar ist und wobei die schließseitigen Zylinderräume
der Kolben-Zylindereinheiten durch Verbindungskanäle untereinan
der hydraulisch verbunden sind, dadurch gekennzeichnet, daß
die Verbindungskanäle (25, 26, 27) nach dem Schließen der beiden
Werkzeughälften (1, 3) und vor dem Einspritzen der Kunststoff
schmelze in die von den Werkzeughälften (1, 3) eingeschlossene
Formkavität (36) abgesperrt werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch
1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Verbindungskanälen
(25, 26, 27) jeweils ein Absperrorgan (29, 30, 31) angeordnet ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2 bei der die Spritzgießmaschi
ne (Zweiplatten-Spritzgießmaschine) mit einer eine Werkzeughälf
te tragenden festen Formaufspannplatte und einer die andere
Werkzeughälfte tragenden beweglichen Formaufspannplatte ausge
rüstet ist, in der Kolben-Säuleneinheiten befestigt sind, die
die feste Formaufspannplatte durchsetzen und in dieser in
Kolben-Zylindereinheiten verschieblich geführt sind, wobei die
Kolben der Kolben-Säuleneinheiten die Zylinder der Kolben-Zylin
dereinheiten in schließseitige und in öffnungsseitige Zylinder
räume unterteilen, von denen die schließseitigen Zylinderräume
durch Verbindungskanäle miteinander hydraulisch verbunden sind,
dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindungskanäle (25, 26, 27)
mit Absperrorganen (29, 30, 31) ausgerüstet sind.
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DE1998116852 DE19816852C1 (de) | 1998-04-16 | 1998-04-16 | Spritzgießmaschine |
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