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DE19810035B4 - Kern für ein Gleitbrett - Google Patents

Kern für ein Gleitbrett Download PDF

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DE19810035B4
DE19810035B4 DE19810035A DE19810035A DE19810035B4 DE 19810035 B4 DE19810035 B4 DE 19810035B4 DE 19810035 A DE19810035 A DE 19810035A DE 19810035 A DE19810035 A DE 19810035A DE 19810035 B4 DE19810035 B4 DE 19810035B4
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DE
Germany
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core element
axis
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anisotropic
core
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DE19810035A
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David J. Dodge
R. Paul Smith
Paul J. Fidrych
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Burton Corp
Original Assignee
Burton Corp
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63CSKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
    • A63C5/00Skis or snowboards
    • A63C5/03Mono skis; Snowboards
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A63SPORTS; GAMES; AMUSEMENTS
    • A63CSKATES; SKIS; ROLLER SKATES; DESIGN OR LAYOUT OF COURTS, RINKS OR THE LIKE
    • A63C5/00Skis or snowboards
    • A63C5/12Making thereof; Selection of particular materials

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  • Dry Formation Of Fiberboard And The Like (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)
  • Sliding-Contact Bearings (AREA)
  • Veneer Processing And Manufacture Of Plywood (AREA)
  • Toys (AREA)

Abstract

Längliches, dünnes Kernelement (32) zur Integration in ein Gleitbrett, umfassend:
eine Spitze (34), ein Ende (36) und ein Paar sich gegenüberliegender Kanten (38, 40), weiterhin eine Längsachse (56), die sich in einer Richtung Spitze-Ende erstreckt, eine Querachse (58), die sich in einer Richtung Kante-Kante rechtwinklig zur Längsachse (56) erstreckt, und eine Normalachse (60) , die rechtwinklig zu der Längsachse (56) und zu der Querachse (58) ist, sowie
mindestens zwei anisotrope Strukturen (52, 66), von denen eine erste anisotrope Struktur (52) aus einem anisotropen Werkstoff gebildet ist und eine erste Hauptachse (54) umfaßt, entlang derer eine mechanische Eigenschaft der ersten anisotropen Struktur (52) einen Maximalwert aufweist, und die in einer ersten Richtung ausgerichtet ist, die sowohl zur Längsachse (56), als auch zur Querachse (58), als auch zur Normalachse (60) des Kernelements (32) nicht parallel ist,
dadurch gekennzeichnet, daß
die mindestens zwei anisotropen Strukturen (52, 66) vertikal laminiert...

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft allgemein einen Kern eines Gleitbretts und insbesondere ein Kernelement für ein Snowboard. Die Formulierung des Oberbegriffs von Anspruch 1 beruht auf DE 295 02 290 U1 .
  • Besonders konfigurierte Bretter, mit denen über einen Bereich geglitten werden kann, wie zum Beispiel Snowboards, Ski, Wasserski, Surfbretter, Wakeboards und ähnliche, sind bekannt. Zum Zweck dieses Patents bezieht sich „Gleitbrett" im allgemeinen auf irgendeines der vorstehenden Bretter, sowie auf andere brettähnliche Vorrichtungen, die es einem Fahrer ermöglichen, eine Oberfläche zu überqueren. Für leichteres Verständnis und ohne den Umfang der Erfindung zu beschränken, ist jedoch der erfinderische Kern für ein Gleitbrett, den dieses Patent anspricht, im folgenden in Verbindung mit einem Kern für ein Snowboard offenbart.
  • Ein Snowboard umfaßt eine Spitze, ein Ende und sich gegenüberliegende Vorder- und Hinterkanten. Die Ausrichtung der Kanten hängt davon ab, ob der Fahrer seinen linken Fuß vorne (regular) oder seinen rechten Fuß vorne (goofy) hat. Eine Breite des Boards verjüngt sich typischerweise von sowohl der Spitze als auch dem Ende zum Mittelbereich des Bretts nach innen, was Schwungeinleitung und -abschluß und Kantengriff erleichtert. Das Snowboard ist aus mehreren Komponenten aufgebaut, die einen Kern, obere und untere Verstärkungslagen, die den Kern sandwichartig einfassen, eine obere (kosmetische) Deckschicht und einen unteren (Gleit-) Belag umfassen, der typischerweise aus einem gesinterten oder extrudierten Kunststoff besteht. Die Verstärkungslagen können die Kanten des Kerns überlappen und, oder wahlweise, kann eine Seitenwand vorgesehen sein, um den Kern von der Umgebung zu schützen und zu dichten. (Nicht dargestellte) Metallkanten können einen Teil oder vorzugsweise einen gesamten Umfang des Bretts umspannen und eine harte Griffkante für die Steuerung des Boards auf Schnee und Eis bereitstellen. Es kann ebenfalls Dämmaterial in das Brett integriert sein, um Flattern und Vibrationen zu verringern. Das Brett kann eine symmetrische oder asymmetrische Form aufweisen und entweder eine flache Sohle aufweisen, oder, anstatt dessen, mit einer leichten Wölbung versehen sein.
  • Gleitbretter mit einer Verstärkungslage oder einem Gurt sind beispielsweise aus der US 4,690,850 und der DE 26 43 783 B1 , sowie der DE-OS 21 35 278 bekannt.
  • Die beiden erstgenannten Druckschriften offenbaren einen Ski in Torsionskastenbauweise mit einem Holz-, oder Schaumkern und gurtartigen Einlagen. Fasern der Einlagen aus faserverstärktem Kunststoff verlaufen in einem Winkel sowohl zur Skilängsachse als auch zur Skiquerachse. Die dritte Druckschrift beschreibt einen Ski mit einem isotropen Wabenkern und faserverstärkten Gurten.
  • Ein Kern kann auch aus Schaummaterial aufgebaut sein, ist aber häufig aus einem Horizontallaminat von Holzstreifen gebildet. Holz ist ein anisotroper Werkstoff, d.h., Holz weist in unterschiedlichen Richtungen unterschiedliche mechanische Eigenschaften auf. Die Zugfestigkeit, die Druckfestigkeit und die Steifheit von Holz weisen beispielsweise einen Maximalwert auf, wenn sie entlang der Faserrichtung des Holzes gemessen werden, während die zueinander orthogonalen Richtungen rechtwinklig zur Faser für diese Eigenschaften einen Minimalwert aufweisen. Im Gegensatz hierzu weist ein isotroper Werkstoff ungeachtet seiner Ausrichtung dieselben mechanischen Eigenschaften auf.
  • Holzkerne wurden traditionell aufgebaut, indem die Faser 20 aller Holzsegmente entweder parallel zur Grundebene des Kerns (Spitze bis Ende), auch bekannt als „Langfaser" (1 bis 2), rechtwinklig zur Grundebene, auch bekannt als „Endfaser" (3 bis 4), oder in einer Mischung aus Langfaser und Endfaser verläuft, wobei sich bei der Mischung Streifen der beiden Faserarten abwechseln. Es ist ebenfalls bekannt, die Langfaser quer über den Kern anzuordnen, von Kante zu Kante. Folglich wurden die Segmente in allen Holzkernen derart ausgerichtet, daß sich die Faser parallel zu zumindest einer der orthogonalen Achsen des Kerns erstreckt. Bislang sind jedoch die mechanischen Eigenschaften der Holzsegmente in sowohl axialer und nicht axialer Richtung ausreichend gewesen, um auf die verschiedenen, gerichteten Kräfte anzusprechen, die auf das Brett aufgebracht werden.
  • Ein derartiger Ski ist beispielsweise aus der DE 40 17 539 A1 bekannt, die einen Ski mit einem Holzkern und mehrschichtigen Ober- und Untergurten offenbart. Der dort beschriebene Kern kann aus mehreren Segmenten zusammengesetzt sein, die dann eine Langfaserausrichtung abwechselnd längs und quer über den Kern aufweisen.
  • Ein Snowboard in Horizontallaminatbauweise ist aus DE 295 02 290 U1 bekannt. Das bekannte Snowboard soll in seiner äußeren Form symmetrisch sein, aber mit gleichen Fahreigenschaften wie asymmetrische Snowboards aufwarten. Zu diesem Zweck wird ein durch horizontalen Schichtaufbau asymmetrisch ausgeführter Kernaufbau vorgeschlagen, wobei die einzelnen Schichten aus Holz bestehen, dessen Maserung entsprechend längs, diagonal und quer verläuft.
  • Weiterer Stand der Technik ergibt sich aus der EP 0 284 878 A1 . Letztere Druckschrift beschreibt einen Leichtbaukern, insbesondere als Stützkern in einem Ski. Der beschriebene Leichtbaukern weist einen Aufbau aus mehreren Horizontalschichten auf. Unter den Horizontalschichten befindet sich eine gewellte Lage, bei der sich bei den Maxima und Minima der Wellenform Hohlraumachsen ergeben, die in der vertikalen Ebene liegen, aber in Skilaufrichtung nach vorne oder nach hinten geneigt sind. Der Leichtbaukern ist aus einem isotropen Werkstoff aufgebaut.
  • Snowboardhersteller streben es kontinuierlich an, ein leichteres Brett zu produzieren. Es ist bekannt, das Gewicht eines Bretts zu verringern, indem im Kern Werkstoffe geringerer Dichte verwendet werden. Bei sinkender Dichte von Holz können sich jedoch ebenfalls die mechanischen Eigenschaften verschlechtern. Ein Holzsegment geringerer Dichte, das standardmäßig ausgerichtet ist, mit einer Langfaser, die Spitze-Ende oder Kante-Kante verläuft, oder einer Endfaser, die sich rechtwinklig zum Kern erstreckt, kann unzulänglich sein, um die Lasten auszuhalten, die üblicherweise auf ein Board während des Fahrens aufgebracht werden. Folglich besteht ein Bedarf nach einer Anordnung eines Kerns von leichtem Gewicht für ein Gleitbrett, der geeignet ist, verschiedene in der Achsrichtung und von ihr weg gerichtete, durch Kraft induzierte Spannungen auszuhalten.
  • Dynamische Lastfälle, die während des Fahrens auftreten, induzieren verschiedene Biege- und Drehkräfte auf das Brett. Der Kern und die Verstärkungslagen sind das strukturelle Rückgrat des Bretts, die miteinander kooperieren, um diese Schub-, Druck-, Zug- und Torsionsspannungen auszuhalten. Diese kraftinduzierten Spannungen können bisher nicht gleichmäßig über das Brett verteilt aufgebracht werden, sondern lokalisierte Regionen sind einem höheren Betrag einer bestimmten Kraft unterworfen. Der Kern kann jedoch bislang nicht speziell abgestimmt werden, um diese lokalisierten Belastungen zu tragen.
  • Ein Fahrer landet beispielsweise nach einem Sprung auf dem hinteren Ende, so daß es dieser Bereich des Bretts ist, der typischerweise eine beträchtliche Biegebelastung erfährt, die in hohen längs gerichteten Schubspannungen resultiert. Wenn ein Fahrer auf der Kante einen engen Schwung durchführt, wird das Brett typischerweise einer beträchtlichen quer gerichteten Biegebelastung unterworfen, die in der Region zwischen der Kante und der Mittellinie des Bretts in hohen quer gerichteten Schubspannungen resultiert. Da im allgemeinen in einem Mittelbereich des Bretts Bindungen befestigt werden, kann eine erhebliche Druckfestigkeit erforderlich sein, um die durch den Fahrer auf diesen Bereich ausgeübte Druckbelastung auszuhalten, bei der Landung nach einem Sprung oder während eines engen Schwungs auf der Kante. Weiterhin können auf die Bindungen ausgeübte Kräfte hohe Punktlasten erzeugen, die zu einem Herausziehen der Bindungsbefestigungseinsätze führen können. Der Bereich des Bretts zwischen den Füßen des Fahrers kann aufgrund von beim Einleiten oder Abschließen eines Schwungs entgegengerichtetem Verdrehen des Bretts entlang der Mittellinie eine beträchtliche Torsionsbelastung erfahren.
  • Folglich wäre es vorteilhaft, einen Kern für ein Gleitbrett bereitzustellen, der auf eine oder mehrere spezifische, lokalisierte Spannungen oder auf eine Kombination solcher lokalisierten Spannungen abgestimmt ist.
  • Es ist folglich Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen dünnen Kern von leichtem Gewicht für ein Gleitbrett bereitzustellen, der ausgewählte Bereiche mit sich unterscheidenden mechanischen Eigenschaften aufweist, die spezifisch auf die besonderen Lasten abgestimmt sind, die auf die jeweiligen Bereiche des Kerns aufgebracht werden.
  • Diese Aufgabe wird durch Kernelemente mit den Merkmalen der Ansprüche 1 und 40 gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Unteransprüchen angegeben. Insbesondere kann das erfindungsgemäße Kernelement Teil eines Gleitbrettkerns sein (Ansprüche 38, 52), der wiederum in ein Snowboard (Ansprüche 39, 53), integriert werden kann.
  • Die vorliegende Erfindung ist ein flexibles, langlebiges und auf den Fahrer ansprechendes Kernelement für einen Gleitbrettkern, wie zum Beispiel für ein Snowboard. Es verleiht Festigkeit und Steifheit, so daß ein Brett, in das es integriert ist, Lasten tragen kann, die entweder in einer Richtung parallel zu einer Achse des Bretts sowie von der Achse weg gerichtet, oder in Kombinationen hiervon induziert werden. Das Kernelement wirkt mit anderen Komponenten des Gleitbretts zusammen, wie zum Beispiel mit Verstärkungslagen, die oberhalb und unterhalb des Kernelements angeordnet sind, um ein Brett mit ausgewogener Torsionskontrolle und Gesamtflexibilität bereitzustellen, das auf durch den Fahrer induzierte Lasten, wie zum Beispiel Schwungeinleitung und -abschluß, schnell anspricht, sich nach Landungen bei Sprüngen oder Fahren über hügeliges Gebiet (Buckel) unmittelbar wieder fängt, und das mit dem Gebiet einen festen Kantenkontakt aufrecht erhält. Ein Gleitbrett, in das das elastisch federnde Kernelement von leichtem Gewicht integriert ist, läßt sich schnell fahren und einfach manövrieren und stellt für den Fahrer ein verbessertes Gefühl für das Brett bereit. Dem Kernelement kann ein spezifisches Flex-Profil aufgeprägt werden, was es ermöglicht, daß ein Gleitbrett auf einen spezifischen Bereich der Fahrleistungen fein abgestimmt werden kann.
  • Das Kernelement umfaßt eine Spitze, ein Ende und sich gegenüberliegende Kanten. Spitze bezieht sich auf den Bereich des Kernelements, der dem Ende in Fahrtrichtung des Gleitbretts am nächsten liegt, wenn das Kernelement in das Gleitbrett integriert ist. Auf ähnliche Weise bezieht sich Ende auf den Abschnitt des Kernelements, der dem Ende gegen Fahrtrichtung des Gleitbretts am nächsten liegt, wenn das Kernelement in dem Gleitbrett montiert ist, wobei es selbstverständlich möglich ist, ein Gleitbrett in verschiedene Richtungen zu fahren. Spitze und Ende können derart aufgebaut sein, daß sie sich über die gesamte Länge des Gleitbretts erstrecken, und können derart geformt sein, daß sie zu der Kontur der Spitze und des Endes des Gleitbretts passen. Wahlweise kann sich das Kernelement lediglich zum Teil entlang der Länge des Gleitbretts erstrecken und keine kompatiblen Spitzen- bzw. Endformen umfassen. Mit ihm sind symmetrische und asymmetrische Kernformen möglich.
  • Das Kernelement kann eine Dicke aufweisen, die sich beispielsweise von einem dickeren Mittelbereich zu dünneren Enden verändern kann, was dem Brett ein geeignetes Ansprechvermögen auf Flex-Belastung verleiht. Vor dem Integrieren in das Gleitbrett kann das Kernelement im Wesentlichen flach, konvex oder konkav sein, und die Form des Kernelements kann während der Herstellung des Gleitbretts verändert werden. Folglich kann ein flaches Kernelement letztendlich eine Wölbung umfassen und nach oben gerichtete Spitzen bzw. Enden aufweisen, nachdem das Gleitbrett vollständig zusammengebaut oder montiert ist.
  • Das Kernelement des Gleitbretts umfaßt mindestens zwei anisotrope Strukturen, wie zum Beispiel Holz, von denen eine eine Hauptachse (die Faserrichtung, wenn die anisotrope Struktur Holz ist) aufweist, entlang derer eine mechanische Eigenschaft, die die Fahrleistungen des Gleitbretts beeinflußt, einen Maximalwert aufweist. Die Hauptachse kann durch einen Winkel relativ zu einer Ebene definiert sein, die durch beliebige zwei der Längsachse, Querachse und Normalachse des Kerns aufgespannt wird. Die anisotrope Struktur ist derart ausgerichtet, daß die Hauptachse zu keiner dieser Kernachsen ausgerichtet oder parallel ist. Obwohl die anisotrope Struktur ausgerichtet sein kann, um für eine berücksichtigte besondere Last einen Maximalwert bereitzustellen, ist die Hauptachse gemäß einer Ausführungsform der Erfindung ausgerichtet, um einen ausgeglichenen Wert für zwei oder mehr der erwartete Lastfälle bereitzustellen. In letzterem Fall kann die Hauptachse derart ausgerichtet sein, daß sie für keine der berücksichtigten Lasten einen Maximalwert bereitstellt, sondern eher einen erwünschten Mischwert. Falls die anisotrope Struktur Holz ist, erstreckt sich die Faserrichtung des Holzes nicht in eine zu einer der drei Achsen parallele Richtung. In solch einer Ausrichtung von der Achse weg ist das Holz im Kern nicht gemäß Langfaser oder Endfaser ausgerichtet. Diese Ausrichtung von der Achse weg ist insbesondere für anisotrope Strukturen geringer Dichte geeignet. Der Kern kann zum Teil oder vollständig aus anisotropen Strukturen gebildet sein, die von der Achse weg ausgerichtet sind. Obwohl eine anisotrope Struktur aus Holz bevorzugt ist, sind auch andere anisotrope Strukturen beabsichtigt, die eine Glasfaser/Harzmatrix, eine geformte thermoplastische Struktur, eine Wabenstruktur und ähnliches umfassen.
  • Darüber hinaus können ein oder mehrere isotrope Werkstoffe in eine anisotrope Struktur ausgebildet werden, die auch zur Benutzung in dem vorliegenden Kern möglich sind; Glas beispielsweise, das an sich isotrop ist, kann in Fasern ausgebildet werden, die in einer Harzmatrix zueinander ausgerichtet werden können, um eine anisotrope Struktur zu bilden.
  • Die mechanische Eigenschaft ist aus einer oder mehreren der folgenden ausgewählt: Druckfestigkeit, Drucksteifheit, Druckschwell- bzw. -zeitfestigkeit, Druckkriechfestigkeit, Zugfestigkeit, Zugsteifheit, Zugschwell- bzw. -zeitfestigkeit und Zugkriechfestigkeit. Die anisotrope Struktur ist in dem Kernelement derart angeordnet, daß die Hauptachse zu keiner der Längs-, Quer- und Normalachsen des Kernelements ausgerichtet oder parallel ist. In einer Anordnung weist die Hauptachse einen Winkel von ungefähr 45° relativ zu einer der Achsen des Kernelements auf. In dem Kern sind zwei oder mehrere vertikal laminierte und von der Achse weg gerichtete anisotrope Strukturen verwendet und sind vorzugsweise nebeneinander angeordnet. Die mehreren nicht parallelen anisotropen Strukturen können durch den Kern hindurch oder lediglich in ausgewählten Abschnitten des Kerns bereitgestellt sein. Die Richtung der anisotropen Strukturen in den sich unterscheidenden Abschnitten des Kerns können in Vergleich zueinander unterschiedliche Ausrichtungen aufweisen.
  • Gemäß der Erfindung umfaßt das Kernelement ein Vertikallaminat, bevorzugt von dünnen Streifen aus einer oder mehreren anisotropen Strukturen, die sich vorzugsweise in einer Richtung Spitze-Ende erstrecken. Die Hauptachse von zumindest einer der anisotropen Strukturen erstreckt sich bezüglich der Achsen des Kerns von der Achse weg. Es können zwei oder mehrere unterschiedliche Streifen von anisotropen Strukturen in sich abwechselnden Mustern angeordnet sein, und vorzugsweise erstrecken sich die Hauptachsen der beiden anisotropen Strukturen in relativ zueinander entgegengesetzte Richtungen. In einer bevorzugten Ausführungsform ist die anisotrope Struktur Holz und die Hauptachse liegt entlang der Faser des Holzes. In dieser Anordnung kann die Hauptachse einer ersten anisotropen Struktur unter ungefähr 45° von der Grundebene zur Spitze (+45°) und die Hauptachse einer benachbarten zweiten anisotropen Struktur unter 45° von der Grundebene zum Ende (–45°) ausgerichtet sein. Andere Hauptachsenwinkel sind beabsichtigt, und die unterschiedlichen anisotropen Strukturen können aus Holz derselben oder unterschiedlicher Dichte ausgebildet sein.
  • In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfaßt ein dünnes, längliches Kernelement zumindest drei unterschiedliche anisotrope Strukturen, wobei jede eine in einer Richtung relativ zu den Achsen des Kerns ausgerichtete Hauptachse aufweist, die sich von den anderen unterscheidet. Eine oder mehrere der drei unterschiedlichen anisotropen Strukturen können eine Hauptachse aufweisen, die relativ zu den orthogonalen Achsen des Kerns von den Achsen weg gerichtet ist.
  • In einer weiteren Ausführungsform der Erfindung umfaßt ein dünnes, längliches Kernelement ausgewählte Bereiche, die in Längsrichtung zueinander versetzt sein können. Jeder dieser Bereiche umfaßt eine anisotrope Struktur, die eine in einer Richtung ausgerichtete Hauptachse aufweist, wobei die Richtung sich von den anderen Bereichen unterscheidet, was den Kern mit unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften in den beabstandeten Bereichen versieht.
  • Eine wiederum weitere Ausführungsform der Erfindung umfaßt ein Gleitbrett, in das ein dünner, länglicher Kern integriert ist, so wie er in irgendeiner der gegenwärtigen Ausführungsformen beschrieben ist. Das Gleitbrett kann weiterhin eine Verstärkungslage umfassen, wie zum Beispiel einen oder mehrere Bogen einer faserverstärkten Matrix, überhalb und unterhalb des Kerns. Eine untere Gleitfläche und eine obere Fahrfläche kann ebenfalls vorgesehen sein, ebenso wie Umfangskanten, um sicher in das Gelände einzugreifen. Dämpf- und vibrationsfeste Werkstoffe können ebenfalls umfaßt sein, wo dies angemessen ist.
  • Andere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden aus der folgenden ausführlichen Beschreibung in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen besser hervorgehen. Es ist anzumerken, daß die Zeichnungen lediglich zu beschreibenden Zwecken erstellt wurden und nicht dazu dienen, die Grenzen der Erfindung zu definieren.
  • Es zeigen:
  • 1 eine schematische Ansicht eines Holzkerns mit Langfasersegmenten,
  • 2 eine Querschnittansicht entlang der Schnittlinie 2-2 in 1,
  • 3 eine schematische Ansicht eines Holzkerns mit Endfasersegmenten,
  • 4 eine Querschnittansicht entlang der Schnittlinie 4-4 in 3,
  • 5 eine Draufsicht auf den Kern gemäß einer beispielhaften Ausführungsform der Erfindung,
  • 6 eine Seitenansicht des Kerns der 5,
  • 7 eine Querschnittansicht des Kerns entlang der Schnittlinie 7-7 in 5,
  • 8 eine Querschnittansicht des Kerns entlang der Schnittlinie 8-8 in 5,
  • 9 eine Querschnittansicht des Kerns entlang der Schnittlinie 9-9 in 5, und
  • 10 eine Querschnittansicht des Kerns entlang der Schnittlinie 10-10 in 5 ist; und ferner
  • 11 eine schematische Ansicht des Kerns ist, die eine Ausführungsform einer anisotropen Strukturausrichtung illustriert, die geeignet ist, eine Schubbelastung aufgrund von Längsbiegung des Kerns zu handhaben;
  • 12 eine schematische Ansicht eines Kern ist, die eine Ausführungsform einer anisotropen Strukturausrichtung illustriert, die geeignet ist, eine Schubbelastung aufgrund von Querbiegung des Kerns zu handhaben;
  • 13 eine schematische Ansicht eines Kerns ist, die eine Ausführungsform einer anisotropen Strukturausrichtung illustriert, die geeignet ist, eine Torsionsbelastung aufgrund von Verdrehen des Kerns zu handhaben;
  • 14 eine schematische Ansicht eines Kerns ist, der verschiedene Bereiche und sich unterscheidende anisotrope Strukturen zum Handhaben verschiedener Lastzustände aufweist; und
  • 15 eine Explosionsansicht eines Snowboards ist, in das der Kern der vorliegenden Erfindung integriert oder eingeschlossen ist.
  • In einer Ausführungsform der Erfindung, die in den 5 bis 10 gezeigt ist, wird ein Kern 30 zum Einschließen oder Integrieren in ein Gleitbrett, wie zum Beispiel ein Snowboard, bereitgestellt. Der Kern 30 umfaßt ein dünnes, längliches Kernelement 32, das eine gerundete Spitze 34, ein gerundetes Ende 36 und ein Paar gegenüberliegender Kanten 38, 40 aufweist, die sich zwischen der Spitze 34 und dem Ende 36 erstrecken. Es ist jedoch anzumerken, daß die Kernform abgeändert werden kann, um der gewünschten Endkonfiguration des Bretts zu entsprechen. Diesbezüglich kann der Kern 30 eine symmetrische oder eine asymmetrische Form aufweisen, in Abhängigkeit von dem gewünschten Flexprofil des Fahrers auf dem Brett. Obwohl ein Gesamtlängenkern dargestellt ist, der von der Spitze 34 zum Ende 36 verläuft, ist ebenfalls ein Teillängenkern erwogen, dem eines oder beide der gerundeten Enden – Spitze bzw. Ende – fehlen kann. Der Kern 30 kann mit einer Taillierung 42 versehen sein, wie gezeigt, oder kann statt dessen mit einer gleichmäßigen Breite aufgebaut sein. Wie in 5 gezeigt, kann der Kern 30 mit ersten und zweiten Gruppierungen von Öffnungen 44, 46 oder Löchern versehen sein, die den Bereichen entsprechen, wo vordere und hintere Bindungen, wie zum Beispiel Snowboardbindungen, an dem Brett befestigt werden. Die Öffnungen in dem Kern 30 sind ausgebildet, um (nicht dargestellte) Befestigungseinsätze zum Befestigen der Bindungen aufzunehmen. Das Muster der Öffnungen kann verändert werden, um unterschiedliche Befestigungseinsatzmuster zu fassen.
  • Der Kern 30 kann eine gleichmäßige Dicke t aufweisen oder, vorzugsweise, eine Dicke t aufweisen, die von einem dickeren Mittelbereich 48, der die Öffnungen 44, 46 zum Aufnehmen der Befestigungseinsätze umfaßt, zu der dünneren und flexibleren Spitze 34 und dem dünneren und flexibleren Ende 36 variiert. In einer Ausführungsform verändert sich die Dicke von ungefähr 8 mm im Mittelbereich 48 zu ungefähr 1,8 mm an der Spitze 34 bzw. dem Ende 36. Obwohl der Kern vor dem Einbau in das Gleitbrett vorzugsweise im wesentlichen flach ist, kann er ebenfalls mit einer konvexen oder konkaven Form konfiguriert sein. Weiterhin kann die Kernform während der Herstellung des Gleitbretts verändert werden. Folglich kann ein flacher Kern letztendlich eine Wölbung umfassen, und die Spitze 34 und das Ende 36 können sich nach der endgültigen Montage des Bretts nach oben krümmen.
  • Eine Vielzahl von Kernsegmenten 50 sind miteinander verbunden, wie zum Beispiel durch vertikales Laminieren, um das einstückige Kernelement 32 zu bilden. Wie gezeigt, können sich die Kernsegmente 50 von der Spitze 34 zum Ende 36 erstrecken und in Querrichtung über die Breite des Kerns 30 verteilt sein. Wahlweise können die Kernsegmente 50 von Kante 38 zu Kante 40 laufen oder auf eher zufällige Weise verteilt sein. Ein einzelnes Kernsegment 50 kann sich entlang der gesamten Länge des Kerns 30 erstrecken, oder es können wahlweise mehrere kürzere Segmente von Ende zu Ende miteinander verbunden sein. Die Breite der Kernsegmente 50 kann durch das gesamte Kernelement 32 gleichmäßig sein, oder kann wie gewünscht variieren. In einer Ausführungsform kann die Breite der Kernsegmente 50 im Bereich zwischen ungefähr 4 mm und ungefähr 20 mm liegen, wobei eine bevorzugte Breite ungefähr 10 mm beträgt.
  • Jedes Kernsegment 50 umfaßt zumindest eine anisotrope Struktur 52 (8), die eine Hauptachse 54 aufweist, entlang derer eine mechanische Eigenschaft der anisotropen Struktur 52 einen Maximalwert aufweist. Solch eine mechanische Eigenschaft umfaßt eine oder mehrere der folgenden: Druckfestigkeit, Drucksteifheit, Druckzeitfestigkeit bzw. Druckschwellfestigkeit, Druckkriechfestigkeit, Zugfestigkeit, Zugsteifheit, Zugzeitfestigkeit bzw. Zugschwellfestigkeit, und Zugkriechfestigkeit. Die anisotrope Struktur 52 ist derart ausgerichtet, daß sich die Hauptachse 54 in einer vorbestimmten Richtung und unter einem vorbestimmten Winkel erstreckt, die für eine oder mehrere der erwarteten Lastfälle geeignet sind, die beim Fahren des Bretts auftreten. Der Winkel und die Richtung der Hauptachse 54 können für den Kern bezüglich eines kartesischen Koordinatensystems definiert sein, das eine Längsachse 56, eine Querachse 58 und eine Normalachse 60 umfaßt. Die Längsachse 56 erstreckt sich in einer Richtung von der Spitze 34 zum Ende 36 entlang der Mittellinie des Kerns 30, die Querachse 58 erstreckt sich in einer Richtung von der Kante 38 zur Kante 40 in der Mitte der Linie zwischen der Spitze 34 und dem Ende 36 des Kerns 30 (rechtwinklig zur Längsachse 56), während die Normalachse 60 rechtwinklig zur Grundebene 62 des Kerns 30 ist, wobei diese Ebene durch die Längs- 56 und Querachsen 58 aufgespannt ist. Das Koordinatensystem definiert ebenfalls eine Längsebene, die durch die Längs- und Normalachsen aufgespannt ist, und eine Querebene, die durch die Quer- und Normalachsen aufgespannt ist.
  • Die erste anisotrope Struktur 52 ist in dem Kern 30 derart angeordnet, daß die Hauptachse 54 zu keiner der Längs-, Quer- oder Normalachsen des Bretts ausgerichtet oder parallel ist. Vorzugsweise weist die Hauptachse 54 einen Winkel A1 zwischen 10° und 80° bezüglich einer oder mehreren der Kernachsen oder rechtwinkligen Ebenen auf, die durch die Achsen definiert sind. In dem dargestellten Kern 30 weist die Hauptachse 54 der ersten anisotropen Struktur 52 einen Winkel A1 von 45° bezüglich der Grundebene 62 auf. Obwohl die Hauptachse als sich in der Spitze-Ende-Richtung erstreckend dargestellt ist, könnte die anisotrope Struktur 52 ebenfalls derart angeordnet sein, daß sich die Hauptachse 54 in der Kante-Kante-Richtung, oder in einer Richtung erstreckt, die teilweise längs gerichtet (d.h. Spitze-Ende) und teilweise quer gerichtet (d.h. Kante-Kante) ist. Weiterhin sind andere Winkel der Hauptachse 54 des Kernsegments 50 der anisotropen Struktur 52 beabsichtigt, solange die sich ergebende Hauptachse 54 nicht parallel zu irgendeiner der Längs- 56, Quer- 58 oder Normalachsen 60 des Kerns 30 ist.
  • Der Kern 30 kann eine oder mehrere zweite Kernsegmente 64 einer zweiten anisotropen Struktur 66 (9) umfassen, die eine unter einem Winkel A2 von der Grundebene 62 ausgerichtete Hauptachse 68 aufweist. Die zweiten Kernsegmente 64 können in getrennten Bereichen des Kerns angeordnet, oder in einer sich mit den ersten Kernsegmenten 50 der ersten anisotropen Struktur 52 abwechselnden Art angeordnet sein, wie dies dargestellt ist. Die ersten und zweiten anisotropen Strukturen 52, 66 sind entweder durch ihre Zusammensetzung unterscheidbar, oder, wo sie aus dem gleichen Werkstoff gebildet sind, durch die Ausrichtung ihrer Hauptachsen 54, 68. Wo die ersten und zweiten anisotropen Strukturen 52, 66 nebeneinander angeordnet sind, kann es vorteilhaft sein, daß sich die Hauptachsen 54, 68 der beiden Strukturen 52, 66 in entgegengesetzte Richtungen erstrecken. Die Richtung kann mit einem „+" und einem „-" bezeichnet werden, wobei ein „+" bedeutet, daß die Hauptachse sich von der Grundebene 62 zur Spitze 34 hin nach oben neigt, wenn auf die Längsachse 56 Bezug genommen wird, oder zu einer Vorderkante (sobald diese definiert ist), wenn auf die Querachse 58 Bezug genommen wird. Auf ähnliche Weise kann „-" sich auf eine Hauptachse beziehen, die sich von der Grundebene zum Ende 36 hin nach oben neigt, wenn auf die Längsachse 56 Bezug genommen wird, oder zu einer Hinterkante (wiederum, sobald diese definiert ist), wenn auf die Querachse 58 Bezug genommen wird. Bei dieser Nomenklatur, wie gezeigt, liegt die Hauptachse 54 des ersten Kernsegments 50 bei ungefähr +45° von der Grundebene 62, während die Hauptachse 68 des zweiten Kernsegments 64 bei –45° von der Grundebene 62 liegt. Es ist jedoch anzumerken, daß die offenbarten Hauptachsenrichtungen beispielhaft sind, und daß andere Ausrichtungen beabsichtigt sind, die im Bereich zwischen 10° und 80° für die erste anisotrope Struktur 52 und zwischen 0° und 90° für die zweite anisotrope Struktur 66 liegen.
  • Auf die Bindungen ausgeübte Kräfte können hohe Punktlasten erzeugen, die Herausziehen der Befestigungseinsätze bewirken können. Folglich kann der Kern 30 mit einem oder mehreren dritten Kernsegmenten 70 versehen sein, die eine dritte anisotrope Struktur 72 (10) umfassen, die geeignet ist, die Punktlasten über einen großen Bereich des Kerns zu verteilen. Die dritte anisotrope Struktur 72 kann aus einem sich von den ersten und zweiten anisotropen Strukturen 52, 66 unterscheidendem Werkstoff gebildet sein, oder, falls sie aus demselben Werkstoff gebildet ist, eine Hauptachse 74 mit einer Ausrichtung aufweisen, die sich von der der ersten und zweiten anisotropen Strukturen 52, 66 unterscheidet. Vorzugsweise erstreckt sich die Hauptachse 74 der dritten anisotropen Struktur 72 entlang der Länge des dritten Kernsegments 70 in einer Ebene, die parallel zur Grundebene 62 des Kerns 30 ist, um ein Trägersegment zu erzeugen, das die Punktlasten wirksam von den Befestigungseinsätzen abträgt.
  • Wie in 5 dargestellt, können die dritten Kernsegmente 70 den Positionen der Öffnungen 44, 46 derart entsprechen, daß die Befestigungseinsätze an diesen Trägersegmenten befestigt sind. Um die Einsatzrückhaltekapazität des Kerns 30 weiter zu verbessern, können die Trägersegmente 70 einen Werkstoff umfassen, der relativ zu den ersten und zweiten Kernsegmenten 50, 62 eine höhere Festigkeit aufweist. Die Trägersegmente 70 können zum Beispiel ein Holz höherer Dichte umfassen, als es in den ersten und zweiten Kernsegmenten 50, 62 benutzt wird. Weiterhin können die Segmente 70 der dritten anisotropen Struktur 72 abwechselnd zu den Kernsegmenten 50, 64 von einer der beiden ersten oder zweiten anisotropen Strukturen 52, 66, oder zu einer Mischung von ihnen angeordnet sein. Obwohl die dritte anisotrope Struktur 62 als sich von der Spitze 34 zum Ende 36 erstreckend dargestellt ist, können die Kernsegmente 70 lediglich in den Bereichen der Öffnungen 44, 46 oder in sich unterscheidenden Längen von diesen Öffnungen 44, 46 auf die Spitze 34 und das Ende 36 hin vorgesehen sein.
  • Wie oben diskutiert, können die anisotropen Strukturen 52, 66, 72 für jedes Kernsegment 50, 64, 70 in vorherbestimmten Richtungen ausgerichtet sein, die zur Handhabung der erwarteten Lastfälle geeignet sind, die beim Fahren des Boards auftreten. Wie aus der Diskussion der vorhergehenden Ausführungsformen klar wird, können verschiedene anisotrope Strukturausrichtungen in unterschiedlichen Bereichen des Kerns 30 angewendet werden, um wahlweise lokalisierte Bereiche des Kerns 30 auf besondere Lastfälle abzustimmen. Um dieses Konzept weiter zu illustrieren, werden die folgenden Beispiele gegeben, damit verschiedene grundlegende Lastfälle, die auf ein Board ausgeübt werden können, und eine Hauptachsenausrichtung der anisotropen Strukturen 52, 66, 72 innerhalb des Kerns 30 beschrieben werden, wobei die Hauptachsenausrichtung geeignet ist, um die einzelne Last zu handhaben. Es sollte jedoch klar sein, daß die Beispiele lediglich zu beschreibenden Zwecken aufgenommen sind und nicht dazu dienen, den Schutzbereich der Erfindung zu beschränken.
  • 11 illustriert eine Hauptachsenausrichtung, die zum Handhaben einer Längsschublast besonders geeignet sein kann, wobei die Längsschublast auf den Kern 30 entlang der Längsachse 56 ungefähr mittig zwischen dem hinteren Bindungsbereich 80 und dem Ende 82 des Boards aufgebracht wird. Dieser Lastfall kann auftreten, wenn nach einem Sprung gelandet wird, wobei der Sprung bewirkt, daß das Ende 82 des Boards sich nach oben biegt, wie bei 83 in unterbrochenen Linien gezeigt, wobei die Biegung entlang einer Achse stattfindet, die parallel zur Querachse 58 liegt. Bei diesem Lastfall kann es bevorzugt sein, die Hauptachse 84 in einer Ebene auszurichten, die rechtwinklig zur Grundebene 62, parallel zur Längsachse 56 und unter einem positiven Winkel B1 von der Grundebene 62 zur Spitze 86 hin liegt. Falls das Interesse darin liegt, nur eine einseitige Last zu handhaben, wie zum Beispiel Biegung in einer Richtung, kann es wünschenswert sein, jede anisotrope Struktur 52, 66, 72 über die Breite des Kerns 30 hinweg in dieselbe Richtung bezüglich der Längsachse 56 auszurichten. Die anisotropen Strukturen 52, 66, 72 über die Breite des Kerns 30 hinweg können zum Beispiel unter einem Winkel B1 von +45° von der Grundebene 62 zur Spitze 86 des Kerns 30 hin ausgerichtet sein. Falls das Interesse im Handhaben von Lasten in beiden Richtungen liegt, wie zum Beispiel Biegung des Endes 82 des Bretts nach oben und unten, kann es bevorzugt sein, gleiche Anteile von anisotropen Strukturen 52, 66, 72 zu verwenden, die in entgegengesetzte Richtungen ausgerichtet sind. Es kann zum Beispiel erwünscht sein, daß gleiche Anteile von anisotropen Strukturen 52, 66, 72 auftreten, die unter einem Winkel B1 von +45° zur Spitze 86 und unter einem Winkel B2 von –45° zum Ende 82 hin ausgerichtet sind. Falls das Interesse im Handhaben von Lasten liegt, die in einer Richtung größer als in der entgegengesetzten Richtung sind, kann es bevorzugt sein, einen größeren Anteil einer anisotropen Struktur im Gegensatz zur anderen zu verwenden. Es kann zum Beispiel wünschenswert sein, daß ein größerer Anteil der anisotropen Strukturen 52, 66, 72 auftritt, die unter einem Winkel B1 von +45° zur Spitze 86 hin ausgerichtet sind, als unter einem Winkel B2 von –45° zum Ende 82.
  • 12 illustriert eine Hauptachsenausrichtung, die zum Handhaben einer Querschublast geeignet sein kann, wobei diese Querschublast auf den Kern 30 ungefähr mittig zwischen der Längsachse 56 und einer Kante 90 des Bretts aufgebracht wird. Dieser Lastfall kann auftreten, wenn ein enger Schwung auf einer Kante 90 ausgeführt wird, was bewirkt, daß sich die vordere Kante 90 (angenommen, daß das Board „regular" konfiguriert ist) sich nach oben biegt, wie bei 92 mit unterbrochenen Linien dargestellt, wobei die Biegung entlang einer Achse stattfindet, die parallel zur Längsachse 56 liegt. Bei diesem Lastfall kann es bevorzugt sein, die Hauptachse 94 in einer Ebene auszurichten, die rechtwinklig zur Grundebene 62 und parallel zur Querachse 58 und unter einem Winkel C1 zur Grundebene 62 liegt. So kann zum Beispiel die Hauptachse 94 unter einem Winkel C1 von –45° von der Grundebene 62 zur Hinterkante 96 des Kerns 30 ausgerichtet sein. Ähnlich zu den oben beschriebenen Ausrichtungen können die anisotropen Strukturen 52, 66, 72 in diesem Bereich alle die gleiche Ausrichtung aufweisen, oder mehrere Strukturanteile, die in der Querrichtung 58 unter Winkeln C1 und C2 von ± 45° von der Grundebene 62 zu den Kanten 90 ausgerichtet sind.
  • 13 illustriert eine Hauptachsenausrichtung, die zum Handhaben einer Torsionslast geeignet sein kann, wobei die Torsionslast auf einen Mittelabschnitt 100 des Kerns 30 zwischen den vorderen und hinteren Bindungsbereichen 102, 104 abwärts der Längsachse 56 aufgebracht wird. Dieser Lastfall kann auftreten, wenn ein Schwung eingeleitet und abgeschlossen wird, was bewirkt, daß sich das Board entlang der Längsachse 56 verdreht. Insbesondere dreht sich der Vorderabschnitt 106 des Boards in eine Richtung R1 um die Längsachse 56 und der hintere Abschnitt 108 des Boards dreht sich in die entgegengesetzte Richtung R2 um die Längsachse 56. In diesem Lastfall kann es bevorzugt sein, die Hauptachse 110 in einer Ebene auszurichten, die rechtwinklig zur Grundebene 62, unter einem Winkel D1 zur Längsachse 56 und unter einem Winkel D2 zur Grundebene 62 liegt. So kann zum Beispiel in dem Vorderabschnitt 106 des Kerns 30 die Hauptachse 110 unter einem Winkel von +45° von der Grundebene 62 zur Spitze 86 und unter einem Winkel von 45° zur Längsachse 56 ausgerichtet sein. Auf ähnliche Weise kann in dem hinteren Abschnitt 108 des Kerns 30 die Hauptachse 110 unter einem Winkel von –45° von der Grundebene 62 zum Ende 82 und unter einem Winkel von 45° zur Längsachse 56 ausgerichtet sein.
  • Es kann eine Drucklast auf die Bindungsbereiche aufgebracht werden, wenn das Board aufgrund der Lastfälle gebogen wird, die in Verbindung mit den 11 bis 12 beschrieben wurden, oder unter dem Gewicht eines Fahrers, der auf dem Board steht. Bei diesem Lastfall kann es bevorzugt sein, die Hauptachsen 94 rechtwinklig zur Grundebene 62 auszurichten.
  • Es können auf einen Bindungsbefestigungseinsatz aufgrund von Kräften hohe Punktlasten aufgebracht werden, die auf die Bindungen wirken und das Herausziehen der Einsätze bewirken können. Unter diesem Lastfall, wie oben in Verbindung mit 10 beschrieben, kann es bevorzugt sein, die Hauptachse in einer Ebene auszurichten, die parallel zur Grundebene 62 und in der Richtung Spitze-Ende, Kante-Kante, oder irgendeiner Radialrichtung von dem Einsatz weg ausgerichtet ist. Die anisotrope Struktur 72 ist vorzugsweise ein Kernsegment 70, das als Träger wirkt, um die Punktlasten auf eine größere Fläche des Boards zu verteilen.
  • Da die tatsächlichen Lastfälle auf einem Board im allgemeinen verschiedene Kombinationen dieser grundlegenden Lastfälle einschließen, kann der Kern 30 vorzugsweise eine vorbestimmte Anordnung von einer oder mehreren anisotropen Strukturen 52, 66, 72 umfassen, die geeignet ausgebildet sind, um solche Lasten zu tragen. Verschiedene Fahrstile, unterschiedliches Fahrvermögen, und die unterschiedlichen Einflüsse von Terrain und Oberflächenbedingungen können beeinflussen, ob ein besonderer Lastfall in die Konstruktion eines Kerns 30 mit einbezogen wird.
  • Gemäß dieser Erfindung kann der Kern 30 jedoch in einem oder mehreren spezifischen Bereichen oder insgesamt verschiedene anisotrope Struktur 52, 66, 72 aufweisen, die angeordnet sind, einen grundlegenden Lastfall oder eine Kombination von zwei oder mehreren solcher grundlegenden Lastfälle anzusprechen. Die anisotrope Struktur 52, 66, 72 kann derart ausgerichtet sein, daß die Hauptachse 54, 68, 74, 84, 94, 110 für einen besonderen Lastfall einen Maximalwert aufweist, oder einen Mischwert aufweist, der zwei oder mehrere betrachtete Lastfälle beinhaltet.
  • Wie in 14 dargestellt, kann ein Kern 30 verschiedene Bereiche von anisotropen Strukturen 52, 66, 72 aufweisen, die konfiguriert wurden, um die oben beschriebenen grundlegenden Lastfälle zu handhaben. Wie dargestellt, kann der Kern 30 Spitzenbereiche 120 und Endbereiche 122 umfassen, die in der Richtung Spitze-Ende ausgerichtete anisotrope Strukturen 52, 66, 72 für die bei Sprüngen induzierten Biegeschublasten aufweisen. Der Kern 30 kann Kantenbereiche 124, 126 umfassen, mit Strukturen, die für durch harte Schwünge auf der Kante induzierte Querbiegeschublasten in der Richtung Kante-Kante ausgerichtet sind. Die Mittelbereiche 128, 130, 132, 134 des Kerns 30 können Strukturen umfassen, die für Torsionsbelastung winklig zur Längsachse 56 sind, wobei die Torsionslasten induziert werden, wenn Schwünge eingeleitet und abgeschlossen werden. Die Bindungsbereiche 136, 138 können Strukturen umfassen, die durch bei Sprüngen, harten Schwüngen auf der Kante und das Gewicht des Fahrers, wenn dieser lediglich auf dem Board steht, aufgebrachte Drucklasten rechtwinklig zur Grundebene liegen. In jedem dieser Bereiche können die Hauptachsen 54, 68, 74, 84, 94, 110 unter verschiedenen Winkeln bezüglich der Grundebene 62 und der Längsachse 56 des Kerns 30 ausgerichtet sein.
  • Ein repräsentatives Gleitbrett, in diesem Fall ein Snowboard, das einen Kern 30 gemäß der vorliegenden Erfindung umfaßt, ist in der 15 dargestellt. Das Snowboard 140 weist einen Kern 30 auf, der aus sich abwechselnden, 10 mm breiten Segmenten von mitteldichtem Balsaholz (ungefähr 144,17 kg/m3 bis ungefähr 208,24 kg/m3 (9 lbs/ft3 bis 13 lbs/ft3)) gebildet ist. Jedes dieser Segmente weist eine Breite von ungefähr 10 mm und jeweilige Hauptachsenwinkel von +45° (erste anisotrope Struktur) und –45° (zweite anisotrope Struktur) von der Grundebene 62 jeweils zur Spitze 34 und zum Ende 36 auf. 10 mm breite Langfasersegmente von mitteldichtem Espenholz (mit einer Dichte von ungefähr 416,48 kg/m3 (26 lbs/ft3), oder zumindest von höherer Dichte, als die Balsa-Segmente) erstrecken sich durch einen Mittelbereich des Kerns 30 und schließen die Befestigungseinsatzöffnungen ein. Die Segmente sind vertikal zusammenlaminiert, um ein dünnes, längliches Kernelement 32 zu bilden, das von der Spitze 34 zum Ende 36 eine Länge von ungefähr 153,04 cm (60-1/4 US-Zoll, im folgenden kurz „Zoll"), an seinem breitesten Punkt eine Breite von ungefähr 27 cm (10-5/8 Zoll), eine Taillierung von ungefähr 2,54 cm (1 Zoll), und eine Dicke aufweist, die sich von ungefähr 8 mm im Mittelbereich zu ungefähr 1,8 mm an der Spitze verändert.
  • Der Kern 30 ist sandwichartig zwischen oberen und unteren Verstärkungslagen 142, 144 eingefaßt, wobei jede vorzugsweise aus drei Glasfaserbogen besteht, die unter 0°, +45° und –45° von der Längsachse 56 des Boards ausgerichtet sind und die die Kontrolle von längs gerichteter, quer gerichteter Biegung und Torsionsverdrehung des Boards unterstützen. Die Verstärkungslagen 142, 144 können sich über die Kanten 38, 40 des Kerns 30 heraus und über eine (nicht dargestellte) Seitenwand und Spitzen- und Endabstandhalter (nicht dargestellt) erstrecken, um den Kern 30 vor Beschädigung und Abnutzung zu schützen. Eine kratzfeste Deckschicht 146 bedeckt die obere Verstärkungslage 142, während auf der Unterseite des Boards eine Gleitfläche 148 angeordnet ist, die typischerweise aus einem gesinterten oder extrudierten Kunststoff gebildet ist. Metallkanten 150 können einen Teil- oder vorzugsweise einen Gesamtumfang des Boards einfassen, und eine harte Eingriffkante für die Steuerung des Boards auf Schnee und Eis bereitstellen. Dämmaterial kann zur Dämpfung ebenfalls in das Board integriert sein, um Flattern und Vibrationen zu verringern.
  • Es werden die folgenden Beispiele gegeben, um die ungefähre Druckfestigkeit für verschiedene anisotrope Holzstrukturen wiederzugeben, damit die Erfindung veranschaulicht wird. Es ist jedoch anzumerken, daß die Beispiele lediglich zu beschreibenden Zwecken angegeben werden und den Umfang der Erfindung nicht beschränken.
  • Es wurden Druckfestigkeitsmessungen durchgeführt, in denen ein Beispielkern unter Benutzung eines runden Werkzeugs, das eine Fläche von ungefähr 720 mm2 aufweist, gegen einen flachen Probekörper gedrückt wurde. Bei einer Kernauslenkung von 1 mm wurden die folgenden Druckfestigkeitswerte gemessen.
  • Figure 00260001
  • Diesen Druckfestigkeitsmessungen kann entnommen werden, daß die Hauptachsenausrichtung den Strukturcharakter einer anisotropen Struktur beeinflussen kann. Die Hauptachse für die maximale Druckfestigkeit des Holzes liegt entlang der Faserrichtung. So kann zum Beispiel das Ausrichten der Faser (Hauptachse) des Holzes mit höchster Dichte (Espe) rechtwinklig zur Richtung der Drucklast eine geringere Strukturfestigkeit erzeugen, als die Ausrichtung der Faser eines Materials geringerer Dichte (mitteldichtes Balsa) parallel zur Last. Zusätzlich erzeugt das Ausrichten der Faser des mitteldichten Balsa parallel zur Last eine höhere Strukturfestigkeit als das Ausrichten der Faser unter ±45° zur Last.

Claims (53)

  1. Längliches, dünnes Kernelement (32) zur Integration in ein Gleitbrett, umfassend: eine Spitze (34), ein Ende (36) und ein Paar sich gegenüberliegender Kanten (38, 40), weiterhin eine Längsachse (56), die sich in einer Richtung Spitze-Ende erstreckt, eine Querachse (58), die sich in einer Richtung Kante-Kante rechtwinklig zur Längsachse (56) erstreckt, und eine Normalachse (60) , die rechtwinklig zu der Längsachse (56) und zu der Querachse (58) ist, sowie mindestens zwei anisotrope Strukturen (52, 66), von denen eine erste anisotrope Struktur (52) aus einem anisotropen Werkstoff gebildet ist und eine erste Hauptachse (54) umfaßt, entlang derer eine mechanische Eigenschaft der ersten anisotropen Struktur (52) einen Maximalwert aufweist, und die in einer ersten Richtung ausgerichtet ist, die sowohl zur Längsachse (56), als auch zur Querachse (58), als auch zur Normalachse (60) des Kernelements (32) nicht parallel ist, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens zwei anisotropen Strukturen (52, 66) vertikal laminiert sind und die mechanische Eigenschaft der ersten anisotropen Struktur (52) aus Druckfestigkeit, Drucksteifheit, Druckschwellfestigkeit, Druckkriechfestigkeit, Zugfestigkeit, Zugsteifheit, Zugschwellfestigkeit und Zugkriechfestigkeit ausgewählt ist.
  2. Kernelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Hauptachse (54) in einer ersten Ebene liegt, die sich parallel zu einer von der Längsachse (56) und der Normalachse (60) aufgespannten Längsebene erstreckt.
  3. Kernelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Hauptachse (54) in einer ersten Ebene liegt, die sich parallel zu einer von der Querachse (58) und der Normalachse (60) aufgespannten Querebene erstreckt.
  4. Kernelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Hauptachse (54) in einer ersten Ebene liegt, die rechtwinklig zu einer von der Längsachse (56) und der Querachse (58) aufgespannten Grundebene (62) ist, und die nicht parallel zu der Längsachse (56) und zu der Querachse (58) ist.
  5. Kernelement nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Hauptachse (54) unter zumindest einem Winkel zwischen 10° und 80° relativ zu der Längsachse (56), der Querachse (58) oder der Normalachse (60) ausgerichtet ist.
  6. Kernelement nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel im wesentlichen 45° beträgt.
  7. Kernelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite anisotrope Struktur (66) aus einem anisotropen Werkstoff gebildet ist und eine zweite Hauptachse (68) aufweist, entlang derer eine mechanische Eigenschaft der zweiten anisotropen Struktur (66) einen Maximalwert aufweist, und die in einer zweiten Richtung nicht parallel zur ersten Richtung der ersten Hauptachse (54) ausgerichtet ist.
  8. Kernelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite anisotrope Struktur (66) derart ausgerichtet ist, daß die zweite Hauptachse (68) parallel zu entweder der Längsachse (56), der Querachse (58), oder der Normalachse (60) des Kernelements (32) ist.
  9. Kernelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite anisotrope Struktur (66) derart ausgerichtet ist, daß die zweite Hauptachse (68) nicht parallel zu sowohl der Längsachse (56), der Querachse (58), als auch der Normalachse (60) des Kernelements (32) ist.
  10. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Hauptachse (54) rechtwinklig zu der zweiten Hauptachse (68) ist.
  11. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Hauptachse (54) in einer ersten Ebene und die zweite Hauptachse (68) in einer zur ersten Ebene parallelen zweiten Ebene liegt.
  12. Kernelement nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß die erste und die zweite Ebene parallel zu einer von der Längsachse (56) und der Querachse (58) aufgespannten Längsebene sind.
  13. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die erste Hauptachse (54) als auch die zweite Hauptachse (68) unter zumindest einem Winkel von zwischen 10° und 80° relativ zu der Längsachse (56), der Querachse (58) oder der Normalachse (60) ausgerichtet ist.
  14. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl die erste Hauptachse (54) als auch die zweite Hauptachse (68) unter einem Winkel zu einer von der Längsachse (56) und der Querachse (58) aufgespannten Grundebene (62) ausgerichtet ist, und der Winkel der ersten Hauptachse (54) gleich dem der zweiten Hauptachse (68) ist.
  15. Kernelement nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Hauptachse (54) zur Spitze (34) nach oben hin und die zweite Hauptachse (68) zum Ende (36) nach oben hin winklig verläuft.
  16. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 13 bis 15, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel im wesentlichen 45° beträgt.
  17. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis 16, dadurch gekennzeichnet, daß eine Vielzahl der ersten anisotropen Strukturen (52) und eine Vielzahl der zweiten anisotropen Strukturen (66) vorgesehen sind.
  18. Kernelement nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernelement (32) eine Vielzahl von sich abwechselnden Segmenten aus ersten anisotropen Strukturen (52) und aus zweiten anisotropen Strukturen (66) umfaßt.
  19. Kernelement nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, daß sich die abwechselnden Segmente über das Kernelement (32) in Richtung der Querachse (58) erstrecken.
  20. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 18 bis 19, dadurch gekennzeichnet, daß sich zumindest eine der Abmessungen Höhe, Breite oder Länge benachbarter Segmente voneinander unterscheiden.
  21. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß die Vielzahl der ersten anisotropen Strukturen (52) und die Vielzahl der zweiten anisotropen Strukturen (66) in dem Kernelement (32) gleich verteilt sind.
  22. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 17 bis 20, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernelement (32) einen ersten Bereich und einen zweiten Bereich umfaßt, wobei die ersten und zweiten Bereiche entsprechend erste und zweite Verteilungen der ersten anisotropen Strukturen (52) und der zweiten anisotropen Strukturen (66) aufweisen, und die erste Verteilung von der zweiten Verteilung verschieden ist.
  23. Kernelement nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernelement (32) mit einer Vielzahl von Öffnungen (44, 46) versehen ist, in denen Befestigungseinsätze zum Befestigen einer Bindung an dem Gleitbrett aufnehmbar sind, die zweite Hauptachse (68) in einer Ebene liegt, die parallel zu einer von der Längsachse (56) und der Querachse (58) aufgespannten Grundebene (62) ist, und die Vielzahl von Öffnungen (44, 46) ausschließlich in der zweiten anisotropen Struktur (66) angeordnet ist.
  24. Kernelement nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite anisotrope Struktur (66) eine Trägerstruktur ist, die Lasten von den Öffnungen (44, 46) weg verteilt.
  25. Kernelement nach Anspruch 24, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerstruktur parallel zur Längsachse (56) ist.
  26. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis 25, dadurch gekennzeichnet, daß die erste anisotrope Struktur (52) eine Vielzahl von ersten Holzsegmenten und die zweite anisotrope Struktur (66) eine Vielzahl von zweiten Holzsegmenten umfaßt, sich die ersten und zweiten Holzsegmente in Richtung der Längsachse (56) erstrecken und in Richtung der Querachse (58) abwechselnd vertikal aneinander laminiert sind, und sowohl die ersten Holzsegmente als auch die zweiten Holzsegmente entsprechend erste und zweite Faserrichtungen aufweisen, die den Richtungen der ersten (52) und zweiten (68) Hauptachsen entsprechen.
  27. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis 26, dadurch gekennzeichnet, daß die mindestens zwei vertikal laminierten anisotropen Strukturen weiterhin eine dritte anisotrope Struktur (72) mit einer dritten Hauptachse (74) umfassen, entlang derer eine mechanische Eigenschaft der dritten anisotropen Struktur (72) einen Maximalwert aufweist, und die in einer dritten Richtung nicht parallel zu den Richtungen der ersten und zweiten Hauptachsen (54, 68) ausgerichtet ist.
  28. Kernelement nach Anspruch 27, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten (52), zweiten (66) und dritten (72) anisotropen Strukturen in einem vorbestimmten Muster angeordnet und ausgerichtet sind, um an ausgewählten Stellen des Kernelements (32) sich unterscheidende Eigenschaften bereitzustellen.
  29. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis 28, dadurch gekennzeichnet, daß die Dichte der zweiten anisotropen Struktur (66) größer als die Dichte der ersten anisotropen Struktur (52) ist.
  30. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 7 bis 29, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite anisotrope Struktur (66) Espenholz umfaßt.
  31. Kernelement nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste anisotrope Struktur (52) eine Dichte aufweist, die in einem Bereich zwischen im wesentlichen 144,17 kg/m3 und im wesentlichen 208,24 kg/m3 liegt.
  32. Kernelement nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die erste anisotrope Struktur (52) Balsaholz umfaßt.
  33. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernelement (32) mit einer Vielzahl von Öffnungen (44, 46) versehen ist, in denen Befestigungseinsätze zum Befestigen einer Bindung an dem Gleitbrett aufnehmbar sind.
  34. Kernelement nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Spitze (34), das Ende (36), oder Spitze (34) und Ende (36) abgerundet sind.
  35. Kernelement nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernelement (32) eine Dicke aufweist, die sich in Richtung der Längsachse (56) verändert.
  36. Kernelement nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernelement (32) symmetrisch ist.
  37. Kernelement nach Anspruch 35, dadurch gekennzeichnet, daß das Kernelement (32) asymmetrisch ist.
  38. Gleitbrettkern (30) mit einem Kernelement (32) nach mindestens einem der vorhergehenden Ansprüche.
  39. Snowboard mit einem Gleitbrettkern nach Anspruch 38.
  40. Längliches, dünnes Kernelement (32) zur Integration in ein Gleitbrett, umfassend: eine Spitze (34), ein Ende (36) und ein Paar sich gegenüberliegender Kanten (38), weiterhin eine Längsachse (56), die sich in einer Richtung Spitze-Ende erstreckt, eine Querachse (58), die sich in einer Richtung Kante-Kante rechtwinklig zur Längsachse (56) erstreckt, und eine Normalachse (60), die rechtwinklig zu der Längsachse (56) und zu der Querachse (58) ist, sowie einen ersten Bereich und einen zweiten Bereich, die unterschiedlichen mechanischen Belastungen unterworfen sind, und von denen jeder Bereich mindestens zwei vertikal laminierte anisotrope Strukturen (52, 66) umfaßt, wobei der erste Bereich eine erste anisotrope Struktur (52) und der zweite Bereich eine zweite anisotrope Struktur (66) umfaßt, die erste (52) anisotrope Struktur eine erste (54) und die zweite (66) anisotrope Struktur eine zweite (68) Hauptachse aufweist, eine mechanische Eigenschaft der ersten (52) und zweiten (66) anisotropen Strukturen entlang der entsprechenden Hauptachse (54, 68) einen Maximalwert aufweist, die mechanische Eigenschaft der ersten und der zweiten anisotropen Struktur aus Druckfestigkeit, Drucksteifheit, Druckschwellfestigkeit, Druckkriechfestigkeit, Zugfestigkeit, Zugsteifheit, Zugschwellfestigkeit und Zugkriechfestigkeit ausgewählt ist, und die erste Hauptachse (54) eine erste Ausrichtung und die zweite Hauptachse (68) eine zweite sich von der ersten Ausrichtung unterscheidende Ausrichtung aufweist, um jeweils eine der unterschiedlichen mechanischen Belastungen aufzunehmen, die erste Hauptachse (54) in einer ersten Ebene und die zweite Hauptachse (68) in einer zweiten Ebene liegt, und die beiden Ebenen rechtwinklig zu einer von der Längsachse (56) und der Querachse (58) aufgespannten Grundebene (62) und nicht parallel zueinander liegen.
  41. Kernelement nach Anspruch 40, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Ebene parallel zur Längsachse (56) ist.
  42. Kernelement nach Anspruch 40 oder 41, dadurch gekennzeichnet, daß die zweite Ebene parallel zur Querachse (58) ist.
  43. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 41 bis 43, dadurch gekennzeichnet, daß zweite Bereiche entlang der sich gegenüberliegenden Kanten (38, 40) liegen und der erste Bereich dazwischen liegt.
  44. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 40 bis 43, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Hauptachse (54) parallel zur Längsachse (56) ist.
  45. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 40 bis 44, dadurch gekennzeichnet, daß die erste (54) und/oder die zweite (68) Hauptachse von der Grundebene (62) des Kernelements (32) weg in einem Winkel ausgerichtet ist.
  46. Kernelement nach Anspruch 45, dadurch gekennzeichnet, daß der Winkel im wesentlichen 45° beträgt.
  47. Kernelement nach mindestens einem der Ansprüche 40 bis 46, dadurch gekennzeichnet, daß die ersten und zweiten anisotropen Strukturen (52, 66) aus einem anisotropen Werkstoff gebildet sind.
  48. Kernelement nach Anspruch 47, dadurch gekennzeichnet, daß der anisotrope Werkstoff für jede der ersten und zweiten anisotropen Strukturen (52, 66) eine Vielzahl von entsprechend in den ersten und zweiten Ausrichtungen ausgerichteten Fasern umfaßt.
  49. Kernelement nach Anspruch 48, dadurch gekennzeichnet, daß der anisotrope Werkstoff für jede der ersten und zweiten anisotropen Strukturen (52, 66) ein Harz umfasst, und die Fasern in dem Harz eingebettet sind.
  50. Kernelement nach Anspruch 47 oder 48, dadurch gekennzeichnet, daß der anisotrope Werkstoff für jede der ersten und zweiten anisotropen Strukturen (52, 66) Holz umfaßt.
  51. Kernelement nach Anspruch 50, dadurch gekennzeichnet, daß das Holz eine Faserrichtung entlang der ersten Ausrichtung für die erste anisotrope Struktur (52) und entlang der zweiten Ausrichtung für die zweite anisotrope Struktur (66) aufweist.
  52. Gleitbrettkern (30) mit einem Kernelement (32) nach mindestens einem der Ansprüche 40 bis 51.
  53. Snowboard mit einem Gleitbrettkern nach Anspruch 52.
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