DE19810500C2 - Torsionsschwingungsdämpfer mit einer Dämpfungseinrichtung - Google Patents
Torsionsschwingungsdämpfer mit einer DämpfungseinrichtungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen Torsionsschwingungsdämpfer gemäß dem Oberbegriff des
Anspruchs 1.
Durch die DE 41 28 868 A1 ist ein Torsionsschwingungsdämpfer mit einem antriebssei
tigen Übertragungselement und einem gleichachsig hierzu drehauslenkbaren ab
triebsseitigen Übertragungselement bekannt, wobei das letztgenannte mit dem an
triebsseitigen Übertragungselement über eine mit Kraftspeichern in Form von Federn
versehene Dämpfungseinrichtung verbunden ist. Die Federn sind durch an jedem der
Übertragungselemente vorgesehene Ansteuerelemente beaufschlagbar. Fig. 1 zeigt bei
spielsweise ein sich von der Nabenscheibe nach radial außen erstrecken des Ansteuere
lement, das beidseitig über als Schiebeführungen wirksame Federtöpfe auf jeweils eine
Feder einwirkt, die ihrerseits wiederum über ebenfalls als Schiebeführungen dienende
Gleitschuhe mit anderen Federn verbunden ist. Die Schiebeführungen weisen jeweils
sich in Richtung zur benachbarten Schiebeführung in Umfangsrichtung verlaufende
Stege auf, die gegenüber den eingezeichneten Federn zum jeweiligen freien Ende hin
nach radial außen ansteigen, um als Radialabstützungen für die Federn und, mittels
umfangsseitigen Anschlagkanten, auch als Anschläge zur Begrenzung der Federstau
chung wirksam zu sein. Zugunsten einer guten Gleitfähigkeit sind die Schiebeführun
gen zumindest an ihren radialen Außenseiten mit einer Beimischung von Teflon verseh
bar. Als Grundwerkstoff ist mit Glasfasern oder Kohlefasern verstärkter Kunststoff
denkbar. Durch diese Schiebeführungen sind auch Kraftspeicher ansteuerbar, die ge
mäß Fig. 2 der OS zwei radial ineinander liegende Federn aufweisen.
Bei Torsionsschwingungsdämpfern mit einer derartigen Dämpfungseinrichtung wird die
radial äußerste Feder, welche die höchsten Momente übertragen soll, üblicherweise so
abgestimmt, daß die Torsionsspannung in deren Federwindungen möglichst dicht an
eine vorbestimmte Belastungsgrenze herangeht. Eine radial innerhalb dieser Feder lie
gende zweite Feder wird ebenfalls so abgestimmt, daß sie nahe an diesen Grenzwert
heran kommt, jedoch ist aufgrund ihres kleineren Windungsdurchmessers das durch
diese Feder übertragbare Moment geringer als bei der äußeren Feder. Bei beiden Fe
dern gilt: Die unter Fliehkraft auftretende Radialverformung der Federn ist im entspann
ten Zustand am größten, die Torsionsspannung in den Federn aber am geringsten. Bei
maximaler Stauchung der Federn ist dies umgekehrt. Dazwischen stellt sich ein Misch
zustand ein, bei welchem ein aus Radialverformung und Torsionsspannung resultieren
des Spannungsniveau auftreten kann, das höher als das jeweils maximale Einzelspan
nungsniveau ist. Frühzeitige Probleme an den Federn sind die Folge, insbesondere,
wenn dieses hohe Spannungsniveau bevorzugt im dauerfestigkeitsrelevanten, also dem
überwiegend genutzten Drehzahlbereich auftritt und/oder bei großer, durch die Schie
beführungen nicht abgestützter Federlänge, insbesondere bei ineinander angeordneten
Federn, weil dann die Radialverformung sehr hoch ist, da die radial inneren Federn we
gen ihres kleinen Windungsdurchmessers eine nur geringe Verformungssteifigkeit in
Radialrichtung erbringen, wegen ihrer Masse aber eine stärkere Radialverformung der
radial äußeren Federn bewirken, als dies ohne die inneren Federn der Fall wäre. Um
dennoch einen frühzeitigen Ausfall der Federn zu verhindern, muß deren Torsionsspan
nung niedriger angesetzt werden, was allerdings wegen einer Kennlinienverschlechte
rung zu einer Einbuße am übertragbaren Drehmoment führt.
Ein weiteres Problem liegt darin, daß, sobald eine der Federn bei Einleitung einer Rela
tivbewegung zwischen den Übertragungselementen verformt wird, sie aus ihrer in Fig.
1 der OS gezeichneten Lage relativ zu den Schiebeführungen ausweicht und mit ihren
innerhalb des jeweiligen Stegs liegenden Erstreckungsbereichen, die jeweils letzten
Windungen betreffend, an diesem Steg in Anlage kommt. Der zwischen jeweils zwei
dieser Stege verbleibende Windungsbereich der Feder erfährt dagegen die zuvor erläu
terte fliehkraftbedingte Durchbiegung nach radial außen. Bei zunehmender Stauchung
der Feder kommt die in Druckrichtung dem freien Ende des zugeordneten Stegs be
nachbarte Windung an diesem Steg in Anlage, so daß die die Verformung der Feder
bewirkende, eingeleitete Kraft von dieser durch den Steg an einer weiteren Bewegung
gehemmte Windung nicht weiter auf die radial innerhalb des Stegs verbleibenden Win
dungen geleitet werden kann. Dadurch verkürzt sich um den Anteil der letztgenannten
Windungen der Verformungsweg der Feder. Die Folge hiervon ist, daß sich die Win
dungen jenseits dieser am Steg festhängenden Windung stärker aneinander annähern
können, als durch die Bemessung der Stege in Umfangsrichtung vorgegeben ist. Da
durch werden diese Windungen einer Belastung ausgesetzt, die jenseits des vorbe
stimmten Grenzwertes liegt und, insbesondere wenn die Windungen sogar miteinander
auf Block gehen, zu einem Bruch der Feder führt. Dieses Problem wird nochmals da
durch verstärkt, wenn gemäß Fig. 2 radial innerhalb der Feder eine weitere Feder ange
ordnet ist, die sich unter Fliehkrafteinfluß an der äußeren Feder radial abstützt und
damit die fliehkraftrelevante Federgesamtmasse erhöht.
Prinzipiell liegt für die radial innen liegende Feder die gleiche Problematik vor, indem
deren Windungen unter hoher Flächenpressung gegen den Innendurchmesser der ra
dial äußeren Feder gepreßt werden. Durch das geringere Gewicht der radial inneren
Feder reduziert sich aber die fliehkraftbedingte Durchbiegung. Außerdem sind beide
Federn zumeist in einem mit viskosem Medium zumindest teilweise befüllten Fettraum
angeordnet ist, so daß sich bei Stahl/Stahl-Kontakt der Federn untereinander ein relativ
kleiner Reibwert einstellt. Anders ist die Situation im Fall der äußeren Feder, wenn die
Schiebeführungen, mit welchen sie jeweils Reibkontakt hat, aus Kunststoff bestehen,
der aus Festigkeitsgründen Glas- oder Kohlefasern enthält, die durch Verschleiß an die
Oberfläche gelangen. Erhöhte Brems- bzw. Blockierwirkung ist die Folge.
Durch die vorgenannten Schiebeführungen zwischen den Federn ergibt sich außerdem
folgendes Problem: Es gibt Schiebeführungen unterschiedlicher Form, wie beispielswei
se aus Fig. 1 der vorgenannten OS ersichtlich. So ist beispielsweise die an ein Ansteuer
element angrenzende Schiebeführung als Federtopf mit lediglich einem auf einen
Kraftspeicher ausgerichteten Steg versehen, während ein zwischen zwei Kraftspeichern
angeordneter Gleitschuh als Schiebeführung in Richtung dieser beiden Kraftspeicher
vorspringende Stege aufweist. Des weiteren hat es sich in der Praxis als erforderlich
erwiesen, unterschiedlich dimensionierte Schiebeführungen vorzusehen, sofern die ein
gesetzten Federn unterschiedliche Steifigkeiten aufweisen. Dies führt letztlich dazu, daß
einerseits eine aufwendige Lagerhaltung für die unterschiedlichen Schiebeführungen
erforderlich ist, und andererseits bei der Montage dieser Schiebeführungen Fehler auf
grund von Verwechslungen eintreten können. Des weiteren müssen bei der Montage
die Vielzahl von Schiebeführungen einzeln eingesetzt werden. Erst danach können die
Kraftspeicher in den Torsionsschwingungsdämpfer eingebracht werden, und zwar der
art, daß je ein Kraftspeicher zwischen jeweils zwei Schiebeführungen vorgesehen ist.
Dadurch bedingt, ist mit den Schiebeführungen ein relativ großer Montage- und Ko
stenaufwand verbunden.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die Stege an die Kraftspeicher einer Dämp
fungseinrichtung aufnehmenden Schiebeführungen so auszubilden, daß sie ihre Funk
tion ausüben, ohne einen Bruch der Kraftspeicher zu verursachen.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch das Kennzeichen des Anspruchs 1 gelöst.
Das anspruchsgemäße Verbindungselement kann entweder in Umfangsrichtung soweit
über die Stege der jeweiligen Schiebeführung hinausragen, daß das Verbindungsele
ment ungeachtet des jeweiligen Verformungszustandes der Kraftspeicher stets in Ein
griff mit der Aufnahmetasche im Steg der benachbarten Schiebeführung bleibt und bei
Stauchung der Kraftspeicher lediglich tiefer in diese Aufnahmetasche hineingeschoben
ist als bei entspannten Zustand, oder aber das Verbindungselement ist in Umfangsrich
tung kürzer, so daß es erst bei einer vorbestimmt starken Stauchung der Kraftspeicher
und einer hierdurch bedingten Annäherung der Stege zweier Schiebeführungen anein
ander in die Aufnahmetasche des Stegs der benachbarten Schiebeführung eindringt.
Die Aufnahmetasche ist hierbei hinsichtlich ihrer Tiefe anspruchsgemäß so bemessen,
daß die aufeinander zu gerichteten Stege benachbarter Schiebeführungen mit ihren
Anschlagkanten in Anlage aneinander kommen, bevor das freie Ende des Verbindung
selementes das zugeordnete Taschenende erreicht hat. Hierdurch wird ein Klemmen
am Torsionsschwingungsdämpfer verhindert, das durch unerwünschte Verformung des
Verbindungselementes bedingt sein könnte.
Ungeachtet der jeweiligen Erstreckungslänge des Verbindungselementes in Um
fangsrichtung stützt dieses die Kraftspeicher auf einem Großteil deren Umfangslänge
gegen eine Radialverformung ab, so daß das aus dieser Verformung und der Torsions
spannung resultierende Spannungsniveau gering gehalten wird. Dieser Vorteil wirkt
sich insbesondere dann aus, wenn mehrere Federn radial ineinander angeordnet sind,
da gerade die wegen ihres kleineren Windungsdurchmessers hinsichtlich Radialverfor
mung benachteiligten inneren Federn sich über die radial äußere Feder abstützen kön
nen, die ihrerseits wiederum an den Verbindungselementen zumindest über einen we
sentlichen Teil ihrer Länge eine Abstützung findet. Wegen des relativ geringen Span
nungsniveaus in den Federn kann die Torsionsspannung in diesen erheblich angehoben
werden, so daß eine vorteilhafte Kennliniencharakteristik an den Federn realisierbar und
damit ein hohes Drehmoment übertragbar ist, ohne daß hierdurch ein frühzeitiger Aus
fall der Federn provoziert würde.
Durch das besagte Verbindungselement sind in einer bevorzugten Ausführungsform als
Modul eine Mehrzahl von Schiebeführungen, vorzugsweise alle Schiebeführungen einer
Dämpfungseinrichtung, miteinander verbindbar, so daß alle Schiebeführungen im richti
gen Abstand zueinander und mit der jeweils richtigen Kombination der einzelnen Aus
führungen der Schiebeführungen zueinander gehalten sind. Verwechslungen zwischen
unterschiedlichen Schiebeführungen sind demnach ausgeschlossen. Durch die Verbin
dungselemente auf die nötige Distanz gehalten, sind außerdem zwischen jeweils zwei
Schiebeführungen bereits vor der Montage derselben im Torsionsschwingungsdämpfer
die zugehörigen Kraftspeicher einsetzbar, so daß die gesamte Einheit aus Schiebefüh
rungen und Kraftspeicher bereits vormontierbar ist und als Modul in den zugeordneten
Raum des Torsionsschwingungsdämpfers einsetzbar ist. Die Montage erfolgt demnach
mit einem Minimum an Aufwand, was ebenso für die Lagerhaltung eines solchen Mo
duls gilt, da dieses wie ein einziges Bauteil gehandhabt werden kann.
Jedem Verbindungselement kann zwischen je zwei Schiebeführungen wenigstens eine
Sollbruchstelle zugeordnet sein. Hierdurch wird bewirkt, daß bei Einleitung von Torsi
onsschwingungen in den Torsionsschwingungsdämpfer eine Trennung der einzelnen
Schiebeführungen voneinander herbeigeführt wird, so daß die Schiebeführungen sich
im Betrieb des Torsionsschwingungsdämpfers als Einzelelemente verhalten können und
demnach die mit ihnen verbundenen Vorteile im Hinblick auf die Kraftspeicher voll aus
üben können. Für den Fall, daß lediglich eine Sollbruchstelle vorgesehen ist, ragt über
das Ende eines Steges einer der Schiebeführungen das Verbindungselement vor, und
zwar in Richtung des Steges der benachbarten Schiebeführung, die für dieses Verbin
dungselement mit einer Aufnahmetasche versehen ist.
Die Erfindung wird anhand eines Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen im
einzelnen:
Fig. 1 einen Schnitt durch einen radial hälftigen Torsionsschwingungsdämpfer
gemäß der Schnittlinie I-I in Fig. 2;
Fig. 2 eine Teilansicht des Torsionsschwingungsdämpfers mit Schiebeführungen und
zwischen diesen vorgesehenen Verbindungselementen;
Fig. 3 zwei benachbarte Schiebeführungen herausgezeichnet;
Fig. 4 den in Fig. 3 mit X bezeichneten eingekreisten Bereich zur Darstellung einer
Sollbruchstelle vergrößert herausgezeichnet;
Fig. 5 eine räumliche Darstellung des in Fig. 4 herausgezeichneten Bereichs mit der
Sollbruchstelle;
Fig. 6 einen Satz von Schiebeführungen mit unverformten Kraftspeichern in räumli
cher Darstellung;
Fig. 7 wie vor, aber nach einem Schnitt gemäß Linie VII in Fig. 6;
Fig. 8 wie Fig. 6, aber bei maximaler Stauchung der in Umfangsrichtung inneren
Kraftspeicher;
Fig. 9 wie Fig. 7, aber bei maximaler Stauchung der in Umfangsrichtung inneren
Kraftspeicher.
In Fig. 1 ist ein Torsionsschwingungsdämpfer dargestellt mit einem antriebsseitigen
Übertragungselement 1 in Form einer antriebsseitigen Schwungmasse 2, die einen sich
nach radial außen erstreckenden Primärflansch 4 aufweist, der im radial inneren Bereich
mit einer Nabe 5 verbunden ist, wobei zur Verbindung dieser beiden Elemente mitein
ander sowie mit einer eine Lagerung 20 axial sichern den Scheibe 11 Niete 6 vorgese
hen sind. Die Befestigung des antriebsseitigen Übertragungselementes an einer strich
punktiert dargestellten Kurbelwelle 8 eines Antriebs, wie beispielsweise einer Brenn
kraftmaschine, erfolgt mittels nicht gezeigter Befestigungselemente, welche die ent
sprechenden Durchgänge 7 in Primärflansch 4, Nabe 5 und Scheibe 11 durchgreifen.
Am Primärflansch 4 ist in dessen Umfangsbereich ein Axialansatz 9 befestigt, der radial
außen einen Zahnkranz 10 für den Eingriff eines Starterritzels trägt und an dem wie
derum eine Deckplatte 12 befestigt ist, die nach radial innen greift. Axial zwischen dem
Primärflansch 4 und der Deckplatte 12 sowie in Radialrichtung durch den Axialansatz 9
begrenzt, ist eine Fettkammer 13 einer Dämpfungseinrichtung 15 vorgesehen, auf die
zu einem späteren Zeitpunkt noch ausführlicher eingegangen wird. In diese Fettkam
mer greift eine Nabenscheibe 17, zwischen der und dem radial inneren Ende der
Deckplatte 12 eine Abdichtung 14 für die Fettkammer 13 vorgesehen ist. Radial inner
halb dieser Abdichtung ist die Nabenscheibe 17 über Niete 18 mit einer abtriebsseitigen
Schwungmasse 22 verbunden, die auf der bereits genannten Lagerung axial fest ange
ordnet ist, zur Aufnahme einer nicht gezeigten, aber in bekannter Weise ausgebildeten
Reibungskupplung über Zapfen 25 dient und zusammen mit der Nabenscheibe 17 als
abtriebsseitiges Übertragungselement 23 wirksam ist. Beide Übertragungselemente 1
und 23 sind jeweils um die gemeinsame Drehachse 24 drehbar.
Zurückkommend auf die Dämpfungseinrichtung 15 weist diese im Umfangsbereich der
Fettkammer 13 Kraftspeicher 27 in Form von Federn 28 auf, die einerends durch An
steuerelemente 30 am Primärflansch 4 und/oder an der Deckplatte 12 beaufschlagbar
sind, und sich anderenends in aus Fig. 2 entnehmbarer Weise an einem Ansteuerele
ment 31 der Nabenscheibe 17 abstützen. Die vorgenannten Ansteuerelemente 30 am
Primärflansch 4 und/oder Deckplatte 12 sind, da für sich bekannt, in der Zeichnung
nicht dargestellt.
Erfindungswesentlich sind die in Fig. 2 erkennbaren Schiebeführungen 32, 33, wobei
die an je einem der Ansteuerelemente 30, 31 in Anlage kommende Schiebeführung 33
nachfolgend als Federtopf 50 und die in Umfangsrichtung dazwischen liegenden, über
je einen Kraftspeicher 27 voneinander getrennten Schiebeführungen 32 als Gleitschu
he 51 bezeichnet sind. Während jeder Federtopf 50 an seiner vom zugeordneten An
steuerelement 30, 31 abgewandten Seite einen Steg 54 aufweist, ist jeder Gleit
schuh 51 beidseitig mit je einem Steg 36, 37 ausgebildet. Zwei solcher Ketten von
Schiebeführungen 32, 33 mit Kraftspeichern 27, beispielhaft in den Fig. 6 bis 9 heraus
gezeichnet, bilden die Dämpfungseinrichtung 15, einmal bei unbelasteten Kraftspei
chern 27 (Fig. 6 und 7) und einmal bei teilbelasteten (Fig. 8 und 9), um zwei mögliche
Stellungen der Schiebeführungen 32, 33 aufzuzeigen. Wegen ansonsten bestehender
Teileidendität sind nur die Fig. 6 und 7 numeriert.
An einem der Federtöpfe 50 sowie an den Gleitschuhen 51 ist jeweils am
Steg 54, 36, 37 je ein umfangsseitiges Verbindungselement 34 angeformt, das über An
schlagkanten 45 der Stege 54, 36, 37 in Umfangsrichtung hinausragt und, zumindest
bei Teilstauchung der Kraftspeicher 27, in eine Aufnahmetasche 38 des benachbarten
Gleitschuhs 51 oder Federtopfes 50, mit einem freien Ende 42 eindringt.
Das Taschenende 40 dieser Aufnahmetasche 38 hat einen größeren Abstand zur An
schlagkante 45 des benachbarten Stegs 54, 36, 37 als das freie Ende 42 des Verbin
dungselementes 34. Dadurch kommen, entsprechende Stauchung der Kraftspeicher 27
vorausgesetzt, die Anschlagkanten 45 benachbarter Schiebeelemente 32, 33 in Anlage
aneinander, ohne daß es zu einem Kontakt des freien Endes 42 des Verbindungsele
mentes 34 mit dem Taschenende 40 der zugeordneten Aufnahmetasche 38 kommen
kann. Dadurch werden unerwünschte Stauchungen des Verbindungselementes 34 und
damit eine eventuelle Klemmung unterbunden, was insbesondere deshalb wichtig ist,
weil das radiale Spiel 47 zwischen der Innenseite 55 des Verbindungselementes 34 und
der Außenseite 56 einer radialen Trennwand 46 der Aufnahmetasche 38 von Kraftspei
chern 27 minimal ist, wobei diese Trennwand 46 das Schiebeelement 32, 33 im Erstreckungs
bereich der Aufnahmetasche 38 gegen Verwindungen stabilisiert und mit seiner
Innenseite 55 eine glattflächige Führung 60 für den zugeordneten Kraftspeicher 27 bil
det. Das vorgenannte, radiale Spiel 47 sollte deshalb gering sein, um die in den Fig. 7
und 9 aufgrund der Trennwand 46 gebildete radiale Stufe 62 im Übergangsbereich
zwischen Steg 54, 36, 37 und Verbindungselement 34 nicht unnötig zu vergrößern, da
die Kraftspeicher 27 unter Fliehkrafteinwirkung dieser Außenkontur unter Ei
genverformung folgen. Die vorgenannte Trennwand 46 der Aufnahmetasche 38 sollte
ihrerseits aber ausreichend dick in Radialrichtung sein, um den Kraftspeichern 27 auch
bei maximalem Verschleiß noch als Führung 60 zur Verfügung zu stehen. Sowohl die
Stege 54, 36, 37 als auch das Verbindungselement 34 und die Aufnahmetasche 38 sind
bevorzugt mit einer Krümmung in Umfangsrichtung ausgebildet. Die Außenkonturen
der Stege 54, 36, 37 gehen übergangslos in die Außenkontur des jeweiligen Verbin
dungselementes 34 über und stützen sich, ebenso wie das letztgenannte, nach radial
außen an der Führungsbahn 65 (Fig. 2) der antriebsseitigen Schwungmasse 2 ab.
Die Funktionsweise der Schiebeführungen 32, 33 ist derart, daß diese, ausgehend von
ihrer Position in Fig. 6 und 7, bei Einleitung eines Drehmomentes von einer der
Schwungmassen 2 oder 22 über das jeweilige Ansteuerelement 30, 31 eine Stauchung
der Kraftspeicher 27 erzeugen, woraufhin die Verbindungselemente 34 dem jeweils
benachbarten Steg 54, 36, 37 angenähert werden, bis die jeweiligen freien Enden 42
zumindest einiger Verbindungselemente 34 in die zugeordneten Aufnahmetaschen 38
eindringen und in diesen in Umfangsrichtung verschoben werden, ohne jedoch deren
Taschenenden 40 zu erreichen. Die Verbindungselemente 34 umgeben bei dieser Be
wegung bzw. bei ihrer Rückbewegung in die Ausgangsstellung die Kraftspeicher 27
mehr oder weniger weist in Umfangsrichtung von radial außen her und begrenzen da
durch ein fliehkraftbedingtes Ausbeulen dieser Kraftspeicher nach radial außen.
Abweichend von der Darstellung nach den Fig. 7 bis 9 können die einzelnen Schie
beelemente 32, 33 zumindest bei der Montage untereinander verbunden sein, was
nachfolgend anhand der Fig. 3 bis 5 näher erläutert ist. So sind in Fig. 3 zwei
Schiebeführungen 32, also Gleitschuhe 51, herausgezeichnet und, was den Bereich des
zwischen den beiden Schiebeführungen 32 verlaufenden Verbindungselementes 34 be
trifft, in Fig. 4 vergrößert dargestellt. Das in dieser Figur an der rechten Schiebefüh
rung 32 angeformte Verbindungselement 34 geht über eine Sollbruchstelle 35 extrem
kleinen Querschnittes in die benachbarte Schiebeführung 32 über, und zwar in deren
Steg 37, in welchem eine Aufnahmetasche 38 vorgesehen ist. Bedingt durch dieses
Verbindungselement 34 sind bei der Lagerhaltung die einzelnen Schiebeführungen 32
und 33 untereinander verbunden und demnach als Modul wirksam. Des weiteren ist
eine Vormontage der Kraftspeicher 27 zwischen jeweils zwei Schiebeführungen 32, 33
durchführbar. Nach Beendigung dieser Vormontage wird das gesamte, aus Schiebefüh
rungen 32, 33 und Kraftspeichern 27 bestehende Modul in die entsprechende Aus
nehmung des Torsionsschwingungsdämpfers, also demnach in die Fettkammer 13 ein
gesetzt und anschließend der Torsionsschwingungsdämpfer verschlossen und die Fett
kammer 13 mit viskosem Medium befüllt. Beim anschließenden Betrieb des Torsions
schwingungsdämpfers werden durch in Umfangsrichtung wirksame Torsions
schwingungen jeweils die Sollbruchstellen 35 zwischen zwei benachbarten Schiebefüh
rungen sowohl auf Zug, als auch auf Druck belastet, wodurch es sehr bald zu einem
Bruch an der Sollbruchstelle 35 und demnach zu einer Trennung der jeweils benachbar
ten Schiebeführungen 32, 33 voneinander kommt. Je nach anfänglichem Abstand
zweier Schiebeführungen voneinander bleibt hierbei auch nach erfolgter Trennung das
Verbindungselement 34 mit seinem freien Ende 42 in der Aufnahmetasche 38, so daß
bei einer Stauchung der Kraftspeicher 27 das Verbindungselement 34 innerhalb der
Aufnahmetasche 38 verschoben wird. Ebenso ist auch bei dieser Ausführung allerdings
denkbar, den Abstand zwischen jeweils zwei Schiebeführungen 32, 33 größer als die
Erstreckungslänge des Verbindungselementes 34 zu wählen, so daß dieses normaler
weise außerhalb der Aufnahmetasche 38 verbleibt und lediglich dann, wenn die Stau
chung der Kraftspeicher 27 ein vorbestimmtes Maß überschritten hat, in die Aufnahme
tasche 38 eindringt.
1
antriebss. Übertragungselement
3
2
antr. Schwungmasse
4
Primärflansch
5
Nabe
6
Niete
7
Durchgänge
8
Kurbelwelle
9
Axialansatz
10
Zahnkranz
11
Scheibe
12
Deckplatte
13
Fettkammer
14
Abdichtung
15
Dämpfungseinrichtung
17
Nabenscheibe
18
Niete
20
Lagerung
22
Schwungmasse
23
abtriebss. Übertragungselement
24
Drehachse
25
Zapfen
27
Kraftspeicher
28
Federn
30
,
31
Ansteuerelemente
32
Schiebeführungen
33
Schiebeführungen
34
Verbindungselement
35
Sollbruchstelle
36
,
37
Stege
38
Aufnahmetasche
40
Taschenende
42
freies Ende d. Verbindungselemente
44
Sollbruchstellen
45
Anschlagkanten
46
Trennwand
47
radiales Spiel
50
Federtopf
51
Gleitschuh
54
Steg
55
Innenseite d. Verbindungselementes
56
Außenseite der Trennwand
60
Führung an Trennwand
62
radiale Stufe
65
Führungsbahn
Claims (9)
1. Torsionsschwingungsdämpfer mit einem antriebsseitigen Übertragungselement
und einem relativ zu diesem drehbaren abtriebsseitigen Übertragungselement, mit
einer zwischen den beiden Übertragungselementen vorgesehenen Dämp
fungseinrichtung, die elastisch verformbare Kraftspeicher aufweist und mit An
steuerelementen der Übertragungselemente in Wirkverbindung steht, wobei die
Kraftspeicher an Schiebeführungen aufgenommen sind, die bei einer Verformung
der Kraftspeicher unter Veränderung ihres Abstandes zueinander aus einer Aus
gangsstellung herausbewegbar sind und an zumindest einer Seite einen in Um
fangsrichtung vorspringenden Steg aufweisen,
dadurch gekennzeichnet,
daß eine vorbestimmbare Anzahl von Schiebeführungen (32, 33) an je einem
Steg (36, 37, 54) mit zumindest einer Aufnahmetasche (38) für jeweils ein Verbin
dungselement (34) versehen sind, das an der der Aufnahmetasche (38) zugewand
ten Seite eines Stegs (36, 37, 54) der benachbarten Schiebeführung (32, 33) vorge
sehen ist.
2. Torsionsschwingungsdämpfer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer durch Stauchung der Kraftspeicher (27) bedingten Annäherung der
Schiebeführungen (32, 33) zueinander die Verbindungselemente (34) in der jewei
ligen Aufnahmetasche (38) eine Bewegung in Richtung zum Taschenende (40)
ausführen.
3. Torsionsschwingungsdämpfer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß bei einer durch Stauchung der Kraftspeicher (27) bedingten Annäherung der
Schiebeführungen (32, 33) aneinander jedes Verbindungselement (34) in die je
weils zugeordnete Aufnahmetasche (38) eindringt.
4. Torsionsschwingungsdämpfer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufnahmetaschen (38) hinsichtlich ihrer Tiefe so bemessen sind, daß die
entsprechenden Schiebeführungen (32, 33) über Anschlagkanten (45) der Ste
ge (36, 37, 54) aneinander in Anlage kommen, ohne daß das freie Ende (42) des
Verbindungselementes (34) das Taschenende (40) erreicht.
5. Torsionsschwingungsdämpfer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Aufnahmetaschen (38) hinsichtlich ihrer radialen Größe so bemessen
sind, daß der dieselben aufnehmende Steg (36, 37, 54) radial zwischen den Auf
nahmetaschen (38) und den Kraftspeichern (27) selbst bei maximalem Verschleiß
zustand an seiner den Kraftspeichern (27) zugewandten radialen Seite im Erstreckungs
bereich der Aufnahmetaschen (38) über eine axial durchgängige Trenn
wand (46) verfügt.
6. Torsionsschwingungsdämpfer nach Anspruch 5,
dadurch gekennzeichnet,
daß die radiale Innenseite (55) jedes Verbindungselementes (34) der Schiebefüh
rungen (32, 33) mit minimalem radialen Spiel (47) gegenüber der zugeordneten
radialen Außenseite (56) der Trennwand (46) geführt sind.
7. Torsionsschwingungsdämpfer nach Anspruch 6,
dadurch gekennzeichnet,
daß die radiale Innenseite (55) jedes Verbindungselementes (34) der Schiebefüh
rungen (32, 33) ebenso wie die radiale Außenseite (56) der Trennwand (47) je
weils eine Krümmung in Umfangsrichtung aufweisen.
8. Torsionsschwingungsdämpfer nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß jedem Verbindungselement (34) wenigstens eine Sollbruchstelle (35,44) zur
Trennung von zumindest einer der beiden Schiebeführungen (32, 33) zugeordnet
ist.
9. Torsionsschwingungsdämpfer nach Anspruch 8,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Sollbruchstelle (35) für das Verbindungselement (34) in dessen Angriffs
bereich an der Aufnahmetasche (38) der benachbarten Schiebeführung (32, 33)
liegt.
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