DE19814404A1 - Verwendung von Giersch (Aegopodium podagraria L.) zur Behandlung und/oder Prophylaxe von bösartigen Tumoren - Google Patents
Verwendung von Giersch (Aegopodium podagraria L.) zur Behandlung und/oder Prophylaxe von bösartigen TumorenInfo
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Abstract
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Giersch (Aegopodium podagraria L.) sowie eine Kombination von Giersch mit Alant (Inula helenium L.) und/oder Cystus (Cistus incanus L.) zur Behandlung und/oder Prophylaxe von bösartigen Tumoren. DOLLAR A Die Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein pflanzliches Produkt für die Behandlung verschiedener Krebsarten zur Verfügung zu stellen, das keine der Nebenwirkungen zeigt, welche bei herkömmlichen Krebstherapien unumgänglich sind. DOLLAR A Indem die vorliegende Erfindung Pflanzen bzw. Extrakte solcher Pflanzen zur Verfügung stellt, die hemmenden Einfluß auf Zellproliferation und Zelldifferenzierung haben, werden Produkte zur Verfügung gestellt, die wirksam zur Prophylaxe und Therapie von bösartigen Tumoren eingesetzt werden können.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Giersch (Aegopodium podagraria
L.) zur Behandlung und/oder Prophylaxe von bösartigen Tumoren. Weiterhin betrifft die
Erfindung die Verwendung von Giersch in Kombination mit Alant (Inula helenium L.)
und/oder Cystus (Cistus incanus L.) ebenfalls zur Behandlung und/oder Prophylaxe von
bösartigen Tumoren.
Nach Herz-Kreislauferkrankungen ist Krebs die zweithäufigste Todesursache in der
westlichen Welt. So starben 1996 allein in den Vereinigten Staaten annähernd 550.000
Menschen an Krebs, wobei zu erwarten ist, daß diese Zahl in den nächsten Jahren noch
steigen wird.
Grundsätzlich werden diverse Umweltfaktoren, z. B. Rauchen, einseitige Ernährung,
Streß, aber auch erbliche Prädisposition, die z. B. bei Brustkrebs nachgewiesen wurde,
für die Entstehung von Tumoren verantwortlich gemacht. Diese sind das Resultat meist
nur einer veränderten Zelle, in deren Nachkommenschaft sich sukzessive Mutationen
anhäufen, so daß Zellhaufen aus morphologisch stark veränderten Zellen entstehen.
Diese Zellen zeichnen sich dadurch aus, daß sie eine erhöhte Zellproduktion auf Grund
von wachstumsauslösenden Mutationen (Hyperaktivierung von Protoonkogenen) oder
von Unterdrückung zelleigener, teilungsinhibierender Prozesse (Inaktivierung von Tu
morsuppressoren) aufweisen.
Die Vielzahl der Ursachen für gesteigerte Zellwachstumsraten auf molekularer Ebene
spiegelt sich in der großen Zahl unterschiedlicher Tumorformen wieder. Davon kann
jedes Gewebe des menschlichen Körpers betroffen sein, wobei je nach Gewebetyp ver
schiedene Tumorarten unterschieden werden, beispielsweise Sarkome (Bindegewebe),
Gliome (Neuronalgewebe) und die weitaus am häufigsten auftretenden Carzinome
(Epithelialgewebe).
Die wohl am häufigsten angewandte Therapie gegen malignes Zellwachstum ist das
operative Entfernen des krankhaften Gewebes. Dabei muß jedoch auch oft gesundes
Gewebe entfernt werden und selbst dann kann nicht ausgeschlossen werden, daß einige
entartete Zellen verbleiben und erneut einen Tumor bilden. Weitere Möglichkeiten be
stehen darin, durch Bestrahlung (Radio- und Ionentherapie) die entarteten Zellen abzu
töten. Da diese Methoden jedoch nicht sehr spezifisch sind, wird auch hier gesundes
Gewebe beschädigt. Eine relativ effektive Therapie stellt die kombinierte Verabreichung
mehrerer Chemikalien dar, die die Zellteilung unterschiedlicher Zellarten hemmen
(Chemo-therapie). Auch hierbei werden auf Grund der geringen Spezifität viele gesunde
Zellen abgetötet, und die Patienten leiden an Nebenwirkungen, wie starker Übelkeit und
Erbrechen, Haarausfall und allgemeinem Schwächegefühl.
Auch "weiche" Methoden, wie die Stärkung des körpereigenen Immunsystems durch
Interferone oder der Einsatz monoklonaler Antikörper, die sich spezifisch gegen entarte
te Zellen richten sollen, haben nachteilige Wirkung auf den Patienten.
Pflanzliche Alkaloide, die die Bildung der zur Zellteilung benötigten Mikrotubuli inhibieren,
werden ebenfalls zur Krebstherapie eingesetzt. Beispiele für solche Substanzen sind
Vinblastin, Vinorelbine, Paclitaxel und Docetaxel. Auch hier besteht das Problem, daß
diese Substanzen unspezifisch sind und damit auch auf gesundes Gewebe schädigend
wirken.
Auf Grund der hohen Mortalitätsraten durch Krebs und des oft für den Erkrankten qual
vollen Krankheitsverlaufs besteht ein großer Bedarf an gut verträglichen Mitteln zur Pro
phylaxe und zur Therapie von Krebs, die es erlauben, malignes Zellwachstum zu inhibie
ren, ohne jedoch gesunde Zellen zu schädigen.
Die Gattung Aegopodium podagraria L. umfaßt etwa sieben Arten, die in Europa und
Asien verbreitet sind und im deutschsprachigen Raum als Giersch, Zipperleinskraut,
Dreiblatt oder Geißfuß bekannt sind. Die krautige Pflanze wird bis heute als Speisepflan
ze verwendet, wobei vor allem die Blätter und Blattstiele roh (als Salat) oder gekocht (als
Gemüse) verzehrt werden. Giersch ist eine seit langem bekannte Heilpflanze, die tradi
tionell zur Behandlung von Rheuma, Gicht und Hämorrhoiden in Form von Teeaufgüs
sen, innerlich und äußerlich, Umschlägen und Heilbädern angewandt wird. Klinische
Studien oder dokumentierte Erfahrungsberichte zur Wirksamkeit bei den genannten An
wendungsgebieten liegen nicht vor, so daß die Wirksamkeit der Droge und ihrer Zuberei
tungen nicht belegt ist.
In Giersch konnten hohe Konzentrationen an Vitaminen, wie Vitamin C (200 mg/100 g
Blätter) und Karotin (5 mg/100 g Blätter), sowie Mineralien, wie Eisen (17 mg/100g),
Kupfer (2 mg/100g), Mangan (2,2 mg/100g), Titan (1,77 mg/100g) und Bor (4 mg/100g),
nachgewiesen werden. Dabei variiert der Vitamin C-Gehalt der Blätter in Abhängigkeit
von der Jahreszeit; im Frühjahr ist der Gehalt am höchsten und nimmt bis zum Spät
sommer um ca. 50% ab.
Weitere Inhaltsstoffe von Giersch sind ätherische Öle, die in allen Pflanzenteilen enthal
ten sind und deren Zusammensetzung bisher noch nicht bekannt ist. Bisher nachgewie
se Stoffe sind Falcarindiol, Apterine (Furanocumarin-Glycoside), wie Hyperosid, Iso
quercitin, Kämpferolrhamnoglucosid, ein hochmolekulares Lectin (ca. 480.000 Da) aus
dem Rhizom, welches vorzugsweise nicht Erythrozyten der Blutgruppe A agglutiniert,
Phenolcarbonsäuren, wie Kaffeesäure und Chlorogensäure, sowie β-Sitosterin, Umbelli
ferose und Cumarine (Hagers Handbuch der pharmazeut. Praxis, 1992, Springer Ver
lag).
Die Gattung Inula helenium L. umfaßt ca. 120 Arten, wovon etwa 25 Arten in Europa
heimisch sind. Bekanntere Trivialnamen dieser Pflanze sind u. a. echter Alant, Schlan
genwurz oder Helenenkraut. In seiner volkstümlichen Anwendung wird Alant innerlich
gegen Verdauungsstörungen, Menstruationsbeschwerden, Infektionen der ableitenden
Harnwege, bei Erkrankungen der Atemwege, wie Bronchialkatarrh, Keuchhusten und
Reizhusten, sowie bei Bronchitis als Expectorans, bei Herzbeschwerden, Erkältung,
Kopfschmerzen und Wurmbefall eingesetzt und äußerlich bei Exanthemen und Infektio
nen der Haut angewendet. Dabei können als unerwünschte Nebenwirkungen Kontak
tallergien und -dermatitis ausgelöst werden.
Eine antimikrobielle Wirkung, die sich vor allem gegen gram-negative Bakterien richtet,
beruht in erster Linie auf dem Gehalt von Sesquiterpenlactonen in Alant. Der Petrolether
der Droge (Helenin) hat in vitro eine minimale Hemmkonzentration von 10-400 µg/ml
bei gram-negativen und 100-800 µg/ml bei gram-positiven Bakterien. Bei Fusarium so
lani liegt eine fungistatische Aktivität von Alantolacton bei 100-200 kg/ml in vitro vor.
Desweiteren konnte ebenfalls eine anti-anthelmintische Aktivität des wäßrigen Drogenex
traktes in vivo und eine blutgerinnungsfördernde Wirkung durch Helenin (2-10 mg/kg
Körpergewicht) in vivo nachgewiesen werden.
Ebenfalls belegt ist eine anti-tumorale Wirkung von Alantolacton und Isoalantolacton aus
Alant, welche ab einer Konzentration von 50 µg/ml zu 100% das Wachstum einer
menschlichen Lungencarcinomzellinie hemmen. Ein nicht näher spezifiziertes Extrakt hat
i.p. (20-160 mg/kg Körpergewicht, verschiedene Applikationsintervalle) an verschiede
nen transplanierten Sarcomen der Ratte eine hemmende Wirkung auf das Tumorwachs
tum bei geringer Toxizität.
Die Inhaltsstoffe von Alant, besonders die der Wurzel, sind relativ gut charakterisiert. So
wurde in den Blüten Quercetin, Quercitin-7-triglucosid und Methylquercetin, in den Blät
tern I-Inositol und der Bitterstoff Alantopikin und in den anderen oberirdischen Pflanzen
teilen Sesquiterpenlactone sowie Petaine nachgewiesen. Die Wurzel enthält ätherische
Öle, Terpene, Wachse und Polysaccharide. In Abhängigkeit von der Vegetationsperiode
kann der Anteil an ätherischen Ölen bis zu 5% betragen, wobei der höchste Gehalt im
Herbst gemessen wird. Davon besteht der größte Teil aus Sesquiterpenlactonen des
Eudesmanolidtypus: bis zu 2% Alantolacton, bis zu 2,7% lsoalantolacton, daneben ge
ringe Mengen Dihydroisoalantolacton, Dihydroalantolacton und Tetrahydroalantolacton.
Das Gemisch dieser Alantolactonderivate wird u. a. auch als Helenin oder Alantcampher
bezeichnet. Desweiteren wurden u. a. Spuren von Petainen und Harze und Wachse ge
funden. Von dem Polysaccarid Inulin, das bis zu 44% ausmacht, leitet sich der Name
der Pflanzengattung ab. Weiter sind Pectine und Polyfructosane, die abhängig von der
Jahreszeit als enzymatische Abbauprodukte des genuinen Reservepolymers auftreten,
nachgewiesen worden. Als Zubereitungsform ist der alkoholisch-wäßrige Extrakt der
Wurzel bekannt (Hagers Handbuch der pharmazeut. Praxis, 1992, Springer Verlag).
Die Gattung Cistus incanus L. ist vor allem im Mittelmeerraum verbreitet. Die recht sel
tende Pflanze wächst als aromatisch riechender Strauch mit eiförmig-lanzettlichen
Blättern und rosaroten Blüten auf magnesiumreichen Böden. Die Volksmedizin nutzte
die Wirkung dieser Pflanze in unterschiedlichster Weise, hauptsächlich jedoch zum Stil
len von Juckreiz (Hämorrhoiden), Allergien und ganz allgemein zur Wundbehandlung,
d. h. zur Therapie von lokalen bakteriellen Infektionen und Mykosen. Die Pflanze wird
ebenfalls zur Infektionsprophylaxe in Form von Körperwaschungen oder als Breiverband
auf offenen Wunden eingesetzt. Die traditionellen Heilverfahren benutzen dafür die ge
kochten wäßrigen Extrakte der oberirdischen Pflanzenteile, welche im Frühjahr gesam
melt werden. In jüngster Zeit wurden Cystuslösungen ebenfalls erfolgreich zur Behand
lung von Neurodermitis, Akne vulgaris, Entzündungen des Mund- und Rachenraumes,
sowie zur Karies- und Parandontoseprophylaxe eingesetzt.
Phytochemische Untersuchungen der Gattung Cistus L. konzentrierten sich auf die
Analyse der ätherischen Öle und Harzbestandteile (Terpenoide) sowie der Flavonoide
und Gerbstoffe. Als Bestandteile des ätherischen Öls von Cistus incanus L. sind Mono
terpene, Sesqui- und Diterpene sowie Ester und Alkohole identifiziert worden. Die Diter
pene machen dabei mit einem ungewöhnlich hohen Anteil von knapp 60% die Haupt
menge des ätherischen Öls aus. Als polyphenolische Inhaltsstoffe von Cystus wurden
Kämpferol, Quercetin sowie für Cistus incanus Methylether von Apiginin nachgewiesen
(Beate-Smith (1962), Dicotyledones; J. Linn. Soc. London (Botany), 58, S. 95; Lebreton
und Bonchez (1967), Phytochemistry, 6, S. 1601; Vogt et al. (1987), Phytochemistry, 26,
S. 1027; Wollenweber und Mann (1984), Naturforsch. 39c, S. 303).
Die historisch ältesten Überlieferungen zu Cistus L. betreffen das Labdanum-Harz, wel
ches hauptsächlich aus den Blättern und Zweigen von Cistus ladaniferus L., Cistus mon
speliensis L. und Cistus incanus L. ssp. creticus gewonnen wurde. Dieses seit dem Al
tertum bekannte Harz diente vor allem wegen seines Wohlgeruches zu Räucherzwec
ken, aber auch medizinisch als Expectorans bei Katarrhen, äußerlich in Pflasterform zur
Behandlung von Geschwüren und als Zusatz in Wundsalben. Eine Verwendung außer
halb des Mittelmeerraumes als Abführmittel (Depurvativum) bei der Behandlung lepröser
Erkrankungen wurde ebenfalls berichtet. Als mögliche Nebenwirkungen eines wiederhol
ten Kontaktes mit Blättern von Cistus incanus kann in seltenen Fällen eine
allergische Dermatitis auftreten.
Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein pflanzliches Produkt zur Behandlung
und/oder Prophylaxe von bösartigen Tumoren bereitzustellen.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Verwendung von Giersch
(Aegopodium podagraria) zur Behandlung und/oder Prophylaxe von bösartigen Tumo
ren.
Erfindungsgemäß konnte überraschend eine neue, zellwachstumshemmende und zell
differenzierungsfördernde Wirkung von Giersch wissenschaftlich nachgewiesen werden.
In einer bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform wird Giersch in Kombination
mit Alant verwendet.
In einer weiteren bevorzugten erfindungsgemäßen Ausführungsform wird Giersch in
Kombination mit Cystus und gegebenenfalls Alant eingesetzt.
Erfindungsgemäß können die ganzen Pflanzen von Giersch, Alant und Cystus und/oder
Pflanzenteile davon, wie Wurzeln, Blätter, Blüten und/oder Samen, verwendet werden.
Von Giersch und Cystus werden bevorzugt oberirdische Pflanzenteile verwendet, wäh
rend von Alant vorzugsweise unterirdische Pflanzenteile verwendet werden.
Giersch, Alant und auch Cystus werden bereits seit Jahrhunderten von Menschen ver
zehrt, ohne daß schädliche Wirkungen, ausgenommen Kontaktallergien durch Alant
bzw. Cystus, bekannt sind. Durch die Anwendung der oben genannten Pflanzen
und/oder Pflanzenteile zur Therapie von Krebs werden die oft gravierenden Nachteile
der herkömmlichen Krebstherapien umgangen.
Giersch sowie Alant und Cystus können erfindungsgemäß in pharmazeutisch geeigneter
Darreichungsform verwendet werden. Sie können beispielsweise in Form zerkleinerter
Pflanzenteile vorliegen, die aus getrockneten oder frischen Pflanzen bzw. Pflanzenteilen
von Giersch und gegebenenfalls Alant und/oder Cystus hergestellt wurde. Weitere Bei
spiele für pharmazeutisch geeignete Darreichungsformen sind wäßrige, alkoholische
und/oder ölige Extrakte, Konzentrate, Granulate, Tabletten, Kapseln und Salben.
Außerdem können erfindungsgemäß weitere Wirkstoffe, wie Vitamine, Mineralien und
sekundäre Pflanzenstoffe, verwendet werden. Beispiele für Mineralien sind Calcium,
Magnesium und Selen. Beispiele für Vitamine sind die Vitamine A, C, E sowie die Vit
amine des B-Komplexes. Die Mineralien und/oder Vitamine können als solche oder in
Form von Zubereitungen zugegeben werden. Dabei sind pflanzliche Quellen bevorzugt.
Sekundäre Pflanzenstoffe sind z. B. Fette und Öle, Pigmente, Farbstoffe und Harze.
Weiter können pharmazeutisch unbedenkliche bzw. annehmbare natürliche oder syn
thetische Zusätze oder Hilfsstoffe, wie Bindemittel, Sprengmittel, Gleitmittel, Trennmittel,
Lösungsmittel, Stabilisatoren, Färbemittel und Geschmackskorrigentien, zugegeben
werden, die in Abhängigkeit von der gewünschten Darreichungsform ausgewählt wer
den. Beispiele für erfindungsgemäß verwendbare Hilfsstoffe sind
- - Bindemittel, wie Stärke, Alginate, Gelatine, Zucker, Johannisbrotkernmehl, Cellu losederivate, wie Celluloseether, und Polymere, wie Polyvinylpyrrolidon;
- - Sprengmittel, wie Stärke und Stärkeether;
- - Gleit- und Trennmittel, wie Talkum, Stearate, wie Calcium- und Magnesiumstea rat, Magnesium- und Calciumcarbonat, Cellulose, Magnesiumoxid, kolloidale Kie selsäure, Silikate, wie Natrium-, Magnesium-, Calcium- und Aluminiumsilikat, Trennmehle, wie Brotmehl, Getreideschalen-, Kartoffelwalz-, Buchweizen- und Holzmehl und Johannisbrotkernmehl;
- - Lösungsmittel, wie Wasser, Alkohol und Lösungen von Bindemitteln;
- - Stabilisatoren, wie Fette, Öle, Aromastoffe und Stärkederivate;
- - Färbemittel, wie lebensmittel-, und arzneimittelrechtlich zulässige natürliche und synthetische Farbstoffe und Pigmente, beispielsweise Caroten, Zuckercouleur, Betanin und Lycopin; und
- - Geschmackskorrigentien, wie Gewürze, Kräuter, Salze, Süßungsmittel und Aro mastoffe.
Die genannten Hilfsstoffe eignen sich insbesondere zum Tablettieren und Granulieren.
Die in den erfindungsgemäß verwendeten Pflanzen oder Pflanzenteilen enthaltenen
flüssigen und/oder flüchtigen Bestandteile, insbesondere Wasser, können daraus durch
übliche Maßnahmen, beispielsweise durch Trocknen mit Luft, insbesondere mit vorge
trockneter Luft, Trocknen durch überkritisches CO2, Gefriertrocknen, Sprühtrocknen oder
Einengen im Vakuum, abgetrennt werden. Das Konzentrierungsverhältnis liegt vorzugs
weise im Bereich von 10 : 1 bis 10 : 2, insbesondere im Bereich von 10 : 1,5.
Das Konzentrat kann dann, ebenso wie die getrockneten Pflanzen und/oder Pflanzentei
le, in üblicher Weise zu Tabletten, Granulaten, Pulvern, Pellets oder Kapseln verarbeitet
werden. Vorzugsweise wird das Konzentrat erfindungsgemäß in Form von Granulaten
verwendet, die durch übliche Granulierungsverfahren, wie Feucht-, Trocken- oder
Schmelzgranulieren, hergestellt werden können.
Beispielsweise können die Granulate durch aufbauende oder abbauende Feuchtgranu
lierungsverfahren hergestellt werden, die beispielsweise in Ullmann, Encyclopädie der
Technischen Chemie, Bd. 18, S. 157, 4. Auflage 1979, beschrieben sind. Als Hilfsstoffe
können die oben genannten Bindemittel, Trennmittel und Lösungsmittel, hier eingesetzt
als Granulierflüssigkeit, verwendet werden.
Das nach diesen oder anderen Verfahren hergestellte Granulat kann als solches ver
wendet werden. Alternativ kann es,gegebenenfalls in Kombination z. B. mit Granulaten
und/oder Pulvern, die weitere Mineralstoffe und/oder Vitamine enthalten, zu Tabletten,
Dragees oder Kapseln, wie Gelatine-, Pektin-, Cellulose-, Naturharz- oder Stärkekap
seln, weiterverarbeitet werden.
Fig. 1 zeigt die Proliferation von HT-29 Zellen als Funktion der Konzentration eines er
findungsgemäß verwendeten DMSO-Extraktes aus Giersch.
Fig. 2 zeigt die Proliferation von MCF7-Zellen als Funktion der Konzentration eines erfin
dungsgemäß verwendeten PBS-Extraktes aus Alant (Extrakt 3) und Cystus (Extrakt 4)
Fig. 3 zeigt die Proliferation von MCF7-Zellen als Funktion der Konzentration eines erfin dungsgemäß verwendeten DMSO-Extraktes aus Alant (Extrakt 3) und Cystus (Extrakt 4)
Das nachfolgende Beispiel erläutert die Erfindung:
Fig. 3 zeigt die Proliferation von MCF7-Zellen als Funktion der Konzentration eines erfin dungsgemäß verwendeten DMSO-Extraktes aus Alant (Extrakt 3) und Cystus (Extrakt 4)
Das nachfolgende Beispiel erläutert die Erfindung:
500 mg Pflanzenmaterial (Giersch, Alant) wurden mit 5 ml DMSO oder alternativ mit 5 ml
PBS-Puffer versetzt und über Nacht bei Zimmertemperatur geschüttelt. Danach wurden
die Proben für 2 Min bei 6000 UpM in einer Tischzentrifuge abzentrifugiert. Der entnom
mene Überstand wurde nochmals für 2 Min bei 10.000 UpM zentrifugiert. PBS-Extrakte
wurden sterilfiltriert, bevor sie dem Zellkulturmedium zugegeben wurden. Der erhaltene
Überstand wurde zur Behandlung von Zellen in vitro eingesetzt.
Mit DMSO oder PBS-Puffer versetztes Pflanzenmaterial von Cystus wurde 4 h bei 80°C
geschüttelt. Anschließend wurden die Mischungen bei 10.000 g für 10 Min zentrifugiert.
PBS-Extrakte wurden vor Zugabe zum Zellkulturmedium sterilfiltriert.
Extrakt 1: Giersch (ganze Pflanzen)
Extrakt 2: "x" Teile Giersch und "y" Teile Alant; "x" und "y" sind für jedes Experiment gesondert angegeben
Extrakt 3: Alant (ganze Pflanzen)
Extrakt 4: Cystus (oberirdische Pflanzenteile)
Extrakt 1: Giersch (ganze Pflanzen)
Extrakt 2: "x" Teile Giersch und "y" Teile Alant; "x" und "y" sind für jedes Experiment gesondert angegeben
Extrakt 3: Alant (ganze Pflanzen)
Extrakt 4: Cystus (oberirdische Pflanzenteile)
Caco-2 Zellen (Braunschweig, Passage 40) wurden in DMEM-Medium (Gibco) kultiviert.
Die Passagen fanden stets prekonfluent (etwa 80%ige Konfluenz) statt. Die Medien
wurden mit 10% fötalem Kälberserum (FKS), 2 mM Glutamin, 1% MEM nicht
essentiellen Aminosäuren und 70 kg/ml Gentamicin supplementiert. Die Inkubation der
Zellen fand bei 37 °C unter CO2-Begasung (5% CO2) statt.
HT-29 Zellen (Passage 141) wurden in RPMI-1640 Medium (Gibco) kultiviert, das durch
10% FKS, 2 mM Glutamin, 100 l.U./ml Penicillin und 100 µg/ml Streptomycin supple
mentiert war.
MCF7-Zellen (zur Verfügung gestellt von Dr. Ulf Vogt) wurden in "minimal essential me
dium "(MEM)" nach Eagle H., Science 130, S. 432-437 (1959) kultiviert. 2 ml Volumen
einer einheitlichen Zellsuspension mit ca. 100.000 Zellen /ml wurden für 6 Tage unter
Standardbedingungen auf Kulturschalen mit 35 mm Durchmesser kultiviert. Jeder
Schale wurden 20 µl der verdünnten und vorbehandelten Extrakte zugesetzt.
Die Proliferation der HT-29 bzw. Caco-2 Zellen wurde mit Hilfe eines DNA-bindenden
Fluoreszenzfarbstoffes (Sytox-Green, Molecular Probes; Leiden, Niederlande) bestimmt,
der nur Zellen mit defekter Zellmembran zu permeieren vermag. Nach Erstellen einer
Eichkurve konnte anhand der gemessenen Fluoreszenz zunächst die Anzahl der toten
Zellen und anschließend, nach Lyse der Zellen mit dem Detergens Triton-X 100 (1%
Endkonzentration), die Gesamtzahl als Parameter der Proliferation bestimmt werden. Die
Cytotoxizität einer Substanz ergab sich aus dem Anteil der toten Zellen an der Gesamt
zahl. Die Fluoreszenzmessungen wurden an einem Mikrotiterplattenreader (Fluoreskan
Ascent, Labsystems, Merlin Diagnostika, Bornheim-Hersel, Deutschland) durchgeführt.
Für die Proliferationsmessungen wurden jeweils 2.000 HT-29 bzw. 5.000 Caco-2 Zellen
auf 24 'well'-Plastik-Zellkulturplatten der Firma Renner ausgesät. Man ließ die Zellen für
24 h auf den Platten anwachsen, bevor die sterilfiltrierten Extrakte im Kulturmedium auf
die Zellen gegeben wurden. Nach 72 h wurden die entsprechenden Parameter gemes
sen (n=4). Die Kontrolle enthielt die im jeweiligen Versuch maximal eingesetzte DMSO-
Konzentration, um etwaige DMSO-Effekte der entsprechenden Extrakte auf das
Wachstum der Zellen auszuschließen.
Effekte auf die Differenzierung der Zellen wurden anhand der Aktivitätsmessung der al
kalischen Phosphatase bestimmt, die ein Markerenzym der Bürstensaummembran dar
stellt. Dazu wird die Freisetzung von Fluorescein aus Fluoresceindiphosphat (Molecular
Probes) als Funktion der Zeit fluoreszenzoptisch ermittelt. Die Zellen wurden mit
50%iger Konfluenz in 25 cm2 Flaschen ausgesät und in Anwesenheit des Extraktes für 3
Tage inkubiert. Nach Trypsinisieren der Zellen wurden diese abzentrifugiert, auf 24 'well'-
Platten überführt und die Messungen durchgeführt. Ein Aliquot der trypsinisierten Zellen
diente der Zellzahlbestimmung.
In Tabelle 1(A) bis (D) ist der Effekt verschiedener Konzentrationen eines Giersch-
Extraktes dargestellt. Dazu wurden Caco-2 und HT-29 Zellen in 10% FKS-haltigem Me
dium ausgesät und nach 24 h mit 2%, 1% und 0.5% (A,B,C) eines wie oben beschrie
ben isolierten Extraktes aus Giersch (Extrakt 1) behandelt. Die Zellzahlen wurden nach
72 h bestimmt. Die Ergebnisse sind dargestellt als % der ausschließlich mit DMSO-
behandelten Zellen (Kontrolle=100%). Die Zahl der toten Zellen wurde mit Hilfe des
Farbstoffs Sytox-Green bestimmt und als % der lebenden Zellen der Kontrolle darge
stellt. Die Proliferation von HT-29 und Caco-2 Zellen in Gegenwart von Extrakten aus
Giersch in Anwesenheit geringer FKS-Konzentrationen (0,1%) ist in (D) dargestellt.
In Tabelle 2 ist die Wirkung der Kombination von Giersch- und Alant-Extrakten auf die
Zellproliferation dargestellt. Dazu wurden HT-29 Zellen, wie oben beschrieben, ausge
sät und mit dem Extrakt von Giersch (Extrakt 1) und Alant (Extrakt 3) alleine oder in
Kombination (Extrakt 2) inkubiert und die Zellzahl, dargestellt als % der ausschließlich
mit DMSO behandelten Kontrolle, nach 72 h bestimmt.
In Tabelle 3 ist die differenzierungsfördernde Wirkung von einem Extrakt aus Giersch
(Extrakt 1) beschrieben. Mit Hilfe des oben beschriebenen Differenzierungstests wurde
die Aktivität von alkalischer Phosphatase in zwei verschiedenen Zellinien untersucht.
Besonders Caco-2 Zellen zeigen eine stark erhöhte Anzahl differenzierter Zellen, wäh
rend HT-29 Zellen durch Giersch-Extrakt nur in geringem Maß zur Differenzierung ange
regt werden.
n.b. = nicht bestimmt
n.b. = nicht bestimmt
In Tabelle 4 ist die differenzierungsfördernde Wirkung von Giersch-Extrakten aus HT-29
dargestellt. Dazu wurden die Zellen wie oben beschrieben ausgesät und das Medium mit
verschiedenen Konzentrationen des DMSO-Extraktes 1 (Giersch; 0,5% bis 5%) ver
setzt. Nach 3 h bzw. 24 h wurde, wie oben beschrieben, die Gesamtzellzahl und Anzahl
der toten Zellen bestimmt und in %, bezogen auf die Anzahl der ausschließlich mit
DMSO behandelten Zellen, dargestellt. Für die mit Giersch-Extrakt behandelten Zellen
betrug die Zellzahl der Kontrollen 51.210 HT-29 Zellen (3h Kontrolle) und 79.210 HT-29
Zellen (24h Kontrolle).
n.b. = nicht bestimmt
n.b. = nicht bestimmt
Das relative Wachstum von MCF7-Zellen in Gegenwart von DMSO- und PBS-Extrakten
von Alant und Cystus wird in Tabelle 5 gezeigt. Die Alant- und Cystus-Extrakte wurden in
einer Verdünnung von 1 : 1.000 eingesetzt. Aus der Tabelle kann entnommen werden,
daß DMSO-Extrakte aus Alant und Cystus die Proteinsynthese und Lactatdehydrogena
se-Werte (LDH) am stärksten reduzieren, während die PBS-Extrakte eine weniger stark
inhibierende Wirkung zeigen. Dabei ist jedoch die Wirkung des Cystus-PBS-Extraktes
wesentlich deutlicher ausgeprägt als die Hemmwirkung des Alant-PBS-Extraktes. Die
angegebenen Prozentzahlen stellen Mittelwerte aus je drei Experimenten dar.
Durch Inkubation von MCF7-Zellen mit DMSO- bzw. PBS-Extrakten von Alant und Cy
stus in ansteigenden Konzentrationen wurde die Hemmwirkung dieser Extrakte auf die
Zellproliferation in Abhängigkeit ihrer Konzentration untersucht. Aus den in Fig. 2 und 3
dargestellten Kurvenverläufen läßt sich die halbmaximale Hemmkonzentration (EC50-
Wert) bestimmen. In Tabelle 6 sind die für Alant und Cystus berechneten EC50-Werte
zusammengefaßt. Die DMSO-Extrakte für Alant und Cystus zeigen halbmaximale
Hemmwirkung bereits bei einer geringen Extraktkonzentration, während höhere Konzen
trationen der PBS-Extrakte eingesetzt werden müssen, um dieselbe Hemmwirkung zu
erreichen. Dabei liegt der EC50-Wert für Cystus jedoch weit unter dem von Alant.
In Fig. 1, 2 und 3 ist die Proliferation von HT-29-Zellen bzw. MCF7-Zellen als Funktion
der DMSO-Extrakte 1, 3 und 4 bzw. des PBS-Extraktes 3 und 4 dargestellt. Dazu wurden
HT-29-Zellen und MCF7-Zellen, wie oben beschrieben, ausgesät und mit verschiedenen
Konzentrationen der Extrakte behandelt. Aus der graphischen Darstellung der Relation
zwischen Zellzahl (% der ausschließlich mit DMSO bzw. PBS behandelten Kontrolle) bei
gegebener Extraktkonzentration läßt sich die halbmaximale Hemmwirkung EC50 ermit
teln, die für das DMSO-Extrakt 1 in HT-29-Zellen bei 0,45% liegt, während die EC50-
Werte für die DMSO-Extrakt 3 und 4 jeweils bei 0,017% und 0,019% bzw. für die
PBS-Extrakte 3 und 4 bei jeweils 0,118% und 0,042% liegen.
Claims (6)
1. Verwendung von Giersch (Aegopodium podagraria L.) zur Behandlung und/oder
Prophylaxe von bösartigen Tumoren.
2. Verwendung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß Giersch
(Aegopodium podagraria L.) in Kombination mit Alant (Inula helenium L.) verwen
det wird.
3. Verwendung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß Giersch in
Kombination mit Cystus (Cistus incanus L.).
4. Verwendung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3 in oraler Form.
5. Verwendung nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 3 in Form von
Extrakten der lipophilen Komponenten.
6. Verwendung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß Cystus (Cistus in
canus) in Form von Extrakten der hydrophilen Komponenten verwendet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19814404A DE19814404A1 (de) | 1998-03-31 | 1998-03-31 | Verwendung von Giersch (Aegopodium podagraria L.) zur Behandlung und/oder Prophylaxe von bösartigen Tumoren |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19814404A DE19814404A1 (de) | 1998-03-31 | 1998-03-31 | Verwendung von Giersch (Aegopodium podagraria L.) zur Behandlung und/oder Prophylaxe von bösartigen Tumoren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19814404A1 true DE19814404A1 (de) | 1999-10-07 |
Family
ID=7863115
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19814404A Ceased DE19814404A1 (de) | 1998-03-31 | 1998-03-31 | Verwendung von Giersch (Aegopodium podagraria L.) zur Behandlung und/oder Prophylaxe von bösartigen Tumoren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19814404A1 (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE10257433A1 (de) * | 2002-12-09 | 2004-07-08 | Johannes-Gutenberg-Universität Mainz | Neuartig wirkender Inula-Pflanzenextrakt zur Bekämpfung von Schadinsekten, dessen Herstellung und Verwendungen |
| EP1381378A4 (de) * | 2001-02-21 | 2004-07-28 | Univ Rutgers | Aus inula britannica gewonnene zusammensetzungen und verfahren zur prävention und behandlung von krebs |
| WO2007116062A1 (de) * | 2006-04-11 | 2007-10-18 | Swiss Caps Rechte Und Lizenzen Ag | Kapseln enthaltend pflanzenzubereitungen |
-
1998
- 1998-03-31 DE DE19814404A patent/DE19814404A1/de not_active Ceased
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| Jonathan L. Hartwell: Plants Used Against Cancer, Quarterman Publications, Inc., Lawrence, Massachusetts 1982, S. 106-107, 129-132, 504-505, 607 * |
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| WO2007116062A1 (de) * | 2006-04-11 | 2007-10-18 | Swiss Caps Rechte Und Lizenzen Ag | Kapseln enthaltend pflanzenzubereitungen |
| CH699154B1 (de) * | 2006-04-11 | 2010-01-29 | Swiss Caps Rechte & Lizenzen | Kapsel, enthaltend Pflanzenzubereitungen. |
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