DE19809772C1 - Vorrichtung zum Zusammensetzen von Furnierblättern - Google Patents
Vorrichtung zum Zusammensetzen von FurnierblätternInfo
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Abstract
Eine Vorrichtung 1 ist zum Zusammensetzen von Furnierblättern vorgesehen. Die Vorrichtung 1 weist eine Transporteinrichtung zum Bewegen von wenigstens zwei Furnierblättern in Transportrichtung 22 auf, die an aneinanderliegenden Rändern mittels eines Klebemittels unter Wärmezufuhr miteinander verklebbar sind. Die Vorrichtung 1 umfaßt auch eine zum Zuführen der Wärme vorgesehene Heizeinrichtung, deren Heizelement die miteinander zu verklebenden Furnierblätter im Bereich ihrer aneinanderliegenden Ränder parallel zur Furnierblattebene überdeckt. Das Heizelement ist mit den miteinander zu verklebenden Furnierblättern in Transportrichtung bewegbar. Die Heizeinrichtung innerhalb der Vorrichtung 1 ermöglicht ein definiertes Erwärmen von aufgetragenem Klebemittel unter Vermeidung einer Beschädigung der Furnierblätter.
Description
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Zusam
mensetzen von Furnierblättern mit einer bewegliche Transport
glieder aufweisenden Transporteinrichtung zum Bewegen von we
nigstens zwei Furnierblättern in Transportrichtung, die an an
einanderliegenden Rändern mittels eines Klebemittels unter Wär
mezufuhr miteinander verklebbar sind, und mit einer zum Zufüh
ren der Wärme vorgesehenen Heizeinrichtung mit wenigstens einem
mit dem miteinander zu verklebenden Furnierblättern in Lauf
richtung der Transportglieder über ein Auflageglied geführten
Heizelement, das die miteinander zu verklebenden Furnierblätter
im Bereich ihrer aneinanderliegenden Ränder parallel zur Fur
nierblattebene überdeckt.
Eine derartige Vorrichtung ist durch die DE 297 17 993 U1 be
kanntgeworden.
Furnierblätter haben in der Regel nicht die für ein fertiges
Werkstück erforderliche Breite und müssen daher zusammengesetzt
werden. Ränder werden entsprechend präpariert, mit einem Klebe
mittel behandelt und anschließend aneinandergefügt. Das Zusam
mensetzen der Furnierblätter kann von Hand erfolgen oder mit
Hilfe einer Furnierzusammensetzmaschine.
Das an den Rändern aufgetragene Klebemittel wird wärmebehan
delt. Durch diese Behandlung kann das Klebemittel beispielswei
se aushärten und die verklebten Ränder zweier Furnierblätter
dauerhaft verbinden.
Die bekannte Vorrichtung weist zwei schräg aufeinander zu ver
laufende Transportketten auf. Zwischen den beiden Transportket
ten ist ein Heizband umlaufend angeordnet, das zu seiner Bewe
gung einer zusätzlichen Trägerkette bedarf.
Aufgrund der starren, schräg verlaufenden Anordnung der Trans
portketten und der dazwischen angeordneten Trägerkette für die
Auflageglieder des Heizbandes kann die exakte Positionierung
der zu verleimenden Ränder der Furnierblätter über dem Heizband
Schwierigkeiten bereiten.
Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde,
die bekannte Vorrichtung zum Zusammensetzen von Furnierblättern
derart weiterzubilden, daß die Ränder der Furnierblätter im Be
reich des Heizelements exakt positioniert werden können, und
die Vorrichtung dennoch möglichst einfach aufgebaut ist.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß das Auflageglied
für das Heizelement zwischen zwei beim Bewegen der Transport
einrichtung mittels Führungsmitteln relativ zueinander, quer
zur Laufrichtung der Transportglieder und parallel zur Furnier
blattebene verschieblichen Transportgliedern, die zwei zusam
mensetzenden Furnierblättern zugeordnet sind, angeordnet ist.
Durch die Mitbewegung des Heizelements wird eine Geschwindig
keitsdifferenz zwischen dem Heizelement und den Furnierblättern
reduziert oder völlig vermieden, so daß Reibungskräfte abgebaut
werden oder gänzlich entfallen, die eine Ursache für die Be
schädigung der Furnieroberfläche der Furnierblätter sein können.
Die verschiebliche Lagerung der Transportglieder ermöglicht es,
Furnierblätter gezielt aneinander zu drücken. Die verschiebli
che Lagerung gestattet es, zusätzlich zur Bewegung der Trans
portglieder in Laufrichtung gezielt über die gesamte Laufrich
tung Einfluß auf das Zusammenschieben der Transportglieder und
damit der Furnierblätter zu nehmen. Die Transportglieder können
die Furnierblätter somit auch in Richtung des Heizelements ver
fahren. Das Heizelement verläuft exakt im Bereich der aneinan
der anliegenden Ränder der Furnierblätter und kann diese Ränder
gezielt erwärmen. Das mitlaufende Heizelement wird mit Hilfe
der Auflageglieder definiert im Bereich der aneinander zu sto
ßenden Ränder positioniert. Die Transportglieder können Fur
nierblätter dem Heizelement gezielt zuführen.
Bei einer Ausführungsform ist die Geschwindigkeit des in Lauf
richtung der Transportglieder bewegten Heizelements mit der Ge
schwindigkeit der in Laufrichtung bewegten Furnierblätter iden
tisch. Aufgrund des Mangels einer Geschwindigkeitsdifferenz
zwischen den bewegten Furnierblättern und dem ebenfalls beweg
ten Heizelement kann es zu keiner Relativbewegung zwischen
Heizelement und Furnierblättern kommen. Infolge einer Vermei
dung von auftretender Reibung können Heizelement und Furnier
blätter beschädigungsfrei zusammenwirken, wenn der Klebevorgang
erfolgt.
Das Heizelement kann beispielsweise ein Heizfilament sein, das
an einem Schlitten angebracht ist, der oberhalb bzw. unterhalb
der Ränder der Furnierblätter verfahrbar ist. Bei einer bevor
zugten Ausführungsform ist das Heizelement durch wenigstens ein
in Transportrichtung bewegbares Heizband ausgebildet. Ein flä
chenhaftes Heizband ermöglicht die gleichzeitige Erwärmung gro
ßer, sich in Transportrichtung erstreckender Randbereiche der
aneinanderliegenden Furnierblätter.
Das Heizband kann endlos und unter Verwendung von Umlenkmitteln
in einer senkrecht zur Furnierblattebene sowie in Laufrichtung
der Transportglieder ausgerichteten Ebene umlaufend ausgebildet
sein. Dies gestattet einen kontinuierlichen Betrieb der Vor
richtung, da stets gewährleistet ist, daß das Heizband in
Transportrichtung bewegt wird, wenn zwei neue Furnierblätter an
ihren Rändern aneinander gefügt werden.
In dem für den vorliegenden Klebevorgang in der Regel erforder
lichen Temperaturbereich bis 200°C kann das Heizband vorteil
haft induktiv beheizt werden. Es kann eine gleichmäßige, gut
regelbare und fast wartungsfreie Erwärmung des umlaufenden
Heizbandes erreicht werden. Bei jedem Umlauf wird das Heizband
an mehreren Windungen eines Transformators vorbeigeführt, an
die Wechselspannung angelegt wird. Die Induktionsheizung kann
mit Netzfrequenz betrieben und auf die Furnierart, Furnierdicke
usw. abgestimmt werden.
Die Transporteinrichtung einer Ausführung der Erfindung weist
mindestens eine Transportkette mit einzelnen, miteinander ge
lenkig verbundenen Bolzen auf, an denen zwei Transportglieder
für Furnierblätter quer zur Transportrichtung relativ zueinan
der beweglich sind, wobei das Heizband zwischen den Transport
gliedern angebracht ist. Diese Transporteinrichtung zeichnet
sich dadurch aus, daß nur eine einzige Transportkette zum Ver
fahren zweier Furnierblätter benötigt wird. Entsprechende Füh
rungsmittel ermöglichen es, den Abstand der Transportglieder
zwischen Einlauf und Auslauf der Vorrichtung derart zu verrin
gern, daß die mitbewegten Furnierblätter an ihren sich in
Transportrichtung erstreckenden Rändern aneinander anliegen.
Mit Hilfe der beidseitig des Heizbandes angebrachten Transport
glieder kann jeweils eines der miteinander zu verbindenden Fur
nierblätter mitbewegt werden. Das Heizband verläuft definiert
im Bereich der aneinander anliegenden Ränder der Furnierblätter
und kann diese Ränder gezielt erwärmen. Das Heizband kann auch
dazu benutzt werden, die Furnierblätter geringfügig mitzuzie
hen.
Das Auflageglied einer anderen Ausführung weist vorzugsweise
eine Oberfläche auf, an der das Heizband aufliegt und die ge
genüber Oberflächen der Transportglieder derart abgesenkt aus
gebildet ist, daß die Oberflächen der Transportglieder mit dem
aufliegenden Heizband eine Ebene bilden. Dies gewährleistet ei
ne ebene Auflagefläche für Furnierblätter.
Bei einer Weiterbildung dieser Variante ist die Oberfläche des
Auflageglieds ballig, zu den Transportgliedern hin abfallend
ausgebildet. Ein unter Vorspannung auf diesen Auflagegliedern
der Transportkette aufliegendes Heizband wird durch die ballige
Auflagefläche fixiert gehalten. Die nach außen zu den Trans
portgliedern hin abfallende Auflagefläche führt zu einer
Selbstzentrierung des Heizbandes im Bereich der Mitte der
Transportkette.
Wenn Mittel zur Einstellung einer Spannung des Heizbandes vor
gesehen sind, wird eine definierte Führung des Heizbandes in
nerhalb der Vorrichtung gewährleistet. Wärmebedingte Ausdehnun
gen des Heizbandes können dadurch kompensiert werden. Es kann
sowohl eine gleichmäßige Führung des Heizbandes über die Fur
nierblätter als auch durch die Induktionsspulen des Transforma
tors erreicht werden.
Mitgeführtes und sich an dem Heizband festsetzendes Klebemittel
kann vorteilhaft dadurch entfernt und wieder abgeschabt werden,
daß das Heizband mit einer den Furnierblättern zugewandten
Bandseite an einem Bandabstreifer entlang geführt ist.
Eine Kontrolle der Heiztemperatur läßt sich berührungslos da
durch durchführen, daß im Bereich des Heizelements ein Tempera
tursensor, insbesondere ein Infrarot-Sensor, angebracht ist.
Der Temperatursensor kann mit entsprechenden Steuer- und Regel
geräten der Vorrichtung zusammenarbeiten, so daß die Temperatur
des Heizelements stets auf einen gleichen Wert eingestellt wer
den kann.
Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines Ausführungsbei
spiels sowie der Figuren näher erläutert. Es zeigt:
Fig. 1 eine Seitenansicht einer Vorrichtung zum Zusammen
setzen von Furnierblättern;
Fig. 2 eine vergrößerte Darstellung einer Transportkette
der Vorrichtung nach Fig. 1 im umgelenkten Bereich;
Fig. 3 eine Draufsicht auf eine Transportkette nach
Fig. 1;
Fig. 4 einen Schnitt quer zur Transportrichtung gemäß einer
Linie IV-IV nach Fig. 2.
Die Erfindung ist in den Figuren schematisch dargestellt. Die
Darstellungen sind nicht notwendigerweise maßstäblich zu ver
stehen.
Eine Vorrichtung 1, die in der Fig. 1 gezeigt ist, ermöglicht
das Zusammensetzen von Furnierblättern. Die Vorrichtung 1 be
findet sich auf einem Maschinenständer 2, der eine Arbeitsplat
te 3 und Standbeine 4 bis 6 aufweist. Die Vorrichtung 1 unter
teilt sich in eine obere Vorrichtungshälfte 7 und eine untere
Vorrichtungshälfte 8, die im wesentlichen zueinander identisch
und mit einer strichpunktierten Linienführung voneinander abge
grenzt ausgebildet sind. In der Figur nicht gezeigte Furnier
blätter können mit Hilfe einer Transporteinrichtung der Vor
richtung 1 ausgehend von einem Einlauf 9 bis zu einem Auslauf
10 durch die Vorrichtung 1 hindurch bewegt werden. Die Trans
porteinrichtung umfaßt eine obere Transportkette 11 und eine
untere Transportkette 12, die im wesentlichen gleich aufgebaut
sind. Eine der Transportketten 11, 12 wird in den Fig. 2 bis
4 noch näher beschrieben werden. Die Transportketten 11 und 12
werden über Kettenräder 13 bis 16 angetrieben, die mit einer
Antriebseinrichtung in Verbindung stehen.
Wenn nun der Vorrichtung 1 im Bereich des Einlaufs 9 Furnier
blätter beidseitig eines Trennschwerts 17 zugeführt werden,
können die Furnierblätter von den Einlaufrollen 18 und 19 er
griffen werden. Die obere Einlaufrolle 18 ist mittels eines He
belarms 20 um eine Schwenkachse 20a schwenkbar gelagert und
liegt an dem eingeführten Furnierblatt mit einem Anlagedruck
an, der durch ihr Eigengewicht bestimmt wird. Die untere Ein
laufrolle 19 ist ortsfest angeordnet und kann über einen Riemen
21 angetrieben werden. Wenn die Furnierblätter mit den Einlauf
rollen 18 und 19 in Berührung kommen, wird der Antrieb für die
Einlaufrolle 19 zugeschaltet, um die Furnierblätter in Trans
portrichtung 22 zu den Transportketten 11 und 12 zu transpor
tieren. Werden die Furnierblätter von den Transportketten 11
und 12 erfaßt, so wird der Antrieb für die Einlaufrolle 19 mit
Hilfe einer Kupplungseinrichtung wieder abgeschaltet. An den
Transportketten 11 und 12 befinden sich Transportglieder, die
quer zur Transportrichtung 22 verschieblich an den Transport
ketten 11 bzw. 12 angeordnet sind. Mit Hilfe der Transportglie
der, die in den Fig. 2 bis 4 im einzelnen beschrieben wer
den, können die Furnierblätter weiter in Transportrichtung 22
verfahren werden. Es sind jeweils ein erstes und ein zweites
Transportglied auf einem Bolzen der Transportkette 11, 12 ange
bracht. Der Abstand zwischen einem ersten und einem zweiten
Transportglied kann durch Führungseinrichtungen zwischen dem
Einlauf 9 und dem Auslauf 10 verringert werden. Die ersten
Transportglieder der oberen und unteren Transportkette 11, 12
dienen dem Transport des einen Furnierblatts. Die zweiten
Transportglieder der oberen 11 und der unteren Transportkette
12 ermöglichen den Transport eines zweiten Furnierblatts in
derselben Ebene. Die Verringerung des Abstands der auf dem dem
selben Bolzen befindlichen Transportglieder zwischen Einlauf 9
und Auslauf 10 führt dazu, daß Stirnseiten der einzelnen Fur
nierblätter aneinander gedrückt werden. Die Stirnseiten werden
vor Eintritt in die Vorrichtung 1 mit einem aktivierbaren Kle
bemittel behandelt. Zwischen den Transportgliedern der Trans
portketten 11 und 12 laufen ein oberes 23 und ein unteres Heiz
band 24 um. Die Heizbänder 23, 24 erwärmen die Furnierblätter
im Bereich der Stirnseiten. Die Heizbänder 23, 24 und die Fur
nierblätter liegen nur leicht aneinander an. Sie könnten aber
auch voneinander beabstandet sein. Durch die gezielte Wärmezu
fuhr kann das aufgebrachte Klebemittel aktiviert werden. Die im
Bereich des Einlaufs noch einzelnen Furnierblätter verlassen
daher den Auslauf 10 als zusammengefügtes, neues Furnierblatt
mit aneinandergefügten, miteinander verklebten Stirnflächen. Im
Bereich des Auslaufs 10 befinden sich Auslaufrollen 25 und 26.
Die obere Auslaufrolle 25 ist an einen schwenkbaren Hebelarm 27
befestigt. Der Hebelarm 27 ist um eine Schwenkachse 27a
schwenkbar. Die Auslaufrolle 25 entspricht der Einlaufrolle 18.
Die der Einlaufrolle 19 vergleichbare Auslaufrolle 26 kann über
einen Riemen 28 angetrieben werden, der mit einer zuschaltbaren
Antriebseinrichtung gekoppelt ist.
Die Heizbänder 23 und 24 können induktiv mit Hilfe eines Trans
formators 29 oder 30 beheizt werden. Die Heizbandtemperatur
kann in Abhängigkeit von der Furnierstärke eingestellt werden
und beispielsweise bis zu 200°C betragen. Um auf eine wärmebe
dingte Längung des Heizbandes 23 bzw. 24 zu reagieren, sind
Bandspanner 31 und 32 vorgesehen, mit deren Hilfe sich eine
stets konstante Bandspannung einstellen läßt. Bandabstreifer 33
und 34 ermöglichen die Entfernung von an den Heizbändern 23 und
24 anhaftendem Klebemittel. Die Heizbänder 23 und 24 sind des
halb immer möglichst frei von Klebemitteln, wenn sie über die
Furnierblätter geführt werden. Ein Temperatursensor 35 dient
der Temperaturüberwachung. Als Temperatursensor 35 kann vor
zugsweise ein Infrarot-Sensor verwendet werden, der die berüh
rungslose Erfassung der Heizbandtemperatur ermöglicht.
Kammartige Mittel 36 und 37 können in den Freiraum zwischen den
ersten und zweiten Transportgliedern eingreifen, so daß die im
Bereich des Auslaufs 10 umgelenkten und während ihres Trans
ports vom Einlauf 9 zum Auslauf 10 zusammengeschobenen ersten
und zweiten Transportglieder auf ihrer Achse wieder auseinan
dergeschoben werden. Die im Bereich des Einlaufs 9 ankommenden,
ersten und zweiten Transportglieder sind dann erneut maximal
voneinander beabstandet. Mit Hilfe einer Druckzylinder-Einrich
tung 38 kann die obere Vorrichtungshälfte 7 gegen die untere
Vorrichtungshälfte 8 vertikal verschoben werden. Der Abstand
der Transportkette 11 zur Transportkette 12 läßt sich dadurch
justieren, und die Furnierblätter können mit einem für den
Transport vorteilhaften Anpreßdruck transportiert werden. Un
terschiedliche Furnierstärken lassen sich in der Vorrichtung
bearbeiten.
Die Heizbänder 23, 24 lassen sich hinsichtlich ihrer Abmessun
gen, insbesondere ihrer Breite, auf den Bereich der aneinander
anliegenden Stirnseiten der Furnierblätter abstimmen. Deshalb
werden diese Stirnseiten der Furnierblätter definiert erwärmt.
Es kommt zu einer Aufheizung der Furnierblätter in den Berei
chen, die für den Klebevorgang von Bedeutung sind. Die restli
chen Bereiche der Furnierblätter außerhalb ihrer Stirnseiten
werden nicht erwärmt und folglich geschont. Ein Feuchtigkeits
entzug aus den nicht erwärmten Restbereichen der Furnierblätter
kann vermieden werden. Es wird dadurch keine unnötige Heizlei
stung aufgewendet.
In der Fig. 2 ist beispielhaft die Führung der Transportkette
12 über das Kettenrad 15 gezeigt. Die Transportkette 11 ist
analog der Transportkette 12 aufgebaut. Die Transportkette 12
besitzt einzelne quer zur Transportrichtung 22 angeordnete Bol
zen 40, die über innere 41 und äußere Laschen 42 miteinander
gelenkig verbunden sind. Auf dem Bolzen 40 sind erste Trans
portglieder 43 quer zur Transportrichtung 22 verschieblich ge
lagert. Die Seitenansicht gemäß Fig. 2 zeigt die ersten Trans
portglieder 43. Ein Transportglied 43 weist, im Querschnitt ge
sehen, eine trapezförmige Kontur auf. Eine erste größere Ober
fläche 44 des Transportglieds 43 ist dem Furnierblatt zuge
wandt, während eine zweite kleinere Oberfläche 45 des Trans
portglieds 43 zum Kettenrad 15 hin ausgerichtet ist. Die Ober
flächen 44 und 45 verlaufen parallel und bilden Grundlinien des
Trapezes. Die Oberflächen 44 und 45 sind über schiefwinklig
verlaufende Flächen 46 und 47 miteinander verbunden, so daß
ein, im Querschnitt gesehen, gleichschenkliges Trapez entsteht.
Wenn die Transportkette 12 in Transportrichtung 22 geradlinig
geführt ist, liegen die größeren Oberflächen 44 mit ihren Tra
pezkanten 48 und 49 aneinander an. Im Bereich der Umlenkung an
dem Kettenrad 15 sind die Trapezkanten 48 und 49 voneinander
beabstandet. Die Transportkette 12 kann daher einerseits pro
blemlos umgelenkt werden und andererseits eine durchgehende An
lagefläche für Furnierblätter bereitstellen.
Aus der Fig. 3 ist ersichtlich, wie die ersten 43 und zweite
Transportglieder 50 der Transportkette 12 durch Führungsmittel
einer äußeren und mittigen Führungseinrichtung quer zur Trans
portrichtung beeinflußt werden. Zu den Führungsmitteln der Füh
rungseinrichtungen gehören äußere Laufschienen (äußere Füh
rungseinrichtung), die in der Figur nur angedeutet sind. Außen
flächen 51 und 52 der ersten 43 und zweiten 50 Transportglieder
liegen an Seitenflächen 53 und 54 der äußeren Laufschienen an.
Die Lage der Bolzen 40 (siehe Fig. 2) ist durch strichpunk
tiert eingezeichnete Bolzenachsen 55 angedeutet. Die freien En
den der Bolzen 40 sind in Längsnuten der äußeren Laufschienen
gehalten. Der Abstand der Seitenflächen 53 und 54 verjüngt sich
ausgehend von dem Einlaß 9 in Transportrichtung 22. Mittige
Führungsschienen 56 und 57 (mittige Führungseinrichtung) sorgen
dafür, daß die ersten 43 und zweiten 50 Transportglieder nur
begrenzt quer zur Transportrichtung 22 auf ihrem Bolzen 40 ver
schoben werden können. Innenflächen 58 und 59 der Transport
glieder 43 und 50 liegen an Gegenflächen 60 und 61 der mittigen
Führungsschienen 56 und 57 an. Der Abstand der Transportglieder
43 und 50 verjüngt sich ausgehend vom Bereich des Einlaufs 9,
d. h. im Bereich des Kettenrades 16 (Fig. 1), in Transportrich
tung 22. Trapezkanten 48, 49, 62 und 63 sind im Bereich des
Kettenrades voneinander durch einen Freiraum getrennt. Nach
Verlassen des Kettenrades liegen die Trapezkanten 48, 49, 62,
63 aneinander an und bilden eine durchgehende Anlagebahn für
Furnierblätter.
Zusätzlich zu den ersten 43 und zweiten 50 Transportgliedern
befinden sich auf jedem Bolzen 40 zwischen den Transportglie
dern 43 und 50 Auflageglieder. Auf den Auflagegliedern liegt
das Heizband 24 (siehe Fig. 1) auf, so daß die Auflageglieder
in der Draufsicht der Fig. 3 durch das Heizband 24 verdeckt
sind. Die Auflageglieder werden in Fig. 4 gezeigt und be
schrieben. Das Heizband 24 wird mit der gleichen Geschwindig
keit wie die Transportkette 12 in Transportrichtung 22 umlau
fend bewegt. Die Auflageglieder sind an dem Bolzen 40 ortsfest
angebracht. Die Ausführungen zum Heizband 24 treffen in analo
ger Weise auf das in der Figur nicht gezeigte Heizband 23 zu.
Fig. 4 zeigt einen Schnitt durch das Kettenrad 15 quer zur
Transportrichtung 22 (siehe Fig. 2 und 3). Die ersten und
zweiten Transportglieder 43 und 50 sind auf dem Bolzen 40 der
art angebracht, daß sie in Pfeilrichtung 64 verschiebbar sind.
Die Transportglieder 43 und 50 sind auf dem Bolzen 40 über Hül
sen 65 und 66 gelagert. Die Bolzen 40 weisen an ihren freien
Enden 67 und 68 Buchsen 69 auf. Äußere Laufschienen 70 und 71
besitzen Längsnuten, in die die freien Enden 67 und 68 der Bol
zen 40 eingreifen können. An den Seitenflächen 53 und 54 der
Laufschienen 70 und 71 liegen die Außenflächen 51 und 52 der
Transportglieder 43 und 50 geführt an.
Das Kettenrad 15 ist mit einer Welle 72 fest verbunden, die mit
einer Antriebseinrichtung 73 (z. B. ein Elektromotor) in Verbin
dung steht. Durch den Antrieb der Welle 72 wird das Kettenrad
15 in Rotation versetzt, wobei Kettenzähne 74 bis 77 die Bolzen
40 umgreifen können. Die Bolzen 40 werden dadurch in Transport
richtung 22 geschoben. Die Kettenzähne 74 bis 77 könnten auch
derart ausgebildet sein, daß die Transportglieder 43 und 50
durch die Kettenzähne 74 bis 77 auseinander geschoben werden,
damit am Ende eines Umlaufs der alte Abstand zwischen den
Transportgliedern 43 und 50 wieder hergestellt ist. Die ersten
und zweiten Transportglieder 43 und 50 werden bei der Trans
portbewegung der Transportkette 12 durch die äußeren Laufschie
nen 70 und 71 aufeinander zugeführt. Auf dem Bolzen 40 befindet
sich mittig und ortsfest ein Auflageglied 78. Zwischen dem Auf
lageglied 78 und den Transportgliedern 43 und 50 sind die mit
tigen Führungsschienen 56 und 57 vorgesehen, die auf den Bolzen
40 über die Hülsen 65 und 66 aufliegen. Das Auflageglied 78 ist
hinsichtlich seiner Außenkontur und geometrischen Form den
Transportgliedern 43 und 50 nachgebildet. Eine Oberfläche 79
des Auflageglieds 78 ist gegenüber den Oberflächen 44 der
Transportglieder 43, 50 leicht abgesenkt, so daß die Bandober
seite des aufliegenden Heizbandes bündig abschließt und in Ver
bindung mit den Transportgliedern 43 und 50 eine ebene Unterla
ge für ein Furnierblatt zustande kommt. Die Oberfläche 79 kann
auch ballig ausgebildet sein, damit das aufliegende Heizband
positioniert aufliegt.
Die äußeren Laufschienen 70 und 71 gehen in Auflageplatten 80
und 81 über, die mit den Oberseiten der Transportglieder 43 und
50 bündig abschließen. Hierdurch vergrößert sich die Anlageflä
che für die Furnierblätter.
Claims (11)
1. Vorrichtung (1) zum Zusammensetzen von Furnierblättern
mit einer bewegliche Transportglieder (43, 50)aufwei
senden Transporteinrichtung zum Bewegen von wenigstens
zwei Furnierblättern, die an aneinanderliegenden Rän
dern mittels eines Klebemittels unter Wärmezufuhr mit
einander verklebbar sind, und mit einer zum Zuführen
der Wärme vorgesehenen Heizeinrichtung mit wenigstens
einem mit den miteinander zu verklebenden Furnierblät
tern in Laufrichtung der Transportglieder (43, 50) be
wegbaren, über ein Auflageglied (78) geführtem Heizele
ment (23, 24), das die miteinander zu verklebenden Fur
nierblätter im Bereich ihrer aneinanderliegenden Ränder
parallel zur Furnierblattebene überdeckt, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Auflageglied (78) zwischen zwei
beim Betrieb der Transporteinrichtung mittels Führungs
mitteln relativ zueinander, quer zur Laufrichtung der
Transportglieder und parallel zur Furnierblattebene
verschieblichen Transportgliedern (43, 50), die zwei
zusammenzusetzenden Furnierblättern zugeordnet sind,
angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß die Geschwindigkeit des in Laufrichtung der Trans
portglieder (43, 50) bewegten Heizelements (23, 24) mit
der Geschwindigkeit der in Laufrichtung bewegten Fur
nierblätter identisch ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, wobei die Furnier
blätter an in Laufrichtung der Transportglieder (43,
50) verlaufenden Rändern verklebbar sind, dadurch ge
kennzeichnet, daß das Heizelement durch wenigstens ein
in Laufrichtung der Transportglieder (43, 50) bewegtes
Heizband (23, 24) ausgebildet ist.
4. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß das Heizband (23, 24)
endlos und unter Verwendung von Umlenkmitteln in ei
ner senkrecht zur Furnierblattebene sowie in Lauf
richtung der Transportglieder (43, 50) ausgerichteten
Ebene umlaufend ausgebildet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß das Heizband (23, 24) induktiv beheiz
bar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5, da
durch gekennzeichnet, daß die Transporteinrichtung
mindestens eine Transportkette (11, 12) mit einzel
nen, miteinander gelenkig verbundenen Bolzen (40)
aufweist, an denen zwei Transportglieder (43, 50)
für Furnierblätter quer zur Laufrichtung relativ zu
einander beweglich sind, wobei das Heizband (23, 24)
zwischen den Transportgliedern (43, 50) angebracht
ist.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß das Auflageglied (78) eine Oberfläche (79) auf
weist, an der das Heizband (23, 24) aufliegt und die
gegenüber Oberflächen (44, 45) der Transportglieder
(43, 50) derart abgesenkt ausgebildet ist, daß die
Oberflächen (44, 45) der Transportglieder (43, 50)
mit dem aufliegenden Heizband (23, 24) eine Ebene
bilden.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Oberfläche (79) des Auflageglieds
(78) ballig, zu den Transportgliedern (43, 50) hin
abfallend ausgebildet ist.
9. Vorrichtung nach einem Ansprüche 3 bis 8, dadurch
gekennzeichnet, daß Mittel (31, 32) zur Einstellung
einer Spannung des Heizbandes (23, 24) vorgesehen
sind.
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 9, da
durch gekennzeichnet, daß das Heizband (23, 24) mit
einer den Furnierblättern zugewandten Bandseite an
einem Bandabstreifer (33, 34) entlang geführt ist.
11. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß im Bereich des Heizele
ments ein Temperatursensor (35), insbesondere ein
Infrarot-Sensor, angebracht ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998109772 DE19809772C1 (de) | 1998-03-06 | 1998-03-06 | Vorrichtung zum Zusammensetzen von Furnierblättern |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1998109772 DE19809772C1 (de) | 1998-03-06 | 1998-03-06 | Vorrichtung zum Zusammensetzen von Furnierblättern |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19809772C1 true DE19809772C1 (de) | 1999-09-30 |
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ID=7860034
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DE1998109772 Expired - Fee Related DE19809772C1 (de) | 1998-03-06 | 1998-03-06 | Vorrichtung zum Zusammensetzen von Furnierblättern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19809772C1 (de) |
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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- 1998-03-06 DE DE1998109772 patent/DE19809772C1/de not_active Expired - Fee Related
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